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Betriebe

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(Eingang Löwengasse).

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24. Fortsetzung

(Nachdruck verboten.)

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Detr.: DHW Sammlung der DAA.

An die Sammler der DAI.-Ortswaltungen Gießen!

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Die Sammelbüchsen sind jeweils in der zustän­digen Ortsgruppe der NSV. am Freitag, dem 28.3. 1941, ab 20 Uhr, in Empfang zu nehmen, und zwar: Gießen-Nord: NSV.-Dienststelle, Walltorstraße (Caf6 Leib, Vorderhaus).

Gießen-Ost: NSV.-Dienststelle, Kaiserallee 34.

Gießen-Mitte: NSV.-Dienststelle, Seltersweg 38

Max erklärte sich nur halb befriedigt. Der Kurz- wellentc-il, meinte er, sei noch voller Störungen, aber er werde denen schon noch auf die Spur kommen.

Aus dem Jungen wird noch mal was!" erzählte Peter.Ein begabter Kopf. Wenn ich erst hier bin, werde ich mich feiner annehmen. Aus dem muß was werden!"

einen kantigen Schädel.Das ist Petzl Achtung vor dem Anprall!"

beim rechten Namen zu nennen: er hat mich durch' gefüttert, bemuttert, mir das Rückgrat steif gemacht und warum? Nur, weil er ein guter Kerl ist So was gibt's nicht alle Tage! Er ist der Treueste der Treuen."

Wenn ich mir erst mal etwas in den Kopf gesetzt habe, muß es rasch erledigt werden. Ich hab's eiliy, weiterzukommen. Denken Sie an die Aufgabe, tue der große Mathesius in Oschnitz mir stellen wird-

draußen. Mit Hanne ist ein gutes Zusammenleben."

Immerhin erstaunlich. Sie gleichen sich nicht sehr."

Vielleicht läßt sich dem abhelfen," meinte er y- heimnisvoll.Ich ziehe jedenfalls hier heraus. Hanne braucht mich und ich ihn. Ich sagte Ihnen je schon, daß ich mich hier als Baukünstler betätigen will."

Finnlands Ringer, die am vergangenem Sonntag in Nürnberg im Länderkampf gegen Deutschland 2:5 verloren, gingen am Dienstag in München und Augsburg auf die Matte. In Mün­chen wurden die Finnen Pihlajamäki, Koskelo und Mullaoeo sowie der deutsche Meister Müller (Bam­berg) Turniersieger, während in Augsburg Kiifseli (Finnland), Wicke (Berlin) und Baitinger (Stutt­gart) zu Erfolgen kamen.

Es sammeln am 29. und 30. 3.1941: Betriebsführer Betriebsobmänner Vertrauensratsmitglieder Werkscharen

x Werkfrauengruppen DAF.-Walter und -Warte der und Ortswaltungen.

herübersiedeln will? Weshalb sehen' Sie mich so entsetzt an?" 1 1

Ja, aber ich dachte nicht, daß Sie schon fe bald..."

Vielleicht vertragen wir uns gerade deshalb V* gut"

{^llen Sie damit sagen: wenn ich erst hier j

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.Sie kennen sich schon lange?"

Seit ich nach Berlin gekommen bin, um zu stu­dieren. Es ging mir hundeelend. Ich habe nicht s»

7lur Handwerker...!"

Ein Wort zur Berufswahl.

abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, Schonzenftraße 18, bezogen werden.

Anmeldefchluh: 10. April 1941.

Nicht zögern, sofort anmelden! (14920

Jeder macht mit jeder kommt vorwärts!

schen Berufe unter-, die geistigen Berufe dagegen überschätzt. Dann wollen wir ihm etwas näher auf den Zahn fühlen und feststellen, ob der junge Mensch nicht vielleicht bereits Liebhabereien und Fertigkeiten für einen handwerklichen Beruf mit- bringt, von denen er sich nur deshalb keine Rechen­schaft abgelegt hat, weil ihmHöheres" vorschwebte. Wir werden ihm Beispiele dafür anführen, daß oft aus Handwerkern hervorragende Künstler, kaum aber je aus mißglückten Künstlern leidliche Hand­werker geworden sind. Dann werden wir ihm aber auch eine ausführliche Lektion erteilen müssen: wir werden ihm zeigen, daß das Handwerk im natio­nalsozialistischen Deutschland nicht nur einen festen, sondern auch einengoldenen Boden" wiederge­wonnen hat.

