Rr.OS Zweiter Blatt
Freitag, 25. ApriUO41
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger fflr Gderheffen)
Hausgehilfinnen als
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tl»
SCHAUMPON
ter. Er läßt die Baumspritze im Stich, und schon
Hot
stören.
trö e i t gebracht werden.
hat seinen Fehler. „Was hast du denn nur heute?
wird man gefragt, man
Brummend geht man hinunter.
Was soll man dazu sagen?
| der Mauerecke? weil
i „Warten Sie, ich zeig's Ihnen!", sogt der Pach. hatte.
j^WARZKOPFQ
liebenen!
a, ged. Hell
m, mit grolle ind Schweär
/"'t Ein unangenehmes lAßlfi / Obel, das sich aber \ y/JlJOl/Vll'V leicht und mit Erfolg i \ I • bekämpfen läßt Pfle-
gen Sie Haar und Kopfhaut regelmäßig so, daß kein Alkali und keine Kalkseife im Haar verbleiben, also mit
erteilt in Rechnen, Natur- und Erdkunde, Turnen und Singen: japanische und deutsche Lehrkräfte sind, daran beteiligt. Zeichnen und Handfertigkeiten wer-
Hausgehilfinnen mit mindestens dreijähriger Berufstätigkeit und Hausgehilfinnen, die eine geregelte
Es gibt so Stunden, jeder kennt sie, da man durchaus nichts Rechtes anfangen kann: man hat zwar nicht sein Kragenknöpfchen verschluckt oder cus dem Tintenkrug getrunken, und doch steht man sich gleichsam selbst im Wege, nichts klappt, auch das Wetter
Ausgerechnet find natürlich die Weidensträucher infolge der Bachbereinigung allesamt abgeholzt worden. Ich schneide von den noch herumliegenden Aesten einige spärliche Kätzchen ab, als mich der Pächter erblickt, der schon die ganze Zeit merkwürdig versonnen mit der Baumfpritze unter den Apfel-
gar nicht hoch genug eingeschätzt werden könney. Denn sie wirken ausgleichend auf die Waagschalen
unseres Werktags, von denen öfters die eine tiefer hängt. Da man mir immer wieder nahelegt, mich
tag geblieben. Ich trinke ein Glas, und bann trinkt der Pächter ein Glas. Wir sind plötzlich guter Laune: auch der Pächter hatte vorhin ein mürrisches Gesicht, und nun packen wir unsere ältesten Sprüche aus, weil dabei die Unterhaltung am wenigsten anstrengend ist und man sich am besten versteht.
,Hch gönne jedem etwas", sagt der Pächter, „aber man soll sich ja auch mal selbst was gönnen." Das Glas leert sich.
„Das meine ich auch", sage ich, „schlimmstenfalls hat's noch niemand was geschadet."
Die japanische Frau ist eine große Patriotin — dem Vaterland opfert sie, wenn es sein muß, ihr
lg nmlutifl, Millionen ■: chssiing M für tjebrusd ins gegenübri Tonnen sesix änuor 194h nen.
hie das Welen dieser Gebäude und Anbauflächen in ein landwirtschaftliches Pachtgut verwandelt wurden. Und nun zur I Sache:
(Seele des Hauses.
Aus dem japanischen Frauenleben.
Köchinnen und Wirtschafterinnen um 10 o. H. unterschritten werden. Wenn die Hausgehilfin ober Hausangestellte über 2 km vom Haushalt entfernt wohnt, ist aufjerbem das Fahrgelb zu vergüten. Der Haushaltungsvorstanb ist berechtigt, bic auf bte Hausgebilfinnen und Hausangestellten entfallenden Anteile der Sozialversicherungsbeträge an der Barvergütung abzuziehen. Grundjätzlich hat die Hausgehilfin und Hausangestellte den auf sie entfallenden Anteil an den Steuern selbst zu tragen. Das Entgelt wird am Monatsende für den abgelaufenen Monat bezahlt. Handgeld bei der Einstellung ist als Vorschuß anzusehen und kann bei der nächsten Zahlung verrechnet werden.
kost und Unterbringung.
