Dienstag. 2b. August Ml
9er britisch-bolschewistische Überfall auf Iran
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Ctockholm, 25. Aug. (Europapreß.) Nach einer jieDung aus Moskau wurde am Montagmorgen in !er sowjetischen Hauptstadt offiziell mitgeteilt, daß ovjetische und britische Streitkräfte :m Montag früh den BefehlzumEinmarsch n ) e n 3 r a n erhalten haben.
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Washington, 26. Aug. (DNB.-Funkspruch.) Der iranische Gesandte in Washington Mohammed Schayesten begab sich am Montag zu dem Unter- ftaatssekretär Sumner Welles. Im Anschluß erklärte er Pressevertretern, er habe Welles die Lage im Iran klargelegt und dabei betont, daß fein Land
Istanbul, 26. Aug. (DNB.) Der Teheraner Rundfunk verbreitete eine Proklamation des Schahs an die iranische Bevölkerung und den Befehl an die iranische Armee, dem sowjetischen und britischen Einmarsch bewaffneten Widerstand entgegenzusetzen. Der sowjetische Einbruch vollzieht sich an zwei Stellen, nämlich längs der Bahn Maschitschewan — Täbris in Richtung Täbris und zum anderen bei 21 ft a r a längs der Küste des Kaspischen Meeres nach Süden und auch nach Westen in Richtung auf Ardebil.
General Wavell leitet die Operationen im Iran.
Stockholm, 25. August. (Europapreß.) Die Operationen im Iran werden auf englischer Seite vom Oberbefehlshaber in Indien, General Wavell, geleitet. Die Engländer marschieren vom Süden her und die Bolschewisten vom Norden her über den Kaukasus in Iran ein. Im Persischen Golf sind außerdem Seestreitkräste versammelt, die unter dem Befehl des Kommandeurs der britischen Seestreitkräfte in Indien stehen. Die Stadt Täbris wurde von sowjetischen Flugzeugen in den frühen Morgenstunden des Montag ohne jede vorherige Warnung angegriffen. Unter anderem wurden der Flugplatz sowie die Kasernen mit Bomben belegt, wobei allerdings nur geringe Wirkungen erzielt wurden. Es wurden einige Tote und Verwundete gemeldet.
Briten und Bolschewisten auch nicht den Schein eines olchen Vorwandes zu liefern.
Der Griff nach dem Erdöl.
Die Meinung in Rom.
tow ihm mitteilte, daß die Aktion gegen den im Gange fei.
Aufruf des Schahs
zu bewaffnetem Widerstand.
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Frankreichs Jahr II
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nicht zugängigen Beratungen der Ausschüsse des im vergangenen Winter geschaffenen Nationalrats.
Es ist noch eine andere Neuernennung erfolgt: der bisherige stellvertretende Generalsekretär Paul Marion, der das Jnformationsamt der französischen Regierung leitete, ist zum „Generalsekretär der Information und der Propaganda" ernannt worden. Das Instrument der Propaganda, das im unbesetzten französischen Gebiet bisher nur sehr zaghaft gespielt worden ist, soll also vielleicht in stärkerem Maße eingesetzt werden. Paul Marion hat kürzlich in Marseille und in Nizza, Reden gehalten, in denen er für die Ideen der Nationalen Revolution warb und gleichzeitig auch den Gedanken der französischen Zusammenarbeit in den Rahmen einer „Europäischen Kooperation" stellte. Auf diesem Gebiet ist alles noch im Fluß. Marion kommt im Gegensatz zu manchen anderen Persönlichkeiten, die das Bild der jetzigen französischen Regierung und der Umgebung Petains beherrschen, von links, sogar von sehr weit links her. Zuletzt war er allerdings einer der Mitarbeiter von Jacques Doriot und seiner französischen Volkspartei, mit der er sich in der Richtung zu einem nationalen Sozialismus entwickelt hatte.
