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Dienstag, 25. März Ml

Gießener Anzeiger fGenerai-Anzeiger fSr Gberhesfen)

7( Zweiter Blatt

irtschastsoberschule Gießen

Von Handels-Studiendirektor Dr. Kruse, Leiter der Wirtschaftsoberschule Gießen.

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Den Tag bei den Beeten beschäftigt/ damit die- f reien rechtzeitig in die Erde kommen. Die Rosen

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Dornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

| nb". Gloria-Palajt, Seltersweg:

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Wunschkonzert

Dinterhilfswerk- 17 bis 19 Uhr Ausstellung im Lirmhaus am Brand. Frühjahrsmarkt (Schau-

I?sfe) auf Oswaldsgarten.

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1941.

Wann sind die Zähne am meisten gefährdet?

In der Kindheit, während der Entwicklung zur Ge-

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NSG. Nach der Derordnuna vom schlechtüreife, während der Schwangerschaft und in

Er kann verlangen, daß der Unternehmer des Be- ist die richtige Zahnpflege dann besonders wichtig, triebes, dem er bei seiner Einberufung angehort hat Zur richtigen Zahnpflege gehört Putzer der täglichen ihm wieder die alte oder eine gleichwertige Aroeit Reinigung der Zähne mit Zahnpaste und Durfte eme

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Oer Anspruch des Soldaten auf seinen alten Arbeitsplatz.

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der Stadt Gießen

llnruhvoll ist der März.

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Verdunkelungszelt

25. März von 19.43 bis 7.15 Uhr.

issen aufgedeckt und beschnitten werden wie es reite bei den Obstbäumen und Beerensträuchern s cl?ehen ist. Es darf keine freie Stunde ungenützt

fanb in gebührender Weise gedacht worden war, gab der Versammlungsleiter den Geschäftsbericht,

Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Oberhessischer Kunstverein und

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ihm wieder die alte oder eine gleichwertige im Betrieb zuweist, soweit dies nicht durch kriegs­wirtschaftlich bedingte Umstellung des Betriebes um möglich geworden ist. In diesem Falle hat der ent­lassene Soldat Anspruch auf einen Arbeitsplatz zu

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Gießener Konzertring

Orchester-Konzert.

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W; stiller Sehnsucht nach der ewigen Schönheit der

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Reinigung der Zähne mit Zahnpaste und Durfte eme vernünftige Ernährung, gründliches unI? ^te regelmäßige Überwachung der Zähne. Chlorovont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege

(Sin neues Landdienstjahr beginnt

Hessen-Nassaus Jungen und Mädel sind startbereit.

Unter den deutschen Dirigenten°Personllchke:ten < it der Leipziger Gewandhauskapellmeister Proseisor fermann Abendroth eine der markan­tsten Erscheinungen. Es strahlt von ihm eine s ggestive Kraft aus, die jedes Orchester, mit dem ; r zusammen musiziert, völlig seinem Willen ge- f gig sejn und ihm in der tiefschürfenden Ausdeutung H Werke bis zum Letzten folgen laßt. Professor 2 bendroth erlebt das Musikalische aus den ihm innewohnenden Bedingungen; fern ab von dem Susfluß intellektueller Erwägungen laßt fein um- f, ssendes und sich nie verausgabendes VoUmustrer- t m die Werke aus ihrer Eigengesetzlichkeit m ur- sl rünglicher Auswirkungsnähe erstehen. Wenn man b»i ihm von Großzügigkeit spricht (man muß es bei ilm unbedingt), so bedeutet das nicht wie sonst in d n meisten Fällen Flächigkeit, sondern em Gestal- tm, das die innere Organik des Werkes lichtklar er« k nnen läßt, denn bei fernem musikalischen Durch­leben ist der Ausgangspunkt des Ganzen, seineur- 2 He, das grundlegende Thema in feiner 2)1011011

Er löst die darin gebundenen Kräfte und erweckt ss zum Eigenleben, zur Entfaltung und ^u^roir* ting, wachsend in zunehmender Breite, zum Monw Mnentalen ausreifend. Jede Phase .ersteht Mit der Wilr eigentümlichen Vitalität und fugt sich tm 21 t- ||fau abgeprägt und gestaltungsbedingend deml gro- fen Wachsen ein. Nichts, und mag es das Unschem- «barste sein, wird übergangen und dem großen tont- II v^icklungsgang eingeoronet. . .

