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„Mundraub."
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wirken muß.
Es ergibt sich aus diesen kurzen Hinweisen, daß der Mundraub in der heutigen Zeit des gemeinsamen Abwehrkampfes keine milde Beurteilung beanspruchen darf, sondern im Sinne der Volksgemeinschaft und der gemeinsamen Erkampfung des deutschen Endsieges aufs schärfste verurteilt und verfolgt werden mufc.
Aus der engeren Heimat.
Kreis Büdingen.
(D Schotten, 24. November Der ßßiter der hiesigen Oberschule für Jungen, Studienrat Lull, wurde laut Urkunde des Führers zum Oberstrünen- rat ernannt. Oberstudienrat Lüll stammt aus G i e - ß e n und war früher in Büdingen und Wimpfen tätig Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde
Arzt jede Minute kostbar ist. Stellt nicht vorher unnütze Fragen, sondern kommt in die Sprechstunden. Und wenn Ähr bei dem Arzt seid, dann haltet ihm keinen langen Vortrag, sondern sagt ihm kurz und bündig, was Euch fehlt, und er weiß Bescheid.
Verkaufssonntag vor Weihnachten: 14. Oezember.
Der Reichswirtschaftsminister hat in einem Erlaß an die zuständigen Verwaltungsbehörden bestimmt, daß in diesem Jahre nur ein Verkauss- sonntag vor Weihnachten, und zwar der 14. -D e zember für den Verkauf freigegeben wird Die Beschränkung auf einen Derkaufssonntag ist er- folgt, weil es unerwünscht tft, die Verkehrsmittel in den Tagen vor dem Weihnachtsfest zusätzlich zu belasten. Die Einzelhandelsgeschäfte sind verpflichtet am 14. Dezember während der örtlich sest- qesetzten Verkaufszeiten offenzuhalten. Eine Offen- Haltungspflicht besteht nicht für die Lebens- und Ge- nußmittelqeschäfte, sowie für die Kohlenhandlun- qen. Die Dauer der Verkaufszeit soll vier Stunden nicht unterschreiten, die Lage der Verkaufsstunden ist m benachbarten Bezirken einheitlich 3U regeln, Loch darf das Ende der Verkaufszeit nicht spater als 18 Uhr liegen.
„Dieses Haus ist schlecht verdunkelt."
Lichtspielhaus
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Jugend nicht zugelasteu! «seiA
rer des Postautos und eine Frau aus der Stelle getötet wurden. 12 <p e r f o n e n w ur de n chwer verletzt. Die Schuld liegt nach der lolizcilichen Feststellung bei dem Fahrer bzw^ Bei- ahrer des Lastkrastwagens, die es unterlassen hat ten am Ende des überragenden Teiles ihres Lang- Holzes ein Schlußlicht anzubringen. Sie wurden fe ft genommen und dem Richter vorgefuhrt.
Todesstrafe
für unverbesserlichen Dieb.
Lpd. Hanau, 25.3100. Die Strafkammer Ha- rmu verurteilte den 31jährigen Karl Fnedrich Ern- m e l aus Hanau als gefährlichen ^wohnheitsver- brecher wegen sieben schwerer Diebstahle, eines versuchten schweren Diebstahls und zehn emfacyer Diebstähle in wiederholtem, strafverschärfendem Rückfall zum Tode und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Der Mitangeklagte 56 Fahre alte Georg Reußwlg aus Hanau wurde als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher wegen gewerbsmäßiger Hehlerei in strafverschärfendem Ruck- fall zu 8 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Gleichzeitig wurde gegen ihn die Sicherungsverwahrung angeordnet.
