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drittenmal deutscher Skimeister.

Zum

Am

GustlBerauer.

GJL-fport

(Nachdruck verboten.)

9 Fortsetzung.

beteiligt, die das in größeren Ab- würde dem Kerl heilsamer Schreck würde sich schon

Rhein- Freitag

Holz und war an den Wildereien Revier immer wieder, wenn auch ständen zu verzeichnen hatte. Es also nichts schaden, wenn ihm ein eingesagt würde. Seine Unschuld Herausstellen.

Philippi, der aus seiner reichen Erfahrung noch manchen wertvollen Hinweis gab. Am Schluß sprach er den Frauen sowohl als auch der Leiterin der Schulung, DRK.-Oberhelferin Erbe und der Sach­bearbeiterin Fr Bias sein Lob aus für das in den 8 Doppelstunden theoretisch und praktisch Erreichte Besonders heroorgehoben wurde von der Leiterin der Eifer der Frauen und Mädchen und die Pünkt­

lichkeit, mit Der sie trotz der Unbilden der Witte­rung stets zur Stelle waren. Ein Zusammensein bei Kaffee und Kuchen und gemeinfamem Gesang bil­dete den Ausklang des für beide Teile befriedigend verlaufenen Lehrgangs. Nicht unerwähnt bleibe, daß der Gastwirt den Raum mit Beleuchtung und Heizung kostenlos zur Verfügung stellte.

Hackftuchibau im Oienstbezirk der Landwirffchastsschule Gießen

legte und die am 13. Juni 1937 begangene der Käte Neumann zugab.

CanbfHe Gasten.

Als Hannes Koßmann fein Büro betrat, hatte er sich wieder völlig gefaßt und arbeitete den Vor­mittag über genau wie immer. Mittags gegen ein Uhr erreichte ihn der Anruf des Staatsanwalts. Im ersten Augenblick erschrak er, aber dann erinnerte er sich daran, daß er mit einer Vernehmung von vornherein gerechnet hatte. Er war der beste Freund des Erschaffenen, dazu Mitpächter in dem Mord- revier Außerdem lag vielleicht sein Brief mit der Absage an Kühlitz bei der Polizei. Alle diese Details hotte er vorher genau überlegt und berechnet

In vollkommener Ruhe bestellte er den Wogen und fuhr zu seiner Vernehmung. Als er dos Zim­mer des Staatsanwalts betrat, wurde er von diesem mit ausgesuchter Höflichkeit begrüßt und mit Kri- minalrat Bruchhausen bekannt gemocht Man bot ihm einen bequemen Seffel an. und dann begann die Unterhaltung.

Zunächst den Ausdruck meines Mitempfindens, Herr Koßmann. Der Ermordete ist seit langen Jah­ren Ihr Freund gewesen. Sein Tod, zumal auf diese furchtbare Art, wird Ihnen nahegehen Leider sind mir gezwungen, Ihre Zeit etwas in Anspruch zu nehmen Wollen Sie uns daher bitte die not­wendigen Fragen beantworten?"

Hannes Koßmann nickte.Bitte, fragen Sie, Herr Staatsanwalt."

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Freude" im voll besetzten Saal desDarm­städter Hof" einen Theaterabend. Zur Auf­führung gelangte durch die Rhein-Mainische L a n d e s b ü h ne das LustspielHilde und 4 PS" von Kurt Sellnick. Ortsqruppenleiter Würtz er­öffnete den Theaterabend und hieß alle herzlich willkommen, insbesondere die Gäste aus den um­liegenden Orten, die trotz schlechter Witterung den Weg nach Hungen nicht gescheut hatten Das Lust-: spiel, das im vergangenen Jahre mit großem Er­folg in zahlreichen Wehrmachtaufführungen gegeben worden war, bescherte den Zuschauern einen Abend voll Fröhlichkeit und Lachen. Reicher Beifall be- lohnte die Schauspieler für die ausgezeichnete Wie- deraabe des Stückes. Die nächste Veranstaltung wird voraussichtlich im März stattsinden.

