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Montag, 22. Dezember Ml

Gießener Anzeiger

Des deutschen Volkes Weihnachtsgeschenk an die Ostfront

Or. Goebbels rüst zur Sammlung von warmen Wintersachen für unsere Soldaten aus

Unvermindert harte Kämpfe an der mittleren Ostfront.

beik unbeirrbar der Gröhe meines und Eures Volkes dienen, baß mein Verstand und meine Lntschluß- fraff aber nur die Vernichtung des Geg­ners kennen, d.h. die siegreiche Beendi­gung dieses Krieges. Was ich für Euch tun kann, meine Soldaten des Heeres und der IDaf- fen-ff, in der Fürsorge und in der Führung, wird geschehen. Das Ihr für mich tun könnt und tun werdet, das weih ich: mir in Treue und Gehorsam folgen bis zur endgültigen Rettung des Reiches und damit unseres deutschen Volkes. Der Herrgott aber wird den Sieg seinen tapfersten Soldaten nicht ver­weigern! <

Führerhauptquartier, den 19. Dezember 1941.

Adolf Hitler.

großen Anspannung ihrer Kräfte im Arbeitsprozeß dringend bedürfen.

Fast alles das fällt für unsere Soldaten an der Ostfront weg. Das kann man nicht ändern. Allein, in etwas kann die Heimat helfen: sie kann ihren Söhnen und Däterm Schutz gegen die Un­bilden der Witterung geben helfen! So­lange sich noch ein einziger brauchbarer Gegen­stand der Winterausrüstung in der Heimat befin­det, muh er an die Front. Ich weiß, daß auch in der Heimat der einzelne in vielen Fgllen nur schwer auf diese Ausrüstungsgegenstände verzichten kann. Er ist z. Z. nicht in der Lage sie zu ersetzen. Aber tausendmal dringender als er sie braucht, haben unsere Soldaten sie nötig. Es wäre zu viel gesagt, wenn ich in diesem Zusammenhang überhaupt von Opfern sprechen wollte. Was die Heimat'bisher im Kriege ertragen hat, sind nur Unbequemlichkeiten und kleine Entsagungen gegenüber dem, was unsere Front seit über zwei Jahren täglich und stündlich auf sich nimmt. Dank ihrem Einsatz erfreut sich das Reich immer noch eines gesicherten Lebens. Die Front aber muß Gesundheit und Leben einsetzen. Sie steht heute auf der Wacht fast in ganz Europa für ganz Europa und damit vor allem auch für uns. So, wie sie im Sommer in glühender Hitze oder bei wolkenbruchartigem Regen durch Staub oder Schlamm unentwegt in übermensch­lichen Marschleistungen ihren Siegeszug fortgesetzt hat, so steht sie heute an den winterlichen Vevteidi- pungs fronten in Schnee, Eis, Regen, Frost und Kälte zum Schutz der Heimat bereit. Sie hat die

den vier Jahren des gewaltigen Ringens im Deflen 1914/18. Ich habe den Schrecken fast aller großen Rlaterialfchlachten als einfacher Soldat selbst mit­erlebt Zweimal wurde ich verwundet und drohte endlich zu erblinden. Mir ist daher nichts fremd, was auch Euch quält, belastet und bedrückt. Allein ich habe nach vier Jahren Krieg in keiner Sekunde an der Wiedererhebung meines Volkes gezweifelt und es mit feinem fanatischen Dillen als einfacher deutscher Soldat fertiggebracht, die ganze deutsche Ration nach mehr als fünfzehnjähriger Arbeit wieder zufammenzuschließen und von dem Todes­urteil von Versailles zu befreien!

Meine Soldaten!

Ihr werdet es daher verstehen, daß mein Herz ganz Luch gehört, daß mein Wille und meine Ar-

Die Kampfe im mittleren Abschnitt der Ostfront halten mit unverminderter härte an. Mehrere starke Jingriffe des Gegners wurden ab­geschlagen. Im Abschnitt eines Armeekorps wurden hierbei 20 sowjetische Panzer vernichtet Auch an der Einschließungsfront von Lenin­grad wurden heftige von Panzern unterstützte Ausbruchsversuche unter erheblichen Verlusten für den Gegner abgeroiefen. hierbei wurden 19 feindliche Panzer abgeschossen. Die Luftwaffe bekämpfte mit starker Wirkung feindliche Truppen- und Fahr­zeugkolonnen, Panzeransammlungen, Batterie- und Bunkersiellungen. 3m nördlichen und im finnischen Abschnitt der Ostfront wurden Transportbewegun­gen des Feindes durch Vernichtung von Rachschub­material, Eisenbahnzügen und -gleisanlagen erfolg­reich gestört

An der englischen O st k ü st e erzielte die Luftwaffe in der letzten Rächt Bombenvolltreffer in einem großen Jndustriewerk. Aufklärungsflugzeuge beschädigten im Seegebiet um England zwei feind­liche Schiffe durch Bombentreffer.

