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Im amtlichen deutschen Generalstabswerk wird die Brussilow-Offensive vor 25 Jahren als die grüßte Abwehrschlacht gegen zahlenmäßige Uebermacht bezeichnet, die nur wegen der geringeren Ausstattung der Russen mit schwerer Artillerie, Luftstreitkräften und technischen Mitteln aller Art nicht voll zur Wirkung kam. Die deutsche und österreichische Abwehr ist unter beträchtlichen Verlusten an Menschen, Gerät und Gelände bei möglichst sparsamem Kräfteaufwand mit dem Endergebnis durchgeführt worden,
zogen. Dahinter befindet sich eine 5 Kilometer breite, militärisch bewachte und besonders befestigte Zone. An wichtigen Punkten sind starke Verteidigungsanlagen errichtet worden. In dieser Zone ist allen Bewohnern der Aufenthalt bei Todesstrafe unter- sagt. Hinter dieser befestigten Zone befindet sich ein etwa 45 Kilometer breiter Landstreifen, aus dem die meisten der ursprünglichen Bewohner ausgesiedelt worden sind. Zwischen diesem Gürtel und dem inneren Lande besteht ein 10 Kilometer breiter Streifen, der ebenfalls militärisch stark bewacht ist. Hier lebt zum Teil zwar noch die angesessene Bevölkerung, praktisch ist indessen jede Verbindung mit dem Siedlungsstreifen neuer Art und dem inneren Lande ausgeschlossen. Wenn an Teilen der finnischen Grenze diese Grenzsicherung noch nicht durchgeführt worden ist, so glauben sich die Sowjets einstweilen durch die karelischen Sümpfe genügend geschützt. Soviel ist jedenfalls sicher, daß durch diesen Befestigungswall und durch die „tote Zone" das Bolschewistenreich vom übrigen Europa völlig abgeschlossen worden ist.
Das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz Vor einigen Tagen hatte der Führer dem erfolg, reichen Jagdflieger Oberstleutnant Galland di erstem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen, ebenso als zweitem Offizier dein Oberstleutnant M ö l d e rs. Unser Bild zeigt die neu geschaffene Auszeichnung.
(Scherl-Bilderdienst-M.)
im Auftrage des Reichsjugendsührers führer der portugiesischen Staatsjugend, Margret Perreira, den Ehrendolch der Hitler-Jugend.
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Bei dieser Gelegenheit weisen wir daraufhin, daß ab 1. Juli das Rabattmarkensystem bei uns zur Einführung gelangt. Wie bisher gewähren wir auf fast alle Waren
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In seinem Geburtsort Bad Schwartau versterb im 88. Lebensjahre, nach einem bis zum letzten Tage arbeitsreichen Leben
Dr. med. und phil.
Hermann Adolf Griesbach
ordentl. Honorarprofessor für Hygiene in der medizinischen Fakultät der Universität Gießen.
Mitglied und Ehrenmitglied zahlreicher Wissenschaft!. Gesellschaften.
Die Einäscherung fand am 26. Juni im engsten Familienkreise in Lübeck statt.
Amalie Griesbach, geb. von Heimburg, Bad Schwartau Dr. med. Erika Thienhaus, geb. Griesbach, Berlin Obermedizinalrat Dr. Rolf Griesbach, Augsburg und 3 Enkelkinder.
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verstärkt wurde und die'neuen Ansiedler zwangsweise zur Flüchtlingsjagd herangezogen wurden. Grenzsiedler, die sich besonders verdient gemacht hatten, wurden in den Sowjetzeitungen abgebildet und mit Geld und verschiedenen Gebrauchsgegenständen belohnt. Besonders gern wurden Uhren und Grammophone verteilt. Kinder erhielten dieselbe Belohnung wie Erwachsene und durften in gleicher Weise als sowjetrussische Helden ihr Bild in den Zeitungen bewundern.