□ß aubach, 26 Januar. In den letzten Wochen fand auf Veranlassung der Ortsgemeinde Laubach des RLB eine Schulung der 8 a i e n h e l f e « r i n n e n ber Orte Weickartshain und Stockhausen in dem Gasthaus Kreuzburg statt. Sie fand ihren Ab­schluß in einer Prüfung in Gegenwart von Dr

gehen, erst am Tage vor dem Mord, mittags zwischen ein und zwei Uhr, mitgeteilt. Er ist abends nach elf Uhr vom Theater aus direkt dorthin ge- ahren. Ich denke, solche Kombinationen sind etwas reichlich konstruiert."

Das alles habe ich mir ebenfalls überlegt. Aber ich möchte doch nicht die Möglichkeit aus dem Auge lassen. Im Papierkorb des Ermordeten ist dieser Brief gefunden worden. Danach hat wenigstens ein Mensch sicher davon gewußt, daß Kühlitz im Revier weilte."

Bruchhausen legte dem Staatsanwalt einen Pa- pierbogen auf den Tisch. Es war der Brief, den Hannes Koßmann am Samstagvormittag feinem Freunde geschickt hatte. Fecht las aufmerksam den Brief durch.

Gewußt hat es also Herr Koßmann. Ich kenne ihn persönlich. Ein Mann von allerbestem Ruf, angesehen und wohlhabend "

Das ist mir ebenfalls bekannt. Trotzdem möchte ich Herrn Koßmann vernehmen. Er ist Mitpächter des Reviers, außerdem seit Jahrzehnten mit Kühlitz befreundet. Verdacht gegen ihn habe ich nicht, aber vielleicht kann er uns irgendeinen Hinweis geben."

Das ist richtig. Ich will ihn hierher bitten. Tele­phonisch erreiche ich ihn jetzt sicher in seiner Fabrik."

Fecht hob den Hörer und verlangte eine Verbin­dung mit Koßmann. Rach zwei Minuten meldete sich dieser und wurde von dem Staatsanwalt höflich gebeten, wenn möglich sofort zu einer Rücksprache zu kommen. Zwar sei die Tat schon ziemlich auf­geklärt, aber vielleicht wisse Herr Koßmann noch einige Einzelheiten.

Als der Staatsanwalt einhängte, sagte er zu Bruchhausen:Er hat zugesagt und kommt sofort mit seinem Wagen hierher In einer halben Stunde ist er da. Sie können also bei mir warten und der Vernehmung beiwohnen "

Hannes Koßmann hatte schon am Abend zuvor die Nachricht von dem Mord in den Blättern gefun­den. Seine Frau war bereits um acht Uhr in ihr flimmer gegangen und am Margen noch zu Bett gewesen, als er selbst ms W"rk fuhr Die Abend­zeitungen brachten nur die Schilderung der Mord­stelle und einige Angaben über die Tätigkeit der Polizei, enthielten aber noch keine Mitteilung von i der Verhaftung des Wilderers Korn.

Darüber fand Koßmann erst Nachrichten, als er im Wagen während der Fahrt zur Fabrik die Morgenausgaben durchblätterte. Erst starrte er ent­ert auf die Schilderung der Haussuchung und Deren Ergebnis und war erschüttert von der Tatsache, daß ein völlig Unschuldiger in Haft genommen war. Nähere Einzelheiten fehlten noch, aber die Zeitungen deuteten an, daß erdrückendes Material gegen den Verhafteten vorliege.

Auf der langen Fahrt zur Fabri-k kam Koßmann allmählich zu ruhigeren Ueberlegungen. Verhaftet hieß nicht verurteilt. Und dieser Korn war in An­betracht seines Dorstrafenregisters keineswegs für die paar Tage oder auch Wochen Haft zu bemit­leiden. Sicher hatte der noch mehr auf dem Kerb-

Umwege des herzens

Roman von h.G.Hansen

Copyright by Prometheus Verlag Dr. Eichadcer Groben gell

Hungen, 25. Jan. (Gastspiel ber Mainischen Landesbühne.) Am gestrigen _ veranstaltete die NS -GemeinschaftKraft b u r cf)

Die Ermittlungen in Berlin gingen nicht so schnell vorwärts wie an ber Morbstelle. Erst am Montag­nachmittag konnte Kriminalrat Bruchhausen bem Staatsanwalt ben ersten Bericht vorlegen.

