Montag. 27.Zanuar 1941
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen)
Nr. 22 Zweiter Blatt
Aus der Stadt Gießen. ZmmaiNkUlatwll all bet Ludtvlgs-ONlverslU
Oie Temperatur.
aufgeleistet
lidjen Apriltage in der Straßenbahn ein
Glanz.
Veranstaltungen
iche läßt sich in seiner Fest-
■ und der U°b°A«°nglich° ffieltn8t
Sicherung
EMlkWen unö Wte VeWkersiveiMlie»
pflege der (Schuhe.
rur Kenntnis ohne viel Worte zu verlieren. Er I man über ihn sprach, er saß zu leder Mahlzeit neben wollte nicht 'zum Prinzipienreiter werden, und dem Disch auf einem buhl, der bald^zu seinem Schildkröten"? dachte er. „die lasse ich gelten. Sie Stammplatz wurde, er stellte sich punktlach em. wenn sind still und unauffällig, bescheiden sind sie und an« es außer der Zett mal eine Nascherei oder so ns lvruckslos es liegt an ihrem Wesen, daß man ihnen etwas Besonderes gab und forderte feinen Anteil. Iprucy^ _ a iinh liftrirt.on mnrhff* t»r keine besonderen Scherereien,
„Er ist ein richtiger Bummelant geworden, der
,Was meinet du. Maria, wollen
das Tier zu sorgen und für alles zu haften, was es
h^mi nbernsroert fauher und von wirklich erstaun-, kleine, winzige Ka^n grau m uum.en ouv di-s^Zmvach- licher Klugheit. $r lchien alles zu oerst-h-n, was! - die leibhaftigen Ebenbüüer chrer Daters...
genfrühe das Haus verläßt, um feine Arbeitsstelle aufzusuchen, interessiert sich für die Temperatur. Vielleicht hat er sonst fü,r die feinen Meßinstrumente, deren sich die Meteorologie bedient,' kaum einen Blick, aber mit einem Male will er unbedingt wissen, wieviel Grad gemessen werden. Als ob bei der Kenntnis der festgestellten Zahl seine Nase weniger frieren und seine Ohren die kalte Lust weniger empfinden würden. Jedenfalls-besteht dessen ungeachtet ein erstaunlicher Wissensdrang, der im Omnibus oder in der Straßenbahn seinen Niederschlag in lebhaften Erörterungen findet.
,.Also-da hätten wir ja wieder eine saftige Temperatur", heißt es dann, worauf sofort die Ergebnisse der einzelnen Feststellungen ausgetauscht werden. Dabei ergibt sich die merkwürdige Erscheinung, daß natürlich die Ergebnisse verschieden sind, daß sie aber meistens sogar erheblich voneinander abweichen. Der Unterschied, der gewöhnlich zwischen den einzelnen Temperamenten besteht, macht sich näm- sich hier ganz besonders bemerkbar. Den Optimisten sicht es nicht an, ob es einige Grade mehr oder weniger sind, der Pessimist hingegen räsoniert aus Grundsatz, der Sachliche läßt sich in seiner Fest-
Alsfeld, ^-Dienststelle, Lutherstraße, eine An- nahmeuntersuchung ftatt. Angenommen werden Freiwillige für: 1. -Verfügungstruppen (einschl. Lew- standarte jj „Adolf-Hitler"). Mindestgröße: 170 cm. 2. ^-Totenkopfstandarten: a) Mit Dienstzettvervflich- tung (12 Jahre, Lebensberuf: Polizei ober Wehr- bauer). Mindestqröße: 168 cm mit 17 5ahven. b) Ohne Dienstzeitoerpflichtung (bevorzugt SA. Manner und Parteigenossen). 3. Schutzpolizei: Ungediente Männer. Geeignete Bewerber können sich bei der Annahmeuntersuchung als Freiwillige melden.
gegenüber eine gewisse Gleichgültigkeit bewahrt, und wenn sie wirklich mal eingehen oder sonst einem Unglück zum Opfer fallen, dann weint man ihnen weiter keine Träne nach."
