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tob dies der Aufklärungsfilm gegen die Volks-
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!-ankheit Krebs „Jeder Ächte", von dem so früh erstorbenen Reaisseur Walter Ruttmann, der Film
ten Zusehends, die Sträucher leuchteten schon ganz Haus, als fürchte er, das Badezimmer in Flammen y "... nhiir hnc ?trniiloin iinfor hpn Tnimrtiprn einer ein»
(Nachdruck verboten.)
L. Fortsetzung.
weist den Weg zur richtigen Zahnpflege
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eh« er« ge-
von Tschammer, Reichssportführer.
Unbestimmte Verurteilung fürZugendliche.
Am Sonntag wurde in München die Reichswoche \>t den deutschen Kulturfilm eröffnet. Staatssekre- lir Gutterer wies darauf hin, daß ein erheb- lcher Teil der Kulturfilmschaffenden in den Pro- pgandakompanien stehe, daß es aber trotzdem mog- lch gewesen wäre, die Kulturfilmproduktion auch tm f liege aufrecht zu erhalten. Der deutsche Kulturfilm labe schon immer Pionierarbeit geleistet, denn i>enn er auch in seinen Kindertagen.ein armseliges : afein in Schaubuden fristen mußte, so gab es doch ivn ihrer Aufgabe besessene Männer, die den Km- urjilm mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mit- I' in förderten. Seit 1934 ist der Einsatz eines Kul- 1-rsilms in jedem Programm obligatorisch. Heute t- dsr Mindestaufwand für die Herstellung emes Kulturfilms 20 000 RM. Außerdem fließen aus !-m Hundertsatz der Theatereinnahmen lausend Rittet in den Kulturfilm-Förderungsfonds. So rurde das Kulturfilmwesen ein hervorragendes Jn- (rueient volkskultureller Arbeit. Eine Anzahl Kul- ,__c:t__:r* ■ fcror fwrnnrrriripnben UUflll6
:erftorbenen Regisseur Walter Ruttmann der Film Melder durch Beton und Stahl von Anton Kut- •r, der Film „Der Flußkrebs" von Dr. Gero Pne- -iel, der Film „Kurenfischer' von Clarissa Äreyer, der Film „Ein Landbrieftrager von Wolf »art, der Film „Dorfmusik" von Dr. Ulrich Kay- -r, der Film „Steinmetz am Werk von Professor Vatter Hege und als den besten Farbkulttlrflttn los Werk von Dr. Ulrich K. T. Schulz „Friedliche uagd mit der Farbkamera". Einen Sonderpreis irhielt der Aufklärungsfilm „Ein Wort von Mann jiu Mann" von Friedrich Luft.
Im allgemeinen weiß der erwachsene Mensch, wo bei seinem Handeln die Grenze Zwischen richtigem und falschem Tun liegt, sehr genau. Aber gerade die m ihrem Urteil sonst sichersten Menschen beginnen oft in dem Augenblick zu schwanken, wenn ihr persönliches Wohl Mittelpunkt aller Dinge bildet: wenn sie krank sind oder sichere Anzeichen dafür sprechen, daß eine Krankheit heranschleicht. Es wäre richtiger, der Gefahr sofort vorzubeugen, sich der bewährten Gegenmittel zu bedienen, sich zu schonen und vielleicht auch den Arzt zu Rate zu ziehen. Aber da meldet sich sofort falsches Heldentum, ein Ehrgeiz, der in jedem steckt: man will sehen, ob der Körper sich nicht auch so helfen kann. Es sieht zwar schon böse aus, aber vielleicht wird es doch nicht so schlimm. Deshalb wird man doch nicht gleich...
Wo liegt die Grenze? Es ist für jeden heute selbstverständlich, daß er mit einem Schnupfen oder mit einer lästigen Erkältung — und mag sie im Augenblick noch so unangenehm sein — nicht den Kranken markiert, seine Arbeit versäumt und andern zur Last fällt. Aber — und vor den folgenschweren Auswirkungen des andern Extrems stehen Aerzte nur zu oft — es ist gleichfalls nicht richtig, eine fühlbare Krankheit leichter zu nehmen, als es
lichkeit bekämpft.
