Ausgabe 
27.6.1941
 
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klärung und Hinweise eine große Menge der jät]

Die steuerfreien Veiräge der Krtegsbeschüdiateii

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einsetzt.

K. H. R.

andervorschläge für den Sonntag

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(Fortsetzung folgt.)

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Wenn Sie es wünschen die meisten Leute hier am

pflichtiger wegen außergewöhnlicher Belastungen bi| Freilassung weiterer Beträge beantragt. Angerechnet

voll es ist, an dieser Stelle zu stehen. Und so gut auch die Bezahlung dafür ist.

Ich werde mir erlauben, morgen auf die An­gelegenheit noch einmal zurückzukommen!" sagt er und zwingt seine Stimme dazu, daß sie nicht laut und nicht brüchig klingt.

An der Tür nimmt er die Hacken zusammen und verbeugt sich kurz.

Friedrich Dominik blickt nicht hin. Aber Nissen ist's mit einem Male so, als habe er einem Men­schen Unrecht getan.

gern. Ich bin Ort der Meinum

anstrengen müssen, um als Sieger den verlassen.

sind jedoch nach Auskunft des Reichsfinanzministe» riums grundsätzlich anzurechnen, wenn ein Steuer«

immerhin insgesamt einen Wert von etwa 20 Ml, Honen Reichsmark, der in Zukunft auf keinen Fall! durch Nachlässigkeit oder Bequemlichkeit verlöre» gehen darf !

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Die ersten Krontberichte ans dem Osten in der neuen Wochenschau.

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t worden, ob bei Kriegsbe- Zauschbeträgen für erhöhte iöhte Sonderausgaben auch

noch die im Abschnitt 15 der Einkommensteuerricht- liniert für 1940 bestimmten Pauschbeträge für Wer­bungskosten bei den Einkünften aus nicht selbstän­diger Arbeit und für Sonderausgaben abzusetzen sind. Diese Frage wird vom Reichsfinanzministerium verneint. Die Pauschbeträge für Kriegsbeschädigte im Sinne von Abschnitt 84 EStR. 1939 sind bereits erhöhte Pauschbeträge, sie umfassen damit die ge- wohnlichen Pauschbeträge aus Abschnitt 15 EStR. 1940.

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Nun ist häufig gef schädigten außer bei Werbungskosten und

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Knochen ist ein wertvoller Rohstoff

Er gehört nicht in den Mülleimer oder ins Feuer.

Das Fachamt Handball führt auch in diesem Jahre wieder die Spiele um den Lahn°Pokal durch. Infolge der Bann-Kreis- unld Bezirkssportfeste wer. den sich die Spiele etwas in die Länge ziehen. Trotzdem werden sie in Bor- und Rückspielen aus- getragen. Erfreulicherweise ist die Beteiligung gut. ' der Gruppe Gießen: Lang-Göns,

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ausgesetzt war. Bon den Unterseekl euzern sagt er I natürlich kein Wort. Dor Geschäftsgeheimnissen muß das Privatinteresse schweigen. |

Lang-Göns Luftwaffe Gießen.

In der Gruppe Gießen eröffnen diese Mannschaf­ten die Runde. Die Handballer der Luftwaffe sind noch nicht weiter in die Öffentlichkeit getreten. Trotzdem wird sich die junge Platzmannschaft sehr

f gar nicht verwundern, daß der Knochen einen ge­eigneten Rohstoff für eine Fülle wichtiger Erzeug­nisse abgibt, deren Folgeprodukte vielfältige Ver­wendung in allen Teilen der Industrie finden, baf7 unter z. T. für Probukte, bie einen befonberen An­spruch auf Appetitlichkeit unb Sauberkeit erheben. Ja, manche Frau, bie sonst einen Knochen nur mit spitzen Fingern und gerümpfter Nase anfaßt, wird staunen, wenn sie erfährt, daß deHelbe Knochen das Fett für ihren Lippenstift odek für die Rasierseife ihres Mannes abgibt.

400 000 Tonnen Knochen jährlich fallen auch während des Krieges in Deutschland an. Davon werden in Schlächtereien und Großküchen sofort 60 000 Tonnen erfaßt und durch Schulsammlun-

Nichts anderes, als was sich die Spatzen den Dächern ^upseifen."