Petain hat in seiner Ansprache mit bemerkenswerter Offenheit von den Anzeichen der im unbesetzten Frankreich herrschenden Unzufriedenheit gesprochen, von der „Atmosphäre der falschen Gerüchte und Intrigen", von der englisch-gaullistischen Rundfunkpropaganda, die gegen die Regierung von Vichy arbeite und von der Auseinandersetzung mit „gewissen französischen Zeitungen" — eine Anspielung, die man nur im Hinblick auf die Auseinandersetzung zwischen Vichy und Paris verstehen kann. Aber was die Beziehungen mit Deutschland betrifft, die ja nun einmal der ausschlaggebende Punkt für die weitere Entwicklung Frankreichs sind, bedurften die Ausführungen des Marschalls keiner verschleierten Wendungen und sie bedürfen auch keines Kommentars. Zum Kampf im Osten sagte der französische Staatschef, es feien „gigantische Aufgaben, bei denen sich im Osten die Verteidigung einer Zivilisation entwickelt, Aufgaben, welche das Angesicht der Welt verändern können"^
Die Probleme sind damit klar Umrissen. Frankreich hat jetzt den letzten Trennungsstrich unter das Kapitel der parlamentarischen Demokratie gezogen. Es zahlt keine Tagegelder mehr an die Senatoren und Deputierten von einst, es unterstützt nicht mehr mit den Steuergeldern des französischen Bürgers die. dunklen Umtriebe der Leute, die das Land in das < Verderben geführt haben; den Würdenträgern der Freimaurer, die sich in der Verwaltung noch breit machen konnten, ist der Zugang zu jeglichem Einfluß endgültig versperrt, die letzten Reste der Parteienwirtschaft sollen ausgetilgt und das Werk dec neuen Ordnung in Angriff genommen werden. Vieles wird noch provisorisch bleiben, alles wird davon - abhängen, mit welchem Geist der Rahmen ausge-1 füllt wird, den man jetzt schafft.
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Rom, 25. Aug. (Europapreß.) Das Echo des britisch-sowjetischen Einfalles in Iran ist in Rom außerordentlich lebhaft. Politische Kreise sprechen von einem neuen empörenden Verstoß gegen die Hoheitsrechte eines unabhängigen Staates. Gegen den aufrichtigen Neutralitätswillen des Landes habe man die rohe Gewalt gesetzt, die in ihren Zielen mit den Interessen des Iran nicht das geringste zu tun habe, sondern nur eigensüchtig die politischen und strategischen Wünsche Englands und seines bolschewististschen Verbündeten verfolge. Nicht ohne Reiz sei die Frage nach dem Echo, das auf diesen Schritt aus Wgshington zu erwarten sei. Immer wieder sei vom Weißen Haus betont worden, die Feindschaft und der Kampf der USA. gelte den „Angreifern". Wer in diesem Falle der Angreifer sei, daran dürfte wohl kein Zweifel bestehen; man könne also gespannt sein, was Roosevelt zu diesem Angriffsakt zu sagen habe.
Der „Corriere della Sera" schreibt, das eigentliche Ziel Englands sei der Besitz des iranischen Petroleums. Die englische Presse führe in dieser Hinsicht eine unverschämt klare Sprache. England schrecke vor keiner Schandtat mehr zurück, um seine wachsende Bedrängnis zu beschwören. Die Zeitung „Evening News" habe unumwunden erklärt, England müsse unbedingt d a -i Petroleum Irans unter seine Kontrolle bringen, das Blatt habe auch durchblicken lassen, daß die Frage der deutschen Staatsangehörigen nur ein Vorwand sei.
Vichy, Mitte August 1941.
Die gesetzgeberischen Maßnahmen, die Pötain am Dienstag in einer Rundfunkansprache begründet hat, erheben den Anspruch, eine neue wichtige Etappe zur Erneuerung Frankreichs zu sein. Die Verfechter der Politik Petains sprechen bereits vom „Jahr II" der Nationalen Revolution. Allerdings, längst nicht alle Hoffnungen waren in Erfüllung gegangen, die man sich gemacht hatte, seitdem im Kasino von Vichy am 10. Juli 1940 die alten Gewalten der parlamentarischen Demokratie in der denkwürdigen Sitzung der Nationalversammlung sich ihr eigenes Grab geschaufelt hatten. Die Nationale Revolution war' damals verkündet worden, aber jetzt, am 12. August 1941, mußte Petain feststellen, daß die Nationale Revolution noch nicht zur Wirklichkeit geworden ist.