Emmel war schon in seiner Jugend auf die schiefe Bahn geraten und, noch nicht 18 Jahre alt, wegen Diebstahls zu Gefängnis verurteilt worden Trotz wiederholter, zum Teil schwerer Zuchthausstrafen beging er immer wieder Einbrüche. Zuletzt trieb er fein Unwesen in Hanau, bis er am 21. Ium am frischer Tat ertappt wurde. Er stahl hauptsächlich Bar- geld und Schmucksachen, für die er m Reußwig einen willigen Abnehmer fand; auch dieser ist wiederholt vorbestraft, darunter wegen gewerbsmatziger Hehlerei. _
Gegen Derdunkelungssünder werden, um ste zur Erfüllung ihrer Pflicht zu bringen, immer schärfere Maßnahmen angewendet. Neuerdings kommt einheitlich im ganzen Reich, wenn irgendwo ein hartnäckiger Sünder festgestellt worden ist, der Polizei- beamte und klebt an das fragliche fiaus einen rot umränderten Handzettel, auf dem in der Ueberschri t in großen, deutlich sichtbaren Lettern zu lesen stU
„Die es Haus ist schlecht verdunkelt. Es heißt dann weiter im Text: Dadurch sind nicht nur feine Be- wohner, sondern auch die Nachbarn gefährdet. Der Feind wirft seine Bomben dort ab, wo er einen Lichtschein bemerkt. Luftschutzwart und Hausbewohner werden aufgefordert, selbst dafür zu sorgen, daß auch in diesem Hause die Verdunkelung schnellstens und restlos durchgeführt wird. Dieser Anschlag wird erst entfernt werden, wenn alle Wohnungen und Las Treppenhaus — auch nach der Hofseite — einwandfrei verdunkelt sind."
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3uULBrn—i lff€( mtraW, .Zeilgemühe Rezepte .
„at 6m Zrig bann °uv nnb rtbnt platten In bet «r66< «'ne. Sprtngfotmbeben. ob« eine, d-E
Die platten werben viermal durchg-Ichvlll-n. unb zwar fo. ba& ^nbchftHrff^^nMerUl nnblE^h m «M werben an ben 3ur » hm°egenben Spitzen mit ®g.fr
«toasIRatmetabe belegt, von blefet Sette her anfgeroOt unb ju h«mche° geformt. Tttan ».streicht »U tz°n>chen mit ®g«»-
isim M« Leitung her hiesigen Oberschule für Jungen übertragen. - Die Eheleute Schuhmacher urch Baumwart Friedrich chofmann l. unb Sarol.ne, geb. Fritzges, feierten ihre Goldene Hochzeit. ^3on Seiten des Staates, der Stadt und der Kirche wie auch von privater Seite wurden dem Jubelpaar, das im Alter non 73 bzw. 77 Satiren sieht, zahl- reiche Glückwünsche zuteil - Remer arster Ä e tz d« Leiter des im Gebäude der ehemaligen Forstschule, dahier, untergebrachten Ausbildungslagers für deutsche Waldarbeit, wurde zum Oberförster er nannt
Zwei Tote bei einem Derkehrsunfall.
Das Schlußlicht fehlte!
Mundraub war in vergangenen Zeiten em De- griff, dem man mit einer grundsätzlich milderen Beurteilung gegenüberstand. Man stellte sich darunter vor, daß ein von Hunger geplagter unö augenblicklich nicht über Geldmittel oder die Möglichkeit des Einkaufes verfugender Mensch sich Nahrungsmittel aneignet, die er irgendwo greifbar vor. findet. Man hielt in solchen Fallen zugute, daß nicht die Absicht, sich zu bereichern oder andere Menschen zu schädigen, sondern eben der unbanbige Hunger und eine augenblickliche Notlage den Fehlgriff veranlaßten.
Heute müssen wir einen anderen Maßstab an wenden, wenn das Vergehen des Mundraubes vor- kommt. Man könnte vielleicht genauer sagen, daß wir den Begriff Mundraub zur Zeit anders aus- deuten müssen. Dieses Vergehen liegt heute überall da vor, wo ein Mensch sich Nahrungsmittelmengen anzueignen sucht, die ihm auf Grund der Lebens- mittelverteilung nicht zustehen. Entweder nimmt er dann diese unberechtigten Lebensmittelmengen anderen Volksgenossen weg und kürzt dadurch widerrechtlich die diesen zustehende Ration oder aber er versucht, zusätzliche Nahrungsmittel von irgendwoher heranzuholen. Beides ist unverantwortlich, denn das erste Vergehen widerspricht dem Gedanken der Volksgemeinschaft, die zweite Art der Verfehlung kann aber die Durchführbarkeit einer geordneten Versorgung und das Ausreichen der Lebensmittel für alle in Frage stellen, vor allem
