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Siehener Anzeiger tSenerat-Anzcig« strSberheW)
nr.124 Zweiter Blatt
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tmb Farbe ihre schönsten Leistungen vollbringt und Me uns immer Herz und Seele in gleichem Muße \m erquicken weiß H. W. Sch.
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Friedrichs des Großen Tagewerk im Kriege.
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Vecdunkelungszeit
27. Mai von 21.28 bis 5.11 Uhr.
Nicht olle Werkstätten in der Stadt haben in olcher Weise unmittelbare Beziehung zu den knospenden und sprießenden Erscheinungen der Natur. Nanches Fabrikfenster blickt auf einen gepflasterten Derkplatz oder auf eine dichte Häusergruppe. Aber auf dem Wege zur Arbeitsstätte zeigt sich überall hie Schönheit des grünenden Lebens. Sei es ein stolzer Kastanienbaum oder ein hübscher Gartenhusch, die Blumenpracht im Vorgarten oder die Schönheit einer Anlage: wer mit offenen Sinnen heran vorübergeht, der nimmt teil an der belebenden Kraft der blühenden Welt, die jetzt in Dust
rommcn, und man sieht im Winter das große weiße lud), das der Schnee ausbreitet. Vor den Fenstern >ind die Schraubstöcke angebracht, und es ist ganz natürlich, daß dann und wann der Blick der Arbeitenden über die Landschaft gleitet. Zu allen Jahreszeiten gibt es dort etwas zu sehen, am (häuften aber ist dieser Blick aus den Fenstern etzt, wo alles rings umher in lieblicher Schönheit wrangt.
Der älteste Geselle, dem die Arbeit sehr flink öon der Hand geht, schaut gelegentlich von seinem Arbeitsstück auf und betrachtet über seine Brille hinweg das Stückchen Natur, das sich in seiner ganzen Pracht präsentiert. „So ein bißchen blü-
,AufWiedersehen, Franziskast
Ein Terra-Film im Gloria-Palast.
An dem krassen Gegensatz zwischen der großen, abenteuerlichen, weiten Welt und dem alten, engen, träumerischen Städtchen Burghausen entzünden sich die äußeren und inneren Spannungen einer Liebes- und Ehegeschichte. Eine winzige hölzerne Spielzeug-Eisenbahn wird zum greifbaren Symbol der Handlung, die um den ganzen Erdball schwingt und dennoch immer wieder in das malerische Nest an der Salzach als ihre Herzmitte zurückkehrt. Die cdjte Zuneigung zweier Menschen muh sich an der Problematik eines Berufes bewähren. Das Leben eines Reporters großen Stiles, eines Wochewschau- photographen dieser Zeit ähnelt dem eines Seemannes oder eines Handlungsreisenden m dem hier entscheidenden Umstande, daß der Mann, der ihn ausübt, die längste Zeit unterwegs und immer nur wie auf Besuch daheim ist; der Mann in diesem Film liebt seinen Beruf so leidenschaftlich wie seine Frau. Die Frau wiederum liebt nicht minder leiben» slböstlich den Mann; sie versteht sogar, daß er ganz für diesen Berus geschaffen ist, sie ist auch sehr tapfer, aber es geht doch beinah über ihre Kraft, jahrelang ein Leben zu führen, das eigentlich nach endlosem Warten immer nur begrenzt ist oon einem Anruf aber einem Telegramm und den Worten „Aus Wiedersehen, Franziska!" am abfahrenden Zöge. Auch wer von den Bildern dieser Geschichte sehr überzeugt und gefangen ist, wird einsehen, daß da ein kaum zu bewältigendes Problem angeschnitten ist: es gibt keine Lösung, die wirklich befriedigend ausgeht. Es ist nicht nur wegen des Anschlusses an b;e nächste Gegenwart ein hübsches Motiv, daß der Mann nach der letzten Heimkehr aus der weiten
Die neue Wochenschau wurde schon angezeigt. Eine aufregende Trapeznummer aus der Bühne vervollständigt das Programm. Hans Thyriot.
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Voniotize«.