Den Hausgehilfinnen und Hausangestellten muß eine auskömmliche nähr, und schmackhafte Kost gc«
Man weiß nur, daß man sich wieder wohl fühlt, weil man ein angenehmes „Gespräch" im Keller
Uerbunfelunaeteil
25. April von 20.37 bis 6.04 Uhr.
. . 8 RM.
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22 RM.
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In der fast vollbesetzten Großen Aula der Universität erlebten am gestrigen Donnerstagabend zusammen mit unserer Jugend, namentlich aus den Reihen der Marine-Hitler-Iugend, auch viele Eltern, im Geiste das Wirken der Männer, die unter dem „Salzwind" ihren schweren Dienst auf den Torpedobooten, den „Husaren der deutschen Kriegsmarine", im Frieden und vor allem jetzt im Kampfe gegen England in unermüdlichem und opferbereiten Einsatz Tag und Nacht verrichten. Mit dem Künder von diesem Dienst, dem Leutnant zur See N i tsche, kam der frische und kräftige „Salzwind vom Meere her ins Land geweht", unter dessen Hauch unsere wackeren Jungens auf den Schiffen zu ganzen Männern werden, zu schneidigen Draufgängern, die keine Duckmäuser sind, sondern viel lieber und öfter auch einmal „einen Bolzen drehen", wie der Frontoffizier Nilsche seine Kameraden von der Kriegsmarine kennzeichnete.
Unsere Jungens von der Gießener Marine- Hitler-Jugend leiteten den interessanten Abend, dem auch Vertreter der Partei, der Wehrmacht und des Staates beiwohnten, in durchaus seemännischer und stimmungsvoller Weise mit dem „Schifferklavier" und einem prächtigen Seemannsliede ein. Korvettenkapitän Chorus begrüßte die Ehrengäste und besonders die Eltern, ferner machte er darauf aufmerksam, daß diese Veranstaltung für unsere Marine an einem besonderen Tage, nämlich dem 65. Geburtstage des Großadmirals Raeder stattfinde, der in dem glänzenden Einsatz unserer Kriegs- marine im Kampfe gegen England sein Lebenswerk in herrlicher Weise gekrönt sehe. Dann gedachte er vor allem des Führers, durch dessen rastlose Arbeit und geniale Maßnahmen unser Volk seine Seegeltung wiedererlangte, und zu wunder- barer kämpferischer Größe auch auf den Meeren emporgeführt wurde. Nach dem dankbaren Gruß an den Führer machte Korvettenkapitän Chorus in kurzen Worten noch die große Bedeutung des Gedankens der deutschen Seefahrt und Seegeltung für unser ganzes Volk und für seine Zukunft als führende Macht der Welt deutlich.
Die Darbietungen brachten zunächst den Tonfilm vom Segelschulschiff „Gorch Fock", der einen fesselnden und aufschlußreichen Einblick in die erste seemännische Ausbildungsarbeit an dem Offiziernachwuchs für unsere Kriegsmarine vermittelte und zugleich Gelegenheit bot, die Vielseitigkeit und Schwere des Dienstes zur See, aber auch die Wen- digkeit und den begeisterten Einsatz unserer Seemannsjugend kennen zu lernen. Als zweiter Film wurde der Ufa-Film „Husaren der deutschen Kriegsmarine" vorgeführt, der unsere Torpedoboote im Manöver auf hoher See zeigte und eindringliche Vorstellungen über die ungeheuren Anforderungen an diese Waffe und an ihre Männer ermöglichte.
Anschließend berichtete Leutnant zu See Nitsch e in frischer und die Herzen gewinnender Sprache über Kriegserlebnisse auf einem Torpedo- boot, wobei er nicht nur eigene Erlebnisse erzählte, sondern auch, gestützt auf Berichte von Kameraden anderer Einheiten der Kriegsmarine, etliche Strvif-
Liebstes. Die moderne Japanerin sucht sich auch mancherlei Fähigkeiten anzueignen, durch die sie, wenn es nottut. an die Stelle des Mannes treten bäumen steht.
zuführen, ohne daß eine Zuvor muß ich vorausschicken daß ich auf dem )enn nichts darf die voll- Lande wohne, in einer ehemaligen Muhle, deren
die im Fernsehsender die „T e e - Z e r e m o n i e" vorführte, wobei sie eine deutsche Frau mit dem traditionellen grünen Tee bewirtete. Bei dieser Zeremonie, die religiösen Einschlag hat, muß nicht nur der Tee nach ganz bestimmten Regeln zubereitet und gereicht werden, sondern die seelische Verbundenheit der Teilnehmer ist Voraussetzung für die tiefe innerliche Wirkung, die von ihr ausgeht. Schon das kleine Mädchen wird darum frühzeitig in dem
Most zur rechten Zeit
Von Ernst Kreuder.