In Rordaf rtka dauern die Kämpfe unter heldenhaftem Einsatz aller Erd- und Luftstreitkräfte der Verbündeten an. Lin deutscher Kampfflieger­verband vernichtete beim Angriff auf einen briti­schen Flugplatz und auf Fahrzeuganfammlungen des Feindes mehrere Flugzeuge und zahlreiche Last­kraftwagen.

In der Zeit vom 13. bis 19. Dezember 1941 ver- lor die fowjetifche Luftwaffe 81 Flug­zeuge, davon wurden 45 in Luftkämpfen und 30 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 18 eigene Flugzeuge verloren.

Das Ritterkreuz für Kapitänleutnant Suggenberger. Berlin, 20. Dez. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz an den Unterseebootskommandan­ten Kapitänleutnant Guggenberger. Er ver­senkte im westlichen Mittelmeer den englischen FlugzeugträgerA r k Roya l", außerdem auf weiteren Unternehmungen fünf bewaffnete feind­liche Handelsschiffe mit 31000 BRT.

infolge höherer Gewalt

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Dtrbünbelen fein.

Darüber hinaus aber werden, so wie im ver- gangcnen Winter, neue Verbände ausgestellt uib vor allem neue und bessere 2D affen ^□gegeben. Der Schuh der Front nach dem Vesten wird von Kirkenes bis zur spanische Sienze verstärkt. Die Schwierigkeiten der Organi- lalion der Verbindungen dieser Front, die heute fiten ganzen Kontinent umspannen und bis nach forbafrita reichen, sind zu überwinden. Auch dies Dieb gelingen. Die Vorbereitungen zur sofor- ligen Wiederaufnahme des offen- Iben Kampfes im Frühjahr bis )ur enb- futigen Vernichtung des Gegners im Osten müssen ' Vermittelt getroffen werden. Die Einleitung ff t s ch e i d e n d e r anderer Kriegsmaß- Uhmen stehl bevor. Diese Aufgaben erfordern daß Wehrmacht und Heimat zur höchsten Lei- jtog angespannt und zum gemeinsamen Einsatz keh rächt werden. Der hauptsächlichste Träger des ^mpfes der Wehrmacht aber ist das Heer. Ich tae mich deshalb unter diesen Umständen heute schlossen, als Oberster Befehlshaber der deutschen v hrmacht die Führung des Heeres f e l b ft zu übernehmen.

Soldaten! Ich kenne den Krieg schon aus

Berlin, 21.Dez. (DRB.) Als der Führer im 4. Februar 1938 die Befehlsgewalt jber die gesamte Wehrmacht persön­lich übernahm, geschah dies in der Sorge vor ler schon damals drohenden militärischen Ausein- indersehung um die Freiheit des deutschen Volkes. Me Staatsräson verlangte gebieterisch die Z u s a m- Neufassung aller Kräfte in einer Hand. Jlur so konnte die Vorbereitung auf einen erfolg­teichen widerstand gelingen, von dem man wußte, daß er noch weit mehr als der von den gleichen Regnern dem deutschen Volke aufgezwungenen Veltkrieg 1914 bis 1918 zu einemtotalen

Gröhe der Kriegsschauplätze, die enge Verflechtung d?c operativen Landkriegführung mit den politischen mb kriegswirtschaftlichen Zielen sowie der zahlen- jiägige Umfang des Heeres im Verhältnis zu den mberen Wehrmachtteilen drängten den Führer, die i Operationen und die Rüstung des Heeres feinen Intuitionen folgend auf das stärkste z u b e- duft uff en und sich alle wesentlichen Entschlüsse auf diesem Gebiet persönlich vorzubehal- it?n. In folgerichtiger Weiterführung feines Lnt- shlusses vom 4.2.1938 hat sich der Führer daher tun 19.12.1941 entschlossen, unter voller Würdi- ging der Verdienste des bisherigen Oberbefehls- > Libers des Heeres, Generalfeldmarschall von r r a u ch i t s ch, die Führung der Gesamtwehrmacht

Der Führer übernimmt das Oberkommando des Heeres Oie Führung der Gesamtwehrmachi mit dem Oberkommando des Heeres in der Hand des Führers vereinigt.