Tageskalender für Dienstag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Auf Wiedersehen!, Franziska". —Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Tiergarten Südamerika".
Konzert blinder Künstler in Gießen.
Drei blinde Mnstler aus Stuttgart werden sich am Mittwochabend in der Aula der Universität, hier, hören loffen: der Bassist Spang, der Geiger M e g g l e und der Pianist Wieland.
Schützt die Eidechsen!
Sonnige Abhänge, Steinhalden, sandige Raine, Wurzelstöcke in Waldblößen, auch Hecken und Zäune sind die Aufenhaltsorte unserer einheimischen nützlichen Eidechsen. Sich sonnend liegen die flinken Tierchen auf der Lauer und spähen nach Beute. Vor ihren umsichtigen und klugen Augen ist die gönnt. Friedrich hat durch all die Jahre unter steter Lebensgefahr dieses mühevolle und entbehrungsreiche Leben nur mit Widerwillen ertragen und sich seinen Vertrauten, wie Catt, gegenüber ost sehr darüber beklagt, daß er durch die Not der Zeit dazu gezwungen' war. Mit bitterer Ironie pflegte er sich mit dem Irrenden Ritter der Sage zu vergleichen,
der ewig auf allen Straßen durch die Länder fährt und überall neue Feinde trifft, die er bekämpfen muß. c-K-
Aus der Stadt Gießen.
Blühende Welt.
Die Werkstatt liegt am Rande der Stadt, wo die Häuser nicht mehr in dichter Enge beieinander itehen. Dafür gewinnt der Blick freiere Sicht, und wenn die Werkstattfensler auch nicht gerade groß ind, so sieht man dock) durch sie ein Stückchen der netten Landschaft. Man kann die Richtung der straffe verfolgen, über die in rascher Fahrt die Autos sausen, man nimmt die Krähen wahr, wenn sie kurz vor der Dämmerung in Scharen geflogen
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Arbeitstagung der Firma Abermann
Zur Feier der Verleihung des Gaudiploms.
Kinderreiche Ehen - Deutschlands Zukunst
Tagung des „Reichsbundes deutsche Familie".
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Mit dieser Feststellung soll niemandem die Freude an dem erheblich über dem Durchschnitt stehenden Film genommen werden, dessen Buch Helmut Käutner und Curt I. Braun Trieben. Staut« ner, bekannt geworden als einer der witzigsten Köpfe der Münchener Nachrichter, gab auch mit der Inszenierung eure sympathische und ausgereifte Lei- stung: man kann ihn schon an der Dialogführung erkennen; er hat den Blick für das echt Filmische, ihm gelingt der unsentimentale Griff ins Leben; er hat Humor und auch ein sehr zartes Gefühl, und es spricht für ihn, daß die stillen, fast fanunerfpiel- haften Liebes- und Kinbers^nen für den Gesamt« eindruck entscheidender sind als die heftigen Span» nungsreize der knatternden Reportagesensationen in aller Welt. Die Staatsschauspielerin Marianne Hoppe, Gemahlin von Gustaf Gründgens, spielt eine bezaubernde Franziska, und obwohl ihre norddeutsche Eigenart nicht ganz ins Bayerische paßt, ist es wunderschön zu sehen, wie ihre kühle, klare, überlegene Gefühlsverhaltenheit sich immer wieder in der hingebungsvollen Zärtlichkeit und fraulichen Sicherheit des Herzens löst und bewährt. Hans Söhnt er gibt den Michael fo bubenhaft frech, so weltläufig trocken und so männlid) bewußt, daß in ihm der Typus des rasenden Reporters unseligen Angedenkens auf eine wirklich akzeptable Weise ver- wande-lt scheint. Den Gegentyp gibt knapp und überzeugend Hermann Speelmans. Der hochbo gabte Rudolf 5 er na u hat hier zum ersten«Male eine menschlich erfreuliche, sensationslos stille Rolle. Fritz Ode mar als Franziskas Vater, sehr fein, Herbert Hübner, Margot H i e l s ch e r und Rudolf K a l v i u s seien vom Ensemble hervorgehoben. — Der Kameramann Jan Roth verwirklichte Käutners Stil vorzüglich. —
Mücke selbst im Fluge nicht sicher. Der Falter ant Blumenkelch fällt ihrer Gewandtheit zum Dpfcr< Auch Regenwürmer, Spinnen, Käfer, Larven, Grillen und Heuschrecken bilden die Nahrung der Eidechsen. Darum schütze sie! Sie vertilgen als Feld-, Wiesen- und Waldpolizei viele Schädlinge. Deutsd)lands schönste Eidechse ist die prächtige grün« gefärbte Smaragd-Eidechse. Andere Eidechsenart.'n ilnserer Heimat sind die Zaun-, die Berg- und die Mauereidechfen. Mit den Eidechsen verwandt ist die Blindschleiche, ein harmloses, ebenfalls sehr nützliches Tierd)en, das in Wiesen und lichten Buchenbestanden nach den Nacktschnecken und Re- genwürmern jagt.
