Ausgabe 
23.6.1941
 
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U. U7 Zweiter Blatt Gtetzemr Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)Montag, ZZ.Zuni Ml

Und gegen alle seine Feinde.

Schon das ist Antrieb genug.

Aber isfs mit dem Antrieb allein getan? Ge« hört nicht noch mehr dazu als der gute Wille und maschinentechnisches Wissen?

Es kommt eine Zeit, da wird Nissen immer be­sorgter.

Die Aufgabe, die er sich gestellt Hut, ist nicht bloß ein Nüsseknacken für den Maschinenbauer. Da­zu gehört mehr. Auch Chemiker müßte man sein, Spezialist für Brennstoffchemie vor allem. Doch das ist man leider nicht. Das bißchen, was man von organischer Chemie in der Schule gelernt hat, und die paar Vorlesungen über das gleiche Thema auf der Technischen Hochschule die meisten bat man überdies üblicherweise geschwänzt, das alles reicht gerade so weit, daß man begreift: Es geht nicht allein.

Er spricht mit Brigitte darüber.

Die denkt eine Weile nach.

Eigentlich kommt es doch bei dir auf das gleiche Ziel hinaus, nach dem auch Professor Erik strebt.* Sie sieht des Mannes verwunderte Augen auf sich gerichtet und denkt plötzlich an den Nachmittag am Meer, wo sie von Eriks Teebesuch erzählt hat. Da bricht sie ab.

Aber heute denkt Nissen nicht an Lietzendvrf und nicht an die Norddeutsche Werft. Heute läßt er sich durch keinen Namen schrecken.

Wie meinst du das?" fragt er.

Brigitte wird verlegen.Es kann ja sein, dntz ich mich irre. Ich war in der Chemiestunde nie­mals ein Licht. Aber soviel weiß ich doch noch, daß ich mir eine allgemeine dunkle Vorstellung von dem machen kann, um was es sich hier handelt. Du und Erik ihr beide habt es mit Derbren» nungsgafen zu tun, nicht wahr?"

Gewiß. Vor allem mit Kohledioxyd- oder Kohlen­säure, wenn dir der Name geläufiger ist, mit dem gleichen Gase, das die Brauselimonade und das Selterswasser so schön zum Sprudeln bringt*

Ich weiß schon!" So dumm ist Brigitte ja nun doch nicht. Sie wird erregter.Und beide wollt ihr die Kohlensäure spalten, du um den Sauer­stoff zurückzugewinnen, Professor Erik, um die Kohle noch einmal verbrennen zu können."

(Fortsetzung folgt)

(Nachdruck verboten.)

1. Fortsetzung.

Juc gecegelten. Stuhl

'Packung (75 St) RM1.45

sind, und deutete die Aussichten für die diesjährige Honigernte an. Wie er bekannt gab, hat die Reichs­fachgruppe auch in diesem Jahre wieder die Son­deraktion zur Abgabe eines Teiles der Honigernte für die Lazarette, Kinderheime, Krankenanstalten usw. angeordnet. Wie der Redner ausführte, werden die Imker auch in diesem Jahre- im Hinblick auf den guten Zweck dieser Aktion unter allen Umstan­den eine Ablieferung herbeiführen, um ihren Bei-