Jette pllegte die Schildkröten mit Hingabe. Trotz- dem war sie nicht völlig zufrieden. Sie waren und -sieben Kaltblüter, und vielleicht lag es daran, daß man mit ihnen nicht recht warm werden konnte. Sie waren zurückhaltend, und verschlossen, offensichtlich philosophischen Gemüts, und Jette, die nicht wußte, was Philosovhie bedeutet, hatte damit auf alle Falle
Im übrigen machte er keine besonderen Scherereien, er war sanft und anhänglich.
Nach einiger Zeit änderte er mählich seine Gewohnheiten, ohne daß es anfangs besonders aufsiel. Er meldete sich oft nicht, wenn man ihn abends lockte und rief, und wenn er am folgenden Morgen hungrig und etwas zerzaust auftauchte, hörte er sich gleichmütig die Dorwürfe an, die air ihn herab - hagelten, und forderte mit dringlichem Mauen seine Milch und die Semmelkrumen, auf die er aus dem Gewohnheitsrecht heraus Anspruch erhob.
wie: Frösteln, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwache- zustönde, häufig die Borboten einer Grippe, werden mit Hilfe von Klosterfrau-Melissengeist leichter überwunden. Bewährt hat sich folgende Anwendung: 1—2 Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist und 1—2 gestrichene Eßlöffel Zucker mit etwa der doppelten Menne kochenden Wassers gut verrührt möglichst heiß im Bett trinken und dann schwitzen. In hartnäckigen Fällen wird diese Anwendung 1—2mal wiederholt. Zur Nachkur und um Rückfällen entgegenzuwirken, nehme man noch einige Tage, und zwar 2—3m"I täglich, besonders abends, 1 Teelöffel Klosterfrau-Melissengeist in 1 Tasse Pfefferminz- oder anderem Tee. ,
Versuchen Sie auch einmal bei den ersten Anzeichen einer Erkältung oder eines Gripveanfalles
Ihres Vaters? Nun, selbst Jette und ihrem Bru- der war es Kar, daß fiater keine Jungen zu bekam- men pflegen, und der dicke Kopf Munzels war eine arglistige Täuschung gewesen. Vieles, was vorher Kopfschütteln und Erstaunen wachgeru'en hatte, fand jetzt eine einfache und schlichte Erklärung. — Aus Munzel wurde nun sehr schnell Minka, und sie hörte auf diesen Namen genau so viel ober so wenig wie auf ihren früheren. Jettes Vater wollte die Jungen natürlich ersäufen, aber die Kinder bettelten so sehr, daß er versprach, es sich vierundzwanzig Stunden zu überlegen. Nach dieser Zeit war nur nicht ein Junges übrig mehr geblieben, Minka hatte sie mit der Ungeschicklichkeit junger Katzenmütter erstickt.
fteUung nicht beirren. — --- , . - -
sieht immer nur das Einmalige der Erscheinung. Auf diese Weise entsteht ein Meinungsaustausch, der für den stillen Zuhörer zur wahren Studien-
u - nun, da war das Spiel schon gewonnen.
Der Kater erschien am nächsten Tag. Er war ein wirklich ausneijmenb schönes Tier. In feierlichem Familienrat wurde er getauft auf den Namen
kelheit nicht mehr hinaus.
Statt dessen überraschte er mit einer anderen Der- Wandlung. War er vorher schlank und leichtfüßig gewesen wie ein Tiger der Wildnis, so wurde er jetzt langsam dicker, schwerfälliger und runder.
schien. Luu/«, -----, - . . .
Hund auslöschte, aber sie fand, daß em
Tiere, ein Haus, in b— 'rn<mh 1
^Sie^richtete ihre flehentliche Bitte natürlich nur an den Vater, die Mutter hatte sie schon langst vor- bereitet und auch berumgekriegt, und als der Vater sHr zögernd, denn man muß doch zu seinem
etwa anstelle. .