Keine unnötige weisen.
Die Beanspruchung der Deutschen Reichsbahn durch Gütertransporte der Kriegswirtschaft hat in letzter Zeit derartig zugenommen, daß die Zahl bet Reisezüge erheblich eingeschränkt werden mußte. Es wird daher der dringende Appell an alle Volksgenossen gerichtet, ab sofort bis auf weiteres jede nicht unbedingt nötige Reise zu unterlassen und die wenigen vorhandenen Fahrmöglichkeiten denjenigeni Volksgenossen zu überlassen, die beruflich zu reifen gezwungen sind. Auch zu Pfingsten können die Einschränkungen nicht gelockert werden. Es muß in dieser Zeit Pflicht jedes Volksgenossen sein, dieser Lage Verständnis entgegenzubringen und seins Reisepläne auf -später zu verschieben.
Lösung von Lehrverhättnissen bei jähriger Militärdienstzeit.
Lehrlinge, die sich freiwillig zur zwölfjährigem Dienstzeit'in der Wehrmacht melden, bedürfen nach einer Mitteilung des Oberkommandos der Wehrmacht der Einwilligung des Lehrherrn. Die Wehr- machtsstellen werden Meldungen von Lehrlingen ohne Zustimmung des Ausbildungsbetriebes nicht annehmen.
Oberhessischer Gebirgsverein.
In vorweggenommener Würdigung der ihr zu- < teil gewordenen Auszeichnung hatte die Baufirma 1 M. Abermann K. G., Gießen, ihren alljährigen I Gesamtbetriebsappell besonders feierlich ausgestaltet, i Jugenderziehung und Ausbildung standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Einführung der neuen Lehrlinge und die Freifprechung der Ge- : feile na nwärter wurde in feierlicher Form unter der Betriebsfahne vorgenommen. Es folgte ein Lichtbildervortrag von Korvettenkapitän Chorus über die neue <Deekriegführung. Nach dem Mittagessen gab der Betriebsführer einen umfassenden Sozialbericht. Vorträge von Chören der Gesellen und der Jugendlichen verschönten die Feier.