Nach § 185 der Reichsversicherungsordnung kann die Krankenkasse mit Zustimmung des Versicherten Hilfe und Wartung durch Krankenpfleger oder an­dere Pfleger namentlich dann gewähren, wenn die Aufnahme des Kranken in ein Krankenhaus ge­boten, aber nicht durchführbar ist, oder ein wichtiger Grund vorliegt, den Kranken in feinem Haushalt oder in feiner Familie zu belassen. Das Reichs­versicherungsamt hat hierzu den Krankenkassen mit- aeteilt, daß in solchen Fällen vor allem für Haus­frauen, Mutter und Wöchnerinnen auch Haushalts-- hilfe auf Kosten der Krankenkassen bestellt und da­mit die Fortführung des Haushalts gesichert wer­den kann. Eine solche Stellung von Haushaltshilfe liegt im Interesse der baldigen Gesundung der Frau und damit der gesamten Familie. Vorbehaltlich einer Entscheidung im Rechtswege nimmt das Reichsver­sicherungsamt ferner an, daß in solchen Fällen, in denen im wesentlichen nur Hilfe im Haushalt er­forderlich ist, die Hauspflege nach § 185 RDO. (Reichsversicherungsordnung) in der Hauptsache als Haushaltspflege gewährt werden kann, vorausge- etzt, daß nicht eine Haushaltspflegerin auf andere Weife, z. B. aus dem Kreise von Familienange­hörigen oder durch nachbarschaftliche Hilfe, beschafft werden kann. Eine so weitgehende Auslegung des § 185 würde namentlich im Hinblick auf die in der nationalsozialistischen Weltanschauung in den Vor­dergrund getretene Sorge für kinderreiche Familien

Verdunkelungszeit

23. Juni von 21.49 bis 4.59 Uhr.

blühenden Morgen.

Er vergißt den Schlaf, er vergißt zu eßen, er vergißt zu trinken.

Wie eine Besessenheit liegt es bann über ihm.

Wenn er in abgestohlenen Stunden mit Brigitte zusammen ist, kann es geschehen, daß seine Augen sich plötzlich verlieren. Es kann geschehen, daß er einen Satz, in dem er von seiner Liebe spricht, abbricht, um. einem Gedanken nachzujagen, der durch fein Hirn zuckt und stärker ist als das Erlebnis des glückhysten Zusammenseins mit Brigitte. Es kann auch sein, daß er seinen Notizblock, den er bei sich zu tragen sich gewöhnt hat, ganz unver­mittelt herausholt und zu zeichnen oder zu rechnen ^Anfangs Hot Brigitte sich zurückgesetzt gefühlt. E-; ist wohl auch vorgekommen, daß ihr Gesicht zu zucken begann, daß ihre Augen sich röteten, daß sie in mancher Nacht lange feinen Schlaf fand. Be­deutet ihre Liebe Nissen so wenig, daß er sie über seinem Sinnen vergessen konnte? Waren diese Ma­schinen . aus. Stahl, Gußeisen, Messing _ wichtiger

Die Dominiks.

Roman von Hellmuth M.Dottcher.

Don den Imkern.

Arn Sonntag hielt die Ortsfachgruppe Gießen er Bienenzüchter im Hotel Hopfeld ihre Monats- erfammlung ab. Ortsfachgruppenleiter Boden- ender gedachte in diesen ereignisreichen Stun- en der tapferen Wehrmacht und gelobte dem Fich­er unverbrüchliche Treue. Nach einigen Mitteilun- en über die Krankheitsbekämpfung bei den Bienen ^handelte er die augenblicklichen Verhältnisse bei kn Imkern und die Entwicklung der Volker. Er xing auf die Schwierigkeiten ein, die zu Überstehen

und lebendiger als ein Menschenherz, als das Be­gehren und das Sichverschenken einer strahlenden, in sich selbst ihre Erfüllung findenden Liebe?

Aber allmählich hat sie begreifen gelernt, daß die Liebe im Leben des Mannes und die Arbeit im Tagewerk des Mannes nebeneinander stehen, daß sie sich gegenseitig ihre Plätze zuschieben, daß eines das andere drangt und darum doch jedes das Herz des Mannes ganz erfüllen kann.

Sie hat erkannt, daß Nissens Persönlichkeit in diesen Monaten seiner selbstvergessenen Arbeit ge­wachsen ist, daß er noch immer täglich ein anderer wird, so erst wirklich ein rechter Kerl.

An die Stelle seiner früher so selbstverständlichen Küsse ist etwas anderes getreten, etwas, das ihn noch liebenswerter macht, weil es. ihn emporhebt, weil es ihn wachsen läßt, reifen läßt, erst zum Manne werden läßt.

