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Oie Bedeutung der Kolonien

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zur Zeit nur beschränkt lieferbar. 6841 v

n, ließ sie alle Bewegungen sehr leise und vorsichtig machen. Dann ging sie zu Bett.

(Nachdruck verboten.)

36. Fortsetzung.

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Verdunkelungszeit

25.11. von 17.16 bis 8.58 Uhr.

gewußt haben!"

Sie spürte die anklagende Ironie sehr gut. Aber sie kam ihr unerwartet. Dasangeblich" hätte er

Ausweg finden. _ t

Also morgen vormittag in deinem Institut, und dann kannst du mich ja bei deiner Tante zum Mittagessen anmelden!" sagte er zum Abschied und wartete, bis sie die Haustür hinter sich abgeschlossen hatte. ... ,

Karins Füße waren plötzlich schwer und wie leb­los, als sie die Treppe hinaufging. Die Angst, der Onkel könne auf sie gewartet haben, um noch zu erjagen, ariß diese Unterhaltung ausgegangen [ei*

LUS mit gutem Recht unseren Anspruch auf Kolo­nien zu begründen. Dann beleuchtete der Redner das Thema vom Gesichtspunkt der großen wirtschaft, liehen Zusammenhänge, wobei er in skizzenhaften Umrissen auf den Reichtum an Rohstoffen m den Kolomalländern hinwies und demgegenüber die Rohstofflage in Deutschland und im europäischen Wirtschaftsraum stellte, dabei gleichzeitig die neueste industrielle Entwicklung auf dem Gebiete der Roh-- toffversorgung kennzeichnend. Das Ergebnis dieser öetrachtungen bestand wiederum in dem überzeu» genden Nachweis der zwingenden Notwendigkeit eines ausreichenden deutschen Kolonialbesitzes. Ge­genüber unzutteffenden Ansichten wurde in diesem Zusammenhang heroorgehoben, daß die Kolonien kein Siedlungsgebiet für Millionen deutscher Men­schen sein sollen und werden, wie dies auch der Kreisleiter schon betont hatte, sondern daß dort nur eine beschränkte Zahl von Volksgenossen als Km- turpioniere wirken soll. Weiterhin besprach der Red­ner die unerläßlichen Voraussetzungen, die von den zur Kolonialarbeit hinausziehenden Volksgenossen in weltanschaulicher, kultureller, sittlicher und wirt­schaftlicher Hinsicht usw. erfüllt werden müssen, eben­so machte er die Notwendigkeit eines ausreichend großen Raumbesitzes in Afrika für unser Volk deu^ lich. Am Schlüsse seiner Darlegungen wies er noch auf di« englisch-jüdische Feindschaft gegen den deut- schen Anspruch auf Kolonien und gegen den von uns oer trete mm völkischen Sozialismus hin, der er das schöpferisch ordnende Prinzip des national ozianstt- schen Deutschland unter der Führung Adol Hitlers als die zukunftsreiche aufbauende Kraft in der Welt gegenüberstellte. Zur Stärkung und Förderung die­ser Kraft arbeite auch der Reichskolonialbund, des­sen Unterstützung durch alle deutschen Volksgenossen auf dem Wege der Mitgliedschaft und der Mitarbeit der Redner in den nationalen Pflichtenkreis aller

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merkte sie, daß Günther um eine Nuance blasser wurde. Gleichzeittg rieb er die Finger der rechten Hand nervös gegeneinander.

Und was sucht der in deinem Institut? fragte er forschend. ,chat er übrigens sein Geld zurück-

sich schenken können.

Ich hatte wirklich keine Ahnung! In Sampieri haben wir kein Wort davon gesprochen ..."

Ach Gott, es ist ja auch nicht |o wichtig!" unter­brach er sie unh deutete mit der liebenswürdigsten Geste an, daß es schon spät sei und sie wohl wieder oj Onkel und Tante müsse. Abgesehen da­von, wäre sie doch sicher abgespannt, uno wenn sie morgen früh wieder im Institut sein wolle, wäre

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Karin Grunelius

Roman von Guiüo Brand

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bekommen?" _ , , .

:Schon lange! Aber dieser Maler war gar kein

Maler Das heißt, er ist nur während seines Ur­laubs Amateur. Don Beruf ist er ein bedeutender Chemiker und erster Assistent bei Gruber.