Wollen Sie nicyt deutlicher werden?"

liefern.

Lediglich die Sportdienstgruppe trägt zu Hause gegen die Schüler von Allendors (Lahn) ein Freund­schaftsspiel aus.

Es spielen in der Gruppe Gießen: Lang- Holzheim, Grüningen, Luftwaffen-Sportverein Gie­ßen, Mtv. Gießen und Heuchelheim. In der Gruppe Wetzlar sind es folgende Vereine: Hochelheim, Lützellinden, Garbenheim, Wetzlar - Niedergirmes untz Katzenfurt.

Daß der Knochen ein wertvoller Rohstoff ist, aus dem man hochwertige Fette, besonders wichtige tech­nische Oele, Leim, Gelatine sowie wertvolle Futter- und Düngemittel gewinnt, ist dank der unermüd­lichen Aufklärungsarbeit der zuständigen Stellen wohl hinreichend bekannt. Aber trotzdem bedeutet ein Knochen auch heute noch für viele Leute etwas so Unappetitliches, daß sie sich nur schlecht dazu entschließen können, diesen Abfall auch noch auf- zuheoen. Man wirst ihn lieber schnell ins Feuer, in den Mülleimer oder vergräbt ihn, bann ist er aus dem Wege geräumt und mit ihm die besonders jetzt in der warmen Jahreszeit bei unsachgemäßer Lagerung bestehende Gefahr, daß er uns mit sei­nem Geruch etwa lästig fällt.

Daß es an der Zeit ist, diese Vorurteile gegen den Knochen aufzugeben, sollte sich nicht nur aus feinen mannigfachen Verwendungsmöglichkeiten er­geben, sondern ebenso sehr daraus, baß der Kno-

Reichswettkämpfe für Studentinnen.

3m Darmstädter Hochschulstadion.

Die Reichsstudentenführung veranstaltet ihre alt­überlieferten Reichswettkämpfe in diesem Jahr nur für Studentinnen und beschränkt bas Programm auf Leichtathletik, Schwimmen und Tennis. Die Wettkämpfe werden vom 24. bis 27. Juli im Darm- stäbter Hochschul-Stabion abgewickelt. In ber Leicht­athletik unb im Schwimmen sind gewisse Minbest- leistungen vorgeschreiben. Das Programm in den drei Sportarten lautet:

Leichtathletik: 100 Meter (Mindestforde­rung 13,5 Sek.), 200 Meter (29 Sek.), 80 Meter Hürden (13,5), Hochsprung (1,35 Meter), Weit- fprung (4,50 Meter), Diskus (26 Meter), Speer (32 Meter), Kugelstoßen (9,50 Meter), 4 mal 100 Meter.

Schwimmern 100 Meter Kraul (1:40 Min.), 100 Meter Rücken (1:50), 200 Meter Brust (4:10), 3 mal 100 Meter Lagen, Kunst- und Turmspringen.

Tennis: Einzel- und Doppelspiele, Mann­schaftswettbewerb (zwei.Einzel, ein Doppel).

Handball um den Lahn-pokal.

Doch sein Gastgeber winkt mit der Hand.

Eine Sekunde bitte. Ich weiß natürlich, daß Sie da drüben beargwöhnt werden und daß man Sie gerne hinausekeln würde. Aber gerade das sollte für einen Mann, ber weiß, was er will, Anreiz [ein, erst recht ba stehen zu bleiben, wohl« er gestellt ist."

ter bes totalen Entscheibungskampfes um bas Schick­sal Europas gibt auch weiteren Ereignissen Raum in ber Deutschen Wochenschau: ber Beitritt Kroatiens zum Dreimächte-Pakt in Venebig, ber Besuch bes japanischen Botschafters General O s h i m a in Hannover, ber Besuch bes italienischen Ministers für Volksbilbung Pavo - lini in Berlin unb ber gemeinsame Kampf der Achsenmächte in Norbasrika finb sinnfällige Beispiele für die Völkergemeinschaft bes Dreimächtepaktes, bie mit ganzem Einsatz für eine gerechte Neuorb- nung in ber Welt eintritt. Daß der Anteil der deut­schen Wehrmacht und vor allem der Luftwaffe als bedeutsamer Faktor der modernen Kriegführung ha­bet eine entscheidende Rolle spielen wird, zeigt ein Blick in eine Lagebesprechung beim Reichsmarschall, zu der sich bie führenben Männer ber beutschen Luftwaffe eingefunben hatten.

