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Gieheim Anzeiger

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nach Ewigkeitswerten, nach der schöpferischen Kraft

; ist der W

Kenntnis gaben.

i alles sträubt, was man eine industrielle Dienst-

mit dem völligen Verlust weiterer Schiffe gerechnet werden kann. Bei diesen Angriffen, denen auch zwei Hilfskreuzer zum Opfer fielen, wurde ferner ein Zerstörer durch Vombenvolltreffer schwer be­schädigt und ein viermotoriges englisches Flug­boot in Brand geschossen. Damit verlor der Geg­ner in den letzten drei Tagen 8 9 6 0 0 BRT. des für die Flucht des englischen Expedi­tionskorps in Griechenland bereitgestellten Schiffs­raums.

Dieses kleinere Kabinett müsse alle Angelegenheiten in noch klarerer und entschiedenerer Form an- greifen", als dies gegenwärtig in verschiedenen Ressorts der Regierung geschehe! Man verlange zwar keine drastische Umbesetzung im setzigenTeam" der Regierung, aber in den Diskussionen zwischen den Parlamentariern tauchten immer wieder neue Namen auf!

erstatter zur Abreise.

Wachsende Unzufriedenheit

Wer Gebräuche, wie sie vor allem die Roosevelt- fc-niniftration angewandt hat, so klaffend geworden ist daß man ihn mit rhetorischen Phrasen nicht Whr verkleistern kann. Es ist auch ein seltsames Ilig, wenn in einem Lande, in dem die Freiheit V einzelnen angeblich so heilig gehalten wird, M nner wie Lindbergh sofort alsNazianhänger" iramiert und öffentlich schlecht gemacht werden, nr weil sie ihrer Ansicht als Amerikaner über die > je tigen Verhältnisse und den Kurs des amerika- «Men Staatsschiffes Ausdruck gaben.

Regierung nichts Schlechtes antue, innerlich offenbar an etwas fehle. Man möchte sagen, die Quelle des Gefühls fei bcki ihnen versiegt. Sie seien gerecht, vernünftig, aber keineswegs glücklich.

können, deren geistige Heimat aber E u r o p a sein und bleiben wird, dann gesteht er läßt man die zum Ueberdruß gehörten Phrasen über Freiheit und Glauben weg nur erneut die grenzenlose Armut eines Landes, dessen mechanisierte Zivilisa­tion die einen vorübergehend zur Bewunderung hin­reißen kann, die meistey Beobachter aber mit einem Gefühl des Grauens zurückläßt, eines Grauens, dem gerade gebildete Amerikaner mehr als einmal offen Ausdruck gegeben haben.

davon verständigt, daß die Lage an der F.ont un­befriedigend sei. Gleichzeitig wurde jedoch zur Ruhe gemahnt. Da eine sehr scharfe Zensur jede beruf­liche Tätigkeit unmöglich machte, entschlossen sich nun die letzten in Athen zurückgebliebenen Bericht-

so genau «an.

Der Geist vergangene Jahrhunderte lebt im Un­terbewußtsein der Völker überaus stark weiter. Er schafft Selbstverständlichkeiten, auch wenn die Vor­aussetzungen inzwischen sich völlig verändert haben. Und so konnte die englische Regierung an einen ver­borgenen Instinkt des Unterbewußtseins im eng­lischen Volk appellieren, wenn sie nach dem Rück­zug von Dünkirchen das Schlagwort von demglor­reichen Rückzug" ausgegeben hat. Wer inzwischen haben sich alle militärischen und strategischen Vor­aussetzungen von Grund auf gewandelt. Jene bri­tische Auffassung vomglorreichen Rückzug" schreibt sich aus jener Zeit, da England ganz unbestritten und unangefochten eine Insel gewesen. Mit dem Fall Dünkirchens und dem nachfolgenden endgültigen Zusammenbruch der französischen Landmacht wur­den aber die Gegenküsten Englands besetzt. Flug­zeuge und U-Boote gewannen neue Ausgangs­punkte in unmittelbarer Nähe der Insel, die, min­destens luftstrategisch, gar keine Insel mehr ist. Das, Bauer, war etwas ganz anderes! Und seither ist das Wort vomglorreichen strategischen Rückzug"

nicht notwendigerweise dieselben Persönlichkeiten wie die des jetzigen Kabinetts zu sein brauchten".