Darin würbe gesagt, baß bie Untersuchung in ber Wohnung bes Ermorbeten keinerlei Momente zutage gefördert hatte, bie mit bem Mord in Zu­sammenhang gebracht werden konnten Von Inter­esse war lediglich, daß Kühlitz oft Damenbesuche gehabt hatte. Irgendwelche schriftlichen Hinweise auf bie Persönlichkeit dieser Besucherinnen waren nicht aufzufinden gewesen.

Bruchhausen bemerkte dazu:Verwunderlich ist es bei einem Mann wie Kühlitz nicht, daß er viele Damenbekanntschaften pflegte. Er war ein aus- gesprochener Frauentyp, hatte eine Menge Schlager komponiert, war Kapellmeister in einem guten Ope­rettentheater und ist von zudringlichen Frauen und Mädchen sicher mehr als häufig belästigt worden. Er dürfte meist leichtes Spiel gehabt haben. Das olles fällt nicht aus bem gewohnten Rahmen. Trotz- bem ist es burchaus möglich, baß ber Morb im Zusammenhang mit einer solchen Weiberaffäre steht. Eifersucht, Ehebrama ober so etwa."

Möglich, ja." Fecht nickte.Ader wahrscheinlich nein. Wer von ben Betrogenen Ehegatten, hinter- oangenen Verlobten unb Liebhabern, getäuschten Tätern ober ähnlichen sollte benn ausgerechnet bie Rache für einen Bettug im Iagbrevier ausgeübt haben <> Es spräche boch gegen jebe Erfahrung, wenn ein Berliner ausgerechnet breißig Kilometer weit fahren mürbe, um Kühlitz in einem Walb aufzu- lauern Dazu kommt noch, baß es ein merkwürdiges Zusammentreffen- von Umständen gewesen wäre wenn solch ein Rachedurstiger gleichzeitig Kenntnis davon gehabt hätte, daß und wo Kühlitz ein Revier o< nachtet hatte und baß er an diesem Svvntaa i - jort w.'' c. Nach den Angaben seiner Hnus- tzüfterin hst u ihr (einen Entschluß, zur Jagd zu

Walter Tleusei f. o.-Sieger.

In der überfüllten Berliner Deutschlandhalle en­dete am Sonntag der Ausscheidungskampf um die deutsche Boxmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Exmeister Walter Neusel und Adolf Heuser mit einem entscheidenden Sieg Neusels. Heuser, im Gewicht allzu sehr unterlegen, gab in der Pause zur. zehnten Runde auf. Im zweiten Haupt­kampf des Abends siegte der deutsche Meister im Mittelgewicht, Josef Besselmann, über ben dänischen Meisterboxer Hans H o l d t in ber sechsten Runde burch k. o.

Der gestrige.Handballsonntag.

Nach ber Absetzung ber Bereichsmeisterschafts­spiele war bas Programm verhältnismäßig gering Im einzelnen ist folgendes zu berichten:

Der Tv. Lang-Göns kam bei ben Entscheidungs- fpielen zu einem kampflosen Punktgewinn, weil Garbenteich nicht zur Stelle war. Die Entscheibung über ben Aufstieg wirb am fommenben Sonntag fallen.

Bei ber Iugenb gab es folgenbe Ergebnisse: Tv. Hausen SpG. Garbenteich 12:1 (8:0) Tv. Heuchelheim Mtv. Gießen 4:4 (1:3) Tv. Lich Tv. W.-Steinberg 10:3 (3:1).

Garbenteich hielt sich verhältnismäßig gut unb

Wucht er schließlich ein umfassendes Gestänbnis ab= Tat an

bei Front unö Liedern der Heimat beftanben In beiden Lazaretten fanben bie jugendlichen Sänger unb Sängerinnen mit ihren schönen Gaben tkinf» bare Empfänger Stabsarzt Dr Fischer als Ver­treter des Lazaretts sprach den Kindern unb ihrem Lehrer ben Dank ber Derwunbeten aus Alle Dar­bietungen würben in verdienter Weise mit lebhaf­tem Beifall aufgenommen Vertreter von KdF und ber NSK0V. wohnten ben Veranstaltungen bei unb befunbeten die Verbundenheit ihrer Organisa­tionen mit den jungen Soldaten.