Und langsam, ohne daß sie selbst dessen gewahr wird, wird dieses Werk Nissens auch ihr Werk. Gewiß sie kann nicht immer die geheimnisvollen Linien der Zeichnungen entwirren, sie kennt nicht die Gesetze der Statik, die Daten der Zerreißfestigkeit, der Dehnung, der Biegefähigkeit, der Bruchsicherheit von Guß, Schmiedeeisen und Stahl, von Bronze, Kupfer und Leichtmetall. Sie kann sich wenig vor­stellen unter der Korrosion der Metalle, und der Viskosität von Deien. Aber dennoch wird diese Maschine, diese Apparatur, der Nissen seine ganze Kraft widmet, langsam und eindringlich auch ein Teil ihres Erlebens.

Mit der intuitiven Kraft der Frau versteht sie, technische Fragen zu erfassen und auszudeuten, wo kein Zahlenwerk, keine Formel, kein exaktes Wis­sen ihr den Schlüssel zum Geheimnis hinhält. Mit ihrer Liebe zu Nissen, mit der Hingabe jedes Ge­dankens, jedes Wollens, jeder Sehnsucht an ihn, erschließt sie sich sein Werk, macht es sich zu eigen, wirkt sie mit an seinem Schaffen, indem sie ihn anhört, ihm gute Worte sagt, ihm die Falten von der Stirne streicht, hilft sie bauen, einfach dadurch, daß sie da ist, da ist mit ihrem ganzen, selbstver­lorenen Frauentum.

Und weiter arbeitet Nissen.

Noch ein paar Monate! Dann hält die Dominik- Werft wohl einen neuen technischen Triumph be­reit. Ihren größten!

Für Deutschlandx

Wenn der Holunder blüht

Von M.A. v. Lütgendorff.

Krankenkasse Hilst Müttern und Familien

Haushalthilfe bei Erkrankung der Hausfrau.

geleiteten Wirkungen.

Nur mit dem Vater spricht er von dem Fortgang fcr Arbeiten. Manchmal auch mit Brigitte Aoer sie versteht als Frau nicht viel von der Technik, irtereffiert sich auch nicht viel dafür. 2hr Sena^ e>, daß der Mann, der da sinnt und«eftaüet je liebt, und das ist Grund genug für. sie,, auch sein

der Besprechung einiger züchterischer Fragen ent« wickelte sich eine rege Aussprache.

Frohe Stunden für unsere Verwundeten.

Das Oberkommando der Wehrmacht ließ durch die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" den Verwundeten in den Gießener Lazaretten auch in der verflossenen Woche wieder mancherlei schöne Veranstaltungen bereiten. Lehrer Appel m a n n von der Kreisbildstelle Gießen zeigte in den Laza­retten vier Filme, die Aufnahmen aus Aftika, teil­weise aus unserer alten Kolonie Kamerun, brachten. Im Auftrage des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main hielt Lehrer Spang aus Mainz Vor­träge über die schöne Landschaft am Rhein, Taunus und an der Nahe, die er durch die Vorführung guter Lichtbilder bereicherte. In einem Lazarett wurde der TonfilmMit versiegelter Order" vorgeführt. Der Frauenchor aus Lich unter Leitung von Fräu« lein Jäger und unter Mitwirkung von vier Solo- stimmen, Trompete und Klavier erfreute die Der- wundeten mit einem prächtigen Konzert, dessen reichhaltiges Programm vor allem schone Volks­lieder brachte. Der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter ßejtung des Musikzugführers, Oberfturmfüh- rer Herrmann, bereitete den Insassen eines Lazarettes mit einem vortrefflichen Ständchen eine Freude. Alle Darbietungen bei den verschiedenen Veranstaltungen wurden verdientermaßen mit rei­chem Beifall ausgenommen, dessen Stärke die Dank­barkeit der Verwundeten für die gute Unterhaltung überzeugend zum Ausdruck brachte.

*

** Im Bergwerkswald tot aufgefun- d e n. Am gestrigen Sonntagnachmittag bemerkten Spaziergänger im Bergwerkswald in einem Wasser- tümpei die Leiche eines Mannes. Nach der ßänbung . wurde die Leiche zum Neuen Friedhof gebracht. Bei dem Toten handelt es sich um einen Mann, der seit acht Tagen von seinen Angehörigen vermißt wurde.