Die Maßnahmen, die jetzt getroffen worden sind, geben den Maßstab für das, was von den erhofften Wirklichkeiten nicht zur Tatsache geworden ist, zugleich aber dafür, wie man sich die w e i t e r e E n t- wi cklung vovstellt: Beharren auf dem Wege des Aufbaus unter Verstärkung der autoritären Züge. Die Verbindung mit den lebenden Kräften des Volks, der innige Kontakt mit den breiten. Massen bleibt nach wie vor das dornige Problem, dessen Lösung der Regierung Petain bisher noch nicht be- schieden war.
Marschall Pötain selbst hatte in seiner Botschaft vom 11. Oktober 1940, welche die mit den Worten „Arbeit, Familie, Vaterland" umrittenen Grundzüge der Nationalen Revolution aufgeftellt hatte, gesagt: „Eine Revolution macht man nicht nur mit Gesetzen und Dekreten". Alles hängt also von dem Inhalt ab, den die Persönlichkeiten den Ideen dieser auf Autorität, Verantwortung und Disziplin auf gebauten Nationalen Revolution einflößen können. Petain hat in seiner jetzigen Rund- sunkansprache erläutert, warum die Stellung des Admirals D a r l a n verstärkt worden ist. Darlans Rolle ist, wie Pätain sagte, von der ftanzösischen Oeffentlichkeit nicht immer günstig und gerecht beurteilt worden, aber er schenke ihm weiter sein unbedingtes Vertrauen.
Zwei neue Staatsminister sind ernannt worden, Lucien Vomier und Henry Moysfet. Lucien Romier ist einer der besten ftanzösischen Wirtschasts- kenner und Historiker, eine ausgeglichene Persönlichkeit mit ruhigem abgewogenem Urteil, Mitte der Fünfzig, verbindlich. Don seinem ruhigen Urteil kann man weitere gute und beherzigenswerte Vorschläge für die Ausgestaltung des Rahmens der Nationalen Revolution auf dem Gebiet der verfassungsmäßigen, sozialen und korporativen Einrichtungen erwarten. Henry Moysset ist ebenfalls Historiker. Er hat als Lehrer bei den Einrichtungen der französischen Kriegsmarine zahlreichen Offizieren der Flotte seine Kenntnisse auf dem Gebiet internationaler politischer Zusammenhänge vermittelt. Aber diese Persönlichkeiten wirken in der Stille ihrer Ar- beitsLimmex und den intimen, der Oeffentlichkeit
J?r sowjetische Gesandte in Teheran, Mirnov, bereichte der iranischen Regierung eine Note, n l?r die Sowjetregierung erklärt, der Paragraph 6 Ti stwjetisch-iranischen Uebereinkommen vom 26. Fe- 1921 komme jetzt nach 20 Jahren zur An- gefnmg. In dem betreffenden Paragraphen heißt sjhfj sowjetische Streitkräfte nach vorhergehender Öffnung seitens der sowjetischen Regierung das leit haben, in den Iran einzurücken, sofern eine rite Macht die Sowjetunion über den Iran be- rott. In der Note heißt es weiter, deutsche Staatsbürger hielten i in Iran Schlüs- . tellungen besetzt, von denen aus sie d i e m I > d i e t u n t o n bedrohten. Die Deutschen, m e es, bekleideten wichtige Posten in 50 indu-
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Irans Gchicksalskampf.