Weiter wird in dem Aufsatz darauf verwiesen, daß sehr viele unserer großen Wirtschaftspioniere aus dem Handwerk hervorgegangen sind und daß die handwerkliche Produktion durch die Beteiligung an den Messen, durch die handwerkliche Ausfuhr, längst die Grenzen der engsten Heimat gesprengt hat. Schließlich wird an die außerordentlichen Mög­lichkeiten erinnert, die dem Handwerker in den neuen deutschen Ostgebieten gegeben sind.

Die Zeiten, in denen der intelligente Lehrling in die sogenannten geistigen Berufe kam, d. h. auf das Büro, und der weniger schlaue in das Handwerk, sind wirklich vorbei. Wer heute noch mit irgend­welchen sozialen Vorurteilen sich gegen die Erler­nung eines Handwerks sträubt, sei es der Jugend- liche, seine Eltern ober Anverwandten, der beweist seine ganze Verständnislosigkeit. Die spätere selb­ständige Ausübung eines Handwerks verlangt von dem Handewrker, der seinen Betrieb sicher durch alle Fährnisse des Wirtschaftslebens zu Wohlstand und Ansehen steuern will, dieselbe geistige Beweg­lichkeit und Aufgeschlossenheit, wie sie ein tüchtiger Beamter und Angestellter besitzen muß.

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3um Stödteaeskalier von Oschnitz ernannt werde und

Entsetzt? Nein!" antwortete sie.Es tut mir nur mir dort solchen Ruf erwerbe, daß man sich um leid, daß ich mm einen anderen Nachbarn be- mich in ganz Deutschland reißt."

kommen werd«.' 1 (Fortsetzung folgt.)

entgegennehmen. Der Iubilarverein wurde qn 13. Juli 1839 ins Leben gerufen.

Schwerer Berkehrsunfall bei Fulda.

Ein Toler, ein Schwer- uni» mehrere Leichloerlehtf.

Lpd. Fulda, 26. März. Drei Kilometer siidl» von Fulda auf der Hauptverkehrsstraße nach Fra,I furt befindet sich unter einer EisenbahnübersühruH! eine unübersichtliche Kurve, an der sich laufend löfj. kehrsunfälle ereignen. So forderte gestern ein Ufr fall erneut ein Menschenleben, einen Schwer- ufr zwei Leichtverletzte. Als ein Fernlastzug mH der Kurve ein Pferdefuhrwerk uberholch wollte, kam von der Gegenseite ein mit Baun» stämmen beladener Lastwagen. Durch das schach Bremsen geriet die Holzladung ins Rul. schen und ein Holzstamm stieß mit aller Wucht in das Fahrerhaus des entgegenkommenden Fer» lastzuges, wobei dem Fahrer K o p f und Brust eingedrückt wurden, auch der Beifahrer litt schwere Verletzungen. Die Insassen des Lcmq, holzwagens kamen mit leichteren Verletzungen bi. von. Der Gespannführer konnte sich rechtzeitig retten.

Todessturz aus dem Bett.

LPD Marburg, 26. März. In A m ö r 4 bürg stürzte ein Mann in Abwesenheit seiner 2hii gehörigen derart unglücklich aus dem Bett, er tot liegen blieb.

Canbfrete Gießen

# Mainzlar, 25. März. Am Samstnaabenst fand bei Gastwirt Hch. Vogel IV. (Zum ^chw nen") die Jahresschlußoersammlung d " Spar- und Vorschußkasse statt, sitzende des Aufsichtstates Christian Le mm er leitete die Versammlung. Nach her Totenehru erstattete der Direktor der Sparkasse, Hein S p a a r IV., den Jahresbericht, der eine günftic Entwicklung der Kasse aufwies. Anschließend folg! die Rechnungsablage. Dem Rechner Hch. Schüfe wurde Entlastung erteilt. Der Vorstand blieb i Amt. Für- das verstorbene Vorstandsmitglied Pflü ger wurde Wilhelm Pfeiffer neu bestimmt. Di Spar-Werbung durch Wilhelm Sommer brachte ei gutes Resultat.

