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für München zum Karneval 1781 die Oper

iUi dieser Erkenntnis hat uns Richard Wagner ührt Er nennt die Siebente die Apotheose des ' , ,, r. . :rx iw nom hnrhftpn

22 /25.Märzl94l

Gießener Anzeiger «General-Anzeiger für Oberhessen)

60 Drittes Blatt

Lm Spiegel irischer Kritik

Mozart und Beethoven.

Zum bevorstehenden Orchesterkonzert.

Wie sieht ein richtiges Wappen ans?

Das Wappen, das wir heute nur noch als Brief- bogenzier kennen, war im Mittelalter das einzige Kennzeichen des in der Stahlrustung ganz verbor­genen Ritters- in leuchtenden Farben stand es auf dem Schild, und diesen Schild trug der Mann auf dem linken Arm dem Feinde entgegen. Darum sind alle Wappentiere auch dorthin ausgerichtet, denn sonst umgekehrt schauend würden sie einen Ritter symbolisieren, der vor dem Feinde auf der Flucht ist. Die Heraldik versetzt sich nun in den Blickwinkel des Schildträgers und bezeichnet ber der Wappendeutung das alsrechts", was der Aufblickende naivlinks" nennen würde. Wichtig- Vielleicht. Jedenfalls richtig. Diese und andere Grundbegriffe der Wappenkunde legt der Heral­diker S. Otto in einem lehrreichen und illustrier­ten Aufsatz des Märzheftes von D e l h a g e n & Klasings Monatsheften klar und fügt eine Belehrung darüber bei, wie man es beginnen mutz, wenn man sich heute als Herr Muller ein Familienwappen schassen will, das heraldisch em« wandfrei ist.

bunden an das rhythmische Motiv, lassen das Ganze wie eine Variation darüber erwachsen, und in einer der früheren Skizzen bezeichnet Beethoven wirklich das Allegretto alsvariations. Die sinnende Me­lancholie hellt sich mit einem Dur-Zwischensatz auf, beglückend verklärt, wie mit Sonnenlicht überstrahlt, aber dennoch gebunden an das rhythmische Klopfen der Bässe.

Das Scherzo steht in geistiger Rahe des ersten Satzes-, sprühendes, energiegeschwelltes Leben durch­pulst es. Ihm stellt sich als gegensätzliches Trio em Thema gegenüber, das einem alten österreichischen Wollfahrtsgesang entstammt. Don besonderem Reiz ist hier die Mischung der instrumentalen Farbe. Zum Schluß des Satzes ruft sich das Triothema mit leisem Anklingen noch einmal in die Erinnerung zurück 9m Finale steigert sich das klangliche rhythmische Erleben in seinem wilden Wirbel falt rauschhaft zu dithyrambischem Jubel, der in per Aufsteigerung seiner Kräfte fast schon an den Schluß des Finales der Neunten gemahnt.

Dr. Hermann Hering.

Gut feucht

soll der Lappen sein, wenn Sie Ihren Herd putzen. Sie nutzen dann das Herdputz­mittel besser aus und putzen leichter und schneller. Wird der Lappen beim Putzen trocken, etwas nachfeuchten. Oft ge­nügt da noch nachfeuchten, wo man sonst schon ein neues Putzmittel zugibt.

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Buntes Bulgarien.

Herr von Richthofen und Gras Magl« ftrati bei.

Deutscher Befehlsstand in der Wüste.

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Die Mächte, gegen di« unsere Führer zu kämp­fen haben, wären zu gewaltig für die Englands vierten Ranges, deren Führerschaft zum drohten Teil darin besteht, daß sie ostenstatw ,auf der Stelle treten', bis sie einen heftigen Stoß bekommen und dann blind vorwärts (ober rückwärts) stolpern, wo­hin der Stotz sie schleudert."

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Bezugschein überflüssig

wenn nämlich die alten schuhe je­den Tag sorgfältig mit Nigrin Extra gepflegt werden, das tadellosen Glanz verleiht und außerdem die Trag­fähigkeit ganz be- deutend erhöht.

* Bitte überzeugen Sie sich selbst durch

einen Versuch mit

rieren." *

Vielleicht würden auch die Iren in grobe Dumm­heit geraten, wenn wir Führer die unsere Schwächen ermutigten, weil sie selbst damit behacket sind, und die uns schmeichelten, indem sie erkaufte Erfolge damit verbänden, solchen vorziehen, die uns überlegen sind, vorausgesetzt, daß wir eine Armee und unbeschränkte Geldmittel zur Verfügung hat- ten über die die Puppen, die England politiich und militärisch vertreten, verfügen, durch ver- pfuschte Unternehmungen zu einem wirren Erfolg treiben und so die Illusion einer wunderbaren und göttlichen Eigenart Hervorrufen, die einen General nrit Gaben, die ungenügend wären, einen Kutscher vor Polizeistrafe zu schützen, dazu befähigt, ein Er­oberer, und ein Parlamentsmitglied mit den Lebens- anfchauungen eines sportliebenden Proomzadvokaten Premierminister zu werden."