Amtsgericht Gießen.

Der H. M. aus Elbing war wegen Diebstahls und Bettelns angeklagt. Er war beschuldigt, im Mai einem anderen, mit dem er vorher gezecht hatte, eine Taschenuhr entwendet und auß^dem gebettelt zu haben. Der Anklagevertreter führte aus, der Diebstahl könne dem Angeklagten nicht nachgewie­sen werden. Es sei viel wahrscheinlicher, daß der Zeuge der Dieb sei. Er beantragte eine Haftstrafe von zwei Wochen wegen Bettelns. Der Angeklagte wurde unter Freisprechung im übrigen wegen Bet­telns zu einer Haft strafe von zwei Wochen verurteilt, die durch die Untersuchungshaft als ver­büßt gilt.

Die E. R. aus Hamburg war wegen vollendeten, Betrugs in zwei Fällen und wegen versuchten Be­trugs in drei Fällen angeklagt. Sie sollte Spitzen, von denen sie wußte, daß sie nicht echt waren, als echte Klöppelspitzen angeboten und verkauft haben. Der vollendete Betrug in zwei Fällen und ein ver­suchter Betrug konnten der Angeklagten nicht nach­gewiesen werden. Da die Straftaten vor bem Ämnestieerlaß begangen wurden und keine höhere als eine dreimonatige Gefängnisstrafe verwirkt war, wurde das Verfahren auf Grund des genannten Ge- fetzes eingestellt.

Frankfurter Schlachlviehrnarkt.

Frankfurt a. M., 21. Juni. Es notierten je 59 Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 48 bis 49,5, b) 44 bis 45,5, Bullen a) 46 bis 47,5, b) 42,5 bis 43,5, Kühe a) 46 bis 47,5, b) 41,5 bis 43,5, c) 34,5 bis 37,5, d) 20 bis 28, Färsen a) 47 bis 48,5, b) 42 bis 44,5, c) 39 bis 39,5, Kälber (Sonderklasse) 65 bis 72, andere Kälber a) 59, b) 55 bis 59, c) 45 bis 50, d) 30 bis 40, Hümmel bl) 49 bis 51, c) 40 bis 44, Schafe a) 42 bis 44, b) 35 bis 40, Schweine a) 61, bl) 61, b2) 60, c) 58, d) 55, e) 53, gl) Sauen 61. Marktverlauf: Alles zugeteilt.

Wieviel größer wird der Aktionsradius! Wie- tiel mächtiger die Leistungskraft!

Schon wenn Nissen diese Zahlen aufs Papier setzt, schlägt fein Herz heftiger. Als Seeoffizier find sie ihm keine leeren Begriffe, bedeuten sie für ihn erhöhte Schlagkraft, erhöhte Seetüchtigkeit, erhoyte Fahrbereitschaft und weiter, erhöhte Schnelligkeit, erhöhte Kampffähigkeit. ' ,

Aber die Gewichtsersparnis ist gewissermaßen kur ein Geschenk, das die Erfindung so nebenher

Wenn alle Obstbäume ihre Blüten längst abge­worfen haben, legen sich auf einmal über unge­zählte Sträucher weiße, duftende Blütenschleier: der Holunder blüht an allen Ecken und Enden. Zu Edelobst wachsen sich die spitzenzarten Doldenblüten freilich nicht aus, aber ihren Nutzwert haben sie dennoch, und einen, den man nicht unterschätzen sollte. Noch ehe die Blüten sich öffnen, kann man schon die jungen Blätter sammeln und ihren Saft auspressen, der, verdünnt, bei rheumatischen Schmer­zen gute Wirkung tut. Sobald aber der Strauch in seiner Hochblüte steht, heißt es, die Blüten sam­meln, denn keine unserer Heilpflanzen liefert einen so stark schweißtreibenden Tee ' wie die Holunder­blüte. Was das bedeutet, kann jeder an sich selbst ausprobieren, wenn er eine Erkältung anrücken fühlt und abends nach dem Genuß einer Tasse recht heißen Holunderblütentees ins Schwitzen kommt und damit erreicht, daß das Unbehagen am nächsten Morgen entweder ganz verschwunden ist oder das Leiden wenigstens viel milder auftritt, als es vor­her den Anschein hatte.