Kreis Alsfeld.

Homberg (Ohm), 25. März. Die N KraftdurchFreude" veranstaltete am So tag in der stark besetzten Stadthalle einen Ton f i l m a b e n d, bei dem auch die neueste Woche schau gezeigt wurde. Die Darbietungen fanden De lebhaften Beifall der dankbaren Besucher. De hiesige Wanderverein unternahm am Sonn tag eine Wanderung über Ober-Ofleiden, Ganters hausen und Haarhausen nach Erfurtshausen, die M Zufriedenheit aller Teilnehmer verlief.

kurze Sportnotizen.

Die Deutsche Fußballmeisterschaft miYb, wie vorgesehen, am 6. April mit fünf Grup> penspielen in Angriff genommen. Das einzige Spiel der Gruppe 3 zwischen Kickers Offenbach und ins Helene Essen findet im Frankfurter Sportfeld statt Der Hessenmeister Borussia Fulda hat in Hannover oder Osnabrück anzutteten. Die Gruppe 4 nimmt die Spiele erst an den Dfterfeiertagen auf.

Der Fußball-Länderkampf zwischen Deutschland und Jugoslawien rourh

vom 10. August auf den 15. Juni oorocrlegt uni findet in Wien statt. Nach Breslau soll dafür bie nächste Begegnung mit der Slowakei angesetzt werden.

SA. Frankfurt und VfL. Haßloch be­streiten nun am kommenden Sonntag in Frankfun das erste Endspiel um die Südwest-Handballmeister- schast. Das Rückspiel ist zum 6. April angesetzt.

Neusel und Köldlin sollen die Endnusschci- dung zur deutschen Schwergewichtsmeisterschaft am Ostersonntag, 13. April, in der Beniner Deutsch­landhalle bestreiten. Der Sieger wird mit Lazek um den Titel kämpfen.

Jockele verriet keinerlei Furcht, als Petz an Peter emporsprang, sondern streckte beide Hände nach ihm aus, bekam aber nur eines der Schlappohren zu fassen. Er strampelte und wollte zu Boden, um Petz näher zu sein. Peter setzte ihn nieder. Der Hund fuhr spielerisch zurück, tat, als setzte er zu einem mächtigen Sprung an, er knurrte, schüttelte wild den Kopf, aber dann ging Jockele auf ihn zu sie waren ungefähr von gleicher Größe und um­armte ihn. Petz gab das Knurren auf und warf sich . Dazu brauche ich Muße, und die habe ich ffter zu Boden, wobei er Jockele, der seinen Hals um- ir* ---*--- ------*

klammert hielt, mitriß. Charlotte stürzte hinzu.

Peter lachte beschwichtigend.Der tut ihm nichts!" Aber der Mantel!" rief Charlotte erschrocken. Tja, für diesen Ausflug hätten Sie Jockele nichts als ein Paar Lederhosen anziehen sollen!"

Sie retteten wenigstens den kostbaren Mantel und überließen Jockele darauf dem Hund. Sie _ ..... ____________ _______ ,

setzten ihre erste flüchtige Besichtigung fort. Im; viel Talent wie Hanne, mich mit dem praktischen: Hintergründe des Hofes befand sich ein scheunen-! Leben obzuftnden, wissen Sie? Das haben Sie je artiges Gebäude, das nun die Reparaturwerkstatt wohl schon gemerkt, als ich mir an unserem erften. beherbergte. Ein Junge sah heraus und grüßte Abend rrieine Rühreier machen wollte. Hanne Peter oertraut.Guten Tag, Max" rief Peter zu-' schlägt sich immer und überall durch. Um das Kind rück.Was macht der Superhet? Endlich zusammen- ' gebastelt?"