Aber nicht nur im Keller finden unsere Vorräte Liebhaber, sondern auch in der Speisekammer. Auch dort können sie, wenn man nicht dauernd hinter ihnen her ist, manchen empfindlichen Schaden anrichten. Wo Vorräte in schlecht durchlüfteten und dunklen Räumen aufbewahrt werden, stellt sich vor allem die Mehlmilbe ein, von der außer Mehl auch Graupen, Grieß und Grütze, ferner Räucherfleischwaren und Käse bedroht sind, und die, da sie ziemlich kältefest ist, in den Vorräten auch überwintert. Vermittle Nahrungsmittel sind aber gesundheitsschädlich und selbst als Tierfutter erst nach Ueberbrühen mit kochendem Wasser brauchbar. Deshalb muß man sogleich eingreijen, wenn man die wie Mehlstaub aussehenden, winzigen und sich ruhelos durcheinander bewegenden Pünktchen in den Vorräten wahrnimmt. Auch hier ist das wirksamste
für ihre Bekämpfung gut ist.
In ihrem natürlichen Bedürfnis, immer nur für andere da zu sein, übersehen besonders Frauen leicht die Grenze, wann es für sie Zeit ist, auf sich selber Rücksicht zu nehmen. Zwar geschieht es im-
Sie ..."
„Beherrschen Sie sich!" fiel Hellwang - ein, das Fürchterliche ausgesprochen ward, „und klären Sie mir endlich, was hier überhaupt
SerTteichsfportführer zur ersten Reichs- straßensammlung für das KWHW.
Ein kranker Zahn kann den ganzen Körper vergiften. Grund genug, um es nicht dazu kommen zu lassen.
Reichswoche für den deutschen Kulturfilm.
verdunkelungszelt
23. September von 19.18 bis 7.06 Uhr.
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mer aus bester Absicht, wenn die Mutter sich mit Aber man wird auch diese Hemmung überwinden einer beginnenden Krankheit lange herumschleppt können, wenn man sich darüber klar ist, daß durch und bis zur letzten Kraft für die andern sorgt, falsche Rücksichtnahme Kräfte vergeudet werden, die Denkt man aber weit tn die Zukunst, so ist es ein I unwiederbringlich verloren sind. L. R.
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Vornan von Horst Blernath
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Schützt die Nahrungsmittelvorräte
Schädlinge im Keller und in der Speisekammer.
Ehrgeiz am falschen Platz.
Keine verschleppten Krankheiten. Oie Grenzen fraulicher Aufopferungsfähigkeit.
Fräulein Zögling goß etwas aus der Flasche mit dem roten Etikett in eine Untertasse. Sie kämmte das feuchte Haar aus der Stirn, scheitelte es und begann, die Flüssigkeit aus der Loreley-Flasche mit einer Zahnbürste in langen, gleichmäßigen Strichen auf dem Scheitel zu verteilen. Sei es nun, daß Der farblose Lack sich zu zäh verstrich oder daß chn Die Verbindung mit dem Wasser rascher erstarren ließ jedenfalls hielt Fräulein Zögling betropfen mne und rührte mit der Zahnbürste die Flusigkeit in der Untertasse mißtrauisch auf. Äm nächsten Augenblick aber stieß sie auch schon, vielleicht in der Meinung, daß hier mit einer Säure ein Attentat auf ihre Schönheit aber Gesundheit verübt werden sollte, einen gellenden Schrei aus.
Weiß der Himmel, was die beiden Schuldigen erwartet hatten. Solch einen furchtbaren Schrei und die darauffolgenden völlia hysterischen Hilferufe jedenfalls nicht. Hellwang sprana aus feinem Liege- 'tubl auf und rannte an den Kindern vorbei ms
bestürzt und erschüttert, denn es war ihr völliger Ernst, daß das Fräulein plötzlich den Verstand verloren haben müsse. Fräulein Zögling zitterte am ganzen Leibe, ihre Stimme überschlua sich: „Wollen Sie es etwa auch noch zu leugnen versuchen?! Sie —
Herbst ist sogar imstande, uns gelegentlich so mit Wärme und Sonnenschein zu überraschen, als seien wir noch im schönsten Sommer. Aber die Lichtverhältnisse sagen uns deutlicher als alles andere, wo- !)in die Reise geht. Am 23. September haben wir die wichtige Erscheinung der Tag- und Nachtaleiche, die man nur zweimal im Jahre, zum Frühlingsund Herbstanfang, beobachten kann. Der Name sagt, was der Vorgang bedeutet: Tag und Nacht sind einander genau gleich, sie währen zwölf Stunden. Aber während im Frühling von diesem Zeitpunkt ab die Tage ständig zunehmen, schwindet jetzt der Tag, so daß es sehr bald spürbar wird, wie sehr die Nacht an Zeit gewinnt. Es ist eben nicht von der Hand zu weisen, daß der Herbst die Ausgabe hat, eine Brücke zu schlagen von der schönen zur
rot herüber.
