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Um sie trotzdem hervorzurufen, wird alles getan. um die Grenze zwischen Neutralität, Aggression und Krieg zu verwischen und durch immer neue völkerrechtswidrige Maßnahmen die Linie des „short of war“ weiter auszudehnen.
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Frage: Deuten Sie dabei in erster Lime an die Vorschläge, die sogenannte Patrouillen- tätigfeit der amerikanischen Kriegsmarine bzw. Luftwaffe zugunsten der Sicherung der britischen Kriegstransporte in Richtung Atlantik auszudehnen oder in irgendeiner Form das System der Gele i t z ü g e in der Absicht einzurichten, einen K o n « flikt zu provozieren?
Antwort: Beide Mahnahmen sind von so maßgebender Seite und in so kategorischer Weise gefordert worden, daß man sich darauf einrichten und von vornherein die Verantwortung feststellen, aber auch eine nochmalige ernste Warnung aussvrechen muß. Was die Geleitzüge betrifft, so kann ich nur die Ansicht des Präsidenten Roo sevelt bestätigen: „Geleitzug bedeutet Schießen" (convoy means shoofing). Da der Charakter der Ladungen der geleiteten Schiffe nach den amerikanischen Eingeständnissen als Banngut von vorherein feststünde, wäre der Uebergang zu dieser Art von Geleitsystem nicht ein neutrales Geleit im Sinne internationaler, auch von USA. abgeschlossener Verträge, sondern eine offene Kriegshandlung und ein nackter, unprovozierter Angriff. Die deutschen Seestreit-- kräfte wären daher berechtigt, gegen diese Banngutträger nach den Regeln des Seekriegsrechts vorzugehen und würden eine Behinderung bei der
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Berlin, 26. Mai. (DNB.) Der Sprecher des Londoner Nachrichtendienstes gab am 25. Mai folgenden Kommentar über Kreta: „Tag für Tag lauscht die Welt atemlos den Nachrichten über die jüngste und seltsamste aller Schlachten, der Schlacht von Kreta. Wolken von Fallschirmjägern sinken weiter nieder. Deutsche Sturzkampfbomber und britische Fernkampfjagdflugzeuae erfüllen die Lust mit häßlichem Geräusch. Dem Romantiker bietet sich ausreichend Material für eine Novelle. Wie angenehm wäre es, wenn wir ganz einfach sagen könnten: „Wir siegen! Aber die Lage ist v i e l z u v e r - wickelt, um sie in einem einfachen Satz zusammenzufassen. Die Truppen aus England, Neuseeland, Australien und dem griechischen Festland machen aus Kreta ein Symbol und eine Bastion des Krieges, der die ganze Welt umfaßt."
Am Schluß seiner Ausführungen gibt sich der .Zxttchex sivLü wevklichea Ruch ynb. v^sucht zur
In einigen Krisen der britischen Bevölkerung wird bereits — dies geht aus einer Aeußerung in der letzten Rundfunkrede des liberalen Unterhous- abgeorbneten Vernon Bartlett hervor — ganz ernsthaft ist die Frage erörtert, ob England überhaupt keine führenden Persönlichkeiten m e h r h a b e. Mit größter Nervosität und Unruhe reagiert die britische Oeffentlichkeit auf die übliche Entschuldigung der maßgebenden Stellen, der britische Soldat sei zwar „dem deutschen überlegen", aber England habe nicht genügend schwere Waffen und nicht genügend Flugzeuge. Man erklärt, diese Entschuldigung habe man bisher nach jeder Schlappe seitDünkirchen gehört, und es wirke einfach provozierend, wenn man sie 1 heute immer noch vorbringe.
nach sollten neutrale Schisse auch in Kriegszeiten uneingeschränkt Handel treiben, außer mit „Konterbande^ in der „wirklich blockierten Zone". England i hat sich diesem völkerrechtlichen Grundsatz widersetzt; im Jahre 1812 brach deshalb ein Krieg der USA. gegen die englische Willkürherrschaft zur See aus und in den sechziger Jahren wäre es wegen der gleichen Streitfrage beinahe wieder zu einem Krieg zwischen den USA. und England gekommen. Noch 1 1915 trat die amerikanische Regierung scharf ein für die Freiheit der Meere, gegen die England ’ kämpfte. England also hatte sich den amerikanischen ' Freiheits- und Friedensibeen auf das schärfste 1 widersetzt und die europäischen Festlandsstaaten • standen in der Forderung der Freiheit der Meere ; durchaus zu Washington. Diese traditionelle ame- | rikanische Außenpolitik wurde aber bereits 1935, 1 damals allerdings sehr vorsichtig, durch Roosevelt : und Hüll revidiert. Die Freiheit der Meere wurde, wenigstens im Prinzip, aufgegeben zu Gunsten des englischen Standpunktes, also des einzigen Gegners der großen Idee von der Freiheit der Meere gegenüber der britischen Gewaltpolitik.
