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Tageskalender vom Donnerstag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Stukas". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Diskretion Ehren­sache".

Lm -LSsot'stVnwaituna und WHW.

Brennholz für bedürftige Volksgenossen.

» Zur tatkräftigen Unterstützung des Winterhilfs- werkes waren die hessischen Forstämter durch die Forstabteilung der Landesregierung angewiesen worden, wie in den vergangenen Jahren auch im Winter 1940/41 der Belieferung von bedürftigen Volksgenossen mit Brennholz erhöhte Aufmerksam­keit zu widmen. Zufolge dieser Anordnung wurden aus den hessischen Staats- und Gemeindewaldungen gegen mäßiges Entgelt und im Wege der Selbst­werbung insgesamt 19 359 rm Brennholz an rund 7000 minderbemittelte, kinderreiche und bedürftige kriegsbeschädigte Volks.genossen abgegeben. Während die Menge des abgegebenen Brennholzes um etwa §000 rm abgenommen hat, ist die Zahl der zu be­liefernden bedürftigen Volksgenossen im Vergleich zum Vorjahr um rund 1100 gesunken.

Verdunkelungszeit

28. August von 20.20 bis 6.21 Uhr.

Anja Rau,

Jugendliche Salondame.

Ich bin Kölnerin, studierte 2 Jahre an der dor­tigen Schauspielschule und begann dann meine Büh­nenlaufbahn. Auf Oberhausen, Trier und Front- theater folgt nun Gießen. So, das ist alles, was ich Ihnen verrate. Sie wollen noch mehr wissen? Lieber nicht! Mein Auftreten im Theater wird Ihnen vielleicht mehr über mich sagen. Ich freue mich, daß ich gerade in Kriegszeiten die heitere Muse ver­treten kann, und hoffe, daß ich Ihnen recht viele frohe Stunden bereiten darf.

Gertrud Memel,

Altistin.

kanonen getroffen ist, nicht entkommen zu lassen.

Man ist verwundert, daß auch dort im Süden der Ukraine der deutsche Soldat nach errungenem Siege von der Bevölkerung herzlich empfangen wird, doch man versteht es sofort, wenn man sieht, daß durch sein Erscheinen sich unausbleiblich eine naturgebundene Ordnung wieder einstellt, vtatt der politischen Kommissare erhalten die Bauern­dörfer wieder ihren Dorfältesten, einen Mann aus ihrem Kreise, der ihre Sorgen und Nöte, aber auch ihr Herz kennt.

Erschaudernd erblicken wir in Mittelrußland Sowjetpaläste inmitten elendester Wohnungsver­hältnisse, Paläste, die einmal im Rundbau an den Turm von Babel erinnern, in anderer Form wie halbgeglückte Wolkenkratzer aus gefrorenem Stuck erscheinen. Nichts ist natürlich in diesem Land geblieben, ja nicht einmal kalter Verstand blmkt aus dieserKultur" hervor.

Gomel, der Name der Stadt, die nut einer der größten Schlachten dieses Feldzuges verbunden ist, klingt plötzlich aus dem Lautsprecher. Und wir sehen dieses Gomel, das die Sowjets tagelang zäh verteidigt haben. Es ist kaum eine Stadt mehr. Was nicht zerschossen wurde, haben die Bolsche­wisten auf ihrem Rückzug angesteckt.

Narwa, Nowgorod, sind die weiteren Schauplätze, an denen wir die Kämpfe unserer Truppen verfolgen. Unter dem Eindruck des An­griffs unserer Sturzkampf-Bomber auf die Eisen­bahnlinie PetersburgMoskau und der großen Treffsicherheit unserer Flugzeugführer entläßt die Wochenschau diesmal den Beschauer aus ihrem Bann, der den Eindruck gewonnen hat, daß es kräftig vorwärts geht, daß alle Fronten an dieser Tausende von Kilometern langen Gesamtfront mit­einander arbeiten und das große Ziel, den Bol­schewismus mit der Waffe aus Europa hmauszu- weisen, kurz vor seiner Erfüllung ist. H. H. G.

