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Aus dem Reich

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Zum Abschluß des 2. Kriegs-Winterhilfs- werkes wirb die Straßensammlung der DAF. am 29. und 30. März zwanzig verschiedene deutsche Heilpflanzen als Plaketten aufweisen. Wer wartet nicht schon sehnsüchtig auf das Grün der Birke? Ihre jungen Blättchen sind nicht nur Zeichen für das Aufwachen der Natur, sie bergen aromatische Harzstoffe, ätherische Oele, ja sogar Bib tersubstanzen. Teeaufgüsse sind Gegenmittel bet Gicht, Wassersucht. ,

Ein lästiges Ackerunkraut, der gelbblühende Huf- lattich, gibt mit Blättern und Blütenkörben ein Linderungsmittel bei Katarrhen der Luftwege, vor allem durch die in ihm steckenden Schleimstosfe.

Heilpflanzen im Knopfloch

Oie Bedeutung der letzten WSW.-Abzeichen.

di e Familie zusammen kauft, ab er sie fügt auch alles das, was sie produziert, zu einer Einheit zusammen, und erst damit erfüllt sie die Ansprüche, die das Wohl der Familiengemeinschaft an sie, stellt. Hinzu

pflücken, am besten in den Monaten Mai bis Juli. Reiche Verwendung finden Heidelbeer blätter als Stoffwechselregler. Darüber hinaus sind auch ihre Beeren von hohem gesundheitlichen Wert. Die dunklen Früchte haben stopfende Wirkung und dämpfen Durchfall. Bei Störungen des Stoffwech­sels greift der Heilpflanzenkundige zur Rinde des Puloerholzes (Faul bäum), der in Wäl­dern mit etwas moorigem Untergrund ein häufiges Gesträuch ist, kenntlich an seinen grünen, rot und schwarzen Früchten.

Das zu den Mohngewächsen rechnende Schell- kraut, das als Unkraut in leichtem Schatten von Parkanlagen, Hecken, in Wäldern gedeiht, fällt so­fort durch seinen orangefarbenen Saft auf. Er schmeckt bitterscharf und gilt als Warzenvertreiber. Die aus der Pflanze gewonnenen Substanzen zei-aen Heilkraft bei Leberleiden. Eine Augenweide ist der Tee aus den roten Blütenblättern des Feld­mohns, der ein wirksames Hustenmittel darstellt.

Der Verbrauch an Kamille in Deutschland wird aus 800 000 Kilogramm im Jahr geschätzt, un­eingerechnet die Mengen, die von Privathand ae- sermmelt und verbraucht werden. Wozu für dieses

Wiesen schmückt massenhaft das zierliche Gänse­blümchen. Seine Blütenköpfe gewähren Heilung bei Erkältungsstörungen der Atmungsorgane und wirken krampfstillend.

Wer sich einer billigen Frühjahrskur unterziehen will, sammle die jungen Blätter des Löwenzahn. Die in ihnen vorhandenen Säfte regen die Drüsen- und Darmtätigkeit des wintermüden Körpers an. An den leicht bitteren Geschmack der Jungtriebe ge­wöhnt man sich rasch. Bei den Frühjahrskuren kann auch der Spitzwegerich eine Rolle spielen. Er gilt ferner als Hausmittel bei Reizungen der Luft­wege, z. B. bei Husten. Das zerdrückte Kraut schafft Linderung bei Insektenstichen.

Unsere weiße Taubnessel, deren süße Lip­penblüten mit Nektar locken, hat den Ruhm, die teuerste deutsche Droge zu sein (ein Kilogramm bringt sechs Mark). Auch sie wirkt günstig auf die Atmungsorgane und bringt Regelung bei Frauen­leiden. Zur Herstellung von deutschem Tee sind Blätter von Erd- und Brombeere viel be­gehrt. Nur muß man sie an staubfreien Stellen

Schüler beginnt mit dem 1. September jedes Jahres ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Schulbeginn. Für die mit Ende des Schuljahres ausscheidenden Schüler ist das Schulgeld bis zum 31. August zu entrichten. Für die Schüler, die Ostern die Schule verlassen, um in das Berufs­leben überzutreten, endet die Schulgeldzahlung m i t Ablauf des Monats März. Das gilt auch für die Schüler der achten Klasse, die Ostern die Reifeprüfung ablegen, und die Schüler der sechsten Klasse der Mittelschulen, die zu diesem Zeitpunkt das Abschlußzeugnis erhalten. Schüler, die im laufenden Schuljahr ihre Klasse länger als^ sonst, bis zum Herbst, besuchen, müssen noch Schulgeld für die Monate April bis August bezahlen.