Das amerikanische Volk, das außerhalb des Krieges bleiben wollte, veranlaßte nun den Kongreß, die sogenannten Neutralitätsgesetze burchzubringen, die im Jahre 1935 auch angenommen wurden. Im Juni 1939 stand bas amerikanische Repräsentantenhaus im Zeichen lebhafter Debatten über eine Abänderung des Neutralitätsgesetzes nach Roosevelts Wünschen, die nichts weniger erstrebten als das bisherige Ausfuhrverbot für Masten und Kriegsmaterial, also bas Nichteinmischungsprinzip schlechthin, aufzuheben und bas Neutralitätsaefetz in ein Anti-Neutralitätsgesetz zu verwandeln. Am 30. Juni 11939 lehnte zwar das Repräsentantenhaus diese Forderungen Roosevelts ab, machte allerdings gefährliche Konzessionen insofern, als nur bas bisherige Verbot auf Ausfuhr von sogenannten töb- lichen Waffen und Munition aufrecht erhalten, dagegen die Ausfuhr von Fluazeugen usw. gestattet wurde. Ferner wurde die sog. cash-and carry- Klausel angenommen, wonach Flugzeuge usw. nur gegen Bezahlung auf fremden Schiffen aus den USA. geholt werden dürften. Roosevelt erklärte, alle diese Bestimmungen dienten —- „den faschistischen und nationalsozialistischen Regierungen" und Staatssekretär Hüll verstieg sich zu der Behauptung, diese Abänderungen seien eine „bedauerliche und dem Frieden der Welt abträgliche Er- fcheinung". Trotzdem blieb das USA.-Parlament fest und zu Beginn des Krieges erließ Roosevelt eine Verordnung, in der den amerikanischen Kriegsschiffen und Frachtdampfern verboten wurde, das Blockadegebiet zu befahren. Aber er setzte bann durch, daß die USA. trotzdem England mit allem unterstützten, was England forderte.
Liese amerikanische Neutralitätsgesetzgebung ist ohne die Anerkennung des Rechtes auf die Freiheit der Meere nicht bentbar, aber wenn bie Washingtoner Kriegshetzer jetzt die Frecheit der Meere zu verteidigen vorgeben und bie Neutralitätsgesetzgebung ab ändern wollen, dann beabsichtigen sie ja gar nutzt bie wirkliche Freiheit der Meere, sondern die Unterstützung Englands ohne jeden Vorbehalt, also den Eintritt der USA. in den Krieg, durchzusetzen. Ein amerikanisches Blatt wies ganz richtig darauf hin, hinter dieser Forderung verberge sich die Absicht, zugunsten Englands ganz Europa aus- zuhungern, denn selbstverständlich würde Roosevelt die Freiheit der Meere glatt brechen, wenn z. B. Frmttreich auf den Gedanken käme, den freien Transport von Lebensmitteln von den USA. zu fordern. Er hat ja bereits bas Verbot ber Lebensmittelausfuhr nach Frankreich usw. ausgesprochen. Damit sind die Hintergründe dieser jüdischen Mache, enthüllt. E. S.
„Laßt auf Deutschland uns stützen."
Aufruf des griechischen Ministerpräsidenten
Ausübung dieses Rechtes auch gegen USA.-Kriegs- schiffe notfalls mit ber Waffe zurückwei. j e n müssen.
was bie sogenannte Patrouillentätigkeil bekifft, so steht auch ihr aggressiver Charakter bereits jetzt fest, nachdem von einer deutschen Gefahr für Amerika keine Rede sein kann, und nachdem dieses System jetzt schon praktisch auf eine Unterstützung des britischen Gegners hinausläuft, kann vor seiner Erweiterung nur dringend gewarnt werden. Dieses System dient schon bisher nicht defensiven Sicher- heitszwecken Amerikas, sondern dem Nachrichtendienst zugunsten der Engländer. Ihm sind bereits deutsche Handelsschiffe, z. V. „Columbus", zum Opfer gefallen.