Soll der Holunderblüte ihr Heilwert voll erhalten bleiben, so muß man beim Pflücken auf mancher­lei achten. So vor allem darauf, daß man die Blü­ten nur dann abnimmt, wenn sie vollständig trocken sind, also an einem trockenen Tag, dem schon meh­rere Trockentage vorangingen, und auch dann erst am Nachmittag, wenn die Sonne noch kräftig wärmt. Im Eifer des Pflückens tut man gern des Guten zuviel und denkt nicht daran, daß man einem Strauch nicht mehr als die Hälfte feiner Blüten nehmen darf, weil sonst die Entwicklung der Beeren unterbunden wird, die ihrerseits im Herbst nicht weniger nützlich verwendet werden können. Abgeschnitten werden die Blütendolden nicht mit einem Messer, sondern mit einer scharfen Schere, und zwar unmittelbar am Stielende, d. h. an der Stelle, wo aus dem Stengel die kleinen blütentragenden Stielchen herauswachsen, so daß

also der Ansatz des Stengelteiles, der die Dolde zusammenfaßt, erhalten bleibt.

Mit den Blütenkopfchen nach oben liegend, wer­den die ganzen Dolden aber nicht unter der Einwirkung der Sonne oder etwa einer geheizten Küche getrocknet. Sobald sie ganz durchgetrock­net sind, streift man die Blüten von den Stielen ab und füllt sie in ein gut verschließbares Gefäß, entweder in eine Blechbüchse oder ein Glas, das oben fest zugebunden wird. Eine Pappschachtel tuts auch, aber nur dann, wenn der Deckel gut schließt und sie vorher mit sehr reinem Papier nicht Zei- tungspapier ausgelegt wurde. Das alles ist not­wendig, weil die Blüten, falls der Behälter nicht ganz fest verschlossen ist, ihren Duft einbüßen. Ihr eigentümlicher, würziger Duft reizte früher die Hausfrauen auch dazu, Milch- oder Mehlspeisen eine Handvoll Holunderblüten beizufügen oder Aep- fel einige Tage lang zwischen die Blüten zu legen, wodurch sie einen angenehm aromatischen Ge­schmack erhielten, wie ja Aepfel überhaupt leicht zu parfümieren" sind.

Verwendet wird der Holunderblüten-Tee, wie ge­sagt, hauptsächlich als vorbeugendes Schwitzmittel bei Erkältungen, doch soll er nicht zu stark sein. Für etwa einen halben Liter Wasser genügen je nach Geschmack 2 bis 7 Gramm Trockenblü­ten reichlich; mit etwas Zitronensaft können Wohl­geschmack und Wirkung sehr verbessert werden. Soll der Tee rheumatische Schmerzen lindern, so setzt man vier Eßlöffel Tee mit einem halben Liter Wasser an und läßt bis auf die Hälfte der Wasser­menge einkochen und bann noch eine halbe Stunde ziehen. Mehr als zwei Tassen am Tag sollte davon nicht getrunken werden. Holunderliebhaber und es gibt deren nicht wenige verwenden auch die grünen, noch unreifen Beeren, legen sie in Salz und Essig ein und verwandeln sie in einenKa- pem-Ersatz" zum Würzen von Soßeln.

trag zum Sieg zu leisten. Als vordringliche Aus­gabe in der nächsten Zeit bezeichnete der Ortsfach- gruppenleiter den Auf- und Ausbau der Bienen­völker, damit deren Bestand keine Verminderung erfährt. Die Vermehrung erfolgt über die Koni- ginnenzucht, die in der Gießener Ortsfachgruppe sehr gut entwickelt ist und nun ausgeweitet werden muß. Von dem Erfolg dieser Arbeit hängt auch der Erfolg der Zucht im kommenden Jahre ab. Nach

Werk zu lieben und mitzuerleben mit ihrem gläubigen Herzen, mit ihren guten Wünschen, mit der Inbrunst ihrer Gedanken.