Der Münchner Dichter Eugen Roth, den meisten Besuchern bekannt aus seinen heiteren Gedichtbüchern „Ein Mensch", „Der Wunderdoktor und Das Weib in der Weltgeschichte", las gestern abend vor einer großen Hörerschaft m der /ula/,r ?e', gann mit einer ernsthaften Erzählung „Die Brief marke": das ist eine Erinnerung aus der Knaben- zeit, etwa im Stile gewisser Geschichten von Thoma, bayrisch in Stil und Vortragston, erfüllt von leiser Spannung, leisem Humor und einer scharfsichtigen Psychologie: eine richtige, runde Novelle und eme klein- Schicksalsgeschichte mck «mornJemen, na*, deutlich pointierenden Schlußwort. Es folgte eme Reihe ernster Gedichte, manchmal em wenig an die Lyrik von Roths engerem Landsmann Vrittmg erinnernd, manchmal in Aufbau unb 1)16101^ Jd)on etwas von den weit populäreren heiteren Gebuhten vorwegnehmend. Neben ben reinen Naturbilbern März" unb „Juniwiesen" ein zarter „Liebesfpruch, wie aus ben alten Minnesinger-Strophen: „Krieg , eine Erinnerung an 1914, auch im expressiven Stile von barnals, „Warten", „Gebet unb „Im Herbst- aarten", Gebichte, die schon, wenn, es bei Roth nicht übertrieben klänge, von der Reife unb Weisheit des Alters aeformt scheinen. „
Das fast episch ausholenbe Idyll „Der PlAuä)?r leitete über zu dem, worauf die meisten Besucher gewartet unb sich mit Recht gefreut hatten, zu ben heiteren Gebichten. Es würbe niemanb enttäuscht. Eugen Roth erweist sich hier als legitimer Nach-
Lpd. Darmstabt, 26. Nov. In 911eber- gjlo bau ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Postauto fuhr auf einen mit Langholz be- labenen Lastkraftwagen auf, wobei ber Fay-
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Zuletzt kamen die schönen und lehrreichen Sachen aus dem Buche „Ein Mensch". Hier bestechen nicht allein der fließende Versbau und die elegante Zuspitzung, sondern auch ber zielsichere Griff m den Alltag Lebenserfahrung unb Seelentenntms. fiier wirb ber Mitmensch samt seinen kleinen Schwa- chen unb Betriebsunfällen ohne Bosheit aufs Korn genommen irgenbwie wirb jeder in Roths Men schenfpiegel sein eigenes Antlitz entdecken, ob es sich um Besorgungen ober Einlabungen hanbelt, um bte guten kannten ober die Vergeblichkeit, um die groben Briese unb bte falschen Verbuchte unb man- ches anbere, was wir alle insgeheim aus dem Hetzen haben- auch ber unsterbliche Bürokratius unb die vergängliche Kunstbetrachtung bekommen einen aufs
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bann, wenn bie Zahl solcher'Mundraube zunimmt.
Des Munbraubes machen sich aber auch Die» lenigen schulbig, von benen Uebergriffe der genann- ten Art unterstützt werden. Wenn irgend eine Er- zeugungs-, Derteilungs- ober Verpflegungsstelle den )ort verkehrenden Volksgenossen mehr an Lebensmitteln zuschiebt, als den abgelieferten Lebensmittelmarken entspricht, unb wenn ste zu diesem Zweck Lebensmittel hamstert, liegt bann eine besonbers schwere Verfehlung im Sinne bes Mundraubes, bie sich mengenmäßig äußerst verhängnisvoll aus-
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*♦ Gießener Künstler auswärts. Das 1 Mitglied des Theaters der Universitätsstadt Gießen Ludwig D rusche l fang am vergangenen Sonn- . tag in Nördlichen bie Bariton-Partie in Brahms Ein deutsches Requiem". Dem Künstler wurde m den Betrachungen ber Presse ehrenvolle Anerkennung zuteil. A,
** Eine Flugzeugmodell-Ausstel- lang chrer Schüler veranstaltet die Justus-von- Liebig-Schule (Oberschule für Jungen) in ber Ste- phanstraße am heutigen Donnerstag unb morgigen Freitag im Zeichenfaal ber Schule jeweils in ber Zeit von 9 bis 13 Uhr. . .
*♦ Berbunkelung falsch und r14)ttg. Die Verdunklung ist keine Geheimwissenschast. Dennoch gibt es dabei vielerlei zu beachten, wenn man sich und seine Nachbarn nicht gefährden und keine Strafe riskieren will. „Die Sirene", die große illustrierte Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes, tragt in ihrem letzten Heft eine Fülle von anschaulichen verdunklungstechnischen Anregungen zusammen, Die für jeden möglich sind. ___;
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