Jette versprach alles und hatte noch mehr versprochen wenn es von ihr verlangt worden wäre. Es zu halten, siel nicht alliu schwer. Muniel war
Verdunkelungszeit
28. Januar von 17.59 bis 9.11 Uhr.
für utfere Verbund >ien
Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude- veranstaltete im Aufiraae des Oberkommandos der Wehrmacht in der verflossenen Woche wieder eine Reihe von schönen Unterhaltungsstunben für die
gen Montag hielt der aus zahlreichen früheren Vorträgen bekannte U-Bootfahrer im Weltkrieg Karl Kratz aus Freienseen vor den Insassen eines Lazaretts einen fesselnden Vortrag über seine Unterseebootserlebnisse. Dazu brachte Oberfeldwebel Heinemann zwei gute Marine-Filme zur Vorführung, die von dem Dienstbetrieb unserer Kriegsmarine handeln. Korvettenkapitän Chorus gab den aufmerksam lauschenden Hörern die Erläuterungen zu den Filmen. An zwei anderen Tagen wurden die Insassen der Lazarette mit einer abwechslungsreichen Lieder- und Rezitationsstunde „Die Soldatenbraut" erfreut. Hier jxrftanben es die Sängerin Else Lampmann, am Klavier begleitet von Heinz Schröter, und der Sprecher Wolfgang Büttner, den Hörern viel Freude zu bereiten. Eine Filmveranstaltung mit dem Tonfilm „Bel ami" fand bei den Besuchern ebenfalls dankbare Ausnahme. Der gestrige Sonntag brachte vor- mittags in einem Lazarett ein Konzert des Gesangvereins „Eintracht" Steinbach unter Leitung seines Chormeisters Karl Sommer aus Matzen- born-Steinberg. das den Hörern schöne Ausschnitte des deutschen Männergesangs bot. Feldwebel Stumpf als V"rtreter des Lazaretts ’ogte den Sängern und ihrem Chormeister im Nomen der Verwundeten herzlichen Dank. Am Vormittag und am Nachmittag des Sonntags erfreute in 'wei Lazaretten die Sing- und Svielschar der Volks- i schule RüddinqsHaufen unter ßeituna von Lehrer Flath die Verwundeten mit einer Anzahl schöner Gesänge, die aus Liedern der Bewegung. Liedern
uns der Garant unseres Endsieges.
Der Rektor kam dann in großen Zügen auf die! ----, , ... rt,fnr
Aufgaben der deutschen Hochschulen im Kriege zu Verpflichtungsformel vorgelesen hatte, erfolgte die frechen und betonte habet, daß Die Forschurgsaus. feierliche Verpflichtung der Studenten dur» den gaben der deutschen Wissenschaft trotz des Krieges Rektor mit Handschlag. Daraus wurde die Feier- nicht nur unoeränbert, sondern in gesteigertem 2lr> .stunde m üblicher Weise geschlossen.
beitstempo fortgeführt werden. Auch in dieser
flEI)er%ater entdeckte natürlich die Schüdkroten schon am ersten Tag. Aber er nahm H"”
quelle wird.
Auf alle Fälle bewegt die Temperatur zeitweise die Gemüter. Wenn Kundige in ein solches Gespräch Eingreifen, dann wissen sie auch etwas zu sagen von'der Stellung des Barometers, von der Luftfeuchtigkeit, von der Windrichtung und der Nie- derschlaasmenge. Aber daran liegt denjenigen, die jetzt wieder ihr Interesse für das Thermometer ent- be*t haben, im allgemeinen menia. Sie wollen wissen, um wi"viel Grad die Quecksilbersäule ge» ftieaen ober gefallen ist, damit sie von der —^bC3 ratur, die ihnen um die Nase weht, eine deutliche zahlenmäßige Vorstellung haben. H. w. Sch.
Vornotizen.
Tageskalender für Ittonfag.
Gloria-Palast. Seltersweg: „Wunschkonzerts — Lichtsvielhaus, Bahnhofstraße: „Der Herrscher' — Philosophische Fakultät I Abt.: 1815 W im Hör- fna( des Kunstwissenschaftlichen Instituts Grimm- Feier: Professe Dr. Walther Rehm spricht über „Lessing und Winckelmann".
Ortszeit für den 28. Januar.
Sonnenaufgang 9.15 Uhr, Sonnenuntergang 18.02 Uhr. — Mondaufgang JHO Uhr, Monduntergang 19.39 Uhr. £
Annahmeuntersuchung
für Waffen-^ und Gckukpolizei.
Am Sonntag, 2. Februar, um 8.30 Uhr, sind et in Gießen, Restaurant , Burghof", B 'rqgra- den 9, und am Montag, 3. Februar, um 14 Uhr, in
Lauter Tiere.