Die klanglichen Bedingungen stehen in seiner «larstellungsart im Vordergründe. Man mutz es »beobachtet haben, wie er mit ermunternder Ha^ | o-ispornt, dem Einzelinstrument Entwicklungsraum k k-währt, und jeder Instrumentalist dann aus sich E kraus sein Können, so schon er nur gestalten kann, k e asetzt. Denn für Hermann b e n dr 0 t h sind d e I e nzelnen Klanggruppen des Orchesters nicht nu I tarbgruppen, sondern aktive Kräfte tes& 3 R selbst sein stärkstes Forte deckt niemals die innere M Struktur des Klanges zu, ^ndern latzt emem goU- |! khen Dom gleich, bei aller hochstrebender Kraft Dennoch die feine Gliederung bis SumEinzelnsten | kennen und dem Ohr nahekommen. Sem Klang- ^»'urchleben kennt nicht nur die übliche reliefartige

denselben Bedingungen, wie ihn gleichartige Gefolgt folgschaftsangehörige erhielten, die nicht Zum Wehr^ dienst einberufen waren. Nach dem Erlaß be$ Reichsarbeitsministers vom 13 Dezember 194 (RArbBl I S. 625) besteht dieser Anspruch des ent­lassenen Soldaten auch bann, wenn em Ersatzmann einen Arbeitsplatz innehat. Selbst wenn sich der Er- lahmann auf diesem Arbeitsplatz besbnders bewahrt hat, ist es nicht angängig, den Zuruckkehrenden auf einen andern Arbeitsplatz zu verweisen, für den we-

schule erreicht werden, wenngleich auch hier der Stoff durch den berufsbildenden Eharakter der Schule mitbesiimmt wird. Die berufsbildenden Fächer sind ganz auf die Erfordernisse der öffent­lichen und privaten Wirtschaft ausgerichtet. Dies ist umso zwingender notwendig, als die deutsche Wirtschaft in der Umstellung auf höchste Leistungs-

Or. Ludwig Harald Schüh, ein Sprachgenie.

In Frankfurt a. M. starb, wie schon kurz aemel- bet, im Alter von 68 Jahren der weitbekannte Sprachforscher Dr. Ludwig Harald Schütz.

Schütz beherrschte 290 Sprachen. Eine wunderbare Sprachbegabung verband sich bei ihm mit unermeh- l.chem Eifer, der sich in ein ausgesprochenes Spra» chenfieber steigerte, sobald sich dem Gelehrten die Gelegenheit zur Erlernung einer neuen Sprache bot Die Liebe zu den Sprachen war ihm angeboren und verließ ihn auch nicht,' als er Mathematik, Na- turwissensäMen und Philosophie studierte und1 m diesen Wissenschaften als Lehrer wirkte. Dr. Schutz konnte sich nach seiner Pensionierung im Jahre 1909 ganz seinen Sprachstudien widmen. Seine bedeutend­sten Veröffentlichungen sind Uebersetzungen aus dem Chinesischen und Sanskrit, ein Werk über die Hauptsprachen unserer Zeit und die wichtigsten der Vergangenheit, dann die erste alle Kolonialsprachen umfassende SchriftDie deutsche u Kolonialjprachen" und neben

Stadttheater: 19 bis 21.30 UhrGötter auf Ur° lab". Gloria-Palast, Seltersweg:Mein Leben

Zeitschristen.