Nachdem inzwischen die Verleihung des Gaudiploms erfolgt war, wurde aus diesem Anlaß eine Arbeitstagung mit den Ange- stellten, Polieren, Vertrauensmännern und Obmännern abgehalten, zu der als Vertreter des Kreisobmannes der DAF. Kreisfachwalter Pg. S te i n erschienen war. Nach dem Vortrag einer Beethovensonate und von Mahnworten des Führers eröffnete der Betriebsobmann die Tagung. Kreisfachwalter Stein hielt eine Ansprache und würdigte die Zusammenarbeit der Firma Abermann mit den Dienststellen der DAF. im Rahmen des Leistungskampfes; er sprach aud) von den Maßnahmen, die auf sozialem Gebiet gemäß den Bestrebungen der DAF. durchgeführt wurden. Die Art, wie der Betrieb diese Bestrebungen verwirklicht habe, habe nun ihre verdiente Anerkennung in der Verleihung des Gaudiploms durch den Gauleiter erfahren. Hierzu beglückwünschte er den Betrieb und wies darauf hin, daß die gesamte Gefolgschaft durch ihre Mitwirkung an der Schaffung vorbildlicher sozialer Verhältnisse und eines echten Gemeinschaftsgeistes sich verdient gemacht habe. Der Redner ging dann auf den Unterschied in der Behandlung des schaffenden Menschen durch den Nationalsozialismus und zur Zeit des Marxismus und der Reaktion ein. Er appellierte an tue gesamte Gefolgschaft, den erzielten Erfolg nur als den ersten Schritt auf dem Wege zu noch schöneren Leistungen zum Wohle der Gesamtheit des Betriebes anzusehen. ,. • „
Betriebsführer Pfeiffer dankte für die Glückwünsche sowie für die allezeit bereite Unterstützung durch die DAF. Er betonte, daß der Betrieb, es bewußt vermeide, anerkannte Einridstungen anderer Betriebe mechanisch zu übernehmen; er suche vielmehr, die Notstände, die sich aus der Eigenart des eigenen Betriebes bemerkbar machen, zu er» kennen und für umfassende Verbesserungen zu sor» ober beschäftigte sich mit Lektüre. Um 5 Uhr er- chien der Vorleser, der, wie Catt bemerkt, aber meistens aber der Zuhörer war, da der König sehr häufig seine eigenen Arbeiten ober auch seine Lieblingsschriftsteller vorlas, um anschließend über ein- , ,ejne Sätze zu bisputieren. Lagen keine dringenden : Geschäfte vor, so musizierte der König wieder von ü 7 bis 8 Uhr. Um 9 Uhr, spätestens um 10 Uhr
hende Erde ist wie ein Jungbrunnen", sagt er läufig, „man spürt orbentlich die Kraft, die davon ausgeht, und möchte immer nur wünschen, baß bie Schönheit so rasch nicht vergeht." Da der Geselle gerne tiefgründigen Fragen ein wenig nachgeht, d bauert es gewöhnlich nicht lan'ge unb er spricht bann über Werben und Vergehen, wobei er den Sinn des ewigen Kreislaufes und bie Notwenbig- IPeit von ber Erhaltung ber Materie in seine Be- lrachtungen einbezieht. Die Lehrlinge hören mit wachen Ohren zu, und auch bie übrigen Gesellen haben Interesse an den Darlegungen ihres unter- üchteten Kameraden. Unterdessen gleiten bie Feilen mit scharfem Geräusch hin und her, während das Schmiedefeuer in der Ecke lodert. Von draußen her- ün aber blickt bie prangende Welt durch die Scheinen in die Werkstatt, und vor der geöffneten Tür reckt ein Lindenbaum seine jungbelaubten Zweige w bie sonnendurchglänzte Luft. Es ist, als singe itie blühende Umwelt zu dem Lied der urrermüb- lichen Arbeit eine jauchzende Begleitung.
steigen ber Geburtenziffern nach ber Machtergreifung, bann bebeutet bies das Vertrauen ber Nation auf seine Kraft unb in seine Führung. Vor allem aber gilt es auch, ber deutschen Frau und Mutter Dank zu sagen, bie ihre Kinder, während der Vater- draußen im Felde steht, versorgt unb behütet. Sie wird im deutschen Volke stets im Mittelpunkt ber Achtung stehen.
Reichsbunbesleiter Dr. Kaiser beschloß die Veranstaltung, indem er in einem eingehenden Referat an Hand geschichtlicher Beispiele die Bedeutung der rassischen Gesunderhaltung der Völker als den wesentlichsten Faktor der friedlichen Kraft und Stärke überhaupt aufzeigte. Mit Stolz können wir auf den Führer blicken, ber uns allen bie Hoffnung und bie Zuversicht durch eine feste Existenzbasis aus eine gesunde Bevöl ker u n gspo l i tik geschenkt hat. Dieser Krieg wird auch das deutsche Volk nicht minder groß in der Behauptung seines Lebenswillens durch das Kind und die Familie sehen. So wissen wir heute, daß uns im Kinde und in ber Familie bie tiefsten Werte gegeben sind, welche das deutsche Volk zu gewaltigen Leistungen in der Gegenwart unb Zukunft befähigen.
