Das Weltbild als Werk deutschen Geistes
em Obersten Kriegsrat steht. Dies Ergebnis oder
ose Zusamrnenfassuna der Knegsanstrengungen bei- er Länder unter Beseitigung aller im Wege stehen«
Oie Mission der deutschen Wissenschaft
Kopernikus und die Kreisbewegung. — Oer Harmoniegedanke Keplers.
Von Dr. Ludwig Kühle.
im neuen Europa.
Von Professor Walter Frank, Präsidenten des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands.
twas derartiges dürfte aus den Besprechungen zwi- ihen Churchill und Rosevelt herauskommen."
Roosevelt hat bekanntgegeben, daß ein gemein« amer Ausschuß für die Rüstungspro- Auktion Kanadas und der USA. die „rest
en Hindernisse" erstreben solle. ,Zch habe", erklärte lovseoelt, „die Vertreter unserer Regierung in die- >m Ausschuß aufgefordert, sich streng an die von ins gegebenen Weisungen zu halten und Unter« achungen darüber anzustreben, wie weit Aende« ungen in der kanadischen Gesetzgebung notwendig ind, um dieser Zusammenarbeit volle Wirkung zu eben." Was es mit dieser „Zusammenarbeit" auf ch hat, verrät die von Roosevelt gegebene Erklä« ang allzu deutlich. „Unter Beseitigung aller im Deg stehenden Hindernisse", d. h. nichts anderes ls unter völliger Ausschaltung jedweden britischen Einflusses soll Kanada dem Willen des tviegsbeses« jenen USA.«Dittators unterworfen werden. Was mit dem Verschachern verrosteter Kähne gegen bri« tische Stützpunkte begann, das wird nun fortgesetzt, der britische Ausverkauf geht weiter in einer Zwangsversteigerung, zu der, um die Ohnmacht Englands deutlich zu machen, Churchill von Roose« velt nach Washington besohlen wurde.
Churchills Washingion-Tleise.
Stockholm, 23. Dez. (Europapreß.) Zu dem treffen zwischen Roosevelt und Churchill chreibt Reuters Diplomatischer Korrespondent, es errsche deutliche Unruhe über die Kriegs- ussichten im Stillen Ozean. Man hoffe, daß der Zremierminister beim Wiederzusammentritt des Interhauses imstande fein werde, auf viele in par« amentarischen Kreisen in letzter Zeit gestellte graten Auskunft zu geben. Bis dahin würden lle Forderungen auf eine aktive Kriegfüh - rung auf allen Fronten zurückgestellt werden, in parlamentarischen Kreisen erwarte man nach er Rückkehr Churchills eine offizielle Erklärung und nschließende Aussprache. Es sei jedoch möglich, daß 'hurchill es vorziehen werde, dem Unterhaus in iner Geheimf itzung die gewünschte Aus- unft zu geben.
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Engländer und Amerikaner freuen sich über den Rut Churchills, den Atlantik zu einer der üblichen Inferenzen zu überqueren. Man merkt, wie beweiben sie sind. In der Sache handelt es sich an- eblich um eine Vorkonferenz, der eine VoIlan s e r e n z aller „alliierten" Mächte inschließlich Der Sowjetunion, Chinas, Niederlän- isch-Jndiens und der diversen Exilregierungen feien soll. Offenbar sind Churchill und Roosevelt be- lüht, zunächst einmal unter s i ch ins Reine zu ommen und die anderen Eventualpartner mehr der minder vor vollzogene Tatsachen zu stellen. >as ist wohl die kürzeste und zugleich erschöpfendste arme! für das neue Treffen Churchill-Roosevelt. Ansonsten überhebt uns die englische Presse eines
Auf der Heimfahrt von einer Reife durch Belgien und Nordfrankreich kamen wir in diesem Frühjahr über das Schlachtfeld von Wörth. Auf der großen Wiese vor dem einstigen, dann, 1918 von den Franzosen zerstörten Denkmal des Kronprinzen Friedrich spielte in strahlendem Sonnenschein ein Kindergarten. Wir sprachen mit den Kindern, Kindern deutsch-germanischen Blutes, die nun jahrzehntelang Franzosen hatten sein sollen und jetzt wieder heim- kehrten zum Reich. Einer unserer Begleiter, ein junger Offizier, setzte sich ins Gras zu den Jungen Und sie umdrängten die Uniform und ließen sie sich erklären. Dann trug uns das Auto weiter ...