Hauswirtschaft als Wissenschaft.

An der Universität Frankfurt a. M. versieht seit dem 1. Januar d. I. die Professorin der Volks­wirtschaft Dr. Charlotte von Reichenau (ftüher in Gießen) einen Lehrauftrag für Konsum­wirtschaft, bei dem sie erstmalig die Wissen­schaft von der Hauswirtschaft vor ihren Hörern ent­wickelt. In den Augen der Wissenschaft ist die Rolle der Hausfrau als Verbraucherin abgelöst von der hauswirtschafttichen Produktionsauf­gabe. Die Hausfrau produziert zwar eine große Zahl von Gütern aus den Rohstoffen, die sie für

also in der Schaffung des Lebensraumes für die Familie. Ihn muß die Frau durch chre unermüdliche tägliche Kleinarbeit ständig vor Ein- büßen durch äußere Einwirkungen schützen und ihn. besonders in Zeiten der Gefahr, den ständig wechsel- den Bedingungen der großen Volkswirtschaft anpas. sen. Von dieser Warte aus gesehen, so erklärt Dr. Ilse Bure sch-Riebe in der DAF.-Zntschrift Der Deutsche Haushalt", erscheint der Ruf nach der Hauswirtschastswissenschast nicht mehr befremdlich. Er geht sogar alle etwas an, denn selbst wenn wir in unserer täglichen praktischen Kleinarbeit nicht viel von Wissenschaft verspüren, so erfüllt uns das Be­wußtsein, Mitwirkende in einer heute endlich als wichtig erkannten volkswirtschaftlichen Produktions- arbeit zu sein, mit Stolz und Befriedigung.

Eilzustellung in Gro^-Berlin aufgehoben.

In den letzten Monaten hat der Eingang von Eil« sendungen an Empfänger in Groß-Berlin einen er- heblichen Umfang angenommen. Der Reichspost- Minister hat daher zur Fernhaltung von ernsten Verlegenheiten bis auf weiteres die Eilzustellung in Groß-Berlin aufgehoben. Bei Sendungen nach Groß-Berlin kann demnach das Verlangen der Eil­zustellung vorläufig nicht mehr gestellt werden.

Aus aller Wett.

Hermann Abendroth in Frankfurt.

NSG. Der Gewandhauskapellmeister Professor Hermann Abendroth und Kurt S t i e h l e r als Violin-Solist waren von der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" für das letzte Konzert des Rhein-Mainischen Landesorchesters in Frankfurt gewonnen worden. Die Vortrags- folge begann mit det Ouvertüre zu Mozarts OperT i t u s". Es folgten die vier Sätze des Konzertes für Violine und Orchester A-Dur, Werk 219 von Mozart, dem Kurt Stiehler durch feine hervorragenden solistischen Lei. stungen die Note gab. Den wohl größten Eindruck aber hinterließ Bruckners Vierte Sinfonie Es-Dur in der Originalfassung. Unter der aus­gezeichneten Leitung Abendroths hat das Rhein- Mainische Landesorchester gezeigt, welche großen Fähigkeiten in ihm liegen. Professor Abendroth aber hat sie zu wecken gewußt und das Orchester folgte ihm bereitwillig, so daß dieses Konzert ein ganz großer Erfolg wurde.

An Brandwunden gestorben.

Der 72 Jahree alte Bauer I. Berthold in S ch l ü ch t e r n erlitt beim Ausputzen sei­ner Bäume einen qualvollen Tod. Während er auf feinem Grundstück arbeitete, war in der Nähe durch dürres Gras Feuer entstanden. Als Berthold den Brand bekämpfen wollte, ergriffen die Flam­men seine Kleider. Er konnte sich noch im Bestreben, die Flammen in einem nahen Wassergraben zu er­sticken, bis zu dem Graben hinschleppen. Mehrere Arbeiter, die ihm zu Hilfe eilten, sorgten für die Ueberführung des Schwerverletzten ins Kreiskran­kenhaus, doch führten die schweren Brandwunden den Tod des Mannes herbei.

Sieben Kinder verbrannt.

uhu.uvv.^v.hvu.i^uix v*,. jtv. |.mu. In der Nähe von Windsor Mills in der fand»

kommen muß aber noch die Schaffung jener seelisch- bischen Provinz Quebec entstand in einem einsam aeifEigen Atmosphäre, die die Familie zu einer gelegenen Farmhaus ein Brand. Sieben Kinder, schöpferischen Gemeinschaft werden läßt. Das 3iel ibie allein gelassen morden waren, kamen in der hauswirtschaftlichen Produktionsaufgabe besteht 1 den Flammen um.

