Aus aller Wett.
Furtwänglers Geburtstag in Rom.
Das zweite Äon^ert der Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler im größten Konzert« (aal Noms stand im Glanze der Welt Beethovens. Schon die „(ggmonLDuöertüre" bannte die Hörer, die nach der beispiellosen Gestaltung der 7. Sinfonie Beethovens in jubelnde Beifallsstürme ausbrachen. Als der zweite Teil des Konzerts mit einer berückenden Wiedergabe des „Don 3uan", eines Non- dino Giocoso des jungen Salzburger Komponisten Theodor Berger und der „Tannhäuser"-Ouoertüre verklungen war, kannte der Jubel keine Grenzen mehr, so daß Furtwängler sich wieder zu einer $u» gäbe entschließen mußte. Im Publikum sah man wieder neben den zahlreichen Vertretern von Partei und Staat, Wissenschaft und Kunst des verbündeten Italien von deutscher Seite die Botschafter beim Quirinal und beim Vatikan, den Ersten Botschaftsrat Gesandten Fürst Bismarck und eine starke Vertretung der Landesgruppe, der Ortsgruppe und der deutschen Kolonie.
Zu Ehren Wilhelm Furtwänglers, der während der Konzertreise des Berliner Philharmonischen Orchesters durch Italien am Samstag seinen 5 5. Geburt s t a g beging, hatten Botschafter von Mackensen und Frau einen Empfang veranstaltet, zu dem zahlreiche Vertreter von Staat, Partei, Kunst und Wissenschaft der verbündeten Mächte sowie des Diplomatischen Korps geladen waren. Am Sams- tagmittaa wurden Dr. Furtwängler und die Berliner Philharmoniker von dem Gouverneur von Rom, Fürtt Borghese, auf dem Kapitol empfangen. — Das Kammer-Trio des Philharmonischen Orchesters (Dr. Ahlgrimm, Borries und Breiden) spielte am Samstagabend im Vatikan vor dem Papst. Die gesamte römische Presse widmet den Konzerten begeisterte Besprechungen, in denen die ganze Bewunderung für die unvergleichlichen Leistungen der Berliner Philharmoniker und für die einzigartige Gestaltungskraft ihres Dirigenten unterstrichen wird.
Eröffnung des INozarl-Jahres.
Am Sonntagvormittag wurde in einer Sendung des Rundfunks das Mozart-Jahr eröffnet, das dem Genius des unsterblichen deutschen Tondichters gewidmet ist, dessen Todestag sich am 5. Dezember 1911 zum 150. Male jährt. Generalintendant Dr. Heinz D r e w ß, des Leiters der Abteilung Musik im Reichspropagandaministerium, wies darauf hin, daß das musikalische Deutschland dieses Jahr zum Anlaß würdiger Gedenkfeiern nehmen werde, lieber das ganze Jahr verteilt werden Veranstaltungen von der Größe dieses wahrhaft göttlichen Genies und der Schönheit seiner Werke künden. Im Sommer werden festliche Mozartausführungen in seiner Geburtsstadt Salzburg erfolgen, Mozartserena- den werden zu Gehör gebracht, die Theater werden in Neuinszenierungen die Bühnenwerke zu Festzyklen zusammenfassen, und die Orchester werden sich dem sinfonischen Schaffen des Meisters widmen. Als schönes, Zeichen enger kultureller Verbundenheit veranstaltet Italien in der Mailänder Scala eine
Aus -em Reich
In
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Oie Ditamin-C-Versorgung der Schulkinder.
Umstand, daß die Personenwagen wenig besetzt wa- ren, ist es zu verdanken, daß wenige Menschenleben in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bis jetzt wurden unter den Trümmern ein Toter und 14 Der, letzte hervorgezogen.
Großer Erdrutsch bei Neapel.
Ein großer Erdrutsch geht seit 24 Stunden in der Hügellandschaft von Termini, in der Nähe von Neapel, vor sich. Die Erbmassen, die in einer Breite von über dreihundert Meter vorrücken, haben bereits die ersten Häuser eines am Hange gelegenen Dorfes erreicht; einige Häuser mußten geräumt wenden. Sachverständige führen den Erdrutsch auf die kürzlichen Regengüsse und die dadurch verursachten Unterspülungen zurück.
Großer Schaden durch eine Treibmine in Dalmatien.
Eine Treibmine war in dem dalmatischen Städtchen Budva in einen«Kanal, der tcümeife unter den Stadtmauern fließt, getrieben worden und explodierte mit solcher Wucht, daß einige Häuser zerstört und andere schwer beschädigt wurden. Ein erst kürzlich erbautes Hotel wurde teilweise zerstört, ein Privathaus völlig dem Erdboden gleich- gemacht und viele Pensionen des beliebten Kurortes schwer beschädigt. Wie durch ein Wunder sind Menschenleben nicht zu beklagen.
TNütter-Ehrung in drei Generationen.
