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werten sich weder um Recht noch um Neutralität. Denn der transsibirische Weg über Wladiwostok ist für die englisch-amerikanische Bolschewistenhilse praktisch versperrt. Die deutsche Luftwaffe sperrt den Weg über Murmansk im Norden. Das Schwarze Meer ist für jede Hilfeleistung durch England abgesperrt. Also blieb nur der transira­nische Weg. So ist England nunmehr zur krassen Verletzung der Neutralität Irans geschritten, wäh­rend die Bolschewisten von Norden her sekun­dieren. Iran steht also in der gleichen Lage wie im Jahre 1907. Aber eins hat sich geändert: Damals war das alte Persien schwach. Heute ist das neue Iran entschlossen, sich dem Bruch seiner Neutralität energisch zu widersetzen. E. S.

Das Ritterkreuz für kühne Flieger.

Berlin, 25. August. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Hauptmann Ka­minski, Hauptmann R o s s i w a t l und Leutnant T h u r n e r.

*

Hauptmann Kaminski hat, an der Spitze seiner Gruppe fliegend, obwohl in diesem Kriege schon zweimal schwer verwundet, in zahlreichen Luft-

kämpfen und Tiefangriffen neben 5 Luftsiegen eine große Anzahl von Flugzeugen am Boden zerstört. Er hat eine serbische Kolonne vernichtet und wäh­rend des Fallschirmunternehmens gegen den Kanal von Korinth einen englischen Panzer und 5 mit Truppen besetzte LKW.s zerstört, während er beim Einsatz gegen Kreta 3 Geschütze am Flugplatz Jrak- lion trotz stärkster Flakabwehr außer Gefecht fetzte. Nach kühnem Angriff auf sowjetische Flugplätze bei Sunna und auf ein zum Angriff auf deutsche Panzer startbereit stehendes Fliegerregiment konnte er trotz Flak- und Jagdabwehr mit seiner Gruppe 11 Feind­flugzeuge in der Luft abfchießen und 51. Maschinen am Boden zerstören. Das feindliche Fliegerregiment war damit vernichtet. Hauptmann Rossiwall hat auf seinen die Zahl 100 weit überschreitenden Feindflügen 10 Flugzeuge, davon 7 englische Jäger in der Luft abschießen können. An dem Fallschirm­unternehmen gegen Korinth und Kreta hat er her­vorragenden Anteil. Während der Einkreisungs­schlacht von Bialystok griff er, trotzdem seine Ma­schine schon stark zerschossen war, in Tiefangriffen nach Osten zurückflutende Panzer und Fahrzeug­kolonnen an, so daß die Straße verstopft und die Kolonnen zersprengt wurden. Leutnant Thur- ner hat ein englisches Flugzeugwerk trotz stärkster Flakabwehr und Ballonsperre im Tiefangriff an- geflogen und schwerste Bomben ins Ziel gebracht und ein Aluminiumwerk bei Birmingham völlig zerstört.

Zwei Stukas versenken 20000 BRT

Von Kriegsberichter Rudolf Hartmann.

DNB....., 26. August. (PK.) Es war einer jener

Augusttage, in denen schon der Schritt des nahen­den Herbstes klingt. Am Himmel brauste die wilde Jagd, und die Wellen des Atlantik rollten mit gro­ßen, weißen Schaumköpfen an die Küste. Eine Nacht vorher war an Besatzung und Maschine die höchste Anforderung gestellt worden, als wir auf der Rückkehr vom Feindslug nach England ein Wet­ter antrafen, bei dem selbst ein erfahrener Steuer­mann auf großer Fahrt die Stirn gerunzelt hätte. Nach dem Einsatz gegen den Feind kam der Kampf gegen die Elemente. So mar jeder frvh, als die Maschine dann endlich auf dem Platz ausrollte. Mensch und Flugzeug Haden wahrhaft die Ruhe verdient.