Zahlreiche Schulentlassene werden in Kürze ihren ersten Schritt in das berufliche Leben tun. Unter ihnen befinden sich viele Jungen und Mädchen, die sich für die Erlernung eines Handwerks entschie­den haben. Vielleicht war bei ihnen diese Wahl nicht ganz einfach. Viele Schulkameraden hatten sich einen Büroberuf gewählt, und schließlich war man doch genau so intelligent wie diese. Anstatt nunbloß ein Handwerker^ zu werden, hätte man sich doch auch einen intelligenteren und angesehene­ren Beruf wählen können, in dem man es später bequemer hätte, stets einen weißen Kragen trug und nie schmutzige Finger bekam. Und vielleicht zweifelt man heute noch, nachdem 'die Wahl schon entschieden ist, ob es nicht für mehr gereicht hätte alsnur" zum Handwerk.

Denjenigen,/die so denken, wird in einem Aufsatz in der letzten Ausgabe der Zeitschrift der Tech­nischen NothilfeDie Räder" der Marsch geblasen. DieTeno" hat hierzu ein Recht, denn wohl keine Organisation außerhalb des Handwerks ist so eng mit dem Handwerk verflochten wie gerade sie. Die großen Leistungen der Teno während des Krie­ges sind im wesentlichen möglich geworden, weil sich unter ihren Mitgliedern zahlreiche Handwerks­gesellen, Handwerksmeister, Facharbeiter, Techniker usw. befinden. Sie kann deshalb schon mit gutem Grund ein Urteil über den Wert des Handwerks abgeben.

Sie tut das gründlich. Sie wäscht demjenigen, dem der Handwerksberuf zu gering erscheint, or­dentlich den Kopf. Zunächst wollen wir ihn einmal fragen, so heißt es in Dem Aussatz, was er sich eiGentlich unter handwerklichen Berufen vorstellt. Sck)on dabei wird sich meist ergeben, daß er nur Gehörtes und Unverstandenes weitergibt. Wir wer­den feststellen, daß er in allem: in der Arbeit, der Bedeutung, der Entlohnung und nicht zuletzt in der Abständigen Gestaltung seines Lebens die prakti-

Charlotte seine freie Hand.Ich habe schon von Ihnen gehört, Fräulein Mathesius, und Sie wohl von mir auch. Peter ist gestern hier gewesen und hat mir erzählt, daß Sie mal herauskommen wollten. Hoffentlich gefällt's Ihnen bei uns. Kommen Sie, ich helfe Ihnen 'raus. Das ist schon ein Ding von Beiwagen, wie? Man kommt bloß mit'm Schuhanzieherrein. Geht's so?"

Er hob sie halb aus dem Beiwagen, und stellte sie sanft auf die Füße. Er war wirklich bärenstark und faßte doch sanft zu. Man mußte ihm gut fein und fand sofort Vertrauen zu ihm.

So früh hab' ich Sie nämlich nicht erwartet," sagte Hanne entschuldigend, indem er an seinem schmierigen Kittel heruntersah.Peter sagte was von fünf Uhr ober so, und jetzt ist es knapp vier."

Wir wollten bei Ihnen Kaffee trinken."

Ach, du lieber Gott! Da muß ich aber rasch den Lehrjungen zum Bäcker schicken."

Wir haben Kuchen mitgebracht."

Jockele bestätigte es laut und griff nach der Tüte, die noch im Beiwagen lag.

Peter rief:Dann komm wenigstens kassieren, Hange! In deine Geldwirtsck)aft will ich mich nicht auch noch einmischen."

Hanne eilte zu seinen Pflichten zurück.

Und wir," setzte Peter hin,zu,sehen uns nun mal ein bißchen um. Das ist nun also das Schloß am Meer. Schon etwas wacklig, aber innen ganz gemütlich."

Es war ein niedriges Haus mit neu-gedecktem roten Ziegeldach und einigen Mansarden im Ober­geschoß Davor befand sich ein verwilderter Garten, dessen schönste Pracht ein großer Fliederbusch war. An der Südseite rankte WeinEr ist sogar zum Essen," erklärte Peter,und so sauer, daß sich jedes Loch im Schuh zusammenzieht, wenn sie ihn auf der Zunge zergehen lassen. Kommen Sie, wir gehen hinten herum' Nimm dich in Acht, Jockele! Es gibt hier einen bissigen Hund Damit er dich nicht um* rennt nehm' ich dich lieber auf den Arm, bis du dich mit ihm angefreundet hast."