In Innsbruck wurde das Ehrenkreuz der deutschen Mutter in einer Familie an drei Generationen verliehen. Die jüngste Mutter ist 33 Jahre alt, hat sechs Kinder und erhielt das silberne Mutterkreuz. Die Großmutter zählt 62 Jahre, hat vier Kinder und erhalt das bronzene Ehrenkreuz. Die 87jährige Ur. großmutter hat acht Kindern das Leben geschenkt und wurde mit dem goldenen Ehrenkreuz ausgezeichnet.
wird dazu beitragen, den guten Gesundheitszustand der Jugend weiterhin zu festigen.
Oie Technische Nothilfe.
Neihe Mozariauffuhrungen an derselben Stätte, wo man einst den Opern des Knaben zugejubelt hat. Im Dezember wird Mozarts Requiem in den deutschen Hauptstädten würdig dargeboten werden, ein Mitternachtskonzert an seinem Todestag wird Mo- zartsche Werke in den Aether senden.
Ein Institut für Arbeitsmedizin in Düsseldorf.
Nach der Einführung der Röntgenreihenuntersuchung als einen wichtigen Bestandteil neuzeitlicher Gesundheitsschutzarbeit wird nun in Düsseldorf durch die Gauwaltung der DAF. die Errichtung eines arbeitsmedizinischen Instituts geplant, in dem alle Gesundheitsfchädiaungen, die durch berufliche Tätigkeit entstehen, wissenschaftlich ergründet werden und praktische Mitarbeit zu ihrer Verhütung und Beseitigung geleistet wird.
Ueberschwemmungskalastrophe in Spanien.
Die Provinz Navarra ist von großen Ueber- schwemmungen heimgesucht. In Tudela und Argu- edas ist der Ebro über die Ufer getreten. Die Hauptlandstraßen stehen unter Wasser. Der Ort Azagra ist völlig von den Fluten umgeben. Die Stadt Calahorra ist völlig von der Außenwelt ab- geschnitten. In Peralta wurden drei Häuser von den Fluten weggerissen, die Bewohner konnten sich nur im letzten Augenblick retten. In Val de Lum- bier ist das elektrische Kraftwerk infolge eindringender Wassermassen zusammengestürzt. Das Dorf Estella wird von dem kleinen Fluß Ega schwer bedroht.
Schweres Eisenbahnunglück auf einem Pariser Vorortbahnhof.
In dem Pariser Vorortbahnhof Sartrouville fuhr ein Güterzug dem Schnellzug Paris—Nantes in die Flanke. Sieben Wagen des Schnellzuges entgleisten, drei von ihnen wurden zermalmt. Nur dem
Die „Räder", die Zeitschrift der Technischen Not- Hilfe, erinnert an den strengen Winter, der das 1940 einführte, mit seinen Schnee-, Eis- und Hochwassergefahren. Zahlreiche bedeutsame Einsätze der Technischen Nothilfe dienten der Bekämpfung dieser Gefahren und insbesondere der Aufrechterhaltung des Verkehrs. Zur Verhütung von Katastrophen mußten zahlreiche Brücken, Schleusen und Deiche gesichert werden. Allein 250 Sprengkommandos waren ununterbrochen tätig, um Hochwassergefahren ZU verhüten. In umfangreicher Weise hat die Technische Nothilfe an den Auswirkungen kriegerischer Operationen teilgenommen. Wie in Polen wurden auch im Westen technische Kommandos aufgestellt, die sich durch rasche Wiederingangsetzung zerstörter Versorgungsanlagen, Sicherung wehrwirtschaftlicher Werte und wirtschaftliche Erkundung der besetzten Räume bewährt haben. Im Zuge der Wiederbesiedlung des freigemachten Gebietes im Westen
ab f o l g u n g von Vitamin C in Form von Cebionzucker an die 10« bis 14jährigen Schulkinder während der Zeit vom 1.2. bis 31.5. 1941 angeordnet. Es werden dabei vornehmlich wieder Gebiete mit dichter Besiedlung, so z. B. Jndustriebezirke, Großstädte und die in den letzten Jahren heimgekehrten Reichsgaue, ferner frühere N o t st a n d s g e b i e t z. B. der bayerische Wald, beteiligt. Auch die r ü ck g e - gliederten Ostgebiete nehmen an der Prophylaxe teil. In ausgesprochen ländlichen Gebieten ober in solchen, die über eine umfangreiche örtliche Obst- und Gemüseproduktion verfügen, bedürfen die Schulkinder keiner zusätzlichen Vita- man-C-Versorgung. Die kostenfreie Verabfolgung von Cebionzucker, für die von den Trägern der Rentenversicherung und von der NSV. die erfvr- ..... wcutcl„ „„
Glichen Mittel zur Verfügung gestellt worden sind, wurde dann das Hilfswerk Saarpfalz der Techni«
- einem gemeinsamen Ministerial-Erlaß wird die Wiederholung der im Frühjahr 1940 mit bester Wirkung durchgeführten vorsorglich abfolgung von Vitamin C in
schen Nothilfe aufgeboten. Dom Juni bis Septem, der wurden in fast 200 Ortschaften die Dersorgungs. leitungen wiederhergestellt, wobei über 21000 Rohrbrüche beseitigt, 55 000 Wasserzapfstellen an. gelegt und rund 1500 größere Gebäudeschäden aus. gebessert wurden. Auch zur raschen Instandsetzung des elsässischen und lothringischen Raumes wurden TN.-Einheiten eingesetzt.