Ach' Das ist aber ein köstlicher Zufall, wie?" Lag nun Hohn in Günthers Worten, oder meinte er es ehrlich? , . .

Karin berichtete dann mir noch kurz, wie über­rascht sie selbst gewesen sei, als sie von ihrem Professor mit Herrn Doktor Bröger bekannt ge­macht worden märe. Außerdem könne er aber doch gut malen, und wenn sich Günther einmal die Ausstellung am Odeonsplatz ansehen wolle,, müsse er einsehen, was für Talente sich in einem einzigen Menschen ansammeln können. Viel freier und un- , befanaener als sie gedacht hotte, kamen die Worte ! über ihre ßippeiu So« als müßte sie sich für Bröger

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Deutschen einordnete.

Im Anschluß an den mit lebhaftem Beifall aufge­nommenen Vortrag wurde der koloniale Grohsilm Deutsche Pflanzer am Kamerunberg" vorgeführt, der schon vor dem Kriege hergestellt und früher auch schon in Gießen gezeigt worden war. Der Film legt eindrucksvoll Zeugnis ab von der starken, aufbauen­den Kraft der Deutschen in der Kolonialarbeit und widerleg! damit schlagend die feindliche Kolonial­schuldlüge, durch die der Raub unserer Kolonien In dem Versailler Diktatbegründet" worden war. Die Besucher hatten ferner noch die Möglichkeit, eine Kolonialschau aus dem Wetterauer Museum in

sie, um sich obzulenken.

,Leine Ahnung? Vielleicht Überhaupt nicht? Ich muß erst einmal sehen. Heute kann ich schon gar nichts Bestimmtes sagen. Aber eine andere $rage> Ich muß wohl bei deinem Onkel und deiner Tan e Besuch machen? Oder geht es auch ohne? Meine Zeit ist wirklich knapp! Länger als einen Tag könnte ich sowieso nicht hierbleiben , ruckte er vo dem ihm peinlicher werdenden Thema ab.

habe nämlich in Darmstadt zu tun wegen einer pharmazeutischen Lieferung. Vielleicht ginge es der Rückreise, wie?"

Daß er nicht ruhiger wurde, je weiter er sprach, sondern fahriger, unausgeglichener, fiel wann immer mehr auf. Warum er nicht zu ihrem vn wollte, war ihr unerfindlich. Und wann wollte er sich mit ihr über ihre Zukunft unterhalten.

Wie du meinft, Günther Memer Ansicht nach würde es jedoch aufsollen, wenn du den aiorglg Tag nicht dazu benutzen würdest, zu uns zu kom­men. Die Tante hat dich sogar 3um eingeladen, was ich dir hiermit überbringe. Dan wäre es auch gar nicht unangebracht, wenn du mil totinem Onkel mid mit mir über die noch umner

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Gastspiel des Sau-Varieiezuges.

Der G a u - D a r i e t 6 z u g gab gestern abend auf Einladung der NS-GemeinschaftKraft d u r ch F r e u d e", im Theater der Universitätsstadt Gießen vor vollem Hause wieder ein Gastspiel mit neuem Programm. Die Vortragsfolge war vorzüg­lich zusammengestellt und brachte eine abwechslungs­reiche und vielfach heitere Folge bester deutscher Artistik; auch einige Gäste aus dem Auslande waren mit sehenswerten Leistungen vertreten. Die chine­sische Gaukler- und Akrobaten-Truppe Ye Sin Ping arbeitete mit Papierschlangen, Tellern und Stäben und zeigte mit dem tönenden Diabolo und dem lebensgefährlichen Messersprung ihre Spitzen- tricks. C h i q u i t a, dasElastik-Wunder", brachte eine graziös und seh» sauber ausgeführte Solodar­bietung eleganter Körperbeherrschung. Herr T o m m- s e n gab zunächst eine Reihe origineller Zauber­scherze zum Besten und unterhielt das Publikum im zweiten Teil mit witzigen Schattenspielen von über-

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Berlin, 24. Nov. (DNB.) Das vorläufige gebnis des 3. Opfersonntages des Kriegswinterhilfs­werkes 1941/42 am 9. November mit 31 986 200,87 Reichsmark übersteigt die gleiche Summe des Dor- jahres um 9 971 488,59 RM., das sind 45,29 v. H. Das Sammelergebnis zeigt erneut das unerschütter­liche Vertrauen des deutschen Volkes zu seinem Führer Und ist zugleich der Dank der Heimat an die Front.