Sie gingen durch die Einfahrt zum Hof. und richtig kam aus einem Schupven, der sich im Hinter- - flrunb befand, ein großer Hund herangejagt, fein reinrassiges Edeltier, sondern eine Mischung von Schäferhund und Neufundländer. Er hatte ein schönes, braunleuchtendes Fell, Schlappohren und

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Amtsgericht Giehen

Der H. Sch. in Frankenbach ljatte einen Straf­befehl über 8 RM. erhalten, gegen den er Einspruch einlegte. Der Mann war am 5. Dezember 1940 mit seinem Personenkraftwagen auf dem Kreuzplatz in Gießen auf der linken Seite der Fahrbahn ge­fahren und hatte dort noch längere Zeit gehalten, obwohl dem Anfahren auf der rechten Seite der Fahrbahn nichts entgegenftanb. Der Angeklagte be­stritt jegliche Schuld, er wurde aber überführt und zu einer Geldstrafe von 8 RM. verurteilt.

CDtraffammer (Sieben.

Der F. W. in Lauterbach hatte sich wegen fahr­lässiger Tötung zu verantworten. Er war am 16. November 1939 mit seinem Personenkraftwagen mit erheblicher Geschwindigkeit am Nordausgang von Lauterbach gefahren, dabei war ein Schüler von dem Wagen erfaßt und so heftig zu Boden geschleu­dert worben, baß ber Tob bes Jungen bald darauf eint^at. Der Anklagevertreter beantragte an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von sechs Wochen eine Geldstrafe von 600 RM. Der Ange­klagte wurde der fahrlässigen Tötung in Tateinheit mit Uebertretung der Straßenverkehrsordnung schuldig erkannt und zu einer Gefängnis st rase von drei Monaten verurteilt. Das Gericht stellte ausdrücklich fest, daß die Tat mit einer Geld­strafe wicht gesühnt werden könne. Strafmildernd wirkten die seitherige Unbestraftheit des Angeklagten und der Umstand, daß den düngen ein gewisses Mit­verschulden traf.

Aus der engeren Heimat.

Auszeichnung für mehr als hundertjährige Ganqestreue

LPD. Nidda, 26. Marz. Gelegentlich seines hundertjährigen Bestehens im Jahre 1939 war dem GesangvereinSängerkranz 1839 Nidda" d-ie Zelterplakette als Lohn für über hundertjährige Treue zum deutschen Sangeswefen verliehen worden. Diese Aus­zeichnung konnte ber Verein nunmehr aus der Hand des Beauftragten ber Kreismusikersckzaft Gie­ßen, Dr. Roese. in einer schlichten Feierstunde 1

Aus den in der Verhandlung gepflogenen Erörte­rungen ging hervor, baß ein Taxichauffeur ohne weiteres Personen mit Gepäck von Bahnhof zu Bahnhof vefördern kann, daß er Kranke, Gebrech­liche, Verwundete fahren darf, nicht aber einen Reisenden ohne Gepäck. Wenn zwischen den in Be­tracht kommenden Verkehrspunkten die Möglichkeit der Benutzung der Straßenbahn besteht, darf ber Taxichauffeur nicht fahren. Bei Verdacht des Miß­brauchs mufj er die Fahrt ab lehnen.

Im vorliegenden Fall war die Fahrt wegen der bestehenden Straßenbahnverbindung abzulehnen. Der Angeklagte nahm seinen Einspruch zurück.

Gietzen-Klein-Lin den.