Ausbildung durchgemacht haben: 16jährige 17jährige 1?- und 19jährige 20- bis 30jährige. über 30jährige
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Einführung in die Praxis zu n Einschätzung der Hausfrauen
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M.O
Nichts gegen die Arbeit", sage ich, „aber Rom ist ‘ 't an .einem Vormittag erbaut worden." Lachen. Nicken. Volle Zustimmung.
„Der Mensch muß aueg mal < usruhen", sagt der Pächter, „von nichts kommt nichts."
„Da haben Sie recht", sage ich, „zuviel Arbeit macht auch nicht immer glücklich."
Das Glas'wird gefüllt.
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Hausfrau unv Hausgehilfin.
Klare Abgrenzung des Pflichtenkreises durch den Reichstreuhänder der Arbeit
strengen und schwierigen Ritual der Teezeremonie. . - ... •• • -
’ b — - - - ” - - • kurz zu fassen, will ich heute nur eines kleinen Vor-
im 1. Lehrjahr
„ 2. „
bilder auf deren Erleben gab. Im Mittelpunkt der außerordentlich fesselnden Schilderungen stand aber der Dienst und Einsatz auf dem Torpedoboot, den wendigen und schnellen „Husaren zur See". Nach guter Soldatenart machte der Vortragende keinerlei Aufhebens von seinem eigenen Einsatz, sondern er stellte in schlichter und anschaulicher Schilderung, aber gerade dadurch packend, die Taten der Kampfgemeinschaft des ganzen Bootes heraus, einerlei ob es im Einsatz gegen Norwegen in vorderster Front fuhr, oder jetzt gegen England als „Kanal- arbeitet" dahinbraust, ob es in der Nordsee vor der englischen Küste „herumzockelt" und mit größtem Schneid die englischen Schiffe angeht, bis manches von ihnen in dunkler Nacht den „Tannenbaum ansteckt", d. h. mit Leuchtraketen Notsignale schießt, oder ob es englischen Kriegsfahrzeugen ans Leder geht, ober sich in der Biskaya ober irgenb- wo vor ber französischen Atlantikküste mit den Kräften der ganzen Kampfgemeinschaft für unser Deutschland einsetzt. Bei den fesselnden Schilderungen konnten die aufmerksam lauschenden „Landratten" auch manche naturwüchsige Kostprobe des echten schönen Seemannshumors vernehmen, der erkennen Ließ, wie „frisch, froh und frei" unsere blauen Jungens Tag für Tag und in allen Situationen sind.
Zum Schluß umriß er in großen Zügen die gewaltige Bedeutung der deutschen Seefahrt und See- geltung, nicht nur in der Gegenwart, sondern auch für die Zukunft. Und er machte zugleich überzeugend klar, daß für den Dienst auf See keine Duck- mäuser und Muttersöhnchen zu gebrauchen sind, sondern nur ganze Kerle, die „auch einmal einen Bolzen drehen", also forsch und schneidig in allen Lebenslagen, mit einem Wort Draufgänger aus innerer Antriebskraft sind. Schon manche derartige „Landratte", auch der Vortragende selbst, der in seiner Jugend noch nie „Salzwasser gerochen", d. h. das Meer gesehen hatte, ist so zu einem kernigen Seemann geworden, und wenn „der Salzwind vom Meer her ins Land weht" wird auch der Gedanke der Seefahrt immer und immer wieder junge deutsche Menschen gewinnen. Die gute Kameradschaft auf den Schiffen tut bann bas übrige. Darum ist es für den deutschen Jungen besonders groß und schön, Seemann zu werden.
Herzlicher Beifall, vor allem auch von der Jugend, dankte dem fesselnden Erzähler. Dann klang mit Macht das Englandlied als Schluß des Abends auf.
Bei den „Husaren der deutschen Kriegsmarine"
Don den Männern, die auch einmal einen „Bolzen drehen".