Absender genau anzugeben.

3. Feldpostpäckchen müssen dauerhaft verpackt sein.

4. Schicke nicht leicht verderbliche Lebens- und Ge- nußmittel oder leicht entzündliche Gegenstände, wie Streichhölzer, gefüUte Benzinfeuerzeuge, mit der Feldpost.

5. Schicke keine unnützen Sachen ins Feld.

6. Schreibe auf jedes Päckchen unter die Aufschrift Feldpost", was bei Unzustellbarkeit damit geschehen soll.

7. Liebesgabenpäckchen an unbekannte Soldaten schicke ohne Sonderwünsche. Es ist dafür gesorgt, daß Liebesgabenpäckchen ohne bestimmte Empfän­gerangabe in die richtigen Hände kommen.

8. Schicke Geld nur auf Anforderung des Emp­fängers mit Postanweisung ins Feld.

9. Beachte die Bestimmungen über Gebührenver­günstigungen.

10. Meckere nicht über die Feldpost. Bedenke, daß im Monat mehrere hundert Millionen Feldpost- fenbungen von der Reichspost und der Feldpost be­fördert werden müsien. ~

Hilf mit, diese Arbeit zum Nutzen des Front- fotbaten dadurch zu erleichtern, daß du dir die zehn Gebote einprägst und sie oeachtest!

Dornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

Stadttheater: 19 bis 21 UhrAriadne". Gloria- Palast, Seltersweg: 2.30, 4.45, 7.30 UhrParadies der Junggesellen". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 2.30, 4.45, 7.30 UhrFräulein Liselott". Ober- hessischer Kunstverein: 16 bis 17 Uhr Ausstellung oberhessischer Künstler im Turmhaus am Brand.

Gebührenermäßigung im Postscheckdienst.

Dom 1. Dezember 1941 ab fällt die Gebühr von 5 Rpf. für die Briefe der Postscheckteilnehmer an

nicht. Um ihm nun aber sein eigenartiges Verhal­ten klarzumachen, lehnte sie seine Begleitung mit der Begründung ab, daß er sich doch in München nicht so recht auskenne und auch sein Tag morgen sehr besetzt sei. <jr

Aber selbstverständlich dringe ich dich nach Hause!" Em Taxi wird mich doch ins Hotel zurück- bringen!" Er bestand fast hartnäckig daraus, ließ durch den Portter eine Autodroschke besorgen und fuhr mit ihr den kurzen Weg ziemlich schweigsam. Jeder von ihnen spürte die Spannung, die sich zwischen ihnen aufgetan hatte, wie ein Abgrund. Aber keiner konnte in diesem Augenblick einen

Karin hörte sehr gut die unverdeckten Untertöne aus seiner Stimme. Wenn er schon auf dem Merck» hof eine Auffrischung für erfreulich hielt, muhte das doch einen tieferen Grund haben. ®°n3 ?.ieI drinnen aber steckte ein Pfeil gegen sie. Ob Gun­ther das nicht merkte? Oder ob er es tmt einer gewissen Absicht tat? War er deshalb nach Mun- chen gekommen, um sie auf etwas vorzubereiten, als wollte er ihre Flucht mit einem Tatbestand parieren, der schon in die Wege geleitet, nein, der schon sehr weit fortgeschritten war? Als sie ihr Gesicht von einer plötzlich aufsteigenden Blutwelle heiß werden fühlte, geschah es vielleicht weniger wegen des Telegramms, das ja doch einen ge­schäftlichen Charakter trug, als wegen Der W- banfen, zu denen sie sich verleiten ließ. Es war doch sicher sehr abwegig, was sie dachte, uno ne schämte sich beinahe.