Am Montagmorgen, unmittelbar auf Churchills verlogener Sonntagsrede, sind englische und bolschewistische Truppen in Iran eingeruckt und haben begonnen, durch die Vergewaltigung dieses neutralen Staates Churchills Lügen, die Plutokraten» Bolschewisten kämpften für die Unabhängigkeit der kleinen Nationen, aller Welt sichtbar zu wider egen. Das vergewaltige Iran wird sich diesem Pressions- versuch mit allen Kräften widersetzen, denn die Zeiten sind andere als 1907 und 1918. Im Jahre 1907 hatte ein zwischen Rußland und England in Petersburg geschlossener Vertrag tatsächlich das Ende der Unabhängigkeit des alten Persiens, des jetzigen Iran, bedeutet. Die Russen hatten den Norden und die Engländer den Süden Irans annektiert, die Russen aus Eroberungslust und die Briten aus Interesse an den südiranischen Oelquellen. Damit waren die reichsten Gebiete Irans in die Hände dec Fremden gefallen, denn die Mitte des Landes wird von der großen, schwer zu erschließenden Wüste Lut gebildet. Im August 1919 hatten die Engländer die südrussischen Oelquellen von Baku, die zunächst nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches von den Türken besetzt waren, verlassen, da die Bolschewisten sich als stärker denn die Engländer erwiesen. Der britische General Dunfteroille hatte damals dis Kaukasusvölker zur Freiheit aufgerufen, um sie dann ihrem Schicksal und der Mordgier der Bolschewisten kaltblütig zu überlassen.
Seit 1925 hat Schah Resa Pahlawi Iran erneuert. Wie Kemal Atatürk die Türkei, so führte dieser tatkräftige Soldat und Staatsmann das alte Iran in die Reihe der modernen Staaten. In der Verkehrserschließung und der Urbarmachung des Landes hat der Schah ebenso seine Tatkraft bewiesen wie in der Schaffung eines modernen Heeres. Die Bolschewisten schauten seinem Werk mißvergnügt zu, die Briten, die im Süd-Iran die Oelquellen besaßen, gerieten mit dem selbständig gewordenen Iran in Konflikt, da Iran der Jranian Oil-Company die Konzessionsverträge kündigte, um einen größeren Konzessionsanteil zu erlangen. Wie in Syrien die Anwesenheit Deutscher zum Vorwand genommen wurde, um Syrien der Vichy- Regierung zu entreißen, wurden jetzt die geradezu lügenhaften Behauptungen verbreitet, Iran hätte, eine der Fünften Kolonnen, das sollen die 600 bis 700 deutschen Ingenieure, Techniker, Werkmeister, Kaufleute sein, während sich mehrere tausend Briten ständig im Iran aufhalten.
Der Schah, seine Presse, und sogar die der Türkei, wies den beabsichtigten Bruch der iranischen Neutralität scharf zurück, da es sich um lügenhafte Vorwände handele. Aber die Briten, von Moskau darauf aufmerksam gemacht, daß nur der Weg über Iran den Bolschewisten Hilfe bringen könne, küm-
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x len Betrieben und übten eine Aktivität aus, !ie direkt gegen sowjetifche Interessen gerichtet sei. jrtrnal habe die Sowjetregierung in Teheran gegen Heft Verhältnisse protestiert und die Ausweisung ine bestimmten Anzahl von Deutschen gefordert, in allen drei Fällen seien die Proteste von Iran iiritfgeroiefen worden. Schließlich heißt es in der lot, daß die britisch-sowjetische Besetzung des &ei5 nur so lange dauern solle, wie die Gefahr rstche, und daß die Erreichung territorialer Ge- ürrie nicht beabsichtigt sei. Der britische Gesandte 1 Teheran hat im iranischen Außenministerium eine lot ähnlichen Inhalts abgeliefert. Der iranische Zes ndte in Moskau wurde am Montagmorgen ins Fetische Außenkommissariat beordert, wo Molo-
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jkt:e Geschichtsfälschung.
de englische Rechtfertigung wird durch ü- Rebe des englischen Außenministers E d e n vom i.iljguft widerlegt. Darin hatte Eden drohend er- Ifir: „Unsere Truppen im Mittleren Orient werden irit Bezug auf Mannschaft und Material verstärkt, tarnt fie für die n ach st e A n g r i s s s a 111 o n hieit sind. Ich erkläre den Völkern im Mittleren Orient, daß die Schläge, welche diese Truppen aus- leilen werden, Schläge sind, die ebenso sehr sur ihre cheae Unabhängigkeit als auch für die unsere ge- fuljrt werden. Dementsprechend müssen diese Lander mit uns Zusammenarbeiten."