Man kann es keinem Kommandanten eines deutschen Kriegsschiffes zumuten, mit gebundenen Händen zuzulassen, baß sein Standort von einem amerikanischen Kriegsschiff dem Gegner gemeldet wirb, erst recht nicht, wenn dieses ihm solange -folgt, bis stärkere britische Streitkräfte herbeigerufen sind, um ihn nicht nur in der Durchführung seines Auftrages zu hindern, sondern auch sein Schiff und seine Besatzung zu vernichten. Er sieht sich in diesem Falle ebenso wie in dem des Geleitzuges einer aktiven kriegerischen Handlung gegenüber und ist nach den Regeln des amerikanischen Kriegsrechtes berechtigt, das betreffende Schiff zur Einstellung der feindseligen Handlung aufzufordern, nötigenfalls mit Waffenge walt dazu zu zwingen.
Ich möchte bei dieser Gelegenheit noch einen weiteren Punkt berühren. Die neutrale Hande l s s chi f fa h rt ist bereits vor längerer Zeit davor gewarnt worden, ab geblendet zu fahren, da sie sich dadurch einer Verwechslung mit feindlichen Kriegsschiffen und damit einem unmittelbaren Angriff aussetzt. Dies gilt in noch verstärktem Maße für neutrale Kriegsschiffe. Bei dem Stank Der modernen Kriegstechnik ist es im Interesse ber eigenen Sicherheit notwendig, auf jedes abgeblendete' Schiff sofort bas Feuer zu eröffnen. Wer trotzdem ab geblendet fährt, hat etwas zu verbergen, hegt böse Absichten und muß also mit dem warnungslosen Angriff rechnen. Wer in Kenntnis dieser völkerrechtlichen und tatsächlichen Sachlage sich in Gefahr begibt, der sucht Händel.
Da ber Krieg nicht nach Amerika kommt, muß die amerikanische Kriegspartei Tausende von Seemeilen hinter dem Krieg herlaufen und die Gefahr fern von den Küsten des amerikanischen Kontinents aussuchen, um sich für bedroht erklären und die gewünschten Zwischenfälle herbeiführen zu können. Die deutsche Kriegsmarine wird sich dadurch an der Durchführung ihrer Aufgaben nicht hindern lassen.
Die Verantwortung für eilten so eintretenden Konflikt aber liegt ausschlieMch auf den Schultern jener, die nicht nur über die deutschen Warnungen, sondern auch über den Willen des amerikanischen Volkes hinweg bewußt dorthin gehen, wö geschossen wird.
tieffte Bestürzung ausgelöst. Die „3)0 ob hatte ich verschiedentlich in Gibraltar aufgehatten und wurde wegen ihrer starken, kürzlich erst verbesserten Panzerung für unverletzlich gehalten.
„Nicht rechtzeitig und nicht energisch genug/
Genf, 27. Mai. (DNB. Funkspruch.) Schon bet oberflächlicher Durchsicht ber Lonboner Zeitungen ällt bie immer heftigere Kritik auf, mit der die Maßnahmen ber britffchen Regierung bedacht wer- den. Angesichts des tödlichen Ernstes der Lage wirft man den zuständigen Kreisen besonders vor, nicht rechtzeitig und nicht energisch genug einmal notwendige Maßnahmen getroffen zu haben, um in Kriegszeiten auftauchenden Situationen gewachsen zu sein. So meint bie „Daily Mail", man könne bei den harten Schlägen, bie England im Atlantik einstecken müsse, nur noch das Aller- notwendigste an Lebensmitteln einführen. Die vorhandenen Lebensmittel müßten daher „streng rationiert" werden, damit endlich „arm und reich gleichgestellt" würden. Die Lebensmittelparaiten müßten schonungslos behandelt werden. Auf allen Gebieten und vor allem in ber Landwirtschaft und auf den Schiffswerften müsse mit Hochdruck Tag und Nacht gearbeitet werden. Der „Daily Heralb" ruft immer wieder nach mehr Schiffen, mehr Kanonen und mehr Flugzeugen. Der „Daily Telegraph" beklagt sich bitter darüber, daß man bas Volk unzufrieden mache, weil die Regierung gegenüber den durch Schiebungen zu phantastischer Höhe anwachsenden Lebensmittelpreisen tatenlos zusehe. Die „Financial News" schließlich übt besonders harte Kritik an dem „System des Gehenlassens wie es eben geht" und findet es völlig unverständlich, wenn das Landwirt- chaffsministerium noch Entschuldigungen für die Futtermittelzuteilungen für die Rennpferde habe.