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l-nahrnen sich höchst gesittet. Nicht lange dauerte 15, bis auch Gastrollen gaben die Kernbeißer und i n Dompfaffenmännchen, bas von der energischen Gattin stets von bem auf dem Fensterbrett geftreu- tn Futter weggebissen wurde. Die eigentlichen i.tammaäste b heb en aber doch die Meisen, die lesen Futterplatz als ihr ureigenstes Herrscher- ,-biet betrachteten und in dem Besuch artfremder iögel sichtlich einen Eingriff in ihre wohlerworbe- len Rechte sahen.
Besonders keck mar ein winziges Nonnenmeis- bin, das sich, völlig furchtlos, durch die Anwesen- |?it des Menschen nie stören ließ: von ihm sott bute die Rede fein: Auch jetzt noch liegen fast ii glich ein bis zwei aufgeknackte Rüste auf bem ‘utterplaö im Zimmer, eifrig begehrt von Blau-, johl- und Nonnenmeisen. Da war ich eines Tages, tank zu Bett liegend, Zeuge einer allerliebsten Mene. Kaum waren die Nüsse gestreut, als auch (Oon das Nonnenmeislein erschien, ein winziges raues Federbällchen mit schwarzem Mützchen, un- ir dem, man möchte darauf wetten, im kleinen logelhirn schlaue Ueberlegung wohnt. Denn, was rt der kleine Frechdachs? Zunächst betrachtete er it Feldherrnblick von erhöhtem Standpunkt aus ie Gesamtlage, packte mit spitzem Schnäbelchen das süßte Nußstück und — ich traute meinen Augen tum — flog damit zum Bücherbrett und stopfte tc Nuß zwischen zwei Bücher. Das zweite Nuß- l'.fltf wurde zwischen die Blätter einer" Zeitschrift o-schoben, das dritte fand feinen Platz zwischen Üriettchaften, eins wurde in die Tasche meines Schlafrocks versenkt, zwei im stets im Zimmer be- nitftehenben Luftschutzkorb: für ein weiteres schien rief) längerem Suchen im Schuh kein schlechtes versteck, und das nächste wurde mit unendlicher Mhe unter einen Kasten gequetscht. Nicht ein Jäckchen wurde verzehrt, auch die Stücke, die bann iis Freie getragen wurden, find sicher gleichfalls trrfterft worben, ba bas Meislein stets sofort wie- bi zurückkehrte.
' inzwischen hatten auch die Kohlmeisen gemerkt, b h ba etwas zu holen mar, unb erschienen selber ah bem Schauplatz: Das Nonnenmeislcin entfernte fif) mit dem äußeren Ausbruck vornehmen Ver- Ms unb bem heimlichen Vorsatz, später seinen hub sich zu Gemüt zu führen. Aber bie Rechnung ifir ohne den Wirt gemacht: Drei der Kohlmeisen zwar fraßen brav unb eifrig bie schäbigen Reste, ■b? der kleine Hamsterer übriggelassen hatte: die ti*rte aber war schlauer: mit großer Umsicht um • suchte sie alle irgend in Betracht kommenden 93er» l'rfe und land auch tattächlich alle von dem Non- ‘hmmeislein lo mühselig aus der Schale gelösten ub so kunstreich verborgenen Nußstücke, die sie h dann triumphierend zu Gemüt führte.
Unbeschreiblich aber war die Enttäuschung des llinen Hamsterers, als er nach einer Stunde zu- n-ffehrte, um sich an seinen Vorräten gütlich zu Im, unb alle Verstecke leer fand. I B-
kann, um ihn für den Einsatz an der Front ftei zu , machen. Aber wenn auch sportliche Betätigung, I , außerhäuslicher Beruf, Einsatz in den verschieden- anderes da." sten Organisationen die japanische Frau mehr als /"*----*
es früher der Fall war, in die Oeffentlichkeit führt, Mühle?"
im Innern ist sie, was sie durch Jahrtausende qe-1 „Da gibt’s die richtigen Kätzchen, die dicken, geb mesen ist: die zarte Seele des japanischen Hauses, den", sagt er.