Am Samstag und Sonntag fand in ber Gauhauptstadt eine Tagung ber Amtsträger ber Lan- besleitung Hessen-Nassau bes Reichsbunbes „Deutsche Familie" statt. Der Landesleiter, Gauamtsleiter Prof. Dr. med. H. W. Kranz (Gießen) hieß vor allem den stellvertretenden Gauleiter Linder, den Reichsbundesleiter des RDF„ Dr. Kaiser (Berlin), und den Stanbortkommanbeur ber Wehrmad)t, Generalmajor Petter, willkommen.
Stellvertretenber Gauleiter Linder überbrachte den Amtsträgern des Reichsbunbes die Grüße des Gauleiters unb stellte vor allem die Bebeutung ber Familie und des Kindes im nationalsozialistischen Staate in den Mittelpunkt seiner Rebe. Er betonte, bie Partei habe von Beginn ihres Kampfes bis auf ben heutigen Tag die programmatische Forberung an die Enificht bes deutschen Volkes erhoben, einem zahlenmäßig zwar großen, aber vor allem rassisch gesunden Nachwuchs bie berufliche unb geistige Entwicklung zu erleichtern. Das Reich habe burch viele Gesetze und materielle Vergünstigungen die kinder- reiche Ehe besonders gefördert. Wenn wir heute wieder einen besonders starken Lebenswillen fest- t eil en können, und zwar vor allem in dem An-
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Gießener Mädels halfen im Gtadtwald.
Eine Anzahl Mädchen ber ältesten Jahrgänge aus Gießener Schulen haben zwei Wod)en lang bet Salbarbeiten im Gießener Stadtwalb mit gearbeitet. Die Mädels haben während dieser Zeit den Wald- Mturarbeiterinnen aus Annerod wertvolle geleistet und sich durch ihren tatkräftigen Einsatz sehr verdient gemacht. Die Waldkulturarbeiterinnen haben n Gemeinschaft mit den Gießener Madels in ver- düebenen Revieren unseres Stadtwalbes folgende Pflanzen gesetzt: 70 000 Buchen, ^-0 500 Kiefern, je 2000 Linden, Akazien unb Erlen, 1700 Fichten, 500 Douglasien und 200 Vogelbeerbäume. Die Arbeiten wurden unter Leitung von Förster B e ch t o l b aus- qe führt. Die jungen Gießener Helferinnen verbienen rür ihre einsatzfreudige Mitarbeit alle Anerkennung.
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ging er zu Bett.
Im Felde war die Lebensweise des Königs natürlich von ber Kriegslage bestimmt. Darüber berietet ein anberer Gewährsmann. Traf Friedrich vom Marsche im Hauptquartier ein, nachdem er bas Lager besichtigt unb Feldwachen ausgestellt hatte so wurden Karten unb Pläne vorgenommen. Nachdem ber König bas Gelände studiert hatte, be- lehrte er einige Husarenoffiziere, wie sie den Feind ausjpähen müßten. Dann kamen bie Sekretäre zum Vortrag. Die übrige Zeit bis zur Mittagstafel war für bas Felbtagebuch bestimmt. Ging bei den Vorposten etwas vor, so eilte ber König selbst dorthin, fraate auch feindliche Ueberläufer persönlich aus. Nach der Tafel kam der Kabinettsrat wieder. Gegen Abend fand sich ber Vorleser zur Unterhaltung ein. Auch nachts ließ sich ber König wegen ber geringsten Vorfälle bei ben Vorposten wecken unb ritt an Ort und Stelle. Er hielt burchschnittlich fünf Stunden Nachtruhe. Obwohl im Troß stets zwei Zelte, ein kleines unb em größeres, für den König mit- aeführt wurden, übernachtete der König fast stets in festen Gebäuden. Die schlechteste Bauernhutte war dazu gut genug, wenn sie nur innerhalb ber Aufstellung bes Heeres lag.