DieModenwelt" (im Deutschen Verlag, Berlin) bringt ihr erstes Frühjahrsmoden-Heft. Man findet eine Fülle von neuen Modellen, eine Sinfonie neuer Farben und Formen. Kostüme mit der neu­artig langen Jacke werden gezeigt, glockige Mäntel, Kleider mit Hüftbetonung, bunte Blusen, hübsche Dirndln, Schlecht-Wetter-Kleidung, Wäsche und viele Modelle für junge Mädchen und Kinder«

Die Vorbereitungen für den Einsatz städtischer Jungen und Mädel in den Landdienstlagern des Gebietes Hessen-Nassau sind in vollem Gange. Mitte April werden rund 150 Jungen und 200 Madel in ihre Einsatzorte einrücken, die wiederum vorwie­gend im Ober hessischen und Rheinhessischen gelegen sind.

Zur Zeit werden die letzten Landdlenstwilligen durch dieMusterungskommission" und die Jugend- ärzte auf ihre Einsatzfähigkeit überprüft. Nicht nur auf die Gesundheit und körperliche und geistige Le,- stiingsfähigkeit kommt es an, sondern vor allem auf die ehrliche Bereitschaft zur Landarbeit und auf den Entschluß, bei erwiesener Eignung ganz auf dem Lande zu bleiben. Der Landdienft der -I. ist keine Arbeitseinsatzmaßnahme, sondern hat die große Auf- gäbe, dem Bauerntum junge Nachwuchskräfte zuzu­führen, die ihm durch die Landflucht in den ver­gangenen Jahrzehnten verlorengingen.

Drei Säulen stützen das Erziehungswerk des Landdienstes: Das Heim, der Führer und der Bauer. Das Heim ist als Mittler zwischen Stadt- und Land-Derhältnisfen zu betrachten. Es soll dem Jungen nach der harten Arbeit in ungewohnter Umgebung eine wohnliche Unterkunft und em Zwei­tes Zuhause bieten, bis er durch das Landdienfftahr mehr und mehr in dos Bauernhaus hineinwachst. Wer die Mädclheime des Landdienstes kennt, hat seine Freude daran, wie freundlich und traulich sich die Mädel ihre Räume mit wenigen Mitteln herge- richtet haben. Das Heim erzieht zur Ordnung, zur Selbständigkeit und Selbstverantwortung. Die Ge- bietsführung ist laufend bemüht, die sanitären An­lagen in den Heimen zu verbessern, die Einrichtun­gen Möbel, Beleuchtung, Büchereien zu ver­vollkommnen. Daß diese Arbeit während des Krie- qes mit großen Schwierigkeiten, bedingt durch das Fehlen von Arbeitskräften und Materialien, ver­bunden ist, dürfte jedem klar fein. Trotzdem werden wir auch 1941 auf diesem Gebiet ein Stück roeiter« kommen.

Entscheidend für die Zurückfuhrung des städtischen Jugendlichen zum Lande ist die Bauerns elle Als Landdienstbauern kommen deshalb nur solche land­wirtschaftlichen Betriebsführer in Frage, die ihren

Stadltheater Gießen.

Am heutigen Dienstag wird das erfolgreiche Lust- ietGötter auf Urlaub" von Paul Helwig wie- rholt. Spielleitung: Hans Albert Schewe. Büh- nbild: Karl Löffler. 25. Dienstag-Miete.

(Mittwoch, 26. März:Das Land des Lächelns , jerette von Lehar. 25. Mittwoch-Miete.

Freitag, 28. März:Das Land des Lächelns , pereüe von Lehär. 25. Freitag-Miete.

Sonntag, 30. März: 9. Morgenveranstaltung: Die stumme Schönheit", Lustspiel von Schlegel.

i ufeer Miete! Abends:Schwarzer Peter , Mar- : eroper von Schultze. Außer Miete.

Ortszeit für den 25.2Närz.

Sonnenaufgang 7.19 Uhr, (Sonnenuntergang 19.45 tl)r. Mondaufgang 6.10 Uhr, Monduntergang 17.28 Uhr.

Ortszeit für den 26. IHarj.

Sonnenaufgang 7.16 Uhr, Sonnenuntergang 19.47 ! Nr. Mondaufgang 6.46 Uhr, Monduntergang i 15.21 Uhr. __

Mf-streichen.