Seine Zeichnungen zeigt Nissen niemandem. Außer dem Vater natürlich. Vielleicht würde er sie Brigitte zeigen. Aber sie versteht nichts davon. Ihr geht jeder Sinn für technisches Denken ab. Es ist ihr unmöglich, die Striche und Kreise ins Räum­liche zu übersetzen, die verschiedenen Projektionen zu einem körperlichen Gegenstand zusammenzu- stellen und zu ergänzen.

Auch Lietzendorf kriegt die Zeichnungen nicht zu sehen. Trotzdem er Betriebsleiter ist. Es ist viel-

1 leicht nicht' einmal eine Absicht dabei, wenn 'hm - nichts gezeigt wird. Er hat mit seinem Betrieb genug zu tun. Diel und übergenug. Raten und i helfen kann er auch nicht. Er hat- keine Phantasie. ' Im Jahre 1918 war er noch nicht da. Er kann also auch aus der Erinnerung nichts zum Gelingen > beitragen. Und bei feiner besonderen Stellung im i Werk hat man überdies keine Veranlassung, ihm = mehr in die Hand zu geben, als ihn angeht.

> Die beiden Dominiks sind sicher, daß ihre Arbeit - aller Welt ein Geheimnis bleibt.

Manchmal kommt es wie ein Fieber über Nissen. Er arbeitet bis in die Nächte, bis in den auf«

Aus der Stadt Gießen.

Aus dem Bett gepurzelt.

Auch der gewohnheitsmäßige Frühaufsteher raucht wenigstens in städtischen Verhältnissen richt den peinlichen Vorwurf der Sünde wider zesen guten Ruf zu besorgen, wenn er am Sonn- Hg einmal einmal ist in solchen Verhältnissen j-inmal! den Siebenuhr-Nachrichtendienst einige Minuten verschläft. Am gestrigen Sonntag aber rurde ein solcher Verstoß gegen die Norm der Lebensführung eines Frühaufstehers einigermaßen inangenehm. Denn als glücklich einige Minuten jäter das Radio angestellt und inzwischen das Bett üeder aufgesucht worden war, da hieß es plötzlich

dem Reichsversicherungsamt auch wünschenswert sein. Es sollen jedoch im Rahmen der Haushalts­pflege nur Personen zur Verfügung gestellt werden, von denen eine angemessene Ausübung auch wirk­lich zu erwarten ist.

Die gleichen Erwägungen wie zu § 185 gelten im besonderen Maße auch für Hauspflege von Wöch­nerinnen nach § 196 RDO., da hier die Besorgung der hauswirtschaftlichen Tätigkeit für die niederge­kommene Hausfrau in den meisten Fällen gegen­über der eigentlichen Wartung der Wöchnerin sogar im Vordergrund zu stehen pflegt. Wird einer ver­sicherten Hausfrau Krankenhauspflege gewährt, so kommt die Zubilligung von Hauspflege nach §185 RDO. zwar nicht in Frage. Aber, so sagt das Reichs­versicherungsamt in seinem Bescheid an die Kra nken- faffen,die Gewährung von Haushaltshilfe bildet in solchen Fällen einen Teil der eigentlichen Kran­kenhauspflege, da sie zu den Leistungen gehört, die erforderlich sind, um die Aufnahme in ein Kranken­haus überhaupt« erst zu ermöglichen. Für die Dauer der Krankenhauspflege ist die Haushaltshilfe in sol­chen Fällen daher ini Rahmen des Notwendigen zu leisten."

Alle diese Ausführungen über die Gewährung von Haushaltshilfe durch die Krankenkassen gelten ent­sprechend für den Fall der Familienhilfe, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, von deren Vorliegen die Hauspflege in der Familienhilfe abhängig ist.

n Rundfunk, die Schiffahrt solle im Ostseeraum uf ihrer Hut vor Minengebieten sein. Ja, was ist ?nn das?! Und dann kommt eine Warnung vor allschirmjägern!