„3 moan, die Kirschen werden aa bald zem sein , bemerkte Söhnchen. Hellwang nickte träg. Es bestand keine Veranlassung zu Warnungen und Drohungen. Die Kirschen hingen für Söhnchen zu hoAe Liegestühle der beiden Mädel lagen in der Nähe der Derandatür. Wenn Britta den Kops em wenig nach links drehte, konnte sie durch die offenen Türen des Hauses bis in die Diele hineinsehen. Sie hörte Kathi in der Küche mit Dem Geschirr klappern und hörte auch, wie Fräulein Zögling ihr Zimmer verließ, herunterkam und das Badezimmer sorg ältig hinter sich absperrte. Britta schloß die Augen. In ihrer Vorstellung erlebte sie alles, was jetzt geschah, so deutlich, als hätte das Haus Wände aus Glas. Sie sah, wie Fräulein Zoglmg die Spange aus der Nackenrolle löste und wie sie das auf die Schultern fallende Haar mit einem scharfen Ruck des Kopfes nach vorn warf, wie sie sich über die Waschschüssel beugte und Die Flechten in die Seifenlösung tauchte, wie sie Die Kopshaut mit Den Fingerspitzen massierte, und wie Der Dicke eetfeiy schäum ihren Kopf in eine nnnenDe weiße Haube hüllte, Die in Den Spülwassern zerschmolz.
UnD Dann ...
eingestoßen hätte.
„Was ist geschehen?" keuchte er und wischte sich mit dem Aermel Die Schweißtropfen von Der Stirn. Er konnte an Fräulein Zögling unD in Dem Raum nichts entDetfen, was einen Schrei und Hilferuf gerechtfertigt hätte.
,Zch dachte im ersten Augenblick, es wäre eine Säure", schluchzte Fräulein Zögling, „aber es ist nur ein nichtswürdiger, gemeiner Streich ..."
Hellwang verstand kein Wort davon, unD er ließ es sich auch Deutlich anmerken, Daß er kein Wort verstand, denn wenn Männer mit gescheiten Gesichtern einmal dumm aussehen, dann sehen sie aber auch gleich so dumm aus, daß es fast erschreckend ist. Aber ehe er dazu kam, eine weitere Frage zu stellen, reckte Fräulein Zögling den Arm mit einer anklagenden Gebärde gegen Kathi aus, die hinter ihm in das Badezimmer eingedrungen war, und schrie: „Das ist Ihr letzter Streich, Sie gemeines, unverschämtes Frauenzimmer, Sie!"
„Sie ist narrisch geworden ..." stammelte Kathi
Nacksichnecken sind schon in Der freien Natur kein "befonDers schöner Anblick, entDedt man sie aber im Vorratskeller, so ist es eine wenig erfreuliche Angelegenheit, weil sie Dort viel SchaDen anrichten können. Da ist Die weißgrau bis schwarz gefärbte große Wegschnecke, Die sich zwar gewöhnlich im Freien aufhält, jeDoch nur zu gern auch in Die Keller kriecht unD sich an Den hier lagernDen Vorräten gütlich tut, wobei sie neben Frischobst und Kürbissen auch gelbe Rüben, Rotkraut unD Kohlrüben bevorzugt. Außer Dieser überaus gefräßigen, bis zu 15 cm langen Nacktschnecke macht sich auch Die etwas kleinere, gelb bis orangegelbe Keller- schnecke an Die Kellervorräte heran unD frißt so ziemlich alles an, was ihr in den Weg kommt, ob es nun Obst oder Fleischvorräte sind, oder Kartoffeln, Gemüse, süße Backwaren oder gar Del. Besonders wird sie von Aepfelvorräten angelockt. Da sie nur während der Nacht heroorkommt, bemerkt man leider den Schaden meist erst, wenn es bereits zu spät und der Schädling wieder verschwunden ist. Auch andere unerwünschte Kostgänger gehen an unsere Kellervorräte, und zwar die Kellerasseln, die Früchte und Gemüse anfressen und ebenfalls nur nachts auf Nahrungssuche gehen, sich aber fast immer nur in tiefgelegenen und zugleich lichtarmen und feuchten Kellern aufhalten, hingegen flache, trockene Kellerräume meiden. Das gilt auch für Die Kellerschnecken, die überhaupt nur in feuchter Umgebung leben können. Man schützt Daher Die Vorräte am besten vor ihnen, indem man Die Kel- , lerfeuchtigkeit Durch fleißiges Durchlüften nach Mog-
unwirtlichen Jahreszeit.