Bon Wolfgang Federau.
..Nie wieder ein Tier" hatte der Vater gesagt, als Ajax, der löwenfarbene, der schönste aller Boxer, im Kampf mit einem- mächtigen Lastkraftwagen den Kürzeren gezogen hatte und hinten im Garten, nahe der Haselnußläube, feierlich-begraben worden war. „Es hat keinen Sinn... erst^hängt man sein Herz an so ein Tier, und dann..."
Er hatte den Satz nicht zu Ende gesprochen, aber das war auch nicht nötig gewesen. Alle dachten wie er, und ein ganzes Vierteljahr hindurch verging kein Tag. an dem man nicht mit irgendeinem Wort mtt irgendeiner Gebärde des Toten gedachte, lid) Kiner mit Trauer und Wehmut erinnerte. Manchmal ertappte sich der Vater dabei, .daß er abends, wenn er noch einen kleinen Spaziergang unternehmen wollte, leise vor sich hinpsiff, so rote er einst dem Hunde zu pfeifen pflegte. Und mehr einmal warf die Mutter, ehe sie schlafen ging noch»einen spähenden und besorgten Blick in jene Ecke, wo sich einst der Lagerplatz von Ajax be'and, und wenn sie dann feststellte, daß er leer mar wenn sie M) er innerte, daß er ja leer sein mußte, sLuktelte sie ver zagt und verwirrt den Kopf, als werde .sie dies alles
Die Sicherung derZnstandsehungspflicht
-es Vermieters.
Zu dem neuen Gesetz vom IS. Januar 1941.
gewöhn-1
... .... Gespräch über das Thermometer zu beginnen. Aber im Hochsommer, wenn die Hundstage an der Reihe sind, dann gewinnt das Thermometer an Bedeutung. Den Schulkindern erscheint sofort d'as Glück hitzefreier läge, und der nicht von diesem Glück Begünstigte wirft dann und wann einen Blick auf das Thermometer, um sich stolz davon zu überzeugen, daß seine Tüchtigkeit doch über die Quecksilbersäule triumphiert. Jetzt im Winter erweist das Thermometer aber- mals feine Anziehungskraft. Jeder, der in der Mor-
unterliegen, weil der Mietzins höher liegt als bei den vom Reichsmietengesetz erfaßten Wohnungen. Die Regelung gilt auch in Zukunft für Räume, für die nicht die gesetzliche Miete gezahlt wird. Der Sinn des Gesetzes ist klar: Es soll auf jeden Fall sichergestellt werden, daß der vorhandene Wohnraum, gleichgültig, welche Miete dafür bezahlt wird, und gleichgültig, ob es Alt- oder Neubau ist, vor dem Verfall bewahrt wird.
Der § 6 spricht ausdrücklich von Jnstandsetzungs- arbeiten. Jnstandsetzungsarbeiten sind aber etwas anderes als Schönheits- Reparaturen. Die letzteren werden also grundsätzlich von dem Gesetz nicht erfaßt. Es ist aber zu wünschen, daß der Begriff der Jnstandsetzungs- arbeiten nicht zu eng ausgelegt wird und daß Wohnungen, bei denen der Hauseigentümer die Schon- heitsreparctturen auszuführen hat, nicht vollkommen verwahrlosen, so daß die Behörde im Einzelfall auch einmal die Schönheitsreparatur einer Wohnung anordnet. Unter Jnstandsetzungsarbeiten sind in der Regel lebensw: chti ge Re para tu re n gemeint,-wie die Erneuerung schadhaft gewordener Defen, die Aus- befferung verfaulter Dielen, Nachbesserung von Rohr- brüchen, die Instandhaltung von Fenstern und Tür- schwellen, durch die der Wind pfeift, Reparaturen an Wasserleitungen und Klosett.