Einen stolzen Beweis für bie ungebrochene Volks­kraft Deutfchlanbs bieten die Bilder vom Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft, ein Zeichen der Sicherheit, ber Ueberlegenhett unb Größe bes Reiches aerobe in einer ber entscheiden- ben Phasen biefes Krieges. Die ganze Wochenschau läßt es spürbar werben: bie Zukunft Europas liegt in ben Händen eines würdigen Volkes, das sich wie kein anderes zuvor für das Schicksal unseres Erdteils

Ich habe Ihnen zuliebe ausgehalten", schlicht er,und weil ich mir keines Unrechts bewußt war Aber die Sache fängt an, mir über die Nerven zu gehen. Sie wird mir unerträglich."

Linds linke Hand trommelt einen kleinen Gene« ralmarfch auf ber Tischplatte.

Wollen uns eine Flasche Rheinwein kommen lassen", meint er bann.Es spricht sich leichter da­bei. Und ich sehe, es wird doch länger dauern mti uns beiden.» Oder ziehen Sie Mosel vor?"

Lietzendorf ist es gleich. Aber eine Zigarette würde er nehmen, wenns gestattet ist. Nein, feine Zigarre! Dazu sei er zu nervös, um so lange hin­tereinander zu rauchen.

Lind hat nichts dagegen. Während sein BesuH sich bedient, klingelt er nach dem Wein. Und bann wirft er hin:Offen gestanden, lieber Herr Lietzen­dorf, ich wundere mich eigentlich, daß Sie sitz diese kleinen Plänkeleien so zu Herzen nehmen.

Aber bedenken Sie...", will der Ingenieur ein- wenden.

Weiter ist gefragt worden, ob die Pauschbeträge | aus Abschnitt 15 der Einkommensteuerrichtlinitll8 1940 neben deck erhöhten Pauschbeträgen für Krieg- beschädigte aus Abschnitt 84 der Einkommensteuer, z richtlinien 1939 für eine Ehefrau abzuzieheß Jinj, die mit ihrem kriegsbeschädigten Ehemann zusanve men veranlagt wird. Hierfür gilt, wie das Finanz. Ministerium mitteut, die allgemeine Regel, daß über den erhöhten Pauschbetrag für Sonderausgaben hi»! aus weitere Sonderausgaben des Ehemanns oder der Ehefrau nur bann geltenb gemacht werben ko» nen, wenn bie Sonberausgaben ber Ehegatten z» fammen ben erhöhten Pauschbetrag bes Ehemann»

Bieber Dünsberg Todmal Bieber.

Wir fahren mit bem Früh zu g 7.45 Uhr ber Bie- dertaldahn nach Bieder. Gleich bei den ersten Häu­ern beginnt die schwarze Punktmarkierung, die uns lurch ein Wäldchen zur Fellingshausener Straße, obann hinüber an einem eingefallenen Bergwerk vorbei zum bewalbeten Dünsberg bringt. Am Ein­gang bes Walbes genießen mir einen hübschen Rückblick. In langsamem unb bequemem Ausstieg führen uns bie Zeichen $ur Höhe. Da der letzte Aus­stieg über bie Ringwälle in jüngster Zeit hals­brecherische Formen angenommen hatte, wurden bie Zeichen im Vorjahre vom VHC. verlegt, so baß man nunmehr nahezu mühelos nach oben kommt. Wir versäumen natürlich nicht, von ber Plattform des Turmes bie herrliche Runbfchau zu berounbern unb folgen nach Einnahme einer Erfrischung ben weißen Strichen, b(e uns über ben Kreuzbuchenplatz hinab in bas anmutige Dünsdachtal unb jenseits bes Tales wieber zum Walb bes Tobmals führen. Balb barauf gelangen wir zu einer reizvoll gelegenen Jagdhütte, von ber sich ein überraschenb schöner Blick auf ben Dünsberg barbietet. In ber Richtung nach Königs­berg weitergehend, kommen wir auf aussichtsreichem Wege wieber zur schwarzen Punktmarkierung, ber wir nach links bis zur Strupbach folgen, gehen bann einen Heckenweg mit schönem Runbblick auf Königs­berg entlang bis zur Landstraße unb auf biefer an den Mühlen vorbei nach unserem Ausgangspunkt Bieder zurück. Wanderzeit knapp 4 Stunden.