In den letzten Jahren ist ein neuer Grenzschutzplan entwickelt worden. Aus der Erkenntnis heraus, daß die Westgrenze der Sowjetunion ihren angeblich empfindlichsten Teil darstellt, wurde beschlossen, dem Grenzstreifen folgende Gestalt zu geben: Zwischen der neutralen Zone und dem Sowjetgebiet wurde zunächst ein 30 Meter breiter Stacheldrahtverhau ge-
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DER VORSTAND
Gefahr abzuwenden. Die nächsten Tage brachten weitere Angriffe und schufen eine ziemlich ernste Lage. Es zeigte sich hier, daß die Führung ver- ..... ....
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Der augenbli^lich in London weilende britifcht Botschafter in Moskau, Sir Stafford Cripps, ym unb e ist Mitglied des britischen Staatsrates geworden. Alters Nack
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Von Vaitolahti am nördlichen Eismeer bis in die Gegend von Wiborg erstreckt sich die ungeheuer lange Grenze zwischen Finnland und der Sowjetunion. Diese Grenzlinie ist mehr als eine Grenzlinie zwischen zwei Ländern. Hier in Finnland ist der Westen, hier ist Europa mit allem, was es an Werten der Kultur und der Zivilisation zu, verteidigen gilt. Drüben auf der anderen Seite ist der bolschewistische Nachbar, dessen Nachbarschaft Finnland gründlich kennenlernte, drüben ist fanatische Vernichtungswut mit dem ständigen Angriffswillen zur Weltrevolution. Man hat Finnland zweimal überfallen und wir wissen jetzt, daß man es ein zweites Mal überfallen wollte, um nachzuholen, was beim erstenmal nur mangelhaft geglückt war. Dor allem kam es den Bolschewisten darauf an, ihre Machtposition im Eismeergebiet entscheidend zu vergrößern. Was heute drüben im bolschewistischen Karelien geschieht, das ist zwar zum größten Teil den Blicken der Welt entzogen, aber allein das, was bekannt geworden ist, genügt um zu wissen, daß die Kola-Halbinsel militärisch stark ausgebaut und daß z. B. Poljarnoje zu einem Marinestützpunkt ersten Ranges geworden ist.
Dom Herzstück Finnlands, vom Koli-Berg fährt uns ein kleines Motorboot in knapp einer Stunde Fahrt über den Pielinen-See zu einem kleinen Ort Vuonislathi, der an der neuen Bahnstrecke Viipuri (Wiborg) — Oulu liegt. Diese aut ausgebaute Bahn erschließt einmal die östlichen Teile Finnlands dem Verkehr, zum anderen bietet sie auch die Möglichkeit, verhältnismäßig schnell Truppen in gefährdete Grenzgebiete zu werfen. Von Vuonislathi find es nur noch zwanzig Kilometer Luftlinie bis zur Grenze — und dann beginnt Sowjetrußland. Rein äußerlich ist heute nichts davon zu spüren, daß nach wenigen Stunden eines Marsches durch dichte Wälder wie mit einem Schlage die zivilisierte Welt aufhört. Die Einwohner von Vuonislathi feiern an diesem Tage nach alten finnischen Sitten eine Hochzeit und freuen sich ihres ruhigen Lebens — und doch wissen alle, was drüben ist und drüben vorgeht. Und wer es nicht weiß oder nicht wissen will, der braucht nur nach Lieska zu gehen. Dort wohnen und arbeiten heute die Menschen gleichen Schlages und gleicher Ztmge, denen es unter größter Lebensgefahr gelungen ist, der Sowjethölle zu entfliehen. Hier kann man hören, wie der Sowjetstaat mit seinen Sowjetbrüdern umgeht. Da die Bolschewisten den finnischen Bewohnern des von ihnen besetzten Teiles von Karelien nicht trauen, so sind diese rücksichtslos aus dem Grenzgürtel entfernt und zwangsweise ins Innere gebracht worden. Die Bolschewisten wissen genau, wie schwer dieses Gebiet mit seinen Wäldern, Seen und Sümpfen zu bewachen ist, denn in der Vorkriegszeit haben hier rote Revolutionäre in versteckten Hütten Schlupfwinkel und Unterkunft gefunden. Hier sanden die heimlichen Zujammen- künfte statt, hier wurden Waffen aufgestapelt. Bomben fabriziert und Attentate vorbereitet.