Eine Erinnerung stieg in uns hoch: Hier bei Wörth haben im Jahre 1870 die süddeutschen Truppen unter dem Befehl des Kronprinzen von Preußen gegen Frankreich gesiegt. Zwei Jahrzehnte war es damals her, daß — im Jahre 1849 — preußische Truppen die badische Revolution blutig niedergeworfen hatten und daß in Baden ein Wiegenlied entstand, das manche badische Mutter ihrem Kinde gesungen haben mag:
„Schlaf', mein Kind, schlaf' leis, Dort draußen geht der Preuß'. Dein Vater hat er umgebracht Dein Mutter hat er arm gemacht... Gott aber weih, wie lang er geht, Bis daß die Freiheit aufersteht, Und wo dein Vater liegt, mein Schatz, Da hat noch mancher Preuße Platz.
Die Frauen, die dies ihren Kindern fangen, haben es noch erleben können, wie ihre Söhne zusammen mit den Preußen das Reich des dritten Napoleon zerbrachen und wie sie zusammen mit anderen deutschen Stämmen in einem großen nationalen Krieg zum Reich getauft wurden. In Feuer und Blut wachsen die großen Völker und die großen Reiche. Aber da, wo ein Reich auf Panzerwagen gekommen ist, kann es in ein oder zwei Generationen bereits friedlich leben in den Wiegenliedern der Mütter. Mitten in den großen Umwälzungen von Feuer und Blut vollziehen sich die großen Umwälzungen der seelischen Empfindungen der geistigen Horizonte, des „geschichtlichen Bewußtseins".
Als Heinrich von Treitschke im Zeitalter Bismarcks feine „Deutsche Geschichte" schrieb, sagte er einleitend, daß das deutsche Geschichtsdewußtsein eigentlich erst nach dem Westfälischen Frieden beginne. Es hat tatsächlich der nationalsozialistischen Revolution und des Krieges, in dem diese Revo- lution um ihr geschichtliches Recht kämpft, bedurft, um unserem Geschichtsbewußtsein zu dem „Sprung" über den „Graben des Dreißigjährigen Krieges" zu verhelfen. Was hatten wir noch lebendig gewußt von jenen Zeiten, in denen die Hanseaten die Meere von Bergen bis Brügge beherrschten und nordische Könige ab- und einsetzten? Jetzt standen mit einem gewaltigen Schlage deutsche Heere an den Küsten von Kirkenes bis Brest. Was war in uns noch lebendig gewesen von der Zeit, in der der balkanische Südosten vorn Reiche her geordnet worden war? Jetzt stieg das Lied vorn „Prinz Eugen, dem edlen Ritter" über deutschen Regimentern aller Stämme hoch von Belgrad bis Athen — um dieselbe
dem konnte die Revolution nicht vollständig fein, da sie sich von der aristotelischen Forderung der gleichförmigen Kreisbewegung.nicht frei machte. Die Vollendung des Werkes war einem zweiten großen Deutschen vorbehalten.
Zwischen dem Denker Kopernikus und dem Hirn- melsmechaniker Kepler steht der Beobachter Tycho de Brahe, dessen bleibendes Verdienst es ist, mit den bescheidenen Hilfsmitteln seiner Zeit die genauesten Messungen an den Gestirnen ausgeführt zu haben, die damals überhaupt möglich waren. Die Ergebnisse seiner Arbeit haben seinen Mitarbeiter Kepler lebhaft angeregt. Während Tycho aber nicht den Schritt zu einer 'nun auch mathematisch exakten Neukonstruktion im Sinne des Kopernikus machte, fand Kevler das für unsere Anschauung vom Bau des Weltalls, noch immer grundlegende Prinzip. Ihm genügte die metaphysische Begründung der „idealen Kreisbewegung" nicht mehr. Er sah in der Sonne den Sitz einer Kraft, welche die Planeten in ihren Bahnen hält und zu ihren Bewegungen zwingt. Er sand die mathematischen Gesetze, auf welchen sich d i e neue Himmelsmechanik begründen ließ. Indem er das formale Schema verließ, das auch Kopernikus noch an Aristoteles fesselte, machte er die Natur frei, und gab ihr eigene Kraft und eigene Gesetze.