Mit der Temperatur ist es eine eigenartig Sache. Wenn sie sich einigermaßen unseren Wünschen an- paßt, dann redet kein Mensch von ihr. Niemanden würde es zum Beispiel einfallen, an einem gewohn-
nichts im Sinne. „Er ist ein richtiger Bummelant geworden, der
Nach langer und eingehender Beratung mit ihrem ^nzel", beklagte sich die Mutter zuwellen über jüngeren Bruder der ihr Vorhaben lärmend bil-lv-.r.-----t—«x.— --*••-*** 9fhor
litte, entfchtotz fie sich Mer, einen Dorstoh ju w» gen „Inge hat mir eine Katz« angeboten , mahlte sie deshalb eines Mittags, „einen wunderschönen Kater, iawohl, grau in der Grundfarbe, mit dunk, leren Streiten, er sieht aus wie ein Tiger, ich habe mir ihn Ichon -mq-Ich-ul. Bitte, bitte, erinuie M wir ihn nehmen. Wir brauchen auch nichts dafür
Der Giorch und der Kaminkehrer.
Zu Anfang des letzten Frühjahrs waren dem ungarischen Kleinbauern Nemet Miska. in einem unbewachten Augenblick, als er feine auf den Hof führende Stubentür einige Zeit offenstehen Uetz, seine ganzen Ersparnisse abhanden gekommen. Die. (er Verlust um so fühlbarer, als er sich für die paar tausend Pengö einige Joch Ackerland kaufen und seinen Viehbestand vergrößern wollte. Man vermutete einen Diebstahl, aber nirgends fanden sich Anhaltspunkte, und die Ermittlungen der Polizei brachten kein Ergebnis. Die Nachbarn konnten sich eines gutmütigen Spottes nicht enthalten, indem sie auf den erst kürzlich auf dem Hausdach Nemets zugezogenen Storch verwiesen, von dem Miska doch neues Glück erwartete. Eines Tages — es war inzwischen Herbst geworden — erschien auf dem Kleinbauernhof der Kaminkehrer, der in Ungarn ebenfalls als Glücksbringer gilt. Als er sich an die Arbeit machte und den Schornstein einer Reinigung unterzog, fand er in dem Der- laffenen Storchennest die Brieftasche des Bauern samt chrem wertvollen Inhalt. Das Tier hatte sie damals durch die offene Tür gestohlen und sie beim Nestbau verwendet. Zweifellos war Adebar auch sonst ein Freund von Geldscheinen, denn in seinem Nest wurden noch mehrere 10- und 20-Pengä- Scheine vorqe^unden. So kam der Bauer wieder I zu seinem Geld« und der ehrliche Kaminkehrer zu i einem Sonderverdienst.
mit Leinöl ein. Doch ist es jetzt gelungen, em brauchbares Imprägniermittel herzustellen, oas gut streichfähig ist und das Leder sehr hallbar macht. Es füllt die Poren aus und verhindert das Hinsicht hätten mir allen Grund, eine gute Bilanz Eindringen von Staub, Sand und Wasier. Jeder
: des Jahres 1940 festzustellen. Die deutschen Holl>- Schuhmacher kann uns m.t e nem icucgen M >ei De-
ition einer großen schulen würden es weiterhin als befondere Der- tonnt machen. Es ist nötig, daß die ganze «chuO*
Universität Gießen vilichtung ansehen, eine großzügige Begabtenaus- sohle, auch das Derbindungsstuck SolchenSoyle
In der Großen Aula der Universität fand am Hinsicht hatten wir allen Grund, eine Samstag in der Mittagsstunde im Rohmen einer 1tHn
' schlichten Feier die Immatrikulation einer -------
ras rrsTÄ umÄnw«
med ts to Srani Itait Der weit überwiegende Voraussetzungen für die großen Arbeitsaufgaben gleichen auch der Rand der Sohle bis zum Ob
Teil Serien Studenten war ™ ben Uniformen' unseres Volles nach dem Kriege fei. Neben dem feder. Schuhe müssen beim Ausziehen aufgeleistet
der Wehrmacht erschienen Diese jungen Männer Leistungsprinzip müsse aber auch stets die einwand- werden, damit sie eine gute Form behalten, oej) sind Sm Önn bfn) zur Fortsetzung ihres Stu- freie politische Haltung des jungen Nachwuchses als schmutzige Arbeitsschuhe werden abgewoschen mit
di ums von ber Wehrma^t beurlaubt worden: in der conditio sine qua non angesehen werden. Er gab Papier ausgestopft.und langsam in der Näche de-
Hauptsache handelt es sich dabei um Studierende dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck daß die Ofens — aber nicht auf h ^^rb
der M-dilln^ । jungen Studierenden auch in dieser Hinsicht das Nasses Leder verbrennt im Handumdrehen, w rd
Se Magnifizenz der Rektor Professor Dr. med. Vertrauen, das ihnen entgegengebracht werde, in V)art unb brichtt Das Oberleder ^Arbetsschuhe - — - ” * ö ö . v. — X..-».----x... ; «nKem Ausmaß rechtfertigen. ! erhalt man geschmeidig durch Einreiben mit ßcber
Die Arbeit der akademischen Jugend müsse immer , fett Schuhe dürfen nicht längere Zeit ungeputzt “ ' - - -- s^henbleiden, sonst wird das fieber rissig. Vor dem
Putzen muß jeher Schmutz gründlich entfernt werden: dann werden die Schuhe mit Schuhkrem dünn eingerieben, danach gibt man mit einem Wolltuch
H W Kranz erinnerte die Studierenden zu-! vollem Ausmaß rechtfertigen, nächst an die großen politischen und militärischen । D'.e Arbeit der akademi,-,. ., ..