1(3 zwischen diesem inzwischen reichlich geisterhaft gnoröenen Ideal und der Wirklichkeit demokra­

turwerte hervorbrachte, die aus den Tiefen der Seele und der Landschaft geschöpft, wahrhaft zeitlos geworden sind.

Der Versuch, den Hearst mit Millionenmitteln unternahm, die Endlichkeit und Oberfläche amerika­nischer Zivilisation in seinen Schlössern dadurch zu überdecken, daß er sie mit allen erreichbaren Kultur­gütern des alten und armen Europas aus­staffierte, daß es seine Gäste in den Betten berühm­ter Prinzessinnen schlafen ließ, daß sie an dem Schreibtisch irgendeiner geschichtlichen Persönlichkeit

sterpräsidenten Menzies, der sich bei Ausbruch der ihm feindlichen Pressestürme zu seinem Un­glück in England befinde und dessen Regierung nur mit der Mehrheit von einer einzigen Stimme ar­beite. Die Gefahr einer Krise für die Regierung Menzies, die ohne den im Gegensatz zur Regie­rung sämtlicher Parteien enthaltenden australischen Kriegsrat zu befragen die Entsendung der austra­lischen Truppen nach Griechenland zugelasien hatte,

mehr hören.

Eine amerikanische Zeitung hat dieser Tage die wirklich geistreiche Wendung geprägt, daß Hitler

konnte auch nicht durch die Ernennung des General- leutnants B l a m y zum stellvertretenden Befehls­haber der Empire-Truppen im mittleren Osten ge­bannt werden. Auch am Horizont Südafrikas und Neuseelands sieht man in London Gewit­terwolken aufziehen. Selbst General W a v e l l wird jetzt zum Gegenstand wachsender Kritik. Noch schärfer ist die Kntik an dem englischen General- stabschef, Generalleutnant Dill, dem Begleiter Edens auf seinen verschiedenen Ankara- und Achen, reifen. DieDaily Mail" richtet bereits offene An­griffe gegen seine Person. Der Ausbruch oder die Unterdrückung der Krise hängt, wieSvenska Dag. bladet" glaubt, einzig und allein von der Frage ab, ob es Churchill gelingt, eine Unterhausdebatte zu vermeiden.

Das britische Parlament hat den dringenden Wunsch", so berichtet Reuter,sobald wie möglich in eine Debatte über die Kriegslage ein­zutreten. Drei Hauptpunkte finb es, die die Ge­müter der Mitglieder des Unterhauses in erster Linie bewegen: 1) ist es die Frage, ob die Reise Edens auf dem Balkan alles das erreicht hat, was sie erreichen sollte, 2) verlangt man, daß frisches Blut in die Regierung kommt, 3) möchte man wissen, ob das Tempo der Kriegs- Materialerzeugung so angekurbelt ist, wie es einem totalen Krieg entsprechen müßte." Reuter gibt bekannt, daß der frühere jüdische Kriegsmini- ster Hore-Belisha im Unterhaus erneut eine baldige Erklärung Edens gefordert habe, damit sich das Haus eine Meinung über die diplomatischen und strategischen Entscheidungen bilden könne, die zu der jetzigen Lage auf dem Balkan geführt haben. Eine derartige Debatte werde sich notwendigerweise auch mit Fragen beschäftigen müssen, die heute auch schon in Australien die Gemüter bewegen.

Was die Kriegsmaterialerzeugung betreffe, so wachsen die Zweifel an der Klugheit des Arbeits- mimsters B e v i n, der sich nach wie vor gegen

B e r t i n , 24. April. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Luftwaffe führte am 23. 4. abermals schwere Schläge gegen die in griechischen Gewäs­sern für die Flucht britischer Truppen zusammen­gezogenen Schiffselnheiten. Sie vernich­tete fünf Transport- und waterial- schif f e mit insgesamt 21 600 BBT. und b eschä- digte außerdem zehn große Schiffe, von denen einige in Brand gerieten, fo erheblich, daß

Natur stets nur Ausbeutungsobjekt war. Diesem äußeren Bild eines ins Riesenhafte gesteigerten Mechanismus entspricht im Innern die Sehnsucht