Selbst den Begriff der Massenanziehung hat er schon gekannt, denn er sagt einmal, daß ein Stein und ein Himmelskörper frei im Raum schwebend, so gegeneinander hingezogen werden würden, wie es umgekehrt proportional ihrem Gewicht entspräche. Kepler kam also der Entdeckung der Gravitation sehr nahe, die wir heute als Newtons große Leistung anzusehen pflegen. Daß er zu feinen berühmten Bewegungsgesetzen der Himmelskörper nicht auch die Gesetze de/ Massenanziehung fand, war nicht zuletzt eine Folge des ihm noch fehlenden mathematischen Handwerkszeugs. Erst die Differential- und Integralrechnung, die einige Jahrzehnte nach Keplers Tode gleichzeitig von Newton und von dem Deutschen Leibniz begründet wurde, machte auch den Aufbau jener Mechanik möglich, die wiederum zur Grundlage und zum Ausgangspunkt der exakten Naturwissenschaften geworden ist. Die schwerfälligen Summationsformeln, mit denen Kepler noch arbeiten mußte, reichten dafür nicht aus.
Kennzeichnend für den Deutsches Kepler ist es aber, daß er zuerst von der Beobachtung zum Gesetz gelangte, dann den Versuch gemacht hat, dem Naturgesetz wieder eine Idee zu unterlegen. So glaubte er, in den mathematischen Formeln, die er seinen Gesetzen von der Bewegung der Gestirne gab, Urbilder des göttlichen Geistes zu sehen, und am Ende seines Weges als Forscher und Denker steht sein großartiger Versuch einer „Harmonie des Weltalls". Vom Geist war Kopernikus ausgegangen, um das neue Bild der Natur zu schaffen. Zum Geist kehrte Kepler zurück, nachdem er der natürlichen Welt ihre Gesetze nachgewiesen hatte. Daß die letzte große Idee Keplers nur ein unerfüllbarer metaphysischer Traum bleiben mußte, nimmt seinem Versuch nichts von seiner Größe.
Rom, 23. Dez. (Europapreß.) In einem Ml- nrftenat, den der amtsführcMde Vizestaatspräsident dr. Mendez einberufen hatte, wurden vier Mil« Farben Pesos für W e h r m a cht s z w e ck e in den Haushalt eingestellt. Die gemeinsam mit Argentinien geplante Befestigung der Ma- Ialhes-Strahe wurde beschlossen, ferner eine erftärtung des chilenischen Heeres für das Jahr 1942 um 5000 Neu-Einstellungen. Der chilenischen frlotte, einer der stärksten Jbero-Amerikas, ist der » ü st e n w a ch d i e n st und das Geleit der Handelsschiffe übertragen worden. Die Bemerkung des chilenischen Außenministers, Chile könne die Verteidigung feines Gebietes aus eigenen Kräf- ten bestreiten, so schreibt die chilenische Zeitung „Dpinion", sei die beste Antwort auf gewisse nord- «merikanische Versuche, in das Gebiet Chiles ein«
Kommentars. Der englische Nachrichtendienst nennt ^ende „schwierige Probleme": „1. Unsere See- e, unsere Flieger und Landtruppen haben noch nicht all das Material in den Händen, das Sjie benötigen, um eine entscheidende Ueberlegenheit on allen drei Kriegsschauplätzen zu erringen; !. Man braucht Zeit, um von einem Teil des Äobus Material und Menschen nach dem anderen zu bringen." Die „Daily Mail" meint resigniert: .Das Problem der Lieferungen ist f a ft nicht zu bewältigen." Sie fährt skeptisch fort: Für die Irategischen Aufgaben ist die Welt in eine Anzahl lon Bezirken aufzuteilen, von denen jeder sein eige- es Oberkommando hat, das in Verbindung mit
zudringen.
Frankreich im Pazifik.