Daß Der Herbst als Romantiker auftritt, sichert ihm viel Sympathie. Dieselbe Freude und Hingabe an Die Natur, Die Der Frühling mit seinen unzähligen Wundern zu entfachen weiß, kann auch er Hervorrufen. Als Meister Der Farbe versteht er es in der Tat, prachtvolle Effekte zu erzielen. Man braucht nur einmal an einem schönen Herbsttag hinaus zu wandern ins Freie, um Den Stimmungszauber zu spüren, mit Dem Die Jahreszeit aufwartet. Die Wälder scheinen sich im Feuerrausch zu ver- zehren, vom hellsten Gelb bis zum dunkelsten Rot sind alle Abstufungen der Farbe vertreten, und welchen Standpunkt man immer auch gewinnen mag: überall ist das Bild Der Natur voller Glut und schönstem Sinnenreiz. Doch leib er werden Die Blätter immer mehr und mehr fallen, und eines Tages steht das Gezweig kahl da. H. W. Sch.
Dornotizen.
Tageskalender für Dienstag.
Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr ,Zch bin kein Casanova". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Immer nur ... Du!" — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Spiegel Des Lebens".
Verdunkelungssünder zu Kuß.
Was schon alles ist über die Pflichten Der Kraft- unD Radfahrer während Der Zeit Der Verdunkelung geschrieben worden! Bis auf verschwindend wenige Ausnahmen haben diese denn auch Disziplin gezeigt. Nun sei auch einmal Dem Fußgänger ein Wörtchen über seine Pflichten gesagt! Allmählich hat ja auch Der Fußgänger gelernt, Der Bestrafung für unangebrachte Leuchtsignale mit Taschenlampen u. Dgl. aus Dem Wege zu gehen. Nur — Dem Rad- fahrer geht er noch nicht aus dem Wege, weil er der Meinung ist, dieser habe nicht nur hinten am Schutzblech ein Katzenauge, sondern auch noch zwei nach vorn gerichtete. Die die Dunkelheit durchbohren
Dorbeugungsmittel eine trockene Vorratskammer, Denn Die gleichen Nahrungsmittel, in trockener Luft lagernD, finD vor Den Milben sicher. Zwei andere Milben — Die Dörrobst milde und eine Laufmilbe — befallen Backobst jeder Art. Zeigt sich in den Rillen der runzligen Haut getrockneter Pflaumen ein grauweißer Belag, so kann man gewöhnlich auf Milbenbefall schließen, aber das Unglück ist in diesem Fall nicht allzu groß, weil Der Schaden durch gründliche Reinigung der Früchte behoben werden kann.
Schlimmer machen sich in Den Trockenfrüchten Die Räupchen Der Dörrobst schabe bemerkbar. Denn sie finD nicht nur sehr freßlustig, sondern sie verunreinigen Die Fruchtvorräte auch Durch ihre Gespinste. Sie beschränken sich übrigens keineswegs auf Trockenobst, gehen vielmehr ebenso gern an Vorräte von Hülsenfrächten, Gewürzen, getrockneten Wurzeln, Kräutern, Sämereien und Zucker. Ein FreunD von Backobst ist ferner Der kaum einen halben Zentimeter lange, hellbraune Getreide« platttäfer, Der sich sogar in Den Vorräten verpuppt. Er frißt auch Teigwaren, ist jeDoch häufiger in größeren Vorratslagern zu finden als in Der häuslichen Speisekammer. Wo Die Kornmotte — der „Weiße Kornwurm" — auftritt, finden sich in Vorräten von Backobst und getrockneten Pilzen ab und zu auch ihre etwa einen Zentimeter langen gelblichen Räupchen.