Die neuen Mitglieder unseres Stadtiheaters

Sie berichten über ihr bisheriges Wirken.

Der Führer bei seinen Soldaten

Die neue Wochenschau.

Trockenheit im Nasenrachenraum die häufig mit Kopfschmerzen und ähnlichen De« schwerden verbunden ist und die besonders bei starken Rauchern auftritt, läßt sich ausgezeichnet be> einflussen durch Klosterfrau-Schnupfpulver. Herge­stellt aus wirksamen Heilkräutern von der gleichen Firma, die den bekannt guten Klosterfrau-Melissen- g-ist e^ugt 3570V

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und Helfer ihres Lebens nahen.

Max Schwarze,

Oberspielleiter der Oper und Operette.

Nach dem Besuch der Oberrealschule geriet ich ins Konservatorium in Augsburg. Von dort 1925 an das Landestheater Stuttgart als Regievolontär. Aus besonderer Neigung ergänzte ich meine musik- theoretischen Kenntnisse an der dortigen Musikaka­demie bei Hermann Roth, dem Uebersetzer der Händelopern Auf dessen Empfehlung holte Opern­direktor W. Brüamann mich nach einer mehr- wöchentlichen Prüfungszeit als assistierender Mit­arbeiter an mehreren Uraufführungen während der Musikfeste in Baden-Baden 1927 an das Stadt­theater Leipzig. Bis 1934 blieb ich dort fein Assistent, besuchte dort die Universität, hörte dort und nahm bühnenbildnerischen Unterricht bei Prof. Vetter. 1934/37 Oberspielleiter der Oper und Ope­rette am Friedrich-Theater in Dessau, 1937/41 als Spielleiter der Oper und Operette am Deutschen Theater. Am dortigen Musik-Seminar Güntzel er­teilte ich auch operndramatischen Unterricht, um mit dem Sängernachwuchs in lebendiger Verbindung zu bleiben. Nun erwarten mich hier in Gießen große und interessante Aufgaben als Oberspielleiter der Oper und Operette.

Oswald Enterlein.

Kapellmeister und Chordirektor.

Geboren 1915 in Berlin-Charlottenburg. Daselbst das Gymnasium absolviert. Danach kurze Dienstzeit bei den ehemaligen Zietenhusaren als Freiwilliger. Ab 1936 Studium an der staatlichen akademischen Hochschule für Musik bei den Professoren Dr. Fritz Stein, Kurt Thomas, Walter Gmeindl, Arthur Kusterer u. a. m. Während der Studienzeit Kon­zertreisen durch Deutschland und den Balkan mit der Kantorei der Hochschule unter Leitung von Prof. Kurt Thomas, dem jetzigen Leiter des 1. Mu­sischen Gymnasiums in Frankfurt a. M. Im Som­mer 1940 Dirigierstudien unter Leitung von Gene­ralmusikdirektor Prof. (Siemens Krauß mit dem Städtischen Orchester in Berlin. Beginn, meiner Kapellmeisterlaufbahn beim Mitteldeutschen Lan­destheater Halle.

Wilhelm Michael Mund, OberspieHeiter und Chefdramaturg.