Bern 24 April: (DNB.) Heber die Stimmung Mitternacht wurde die Bevölkerung durch iRnnbfunt in Athen berichtet der bisherige Athener Korrespon- hnnnn norftönhiat hab die Laos an der F.ont un- dent derNeuen Zürcher Zeitung" aus Ankara: Als der deutsche Druck auf die griechischen Limen vom Olymp bis zum Adriatischen Meer immer flor­ier wurde, griffen englische Fremdenlegionäre und britische Regimenter, die aus Aegypten herange- schafft wurden, in den Kampf ein, konnten aber die Entwicklung nicht mehr entscheidend beeinflussen. Die täglichen Berichte aus dem Hauptquartier rie­fen unter der Bevölkerung große Niedergeschlagen­heit hervor. Die Behörden trafen Vorsichtsmaß­nahmen, die nahezu eine Panik auslösten. Schon am Mittwoch waren alle Lebensmittel a u 5 d e r f a u f t, in den Restaurants wurden nur noch Stammgäste verpflegt. Die nervöse Spannung der Bevölkerung erreichte ihren Höhepunkt, als plötzlich alle gegen Deutschland gerichteten Plakate

Oie Suche nach Schuldigen.

Tas Unterhaus fordertfrisches Blut" in der Regierung.

Stockholm, 25. April (DNB. Funkspruch.) Die Ereignisse in Griechenland haben, wie aus den Berichten der Korrespondenten schwedischer Blätter hervorgeht, zu einer tiefen Mißstimmung nicht nur in England, sondern auch in Australien, ja sogar zu einer gewissen Verstimmung in den Vereinigten Staaten geführt. Die australische Presse fritifiert offen die Entsendung der australischen Truppen nach Griechenland. Diese Mißsttmmung, so meint der Londoner Korrespondent, vonSvenska Dag- b lab et", dürste, wenn auch nicht zu einem Sturz Churchills, vergleichbar dem Sturze Cham-

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Fast 90000 BRT. in drei Tagen.

Schwere Verluste der britischen Transportflotte in den griechischen Gewässern.

verschwanden. .... ,

21m 17. April, nachmittags, verließ em polnischer

Dampfer mit dem Personal mehrerer Gesandtschaf­ten, mit zahlreichen Engländern, jüdischen Emi­granten und griechischen Flüchtlingen den Piräus. Während der Nacht folgten mehrere andere Schiffe Die Fremdenpolizei erklärte allen Ausländern, daß für ihre Ausreise aus Griechenland keine Formali­täten mehr erforderlich seien. Freitag 18. April, abends, erhielten die Redaktionen der Athener Blat­ter vom Kriegsministerium einen Bericht über den Verlauf des Krieges und die Mitteilung, daß der Kampf weitergehe, daß aber der König und die Regierung Athen verlassen würden. Nach einer halben Stunde wurde diese Mitteilung zurück­gezogen und ihre Veröffentlichung v e r b o t e n. Um

§reitag, 25. April Ml

Annahme von Ärueigen für die Mttagsnummer bis «'/.Uhr des Vormittaas

Aruergeu-Prette:

Anzeigenteil 7 Rvi. le mm bei 22 mm Zeilenbrette, Wertteil 50 Not. le mm bei 70 mm üeilenbreite

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Durch Rückzüge gewinnt man keine Kriege"

Stimmen wachsender Kritik in der englischen presse.

A Jahrgang Nr. 98 Ackern, täglich, außer o.nntags und Feiertags «iilagen: Die Illustrierte trstosefö* A ne Illustrierte . 1.80 ij, itellgebübr. » -.25 bei Nichterscheinen n einzelnen Nummern imulae höherer Gewalt §i<rnsvrechanschlusr 2251 AMansmritt:,,Anzeiger" Nchecklllls«Tranks. M

irq haben können.

rEs ist außerordentlich bezeichnend, dah Hearst, oer i seinen Schlössern seine Gaste geradezu surstllch rjnaijm und bewirtete, nur -in Gesprächsthema n*r keinen Umständen duldete: das Uber den Tod. & rum? Der Amerikaner ist überall von einer g i tischen Endlichkeit der Dinge umgeben, alle re Wolkenkratzer, die Riesenhaftigkeit und tas e -erhoffe Treiben feiner Städte machen jenes ge imnisvolle Wachstum alter Kulturen unnwgliM, l-ii Ewigkeitshauch umgibt sie. Jeder M fres alten verfallenen europäischen Schlosses irjr Kultur und jene nicht ZU erjagende geii losjigkeit der Dinge aus, die ledem Betrachter

Achen in höchster Spannung

Erlebnisse eines neutralen Korrespondenten.