Alle Diese unerwünschten Nutznießer von unseren Nahrungsmittelvorräten fernzuhalten, ist eine Pflicht, Die sich von selbst versteht. Lagern Die Vorräte in luftigen, trockenen Räumen, ist Die Gefahr nicht groß, wiewohl man auch Da selbst Die
sinnloses Sich-Aufopfern und falscher Heroismus, Der nur Dem Augenblick Dient. Unendlich viele Frauen haben sich dadurch schwere gesundheitliche Schäden für ihr Leben zugezogen, Daß sie nicht rechtzeitig an ihre eigene Gesundheit Dachten.
So sehr es in allen anDeren Fällen anzuerkennen ist, wenn jemand sich zusammenreißen kann und kleinen Unpäßlichkeiten nicht unterliegt, muß Dann, wenn eine ernste Erkrankung zu befürchten ist ober Der Arzt Dies bereits einroanDfrei festgestellt hat, alle Energie auf schnellste Genesung verwandt werben. Oftmals ist eine ganze Portion Willenskraft, besonders auch seitens bes Kranken selber, bazu nötig. Rücksichtnahme auf Die Umgebung, Die Familienangehörigen unb wen es sonst betreffen mag, ist bann absolut fehl am Platze. Denn je ausschließlicher ber Kranke bie Hilfe Der anberen in Anspruch nimmt, besto schneller wirb er in ben meisten Fällen von seinem Leiben befreit sein. Größter Egoismus ist hier also größte Rücksichtnahme, benn erst ber Kranke beginnt für seine Umwelt eine Last zu werben, ber nachlässig ist in Dingen, bie seine Genesung fördern würben.
Was für die eigene Familie gilt, trifft auch für die weitere Umgebung zu. Man muh, wenn man ernsthaft krank ist und die ärztliche Verordnung auf strenge Bettruhe lautet, den Mut und das Selbstbewußtsein haben, die Nachbarin um Hilfe zu bitten. Hilfe annehmen ist besonders für eine Frau im allgemeinen schwerer, als selber helfend zuzugreifen.
könnten.
Lieber Fußgänger! Der Radfahrer sieht, nachts gerade wegen seiner Beleuchtung, Die ihm ja nicht den Weg zeigt, sondern Die übrigen Verkehrsteilnehmer auf fein Daherkommen aufmerksam machen soll, nicht weiter als bis aufs Vorderrad, denn bie Derdunkelungsoorschrift verbietet ihm ja einen weit- reichenden Lichtstrahl! Sein Licht leuchtet Den anderen, nicht ihm selber. Die lieben Anderen aber tollen sich vorsehen, Dem Rabfahrer nicht vors Licht unb bamit vors Rad zu laufen.__________________
Fräulein Zögling ging voran und di- Mädel olgi-n ihr; Söhnchen durst- noch -m-Weile bei einem Dater bleiben. Lydia zog Britta an der i»°nd hinter sich her. In der Diele Ichnupp-rt-n - >eide wie aus Verabredung zur Küche hm- aus !«r°n geöffneter Tür unoerkennbar bitter schari- Seesischduste strömten. Ach wenn te tm stillen -ehosst hatten. Kathi würde versöhnlicher Jem,Jo wurden sie leider enttäuscht. Kathi vergaß nicht und -athi verzieh nicht. Erbarmungslos wurden dem "abeljau morgen thüringisch- Kartos,elkloße mit iwiebelsauce folgen, und übermorgen todsicher Sp Mit, gräßlicher, pampiger, grüner --pmat, und zum Ibenbeflen aufgewärmter Spinat, und dann, schau iigster Gedanke, Kartoffelpuffer mit Sauerkraut.
Lydia preßte Brittas Hand, in ihren dürren Singerchen steckte eine erstaunliche Kraft. ,,»erraten Denn t/was tust ...!“ zischelte sie ihr drohend ms »hr und funkelte Britta aus ganz schmalen Augen chlitzen gefährlich an. Britta schüttelt- wortlos den Sopf. Der alte Mut kehrte in ihr ^?rz zuruck. Mochte wegen der Flaschengeschichte in wottes • amen auch Blitz, Bonner und WJ iereinbrechen, so schlimm wie Kathis kalte Rache üir ihre Schwatzhaftigkeit konnte das übelst- G- oitter nicht (ein' das st- von Sieglinda- ober Lonnis Seite her bedrohte. ’Rein, Kathi mußte Der oljnt werben. Das war schon ein Opfer wen.