öie Mutter, die ihre Kinder für ihr Volk erzieht, | „Nein, da war ich noch nicht", sage ich, „ist das
Köchinnen erhalten 50 RM., Wirtschafterinnen im kleinen Haushalt 45 RM., Wirtschafterinnen im aroßen Haushalt 55 RM. Die Stundenlohne der Aufwartungen betragen für alle im Privathaushalt vorkommenden Arbeiten 40 Rpf. mit Kost, 50 Rpf. ohne Kost. Waschfrauen 50 Rpf. mit Kost. Wenn im Haushalt noch eine zweite Hilfe beschäftigt wird, ermäßigen sich die hier genannten Sätze für Hausgehilfinnen, Köchinnen und Wirtschafterinnen um 10 v. H.
In Orten unter 20 000 Einwohnern können die Sätze für Haushaltslehrlinge, Hausgehilfinnen,
Aus der Stadt Gießen.
Oer kleine Hamsterer.
Nicht leicht war es auch im vorigen Winter ge= aügenb Futter herbeizuschaffen für all die hungri- cn Schnäbelchen der gefiederten Freunde, die dii- rnd ans Fenster pochten. Da waren die beiden ^ompsaffenpärchen, die Männchen in prächtiger Dter Weste, beide mächtig unter dem Pantoffel der chlicht gekleideten Weibchen stehend. Ferner der :lte und der junge Kernbeißer, wunderschön ge- richnet, mit starkem weißem Schnabel, ber flinke Baumläufer, die munteren Buch- unb Grünfinken ine Schwarzamfeln unb vor allem die zierlichen Helfen aller Art. Sie alle wollten gefüttert sein
Das Meisennäpfchen war verschwunden, ein tues nicht aufzutreiben: da entschloß ich mich für Ine besonders zutraulichen Meisen den Tisch zu I liefen im — Schlafzimmer, tn dem das Fenster r<ts offen stand. Die kleinen Bettelmusikanten ge- I Ahnten sich denn auch schnell, fraßen eifrig und
meinen Sie?"
„Es scheint mir auch so", erwidere ich lachend. Und schon schließt er in der Mauer eine verwitterte Tür auf, worauf es tief hinunter in ein altertümliches Gewölbe geht. Unten lagern an der Wand mehrere große Fäßer, in denen ein bekömmlicher Apfelmost ruht. Es ist nur ein Glas da, er nimmt es vom Apfelgestell, dreht den Hahn auf und füllt es: „Prosit!" Oben ist mit dem Tageslicht der 2111-
Das Verhältnis zwischen den Hausfrauen und den Hausgehilfinnen soll auf gegenseitigem Vertrauen begründet sein. Dazu gehört das Wissen um die beiderseitigen Rechte unb Pflichten. „Ein Treue- uerl)ältnis besonderer Art verbindet die Glieder dieser Haus- unb Arbeitsgemeinschaft, bestimmt Nechte unb Pflichten zwischen Haushaltungsvor- stanb unb Hausgehilfen ober Hausangestellten unb ist Ausgangspunkt für bie Regelung ber Arbeitsverhältnisse", so betont ber Reichstreuhänber der Arbeit für dos Wirtschaftsgebiet Hessen in seiner Bekanntmachung über die „Richtlinien für die Arbeitsverhältnisse ber in Privathaushalten als Hausaehilfen unb Hausangestellte beschäftigten Volksgenossen".
Die Richtlinien, bie als rechtsverbinb- l i ch gelten, finb Enbe März 1941 in Kraft getreten unb gelten für alle Personen, bie im Bezirk des Rcichstreuhänbers ber Arbeit für bas Wirtschaftsgebiet Hessen (also auch in Gießen) und in ben Greifen Biebenkopf unb Dillenburg im Haushalt mit hauswirtschaftlichen Arbeiten ober persönlichen Diensten gegen Entgelt ober zum Zwecke ber Berufsausbildung ständig beschäftigt werden, ohne Rücksicht darauf, ob sie im Haushalt wohnen ober nicht. Hinsichtlich ber
Arbeitszeit
ist bestimmt worben, daß die Beschäftigung einschl. der Pausen und der Arbeitsbereitschast zwischen 6 Uhr morgens unb 21 Uhr abenbs liegen muß, die tatsächliche Arbeitszeit in ber Regel 10 Stunden am Tage aber nicht überschreiten darf. Wird aus notwendigen Gründen die Nachtruhe erheblich gekürzt, so soll an einem der nächsten Tage ein entsprechender Ausgleich gewährt werden. An Sonn- tagen und gesetzlichen Feiertagen sind nur laufende Arbeiten zu verrichten, falls nicht besondere Umstände etwas anderes bedingen. Die Hausgehilfinnen ober Hausangestellten müssen währenb ber täglichen Arbeitszeit ansreichenbe Pausen, insbesonbere für ihre Mahlzeiten, erhalten.