Gerade weil die Bolschewisten das nicht vergessen haben, sehen sie jetzt in erster Linie darauf, die Grenze nicht nach außen, sondern nach innen zu bewachen. Wie in Finnland, so sind auch in den übrigen Grenzzonen die ehemaligen Bewohner dieser Gebiete entfernt und durch zuverlässige Elemente ersetzt worden. Sogar Burjato-Mongolen sind, weil sie als besonders gesinnungstreu gelten, aus den entferntesten Teilen Asiens hier angesiedelt worden. Diese Grenzstützen der Sowjetunion werden noch dazu durch besondere „Fangprämien" geködert und zur Wachsamkeit angehalten. Nach außen hin wird von Spionen gesprochen, die sich in die Sowjetunion angeblich einschleichen wollen. In Wirklichkeit gilt die Aufmerksamkeit jenen Flüchtlingen, denen aus den großen Derbannten-Lagern unter Einsatz ihres Lebens die Rückkehr in die Welt gelang, unter unsäglichen Entbehrungen das schützende Finnland zu erreichen. Die Zahl der Flüchtlinge ist in letzter Zeit geringer geworden, weil die Grenzbewachung sehr
nähernd gelungen. Auch hat der Russe keineswegs W die Front so weit zurückzudrängen vermocht, daß er M Entscheidendes damit erreicht hätte. Die Ruhen M haben bei ihren immer wiederholten durch Artillerie W meist unzureichend unterstützten MassenangrifjenW aufs schwerste gelitten. Ihre Angriffskraft war cm| Schluß der Brussilow-Offensive längst nicht mehr Heal* gleiche wie am Anfang. Ihre besten Truppen waren W. vergeblich gegen die Fronten der Mittelmächte on-M gerannt. Die Gesamtverluste der Offensive betrugen M auf russischer Seite von März bis August 1916 ius-W gesamt eine Million Mann. Die russische Dampf. M walze war wieder einmal zum Stoppen gebracht W worden.
Kleine politische Nachrichten. I
Reichsminister Dr. Goebbels empfing die Le« reitschaftsdienstführerinnen der Deutschen-Rotreuz. Landesstellen und die Stabsführer des Deutschen Roten Kreuzes in den besetzten Gebieten, die zu einer Arbeitstagung nach Berlin gekommen sind. Die Generalführerin des Deutschen Roten Kreuzes, Ilse Göring, stellte ihre Mitarbeiterinnen vor. Dr. Goebbels betoüte in eikier Ansprache, daß im Kampfe um den Endsieg auch voll Deutschlands Frauen (in stets opferbereiter Einsatz gefordert werden muß.
Reichspostminister Dr. Ohnesorge besuchte in Begleitung des Staatssekretärs Nagel den Lehrgang der Gaufachgruppenwalter der Reichspost der Fachamtes Energie—Verkehr—Verwaltung in B:r- lin-Wannsee. Bei der Begrüßung wies der Fach, amtsleiter Körner darauf hin, daß Dr. Ohnesorge von jeher der Schrittmacher für den sozialen Fock« schritt in dem öffentlichen Dienst gewesen sei.
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Deutsche Soldaten marschieren wieder gegen Osten, und sie marschieren heute wieder durch das Gebiet, in dem vor 25 Jahren der General Brussilow seine Massen gegen die deutsch-österreichische Front und in den Tod hetzte. Rußland hat immer seine Hoffnungen auf die Masseln, also auf die russische Dampfwalze gesetzt. Diese russische Dampfwalze wurde aber gestoppt -bei Tannenberg, in der Winterschlacht von Masuren und auch während der Brussilow-Offensive in den schweren Monaten Juni und Juli 1916.
Im Frühjahr des Jahres 1916 fand eine Geheim- befprechuna zur Vorbereitung der großen russischen Sommerosfensive unter dem Vorsitze des Zaren in Mogilew statt. General Alexejew wies darauf hin, daß die Russen an der Nordfront den Deutschen fünfmal und an der Westfront sogar sechsmal überlegen seien. General Brussilow forderte eine Offensive an der von ihm befehligten Südwestfront, Hier könne nicht nur, sondern hier müsse angegriffen werden.