Und wann kommen diese Mädchen. fragte

einer Auflieferung an einem Tage 118 Ansichts­karten an verschiedene und von einem anderen Ab­sender 48 Ansichtskarten an eine und dieselbe Emp­fängerin eingeliefert worden. Auch von der Heimat nach dem Felde sind solche Mißbräuche festgestellt worden. Eine Absenderin lieferte 190 Postkarten nach dem Felde zur Post auf. Ein Gesangverein beglückte den Wirt seines Stammlokals mit 40 fortlaufend numerierten Postkarten, jede mit der Unterschrift eines Mitgliedes. Auch beim Päckchenverkehr ließen sich ähnliche Mißbräuche feststellen: Ein Stadtrat sandte seinem Sohn mit einer Post 65 Feldpost­päckchen mit Zigarren, die an den Empfänger in einem besonders gefertigten Beutel zur Versen­dung kamen. Eine Rittmeistersfrau schickte ihrem Mann täglich 48 bis 50 Feldpostpäckchen mit je 550 Gramm, die Hafer enthielten, ins Feld!

Diese Erfahrungen veranlassen die Mahnung an die Absender: Belastet die Feldpost nicht unnötig! Beherzigt die nachstehenden zehn Gebote bei der Absendung der Liebesgaben ins Feld:

1. Schreibe die Anschrift deutlich und richtig.

2. Vergiß nicht, auf jeder Feldpostsendung den

offenstehende Frage meiner Zukunft sprechen wür­dest. Denn, wie du weißt, verdanke ich ihm meine Stellung bei Professor ©ruber!"

Wie abwesend schaute Günther auf die Uhr:Ja, da wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben! Er sagte das so lieblos, so ohne Interesse, daß sie selbst schon fast keinen Wert mehr darauf legte.

Vielleicht bleibst du eben doch noch einen Tag in München, denn ich möchte aern, daß du einmal in das Institut kommst und dir einmal meine Ar­beiten ansiehst. Ich mache jetzt sogar meinen Dok­tor Damit du aber keine Überraschung erlebst, will ich dich gleich davon in Kenntnis setzen, daß noch jemand in dem Laboratorium arbeitet, den du

Am Sonntagoormittag veranstaltete der Reichs- tolonialbunb in Gießen in Verbindung mit der NSG.Kraft durch Freude" im Gloria-Palast eine stark besuchte Kundgebung, die der weiteren Aus­breitung und Vertiefung Des kolonialen Gedankens in guter Weife biente.

Namens ber Gießener Abteilung des Reichskolo- nialbunbes betonte Dr. Falke in feinen Einlei- tungsworten, daß durch den jetzigen Krieg auch ber Schandfleck von Versailles hinsichtlich des Raubes unserer Kolonien durch die Feindmächte getilgt wer­den müsse. Kreisleiter Backhaus als Hoheits­träger im Kreise Wetterau wies auf die Wichtigkeit des kolonialen Gedankens für unftr Volk hin und machte dabei deutlich, daß die deutsch« Kolonialpoli­tik nicht etwa von dem Gedanken geleitet wird, die deutschen Kolonien als Siedlungsgebiet für Millio­nen deutscher Menschen zu benutzen, sondern daß die Kolonialländer für unser Volk immer nur als Roh­stoffquellen und Lieferanten solcher Erzeugnisse die­nen werden, die uns in ber heimischen Wirtschaft fehlen, und zur Erschließung jener kolonialen Quel­len nur verhältnismäßig wenige Deutsche hinaus­gehen sollen. Die aber von dort immer wieder die Heimkehr ins Heimatland finden werden. Besonders unsere Jugend müsse sich für den kolonialen Gedan­ken interessieren, da für sie dort eine große Zukunft

die Postscheckämter weg. Die Briese werden fortan gebührenfrei befördert, wenn ba^u die bekannten gelben Pastscheckbriefumschläge benutzt werden. Fer- ner sind vom 1. Februar 1942 ab Einzahlungen.des Postscheckteilnehmers auf sein eiaenes Postscheckkonto gebührenfrei, wenn Dafür besondere Zahlkarten be­nutzt werden, die vom Postscheckamt zu beziehen sind.

Gchulsammlung 1941.