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* Silberhochzeit. Am heutigen Montag, 27. Januar, begehen ber Stellwerksmeister Paul Lauer unb Ehefrau, Glaubrechtstraße 10 wohn­haft, bas Fest ber silbernen Hochzeit. Dem Jubel­paar netten auch unsere herzlichen Glückwünsche.

Aus Der engeren Heimat.

Schwerer Verkehrsunfall bei Alsfeld.

Ein Toter, drei Verletzte.

cZ Alsfeld 27 Ian. (Drahtbericht des Gie­ßener Anzeigers.) Am vergangenen Samstag gegen 20.30 Uhr ereignete sich an dem sog. Rosengärtchen an der Kreuzung der Reichsstraßen Ziegenhain- Fulda und AlsfeldHersfeld ein schwerer Autounfall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer fiel. Drei Helferinnen der Ortsgemein- fchaft Alsfeld des Deutschen Roten tzreuzes fuhren nach Beendigung ihres Dienstes an der Erfrischungs­station des Roten Kreuzes für die Wehrmacht an der Straßenmeisterei der Reichsautobahn bei Als­feld im Kraftwagen nach Haufe. Dabei übersah der Fahrer des Wagens die Linksbiegung der Straße an ber genannten Stelle unb fuhr bie mehrere Meter hohe Sttaßenböschung hinunter in bie Wie­sen. Dort rannte ber Wagen gegen bie Böschung des Wassergrabens und wurde dabei mit seinem Vorderteil vollständig zusammen ge­brückt. Der 19 Jahr alte Fahrer Hans Neu aus Alsfeld war sofort tot. Die drei Helferinnen als Insassen bes Wagen erlitten Knochenbrüche, Ge­hirnerschütterung unb Schnittwunben, jeboch besteht bei ihnen keine unmittelbare Lebensgefahr. Da ber Fahrer tot ist unb bie Verletzten noch nicht ver­nehmungsfähig waren, konnte bie Schuldfrage bis jetzt noch nicht völlig geklärt wenden. Die Verletzten fanden Aüfnahme im Alsfelder Kreiskrankenhaus. Ein Mord nach 3'/« Jahren aufgeklärt.

LPD. Hanau, 25. Ian. Der Mord an der 21 Jahre alten Käte Neumann aus Bruchköbel, die sich in den frühen Morgenstunden des 13. Juni 1937 mit ihrem Fahrrad, vom Hanauer Lamboy- waldfest kommend, auf dem Heimweg befand und im Walde zwischen Hanau und Bruchköbel von einem Manne einen Stich in den Rücken erhielt unb kurz barauf verstarb, ist von ber Hanauer Kri­minalpolizei restlos aufgeklärt worben. Vor kurzer Zeit mar wegen Amtsanmaßung ber 28 Jahre alte, in Bubesheim geborene, zuletzt in ber Nähe von Hanau wohnenbe Karl Brill in Schutzhaft ge­nommen worben. Es gelang, gegen ihn umfassenbes Beweismaterial zusammen^utragen, unter besten

konnte gegenüber bem Vorspiel eine weit bessere Rolle spielen. Der spannende Kampf, ber in Heuchelheim zustanbekam, nahm bei beiberseitig an­sprechenden Leistungen den gerechten Ausgang. W.-Steinberg war diesmal nicht ganz auf der Höhe. Allerdings hatte Lich einen guten Tag unb führte ein jeberzeit überlegenes Spiel burch. Klein- fltnben hat Mannschaftsschwierigkeiten unb mußte auch biesmal roieber auf Spiel unb Punkte ver­zichten, sehr zum Vorteil von Großen-Buseck.

Deutsche Meister im Eisschnelläufen.

Der Wiener Karl W a z u l e t gewann in Zell am See zum brittenmal bie beutsche Meisterschaft im Eisschnelläufen. Er zeigte sich auf allen vier Strecken (500, 1500, 5000 unb 10 000 m) seinen Mit­bewerbern klar überlegen. Den zweiten Platz besetzte Dieser (Münch'en) vor May (Berlin).

Cucie Mertz Reichssiegerin.