Verlängerte Geschäftszeit auf dem Lande.

Um den durch die Einführung der Sommerzeit veränderten Verhältnissen Rechnung zu tragen, hat der Reichsarbeitsminister bestimmt, daß offene Verkaufs st ellen in ländlichen Gebieten in den Monaten April bis September bis 22 Uhr geöffnet fein dürfen. Der Ladenschluß wird um eine Stunde hinausgeschoben, um der landwirtschaft­lichen Bevölkerung während der Zeit der Feldbestel­lung und Ernte genügend Zeit zum Einkäufen zu verschaffen. Die zulässige tägliche Arbeitszeit der Angestellten wird dadurch nicht beeinflußt. Jugend­liche unter 18 Jahren dürfen nur bis 19 Uhr ar­beiten.

Oie Preisgestaltung für Oamenhüte.

Berlin, 24. März. (DNB.) Die Preisgestaltung für Damenhüte aus Haar- und Wollfilz sowie aus Geflechten bei der Industrie, dem Handwerk und dem Groß- und Einzelhandel wird vom Reichskom­missar für die Preisbildung zur Zeit n a ch g e prüft. Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermit­telungen stehen die geforderten Preise für Damen­hüte in vielen Fällen nicht mit den Vorschriften der Kriegswirtschaftsverordnung im Einklang. Maß­nahmen, die auf eine beachtliche Senkung der über­höhten Preise für Damenhüte abzielen, sind in nächster Zeit zu erwarten.

Neuregelung der (Schulgelderhevung.

Die Vereinheitlichung des Schuljahrbeainns hat eine entsprechende Regelung der Schulgeloerhebung notwendig gemacht. Die Zahlung des Schulgeldes für die mit Anfang des Schuljahres eintretenden

an Feld rändern und in lückenhaften Kleefeldern häusige Unkraut, das schon wegen seiner Entzün­dungswidrigkeit oielfeit-ige Verwendung findet, De­visen ins Ausland senden? Stärker schweißtreibend, zugleich blutreiniaend, andererseits zusammenziehend wirkt die Schafgarbe, die an trockenen Wege­rändern ein häufiger Sommerblüher ist. An ihre Seite stellt sich die Wegwarte als Bttterstoff- lieferant gegen Leber- und Gallenstörungen. Getrock­nete Wurzeln verarbeitet man zu C i ch o r i e.

Der August bringt uns in Hülle und Fülle die gelben Knöpfchen des Rainfarn. Blätter und Blüten sind ein anerkanntes Wurmmittel. Bei der Dosierung ist freilich Vorsicht geboten, weil sich leicht Nebenerscheinungen zeigen von störender Aus­wirkung auf das Nervensystem. Noch stärkere Vor­sicht ist mit dem roten Fingerhut am Platze. Er enthält ein schweres Herzgift, gehört also nur m die Hand des Arztes.

Ein wahres Hausmittel könnten die Hagebut­ten werden, schon wegen des starken Gehaltes an Vitamin C. Das Fleisch der Scheinfrüchte findet Verwendung zu Tee,- Kompott, Pasten, die Kerne zum deutschen Tee

Der Strauß der W H W. - H e i l p f l a n z e n ist nun fertiggebunden" zum Verkauf. Wir greifen olle zu, tragen die Heilkräuter heim und helfen da­mit in zwiefachem Sinne: dem WHW. schaffen wir Geld, uns aber führen wir zu tieferer Erkenntnis von Mutter Natur. Dr. Elisabeth Skwarra.

Statt besonderer Anzeige.

Nach kurzer, schwerer Krankheit ist heute vormittag 1154 Uhr plötzlich und unerwartet unsre innigstgeliebte Mutter, Schwie­germutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Katharine Hanauer Wwe.

geb. Schlierbach

im 68. Lebensjahre sanft entschlafen.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Gießen (Neustadt 61), Demmin i. P., Fritzlar (z.Z. Berlin), den 22. März 1941.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 26. März, um 14 Uhr statt. - Beileidsbesuche dankend verbeten.

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Für die wohltuende Anteilnahme anläßlich des Heimganges meines lieben Mannes und unseres unvergeßlichen Vaters sagen wir innigen Dank.

Frau Johanna Staudt und Kinder»

Gießen, im März 1941.

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