drunft nach einer anderen Frau empfing und in sich trug. Der Vater hat sich gegen ihn in seinen Gefühlen und Herzensregungen abgeschlossen wie gegen jeden Fremden. Die innerste Welt Nissens ist ihm ein fernes, unbekanntes Eiland, nach Dem er sich in der stillen und herben Verschlossenheit seines Gemütes wohl oftmals sehnt, nacy dem zu forschen aber seine spröde und einsame Natur nie­mals den Mut findet, und wenn es gleichwohl sein eigenes Kind betrifft, den einzigsten Menschen, dem er durch Bande des Blutes und der innigsten Zu­neigung verbunden ist.

Der innigsten Zuneigung! Trotz alledem! Ja!

Niemals hat Nissen die trennende Wand zwi­schen ihm und dem Vater so stark, so hemmend, so undurchdringbar empfunden wie jetzt.

Das alles ist nur Gespensterspuk von Sekunden. Dominik ist wieder Herr über sich.

Keiner braucht zu wissen, wie tief es ihn er­schüttert, zu wissen, daß das Geheimnis von der Tragik seines Lebens nicht mehr sein ist.

In diesem Augenblick haßt er Lietzendorf, der es gewagt hat, das verborgenste Heiligtum seines Menschentums anzutasten.

Sie haben sich vorhin unterbrochen!" sagt er kalt.

Lietzendorf blickt ihm nach den Augen. Da ist etwas darin, was ihn erbeben läßt. Nicht der Kampfeswille von vorhin, etwas anderes, Mensch­liches, Urhaftes, Leiderfülltes, gegen das er keine Waffe weiß. Er braucht einige Sekunden, um den Faden wieder anzuiplnnen.

Da hat Nilsen endlich sein Herz freigemacht, daß es für den Vater eintreten kann.

Bitte, lassen Sie uns allein, Herr Lietzendorf." Der wird hitzig vor Erregung...

Ich weiß nicht, wie ich das verstehen soll?" Ueberlegen Sie sich's! Aber draußen!' Lietzendorf steht starr. Seine Augen sind zusam­mengekniffen, die Hände zu Fäusten geballt.

Einen Augenblick meint er, er müsse irgendeinen Gegenstand nehmen und zerschmettern. Am besten über dem Kops dieses jungen Mannes ba, der es wagt, ihn in dieser Weise herauszufordern.

Aber bann hat er sich wieder in der Gewalt. In dieser Minute ist er SSerrn Lind nicht mehr dafür dankbar, daß er ihm den Betriebsleiterposten auf ber Dominik-Werst verschafft hat. So ehren-

Für Kriegsbeschädigte und ihnen Gleichgestellte sind abgestuft nach der Minderung ihrer Er­werbsfähigkeit nach Abschnitt 84 ber Einkom­mensteuerrichtlinien für 1939 erhöhte Werbungs­kosten bei ben Einnahmen aus nicht selbständiger Arbeit unb erhöhte Sonberausgaben in Form von Pauschbeträgen zu berücksichtigen. Außerbem sinb in biefer Vorschrift für Kriegsbeschädigte und ihnen Gleichgestellte ohne Rücksicht darauf, ob sie erwerbs­tätig sind ober nicht, Steuerermäßigungen wegen außergewöhnlicher Belastungen in Höhe von festen, noch ber Minberung ber Erwerbsfähigkeit ab ge­stuften Abzügen (Pauschbeträgen) vom Einkommen

Spielvereinigung 1926 Leihgestern.