Da kam der A l a r m r u f. Geleitzug 1000 Kilo­meter weit im Ozean. Es galt blitzschnell zu han­deln. Kaum war der Cinsatzbefehl durchgekommen, da waren die Bodenmannschaften auch schon mit den Bombenkarren heran. Die Last hing unter den Tragflächen der Sturzkampfbomber, die sich in früher Nachmittagsstunde dem Meer entgegenhoben. Dann waren sie Stunde um Stunde mit sich und der Wasserwüste allein. Die beiden Maschinen, die von zweien unserer Oberfeldwebel als erfahrenen Flugzeugführern geflogen wurden, blieben dicht bei­einander. Ueber drei Stunden waren sie über dem

Ozean, ohne daß sich etwas Besonderes ereignet hätte.

Als der BeobachterGeleitzug voraus!" meldete, waren im Augenblick alle Anstrengungen des bisherigen Flugverlaufes, die scheinbare Nutz­losigkeit der Ereignisse, vergessen. Die Entfernungs­messer der englischen Schiffsflak faßten den anstür­menden deutschen Gegner über 1500 Meter auf, als sich die Kampfflugzeuge zum Angriff neigten. Dann rasten sie hinunter und die Bomben fielen. Einmal, zweimal, dreimal, viermal, Feuer, Tod und Verderben. Der zweite Angriff, Granaten jag­ten der stürzenden Maschine entgegen, Wölkchen, mattrosa und schwarz gefärbt, standen sekundenlang in der Luft. Verwirrung im Konvoi. Befehle, Schiffglocken schlagen an. Sirenen gellen. Die bei­den Oberfeldwebel am Steuer ihrer Ju 88 sehen auf einen schönen Erfolg herab. Ein Fünfzehn- t a u s e n d t o n n e r hat Schlagseite, ein Fünf- tauf-enbtonner neigt seine Bordwand eben­falls allmählich dem Meere zu. Es brennt auf bei­den Schiffen. 1000 Kilometer weit im Ozean. Und während dieser Bericht abgeschlossen wird, jagt un­sere Kampfgruppe mit allen Maschinen schon wie­der auf den Atlantik hinaus. Es gilt dem Geleitzug den Rest zu geben. Im Osten oder hier bei uns im Westen. Die deutsche Luftwaffe schlägt zu.

Operationen im Osten Überall in gutem Fortschreiten.

Oer Wehrmachtberichi.

DNB. A.u 5 dem Führerhauplquartier, 25. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Operationen im O st e n sind überall in gutem Fortschreiteu.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, vernichteten Unterseeboote und in überseeischen Ge­wässern operierende Kriegsschiffe 2 5 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 148200 BRT. hiervon haben die Unterseeboote allein in mehr­tägiger Verfolgung und nach hartem Kampf aus einem von England nach Gibraltar bestimmten Geleitzug 21 Handelsschiffe mit 122 000 BRT. her- ausgeschossen. Außerdem versenkten sie im Kampf gegen stärkste Sicherungsstreitkräfte einen Zerstörer derAfridi"-Klasse, eine Korvette und einen Bewacher.

Im Kampf gegen England belegte die Luft­waffe am Tage den Hafen Great Zarmouth mit Bomben schwersten Kalibers.

Während der Rächt richteten sich Luftangriffe gegen Hafenanlagen an der b r i t i s ch e n O st k ü st e sowie gegen mehrere Flugplätze auf der Insel. Vor­postenboote schossen vor der niederländischen Küste einen britischen Bomber ab.

Eine geringe Zahl britischer Flugzeuge warf in der letzten Rächt an einigen Orten Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben. Die Schäden sind uner­

heblich. Rachtjäger schossen drei der angreifenden Bomber ab.

Bolschewistische Entlastungs­angriffe zusammengebrochen.

Berlin, 25. August. (DNB.) An einem Ab­schnitt der mittleren Ostfront warfen die Sowjets starke Panzerkräfte, von Artillerie unter­stützt, gegen die Stellungen einer deutschen Infan­terie-Division. In heldenhaftem, tagelangem Kampf schlug die Division alle Angriffe ab und schwächte die Sowjets zahlen- und materialmäßig. In drei Tagen blieben 95 Sowjetpanzer vor den deutschen Limen liegen.