3Schon zeigt das lebhaftere Gezwitscher der mm- «hm h(,treuen Vögel den Beginn der Freite und des fol-

^iden Nestbaus an. Und Woche um Woche treffen ßtM I lt(llc Vogelfcharen ein, die in der 5)eimat Hochzeiten d*I| ypiien. Frühling und Liebe! Unruhvoll ist

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Märzwind trägt den Atem der Landschaft in ) q[j 5 j Stadt. Aber auch in Gärten und Anlagen ist der ioMwimnteDOÜe Winterschlaf zu Ende, und die auf- «Ackerte, frumige Erde riecht schwer nach Feucht " fiiieit und sprossendem Junggrün. Mit offenen Fen- tßtn trinken sich die Zimmer voll der stärkenden, iir auch müde machenden Luft. Man muß sich, die winterliche cheizung verzärtelt, an sie ge- 'A u^nen wie eine im Warrnyaus gezogene Pflanze "(.'Wgif. Freiland.

5Po(t. s ist kein Vergnügen mehr in schwerem Mantel, für die Kälte gut war, draußen fpazierenzu- m, vielmehr ratsam, sich leichter 3u kleiden und lich durchwehen zu lassen. Es geht dem Körper den Bäumen, die ihre Aeste reckend und straf-

ftembe Streicher), wie in ihrem machtvollen Aus- wallen ihres blühenden, zu letztem Ausgleich ge­führten Klanges. Ein Ahnen durchzog den geheim­nisvollen Uebergang zum Vivace mit feinem Ent­wickeln des klanglichen Jubels und den geradezu aigantischen Steigerungen. Don bannender Kraft war der Uebergang zu» Wiederkehr des Themas, ebenso wie die Entwicklung zum Schlüsse hin. Das Allegretto ließ erkennen, welcher allerfeinjten dyna­mischen Werte ein Streichkörper fähig sein kann; es war ein Werden, ein Aufblühen, ein empfin­dungsgetragenes Wachsen; besonders aber sei bas im Pianissimo trippelnde Fugato hervorgehoben. Im Scherzo legte Hermann Abendroth beson-. beres Gewicht auf das in wohligen Klängen und fein ausgestimmten Mischungen sich breit entfaltende weihegetragene llos Im Finale gewann das Iu- belnbt in seinem Ueberschäumen greifbarste Gestalt, wohl empfunden in seinem Einhalten, äußerst ein­dringlich in den rezitativartigen Antworten der Streicher, fast als eine Vorahnung der Neunten.

Nicht endenwollenber Beifall durchdröhnte bas Haus. Dr. Hermann Hering.

Profilierung, sondern weitet sich in durchgebildeter \ Plastik zur Tiefe, Körperlichkeit und lichtdurchslu.e- 1 ter Perspektive des Klangraumes. Hier tommen dis dynamischen Grade in ihrer feinsten Abstufung zur Geltung, und das R h e i n - M a i n i s ch e Lan° ' desorchester gab sie ihm auch willig.

Das bestätigte zu Anfang der Vortragsfolge M 0 - 3 a r 15Titus"- OuvertÜre, die an stelle ; der Ouvertüre zuJdomeneo" getreten war, mit der steilen Wucht ihres (Einganges, den flüsternden Streichern und den überaus diskret, aber um |o schöner klingenden Holzbläsern.

Zu einer Gabe von einzigartiger Wirkung mürbe das Violinkonzert in A-dur oon M 0- 3 art. Ein gelüfteter Klang der Streicher, durch­sichtig, empsindsarn, geftaltungsgefügig, graziös, dezent. Dazu die prächtige Kunst Kurt Stieh- l e r s. Mit einem Ton, der wirklich singt, warm und doch anmutig, zierlich. Sein Einsatz nach dem ersten Orchester-Tutti mußte jeden gefangennehmen; wie aus einer andern Welt erklang fern Eingangsadagio mit d-m Schweben seiner Töne. Ein sein geglieder­tes Passagenwerk, klar und in seiner inneren Dyna­mik belauscht, rn fein abgesehen Kontrasten wird gewährleistet durch eine leichte modulationssichere Vogenführung. Die Kadenz erstand ganz aus dem thematischen Material des Satzes, zeugend von höchster technischer Durchbildung, aber immer dem musikalischen Zwecke dienend. Das Orchestervorspiel des Adagios ließ feinen inneren Atem fpuren, m schmiegsamster Linie fang die Aerge strahlend nach­gebend bis zum traumhaften Sich-Derlieren, floten- aleich mit idealer Weichheit. Das fchmiegfain an­mutige Menuett-Thema im Finale wurde ebenso durch -kontrastierende Zwischenteile beleuchtet, wie jedesmal eine schwingende Passage die Wiederkehr des Hauptgedankens einleitete. Der Allegro-Zwi- fchensatz war in seinem Wechsel zwischen Solo und Orchester sehr ausgestimmt; voll treibendem Dran­gen waren die chromatischen Gänge, und die Svlo- stimme konnte durch ihre klangliche Delikatesse und ihren feinsinnigen Humor begeistern.