D escbt-1-KewirtA < A FGHAWSTAN (Salzwösfe) / \ *>
An ka ra, 26. Aug. (DNB.) Von der iranischen ftichast in Ankara wirid darauf hingewiesen, daß ickers,bj: iit?em Punkt 6 des sowjetifch-persischen Vertrages reiche im.■ M Jahre 1921. der Einmarsch keineswegs zu recht- i Pokchir mgen sei, da keine der. darin aufgeführten T. Nürnbeix: z Miussetzungen für die sowjetische Aktion zutrifft. " hi,iner Note vom 12. Dezember 1921 stellt die
wrjetunion u. a. fest: „Artikel 5 und 6 haben iii^g und allein den Fall von Vorbereitungen inb bewaffneten Kampfes gegen die Svwjetrepu- jjm von feiten der Anhänger des gestürz- ki Regimes ober derjenigen fremden Mächte. ■ äm Auge, wodurch gewaltsame
9. durch hinterlistige Bemächtigung des persischen iebetes O p e r a t i o n s b a s e n gewonnen werden Mn für direkte oder mit Hilfe gegenrevolutionärer litte durchzuführenlder Angriffe gegen die Sow- 1 'upubliken. Die Artikel beziehen sich nicht auf lilxnffe durch Wort und Schrift gegen das Sow- etrqime, sei es durch persische Gruppen oder Migranten in Persien." Daraus geht klar hervor, «ß sich dieser Vertrag eindeutig auf die be'fürehrte Tätigkeit russischer Emigranten und h Hintermänner bezieht. Unter ihren J)tnter= iiäniern aber verstand, wie der Zeitpunkt des Ab- Gsses ergibt, den Vertrag niemand anders als knzland, dessen Versuche, wie früher über das Eege Meer eventuell Aktionen über Persien gegen it? Sowjetunion zu starten, verhindert werden soll- «. Diesen Vertrag heute für einen Ueberfall aui ■ )ei Iran wegen der Anwesenheit deutscher Tech- ffler und Wissenschaftler heranzuziehen, ist eine
habe stets den Wunsch gehabt, zu feinen Nachbarn freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten.
Bestürzung in der Türkei.
Ankara, 25. Aug. (Europapreß.) Die Nachrichten von dem Einmarsch sowjetischer und britischer Truppen im Iran verbreitete sich mit Windeseile. In türkischen Kreisen ist man entsetzt über den Ueberfall auf den Nachbarstaat, mit dem man durch den Pakt von Saadabad verbunden ist. und dem alle Sympathien des türkischen Volkes gehören. Blitzartig ist der türkischen Oeffentlichkeit noch einmal die Gefährlichkeit der britisch-sowjetischen Allianz für die Länder des Vorderen Orients und damit auch für die Türkei selbst zum Bewußtsein gekommen.
In zerstörten Städten Ostkareliens.
Kopenhagen, 25. Aug. (Europapreß.) Der Korrespondent von „Politiken" berichtet von einem Besuch in dem wiedereroberten Sortavala Ganze Distrikte der Stadt seien eingeäschert. Nur im Zentrum ständen noch Häusermauern unbeschädigt ba, aber rauchgeschwärzt und von Granaten durchlöchert seien sie alle. P i t k a e r a n t a habe noch in Flammen gestanden, als er die Stadt durchfuhr, eine Stadt, die fast nur aus nackten, in die Luft ragenden Schornsteintrümmern bestehe, eine Riesenfabrik, wo nur die Außenmauern noch ständen, ein Millionen-Unternehmen, dessen kostbare Maschinen blind zerschlagen seien, eine Eisenbahnstation, wo nur noch verbogene Schienen und rauchende Trümmer vorhanden seien und bann mitten in aller Zerstöruna die riesige Kriegsbeute. 22 Lokomotiven, lange sowjetische Züge mit voltbelaste- ten Tankwagen, alles völlig unbeschädigt, Wagen mit Munition und anderem Kriegsmaterial, alles in größter Elle verlassen. Die roten Zerstörungs- tolonnen hatten flüchten müssen.
Das Eichenlaub für Oberleutnant Philipp.
B e r 1 i n, 25. Aug. (DNB.) Der Führer Hal Oberleutnant £ f) 11 i p p als 33. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Er sandte ihm aus diesem Anlaß folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 6 2. Luftsieges als 33. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Gez.: Adolf Hiller."
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General-Anzeiger sur Oberhessen
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