(9t. Jahrgang Nr. 303

Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags

Beilagen:

Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle

Bezugspreis:

Monatlich.,... RM. 1.80

Zustellgebühr,.. -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern

Oer Wehrmachtbericht vom Samstag

DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 20. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im mittleren Ab schnitt der Ostfront dauern die schweren Kämpfe an. Der Gegner erlitt neue starke Verluste. Kampf-, Sturzkampf- und Jagdfliegerverbände vernichteten feindliche Felb- und Batteriestellungen und zersprengten durch Bom­benwurf und Beschuß mit Bordwaffen berittene und motorisierte Kolonnen. Weitere wirksame Luft­angriffe richteten sich gegen Flugstützpunkte und Lisenbahnanlagen. Lin Frachter erhielt in der Barents-See Bombenvolltreffer schweren Ka­libers. In der Barents-See kam es zu einem nächt­lichen Seegefecht zwischen deutschen und sowje­tischen Zerstörern. Lin feindlicher Zerstörer wurde durch Torpedotreffer versenkt, ein anderer durch Artillerietreffer beschädigt. Die deutschen Zer­störer liefen nach erfolgreichem Gefecht unbeschädigt in einen Stützpunkt ein.

Im Kampf gegen die britische verforgungsschiff- fahrt versenkten Unterseeboote im Atlantik vier feindliche Schiffe mit zusammen 17 000 BRT. Außerdem wurden zwei Tanker und ein Frachter durch Torpedotreffer beschädigt. Im St.-Georgs- Kanal vernichteten Flugzeuge, die zu bewaffneter Seeaufklärung eingesetzt waren, in der vergangenen Rächt aus einem Geleitzug heraus einen Tanker von 8000 BRT.

In Rordaf rika fetzten sich die deutfch-italie- nifchen Truppen nach Abwehr feindlicher Angriffe planmäßig vom Gegner ab. Deutsche Kampfflug­zeuge bombardierten in der Rächt zum 20.12. mit guter Trefferlage militärifche Anlagen im Hafen von Tobruk.

Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.

DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 21. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Zeldz ug im Offen der Krieg Ausmaße annahm, hie alle bisherigen Vorstellungen übertrafen. Die

schwer möglich ist, ihnen von einer einzigen Stelle aus alles das auf allen Gebieten zukommen zu lassen, dessen die einzelnen bedürfen. Eben deshalb aber verdiente, die Heimat keine ruhige Stunde mehr, wenn auch nur ein einziger Soldat, vor allem im lösten, im Südosten, in Norwegen oder gar im hohen Finnland ohne ausreichende Winter- ausrüstung den Unbilden der Witterung ausgesetzt bliebe.

Ich weiß, daß bei der letzten Spinnstoftsamm- lung die deutsche Bevölkerung alles das hergegeben hat, worauf sie im Hinblick auf die ange­spannte Lage auf dem Gebiete der Textilversorgung verzichten kann. Dennoch aber befinden sich in der Heimat noch ungezählte Gegenstände der Winter- ausrüftung für die Zivilbevölkerung, die diese zwar nicht gut entbehren kann, die aber die Front gegenwärtig sicher dringender nötig hat als die Heimat. Gewiß müssen wir uns zu Hause im dritten Kriegsjahr auch großen Einschränkungen unterwerfen. Aber man würde der Front nicht ge­recht werden, wenn man diese auch nur entfernt mit den Opfern vergleichen wollte, die sie vor allem in diesem Kriegswinter bringen muß Zu Hause haben alle ein Dach über dem Kopf und ein Bett, in dem sie schlafen. Die Ernährung ist, wenn auch beschränkt, so doch, gemessen an der fast aller an­deren europäischen Länder, immer noch ausreichend. Die Volksgenossen in der Heimat sind außerdem in der Lage, sich durch Zeitungen, Theater, Kon­zerte, Filmbesuch oder Rundfunk die Entspannung zu verschaffen, deren sie bei der so außerordentlich

Annahme von Anzergen für die Mittaasnummer bis 8*/e Uhr desBormittagS

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Anzeigenteil 7 Nps. je mm bei 22 mm Zejlenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse2)^engenstaffel8 Platzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25"/» mehr