Grünberg 1. 3gb. Leihgestern 1. 3gd.

Die 1. Jugenb fährt am kommenden Sonntag nach Grünberg. Sie trägt gegen die 1. Jugenb bei bärtigen Sportvereins ein Gesellschaftsspiel aus. Das letzte Mal stauben sich beide Mannschaften als Meister ihrer Gruppen im Ausscheidungsspiel um bie Vannmeisterschaft gegenüber. Dos Sviel wurde von Leihgestern mit 10:5 gewonnen. NM treffen sich beibe Mannschaften im Freundschafts­spiel. Do Grünberg inzwischen an Stärke geroon- nen hat, wird es in Grünberg ein interessante» Treffen geben, wobei der Sieger mit bem Schluß, pfiff erst feststehen wird.

Die 2. Jugend begleitet bie 1. Jugenb bis nach Gäbelnrob. Sie trägt ebenfalls ein Gesellschafts- spiel aus, unb zwar gegen die 1. Jugend bes Sport' Vereins Göbelnrob. Die Aufgabe, bie sich hier bh % Jugenb gestellt tjat, wird sie wohl kaum lösen, benn ber Gegner ist sehr stark. Allerdings sollte fle bei dem nötigen Einsatz eine gleichwertige Partie

Die neue Deutsche Wochenschau enthält bereits bie ersten Frontberichte aus bem Oste n. Wenige Tage nach bem gewaltigen histo­rischen Ereignis bes 22. Juni erleben wir im Film noch einmal die Morgenstunden jenes Tages, bie Verkündung der Führerproklamation an das deut­sche Volk und an die Welt durch Dr. Goebbels über den Rundfunk und den Presseempfang bes Reichsauhenministers. Wir spüren das Gewicht der Stunde, die von dem größten Aufmarsch der D)elt- geschichte und den ersten Phasen seiner kämpfe­rischen Entwicklung berichtet. Wir werden Zeuae der er st en Kämpfe um Brückenköpfe, Fluß- übergänac, Feldstellungen und Bunker. Die ersten sowjetrussischen Gefangenen werden eingebracht, Bombenangriffe auf russische Stellungen, Flugplätze und Bahnhöfe vor unseren Augen durchgeführt. In einer gewaltigen Steigerung der Bildsolge wird uns die einmalige Größe und Konzentration, bie Wucht und Stärke dieses Angriffes gegen die bol­schewistischen Verräter vermittelt. So kündet auch die Wochenschau auf ihre Weise an, was der Be­richt des Oberkommandos der Wehrmacht um­schrieb: große Erfolge sind zu erwarten.

Man sollte meinen, daß das Geschehen an der Dftfront und der Leistungsaufwand, es schon jetzt im Wochenschaustreifen darzustellen, andere Themen in ben Hintergrund drängen würde. Aber ber Charak-

Ihre Werst und bie Norddeutsch« Werft 21' sammenaehcn sollten und bah nicht eine Frau...

Er bricht jät) ab.

Landkreis Gießen.

- Lich, 27. Juni. Am Sonntag, 29. Juni, kann unser Mitbürger Johann Ludwia Alles (Huid gener Straße) in voller korverlicher und geistiger Frische sein 8 0. Lebensjahr vollenben. Dh Jubilar war in früherer Zeit lange Jahre als Maurerpolier bei Bauunternehmer Heinrich Mini in Gießen tätig.

Katzenfurt Garbenheim.

Katzenfurt unb Garbenheim eröffnen ... Gruppe Wetzlar die Runbe. Beide Mannschaftei haben schon jeweils bie Sieger gestellt. Deshalb­wollen wir bas Spiel als offen bezeichnen.

Ri Ech von fallende itit gege rN ana ^Mtung

Weit al JJh der i ^p&BI ! eit1«n 8 h b-»

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der Nervenprobe nicht mehr gewachsen." Lind setzt ein dünnes Lächeln auf.

Zum Drittenmal sprechen Sie jetzt von Ihre« Nerven. Erinnern Sie sich, was Hindenburg ge­sagt hat? Dos sind die besten Nerven, die ma« nicht spürt. Wenn ich nervös werde, pfeife ich. Kein Mensch hat ihn jemals pfeifen hören."