Mn Jahre hat Friedrich der Große dieses Kriegerleben geführt. Die Zahl und d>e Uebermacht (einer Feinde zwang ihn zu dauernden Marschen, weil er bald auf dem einen, bald auf dem anderen Kriegsschauplatz sich schlagen mußte. So hat er einen großen Teil seines Lebens mitten unter feinen Soldaten zu Pferde zugebracht. Mit ihnenl hat er unendliche Strecken in Sachfen, Böhmen Mahren, Schlesien und Brandenburg zu allen Jahreszeiten und unter allen Unbilden der Witterung zuruckge- leat Selbst wenn er von der Gicht und vom meder ' ti wurde, lehnte er es ab, auf dem ^torlch
In feinen Erinnerungen erzählt Heinrich b e Catt, der 22 Jahre lang ber offizielle Vorleser .mb Vertraute Friedrichs des Großen gewesen ist ? und seit 1758 alle Feldzüge in der Umgebung bes Königs mitgemacht hat, viele interessante Einzel- weiten aus dem Alltagsleben des Krieges Emma
1 ' 3ean'Simm Munde kann diese Aeußerung erstaun, idier klingen als im Munde des großen Ko"igs,^
H dessen Lebten bis zum letzten Tag mit ber Arbeit | ür sein Land angefüllt war. Catt Qibt in femei Erinnerungen bie genaue Einteilung bev Arbeite
’ :ages des ^Königs mährenb feines
n Breslau im Jahre 1759. Danach staub der Kon g um 5, zeitweife auch um 4, aber nie fpa er al z ijhr auf Nachdem er sich angetleibet hatte, la. er die eingegangenen Briese und Meldungen. Dann pielte er eine Viertelstunde Flöte. Darau wurden die Kabinetts-Sekretäre gerufen, und !derKon.g diktierte di- Antworten tn zw'len und m>lrtanfch-n ilngelegenheiten. Gatt bemerkt dazu, daß ^nednch mstande war, mit größter Schnelligkeit 3® 39 Briefe hintereinander zu lesen und d°nn anfchli ßend ebenfoviele Antworten über die DErW'“^( ■ten Angelegenheiten zu diktieren, ohne n°^n°^ einen Blick in die Briese zu werfen. Nachdem Briese, Befehle und Erlasse °bgesandt w°r°n, b^ "djäftigte sich der König bis um 11 Uhr wu feine literarischen Arbeiten. Uyi 11 Uhr wur e P ausgegeben. Der König arbeitete dann we^i-r wurde, lehnte er es ao, au, oem
Der Oberheffifche Gebivgsverein, Zweigverein Gießen, fiihrte im Monat Mai zwei Wanberungen durch. Die erste führte vom Bahnhof Friedel Haufen aus ben „Hessenweg" bergan. Rechterhanb grüßte bie Burgruine Staufenberg; bie Dörfer im Lohnt al unb bie Waldberge bahinter lagen im Sonnenschein. Noch kurzer Rast folgte eine längere Walbwanbe« rung. Von einer Hohe am TB alb raub hatte man eine besonders gute Fernsicht auf bie Glabenbacher Berge bis zu ben Höhen des oberen Lahntales. Auf grüner, wind geschützter Waldblöße wurde Mittagsrast gehalten. Weiter leitete das Wanderzeichen über bie Höhe bes Totenberges zum Abstieg nach Allendorf. Noch eine Wegstunde lurn-da-abwärts nach Treis beendete eine genußreiche Wanderung. — An Stelle des üblichen Himmelsfahrtstreffens wanderten die Mitglieder zum Sd)walbenbachtal, einem ber reizvollsten Punkte unseres engeren Heimatgebietes. Durch bie Fluren zwischen Heuchelheim und Kinzenbach führte der Weg zum Atzbacher Wald. Vom Himberg aus ging es abwärts zum Schwal- benbad)tal. In ber versteckt liegenden Schwalben- mühle kehrte man zur Mittagsraft ein. Dann führte der Weg bas Tal aufwärts bis zum Hofgut Bubenrod, -eine schöne Wald wände rung nach Bieber, von wo man bie Heimfahrt an trat.