Der Juni brachte die Hauptkämpfe, während gleichzeitig die deutschen Kräfte durch die französisch-englischen Angriffe an der Somme festgehalten wurden. Die Kampffront erstreckte sich insgesamt über eine Länge von 350 Kilometern von den Ro- kitnosümpfen bis Rumänien. Vier russische Armeen waren aufmarschiert, die 7 , 8., 9. und 11. russische Armee. Die 8. russische Armee unter General Ka l e- d i n sollte den Hauptstoß an und südlich der Bahn Rowno — Luck aus einer 23 Kilometer breiten Front heraus führen. Auf russischer Seite standen zu diesem Angriff 148 Bataillone bereit, während die Oesterreicher und Deutschen zusammen nur über 53 Bataillone verfügten. Die Russen hatten außerdem ein Kavalleriekorps bereit stehen für den Fall, daß der Durchbruch gelingen sollte. Dem General Alexejew kamen allerdings in der Nacht vor dem entscheidenden Angriff doch noch Bedenken, aber Brussilow bestand aus der Offensive und bot sogar seinen. Rücktritt an, falls der Angriffsbefehl zurückgezogen würde.
Der russische Hauptangriff galt zuerst der 4. österreichisch-ungarischen Armeec. Hier gelang es dem Gegner die Front einzudrücken, während seine Angriffe gegen die deutsche Südarmee, die unter dem General der Infanterie Grafen Bothmer focht, im wesentlichen ergebnislos blieben. Der Raumge- rotnn, den die Russen am ersten Kampftage b e i Olyka erzielten, war recht beträchtlich-, er betrug 25 Kilometer Tiefe, und es mußten deutsche Truppen herangeholt werden, um die hier entstandene
Linsingen wurde der Generaloberst Erzherzog Joseph Ferdinand seiner Stellung enthoben.
Da in der Folgezeit die Lage am Pripjet immer schwieriger wurde, so mußte zur Entlastung etwas geschehen. Es wurde deshalb ein deutscher Gegen- angriff im Raum von Kowel geplant. Die Angriffsgruppe Kowel stand unter dem Befehl des Generals der Kavallerie v ander Marwitz. Dieser Raum war gerade deshälb bedeutungsvoll, weil er als das Angriffsziel der russischen Kavallerie dienen sollte, die nach geglücktem Durchbruch in Richtung Kowel vorzustoßen hatte. Das Kampsgelände war ziemlich unübersichtlich und eine Aufklärung deshalb sehr erschwert. Das Gebiet bestand im wesentlichen aus größeren und kleineren Wäldern. Gewitter und schwere Wolkenbrüche hatten die Wege grundlos gemacht, so daß auch die Her- anschaffung von Munition und Nachschub erschwert wurde. Man fürchtete auf deutscher und österret- chischer Seite damals vor allem den Eintritt Rumäniens in den Krieg, falls die Russen weiter vo» dringen sollten. Generaloberst von Conrad hielt sogar ein weiteres Vordringen der Russen entscheidend für den Weltkrieg. Ueberaus störend machte sich gerade in diesen Tagen die fehlende Einheitlichkeit in der Befehlsgebung geltend. Und in diesen Tagen der Krise gab es sogar gewisse Etiketteschwierigkeiten, als der damalige Generalmajor von Seeckt der 7. österreichisch-ungarischen Armee als Oberaeneralstabschef zur Verfügung gestellt werden sollte.
Glücklicherweise war aber auch im russischen Lager nicht alles so, wie es sein sollte. Die Russen verlangten zur Fortführung der Angriffe Reserven, die sie dringend benötigten, weil sie bei ihrem rücksichtslosen Vorgehen selbst überaus starke Verluste erlitten hatten. Es gab in den Tagen der Brussilow- Offensive manche ernste Stunde, aber schließlich wurde durch zähesten Einsatz die Front doch noch gehalten, und die russische Dampfwalze abgestoppt. Es zeigte sich hier, daß auch ein rücksichtsloser Einsatz von Menschen allein nicht zum Ziele führen
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