Erfolge, die das Großdeutsche Reich unter Führung unter dem Gesichtspunkt des ^meinschaftsgedanken^ Adolf Hitlers im Verlaufe des verflossenen Jahres geleistet und nicht etwa als eme Angelegenheit des erringen konnte und die uns berechtigten Grund zu penonlidyen Eigennutzes angesehen w^den In d e- einer stolzen Bilanz über das Jahr 1940 geben, fern Zusammenhänge machte der Sektor eindeutig Besonders wies der Rektor auf die glänzenden mili-, klar, daß für Egoisten, ble nur sich selbst kennen, tärischen Waffentaten hin, durch die auch die frühere in Zukunft kern Platz m der Arbeitsgemeinschaft Weltmacht Frankreich zu Boden geworfen und unser des akademischen Schaffens sein wird- ”aup?fdnö S?nglanb in eine Sage vtrfetz. mürbe. | Der Bettor Wo6 (eine e.nbnng«•<§» »nlPM*. in der er jetzt nur noch auf den oern-ichtenden mit dem Hinweis auf em Wort des Führers, das Schlag der deutschen Soldaten wartet. Neben diesen die Verpflichtung der deutschen Menschen zum großen militärischen Taten habe sich Deutichlanb Dienst im Sinne bes ®jmein »Ä ^!*^Le:7ch^°Lhr^LÄ: WÄÄ i Iuen , B^u^en'Tn'ben gerier ^retten. Am °°ri. werden k nne. Die nationalsozialistische Idee |ei ,ür Studierenden als akademische Bürger der Ludwigs- non Wnntaa hielt der aus zahlreichen frühere
| Universität Gießen willkommen.
Nachdem Universitäts-Bürodirektor Kinkel die
Das Leder ist heute kostbarer als früher: darum Zeichen einer Erkältung ober eines ^ripveansaues muß die Pflege verstanden fein. Der größte' Feind den bewährten Klosterfrau-Melissengeist. Sie erhol» des Leders ist das Wasser. Die Fasern des Leders ten ihn in Apothekern Drogerien unb Reformhau- werden durch das Wasser ausgelaurst und zerstört: sern in Flaschen zu RM 2.80, 1 65 und 0 90 (In- denn in die größer werdenden Poren setzt sich halt: 100, 50 unb 25 ccm) Vergessen Sie ihtt n Staub und Sand und zerreibt die Lederfasern. Es bei Ihrem nächsten Einkauf und ach en Sie auf d e ist darum nötig, das fieber gegen das Einbringen blaue Originalpackung mtt den drei^ Nonnen Die von Wasser dichtzumachen. Das gilt besonders für, Wirkung von Klosterfrau-Melissengeist wird Sie ge-
i das Sohlenleder. Neu Schuhsohlen ölte man ftüher l wiß befriedigen.