Innerhalb von 5 Minuten in die Lust geflogen.
Berlin, 26. Mai. (DNB.) Einzelheiten über den Untergang des britischen Schlachtkreuzers „H o o d" liegen zur Zeit noch nicht vor. Bekannt geworden ist immerhin, baß bas Schiff, bas man den „Goliath ber sieben Weltmeere" nannte, innerhalb von fünf Minuten in bie Luft flog. Die beutschen Granaten haben also bie Pan- zer glatt burchschlagen, obgleich bie Deckpanzer ber „Hoob" bis zu 102 mm stark waren. Die Panzer des Kommandoturms, der Wasserlinie und ber oer- wundbarsten Stellen waren bis zu 305 mm stark. Die Türme waren mit 381 mm dicken Platten umkleidet. Die Versenkung der „Hood" ist damit nicht nur ein Beweis für bie ausgezeichnete artilleristische Durchbildung unserer Kriegsmarine, sondern auch für die überragende Güte und ungeheure Durchschlagskraft der deut-
pur (Englä «der gür M deckst ii:id)en i un Angl M die r bes sie ni sch lapfi Msgeist M auf ilnbern fd
Dublin, 27. Mai. (Europapreß.) Zu den Planen der britischen Regierung auf Einführung der allgemeinen Wehrpflicht auch in N o rd- irlanb nahm der irische Ministerpräsident de Val er a am Montag vor dem vollzählig versammelten Dail Stellung. Er erklärte, daß, wenn die britische Regierung ihre Vorschläge zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht weiter verfolge, das Volk von Großbritannien und bas von Jrllrnd „in bie alten, unglücklichen B e- Ziehungen zurückgeworfen werden würbe". Der Ministerpräsident erklärte u. a. weiter: ■ „Es kann keinen schwereren Eingriff in die fundamentalen Rechte des einzelnen geben, als wenn man ihn zwingt, für ein Land z u kämpfen, dem er nicht angehören wil l." Er erinnerte daran, daß er in London vorstellig geworden sei, als die britische Regierung ihre Vorschläge zur Einführung der Wehrpflicht in Norb- itlanb machte. Die sechs nördlichen Grafschaften sind ein Teil Irlands und ihre Bewohner sind Iren. Nichts könne an dieser Tatsache etwas ändern. Irland habe seine Neutralität erklärt. Es habe alles vermieden, was als feindselige Hand- lung habe ausgelegt werden können.
Anschließend an die Erklärung de Valeras im irischen Parlament sprach der Führer der Opposition, Eos grave, der betonte, daß die Erbitterung im irischen Volk über die Einführung der Wehrpflicht zweifellos sehr groß sein wurde. Das Ergebnis würde auf alle Fälle Die Vorteile der Wehrpflicht für England völlig aufheben. Auch ber Arbeiterführer Stören wiber- Me ÜÄ der LinWruog dex Wehrpflicht
Minuten gedauert.
Eigenartig berührt es, daß Admiral Holland, der jetzt auf ber „Hoob" seinen Tod gefunden hat, der Befehlshaber ber Streitkräfte war, die seiner Zeit die nicht gefechtsbereite französische Flotte bei Oran zusammengeschossen haben. Dem mörderischen Ueoerfall fielen damals über 1000 französische Seeleute zum Opfer.
Exkönig Georg „eingeladen".
Der frühere König von Griechenland hat mit seiner feigen Flucht von Kreta nach Kairo das schimpfliche Schauspiel wiederholt, bas er bereits mit seiner Flucht aus Griechenland im Rücken seiner kämpfenden Soldaten gegeben hat. Unter denjenigen Persönlichkeiten, die während dieses Krieges durch ihren Verrat am eigenen Volk für alle Zeiten auf bas Niveau staatenloser Kreaturen abgesunken sind, spiett dieser ehemalige König, der sich auf fern Soldatentum stets so viel zugute hielt, eine ber abstoßendsten Rollen. _ ...