Bei ben beutschen Eisschnellauf-Meisterschaften in Zell am See fiel am Sonntag bie erste Entschei­bung im Reichssieger-Wettbewerb ber Frauen. Die für Wien ftartenbe Münchnerin Lucie Mertz er­wies sich nach ihren Siegen über 500 unb 1000 m auch auf ber 1500-m-Sttecke allen Mitbewerberin­nen klar überlegen unb würbe Reichssiegerin vor Anneliese Schorr (Berlin) unb ver Dorjahrs­meisterin Ruth Hiller (Berlin).

eiweißreiches Viehfutter zu gewinnen, während die Belieferung ber Zuckerfabriken in zweiter Linie komme.

Für ben Kartoffelbau komme eine Steigerung von mindestens 1 v H. in Bettacht. Diese Forde- rung könne sehr leicht übertroffen werden, wenn hierzu auch solche Wiesen umgebrochen würden, die den Anforderungen nicht mehr genügten. Es müß­ten in der Kriegszeit auch solche Wiesen mit Kar­toffeln bepflanzt werden, die von Unkraut über­wuchert seien und die später wieder eingesät wer­den sollten. Es seit weiterhin notwendig, nur so viel Speisekartoffeln, und zwar die ertragreichsten Sor­ten, anzubauen, als für den eigenen Verbrauch und für die Belieferung der Stammkunden benötigt würden. Die übrige Fläche sei mit Futterkartoffeln zu bestellen, um stärkehaltiges Diehfutter zu erzeu­gen, das zur Steigerung der Fettproduktion ge­braucht werde. Dabei müsse weniger auf hohe Er­träge, als auf wertvolles Futter gesehen werden. Zur Erzielung wertvoller Erträge seien richttge Bo­denbearbeitung, ausreichende Düngung, luftige Lagerung der Speisekartoffeln und sofortige Silie­rung der Futterkartoffeln, wobei nur höchstens ein sehr geringer Verlust entstehen könne, zu beachten.

Bei Rübenanbau sei ber wertvollen Zuckerrübe, die Eiweiß und Stärke gebe, ber Vorzug vor der Futterrübe, ber Wasserrübe, zu geben. Auch babei komme es sehr auf die richtige Pflege und Behand­lung an. Die landesübliche Sitte des Entblätterns der'Rübe vor der Reife müsse ausgerottet werden, benn durch diese Beschädigung der Pflanze vor ber Ernte leide bie Qualität und ber eiweiß- unb zuckerarme Kern sei minberroertig.

Der Bauer müsse sich die neuzeitlichen Erfahrun­gen der Forschung zu eigen machen Nur bann könne er auf gleicher Fläche höhere Erträge erzielen unb seine Leistungen im Viehstall steigern. Nur auf solche Weise diene er ber Volksgemeinschaft unb damit auch sich selber.

Durch eine Reihe von Lichtbildern erläuterte Oberlandwirtschafisrat Dr. Öung praktische Ar- beitsgeräte unb Lanbbaumaschinen, wie sie bereits mit Erfolg angeroenbet werben.

____ Samstag fand imHotel Hopfelb" eine Schulung ber Ortsbauernführer und Ortshofberater für die zweite Welle ber Erzeugungsschlacht 1940/41 statt. Oberlandwirtschastsrat Dr. Lung sprach über Hackfruchtbau im D i e n st b e z i r k ber Lanbwirtschaftsfchule Gießen" Aus- gehenb von der Forderung des Reichsmarschalls Hermann Göring zur Steigerung des Hackfrucht­baues um 10 bis 15 v H. unb von gleichlautenben Maßnahmen bes Reichsbauernführers fchilberte der Redner die Bedeutung des Hackfruchtbaues für unser Reich. Mit Unterstützung einiger Zahlen machte der Redner klar, daß vom Zucker­rübenbau mehr Volksgenossen leben, als vom Ge­treidebau und sogar doppelt soviel, als vom Weizen­bau. Die Steigerung des Hackfruchtbaues bedeute Leistungssteigerung der Viehzucht und damit Er­höhung der Fettproduktion.