Auch im benachbarten Abschnitt lief der Vorstoß der Bolschewisten in der wirkungsvollen Abwehr der deutschen Infanterie fest. Achtmal schickten die Sowjets am 23.8. ihre Wellen gegen die Deutschen. Achtmal blieben zahlreiche bolschewistische Soldaten im Feuer liegen. Nach dtr tapferen Gegenwehr der deutschen Truppen stießen dann am gleichen Tage deutsche Panzer in die erschöpften bolschewi­stischen Kräfte hinein und brachten ihnen weitere schwere Verluste bei. Neben einer noch nicht erfaß­ten Anzahl von Gefallenen und Verwundeten ließen die Sowjets zahlreiches Kriegsgerqt in deutscher Hand. Weitere 28 Sowjetpanzer verfielen der Ver­nichtung. 31 Geschütze und 30 Lastkraftwagen wur­den zerstört oder erbeutet. So brachen die unter schonungslosem Einsatz aller Kräfte vorgetragenen Entlastungsangriffe der Bolschewisten unter schwe­ren Einbußen der Sowjets zusammen. '

Nach 6 Tagen härtesten Kampfes.

Von ^-Kriegsberichter Fritz Horstmann.

^-PK. Im Osten, August. Daß die Sowjets mit allen Mitteln versuchen würden, sich auch in dem Raum, in den unsere Standarte der Waffen- zu neuen Aufgaben rollte, der drohenden würgen­den Umklammerung zu entziehen, war, als uns unser Auftrag bekannt wurde, als sicher anzuneh­men. Nur allzu schnell merkten und spürten wir es an den heftigen Durch st oßverfuchen der Bolschewisten, an der enorm zähen Abwehr, wenn unsere Männer zum Angriff antraten, an der Massierung der schweren Waffen, der gut schießen­den Artillerie, der unheimlichen Pak und der zahl­reichen schweren Granatwerfer.

Sind es wirklich erst sechs Tage her, seit die Standarte in der Dämmerung dieses regenschweren Frühmorgens nach zwei Tagen und zwei Nächten auf den schlechten Straßen und Feldwegen der Ukraine in die erste Sicherungsstellung und den Ausgangspunkt für die späteren Angriffe einrückte? War es wirklich erst vor knapp einer Woche, als wir, ganz weit zurück, drüben am Hori­zont, durch den nassen Klee, den mannshohen Hanf, den weißblühenden Buchweizen und die ähren­schweren Kornfelder, in breit auseinandergezogenen Schützenketten langsam vorwärts stapften, voll höchster Aufmerksamkeit, blitzschnell Deckung suchend, wenn das Geknatter der dumpf schießenden Feind- MG.s die Geschoßgarben über uns hinweg zischen ließ ober bie Einschläge ber Störungsfeuer schie­ßenden Artilleriebatterien immer näher lagen?

Ja, es sind erst sechs Tage vergangen, feit wir uns von unserem heutigen Standpunkt _au§

kilometerweit zurück einschanzten, unsere MG.s und leichten Granatwerfer in Stellung brachten und die schweren Waffen hinter uns in Feuerstellung gin­gen. Heute, da wir unser Angriffsziel er­reicht und die Standarte damit ihren Auftrag an diesem Frontabschnitt erfüllt hat, die Fußein­heiten der Wehrmacht nachgerückt und über unsere letzte Stellung hinweg oorgegangen sind, heute, da wir die wichtige Eisenbahnlinie, an der wir jetzt liegen, in unserer Hand haben, da mutet uns die Dauer dieses Einsatzes wie eine kleine Ewig­keit an.