Geradezu widerwärtig fft die Begründung siu seine zweite Flucht, die angesichts des schnellen beut' scheu Vordringens auf Kreta unter sehr peinlichen Umständen erfolgt ist. Exkönig Georg teilt in feiner letzten Verlautbarung au bie Bevölkerung von SrrerQ mii c§ fej ihm dort nicht möglich gewesen^ mit osv
Berlin, 26. Mai. (DNB.) Großadmiral R a e - „er gewährte dem Vertreter der japanischen Agentur Domei, Ejiri, folgendes Interview:
Frage: Sie haben, Herr Großadmiral, gewiß die außerordentlich lebhafte Diskussion in den Vereinigten Staaten verfolgt, bie sich mit der Frage beschäftigt, wie man mit amerikanischer Hilfe einerseits bas für England bestimmte Kriegsmaterial sicher nach der Insel und den ver- chiedenen Kriegsschauplätzen bringen, andererseits Die furchtbaren Verluste Englands an Kriegs- und Handelstonnage herabdrücken könnte. Wie beurteilt die deutsche Kriegsmarine die sich daraus ergeben» den eventuellen Folgen?
Antwort: Sie beurteilt sie sehr ernst, zumal ich nicht nur die Presse, sondern auch verantwortliche Mitglieder der nordamerikanischen Regierung dazu in einer Weife ausgesprochen haben, daß kein Zweifel über den völkerrechtswidrigen, aggressiven Charakter der bereits getroffenen, vor allem aber der weiter vorgeschlagenen Maßnahmen bestehen kann. Kein Fachmann der modernen Kriegführung, ber auf feinen Ruf Wert legt, hält einen Angriff über die Weite des Ozeans hinweg als möglich und durchführbar. Wer trotz- dem Deutschland Angriffsabsichten unterstellt, tut es wider besseres Wissen und in ber Absicht, feine eigenen aggressiven Pläne und seinen Willen zur Einmischung damit zu rechtfertigen.
Die Sorge bet Kriegstreiber ist nicht ein deutscher Angriff, sondern daß es nicht gelingen will, die gewünschten Zwischenfälle zu schaffen.
Athen, 26. Mai. (DNB.) Der griechische Ministerpräsident General Tsolakoglou erließ einen Aufruf an bas griechische Volt, in bem er allen arbeitenden Griechen und insbesondere der griechischen Handels- und Jndustriewelt empfiehlt, sich schnellstens der neuen Wirklichkeit anzupassen und chre wirtschaftliche Energie zu verdoppeln. Griechenland habe eine Katastrophe ohnegleichen erlitten. Es müsse der neuen europäischen Ordnung mit bem Bewußtsein beitreten, baß es ein lebensfähiges Volk fei, bas zu einem wertvollen Element für bie Stützung und Fortentwicklung der neuen Ordnung im Südosten Europas werden könne.
Dann heißt es wörtlich: „Unsere Handelsbeziehungen zu Deutschland, das früher unser bester Abnehmer war und auch in Zukunft sein wird, sollen demnächst wieder aufgenommen werden. Laßt auf Deutschland uns stü tz e n. Laßt uns mit allen Mitteln versuchen, unsere Produktion zu steigern. Wir werden es bestimmt nicht zu bereuen haben."
Gegen die Wehrpflicht in Nordirtand.
Warnung an die Engländer.
Rom, 27. Mai. (Europapreß.) Der Neuyorker Korrespondent des „Giornale d'Jtalia" berichtet seinem Blatt, aus maßgeblicher Quelle erfahren zu haben, daß sich ber von dem beutschen Schlachtschiff „Bismarck" versenkte britische Schlachtkreuzer „H o o d" in ben Gewässern von Island aus ber Heimfahrt aus einem n o r b a m e r i ta n i - schen Hafen befunden habe, wo das Schiff seit Monaten insgeheim zur Ausbesserung von im Mittelmeer erhaltenen Beschädigungen gelegen habe. Diese Ausbesserung habe sogar noch vor ber Bewilligung bes norbamerikamschen Hilfeleistungsgesetzes begonnen. Dor einigen Tagen sei bie „Hood" wieder in See gegangen. An ber Grenze der nord- amerikanischen Gewässer sei dieser Schlachtkreuzer von dem Schlachtschiff „King George V." als Begleitschiff auf der Heimfahrt erwartet worden. Gelegentlich des Kampfes im Nordatlantik fei auch „K i n g George V " beschädigt worden, welches Schiff seinerzeit den neuen britischen Botschafter Lord Halifax nach ben Vereinigten Staaten gebracht habe. Die Beschädigungen dieses Schlachtschiffes seien auch von London bestätigt worben.
Mit der »Hood" untergegangen.