Dichy, 23. Dez. (Europapreß.) Zu der schon von lins gemeldeten Ernennung von Admiral D e c o u x zum Oberkommissar der französischen Besitzungen im Pazifik wird von zuständiger Stelle in Vlchy Keilt, daß sich für die französische Regierung rtwendigkeit ergeben habe, die Gesamtheit der französischen Besitzungen in Ostasien und im Stillen Ozean auf die wirksamste Weise einer nationalen Sntereffen-Sertretung unter« juorbnen und diese Aufgabe dem Generalgouverneur der größten Kolonie, nämlich Jndochina, dem Vizeadmiral Decoux, zu übertragen. Be- l-nntlich ist ein großer Teil der Besitzungen unmittelbar nach dem Waffenstillstand im Sommer 1040 zum Gaullismus ü b e r g e g a n q e n. Die französische Regierung will durch die neue Maßnahme eindeutig feststellen, daß Frankreich au keines feiner Rechte und keinen seiner Besst titel im Stillen Ozean verzichtet hat und da tie Regierung zu einer wirksamen D er leid i - pung die Behandlung aller Fragen, welche Diele Besitzungen betreffen, in einer Hand vereinigt hat.
Kleine politische Nachrichten.
Im Einvernehmen mit der Reichsregierung ist beschlossen worden, daß Italien ebenso wie Deutschland einen politischen Bevollmächtigten jn ^saris knsetzen wird. Der Botschafter Dino Buti ist hier- fiir in Aussicht genommen. Der Regierung in Vichy i|t davon Mitteilung gemacht worden.
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Am Weihnachtsabend wird der Leiter der Aus- ündsorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, Wer die Kurzwellensender den Auslands« deutschen und den deutschen Seeleuten in einer Veihnachtsbotschaft in aller Welt den Gruß der Heimat übermitteln.
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Die rumänische Presse hebt mit besorcherer Genugtuung die Auszeichnung der rumänischen über« fen Korne und Damacianu mit dem Eisernen Kreuz 1 Klasse bei den Kämpfen vor Sewastopol hervor.
* * ™, Die Bevölkerung Bulgariens beträgt nach Mtt- Mhmg des Statistischen Amtes 8 424 000 Personen.
Die Vorstellung eines Weltbildes, in dem sich die wirklichen Geschehensabläufe und Bewegungen so ganz anders vollziehen, als es der Augenschein lehrt, in dem die Erde eine winzige Kugel ist, die ich im Tagesablauf um sich selber dreht und die im Jahresrhythmus auf einer elliptischen Bahn um die Sonne zieht, während jedes Lebewesen täglich den Auf- und Untergang eben dieser Sonne beobachtet, die Vorstellung einer solchen gegen jede Erfahrung gerichteten Ordnung im All erforderte die Kraft einer Abstraktion, wie sie wohl nur Der nordische Mensch aufbringen konnte. Nichts im Leben der Völker ist Zufall. Nicht die wissenschaftliche Leistung, nicht der forschende Wagemut der Wikinger, die vor 1000 Jahren Amerika fanden und auch nicht die wissenschaftliche Begründung der Mathematik durch die Griechen ober Die Begrün- bung bes ersten Weltreiches burch die Römer. So >ebeutet es etwas mehr als nur eine fulturge« chichtliche Tatsache, daß zwei deutsche Männer, der Zreuße Kopernikus und der Schwabe K e p - er es waren, Denen wir unsere heutige Vorstellung von der Welt verdanken.