Die Schulsammlungen des VDA. haben in unse­rem Gaugebiet stets erfreuliche Ergebnisse erzielt. Den chiten Erfolg verdanken wir zunächst unseren Volksgenossen, die mit ihrem Scherflein bereitwilligst die Volkstumsarbeit unterstützten. Weiterhin war es die Jugend, die mit lobenswertem Eifer immer wieder zum Sammeln antrat Nicht zum letzten aber war es auch die Einsatzbereitschaft der hessen- nassauischen Lehrerschaft, die nunmehr über ein Jahrzehnt hinaus mit ständig wachsendem Erfolg für den VDA. praktische Volkstumsarbeit leistet. Durch unablässige Aufklärung der Schuljugend über den Sinn des Volkstumskampfes und die Bedeutung der ideellen und materiellen Betreuung unserer Volksdeutschen begeistert sie unsere Jugend zur steten Opferfreudigkeit für die Not unserer volksdeutschen Kameraden und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur völkischen Schutzarbeit in der Erkennt- nis, daß der Volkstumskampf ein Lebensgesetz ist, das wir zu beachten haben.

Wenn nun zum 28., 29. und 30. November wieder­um zur Schulsammlung aufgerufen wird, dann wissen wir, daß auch diesmal der Appell für unsere Volksdeutschen Brüder und Schwestern nicht unge- hört verhallt. Jeder Volksgenossen tritt mit seiner Spende als Kämpfer für jene ein, die außerhalb unserer Grenzen das Glück und die beschützende Kraft des Vaterlandes nicht kennen.

einsetzen ober einen Wall um ihn herum bauen, damit ihn niemand angreifen könne.

Interessant! Das ist ja ein Teufelskerl? Aber sicher sehe ich ihn mit mal in feinem Hauptberuf an. In Spaccas'orno habe ich ihn ja ganz privat kennengelernt ..." Plötzlich aber schien ihn eine Erinerung zu überfallen. Er zog die Augenbrauen ganz eng zusammen und schob die Lippen etwas vor.Aber was rede ich denn! Natürlich hat er mir gejagt, daß er Chemiker ist, sogar auf Deinem Spezialgebiet. Nur sollst du angeblich nichts davon

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Meine politische Nachrichten.

Am Tage nach der Wiedereröffnung ber alten deutschen Straßburger Hochschule begann in der Reichsuniversität Straßburg eine XQP">9 sämtlicher Rektoren aller deutschen Hoch- schulen. Die Tagung, die internen Charakter tragt, wird von Reichserziehungsminister R u st geleitet.

Aus der Siad< Gießen.

Heist der Deutschen Feldpost!

Wenn man schon im Weltkrieg zu dem Ergebnis gekommen war, daß zu keiner Zeit vorher das Bedürfnis nach brieflichem Gedankenaustausch zwischen Heimat und Heer größer gewesen ist, so gilt das heute in noch größerem Ausmaß. Don 19141918 hatte die Feldpost Die unvorstellbare Zahl von 28,7 Milliarden Postsendungen bearbeitet. Ter Soldat braucht die Verbindung zur Heimat, besonders jetzt in der trostlosen Landschaft der Sowjetunion. Die Verbindung zur Heimat ist wich­tig für sein seelisches Gleichmaß. Die Feldpost trägt kaum Die Schuld, wenn die regelmäßige Verbin­dung einmal nicht klappt. Don den endlosen, wei­ten Zufuhrstraßen in traurigster Verfassung und den Gründen, die vielleicht Postsperren notwendig machen, kann hier abgesehen werden. Wieviel Schuld tragen aber die Absender selbst, wenn ber Soldat draußen unruhig wird.

Die Gebührenfreiheit für Feldpostsendungen ist im Weltkrieg vielfach mißbraucht worden. Bei der 30. Reservebivision waren von einem Absender bei

16.

Karin hatte eine unruhige, fast schlaflose Nacht hinter sich, als sie am nächsten Morgen in das Institut ging.

Mußte sie deshalb nach Deutschland kommen, um zu erfahren, daß sie zu ganz etwas anderem be­stimmt war, als später einmal Günthers Frau zu sein. Die das hatte er wohl mit absichtlicher Spitze gegen sie so stark betont im Gegensatz zu Den jungen Mädchen aus Rendsburg nicht so sehr für eine Farm taugte? Aber mar denn ihre Arbeit nichts? Doller Empörung schalteten sich leldenschaft- liche Gedanken an ihre Aufgabe, an ihr Werk da­zwischen! Wenn sie schon keine Farmersfrau war, nicht so robust wie diese Eva Rümelin, die schon auf einen Platz auf dem Merckhof spekulierte, so hatte Günther doch am allerwenigsten Das Recht, ihre geistige Tätigkeit, ihre Besessenheit von der Wissen­schaft mit einer Handbewegung abzutun!