Ich bin der Kunst der Bühne auf vielen Wegen begegnet, und alle führten notwendig zur eigenen künstlerischen Gestaltung. Ob es die Schülerzeit war mit ihren Laienspielen und darauffolgenden Aus­bildung im Schauspielstudio der Gräfin Dilleneuve, Wiesbaden, oder die 7 Semester Umversttätsstudium mit ihren Fächern in der Sprach- und Theaterwis­senschaft sowie Sprecherziehung, oder die Arbeit in der Presse, im Rundfunk, im Volksspiel, Verlags­wesen, der Festgestaltung und der Kulturpolitik, am Ende stand immer wieder die Bühne als das Fo­rum, auf welchem die in den auf gezählten Gebieten gemachten Beobachtungen der Menschen und ihrer Lebensbewährung zu künstlerischem Ausdruck dräng­ten. So wurde mein Werdegang an der Bühne über die Stationen Köln, Godesberg, Heilbronn, Saarbrücken, Liegnitz, Halle, Greifswald ein Dienst, der beim Rollenspielen, Inspizieren, Kassieren, Soufflieren begann und zur Oberspielleitung und Chefdramaturgie sich entwickelte. Diesem Weg am Guckkasten = Theater ging der Weg am Freilicht­spiel mit einer vortrefflichen künstlerischen Ergän­zung parallel. Bei einer als Werkstudent froh er­sparten Studienreise mit meinem Lehrer Prof. Dr. F. K. Roldemeyer durch Italien und nach Griechen­land lernte ich diese älteste theatralische Darstellungs- form in der viele tausend Jahre alten attischen Theaterruine zu Syrakus bei den neuitalienischen Ausführungen altgriechischer Tragödien kennen. Die eigene Mitarbeit als Schauspieler und Regisseur an den Marburger Festspielen unter Dr. Fritz Buddes genialer Leitung, dem Dolksschauspiel Oetigheim (Baden) und den Spielen auf dem Greifenstein zu Ehrenfriedersdorf (Erzgebirge) erhielt damit fun­dierten sicheren Maßstab. Gießen ist mir eine neue glückhafte Stufe meines Lebenswegs. Meine Auf­gabe als Regisseur, Darsteller und Dramaturg wird sein, zur Erhaltung der Gießener Schauspieltradi­tion durch Schaffung eines Ensembles mit einheit­lichen Gemeinschaftsleistungen im Licht und der Tiefe eines dichterischen Stils der Darstellung bei* : zutragen. Ich wünsche mir dazu das Vertrauen all derer, die dem Theater als einem wahren Freunde

Mit einem herrlich weiten Blick mitten hinein in Die Mitternachtssonne, die ihre Strahlen durch den mit silbernen Wolken bedeckten Himmel hindurch auf den Strand vor Murmansk sendet, beginnt die neue Deutsche Wochenschau (U 573). Der Luftwaffe gehören diese Bilder. Sie greift unter anderen Zie­len den Hafen von Murmansk an, die einzige Verbindung der Sowjets mit den Weltmeeren. Darauf bekommen mir einen Eindruck von der in Nischen Front, an der im Süden Finn- ands deutsche Verbände mit ber tapferen finnischen Wehrmacht zusammen vorwärtsgehen. Immer vor­wärts über Flußläufe, die keine Brücken, durch Wälder, die anscheinend kein Ende haben. Der Stalin-Kanal, der die Ostsee mit dem Eismeer ver­bindet, liegt im Hagel deutscher Bomben, der ihn -un Salmas) diQ ans uv jjundjiag unjaiQ uoa brauchbar machte.

Im Süden der riesigen Ostfront erleben wir ein Ereignis mit, das uns durch den Ton schon seine Besonderheit "-ankündigt. Begeisterung malen diese Stimmen, helle Begeisterung strahlt aus den Augen der Männer, die in Uniform, im Arbeitsdreß, mit nacktem Oberkörper und noch ganz bedeckt mit den Spuren des harten Kampfes und harter Arbeit dort die Wege säumen. Der F ü h r e r ist bei ihnen. Begrüßt von Generalfeldmarschall von Rund- st e d t geht er an den Kolonnen vorbei und wird jubelnd als der große Heerführer empfangen, der die deutsche Wehrmacht zu bisher noch nie erreich­ten Siegen führte und die Gewißheit des Endsieges mit sich trägt. Mit besonderer Aufmerksamkeit ver­folgen wir daher die nun aufblendenden Bilder von der Einnahme des Hafens N i k o l a j e w durch deutsche und ungarische Verbände. Es ist wieder die Leistung des einzelnen Mannes, die wir bewundern, des Mannes, der sich bis auf wenige Meter vor die feindlichen Panzer heranarbeitet, um die Besatzung, sobald der Koloß von Geschossen deutscher Sturm-