Beethovens A-dur-Sijmpgonie ließ die Gestaltungskraft Hermann Abendroths im­mer wieder aufs neue bewundern. Hier wurde das Werk in jeder Phase seiner Entwicklung so klar und verständlich nahegeführt, wie man es sich kaum , idealer denken könnte. Einzigartig war die Ein- > lcitung mit ihrer dynamischen Feinheit (Oboe, ger-

Dank des Einsatzes von Oberbürgermeister Ri t- t e r wird mit Wirkung vom 1. April 1941 die bis- herige zweijährige Höhere Handelsschule in eine dreijährige Wirtschaftsoberschule um» gewandelt, bie mit dem Reifezeugnis abschließt. Durch diese Maßnahme wird in Gießen eine wei­tere Oberschule eingerichtet, der für die Zukunft große Bedeutung zukommen wird.

Das Neuartige an den Wirtschaftsoberschulen, die in vielen Teilen des Reiches schon bestehen, liegt darin, daß sie eine gehobene wirtschaft­liche Berufsausbildung vermitteln und gleichzeitig das Reifezeugnis erteil en. In­folge dieser Aufgabenstellung lassen sich in den Fächern der Wirtschaftsoberschule zwei Gruppen leicht erkennen: die allgemeinbildenden und die be­rufsbildenden.

Die allgemeinbildenden Fächer umfassen folgende Gruppen: 1. Leibeserziehung, 2. Deutschkunde mit Deutsch, Geschichte, Erdkunde, 3. Fremdsprachen (Englisch, Italienisch, Spanisch oder Französisch). Be­rufsbildender Natur sind folgende Fächergruppen: 1. Wirtschaftskunde. Hierunter fällt Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Vertragstechnik, Buchführung und Bilanzkunde, Kameraliftifches Rechnungswesen, Kauf­männisches Rechnen und Finanzmathematik, Büro- Maschinenkunde. 2. Naturwissenschaften, Mechanische und Chemische Technologie. 3. Schreibfächer, worun­ter Deutsche Kurzschrift, Maschinenschreiben, Werbe­schrift und Zeichnen zu rechnen find. Für Mädchen werden diese Fächer noch durch Fächer des Frauen- fcha,,ens ergänzt. ~. r r .

In den allgemeinbildenden Fachern fall das gleiche Ziel wie an jeder anderen deutschen Ober-

anderen Arbeiten, auch freien dichterischen Gebilden ein interessantes BändchenLiebe und Lyrik bei 50 Völkern", in dem er Liebesgedichte aus 50 Sprachen ins Deutsche übersetzt hat.