Sie Schnlunßsarbeit der partes.
Im Kriege hat die Partei in verstärktem die Aufgabe, das weltanschauliche, politische und somit haltungsmäßige Gewissen und Rückgrat des Volkes zu bilden, lieber den Erfolg der Schulung^, arbeit der Partei teilt Hauptbefehlsleiter Friedrich Schmidt, der Leiter des Hauptfchulungsamles der NSDAP, mit, daß im letzten Jahre im Zufam, menhang mit der militärischen und politischen Entwicklung besonders Volkstums« und volks. politische Fragen im Vordergrund der Schu- lungsarbeit standen. Vor allem wurden alle grundsätzlichen Probleme um den deutschen £) ft r a u m eingehend erörtert. Der vom Hauptschulungsamt bearbeitete „Schulungsbries" erscheint allmonatlich mit einer Auflage von 5 65 Millionen Exemplaren Allein eine halbe Million Schulungsbriefe bezieht in Erkenntnis ihrer Wichtigkeit biez Wehrmacht f ü r die Soldaten. Für die Gaue der Ostmark erscheint außerdem der Ostmark- | brief in einer Auflage von über 400 000. Auch bei I der Schulungsarbeit im neuen Jahre wird der d-ut- sche Osten wieder eine wichtige Rolle spielen. Da- neben werden im Kriege Haltungsfragen des deutschen Volkes behandelt. Weiter wird auf eine eindeutige Klärung aller wesentlichen national« sozialistischen Begriffe hingeardeit, die gerade im Kriege leicht Gefahr laufen, verwässert oder verfälscht zu werden. Unter- dem Leitmotiv „D i e große Tarnung — der letzte Betrug" werden der Leiter des Hauptschulungsamtes und seine Schulungsbeauftragten in den nächsten Monaten in zahllosen Schulungsabenden, in Wort und Schrift auf die vergeblichen Tarnungsversuche der westlichen Demokratien Hinweisen, die heute ver« suchen, ihren Untergang durch Diebstahl national« sozialistischer Begriffe und Maßnahmen hinauszuschieben und ihre plutokratische Fratze hinter so?ia« listischen Phrasen zu verbergen. Durch die Führungsarbeit der Partei wurde eine Einheit von Besehenden und Gehorchenden hergestellt, w'e sie noch niemals zuvor in der Geschichte des deutschen Vol« Fes verwirklicht war.
Kurse für heeresentlaffene Schneider.
In Friedrichsroda sprach Reichsinnungsminister 5 d) aller auf einer Tagung des Herrenschneider- Handwerks. Die Fachlehrer des Reichsinnungsver- bandes haben seit Kriegsbeginn in 50 Kursen 10 000 Schneidern Kenntnisse in der Lieferungsschneiderei vermittelt. Für die kommende Zeit sind kostenlose Sonderkurse für Heeresentlassene an der Meister« schule in Weimar vorgesehen, die den Heimkehrern die Wiederaufnahme ihres Betriebes erleichtern feilen. In der Ausbildung soll nicht die Näharbeit überwiegen, sondern die Technik der Maßschneiderei.
445 D
Großen-Buseck, Mainz, den 27. Januar 1941.
446 D
Gießt.n Bahnho straße 49 Ruf 3941
Die Beerdigung findet am Dienstag dem 28. lanuar, um 15 Uhr, vom Trauerhause, Wetzlarer Straße 61, aus statt
Nach einem arbeitsreichen Leben nahm Gott der Herr meinen lieben, unvei geblichen Mann, unseren guten, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Grobvater. Urgrobvaier, Bruder. Schwager und Onkel
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die tro beleben Worte des Herrn Pfarrer Börmim? am < trabe, den beiden Krankenschwestern für die liebevolle Pflege und allen denen, die unserer liehen Entschlafenen die letzte Ehie «rwiesen haben, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Christian Wagner Familie Wiih. Dambmann.
Wilhelm Weller II.
Landwirt und Privatmetzger
am Samstagabend. 23 Uhr, Im fast vollendeten 82. Lebensjahre zu sich In die ewige Heimat
In tiefer Trauen Katharine Weller, geb. Deibel nebst allen Angehörigen.
Gießen Klein-Linden. Unter-Flockenbach. Wieseck, 27. Januar 1941.
EINLADUNG
Die philosophische Fakultät I. Abteilung der Universität lädt Gönner, Freunde und alle Angehörigen der Universität zur diesjährigen
GRIMM-FEIER
heute Hon la«. den 27. Januar, 18.15 Uhr, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts (LudwigstraLle 34) freundlichst ein. — Es spricht Prof. Dr. Walther Rehm über „Leasing und Wlnckelmanu“. I.A.: Rauch, Dekan.
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Httnitl. Oberleitung: Emil Jannlngs
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und im „Wunschkonzert“
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