Der Wea des Kopernikus zu dem Weltbild, das heute mit seinem Namen verknüpft ist, war der jo mancher großer Entdecker. Er stürzte das Ptolemä- ische Weltbild nicht etwa deshalb, weil das kunstvolle Gebilde von Cykeln und Epicykeln, das der Alexandrinische Astronom aufgebaut hatte, um Die ungleichmäßigen Bewegungen, die Knoten und Schleifen der scheinbaren Planetenbewegungen zu erklären, nun mit der Beobachtung nicht mehr über« einstimmte. Die astronomischen Messungen, auf die Kopernikus sich stützen konnte, waren nicht viel ge-, nauer als die der großen griechischen Astronomen. Es mißfiel dem Domherrn von Frauenberg an dem komplizierten und genial konstruierten Himmelsgefüge des Ptolemäus vielmehr, bah dieser seine Planeten sich mit ungleichförmiger Geschwindigkeit bewegen ließ, um ihre theoretischen Bahnen mit ihren wirklichen Orten am Himmelsgewölbe in Ueberein- timmung zu bringen. Aristoteles aber hatte gelehrt, daß eine natürliche, in sich zurücklausenbe Bewegung nur kreisförmig und gleichmäßig gedacht werden kann. Kopernikus ging von dieser aristotelischen Auffassung her an die Kritik des Ptolemäus heran. Er verwarf das alte System, weil es der idealen Forderung des großen griechischen Philosophen nicht entsprach. Hier aber begann nun, wie Prof. Caspar kürzlich in einem Vortrag vor der Kaiser-Wilhelm-Gesellschast zeigte, die eigene geniale Leistung des deutschen Astronomen. Er bewies in seinem berühmten Werk „Revolutiones orbium caelestium", daß sich die Darstellung der Himmelserscheinungen wesentlich vereinfachen läßt, wenn man statt der Erde die Sonne in Den Mittelpunkt des Alls setzt und nun die Erde und die übrigen Planeten um das Zentralgestirn sich bewegen läßt, wobei der tägliche Auf- und Untergang Der Sonne zwanglos durch die tägliche Umdrehung erklärt wird. Die Begründung des neuen Weltbildes war also zunächst eine theoretische Leistung, für die der „experimentelle Beweis" noch ausftanb. Außer-
Zeit, wo ostmärkische Regimenter im eisigen Norden von Narvik des Reiches Macht verteidigten. Was wußten wir noch lebendig von jenen Jahrhunderten, in denen niedersächsische Fürsten wie Heinrich Der Lowe, in denen die Ritter des deutschen Ordens und die Bürger der Hanse in gewaltiger Kolonisation den slawischen Osten unter den germanisch-deutschen Einfluß beugten? Und heute wehen deutsche Fahnen in Krakau und in Riga, heute kämpfen im Herzen jenes Rußlands, das einst erst durch Nuriks germanische Waräger erste staatliche Gestalt erhielt und in dem 1918 die letzten Reste Deutschen Herrscherblutes in Der roten Flut Der asiatisch-tatarischen Massen ertranken, wiederum deutsche Heere und werfen die ewige Steppe zurück, die einst schon die Hunnen und die Avaren und die Mongolen und dann wieder Die Bolschewisten Lenins und Stalins gegen Europa ausspie ... Und was war uns noch lebendig gewesen von jenen gewaltigen Zeiten der mittelalterlichen Kaiser, der Ottonen, der Salier, der Staufer, in denen das Reich die Führung des gesamten „christlichen Abendlandes" innegehabt hatte? Heute aber tönt Rolands Horn, das einst dem Kaiser Karl in Aachen den letzten Gruß seines treuen Gefolgsmannes aus dem Tale Roncesvalles zutrug, von neuem an allen Marken Europas, von der Biskaya bis in die Steppen Rußland und vom Nordkap bis in die Wüsten Libyens.
In all dielen ungeheuren Ereignissen bricht ein neues Geschichtsbild über unser Volk ebenso wie über ganz Europa herein. Ein solches Geschichtsbild aber setzt sich nicht von heute auf morgen durch. Es wächst im Ringen Der Jahre, der Jahrzehnte, eines Jahrhunderts. Auch für dieses Geschichtsempfinden fallen die ersten Entscheidungen im elementaren Machtkampf der Männer und der Volker. Aber hinter diesen ersten Entscheidungen stehen die Meilen Entscheidungen. Die elementaren Machtkämpfe finden ihre geistige Fortpflanzung in dem, was man im weitesten Sinne Erziehung und Volksbildung nennen mag. Der militärisch- politische Machtkampf ist Die Stoßarmee des Neuen, die ein Land erobert. Die Erziehung und die Bildung ist das zivile Gouvernement, bas ben Truppen folgt und das Land ordnet und aufbaut. Erziehung und Bildung aber bedürfen der Wissenschaft. Nicht freilich einer in Zünftigkeit und Blutleere erstarrten und verengten Wissenschaft. Aber einer Wissenschaft, die ihre großen geistigen Traditionen vereint hat mit dem großen politischen Ethos unserer Reichs- biDbung und die daher selbst wieder gestaltende Kraft besitzt.