Algeciras, 26. Mai. (DNB.) In Gibraltar wird eine Mitteilung der britischen Admiralität bekannt, nach der Admiral Holland, ber Kom- manbant ber „H o o d", und sein ganzer Stab als verloren anzufehen sind. Don ber 1340 Mann starken Besatzung bes Schiffes konnten nur wenige gerettet werden» Diese Nachricht feai iß Gibraltar
Stockholm, 27. Mai. (DNB. Funkspruch.) In ber englischen öffentlichen Meinung hat man, wie die letzten Berichte aus London zeigen, mit größte r Entrüstung davon Kenntnis genommen, daß die maßgebenden Stellen ber britischen Heeres- unb Flottenleitung wieder von ben Deutschen völlig überrascht worden sejen. Man fragt, wie' es möglich gewesen sei, baß die beuffchen Vorbereitungen zur Landung auf Kreta vom britischen Nachrichtendienst nicht rechtzeitig gemeldet wurden. Man wirft ben zustänbigen Stellen vor, ie hätten sich wieber einem durch nichts begrün» beten Optimismus hingegeben. Noch 24 Stunben vor ber deutschen Landung auf Kreta habe ein vom Kriegsministerium inspirierter militärischer Sachverständiger im „Daily Telegraph" nachzuweisen versucht, aus welchen Gründen ein deutscher Angriff auf Kreta nicht zu erwarten sei. Dieser Sachverständige habe erklärt, ein solcher Angriff würbe ben Deutschen solche großen Verluste beibringen, daß sie ihn gar nicht erst wagen würden. Ebenso habe man es in der britischen Admiralität für ausgeschlossen erklärt, daß ein deutscher Verband von Ueberwasserschifsen es wagen würde, starke Einheiten der britischen Kriegsflotte anzugreifen. Man habe erneut mit der üblichen briti» schen Selbstgefälligkeit ben Gegner unterschätzt, obwohl man boch durch so viele schlechte Erfahrungen hätte gewarnt sein sollen.
nüchternen Wirklichkeit zurückzu kommen. Weh- leibigen Tones erklärt er: „Da Hitler nun einmal seinen Angriff begonnen hat, ist es nicht wahrscheinlich, daß er einen Zurückzieher machen wird, und ganz abgesehen vom Prestige ist die Insel Kreta eine Schlüsselst ellung auf seiner Karte des Nahen Ostens."
Eingeständnis des englischen Admirals Cunningham.
Rom, 27. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Schlacht um Kreta steht am Dienstag im Mittelpunkt der römischen Presse, die als wichtigstes bereits erzieltes Ergebnis bie furchtbaren Verluste der englischen Flotte heroor- hebt und unter Bezugnahme auf ben deutschen Wehrmachtbericht den günstigen Verlauf der Kämpfe unterstreicht. „Popolo bi Roma" weist in biesem Zusammenhang auf die Aeußerungen von Admiral Cunningham hin, ber ben Ernst' ber Lage erkannte und zugeben mußte, daß es ber englischen Flotte nicht gelungen sei, ben Gegner zu verhindern, Truppen nach Kreta zu schaffen. Diese Erklärungen des Oberbefehlshabers ber englischen Seestreitkräfte im Mittelmeer seien, wie das Blatt betont, bezeichnend genug, bestätigten sie boch von amtlicher englischer Seite, baß die englische Flotte jene Kontrolle, deren sie sich so lange rühmte, nicht besitze.
Oie „Hood" war unterwegs von USA. nach Europa.
schen Panzergranaten.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, baß Abmiral Hood, ber bem jetzt versenkten Schlachtkreuzer ben Namen gab, vor fast genau , 25 Jahren mit seinem Flaggschiff „Invincib l e" untergegangen ist. Bekanntlich ist auch bie „Jnvin- cible", bie an ber Schlacht vor dem Skagerrak am 31. Mai 1916 beteiligt war, in bie Luft geflogen. An diesem für Deutschlands Kriegsmarine glorreichen Tage war sehr diesiges Wetter. Ein kurzer Augenblick, in bem tiefhängende Wolken bie Sicht auf die „Jnvincible" freigaben, genügte, um sie ben Salven der „Derfflinger" und „Lützow" auszu- fetzen. Das englische Flaggschiff erwiderte bas Feuer und Hood rief feinem Artillerieführer zu: ,Jhc Feuer liegt gut". In. diesem Augenblick ging ein deutscher Treffer in die Pulverkammer und Hood ging mit feinem Schiff in die Lust. Auch damals wie jetzt vor Island hat das Gefecht nur wenige
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Deutsche Fallschirmjäger landen.
Unser Bild zeigt sehr anschaulich, wie Welle auf Welle aus den Flugzeugen sprang. (PK.-Blschhaus- Scherl-M.)