Geboren bin ich in der Kunststadt München. Schon während meiner Schulzeit hegte ich den brennenden Wunsch, zum Theater gehen zu dür­fen, entweder als Schauspielerin oder als Sänge­rin. Zunächst jedoch mußte ich die Handelsschule besuchen. Dann war ich noch etwa 1^ Jahre kauf­männisch in einer Bank tätig. Zwischendurch ließ ich heimlich meine Stimme prüfen, da meine ganze Liebe noch immer dem Theater und vor allem der Musik galt. Endlich gaben meine Eltern meinem Drängen nach und ich durste Gesangunterricht neh­men. Freilich durfte ich nurOratoriensängerin" werden. Nach kurzem Unterricht bestand ich jedoch die Bühneneignungsprüfung mit gutem Erfolg. Ich studierte dann fleißig weiter, u. a. bei Frau Kammersängerin Luise Miller von der Bayerischen Staatsoper München, und erbrachte dann auch dort meinen Leistungsnachweis. Nun komme ich vom Grenzlandtheater Konstanz, wo ich inzwischen meine ersten Bühnenjahre erfolgreich hinter mich gebracht habe. Eine meiner schönsten Rollen war bis jetzt dieZigeunerin" inTroubadour", wie ich eben auch Verdi und Wagner besonders schätze. Ich freue mich sehr auf mein neues Engagement und hoffe, daß alle mit meinen Leistungen "*

Aus der Stadt Gießen.

Oasen."

Der Weltenbummler, der zu seinem Vergnügen auch mal die Wüste kennenlernen will, oder der Forscher, der sie im Dienste der Wissenschaft durch- streift, freut sich, wenn er in der Ferne eine Oase i erblickt, nachdem er stundenlang nichts als Himmel und Sand gesehen hat: von neuem Lebensmut ' erfüllt beschleunigt er feine Schritte, um den Ort der Sehnsucht schnell zu erreichen: er labt sich an dem erwünschten Naß, erfreut sich am Anblick der Vegetation und erquickt sich im Schatten der Bäume und Sträucher; befriedigt setzt er bann seine Wanderung fort.

Lieber Leser, ich nehme an, du hast auch eine Fußwanderung geplant, nicht durch die Wüste, sondern durch dein Heimatland, und hast dich früh­zeitig auf die Socken gemacht. Eben hast du ein Dorf durchquert; da waren die Leute schon auf den Beinen; das Vieh brüllte in den Ställen, Pferde wieherten, Schafe blökten, Ziegen mecker­ten, Hähne krähten, Hühner gackerten, Hunde bell­ten, Wagen holperten aus den Höfen auf die Straße; Leben und Verkehr hatten dich umflutet. Einige Kilometer weiter betrittst du die Stadt, vor dir eine endlos scheinende Straße; du siehst zu­nächst nichts als Pflastersteine oder eine ununter­brochene Asphaltdecke; rechts und links davon ein bißchen Bürgersteig; dahinter Haus an Haus, die Fensterläden geschlossen, die Vorhänge zugezogen, die schwarzen Derdunkelungsvorrichtungen her­untergelassen; kein Mensch auf der Straße, kein Verkehr, kein Leben; du allein erfüllst die Stille mit dem Schall deiner Tritte; gelangweilt ziehst du deines Weges.

Plötzlich stehst du vor einerOase"; aber sie labt dich nicht und erquickt dich nicht; sie bietet dir keinen Trunk und keinen Schatten; ihr Anblick macht dir keine Freude, erregt nur deinen Aerger, denn du stehst vor einer Verunreinigung des Stra­ßenbildes: Bierteller, Zigarettenschachteln, Ein­wickelpapier, Tüten, verbrauchte Lebensmittelkar­ten, Reklamezettel usw. liegen beschmutzt, zerrissen, vertrampelt auf Straße und Bürgersteig herum! Woher stammt wohl diese Ansammlung? Aha, da ist eine Wirtschaft und daneben ein Kauf lad en; das sind die Quellen dieser Ablagerungen, die von Gästen und Kunden beim Verlassen des Lokals oder Geschäftes getätigt wurden in Gedankenlosig­keit oder zu ihrem Zeitvertreib, aber zum Aerger der Straßenbewohner und -paffanten. Du bist viel­leicht ganz unbekannt in der Stadt, lieber Wan­derer, aber wenn du eine Wirtschaft suchst oder ein Lebensmittelgeschäft, dann brauchst du dich nur noch solchenOasen" umzusehen und du findest dabei gleich, was du suchst; wenn du es nicht glau­ben willst, dann mach nur mal die Probe; wan­dere, wenn du die Zeit und Lust dazu hast, im Morgengrauen kreuz und quer durch die Stadt und du wirst mir rechtgeben, denn überall sind diese Oasen", bald größer, bald kleiner, brs die Kolonne der Straßenkehrer sie hinwegfegt; oft hoben sie sich bis dahin aber schon weit über die Straße aus- gebreitet, wie das Unkraut im Garten.