Das Mädchen bringt den Wein und Gläser und verschwindet wieder. Lind gießt ein.

Dann fährt der Gastgeber fort:Es ist Der gleiche Teig, aus dem Die großen Heerführer und die großen Industriellen vom Schicksal gefnctel werden." Er trinkt seinem Gast zu lind beim Hin»

chen einen durchaus wertvollen Teil des tierischen Organismus darstellt. Die Aufbaustoffe für die Knochenbildung im Tierkörper werden nach einem langen Neinigungsweg an der Baustelle abgelagert. Sic kommen weder mit Drüsenausscheidung noch mit dem Magensaft noch mit ben Exkrementen in Berührung. Deshalb sind die Bestandteile des Kno­chens die saubersten Teile des Körpers überhaupt. Das im Knochen sich bildende Fett und die Eiweiß­stoffe sind reiner als jedes andere Fett und Eiweiß im Tierkörper. Auch nach der Schlachtung ist die Behandlung der Knochen die gleiche wie beim Fleisch und keineswegs unappetitlich ober unf)i)- gienisch. Erst wenn die Knochen als Abfall achtlos fortgeworfen werden und dem Verderben anheim­fallen, beginnt der Verlust für die Allgemeinheit.

Vergegenwärtigt man sich die besonders sorg­fältige Bildung der Knochensubstanz und seine Funktion im tierischen Körper, so kann es auch

Am Abend bittet Lietzendorf seinen alten Gönner Motthous Lind um eine Unterredung.

Lind ist nicht gleich zu sprechen. Aber der In- genieur kann ja warten. Es dauert ziemlich lange, vis der Industrielle für ihn frei ist. Und auch Da ist er in Host und drängt zur Eile.

Fassen Sie sich kurz, lieber Lietzendorf. Sie wissen, wie geplagt ich bin. Ich will morgen in aller Frühe nach Hamburg und muß noch ziemlich viel Dorbereiten. Ist's denn wirklich so wichtig.

Allerdings!" Der Ingenieur zögert eine Se­kunde. Und bann sprudelt er es heraus: Ich will meine Beziehungen zur Dominik-Werft lösen. Der Gedanke lebt schon lange in mir. Aber ich habe immer wieder versucht, ihn zurückzuschieben. Nun geht es nicht mehr. Unb ba ich Ihrer Fürsorge die Position verdanke, hielt ich es für notwendig, Sie von meinen Absichten zu informieren, bevor ich ben entscheibenben Schritt tue/

Hm."

Lind hat ruhig zugehört. Das Vorbringen Cie- hendorfs kommt ihm nicht gerade überraschend. Er hat schon lange damit gerechnet, daß ber In­genieur eines Tages kommen mürbe, um zu sagen: Ich mache nicht mehr mit." Aber so etwas gibt es natürlich nicht. Er braucht einen Vertrauens-

Die Dominiks.

Roman von Hellmuth M. Böttcher.

15. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Was meinen Sie damit, Herr?^>

gen etwa 6070 000 Tonnen jährlich gefammrt Man sieht an diesen Zahlen, daß trotz aller 2hjL,v klärung und Hinweise eine große Menge der ja^M^HM^ lich anfallenden Knochen noch immer ins Fei.er Lrfüfi® oder in ben Mülleimer manbert, anstatt forgfäl aufbewahrt an bie Sammler abgegeben zu werde?

Gelingt es, 100 000 Tonnen Knochen zusätzlich L3k"',F verarbeiten, so konnten hieraus 10 OOO Tonnen Feß,j^^' 15 000 Tonnen Leim bzw. eiweißhaltige Futtermt-' tel unb runb 45 0Ö0 Tonnen sonstige Futter- u*l Düngemittel gewonnen werben. Unb bas bebeuljl