Hinsichtlich ber Iugenblichen bis zum voll- enbeten 18. Lebensjahre gelten besondere Bestimmungen. Für jugendliche Hausgehilfinnen und Hausangestellte, die in besonderem Maße zu betreuen sind, soll die Arbeitszeit einschließlich ber Pausen und ber Arbeitsbereitschaft nach Möglichkeit nicht vor 6 Uhr beginnen unb nicht nach 20 Uhr endigen. Die tatsächliche Arbeitszeit soll in der Regel neun Stunden am Tage nicht überschreiten. Bei Jugendlichen, die nicht im Haushalt wohnen, soll die Arbeitszeit im Winterhalbjahr um 19 Uhr enden.
Das Entgelt
setzt sich aus Sachbezügen und Barvergütung zusammen. Kost, Wohnung und besondere Kleidung, falls letztere vom Haushaltungsvorstand verlangt wird, gelten als Sachbezüge. Können zustehende Sachbezüge nicht gewährt werden, so sind mindestens die vom Versicherungsamt festgesetzten Beträge zu zahlen. Die monatliche Barvergütung neben ben Sachbezügen beträgt in Orten mit mehr als 20 000 Einwohnern (also in Gießen) für:
Haushaltslehrlinge mit schriftlichem Lehrvertrag:
'r-c.?Us öcnetr -nilf I „Ja, ja, man hat's nicht leicht", sage ich.
... hangen, | „Aber leicht hat's einen!", sagt ber Pächter.
„man ist nicht, wie man sein sollte , kurz und gur, Lachen Prost man weiß nicht, „wo man fein Ei hinlegen soll", j Nichts ।
wie es so schön, im Hessischen heißt. s <mch nicht
Also gibt man es auf unb geht ein bißchen an * *"
r-----, ° sn-.AtA die frische Luft. Auf der Treppe bekommt man Nöch
ben ebenfalls eifrig gepflegt Viele ber in Deut ch- nochaerufen: „Verspäf bich nicht, wir kriegen nach- lanb lebenben lapan.f^en ^inber kennen ihre V)er Besuch, und bring, bitte, Tin paar WeibenkZ mat vorerst nur aus Bilbern und Erzählungen, da $en mit bie Basen sind so leer." sie hier geboren wurden Mit dem Gastland unb fei- ro-------x --<!«. —— «J
nen Bewohnern verbindet sie ein herzliches Einver
gehen wir einträchtig und untätig nebeneinander her. Wir gehen übers Feld zurück, durch den Hof an den Stallungen vorbei, bann über die Wiese in _ , . „ . - . .,, .. den Hof der alten Mühle. Jetzt zieht der Pächter
E- 9ibt so kleine (Srleid)terungen im Alltag, die einen riesigen Schlüssel aus der Tasche und sagt: IY TI I Im T hrtnl A Omt n DIMrtOinVlbT r AHIIdM ft) • ff ■ I f - i » i . « . , ctr\
.Vielleicht finden wir da drunten auch etwas! Was
r Die Japanerin hat den Ruf, eine
; ^aisfrau zu fein. Sie gibt dem Haufe das kulturelle j&iräge, sie erzieht die Kinder, ob Knabe ^oder ' Rcdchen, in erster Linie in vaterländischem Sinn, ib r sie versteht auch gut zu kochen. Davon konn- ‘*n sich vor kurzem die Teilnehmerinnen eines m | Berlin abgehaltenen Kurses in japanischer Koch- ijinrt überzeugen, ben Frau Pasue Koji m a im Sar men ber Deutsch-Japanischen Gesellschaft abhielt. 8?ben unseren bekannten einheimischen Gemüsen, Bit Kohl, Möhren u. bgl kamen dabei natürlich W* mancherlei japanische Besonderheiten zur Der- it|i y Brhung wie z B Kiku, getrocknete Chrysanthemen-1 nei)men tiie, Kampyo — das sind schmale Streifchen von ^eionenschale, die zum Binden von Fischrouladen binutzt werden und dem Gericht einen reizvollen 0?|8)macf geben. Die japanische Frau versteht es N besonderer Weise, die kleinen Portionen, leien 8 n:un kalte Vorgerichte ober warme Speisen, färb» 1-) reizvoll auszustatten. In Blutenform geschn't- dii Mohrrübenteilchen, auf ein Häufchen fein nuoe* ü' geschnittene Enbivienblätter gelegt, und ähnliche Qnnierungen schmeicheln dem Auge und regen den 8b|*tit in wohltuender Weise an In der japani« Rei Küche spielt der Fisch eine große Rolle und »e-schöpflich ist die Vielfalt der Zubereitung, auf