~ Es ist nur ein Glück, daß nicht alle Menschen, die ein Wirtshaus besuchen oder in einem Geschäft ihre Einkäufe machen, mit derartigen wegwerfen­den Gesten ihr Dasein ausfüllen, sonst wäre fruh- viorgens die Straße eine einzige großeOase"; aber auch so schon leidet das Straßenbild unter der Unart der Kinder und Erwachsenen mehr als dem Aussehen und Ansehen der ganzen Stadt dienlich ist; sie kmin und will gern auf solche Oasen" verzichten'. H. G.

Renate Freiherr, Salondame.

Ich bin Künstlerkind. In Berlin geboren, aber in Süddeutschland im schönen Würzburg ausgewach­sen, wo ich auch zum erstenmal schon als Kind auf der Bühne stand. Don dort ging ich nach Aachen und freue mich nun hier auf meinen Wir­kungskreis.

frieden fein werden.

Annemarie Schwind,

Operelkensoubrekle.

Sie wollen wissen, wie es kam, Daß ich den Weg zur Bühne nahm? Das war wie oft: man träumt vorn Glück Und wartet auf den Augenblick ... In Kolberg war's, am Ostseestrand, Im Sommer spielt das Kurtheater, Wo heimlich ich (aus Angst vor Vater) Zur Probe auf der Bühne stand. Weil ich zuvor Gesang studiert. Gefiel ich und würd' engagiert DieFörsterchristl" war die wundervolle, Die erste große Bühnenrolle, Die ich voll Stolz in Zwickau fang. Wie lachte da das Publikum, Denn ich riß die Kulisse um! Dann ging's nach Wuppertal von Sachsen. Die Rollen und Erfolge wachsen! Und die Belohnung dieser Müh'n? Theaterspielen in Berlin!

Lustspiel, Komödie, Operette, Und auch so manche Tanzsoubrette. DiePlaza" faßt dreitausend Stühle Das war nicht leicht, wenn ich da spiele. Und schön war's, wenn ich auf Tournee Die weite deutsche Heimat seh! Auch auswärts spielt ich das und dies Im Haag, in London und Paris. Von Krefeld komm' ich nun nach Gießen, wo mir (toi toi!?!) Erfolg wird sprießen Durch Liebe und durch großen Fleiß. So, das ist alles, was ich weiß.