। Munzel. , oenagie iitg u-le xfiuuti
■’ diese unerfreulichen neuen Angewohnheiten. Aber |s I als hätte Munzel begriffen, daß es gelte, seinen gefährdeten guten Ruf schleunigst wieder herzwtellen, wurde er von heute auf morgen ganz häuslich und rührte sich mit einem Male nach Anbruch der Dun»
Die Reichsregierung hat am 15. Januar im Reichs- - ~ 3 ein Gesetz zur Aenderung des
^.richsmietengesetzes erlassen, durch das der § 6 des Reicysmietengefetzes vom 24. März 1922 em Neu» fassung erfährt. Es handelt sich um die ^^ch^uug der Instandsetzungspsticht des Vermieters in Wohn- gebäuben. (Für reine Geschäftshäuser gilt drese Regelung nicht.)
Durch die fiandesbehöri>en kann zur , ~
notwendiger Jnstandsetzungsarbeiten, die der Vermieter unterlassen hat, anaeordnet werden, daß em entsprechender Teil des Mietziinses, dessen Hundert- satz der Reichsarbeitsminister bestimmt, nicht an den Vermieter, sondern an die Behörde oder an eine andere Stelle zu entrichten ist, bie bie Arbeiten aus führt, hzw. daß die Mieter die Arbeiten selbst aus'ühren lassen und einen entsprechenden Betrag des Mietzinses einbehalten. Dies gilt auch für Öen Fall der Abtretung, Verpfändung oder Beschlagnahme der Mirtzinsforderung, so daß auf jeden Fall die Jnstandsetzungsarbeiten in den Häusern sickergestellt werden können.
Diese grundsätzliche Regelung ist an sich nicht neu. sondern die neue Regelung des Gesetzes vom 15. Januar 1941 besteht darin, daß dieses Versah- ren auch eingeführt wird für Neubauten und für Wohnungen, die nicht mehr dem Reichsmietengesetz
„Komisch", sagte die Mutter, und ein dunkler Verdacht tauchte zum erstenmal in ihr auf. Auch die Blicke des Vaters wurden mißtrauisch, wenn sie an Munzel haften blieben, und nur die Kinder fan» den an all dem nichts. „Gott!" meinte Jette, ..Menschen werden ja auch zuweilen fett, dick und schwer» fällig, und man weiß nicht, woher es kommt, und muß sich ab'inden." .
Dann, an irgendeinem Abend, lief Munzel klagend und höchst aufgeregt in der Wohnung herum, und er verschwand schließlich in dem Kleberichrank im Korridor, wo unten der große Fl'ckenbeutel stand. Dort blieb er die ganze Nacht hindurch, und als er am Morgen herauskam, war er wieder so schlank wie in seiner besten Zeit. Aus dem Schrank jedoch tönte ein wehleidiges Maunzen und Quäken, allzu Ickwer. wcunzei roar j unb als man nachschaute, da lagen dort Zwei ganz und von wirkllch erstaun- kleine, winzige Katzen grau m;1 dunklen Streifen,
nie begreifen. o.. nnt+l
Jette war die erste, die nach langer Z«t. n q. _ Mnn muH lHU0 ,1U ........
vier ober gar fünf Monaten, den Dann b ch- Gehen als Mann, zu seinem so fest und be*
seit Ajari Tode über dem ganzenlHar^se-u lasten W als der sich
Nicht, daß sie etwa ihre E>riinner-ung a:n b ö g 9 und Unterstützung heischend an die : sie fand daß ein Haus onne auo ra meinrt bu, Maria, wollen
Xiere, em J)aus, m dem nicht Xhauot kein wir " — nun. da war das Spiel schon gewonnen, beiniges herumlief ober herumlag, *lb^F^a“p i Der Kater erschien am nächsten Tag. Er war ein richtiges Haus fei. ?en Wunsch e 1 ausnehmend schönes Tier. In feierlichem
Hund wagte sie natürlich vorlau ig noch m 1 »amjfwnrat wurde er getauft, auf den Namen zubringen, obgleich em ftunb ™*5? hgimi^ Munzel, Wilhelm Busch zu Ehren, und bann rou-be
w»- d<^l-Wun^°uf°r,^,fur
ihnen aus einer gxoßen Kiste einen ^uhi^ P mit Gras unb Moos unb Steinen unb ,^'nem - zig-klrinen Teich, und stellte die Kiste Inhalt der sonnigen Veranda auf, die zum Kinderzimmer