Stockholm, 24. April. (Europapreß.) Eng­lands Augen richten sich nach der Niederlage in Griechenland stärker noch als bisher auf die Ver­einigten Staaten und auf die Schlacht i m Atlantik.News Chronicle" meint, daß die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten nach den Ereignissen im östlichen Mittelmeerraum pessimistischer über den Kriegsausgang für England denken als vorher. Britische Nachrichtenpolltik und britische Propaganda hätten mit dazu beigetragen. DieTimes" betont, das Wichtigste für England fei daß die Lebenslinien über den Atlantik aufrecht­erhalten werden, damit die Lieferungen van den Vereinigten Staaten England erreichen können. Zu der Möglichkeit, daß die britifcben Truppen Grie­chenland' räumen, schreibt dieTimes", wenn auch diese Räumung gelingen sollte, mußte man daran erinnern, was Churchill nach dem Rückzug aus Dünkirchen gesagt habe, daß nämlich ein noch so 1 erfolgreicher und mutig durchgeführter Ruckzug nicht über die Tatsache Hinwegtäuschen könne, daß man durch Rückzüge keine Kriege gewinnen könne. Das gleiche Blatt ist der Ansicht, daß Deutschlands Rüstungspotenttal immer noch höher sei als das englische ImEvening Standard" heißt es man gebe'sich keinen Illusionen hin. Als Eng­land seine Erfolge über die Italiener gewonnen habe fei der Grundsatz in Vergessenheit geraten, daß 'England nur in den Wolken über Großbritannien der gesammelten Kraft des Feindes begegnen könne.

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I =s ist NUN aber von nüchtern beobachtenden Arne- Itfcnern in diesen entscheidenden Tagen der USA.«

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Oer Rückzug.

Das Lob derglorreichen Rückzüge" durch die englische Presse ist für unsere Ohren schon nicht mehr bizarr, sondern grotesk. Aber die Selbstverständlich­keit, mit der die Engländer diese glorreichen Rück­züge feiern, kommt auch nicht ganz von ungefähr. So sehr sich dieses Denken von unserem unter« cheidet, so hat es doch einen kriegsgeschichtlichen Grund. Der Engländer denkt nicht in Land-, sondern in S e e ft r a t e g i e. Für ihn ist das Landheer nur ein Anhang zur Flotte. Es ist dazu verdammt, dort zu marschieren und zu kämpfen, wohin die Kriegsschiffe mit bestem Willen nicht gelangen können. Nun war die Seemacht den Land­mächten immer überlegen, seitdem um etwa 1600 herum der Schiffbau von den kleinen Nußschalen" zu den großenLinienschiffen" und Fregatten überging. Die Ueberlegenheit der See­macht gegenüber der Landmacht beruhte auf der Allgegenwart" der Flotte. Die Flotte konnte erheb­liche Truppenmengen und große Ausrüstungen über weite Entfernungen transportieren und war dabei sofern sie guten Wind hatte Tag und Nacht unterwegs. Der Ermüdungs. und Abnutzungsfaktor war weitgehend ausgeschaltet. Mit der Erfindung des Dampfschiffes vermehrten sich diese Vorteile der Flottenstrategie, so daß in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Ueberlegenheit der englischen Seemacht als eine gottgewollte Tatsache angesehen und hingenommen wurde.

Und vom Standpunkt der Flottenstrategie sind auch die Landungsmanöoer und die Rückzüge ur­sprünglich zu verstehen. Ein Geschwader erscheint an einer Küste und landet Truppen. Auf Seiten der Flotte lag das Überraschungsmoment. Wenn nun der Feind Truppen zur Bekämpfung des Lan­dungskorps in Marsch setzte, so wurden seine Kräfte auf verhältnismäßig lange Zeit gebunden. Seine Ansttengungen mußten verhältnismäßig viel grö­ßer als die des englischen Landungskorps sein. Und wenn dieser Zweck erreicht war, so konnte das Lan­dungskorps auch wieder eingefchttft werden. Ob es nun siegte oder nicht siegte darauf kam es nicht