Fräulein Zögling band die GummiMrze um unö liieg warmes Wasser in die Schussel laufen Lyd.a nachte den Ansang. Sie biß die Zahne zusammen -.nd ertrug tapfer unb ohne Mucken das Brennen - er Seife in den Augen und das scheutzl-ch- 3'^" in der Kopfhaut, als Fräulein Zoglmg mit dem 8amm durch die nassen, verzottelten
Dann kam Britta an die Reihe - unb Meßl'ch wch Söhnchen. Bald saßen sie alle drei nebenJell »ang in ber Sonne. Bie Lust kochte Über den inM aus selben Solnhoser Platten. Bie Johannisbeeren reif- W °u,
Aus der Stadt Gießen.
Oer Herbst ist da.
Unermüdlich Dreht sich Der Zeiger der Zeit. Aus Tagen werDen unmerklich Wochen, unb ehe man's gedacht, finD wieDer einige Monate vorbei. Kein Wunder, Daß auch Die Jahreszeiten sich oft schneller erfüllen, als Den menschlichen Wünschen manchmal lieb ist. Jetzt haben sich abermals Die Drei Monate erschöpft, bie bem Sommer vorbehalten waren, unb wieber tritt ber Herbst seine Herrschaft an. Er kommt als farbenfroher Geselle, ber noch manches muntere Lieblein zu spielen weiß, aber in seinen Gesängen ist auch bie Rede vom Werben unb Der- gehen, von Tob unb Wiederkehr. Er ist froh unb besinnlich, heiter unb ernst, je nachbem, wie ber Tag es erheischt, Dem er heute ein strahlendes unb morgen ein Düsteres Aussehen zu geben vermag.
Mit bem 23. September übernimmt ber ijerbft alljährlich Das Feld, um uns allmählich bem Winter entgegenzuführen. Vorerst ist natürlich vom Winter noch nichts zu spüren, im Gegenteil, ber
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ober bas Fräulein unter Den Trümmern einer ein- gestürzten Decke zu finDen. Von Der anderen Seite eilte Kathi herbei, nicht weniger verstört als Hell- roang. Wenn es sich auch um Die Neue handelte, so schien hier Doch ein Fall vorzuliegen, wo Volks- ;emeinschaft vor Die persönlichen Gefühle ging. 5m BaDezimmer rauschte laut Das Wasser in Die Wanne. Fräulein Zögling hatte nämlich beibe Hähne zugleich aufgebreht unb versuchte unter Jammerlauten, „bie Säure" vom Kopf zu spülen, ehe sie ihre zer- ftörenbe Wirkung auf Haut unb Haar ausüben konnte. Es war leider eine völlig ungeeignete Maßnahme, Denn Der Lack begann unter Der Einwirkung bes Wassers zu verharzen, und Die Haarsträhnen, bie mit ihm in Berührung gekommen waren, verklebten unb verwutzelten sich zu weichelstockartigen Gedilben. Draußen rüttelten Hellwang und Kathi an Der versperrten Tür unD waren schon Dabei, Das Schloß mit vereinten Kräften zu sprengen, als Fräulein Zögling über Dem Wassergeplätscher enb- lich Den Lärm horte unb Den Riegel zurückschob. Beinahe hätte es noch in Diesem Augenblick ein richtiges Unglück gegeben, benn Hellwang Drückte so heftig gegen Die Tür, Daß er, als sie nun so plötzlich nachgab. Dem Fräulein auf ein Haar Den Schädel
schehen ist!"
„Mein Haar!" jammerte Fräulein Zögling unb zerrte an Den verklebten Strähnen, bie ihr in Die Stirn hingen. Hellwang konnte nichts besonberes an ihnen entberfen.
„Was ist mit Ihrem Haar?" fragte er zornig. Das Blut ftieg ihm zu Kopse. War bas eine Art, wegen nichts Das ganze Haus unb womöglich noch bie Nachbarschaft zu alarmieren?!
,Lch benutzte ein Haarwasser ..." Fräulein Zögling beutete zitternb auf Das Glasbrett unter bem Spiegel, auf Dem zwischen Den Zahnputzgläsern Der Familie Die Flasche mit Der Loreley unD bie Unter« Lasse stauben; „es ist ein Svezialmittel zur Pflege blonber Haare ... Unb Diese unverschämte Person hat es ausgeschüttet unb Dafür eine schmierige, ekel« pofte Flüssigkeit in bie Flasche getan ..."