Das interefsanteste Buch seiner über 14 000 Bände umfasse nden Privat bibliothek, in der chinesische Papierrollen ebensowenig fehlen wie Palmblatter mit Pali-Terten von der Insel Ceylon, ist ein Buch, in das Dr. Schutz in alpha­bethischer Reihenfolge handschriftlich alles eintrug, was mit dem Erlernen der Sprachen in Zusammen­hang steht, erstes Bekanntwerden, Art der Erler­nung usw. ein in der Welt einzigartiges Doku­ment menschlichen Fleißes und Gelehrsamkeit. Schlägt man den Buchstaben A auf, so steht da Abessinisch, Ainu (Ursprache Japans), Albanisch, Altäisch (Asien), Algonkin (Indianersprache), Alt- ägyptisch, Alt französisch, Altspanisch und so fort. Aber nicht nur die Sprachen, auch die Dialekte waren Dr. Schütz geläufig. Ein leichter Schwindel erfaßt jeden normalen Menschen, ber_ Einblick in diese Sprachengeheimnisse nimmt. Für Dr. Schütz aber war bas Sprachstudium keineswegs ein Geheimnis. Für ihn waren neben der Begabung natürlich Fleiß, System und viel Liebe die Grundlage. Er hatte sich im Laufe der Jahre ein System heraus­gebildet. Begegnete ihm eine neue Sprache, fo machte er sich zunächst einen Auszug aus einem Lehrbuch, lernte die notwendigen Grundlagen, eig­nete sich danach Worte an und verband sie zu Sätzen. Erft dann ging er an die richtige Aussprache unb beschäftigte sich mit den Regeln. Als die relaftv. schwierigsten Sprachen bezeichnete Dr. Schütz die Indianersprachen, Eskimosprachen, Baskisch und Grusinisch, wie es im Kaukasus gesprckchen wird, sowie die ungarische Sprache mit ihren vielen Un­regelmäßigkeiten. L-

Sasphaltenen Hof peitschen , oder mit bunten senden Bällen und zärtlichem Puppenbetreuen, ge Mädchen bekommen glänzende Augen, weil das Wunder des Frühlings im Blute spüren, fühlen ihn näherkommen wie ein Fest voll un- mnten Überraschungen. Sie lächeln wohl über kleinen Geschwister, die sich an dem Prinzen im rchen, der seine Dornröschenbraut erweckt, mit «kicher Freude entzücken, und doch träumen sie m anders von dem Wunderbaren.

[eitere Menschen schmieden schon Pläne für Fe- Wahrten und Urlaubsreisen. Großdeutschland bie- so viel Neues in Westen und Osten, daß eine !«ahl nicht leicht wird. Aber die Gedanken reiien ft)n einmal ins Blaue hinein. Gartenbesitzer sind

Jm, will selber blühen und verlangt unruhvoll r$ b nOi) Erfüllung seiner heimlichen Wünsche und trag*- Diume. .

arhH Die Kinder beginnen ihr Spiel im Freien mit " Ls bienten Murmeln unb flinken Kreiseln, die sie über

'. fefb nach Sonne dürsten. Das Herz, erfüllt von

Betriebin Schuß" haben und selbst gerne nur geringe

aus Berufung Bauern sind. DieLanddienstbetriebe Seiten. Die Kinder gingen mit Eifer unb Freube inb von den Kreisbauernschaften überprüft unb rtc(Ite Aufgabe und zeigten, baß trotz viel-

beschäftigen z^T-!schon seit vier DohrenFü^aJ1-^lc^ac fettiger %<f)roicrigteUen der Leistungsstand gehalten ungen und -Madel. Es muß Gewahr für eme um° ^ergn ^mite

affende Ausbildung der ^imgen und Mabel gege- bicfem Leistungsvergleich im Gerätturnen,

ben fein, denn ber Landdienft wird auf Land- Schulen durchführen, denen Turngeräte

arbeite- und ländliche Hausarbeitelehre angerechnet. Dersüauna stehen, unb der aus Grundübungen Mit feinem Verständnis für die ^uiftellung und das Barren Reck, Pferd oder Bock und 'Boten- Empfinden eines heranreifenden Menschen muß der als ' Einzelübungen und einer Hindernis-

Bauer die Vorbedingungen für das tom inten m q al9 Gemeinschaftsübung besteht, sollen die das bäuerliche Leben und Denken. schaffen. Dte Korbball, die Jungen noch Fuß- oder

Bauernfamilie muß ben jugendlichen xn ihren KQnbl;aU fpieien. 3um Austrag der Wettkampfe Kreis aufnehmen wie emen Angehörigen, em Kind rid),pbie Schulen ihre Gegner selbst wählen,

des Hauses. Erft wenn die Erziehungskrafte Führer, Pcin'e Möglichkeit zur Durchführung der großen Heim und Bauer ordentlich Zusammenwirken, ist der ^ompfspiele besteht, wird Völkerball nad) feftge- Er olg des Landdienstjahres gesichert. leaten Reaeln gespielt.