In der Wirtschaft von Fritz Weller fand am Montagabend eine Versammlung von Freunden der Ziegenzucht statt, die zur Gründung eines Ziegern zuchtoereins führte. Ortsbauernsuhrer Heinrich 8 e d) t o I b hieß die Ziegenzüchter und die der Ver- ammlung beiwohnenden Züchter aus Gießen herz­lich willkommen und sprack) über die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller intereffierter Ziegen­züchter. Bezirksstellenleiter Hebel (Gießen) der Eisenbahnkleinlandwirte sprach darüber, daß die Verwaltung der Reichsbahn den Bestrebungen ber im Eisenbahndienst stehenden Ziegenzüchter beim Ankauf und der Vermittlung von Zuchtlämmern weitgehendst Unterstützung gewähre. *Der Vereins- Ührer des Ziegenzuchtvereins Gießen, Herr Theiß, prack über die Vorteile der Mitgliedschaft in einem anerkannten Verein, während Herr Philipp (Gießen) über Stattbauten und bergt. Aufschluß gab. Nach weiterem Gedankenaustausch würbe die Grün­dung des Ziegenzuchtvereins vorgenommen. Das Amt des Veremsführers übernimmt August Schmidt; stellvertretender Vereinsführer wurde Ludwtg Volk IV., Schrifttvort Theodor Leib und Kassenwart Ludwig Jung XVII. Als Ortsfachbe­rater für Ziegenzucht wurde Wilhelm Schlosser berufen. Eine größere Anzahl von Ziegenzüchtern trat bereits in der Versammlung dem neuen Ver­ein als Mitglied bei. Nach weiteren Besprechungen über Fragen ber Ziegenzucht, wie Futterbewirt- chaftung, Beschaffling von ZuckMeren bei Absd)af- img von Alt- und Anschaffung von Jungtieren chloß Ortsbauernsührer 5)einrich Bechtold die Versamms'ung in üblicher Weise.

Er war ein ungeschlachter Mensch mll einem breiten, aber kindlich gutmütigen Gesicht, einer kleinen Nase, hellblauen Augen unb rotblonbem Haar.

Genau vor ihm brachte Peter seine Masdstne zun» Stehen. Hanne Westphal war keinen Fußbreit zur Seite gewichen ober zurückgetreten.Na, das ist dock) aber..." beaann er,unb schon so früh .ich habe gebacht, baß ihr erst... und ber Junge ... Komm, mein Kleiner! Von dir hab' ich schon gehört!"

Er streckte seine mächtigen Hänbe aus unb hob Jockele aus bem Beiwagen. Er tat es behutsam, als habe er etwas Zerbrechliches tu ben Händen. Jockele hielt sich stumm und steif. Er betrachtete Hanne noch mit einigem Mißtrauen unb Unbe- Hagen. Aber bann hielt ihn Hanne mit ausge­streckten Annen von sich, sah ihn an, ließ sich auch selber ansehen, unb darauf lächelte Jockele, Hanne lächelte gleichfalls, und so hatten sie Bekanntschaft geschlossen

He, Sie! Herr Westphal!" rief der Kunbe, den Hanne vergessen hatte.Ich kriege noch rehn Liter."

Hanne sagte au JockeleÄar's fein auf der Fahrt? Nun paß mal auf, was wir hier alles zu sehen kriegen! Da brüden ist bas Wasser, und ein Boot haben wir hier, unb angeln können wir! Unb bann gibt's Kaninchen, unb einen Hund unb .. . na, du mußt bir eben alles' allein ansehen. Wie heißt du denn, kleiner Mann?"

Da hast hu aber einen großartigen Namen! Wie einer vom Zirkus. Ich heiße Hanne."

'n Tach!" sagte Jockele.

Peter war abgestiegen, warf Charlotte einen Blick zu unb wendete sich zur Tankstelle, um selber ben vergessenen Kunden abzufertigen.Mach dich selber mit Fräulein Mathesius bekannt, Hanne. Ich sehe nach deinem Kunden, daß er seine restlichen zehn Liter bekommt." Unb er machte sich an bie Arbeit.

Hanne behielt Jockele auf bem Arm rmd reichte

Gießen-Süb: NSV.-Dienststelle, Crebnerstraße.

Der Kreisobmann.

Aushilfe mit Lebensmittelmarken erlaubt.