,^)a?I" rief Kathi empört, „was soll ich getan haben?
„Tun Sie nur nicht so, als ob Sie nichts Davon wissen!" schrie Fräulein Zögling unb fuchtelte mit ben Händen vor Kathis Gesicht, „biesmal hilft kein Lügen unb Verstellen! Aber Das 4age ich Ihnen. Diese NieDertracht wirb Ihnen teuer zu stehen kommen. Ich werde Sie anzeigen! Das ist Körperverletzung! Das ist ..."
„Ruhe!" Donnerte Hellwang Dazwischen. Er war gerabe Dabei, Die leicht opalqierenDe Flüssigkeit in Der Untertasse zu untersuchen. „Das ist Lack! stellte er fest, „es ist zweifellos farbloser Lack, Derselbe Lack, mit Dem ich vor ein paar Tagen die Angelruten eingelassen habe, Emaillelack ..." Für einen Augenblick war er nahe Daran, tn ein Gelächter auszubrechen. Das völlig fehl am Platze gewesen wäre.
„Wie bekommt man Das Zeug aus den Haaren?" ächzte sie.
(Fortsetzung folgt)
rteiii' m LiW . Deich Tage ii i Ms he ftol» i Ziele e ch bie Sormarf!
Der deutsche Sport sammelt am 27. unb 28. Sep- tanber für bas Kriegs-Wintirhllfswerk bes beut- iaen Volkes. Damit find meine Äameraben unb timctablnnen in Stabt unb Lanb zu neuer Höchst- Ostung aufgerufen. Die enge Verbunbenheit von loft unb Leibesübungen im nationalsozialistischen <laate wirb sich auch bei biefem Einsatz für bas bem dhrer besonbers am Herzen Üegenbe Kriegs VNn- trhilfswerk erweisen. Sammelnbe unb Gebenbe cerben sich in heiligem Eifer zu übertreffen trachten db bie erste Reichsstrahensammlung erfolgreich geilten. Sie muh unb wirb im Zeichen bes Hakenkreuz es, bes beutschen Glücks- unb E-Ilssymbols, ein überroältigenbes Treuebekenntnis fit Adolf Hiller unb fein Werk fein, für ben beut- uRl Len Sport ein Feiertag, an bem jeber Meister ; Nied«, «erben *— «Hl Wital ben tat re Mhü
ese Eine Verordnung Des Ministerrats für Die Reichs- !?em i rteidigung führt nach Dem Vorbild Des ostmärki- )ie |^n Jugendstrafrechts die unbestimmte Verurtei
le U. tng Jugendlicher in etwas abgewandelter Form im er neur irrigen Reichsgebiet ein. Der Jugendliche kann zu
Mängnis von unbestimmter Dauer verurteilt wer- ' dah r, i-n, wennn er für seine Tat mindestens neun Mo- " " fite Gefängnis verdient hat, aber sich wegen Der in
Vt Tat zutage getretenen schädlichen Neigungen des sugendlichen nicht voraussehen läßt, I reiche ©traf Dauer erforderlich i st, um in so zu festigen, daß er ein ordentlicher Volks- rnoffe ist. Der Richter setzt eine Rahmenstrafe fest, !« nicht weniger als neun Monate und höchstens ter Jahre betragen Darf. Dem Vollzug Der unbe- i mmten Verurteilung werden von Der Justizver- laltung besonders ausgewählte ' Jugendgefäng- rJfe Dienen. Heber Die Entlassung entscheiDet Der !uaenDrid)ter auf Grund eines Gutachtens Des An- □Üsleiters, wenn Die Persönlichkeit Des Derurteil- I3f so gefestigt erscheint, Daß man erwarten kann, r werbe sich künftig in Die Dolksaemeinschaft ein- rfmen, spätestens aber nach Verbüßung Des Höchst- [,aßes Der Rahmenstrafe. Dem Entlassenen wird .ne Probezeit von einem bis zu fünf Jahren ge- i tot. Währenddessen steht er unter Schutzaufsicht und i-itD vom Jugendamt, Der Jugendhilfe, der NSV »er Der HI. betreut. Bewährt er sich nicht, so wird ■ he Strafe bis zum Höchstmaß weiter vollstreckt.
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ün. San? tirfilme ist wegen ihrer hervorragenden Quan--
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