Berlin, 20. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels richtete am Samstag im großdeut- schen Rundfunk einen Aufruf an das deutsche Volk, in dem er sagte: Meine deutschen Volksgenossen und Dolksgenossinnen! Ich wende mit heute an Euch, um unseren Soldaten eine zusätzliche Hilfe auch der deutschen Heimat zu geben als Geschenk aller deutschen Volksgenossen an die Front! Unsere Soldaten haben Siege von weltgeschichtlicher Be­deutung errungen. Sie trugen ihre ruhmbedeckten Fahnen durch halb Europa. Nirgendwo konnte ihnen ein Feind auf die Dauer widerstehen. Die Vernichtungsschlachten, in denen die gegen das Reich aufmarschierenden Millionenheere des Bolschewis­mus zerbrachen, sind bereits als die höchsten sol­datischen Ruhmestaten in das Buch der Weltge­schichte eingetragen. Nun ist der Winter ge- kommen. Er ist in diesem Jahre in den Gebieten des weiten Ostens, des Südostens, Norwegens und Finnlands frühzeitig und mit einer Stärke hereingebrochen, wie das in normalen Jahren bis- her ungewöhnlich war. Die zuständigen Stellen un­serer Wehrmacht sind dabei, die letzten verfügbaren Transportmöglichkeiten einzusetzen, um die unge­heure Anzahl von Winterausrüstungsgegenständen für unsere Soldaten auch bis an die vorderste Front gelangen zu lassen. Aber trotz all' dieser mit höch­stem Material- und Kraftaufwand getroffenen Vor­bereitungen können unsere Soldaten für den Win­ter noch immer vieles gebrauchen. Un­sere Wehrmacht an der Front zählt heute so viele Millionen Männer, daß es überhaupt nur sehr

Oer Unterschied.

Wenn der Volksgenosse in der Heimat den frei­willigen Sammlern, die ihn um eine Gabe für das Winterhilfswerk angehen, feinen Dbulus gegeben hat, wenn er gar mehrere Abzeichen erworben hat, wenn er außerdem alle Unbequemlichkeiten und Einschränkungen, die der Krieg mit sich bringt, ohne Murren erträgt und wenn er schließlich in jeder Weise feine Pflicht tut, so ist er doch noch nicht berechtigt, seine Leistung mit dem Einsatz der Sol­daten an der Front zu vergleichen. Die Rechnung wird nie aufgehen, es wird immer noch ein außer­ordentlich großer Saldo zugunsten unserer Tapfe­ren an der Front offen bleiben. Diese Tatsache bedeutet, daß jeder, der in der Heimat weilen darf und sich unter dem Schutze unserer Wehrmacht sicher fühlen kann, die heilige Verpflichtung hat, über all das hinaus, was er schon tut, noch mehr zu leisten upb zu geben, um den Saldo weiter zu verringern.

Es genügt also nicht bloß, diese Pflicht aus dem Ueberflüssigen heraus zu erfüHen, Unsere Soldaten haben vielmehr auch Anspruch daraus, daß wir dort, wo es notwendig ist, andie Substanz gehen und uns von lieb gewordenen oder wichtigen Dingen trennen, von Dingen, deren Fehlen von uns gern und freudig hin genommen wird, auch wenn es von uns hart empfunden wer­den sollte. Insbesondere darm sind wir zu solchen persönlichen Einschränkungen verpflichtet, wenn wir unseren Soldaten die Härte des Krieges damit mildern ustd - erträglicher machen können. Dazu haben wir jetzt eine Gelegenheit, wenn in den nächsten Tagen die große Sammlung von warmen Wintersachen für unsere Soldaten an der Ostfront beginnt. Es muß da nicht bloß so fein, daß der­jenige, der zwei ober drei Pullover hat, einen ober zwei weggibt, sondern es muß für ihn eine Selbst­verständlichkeit sein, auch den letzten Pullover zu opfern, um einen Kameraden, b'er im Felde steht, nicht frieren zu lassen. Handschuhe, Schals und wollene Tücher müssen für uns hier in der ge­sicherten Heimat Luxusgegenstände sein, solange ein Soldat in der Eiseskälte des Ostens nicht mit allem ausgestattet ist, was er zur Abwehr des Frostes braucht.