Welche Heilkräuter find jetzt sammelwichtig?
Der Gaufochbearbeiter der Reichsarbeitsgemein» fdyaft für Heilpflanzenkunbe unb Heilpflanzenbeschaffung e. V., Gauabteilung Hessen-Nassau, teilt mit:
Die Schlehe oder der Schwarzborn ist noch nicht verblüht, da öffnet schon ber Weißdorn seine Blüten. Im Mai und noch Anfang Juni, in rauheren Gegenden noch etwas länger können diese Blüten, bie wie die Früchte eine wertvolle unb vielgebrauchte Arzneibroge barstellen, geerntet werben. Arzneilich begehrt ist fast ausschließlich ber stumpf- blättrige Weißdom (Crataegus oxyacantha), int Volfsmund Hagedorn ober Mehlfätzchen genannt? Seine Blüten stehen in reichblütigen Dolbenrispei^, Zum Unterschieb vom eingriffeiigen Weißborn hat ber stumpfblättrige 2—3 Griffel. Demgemäß hat :n ber Regel die spätere Frucht, bas Mehlfäßchen, Welt eine ihm gemäße, aber neue und größere Aufgabe in einer Propaganda-.Kompanie findet, und )aß die letzten Worte am abfahrenben Zuge dies- mal lauten: „Auf Wiedensehen, Michael!" — der Kern des Konfliktes ist freilich auch.damit nicht aus der Welt geschafft.
gen. Solche Verbesserungen müßten eine organische Gestaltung erfahren. Um bies beutlich zu machen, ließ ber Betriebsführer bie einzelnen Sachbearbeiter über ihre sozialen Arbeitsgebiete berichten. Begin- nenb mit einer Darstellung ber Gefolgschaftsstruk- tur würbe über bie Entwicklung ber Soldatenbe- treuung, Solbatenunterstützung, Jugenberziehung, Lebensversicherung, Verbienststafselung, Leiftungv- üerbefferungen, Krankheits- unb Unfallverhältnisse, Betriebseinrichtungen unb Betriebsentwicklung gesprochen. Im Zusammenhang damit wies Prokurist Rack auf die bebeutsamen Veränberungen hin, die er während seiner ^jährigen Baumeistertätigkeit im Betriebe miterleben konnte; er würdigte insbesondere die Verdienste, bie sich schon ber vor 14 Jahren verstorbene Seniorchef ber Firma durch seine warmherzige soziale Einstellung in seinem Unternehmen erworben hatte; so sei es ft'ir seine Nachfolger nicht schwer gewesen, sich ben Bestrebungen ber DAF. anzupassen.
Im Rahmen der Berufserziehung wurden ,e- weils die zwei besten Lehrlinge ber brei Jahrgänge nach den Ergebnissen ber letzten Haupt- zwischenprüfung und ihren Schulzeugnissen mit Bil- bern bes Führers unb des Reichsmarschalls ausgezeichnet. Der Vortrag eines Führerwortes unb das Spiel eines Streichquartetts bes Städt. Orchesters gaben hierzu bie festliche Begleitung.
Der Betriebsobmann schloß mit ber Mahnung zur weiteren Leistungssteigerung auf allen Gebieten unb mit bem Gruß an ben Führer bie einbrucks- volle Veranstaltung.
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würbe Catt zum König gerufen unb traf Ihn mit Rechnen beschäftigt. „Raten Ste einmal, was ich rechne?" rief er bem Eintretenben zu. „Vielleicht die Summe Ihrer Schätze?". „Ach, ich.habe eine wehr!" „Ober wieviel Geld Sie im Kriege ausge geben haben?". „Das weiß ich nur zu genau, aber Sie raten es nicht. Ich habe berechnet, wie niel Minuten ich gelebt habe. Was tft bas füretne ' Summe, unb wieviel Augenblicke sind ungenutzt
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