Eine solche Wissenschaft ist heute nicht mehr bloße Forderung, sie ist in den ersten Anfängen bereits verwirklicht. Wer etwa die tiefgründige Kritik des modernen England durch Karl Heinz Pfeffer („England, Vormacht der bürgerlichen Welt", 1940. 2. Auflage 1941) ober durch Rudolf Craemer („Benjamin Disraeli", 1941), die geniale Analyse der germanischen Neutralität durch Christoph Stebing („Das Reich und die Krankheit der europäischen Kultur", 1938. 2. Auflage 1940. 3. Auflage 1941) oder Die neu gestalterische Schau unserer Reichsge
schichte durch Karl Richard Ganzer („Das Reich als europäische Ordnungsmacht", 1941. 2. Auflage 1941.) kennt, Der hat Beisviele für bas; was rott unter dieser politischen Wissenschaft, unter einer „Wissenschaft des Reiches" verstehen. Er weiß vor allem, daß darunter keine Wissenschaft mit kleinen „patriotischen" Nutzanwendungen für den jeweiligen Tagesgeorauch gemeint ist. Hart formuliert: Man könnte ein Buch über ben Nationalsozialismus schreiben und es könnte völlig apolitisch sein. Und man könnte ein Buch über Die griechische Antike ober über die Kultur der Inkas schreiben und es könnte — ohne jegliche äußere Beziehung auf das Heute — ein im höchsten Sinne politisches, dem „Reich" entsprungenes Buch sein.
Der militärisch.politische Sieg Deutschlands öffnet Überall die Einbruchsstellen für eine geistige Offensive Der deutschen Ideen und Damit Der deutschen Wissenschaft. LleberaU bricht Der Boden, auf Dem im festen Besitzgefühl alte Mächte thronten, zusammen. Zusammengebroch^n sind die „Maginotlinien", hinter Denen sich Der Sicherheitswahn Der franzü- ischcn Demokratie versteckte; zusammengebrochen inD Die Schranken, hinter Denen sich Das Leben )er germanischen Neutralen gegen Das Reich Der europäischen Mitte absperren wollte, zusammenbrechen werben alle „Stalin-Linien", Die Den russischen Raum für Europa verschließen und in Die ewige Tatarei zwingen sollten, unD zusammenbrechen wirb Die anaelsächsische Plutokratie Des Westens mit ihrem Alliierten, Der Macht bes Weltjudentums.
Die Hohlräume aber, die Durch solche Zujammen« brüche entstehen, können nicht allein mit Truppen gefüllt werden, sie müssen auch mit Ideen gefüllt werden. Hier erhebt sich auch die innere und äußere Mission Der Deutschen Wissenschaft. Sie kann den politisch-militärischen Zusammenbruch Der Gegner ideologisch vollenden durch ihre Kritik. Sie kann aber auch dem neuen Reichsvolk Europas wie den anderen Völkern, die zu diesem Reichsvolk in neue Beziehung treten werden, bas positive Bild vom Reich in Europa vermitteln. Wenn die politische Wissenschaft der nationalsozialistischen Revolution in ihrer ersten Periode ganz naturgemäß noch vorwiegend vom innerpolitischen und weltanschaulichen Kampf bestimmt war, so wird sie nunmehr von der Grundlage einer gewaltigen schöpferischen Außenpolitik und eines neuen deutschen Großreiches aus auch wieder Geschichte Der Groß- machts- und Weitpolitik in einem neuen, weit über Die rein Diplomatische" Geschichtsschreibung Der Vergangenheit hinausreichenDen Sinne gestalten können unD müssen. All diese Wissenschaft wird nicht nur Die Ausgabe Haden, Wissende zu belehren, sondern auch die Aufgabe, Wollende zu erziehen. Und wenn es ihr gelingt. Die Tiefe und Gründlichkeit deutscher wissenschaftlicher Methodik zu verbinden mit Der glühenden Kraft politischen Willens, so wird sich Die Prophetie Christoph SteDings erfüllen, daß einer neuen Wirtschaft Des Reiches Die wissenschaftliche Führung Europas anheimfallen werde.
Verdunkelungszeit:
24.12. von 17.09 bis 9.30 Uhr.
25.12. von 17.10 bis 9.31 Uhr.
26.12. von 17.10 bis 9.31 Uhr.