.bic japanische t^rau Derfteht. i h;» Gattin, die dem Mann das Heim bereitet und ganz hinten in dem Hühnergarten, der Strauch an
.Jüit «tner anderen wechl.ch.hauslichen KunIN-r 0. s. i der Mauerecke?- «k lt der lapanifchen Frauen machte uns vor kur yurer ... I
8r die Sängerin Frau Michito Tanaka bekannt, t -
In der japanischen Großstadt Shimonosaku e: dortige Handels- und Jndustrieverband — eine Iqanijation von großem Einfluß — beschlossen, uiftig jedes Jahr einen „lag ber Hausfra u" u'chzuführen. An biesem Tag sollen die Haus- f a... .... -----.. ... . ....
riuen von Shimonosaku völlig frei sein von allen unterwiesen. Es ist dabei nötig, bis zu vier Stum ; , . ... o .. .. . . ,
; aiswirtschaftlichen Pflichten, die bann von den j>ßn auf der Matte zu hbcken und alle nötigen Be« f?lls gedenken, der sich von Zeit zu Zeit wiederholt. N nnern übernommen werden sollen, die weitgeheno wegungen Mit Anmut ausz , , Off beruflicher Arbeit frei zu machen sind. Durch unnötige mit unterläuft. Denn nichts darf die voll
fit en Tag soll bie geplagte Hausfrau entlastet und endete Harmonie stören, b:* «n-t—
Üfl eine Ausspannung von den vielen großen und Zeremonie ausmacht.
L: ÄS I «-Ni-, bekannt ist übrigens, datz sich in zwei beut» , fcfMCp-h,m be'onberen aber (oU ber OTannöurd, s«äMen zz„lin und Hamburg, japanische sAe« Einfuhrunc) in die Praxis zu ^Schulen befinden, in denen die Kinder der in
° I ihnen lebenden japanischen Familien heimatlich.'N .. f. 1 Schulunterricht empfangen. Sie werden, Mädchen vorzügliche roje A„^ben, nach bem Plan unb den Büchern ber japanischen Grunbschule unterrichtet. Lese- unb Schreibübungen nehmen im Unterricht einen kehr breiten Raum ein, daneben wird auch Unterricht
inden , Wattenot!; iturfrennbt«'
StlAsk ruriunbte t tn «orbinl'1 lcher nad) ounijJ
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U. a. «iWJu d Ipanntnb«;; sten W*J äbt itnidF*
Prost. Das dritte Glas.
. . I Das geht so noch eine Zeitlang weiter: es kommt
„Das ist nichts, was Sie da abschneiden", sagt er. nichts dabei heraus, die Zeit vergeht, und das Wohl- „Natürttch^, sage ich, „aber es ist doch nichts befinden steigt. Dann gehen wir wieder hinauf ans v v " i Tageslicht und versuchen, unsere grundlose Heiterkeit
„Waren Sie schon einmal hinten an der alten . vergeblich hinter ernsten Mienen zu verstecken.
„Sie sehen ja heute so gut aus!", sagt mein Be- such, ein leidend blickender Herr. „Sie sttahlen ja richtig, haben Sie ein Los gewonnen?"
An-
Pflicht-
fängerinnen
jahrmäbchen
1 ährige
10 RM.
10 RM.
15jährige
15 „
12 „
10jährige
18 „
15 „
17jährige
20 „
18 „
18« unb 19jährige
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20 „