Wohl hat die Militärverwaltung alles getan, um die Soldaten so auszurüsten, daß sie vor den Un­bilden der Witterung geschützt sind. Aber immer noch sind Lücken vorhanden, sie sind insbesondere dadurch veranlaßt, daß der Winter in diesem Jahre im Osten sehr viel früher und sehr viel härter ge­kommen ist, als man es hatte erwarten dürfen und daß auch nicht alle Schwierigkeiten des Nachschubs in der zur Verfügung stehenden Zeit hatten bewäl­tigt werden können. Diese Lücken ygilt es nun um­gehend vollends zu schließen. Vor allem kommt es auf schnell st eHilfe an. Es kann jeder, der hier sich dem Apell zur Verfügung stellt und den Ent­schluß gefaßt hat, lieber selbst einmal etwas weniger warm angezogen zu gehen, als seinen Kameraden im Felde frieren zu lassen, versichert sein, daß ge­rade dieses Mal alle Vorbereitungen und Maßnah­men getroffen sind, damit die Gegenstände, die hier zusammengetragen werden, auf dem direkten Wege an die Front und dorthin, wo man sie braucht, ge­schasst werden.

Der Unterschied zwischen Front und Heimat ist unerhört groß und kann durch keinen Einsatz und keine Einschränkungen der Heimat ausgeglichen werden. An der Front täglich und zu jeder Minute Opfer über Opfer, in der Heimat lediglich Unbe- ouemlichkeiten und Entbehrungen, die in keinem Verhältnis zu der Größe jener Opfer stehen! Wäre es nicht eine Pflicht des Blutes, alles zu tun, um diese Unterschiede soweit nur möglich zu verklei­nern, so wäre es schon eine Pflicht des Anstandes, dort selbst Entbehrungen sich aufzuerlegen, wo man dem Bruder an der Front das Opfer erleichtern kcmn. Wir haben jetzt eine Gelegenheit, zu zeigen, daß wir uns dieser Pflicht bewußt sind. Geben wir, was wir an Wollfachen besitzen, für unsere Tapfe­ren an der Ostfront! E.

1 r i e g führen würde. Außerdem sprach aber noch las Bewußtsein einer inneren Berufung mb der ihm eigene Wille zur Verantwor­tung mit, als sich der Staatsmann Adolf Hitler Entschloß, fein eigener Feldherr zu sein. Der Verlauf dieses Krieges hat die Richtigkeit bie- tr Erkenntnis mehr unb mehr bestätigt. In vollem laße fehle sie sich aber erst burch, als mit bem

bc6 Glück zuteil, in Japan eine Weltmacht als neuen Freunb unb Kampfgenossen erhalten zu Huben. Es sollte unter ben gleichen Vorwänben unb Formen abgebroffelt werden wie wir selbst. Kit der blitzschnellen Vernichtung der amerifa- tzschen Pazifik-Flotte sowie der britischen Streit- hifte in Singapur, der Besetzung zahlreicher eng- Üchamerikanischer Stützpunkte in Ostasien durch die japanische Wehrmacht tritt nun dieser Krieg in ein mueß und für uns günstiges Stadium.

Damit stehen nun aber auch wir vor E n t - syeidungen von weltweiter Beben­in ng. Die Armeen im Osten müssen, nach ihren mvergänglichen unb in der Weltgeschichte noch nie ^gewesenen Siegen gegen den gefährlichsten Feind «Iler Zeiten, nunmehr unter der Einwirkung des Btzlichen Wintereinbruchs aus dem Zug der Be­rgung in eine S tellungsfront gebracht wrben. Ihre Aufgabe ist es, bis zum Anbruch des stühjahrs genau so fanatisch und zäh das zu Hal­les und zu verteidigen, was sie bisher mit einem unermeßlichen Heldenmut und unter schweren Op­fern erkämpft haben. Von der neuen Ostfront wird tabei nichts anderes erwartet, als was die deut­en Soldaten einst vor 25 Jahren in vier russischen Klegswintern schon geleistet hatten. Jeder deutsche Stibal muh babei bas Vorbilb für unsere treuen

General-Anzeiger für Oberhessen Sietzen,^§ch«lstrahe 7-9

nif bem Oberfommanbo bes Heeres in feiner Hand zu vereinigen. Aus biefem Anlaß hat tt nachstehenben Aufruf an bie Solbaten bes Heeres unb der Waffen-^ erlassen:

Soldaten des^Heeres und der Waffen-^-!

Der Kampf um die Freiheit unseres Volkes zur Sicherung feiner Existenzbedingungen für die Zu­kunft, zur Beseitigung der TNöglichkeit, uns alle 20 ober 25 Jahre unter einem neuen Vorwanb, aber im tiefsten Grunbe stets aus ben gleichen i | jüdisch-kapitalistischen Interessen heraus, mit Krieg * | ji überziehen, geht seinem höhe- unb Wenbepunkt J| entgegen. Dem Deutschen Reich unb Italien sowie i bm bisher mit uns oerbünbäen Staaten würbe