Es ist ein hartes, zähes Ringen gewesen, ein Kampf um jeden Kilometer, um jedes Ge­höft und jedes Dorf, um jedes Tal und jede Er­hebung. Denn es geht den Sowjets um die Ver­teidigung wichtiger Rückzugsverbindungen. Welch ein lebhafter Betrieb, welch ein Verkehr von Fahr­zeugen und Mannschaften vor uns, drüben auf der anderen Seite des breiten Tales. Prächtige Ziele für die schweren Waffen. Weiß ber Sowjet bort noch nicht, daß wir ihm so nahe auf der Pelle sind? Nur kurze Zeit nachbem bie Schützeneinheiten ihre Stellungen bezogen haben, fährt neben uns auf einer beherrfchenben Höhe ein schweres Flak- g e s ch ü tz in Stellung.

Panik bei den Bolschewiken, als die ersten Ein­schläge schon haargenau in den marschierenden und rollenden Kolonnen liegen. Bald sind auch zwei schwere Artilleriebatterien in unse­rem Abschnitt in Stellung gebracht. Der Feuerhagel, der dann gegen die immer wieder austauchenhen

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Japans Antwort an Churchill

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Seite werden sich doch manche Briten ihre eigen Gedanken gemacht haben. Solche Bedenken zu zx. streuen, stellte Churchill bewundernd fest, auch bt Russen kämpften mit prachtvoller Hingabe". Hedy! die prächtige Hingabe ließ er sich nicht im einzeln^ aus, und so erfuhren die Engländer auch nich; von in Panzern eingeschlossenen Sowjets und mit Maschinengewehren unterstützenden Sowj<j, kornmissaren. Aus das, was Churchill über d- neue Ordnung nach plutokratischem Rezept ai& führte, wird seine Hörer wenig interessiert habm, denn sie wissen ja längst aus englischen Zeitung und Ministerreden von den 31 deutschen Kleinste ten, der Entwaffnung und völligen wirtschaftlich^ Versklavung Deutschlands und von der britisch« Polizeiaufsicht. DasSignal", das Churchillüter bie Meere aufleuchten" ließ, ist schon einmal eq Zeichen ber Lüge und des Betruges gewesen. H«nr wirkt es nicht anders als ein 508-Zeichen 6$ sinkenden Plutokratenschiffes. Es gehört endlich d, ganze Abgebrühtheit eines Churchill dazu, wenn -r sich abschließend ausführlich über den Gottesbienf auf derPrince of Wales" ausließ, bei bem ter ChoralVorwärts Soldaten Christi" begeistert g. jungen worden sei. Die gotteslästerlichen Phrch, eines Churchill verhallen im Aether und besteh m bleiben die deutschen Sondermeldungen mit Waffentaten unserer tapferen Soldaten; benn 1t bahnen den Weg zu einem neuen Europa der Wch, heit und Gerechtigkeit!

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Der Zweck ber ganzen Rebe sei eine Hebung hur U Stimmung in Englanb unb eine Anfeuerung d«r L Kriegstreiber in Norbamerika. Aus der Art, : wieder die von den Angelsachsen so beliebte sog.!- nanntechristliche Ideologie" in bie Rede hinein vekwoben worben sei, sehe man nur zu deutlich dw rein kaufmännische Denken, das sich damit zu tw nen suche. Sehr beachtet wirb das Stillschweigen,

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Churchills Sonntagsrede

Phrasen gegen Tatsachen.