Die Ungewißheit dauert nicht lange. Der ahnende ?eift hat sich schon manche Möglichkeiten zurechtge- igt. Sie werden eindeutig entschieden durch den tiifruf des Führers an das deutsche Volk. Unser !rühaufsteher ist ganz normal mit dem rechten ein abgestanden; allein er kommt sich einiger­maßen alsAus dem Bett gepurzelt" vor. Der ächste Gedanke geht schon weiter:Gott sei Dank, die Tage der Ungewißheit und des Herum- 'dens vorbei sind!" Selbstverständlich leben wir [le unerhört intensiv in dieser kriegerischen Zeit. Könner, Söhne, Väter sind an der Front. Die >Ilten da die Gedanken nicht um alle kriegerischen ntscheidungen in Bewegung sein! Und besonders ann, wenn einmal das psychologische Gefühl wach- 'worden ist, daß es nur Wochen ober Tage dauert, i5 die Dinge auf der Kippe sind.

Die Menschen verstehen solche Zeiten nicht gleich- 'äßig ruhig durchzustehen. Der eine zieht sich in :ine Dachs'höhle zurück und äußert höchstens im ertrauten Kreise ein Wort, der andere muß seinem »erzen Luft machen. Das ist ganz natürlich, und ichts wäre verfehlter, als an den Temperamenten ! srumzudoktern! Peinlich ist nur jede Form von itelkeit oder Wichtigtuerei. Die Menschen, die das 'ras wachsen Horen, fallen ihren Mitmenschen auf ,e Nerven. Ihre Zahl ist klein; das Schlimme ist ur, daß sie ansteckend wirken und Naturen, die icht ganz im Gleichgewicht und darum leicht be- nflußbar sind, mit sich in die Unruhe fortreißen, etzt sind klare Tatsachen geschaffen. Damit hort lles Rätselraten, Mutmaßen, Kombinieren und spekulieren ganz von selber auf. Gott sei Dank!

Dr. Ho.

Dornotize«.

Tageskalender für Montag.

Gloria-Palast (Seltersweg):Der Weg ins freie". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Stern on Rio". s

Don der Universität Gießen.

Don der Pressestelle der. Universität Gießen wird ins mitgeteilt: ,,

Der Präsident der Akademie für Deutsches Recht at den Proiessor Dr. Eduard Willeke an der Ludwigs-Univeilität zu Gießen zum Mitglied der slrbeitsgemeinschast für Sozialpolitik bei der Aka- emie für Deutsches Recht berufen.

Professor Dr. W i l l e k e hat im Rahmen des Jn- ituts für Wirtschaftswissenschaft unserer Universität en Lehrstuhl für wirtschaftliche Staatswissenschaften ine.

w.it abwirft. .

Diel bedeutsamer ist die Erlangung der praktisch unbegrenzten Tauchfähigkeit. Heber endlose Strecken wird der U-Kreuzer dahinfahren können, kein Luft­mangel kann ihn an die Oberfläche des Meeres ! Dingen. Wie ein Fisch kann er die Lasier zer- ilen. Kann auf- und niedertauchen nach dem Ge­bot des einzigen Willens feiner Führung, unten h>gt keiner technischen Beschränktheit, die der Lus.- ir.angel bisher mit sich brachte.

Immer mehr begreift Nissen: Der geniale Ge­danke seines Daters ist der größte seit der Erfin­dung des U-Bootes. Er ist stolz darauf, an ihm Mitwirken zu können, ihm ausbauend helfen °zu dürfen, dabei zu sein, wo es gilt, diesem Gedam^ Leben einzuflößen Leben von Stahl und Leich- tretallen, Leben von kreisenden Kurbelwellen und fiusenden Schwungrädern, von Kolbenstangen, Zy­lindern, Hebeln und Ventilen, von Apparaten, Rohrschlangen, chemischen Reaktionen von Schal­tungen, Sperrungen und tausend-tausend unuber- schbaren und dennoch von der Geisteskraft eine^ Menschen geschaffenen, gestalteten, beherrschten und