Nun beginnt der Landdienft wohlvorbereitet seine ^glen ^egem g ,p

Erziehungsarbeit im Einsatzjahr 1941/42 Er hofft, MäNNekbadevereM 1836 GletzeN. daß es ihm trotz mancher Hindernisse und anderer Männerbadeverein 1836 in Gießen hielt am

Elternhaus für den Erziehungserfolg im Lager. fnnh in 01

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1381.

hat, ist es nicht angängig, den Zurnckkehrenoen auf einen andern Arbeitsplatz zu verweisen, für den we­niger günstige Arbeitsbedingungen gelten In diesem Falle muß her entlassene Soldat das erste Anrecht auf ... o. -z- z. £ I bie betresfende Arbeitsstelle haben. Bei der gunsti»

fähigkeit und Wirtschaftlichkeit begriffen ist und Da- Arbeitscmsatzlage wird es in aller Regel mo^

mit ein Rechnungswesen entwickelt und Organi- jejn, bcn Er-satzmann anderweitig im Betrien

ationsmittel in ihre Dienste stellt, die nur von ben- y^enubringen, auch ohne daß bamit für diesen jenigen richtig gehandhabt und sinnvoll weiter ent- Berschlechterungen verbunden sind. Arbeitsrechtlich wickelt werden können, die eine gründliche und um- m(rb bje anderweitige Unterbringung des Er­fassende Schulung und Gesamtschau erfahren haben, sg^annes an einem anderen Arbeitsplatz ohne Der Zugang zur Wirtschaftsoberschule setzt den ^^^res vorgenommen werden können, wenn die erfolgreichen Besuch von 5 Klassen einer deutschen Be chäftigung des Ersatzmannes an der Arbeits- Oberschule für Jungen oder Mädchen oder das 2lb- bc3 entiaffenen Soldaten auf den Zeitpunkt fchlußzeugnis der Mittelfchule voraus. In Jmer- U Rückkehr aus dem Wehrdienst befristet worden esse einer Begabtenförderung können von Fall zu .» 3n Fällen, in denen der Erfatzmann ohne Fall auch Volksfchüler mit abgefchloffener Berufs- Befristung seinerzeit an die Stelle des einberufenett schulbildung als Gaftschüler aufgenommen roerten, (g^oiJ^Qftgmitgliebes getreten ist, hält es tef wenn sie nicht wesentlich über dem Durchschnitte- Neichsarbeitsminister für tragbar, wenn in Harte- alter liegen. Die Gaftschüler haben Gelegenheit, bet cä,IIen |iir bje Ersatzmänner, die anderweitig cinge- guter Begabung unb besonderem Fleiß sich im Lause werden müssen, durch bie Reichs- oder Son- des ersten Schuljahres einzuarbeiten unb werden, b^treuhänder der Arbeit eine zeitlich begrenzte falls sie das Klassenziel erreichen, als vrdnungs- -rartzahlung ihres bisherigen höheren Entgeltes vor­mäßige Schüler weitergcführt und wie bie übrigen gc^en wirb.

3UenTÄfr^r3X&nfl be. Herrn Reich.. Leistungsvergleiche der Schulen tultusminilters nom 24.2.1941 bleibt ber Schul- in den Leibesübungen.

I enbcL 'Mädchen der Goethe-, Pestalozzi- unb Schillerschule unb das 8. Schuljahr ter Knaben der Pestalozzi- | unb Schillerschule waren mit 14 Mannschaften m der Turnhalle der Pestalozzischule zum Wettkampf angetreten. Die Leistungen waren so ausgeglichen, daß viele Mannschaften ohne Punktverluste die Einzelübungen durchturnten. Auch in der Gemetn- schaftsübung, in der es neben dem Können auch itnh auf das Zusammenwirken ber Mannschaft ankam, I waren nur geringe Unterschiede in den gunftigen