Mornshausen Rollshausen Attenvers Reimershausen Oberwalgern Aronhausen. Wir benutzen bie Bahn über Nieberwalgern nach Mornshausen an ber Salzbobe. Von ber Station aus nehmen wir ben mit roten Punkten bezeichneten Fahrweg, ber sich zwischen Bergen durch bie sog. Subach hinzieht, über Rollshausen nach Attenvers. Von hier bringt uns die Straße nach Reimershaufen mit unterwegs schönen Blicken auf ben Dünsberg unb bie heimatlichen Berge sowie in das anmutige Salzbödetal. Von Reimershausen nehmen wir die Straße nach Oberwalgern, welche bei der Stein- furthsmühle das Salzbödetal durchquert und durch ein Stück Wald führt, an dessen Ende wir das Dorf auf der Hohe vor uns sehen. Hier kürzt rechts ein Fußweg die große Straßenkehre, die sich um bas Dorf hlnzieht, ab. Im Dorf haben wir bie Hohe erreicht und benutzen von hier aus die Straße nach Fronhauien. Auf Der Hohe genießen wir sehr schäne, umfassende Blicke in Das Lahntal unb auf bie jen­seitigen Berge bis in bie Marburger Gegenb. Die Straße senkt sich nach Fronhausen hinab, boch kürzt ein Fahrweg bie große Schleife berselben. Wir kön­nen uns unterwegs noch ben interessanten Kirch­turm besehen und von ber Station bie Bahn zur Heimfahrt benutzen. Dauer der Wanderung 4 Stun- den.

übersteige

Auf Grund von Abschnitt 84 Abs. 2 der Gintoni M MM, mensteuerrichtlinien 1939 werden wegen außergt« ,D, veil d wohnlicher Belastungen Freibrtäge gewährt. Dies» :Ml des

Noch nie l)at er eines Menschen Gesickt so jäh sich wandeln sehen. Dominiks Lippen sind blaß und zusammengekniffen. Die Hände krampfen sich um die Stuhllehne.

Erschrocken sieht Nissen zu seinem Vater hinüber. Was hat den alten Herrn dermaßen entjetzt? Er mochte zuspringen. Etwas fragen. Etwas jagen. Etwas helfen... Aber er ist wie gelähmt.

Er weiß nichts. Nichts zu helfen. Nicht ein Wort zu sprechen.

So sel)r er tn Friedrich Dominik den überragen- den Geist, ben tatkräftigen Mann ben erfolgreichen Industriellen verehrt, so fremd ist er ihm als Va­ter. Es gibt keine Verbindung zwischen seinem Menschentum und dem des Mannes, dessen Blut er sein Leben verdankt. Es gibt nicht einmal in diesem erschreckenden Augenblick ein gutes Wort, so sehr es Nissen Im Munde brennt.

In dieser Stunde erfüllt sich das Schicksal zweier Menschen, die Vater und Sohn finb. Es geht seinen ehernen Schritt, vorbei an dem Gesicht des Frem­den, der mitten dazwischen sitzt und nichts davon ahnt, daß das Zimmer plötzlich voll ist vom tief­sten Menfchenleio.

Auch In Friedrich Dominik drängt etwas an, das genau so tief und qualvoll Ist wie die Not der Eln|amkeit, die Nissen ben Mund verschließt.

Dieser einzige Sohn jollte die Erfüllung seiner heiligsten, heimlichsten Sehnsucht werden und wurde doch nur Das Kind einer Frau, die dem Herzen Ihres Mannes fremd blich, auch als sie seine In-

: j- Vle Üb t mit i fixeres i ist Ä Kr

-Das hab' ich auch zuerst gedacht, aber ich bl«

.....K U hnen\^d)n kthnl?

werden sie allerdings nur, wenn sie mit der Kriegz, beschädigung zusammenhängen; fehlt es an einem

solchen Zusammenhang, so unterbleibt

mann Da Drüben. Heute mehr als je.

Darf ich wissen, was vorgefallen ist?"

Natürlich!" LiehenDorf berichtet im allgemeinen

unb in großen Zügen. Nicht nur über den Zu--

sammenstoß von geute. Sondern auch von all den ltUlen des Glases schließt er den Satz: ,,Es anderen Quälereien, denen er im Laufe der Zeit vlPcr^!SS' ^e.Lr Ingenieur, daß idJ

..... ' - Sie überscl>atzt habe. Schade!

Lietzendorf verteidigt sich.