Aber wie sollte das alles wieder in Ordnung gebracht werden? Stand nicht auf der anderen Seite Thomas, der einzige Mensch, der sich mit ihr in dem gleichen Raum bewegte, sich um sie mühte, der sie mußte es aus vielen Anzeichen in den letzten Tagen und besonders aber aus Dem Bild oon ihr erkennen wie ein Stern immer näher um" sie kreiste und sie unwiderstehlich in seinen Bann zog!

Mit erschreckender Deutlichkeit, heißer Bedrängnis und abwehrenden Widersprächen überfiel sie diese 1 Erkenntnis in Der letzten Nacht: Der eine entfernte sich immer mehr, der andere kam, wie von einer magischen Kraft angezogen, auf sie zu. Brennende Augen ließen sie diese unheimliche Nachtwache noch schmerzhaft verspüren, als sie auf dem Weg ins Laboratorium nach einem Ausweg suchte.

Merkwürdigerweise hatte sie gar nicht Das Ge­fühl, daß sie eigentlich mit Günther verlobt war. War denn jene Bindung, Die sie seit ihrer Fluckt aus Sampieri immer lockerer werden spürte, so irdisch, daß sie einfach zerfallen konnte? Oder war sie nie so stark, nur auf eine dankbare Rettung gegründet, die daraus resultierte, daß er ihr das Leben gerettet hatte? Sollte sie aber deshalb ihr i Leben opfern müssen?

iS x K.ortietzung folgt)

An der Sollumfront, wo die Division Savona mit feindlichen Streitkräften, die durch hef­tiges Artilleriefeuer und von Panzerverbänden so­wie von der Luftwaffe unterstützt wurden, vom Nachmittag des 22. November unaufhörlich im Kamps lagen, folgten Angriff und Gegenangriff un­unterbrochen aufeinander. Zahlreiche Panzerfahr­zeuge des Feindes wurden bereits vernichtet oder unbrauchbar gemacht, und dem Angreifer wurden von unseren Truppen, die hartnäckigen Widerstand leisten, viele Verluste zugefügt. Die Divisionsflak schoß zwei feindliche Flugzeuge brennend ab.

In zahlreichen Luftkämpfen wurden, wie bisher festgestellt wurde, von deutschen Jagdfliegern zehn feind licke Flugzeuge abgeschossen. Unsere Jäger schossen 14 feindliche Flugzeuge brennend ab und nahmen viele andere wirksam un­ter MG.-Feuer.

Die motorisierte britische Kolonne, die in der Wüste der Cyrenaica vorgedrungen war, griff einen unserer vorgeschobenen kleinen Posten südlich -der O a s e von (3 i a l a an, dessen Besatzung nach hartnäckigem Abwehrkampf, in dessen Verlauf dem Gegner Verluste zugefügt wurden, überwältigt wurde.

In Ostafrika im Kampfabschnitt von G o n - dar fanden örtliche Kämpfe unserer vorgeschobenen Abteilungen und wirksames Artilleriefeuer aus G o n d a r statt. Unsere Jagdflieger belegten feind­liche Zeltlager südlich von A z o z o mit Maschinen­gewehrfeuer.

Westlich von Marsa Matruk wurde ein von vier Zerstörern geleiteter feindlicher Dampfer von un­seren Torpedoflugzeugen mit zwei Torpedos ge­troffen. Unsere Torpedoflugzeuge schossen auch ein feindliches Flugzeug ab und kehrten, obwohl schwer beschädigt, zu ihren Stützpunkten zurück. Der Damp­fer blieb mit Schlagseite liegen.