Nach einer Mitteilung des Reichsjusttzminifbers ist es nicht strafbar, wenn Bekannte sich an einem Tisch im Gasthaus gegenseitig mit Lebensmittel­marken aushelfen, wenn Fremde einem Soldaten ober Eltern ihren Kindern Marken abgeben, ober wenn Verwandte einander den einen oder anderen Abschnitt ihrer Vezugsausweife überlassen, ganz gleich, ob die Marken im Tausch oder unentgeltlich hergegeben werden. Dagegen macht sich jeher straf­bar, der mit Marken Handel treibe. Der Verkauf zum Beispiel der Kleiderkarte oder einzelner Ab­schnitte davon sei verboten. Der Käufer einer Klei­derkarte oder einzelner Abschnitte, der auf diese fremde Karte Waren für sich beziehe, mache sich ebenso wie der Verkäufer der Karte ftrafbar.

Punktbewertung

von zweiteiligen Knabenanzügen.

Aus der zweiten Reichsklleiderkarte für Knaben sind zweiteilige Anzüge mit 40 Punkten bewertet. Wie die Reichsstelle für Kleidung amtlich mitteilt, rechnen hierzu nicht Anzüge, die aus Hche und Pullover oder Strickweste bestehen. Diese finb viel­mehr unter Zugrundelegung der Punktbewertung ber Einzelteile zu berechnen und daher mit 28 Punk­ten zu bewerten, wenn der Pullover oder die Strick­weste Aermel hat, und mit 25 Punkten, wenn der Pullover aber die Strickweste keine Aermel hat.

Wann darf ein Taxi benutzt werden?

Lpd. Autodrolchken dürfen bekanntlich nur Fahr­ten ausführen, Die im öffentlichen Interesse liegen. Handelt ber Fahrer einer Autobroschke gegen biefe Vorschrift, so macht er sich wie jetzt eine Ver­handlung vor be*m Amtsgericht Frankfurt wieder ergab strafbar.

Ein Kelkheimer Möbelfabrikant hatte sein Auto zur Reparatur in einem im Osten von Frankfurt vefindlichen Werk stehen. In dem Auto befanden sich Möbelzeichnungen für die Einrichtung einer Kundin. An einem Spätnacl)mittag wollte er bie Zeichnungen holen und bestieg mit der Auftrag­geberin im Stadtzentrum eine Taxe, um noch vor Fabrikschluß im Ostend zu sein. Unterwegs wurde ber Wagen von Volizeibeamten angehalten, die sich über ben Zweck Der Fahrt orientierten. Es wurde feftgeftellt, daß bie Fahrt nicht in öffentlichem Interesse erfolgte unb bie Fahrgäste sehr gut die Straßenbahn hätten benutzen können. Der Fabrikant wie ber Kraftfahrer erhielten Strafnumdate. Letz­terer ließ es auf eine Einspruchsverhandlung vor dem Amtsgericht ankommen.

Hier wurde die Frage erörtert, wann Fahrten auszuführen unb wann sie abzulehnen sind. Der Taxifahrer berief sich darauf, daß er glaubte, die Fahrt aus führ en zu Dürfen, weil sie zu einem wehrwirtschafllichen Betrieb ging und im öffentlichen Interesse läge.

Es ist nett, wie Sie von chm sprechen."

2kber es ist kein Wort zu viel! Lernen Sie chn nur erst kennen! Ein Herz von Golb' Manchmal viel zu gutmütig! Unb bei bieser Schwäche kann ich ihm wiederum das Rückgrat steif machen. Er be- kommt*s fertig unb verschenkt bie letzte Hose."

----- iJa, und nun wollen Sie sich hier also zu« | Habe ich Ihnen noch nicht gesagt, baß ich hier- sammentun?"

herüberfiedeln will? Weshalb sehen Sie mich soRichtig!" Er wies zu den TIanfarbenfenftern

entsetzt an?" hinaus:Da oben richte ich mich einstweilen ein,

Sie mar wirklich erschrocken, versuchte es aber bis ich genug verbient habe, um mir selber was ein-

letzt zu verbergen. Ich werbe ihn vermissen! dachte zurichten. Vielleicht baue ich uns mal auf diesem lie unb aeftanb sich zum ersten Male ein, wie un- Grund unb Boden etwas ganz Bikseines auf" entbehrlich er sich in diesen wenigen Tagen bei ihr Er lochte.Vorausgesetzt natürlich, daß ich nicht gemacht batte. zum Städtegestalter von Oschnitz ernannt werde und