Im Dienstbezirk der Landwirtschaftsschule Gießen seien die klimatischen Verhältnisse für den Hack- fruchtbau günstiger als für den hier vorherrschen­den Getreidebau, vor allem seien die Wintermonate für den Hackfruchtbau weitaus bester auszunützen, als für den Getreidebau. Es gelte, die praktischen Erfahrungen ber Lanbmaschinenkunde anzuwenden, dadurch könne auch die Arbeitsspitze verlagert wer­den. Für die Ortsbauerführer entstehe babei eine wichtige Aufgabe ber Aufklärung. Jeder Bauer habe bie Pflicht, ben Hackfruchtbau zu erweitern unb die Erttägnisse zu steigern.

Die erste Aufgabe sei die Ertragssteigerung in den schlecht geleiteten Betrieben. Die Verhaltnis- zahlen der Erträgnisse der reinen Ackerflächen in der Landesbauernschaft, der Kreisbauernschaft Ober- Hessen-West und dem Dienstbezirk der Landwirt­schaftsschule Gießen ergeben, daß prozentual gesehen der Kartoffelbau knapp den Mindestforderungen entspreche, während der Futterrübenbau einge­schränkt werden müsse, um eine größere Fläche für den Zuckerrübenbau zu gewinnen, der hier im Rück­stand sei. Die Forderung des Landesbauernführers gehe dahin, den Durchschnitt im Kartoffelbau in erster Linie zu erreichen. Das gelte auch für den Bezirk der Landwirtschastsschule Gießen. Der An­bau von Zuckerrüben müsse erweitert werden, um

die Berichtszeit über mit VA v. H. unverändert.

Zunächst einmal einiges über ben Toten selbst Seit wann kennen Sie ihn?"

Er ist wie ich in Kassel geboren unb besuchte auch bieselbe Schule wie ich. Natürlich eine Reihe von Klassen hinter mir, insgesamt wohl sechs ober sieben. Ich kannte seine Eltern, bie beibe schon mehrere Jahre tot finb. Geschwister hat er nicht Als ich Kassel verließ, war ich gerabe neunzehn Jahre alt geworben. Kühlitz zählte also zwölf. Mein Vater verlegte neunzehnhunbertneun seinen Betrieb nach Berlin, inbem er eine hier bestehenbe kleine Firma aufkaufte Der Erfolg gab ihm recht. Der Betrieb entwickelte sich ausgezeichnet. Neunzehn- hunbervierzehn ging ich ins Felb unb würbe drei Jahre später nach meiner zweiten Verwundung in die Heimat entlassen Kurz nach ber Revolte Im Jahre 1918 melbete sich unerwartet Ralf Kühlitz t>r< uns an. Er hatte mühsam ben Weg nach Berlin gefunben, um hier seine musikalische Ausbildung vervollkommnen. Sein Truppenteil war in Osna­brück aufgelöst worden. Damals zählte er zweiunb- zwanzig Jahre. Wir nahmen ihn auf und gaben ihm vorübergehend Unterkunft in unserem Haich Im Frühjahr neunzehnhunbertneunzehn hatte fl Stellung als Kinogeiger gefunden und zog fort. Di« Verbindung zwischen uns blieb aber bestehen "

Haden Sie- ihn finanziell unterstützt?" y2)a er tot ist, kann -ich darüber sprechen. Iawokl, ich' habe ihm wiederholt Gelb zugewenbet bas tr zum Besuch bes Konservatoriums brauchte "

Unb seither waren Sie mit ihm befreundet?"

Ich muß es befreundet nennen, obwohl untere Ansichten vom Leben sehr weit auseinanbergingen. Vielleicht hat aber gerabe feine fröhliche Künstler- art auf mich belebend unb anziehenb gewirkt Diele; bei ihm konnte ich jeboch nicht billigen."

Was meinen Sie bannt""

Seine ewigen Weibergeschichten."

Fecht lächelte.Darüber sind wir schon einiger- maßen informiert. Ist Ihnen bekannt, ob KüW mit Gatten, verlobten, Vätern unb anberen Wan­nern, bie ben von ihm bevorzugten Damen nahe- standen, ernstliche Differenzen bekommen bat9"

Er hat mir nie von solchen Dingen erzählt ich weiß auch aus eigener Beobachtung nichts da­von. Gewarnt vor solchen Folgen feiner Liebschaften habe ich ihn allerdings oft."