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-splans M 6 chichte selbst gesagt worden, daß der Gegen luftredjiwiii 700 OM

____, ............., ____, w .................. Wenn Herr Roosevelt also eine Art Schutzrecht des alten Europas, das seit einem Jahrtausend Kul- über Kulturwerte verkündet, die zwar mit Hilfe ..... ' einer dollarschweren Kapitalmacht gekauft werden

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Rom, 24. April. (Europapreß.) Die Unzufrieden­

heit mit den herrschenden Zuständen ist in 21tl)en,: uud wmhivuuu^h --o-a

wiePopolo di Roma" berichtet, derartig gewachsen,' auch in seinem Heimatland in sehr erheblichen Miß- daß es fast täglich zu Ausbrüchen kommt. Bei den kredit gekommen. Heute wollen die Engländer von Kundgebungen für den Frieden ist vor allem die neuenglorreichen sttategischen Rückzügen" nichts Zahl der verhafteten Frauen groß. Die schweren Verluste an der Front, der Mangel und das völlige Erliegen des Wirtschaftslebens geben den Dem- zelisten neuen Auftrieb, die jetzt logar im griechi­schen Generalstab Freunde haben sollen. Don dieser Seite wird den höchsten Stellen der Vorwurf ge­macht, auf Grund persönlicher Bindun­gen Griechenland anEngland ausgeliefert zu haben. Mit K o r y z i s sei der letzte Mann ge­fallen, der Griechenland noch hätte regieren können. Als bezeichnend werde die Tatsache gewertet, daß die erste Nachricht von der Flucht König Georgs aus London gekommen fei. Zu dem auf den 24. April sollenden Sankt-Georgs-Tag hatte die Athener Presse große Glückwunschartikel für den König herausgebracht. Während die Zeitungen her­auskamen, wurden in Athen bereits die Plakate angeschlagen, die von der Flucht des Königs

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Amerika und die schöpferische Kultur Europas

Bon unterem Bk.«Berichterstatter

Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Neuyork, Mitte März 1941.

)er kürzlich bekundete Anspruch Roosevelts, i(i pferische Genies des uralten europäischen Kultur- h5Ens, wie Dürer, Holbein, Rembrandt, van Dyck, $ (iceUi ufm., als Zeichen desGlaubens der Ame- : ner an die geistige Freiheit des Menschen" zu nrahmen, läßt zunächst einmal erkennen, daß essianismus", der in den Grundprinzipien fcc amerikanischen Verfassung verankert wurde, und hk bereits im Weltkriege imWilsonismus" Orgien j irte, wieder sein Haupt erhoben hat.

Im zu verstehen, was mit diesem Messianismus jfieint ist, muß man wissen, daß die vor rund 160 Ec- ren geschaffene Verfassung der Vereinigten Staa- geistig ein Kind der Aufklärung ist, -sv der Ideen Montesguieus, dem dieMenfchen- I(o te" und dieFreiheit des einzelnen gegenüber Staat" noch heilige Axiome waren, die in- suchen allerdings viel von ihrem Glanz verloren en, ja, deren Unzulänglichkeit durch schwere, Ge- stchte gewordene europäische Krisen keinerlei Kurs- v't mehr besitzen. In Amerika jedoch hat man es rertanben, diese Ideen während der ganzen langen Al als bindend hinzustellen, als die entscheidende jhft, die das Völkergemengsel der Staaten zu-