Die Weihnachts- und Osterferien in der Provinz Hessen-Nassau
Zur Einsparung von Brennstoff hat der Ober» Präsident für Den Bereich der Provinz Hessen- Nassau Die Weihnachts- und Osterferien wie folgt festgesetzt: Weihnachtsferien: Montag, Den 22.12.1941 (1. Ferientag); Donnerstag, Den 15.1. 1942 (1. Schultag). Osterferien: Donnerstag, Den 2. 4.1942 (1. Ferientag); Donnerstag, den 9. 4. 1942 (1. Schultag).
»Stiftung für Opfer -er Arbeit.«
Berlin, 23. Dez. (DNB.) Im Reichsministerium für Volksausklärung und Propaganda trat Der Ehrenausschuß Der „Stiftung für Opfer Der Arbeit", dem Dr. Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, Staatsrat Walter Schuhmann und Dr. h. c. Emil Georg von Stauß angehören, 3U seiner Jahressitzung zusammen. Ministerialrat Pros. Dr. Ziegler berichtete, daß die Betreu- ungsmaßnahmen der Stiftung auch auf Die Volksdeutschen Der hinzugekommenen Gebiete ausgedehnt worden sind. Es tarnen insgesamt 4272 Anträge zur Vorlage, von Denen 2468 mit einem Gesamtbetrag von 449 768 RM. bedacht wurden. Unter der Zahl der bewilligten Gesuche befindet sich ein erheblicher Teil solcher, für die Bereits eine Bewilligung zum zweiten- oder Drittenmal ausgesprochen wurde. In Dem Unterstützungsbetrag sind Die Bewilligungen für Die von der „Stiftung für Opfer Der Arbeit auf See" betreuten Hinterbliebenen Der auf See Verunglückten enthalten. Die Bedächten sind noch vor Dem Weihnachtsfeste in den Besitz der Unterstützung gelangt. Insgesamt wurden feit Bestehen der Stiftung rund 7,1 Millionen Reichsmark an die Hinter- blieoenen von im Berufe tödlich verunglückten Volksgenossen ausgeschüttet.
Kunst und Wisienschast.
Heldentod des Marinemalers Eduard Schloemann.
Vor dem Feind gefallen ist Der Kriegsmaler eiger Marine-Kriegsberichtereinheit, Der Leutnant (Ma) Eduard Schloemann. Der 1888 in Düsseldorf geborene Künstler war nach dem Studium an Der Düsseldorfer Kunstakademie Meisterschüler bei Prof. Schönleber (Karlsruhe). Nach mehrjährigen Studienreisen widmete er sich ganz der Marinemalerei. Das Wiedererstehen der deutschen Kriegsmarine hat er mit feinen Schöpfungen begleitet. Jahr für Jahr war er mit seinen Bildern auf der Großen Deutschen Kunstausstellung vertreten. Sein ganzes künstlerisches Schaffen gehörte Der See.
Ein Veethovenroman von Heinrich Zerkauten.
Der Dichter Heinrich Verfaulen, der früher schon Das Lebensschicksal Des jungen Ludwig van Beethoven bis zu seinem Wechsel von Bonn nach Wien in dem Roman „Musik auf dem Rhein" gestaltete, hat die Persönlichkeit Beethovens zum Anhaltspunkt einer neuen Darstellung gemacht. Der neue Roman schildert die große schöpferische Gestaltungszeit Beethovens in Wien bis zum Heiligenstaedter Testament. Das Werk trägt ben Titel „Der feurige Gott".
HauvNchrtftI,«ter: Dr. Friedrich Wilkieim Lange 'Stelloertiftfr bei e>auptidirtftieltet«: Dr. Han« rfiurtot. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr Fr. W. Lange: für da, Feuilleton: Dr. Hon« Dhurtot; für -ladt Gießen, Provinz, wirtichaft u. -.Port: ltrnst 8lum|<6e(n rbeuti.), i.v.: Dr.Han« Thyriot.
Druck und Verlag: Brilhliche UnlveriitSttdruckerel R. Lange «. 0. Verlag-leiter: Dr.-Fng. Srich Hamann; «nzeigenleiter: Han« Beck, verantwortlich für den Fndalt der Anzeigen: Dbeodor Kümmel. Pi RrL
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