(Fortsetzung folgt)

tauft. Stadtanleihen still

Im Freiverkehr waren bie Kursverände- > rungen unbebeutenb. Es überwog Kaufintere'se Für Chemische Werke ^Lrockhues konnte sich bi) Taxe auf 105 nach 10AU) bessern Gesucht waren weiterhin Sektaktien.

Der Kassa markt zeigte ähnliche Tendenzen wie ber variable Markt, doch überwog hier bef Nachfrage das Angebot. Der Kassamarkt ist schon 11. ojn seit langem eng begrenzt. Von Brauereiwerten konnten Schwartzstorchen Speyer auf bie 2proz Di-, vibenbenerhohung stark anziehen. Tagesgelb blieb

in Spindelmühle ben Spezial-Sprunglauf mit Note 228,5 unb Sprüngen von 76 unb 81,5 m vor Wei­ler (Oberstdorf) mit Note 223,7 (77,5 unb 78 m) unb Gering (ff Arolsen) mit Note 221,2 (77,5 und 78 m). A .

Die Staffelmeisterschaft über 4X10 km gewann der Bereich Ostmark in 2:42:56 Stunben vor Bayern I unb Bayern II.

Don der Börse.

Weiter nachgebenbe Aktienkurse.

Frankfurt a. M., 25 Ian Die Stimmung an den Aktienmärkten war nach den vorange­gangenen erneuten Steigerungen abgeschwächt. Auj Abgaben hin, die nur vorübergehend unterbrochen wurden, gab das Kursniveau allgemein stärker nach, da seitens der Kundschaft in der Aufnahme des herauskommenden durchaus nicht umfangreichen Materials stärkste Zurückhaltung beobachtet wurde. Man neigt zur Ansicht, daß die Steigerungen der letzten Monate boch etwas zu stark gewesen sind unb sucht sich daher etwas zu entlasten. Die IG.- ' Farben-Aktien gingen auf 201 bis 203 zurück Eine Sonderbewegung verzeichneten u a. Zement Heidel­berg, die bis auf 185 wichen, dann aber bis 191 wieder anziehen konnten Auch die Aktien der Sübb Zucker, der Metallgesellfchaft, ber Scheideanstalt und am Markt ber Maschinenwerte Deutscher Eisen- Handel unb Rheinmetall wiesen starke Schwankun­gen auf, je nachdem, ob für das Angebot sich Nach­frage zeigte oder nicht. Die Umsätze waren aber auch hier nur klein.

Demgegenüber zeigte ber Rentenmarkt ein unverändert freundliches Bild. Die am Aktienmarkt sreiwerdenden Kapitalien suchten vielfach in Ren­ten Anlage, stießen aber hier auf sehr enge Märkte Gesucht waren vor allem Reichsffierte wie R-'g 5-1 schatzanweisungen des 4XA«, 4- und ^prozenti-vri Typs, auch Reichsanleihen sowie Pfandbriefe. Die Kursnotierungen wurden allerdings nur geringfüan verändert, die 4%proj. Pfandbriefe wurden m-'ifi 102,50 Geld, die Kommunalobligativnen 101,50 bst 102,50 Geld notiert. Industrieobligationen mürber weniger beachtet, nur einige wenige wurden unter Berücksichtigung ber hier gegebenen Renditen qe-

Weltmeister Gustl Berauer(WH./Petzer) wurde bei den deutschen Skimeisterschaften in Spindel, mühle erwartungsgemäß auch Sieger in der Koni- bination und damit zum dritten Male hinterein­ander deutscher Meister. Er siegte, obwohl er tm Sprunglauf nur den 11. Platz belegte, mit Note 433,4 vor Josef Gstrein mit. Note 421,2 und Alois Simon mit Note 410,2. Bester Kombinattonssprin­ger war Hans Lahr (WH./Harrachsdorf) mit Note I 213,3 unb zwei 48,5-m-Sprüngen. Er kam in ber Gesamtwertung auf ben fünften Rang.

Weltmeister Sepp Bradl (WH./Muhldach) ge.

-----------,------» erll wann am Schlußtag der deutschen Skimeisterschaften jujet

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