500 RM. für das Rote Kreuz im Gommerurlaub ersunqeu

Eine nicht alltägliche Veranstaltung zum Besten des Deutschen Roten Kreuzes brachte die Sängerin an unserem Stadttheater Gabriele Possinke in Gemeinschaft mit Fachkolleginnen von den Thea­tern Darmstadt, München, Chemnitz und Wien zu­stande. Fräulein Possinke verbrachte kürzlich ihren Sommerurlaub in Hintertux im Zillertal, ohne zu wissen, daß in dem kleinen Dörfchen im Hochge­birge, in 1500 Meter Höhe, das nur aus drei Hotels und einigen wenigen Bauernhäusern besteht, Kol­leginnen der gleichen Fakultät ebenfalls auf Urlaub weilten. Beim Herumstreifen in den Bergen wurde vor Lebenfreude kräftiglosgeschmettert", d. h. frisch drauflos gesungen. Plötzlich gab es eine Ueber- raschung. Von anderen Bergen kamen ebenfalls frohe Gesänge, die kein Echo sein konnten und sich schließlich als Lebensäußerungen der anderen Ver­treterinnen der hohen Kunst erwiesen. Nachdem sich die durch Zufall zusammengekommene Künsterlerjn- nenschar gegenseitigbeschnuppert" hatte, wurde be­schlossen, in der luftigen Höhe ein Wohltätigkeits­konzert für das Deutsche Rote Kreuz zu geben. Das tolle Programm" enthielt Lied, Oper und Operette. Zur großen Freude der KünstlerinnSi kamen frei= willige Spenden in Höhe von runb^400 RM. als schöner Lohn für ihr Mühen ein. Fräulein Pos- sinke brachte dazu noch eine Sonderspende von 100 RM. in die Kasse. Sie hatte mit dem Gesang der Arie der Mimi ausBoheme" besonders star­ken Beifall der begeisterten Hörer geerntet, die stür­misch eine Zugabe verlangten. Für diese künstlerische Sondergabe, bei der Fräulein Possinke ausFanny Elßler" das LiedDraußen in Sievering blüht schon der Flieder" fang, war die 100-RM.-Sonderspende gefällig. Man sieht, daß Künstlerinnen mit dem Herz auf dem rechten Fleck auch im Urlaub für eine gute Sache etwas besonderes herausholen können.

♦♦ In der Lahn kann wieder gebadet werden. Die Ortspolizeibehörde gibt heute im Anzeigenteil bekannt, daß die Sperre des Badens in der Lahn wieder aufgehoben worden ist, so daß also die Freunde eines Flußbades dort wieder ihrem Wassersport obliegen können.

Schießsport

im RS.-Kriegerverband Wetzlar.

Eine der wichtigsten Aufgaben des NS.-R^chs« kriegerbundes ist die Pflege des Schießsports. Auch im Kreiskriegerverband Wetzlar haben sich die Kameraden der Heimat in den Kamps der inneren Front gestellt. Dazu gehört die Wehrertüchtigung der Jugend und die Wehrerhaltung der gedienten Soldaten.

Im Mittelpunkt des Schießsports standen die Kleinkaliberwettkämpfe, die im Juni, Juli und August 1941 ausgetragen wurden. Während sich an diesem Kampf vor dem Kriege im Jahre 1938. = 883 Kameraden beteiligten, konnten in diesem Jahre 1159 Schützen an Start gehen. Von 80 Ka­meradschaften des Kreiskriegerverbandes beteiligten sich an den Wettkämpfen 63. Der Kampf fetzte sich zusammen aus: dem Wettkampf innerhalb der Kameradschaften ohne Klasseneinteilung mit 5 Schuß liegend freihändig, dem Entscheidungskampf inner­halb des Kreiskriegerverbandes um den TitelMei­stermannschaft" undMeisterschütze" mit 10 Schuß liegend freihändig, dem Fernwettkampf der Meister­mannschaft und des Meisterschützen mit 10 Schuß liegend freihändig.

Beim Wettkampf innerhalb der Kameradschaften erzielten: je 1. Mannschaft Kameradschaft Aßlar 1926 220 Ringe, Wißmar 219 R., Wetzlar 216 R., Du­tenhofen 214, Münchholzhausen 212 Ringe.

llrfter 1159 angetretenen Einzelschüßen erreichten mit 5 Schuß: Karl Schwalm, Wißmar, 57 Ringe, Franz Antonioli, Wißmar, 57 R., Adolf v. d. Heydt, Aßlar 1926, 56 R., Karl Gerth, Aßlar 1926, 55 R., Rudolf Hofmann, Hermannftein, 55 R., Jakob Luz, Wetzlar, 55 R., Albert Leid, Bieber, 55 R., E. Ebe­ner, Aßlar 1926, 55 R., Heinrich Wolf, Berghausen, 55 R., Willi Loth, Wetzlar, 55 R., Albert Weber, Dutenhofen, 55 Ringe.

Am 27. Juli traten die 4 besten Mannschaften unter Leitung von Kreiskriegerschießwart Arm- b r e ch t zu einem Entscheidungskampf mit 10 Schuß liegend freihändig auf den Schießständen des Vor­städter Schützenvereins in Wetzlar an. Dabei er­rangen: Kameradschaft Wetzlar mit 410 Ringen die Kreismeisterschaft und den 1. Preis, Aßlar 1926 mit 390 Ringen den 2. Preis, Dutenhofen mit 377 Ringen den 3. Preis, Wißmar mit 368 Ringen den 4. Preis.