Das alles verträgt sich wenig mit der Freiheit, toi der Herr Roosevelt in diesen Tagen anläßlich In Eröffnung der nationalen Kunstausstellung tp:ncf), in der die Sammlung des Multimillionärs ki-Hon enhalten ist. Die Tendenz, die hier ziem- lici offen zutage tritt, ist auch nicht eben neu, denn h Bestreben, Moralismen propagandistisch für Keoiffe Zwecke auszuwerten, die Weltpolitik also wer dem naiven Aspekt von Gut und Böse zu jrf»n, mit dem Ziel, die eigene imperiale Politik Ki verschleiern, kennt man aus den USA. seit den seien, da sie sich als Weltmacht zu fühlen begannen. Cs zeugt aber geradezu von einer erschreckenden L^rflächlichkeit, wenn man schöpferische Leistungen fii-s Kontinents, dem Amerika wirklich alles an lu urellen Anregungen verdankt, unter dem Motto bei Glaubens und der so leichtfertig und sinnlos !jiit=rten Freiheit für sich beansprucht, nur um die ~L\en" selbstverständlich die der au- N IUix;h Staaten umso schwärzer erscheinen zu Lilien, wobei auf dem Wege der Analogie die ti turmiffion des Yankees umso Heller scheinen ng. Roosevelt versuchte diesen Dreh vor kurzem hn. als er den amerikanischen Film nach dem lechen Gut-Böse-Schema mit einem Glorienschein tirgab, aber es wäre besser gewesen, er hatte Hol- hu, Dürer, Rembrandt, van Dyck usw. nicht zur Vermauerung seiner Propagandamethoden benutzt, kim diese Namen sind untrennbar mit europäischem u turbobtn, mit jenem geheimnisvollen Seettn- dochstum der Jahrhunderte verknüpft, das immer ttider neue Brunnen zum Fließen brachte.

Die sehr man gerade in den Vereinigten Staaten Jnei-gt ist, diese alte, gewachsene- Kultur n ach em Maßstab ihrer Käuflichkeit und Limit der eigenen Kapitalmacht zu werten, mag A einem Beispiel dargetan werden das m seiner itsnart, aber auch in seiner gIE" T^; ^rhaft amerikanisches Ausmaß besitzt. In zwei 'tsßen Neuyorker Warenhäusern werden zur Zett e Kunstschätze des Zeitungskomgs und Multt- "lionärs William Randolph H e a r st versteigert handelt sich dabei um schätzungsweise 132 WO

-iekte, deren Katalognummern mehrere hundert hbe in Anspruch nehmen. Es ist unmöglich, alles ; aufznzählen, was der Sammeleifer oder die eOffenheit Hearsts in seinen Schlossern und r großen Speicherhäusern Neuyorks äusammen- slcchte. Ein spanisches Kloster ist allein m 14 OOO i-rzehntausend) Kisten verpackt, aber

, ganze Schloßeinnchtungen, unzählig Services, f erordentlich viel Silber darunter Renais ance- ri8>el, Waffen, Rüstungen, Maio iken, ^eucen, n- Jnstrilmentensammlung und alles in einer An- krstmg, die selbst für Amerika, em Land. das die r l anbetet, etwas Unheimliches hat. Wer HeaNt Sa- und ist, braucht nicht naher gesagt 5" werden.

Journalist und Verleger war er unzweifelhaft .amerikanische Prefseverhäl^ vorausge etzt tn genialer Kopf, ein wirtschaftliches Gen e von ü"ächtlichem Ausmaß, aber als Liebhaber der M war er stets und vor allem Amerikaner 'Mt 11-bi typischen Merkmalen, die ^r gebildete Euro- iir mit dem gleichen Kunstinteresse niemals Gel

bermins nach der Norwegenkrise, so doch zum, alles sträubt, was man eine industrielle Dienst- Stürz' anderer führender Mini st er so-! pflicht nennen könnte". Innerhalb des Unterhauses wohl in England als auch in Australien führen.1 wachse die Zahl derjenigen, die ein kleines Als besonders gefährdet bezeichnet der schwedische K r t e g s f a b i n e 11 wünschten, .Hessen Mitglieder Korrespondent die Stellung des austtalischen Mini-' -----------;r

kabeltnft bes JBöf, 3n der 0!^ t>r taren Staat

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der Alten Welt sitzen und die Gobeline, das Silber, die Teppiche, die Waffen, Bilder und Rüstungen, aus Jahrhunderten einer Geschichte betrachten durf­ten, die gelebtes Leben darstellte, als in den Ver­einigten Staaten die Indianer noch auf Bittfeljagd s» v «- s»

eines Zeugen der Große römischer Kultur einen Leere Amerikas zu üfrerbetfen. Schon ein so »chauer über den Rucken ,ogt Amerika >t m allen Bedachter wie Friedrich Stendhal seinen Lebensaußerungen zwilisierte Oberslache, zum (S)f $et)[e) ^gte schon oor mehr als hundert I il schon entartete 3mh ahnn wenn man die | - > » Amerikanern, obgleich ihnen die

Steinwuste der großen Städte betrachtet, die aus» ' D. - .......ö ««

geplünderte und verunstaltete Landschaft, in der die