Oie politische Lage derGchweiz

Zürich, 24. Nov. (Europapreß.) Ein neuerliches Bekenntnis zur unbedingten Neutralität der Schweiz legte Bundespräsident Wetter in einer öffent­lichen Versammlung ab. Der Bundespräsident wies darauf hin, daß der neue Weltkrieg die politische Lage der Schweiz gefährlich erschwert habe.Wohl war es uns gelungen, noch vorher unsere um­fassende, durch keine Klausel erschwerte Neutralität zurückzugewinnen und allseits zur Anerkennung zu bringen. Wohl bemühen wir uns, mit allen Staaten, vorab mit unseren Nachbarn, in gleicher Weise korrekte und freundschaftliche Beziehungen zu un­terhalten. Wohl haben wir gariA den Standpunkt eingenommen, daß der Kampf Der gegensätzlichen politischen Systeme in anderen Ländern unseren Staat nichts angeht, da nach unserer Ansicht es jedem Volk freisteht, sich seine eigenen Einrichtungen nach seiner eigenen Wahl zu schaffen; aber diese konsequente neutrale Haltung, diese einzig mögliche schweizerische Einstellung ist im Kriege nicht immer leicht zu behaupten. Es braucht Festigkeit der Re» n und Selbstbeherrschung und Takt des Dol- se selbstverständlichen Richtlinien konsequent zu verfolgen. Die Kämpfenden verstehen gelegentlich das Beiseitestehen Dritter nur schwer. Zurückhaltung im Urteil ist also am Platze. Wir haben die Genug­tuung, daß bis heute beide Mächtegruppen Der- ständnis und Wohlwollen für unsere schwere Lage gezeigt haben, daß sie unserem aufrichtigen offenen Verhandeln das verdiente Zutrauen entgegenbrin­gen. Wir bauen darauf, daß das auch in Zukunft nicht anders wird." <

lieber 45 Prozent mehr beim dritten Opfersonntag.

erwachs«.

Nach einem Lied d«r Singschar der Marine-HI. prach Pg. Becker aus Frankfurt a. M. in einem aufschlußreichen Vortrag über die Bedeutung der Kolonien. Zunächst umriß er die neue deutsche Machtstellung in Der Weltpolittk und leitete daraus mit guter Begründung di« Notwendigkeit einer kraftvollen deutschen Kolonialpolitik ab, durch die der berechtigte Anspruch unseres Volkes auf ausrei­chenden Lebensraum in vollem Ausmaß erfüllt wer- Den müsse. Aber auch angesichts der gewaltigen kul­turellen Leistungen des deutschen Volkes machte der Redner mit gutem Grund den deutschen Anspruch auf Kolonien geltend, damit unser Volk auch in kul­tureller Hinsicht seine großen Kräfte im gesamten Weltraum ausstrahlen könne. Nach einem Hinweis auf die gegenwärtige ungerechte Verteilung des Ko­lonialbesitzes, wobei kleine Staaten, wie z. B. Hol­land, einen gewaltig großen Kolonialraum haben und England sogar ein ganzes Weltreich durch feine Kolonien besitzt, schilderte der Vortragende die feind­selige Haltung jener besitzenden Staaten gegenüber dem deutschen Anspruch auf Kolonien und gegen­über der deutschen Forderung auf ungehemmte Ent- f M ,m£1M

Wicklungsmöglichkeit für unser Volt, um auch hier- Friedberg m Augenschein zu nehmen.

kennst.."

Ich?" fragte Günther erstaunt.Keine Ahnung habe ich! Bin aber sehr neugierig."

Karin hätte am liebsten diesen Umweg ihres

Geständnisses nicht mehr wahr gehabt. Wie dumm * das war, wie lächerlich, so von ungefähr anzu» ,u fangen. Warum hatte sie nicht gleich den Namen DOn, roQre gesagt?inuiwvn*'«'*» ------

Du kannst dich doch gewiß noch eines Thomas es $eit

Bröger erinnern?" fuhr sie in Der gleichen Tonart Obgleich sie die etwas rasche und unerwartete des halb Spielerischen, halb Suchenden fort. Verabschiedung peinlich empfand, weil sie in ihrer Des Malers, Der Dir das GelD geliehen hat? i Mischung von Höflichkeit, Liebenswürdigkeit und Karin nickte nur. Mit leichtem Erschrecken de- Kälte keinen rechten Schluß zuließ, widersprach sie n- k-c. rnimnr» fifrtfkr iim ihm nun nhpr fpin eioenartiaes Verbal-