Die Leistungen der besten Einzelschüßen waren: Maas, Wetzlar, 108 Ringe, Kreismeisterschütze, Luz, Wetzlar, 106 R., A. v.d. Heydt, Aßlar 1926, 105 R., Klingelhöfer, Wetzlar, 104 R., Hofmann, Wißmar, 103 R., Emmrich, Aßlar 1926, 103 Ringe.

Die Kreismeisterschaft und der Kreismeisterschütze traten am 17.8. zu einem Fernwettkampf auf dem Schießstand der Kameradschaft Wetzlar an. Die Lei­tung lag in den Händen des Kreiskriegerführers, Kreisleiter Haus, und des Kreiskriegerfchießwarts Ar mb recht. Das Ergebnis dieses Femwettkamp- fes entscheidet, ob die Kreismeisterschaft und der Meisterschütze an dem von der Gaukriegerführung festgesetzten Fernwettkampf innerhalb des Gau­kriegerverbandes teilnehmen.

So hat der Schießsport im Kreiskriegerverband Wetzlar ein gutes Aufwärtssteigen zu verzeichnen. Die von den Schützen eingezahlten Nenngelder in Höhe von 463,60 RM. konnten mit 55 v. H. der Wunschkonzertspende des NS.-Reichskriegerbundes zur Verfügung gestellt werden.

Schwarzfahrten eines Polen.

Lpd. Frankfurt a. M., 26. Aug. Der vol- nische Zivilarbeiter Iwan Sagen, in Hassel- b o r n im Kreise Wetzlar beschäftigt, bekleidete sich mit SA.-Mütze, Koppel und Schulterriemen des Sohnes feines Arbeitgebers, holte heimlich dessen Auto aus der Garage und unternahm Spazier­fahrten zu seinen Landsleuten. Das Sonderge- richt Frankfurt verurteilte den Polen wegen un­berechtigter Benutzung des Autos und Vergehens gegen das Heimtückegefeß zu sechs Monaten Gefängnis.

Gießen-Klein-tinden.

Am kommenden Sonntag findet hier der (3*. meindefporttag statt. Die Morgenfeier am Sport­platz beginnt um 8.30 Uhr. Dann werden die Wett, kämpfe in Form von volkstümlichen DreiEampfen, bestehend aus Weitsprung, Ballwurf bm>. Kugel- stoßen und Lauf, ausgetragen. Die Politischen Leiter und der SchützenklubRoland" führen Schießwett- kämpfe durch. Es werden 12 Gruppen mit mehr als 200 Teilnehmern antreten. Den Nachmittag werden Hand- und Fußballspiele , ausfullen. Die Siegerehrung wird um 17 Uhr durch den Orts­gruppenleiter rorgenommen.

Gießener Dochenmarktpreise.

* Gießen, 28. Aug. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 65 Wirsing, kg 8, Weißkraut 8, Rotkraut 8 bis 11, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Römischkohl 8, Bohnen, grün, 30, Tomaten 25 bis 40, Rhabarber 15, Salatgurken 20 bis 25, Einmachgurken 20, Endivien, das Stück 15 bis 20.

Bon einem D-Zug zur Seite geschleudert und bald darauf gestorben.

Am gestrigen Mittwochvormittag ereignete sich auf dem Bahnhof Lollar ein schwerer Unglücks- fall. Dort wurde der 54 Jahre alte Weichenwärter Friedrich Kaletsch aus Niederwalgern, der in Lollar Dienst tat, beim Überschreiten der Gleise von einem durchfahrenden O-Zug, den er nicht be­merkte, erfaßt und zur Seite geschleudert. Der be- dauernswerte Mann wurde mit inneren Verletzun­gen, schweren Kopfwunden und Brüchen beider Beine sofort der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt, wo er bald nach seiner Einlieferung d e r ft a r b. .