Berlin, 25. Aug. (DNB.) Zur gleichen Stunde, in der die Fanfaren die Sondermeldung über den neuen unb großen deutschen U-Booterfolg im At­lantik anfünbigten, sprach auch wie mir bereits melbeten Winston Churchill über ben Aether. Während aber ber deutsche Erfolg von der ganzen Welt in seiner Bedeutung verstanden unb gewertet wird, interessiert das Phrasengedresch Churchills, das bet feiner ewigen Wiederholung nur stetig durchsichtiger wird, heute nur noch wenige. Selbst die Engländer, die sich nach einem Hoffnungsschim­mer in dem ihnen von Churchill und seinen jüdisch- plutokratischen Kumpanen eingebrockten Krieg seh­nen, werden von diesem neuerlichen, mit so vieler Reklame angekündigten Erguß ihres Premiers bit­ter enttäuscht worden sein, glaubten sie doch, baß Churchill von seiner Pilgerfahrt in die Wasserwüste des Ozeans gewisse kompakte Tatsachen Heimbringen würde. Stattdessen mußten sie hören, daß das At­lantiktreffen kein Treffer, sondern eine ausgemachte Niete war. Sogar den Briten muß Churchill erheb­lich zu schlucken gegeben haben, als er einleitend fragte, ob esanmaßend von mir wäre, zu be­haupten, daß das Treffen auf dem Ozean etwas Erhabenes versinnbildlicht, nämlich die Gewalt ber guten Kräfte ber Welt gegen die bösen Kräfte, bie jetzt so furchtbar und triumphierend daftehen". Nicht nur der zugegebene Triumph berbösen Kräfte" wird den Engländern bitter angekommen fein, auch über die guten Kräfte mit dem guten Stalin an der

Sonntagsrebe sehen bie römischen Blätter bu klare Eingeständnis für die englischen imperialifti schen Ziele in ber ganzen Welt. Mit ber Zu­rüstung aller Völker, die nicht so wollten, wie in Angelsachsen, schreibtGiornale d'Jtalia", wollt« sich diese bie Herrschaft über bie We It sichern. Unter bem Schutz ber Bajonette könnt« sie bann ungestört Geschäfte machen unb tm Taschen füllen. Auch bas von ben Angelsachsen be­anspruchte Monopol, für bie Verteibigung toi Freiheit unb Recht in ber Welt zu kämpfen, sti nur ein Vorwanb, der bem gleichen Ziele biera:.

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Tokio, 23. August. (Europapreß.) Das Armee­kreisen nahestehenbe BlattKokumin Shimbun" be­zeichnet ben Japan geroibmeten Teil der Churchill- Rebe als hinterhältige Propaganba, die nur auf Drohungen basiere. Churchill habe verschiedentlich eine ähnliche Sprache gebraucht, seitdem zum ersten- mal bie Gerüchte von einer angeblichen Fernostkrise in bie Welt gesetzt würben, aber Französisch-Jndo- china, Thailanb unb anbere Staaten gingen nicht mehr in Englanbs Falle. Kurz gesagt sei die Rede Churchills als ein Komplott anzusehen, das Thai­land Japan entfremden, und gleichzeitig durch die Anregung japanifch-nordamerikanifcher Verhand­lungen das Lager ber Achsenmächte spalten solle. Churchill verheimliche, daß England durch die für Malaya, Burma unb Tschungking bestimmten Trup­pentransporte bie Krisis einer Einkreisung Thai- lanbs heraufbeschworen habe. Demgegenüber bleibe bie japanische Politik unoeränbert auf ben Aufbau einer ostasiatischen Sphäre eines allgemeinen Wohl- stanbes unb Friebens gerichtet

Nicht Nicht" fragt, wer eigentlich Japans Vor­bringen nach Süben veranlaßt habe unb stellt fest, b«ß nichts anderes als die britischen Bemühungen, die Beendigung des japanisch-chinesischen Konfliktes zu verhindern, Japan zu seinem Vordringen ver­anlaßt habe. Japan hat den Süden nicht bedroht, sondern ausschließlich die britischen Machen­schaften kzurückgewiesen. Seit der Bespre­

chung zwischen Churchill unb Roosevelt hängt üb- Japan bas Damoklesschwert eines möglichen Ei-, greifens Großbritanniens unb der USA. Churchl unterschätzt aber die Entschlossenheit .Japans, b« eingeschlagenen Weg unter allen Umständen forfp setzen.

Das Echo in Rom.

Rom, 25. Aug. (Europapreß.) In ChurchiLj 5

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lohnenden Ziele losbricht, wirb den Infanteristen in diesen Tagen zur ständigen Melodie ber schweren Ausgabe ihres Vorgehens.

Doch der Kampf ber Artillerie ist durchaus keine einseitige Angelegenheit. Die Sowjets verfügen auch hier über zahlreiche Batterien, deren Feuer kaum abreißen will. Später können wir feststellen, daß sie ihre vorgeschobenen Beobachter oft in den Kellern ber Dörfer fitzen haben, die ihre Truppe längst räumte unb die von uns besetzt würben. Wir finden Funk- unb Fernsprechapparate. An einem Gerät klingelt plötzlich der Wecker, ein Zeichen, daß hier noch vor wenigen Minuten der feindliche Be­obachter, wie uns die zurückgebliebenen Einwohner erzählen, ein nach außen hin harmlos erscheinender Zivilist, das Feuer in unsere Stellung geleitet hat. Daher die genau liegenden Einschläge, die uns alle immer wieder in die Löcher und hinter die Deckun­gen zwingen.

Deckung vor feindlichen Bombern! Da sind sie mal wieder über uns! Wo find unsere Jä­ger, vorhin waren sie ja noch da. Schade, daß sie südostwärts zogen! Die Sowjets nützen immer wie­der die tief liegenden Wolkendecken aus. Aber heute erwischt es sie doch noch. Genau so verheerend wie vor 14 Tagen, als über ber Straße unseres Vor­marsches ein seinblicher Verband von neun Maschi­nen durch unsere Messerschmitts gestellt und in we­nigen, atemraubenden Augenblicken, bis zur letzten Maschine völlig vernichtet wird. Heute sind es acht Sowjetbomber im Raume über uns. Unsere Flak, leichte und schwere, schießt, was sie nur schießen kann. Leuchtspurgarben der leichten und Sprengwölkchen der schweren liegen gut. Jetzt hat es eine Maschine erwischt, langsam löst sie sich von ben anderen, kippt ab unb stürzt dann hinunter. Ein dumpfer Knall, eine riesige Stichflamme unb Rauchwolken, bort, wo sie aufschlägt.

Achtung, eigene Jäger!" Jetzt sehen wir sie deutlich gegen bie Sonne, jetzt hören wir ben pfeifenden, Hellen, »metallnen Klang ihrer Motoren. Die Flak stellt das Feuer ein. Die Jäger pirschen, kreisen und stürzen sich immer näher heran. Ein zweiter, ein dritter Bomber fallen brennend vom Himmel, unb eine Viertelstunbe später «zieht einsam nur noch eine einzige Sowjetmaschine über uns hinweg--heimatwärts.

48 Stunden trommeln unsere schweren Waffen auf bie Stellung des Feindes, bekämpfen wir mit MG. und Gewehren jedes erreichbare Ziel vor uns. Dann kann im ganzen Bataillonsabschnitt der An­griff vorwärtsgetragen werden, kilome­terweit, bis der Widerstand ber Sowjets gegen un­sere Spitzenkompanie erneut so stark wird, daß ber Wert bes weiteren Vorbringens in feinem Verhält­nis zu den zu erwartenden Opfern gestanden hätte. Später kann unser Bataillon den liebergang über bas vor uns liegende Fluß- und Teichsystem mühe­los im ^tachbarabschnitt vollziehen.

Die Sowjets fallen der Täuschung zum Opfer. Wenn sie gewußt hätten, daß nur eine einzige P i o n i e r k o m p a ni e mit nur wenig schweren Waffen die Sicherungslinie hält, die vorher ein ganzes Bataillon mit Artillerie unb Pak, mit Flak aller Kaliber, mit Maschinengewehren unb Granat­werfern besetzt hatte...

Wieber sind wir ber vor uns liegenden Eisen­bahnlinie ein beträchtliches' Stück nähergekommen. So greifbar ist sie uns nahe gerückt, daß, als deut­lich sichtbar wieder ein Transportzug darüber hin­wegrollt, eins unserer schweren Flakgeschütze vor­gezogen werben kann und mit wenigen Schüssen ben Eisendahnzug in Trümmer legt. Rauchfahnen Mgen das VeMchtuMMM dKutffch gn, Ws am

Abend dieses Tages bann noch Sturzkampffliegnk nach vorne brausen, und wie wir sehen, ihre schliß renBrocken" hinsetzen, ist es endgültig mit dem Eisenbahnverkehr hier oben aus.

Wieder ist die Stunde des Jnfanterü' st e n gekommen. Müde unb doch hellwach, verkm- stet und verstaubt wie oft sind wir trotz Tarr- jacke und Zeltbahn, bis auf die Haut durchgeregwil in diesen Tagen. Geduckt vorwärts stapfend wri immer wieder Deckung suchend, so erreichen die Eirn- heilen in stärkstem feindlichen Abwehrfeuer ötsi Schienenweg. In härtestem Kampf wird, wie s? zur Sicherung dieses Erfolges notwendig ist, h® dahinter liegende Dorf genommen, ber Bolfchew'i

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enbgültig aus ihm vertrieben.

Als letzte Gegenwehr fetzt er Panzerwagen eir. Aber auch sie können, wie Artillerie unb Pak, Gra­natwerfer unb Maschinengewehre, Karabiner um) Handgranaten, deren Einschläge sich bis zum spälm Abend zu einem wütenben, wilden Taumel Derw nen, die gefallene Entscheidung' nicht ändern. E- weicht kein Mann der Standarte, mag der KamU auch noch so hart toben. Das Angriffsziel ist en« reicht!

Erfolgreicher Einsatz der Lustwaffe.

Berlin, 25. Aug. (DNB.) Mit besonderem v* folg belegten deutsche Kampfflugzeuge Schiffs" ziele im Finnischen Meerbusen nui Bomben aller Kaliber. Ein vollbeladenek Truppentransporter von 6000 BRT. wurde durch mehrere Bombentreffer so schwer beschädig; baß das Schiff in Brand geriet und sank. Nach alle« Seiten sprangen die Solbaten über die Reeling um) versuchten, sich zu retten. Zahlreiche weitere SchM j wurden durch Volltreffer schwer deschäbigt darunta! i drei Handelsschiffe von zusammen 5000 BRT. 5® Raume bes Ilmensees wurden Infanterie-, An- tillerie- und Nachschubkolonnen vernichtend getroffen und zersprengt. Besondere Angriffe richteten H i gegen Flak- und Artilleriestellungen südlich Pk?', t e r s b u r g , die durch Volltreffer zum Schweiget gebracht wurden.

Angriffe der Luftwaffe richteten sich im mitä' l e r e n Teil der Ostfront gegen Eisenbahnlinien und Nachschubwege der Sowjets. In zahlreiche Bahnhofsanlagen wurden durch Bombentreffer W fangreiche Zerstörungen heroorgerufen. Zahlreitzö Eisenbahnstrecken wurden unterbrochen. Im Raum von Gomel griffen Sturzkampfflugzeuge so"l- jetische Panzerzüge im Tiefflug an. Die PanzerziO wurden so vernichtend getroffen, daß nur Trümmsc übrig blieben. Im südlichen Teil der Ostfront griffen Kampfflugzeuge erfolgreich sowjetische^' zugskolonnen an. Kamps- und Sturzkampfverbäin-r belegten Eisenbahnlinien im Rückzugsgebiet der Bo>> schewisten erfolgreich mit Bomben. Weiter wurden Hafenanlagen am Dnjepr und sowjetische Flaksü'' lungen durch Bombenvolltreffer vernichtet.

öer finnische Vormarsch.

Helsinki, 25. Aug. (Europapreß.) Dom rasche Vordringen'der finnischen Armee im Rau sN von W i b o r g und den bevorstehenden O p e r at i o n V im Petersburger Gebie-t schreibtHelsingirl | Sanornat" folgendes:Die finnische Armee von I nördlicher unb die deutsche Armee von südlichst Richtung nähern sich Petersburg. 2)ie 3p j lierung Petersburgs von ber übrigen Sowjetunmr i wird auf die Produktion der Kriegsindustrie P® < ganzem Sowjetunion ejnwixLW*.