Schwarzen Meer. Sie wurde im fünften Jahrhun­dert v. Ehr. von den dorischen Meaarern gegründet und war bereits dem alten Herooolbekannt, der ihre Schönheit immer wieder rühmt. Nach Nesseber, damals eine der bedeutendsten Handelsstädte, fluch­teten die Halkydoner vor den Persern. Ihre große Blütezeit erlebte die Insel um 812 unter dem Er­obererzaren Krum, erhiell unter den byzantinischen Kaifern ihr eigenes Gepräge alsHeimstätte der Kirchen"" auf engstem Raum ftndet man dort noch heute 120 Gotteshäuser und fiel im Zuge der Türkeneroberung im Jahre 1453 an Konstan­tinopel. Heute ist die Stadt Nesseber nur noch eine stille Zufluchtsstätte für besinnliche Reisende. Der Leuchtturm spiegelt sich in der dunksen Flut, auf den kleinen Anhöhen ragen grasüberwachsene Rumen, am Strand warten kleine Fischerboote auf die nächste Ausfahrt. Aber die Schönheit dieses nur durch einen schmalen Fahrdamm mit dem Lande verbundenen Fleckchens Erde nimmt jeden gefangen, und selbst Moltke, der für die Insel in seinem Reiseplan nur einen Tag vorgesehen hatte, vliev hier drei Wochen.

an, daß nun nach der physischen auch me gelinge Befreiung gekommen sei. Fast alle geistigen Kopse des damals erneuerten Bulgarien haben an deut­sch e n H o ch s ch u l e n den Grund zu ihrem Wsisen und Können gelegt, angefangen mit Pentscho S a- weikoff. dem großen Dichter, dem Schauspieler Oanianoff und dem Bildhauer Lasaroff der die Münchener Akademie besuchte; viele der ehemaligen und heutigen Staatsmänner waren in München oder anderen deutschen Universitätsstädten immatri­kuliert, zahlreich sind die Schüler Brentanos m Bulgarien; dreiviertel aller Ingenieure und Archi­tekten lernten in Deutschland. Das gleiche Verhält­nis zeigen die Bücher, aus denen tue bulgarische fhmenb'ihr Wissen schöpft: von den rund 255 000

3n Dietzen läuft in diesen Tagen der Film Mein Leben für Irland , der den Kampf irsicher Freiheitshelden gegen englische Unterdrücker schildert.

Dor fast vier Jahrzehnten war es, als G,B. Shaw, ein Sahn Irlands -m- SomotM fdjneb, die Cr .John Bulls andereInfel nannte, als patriotijcher Beitrag zum ^-p-rtmr- des In- chen literarischen Theaters gedacht war und spater am Londoner Court-Theater ausgesuhrt wurde Wo sie wie der Dichter selbst schreibt, ,^u inner fosortt- aen großen Beliebtheit beider entzückten,, und g°. schmeichelten englischen Arhorerschaft kmn. Damit nun keine Unklarheiten über des Dichters Einstel lung zu den englisch-irischen Problemen auskommen könnten, schrieb Shaw gleich einVorwort für D o l i t i k e r" dazu, aus dem einiges wiedergegeben fei, well es heute die gleiche Gültigkeit hat wie vor vier Jahrzehnten.

Wie Beethoven der schicksalsbeschwerten Fünf­ten die Sechste (Pastorale) mit ihrem hingabevollen Natur erleb tti zur Seite stellt, o bilden auch die Siebente und Achte im Schaffen des Meisters eine besondere Gruppe: die eine voll stärkster aufschau­mender Lebensbejahung, die andere mit Zugen der Verinnerlichung. Gesteigerter Lebensimpuls, em inneres Gehobensein durch ungeahnte Anspannung und daraus sich ergebende Fähigkeit der Kräfte geben als eine Zufammenraffung des musikalischen Willens her Siebenten bte Grundsphare, de in ihrem mitreißenden Rhythmus nicht nur die feelu scheu Kräfte in Bann schlägt, sondern sogar auch ' > in den Kreis des großen Erlebens

Bänden der Universitätsbibliothek in Sofia sind etwa 70 000 bulgarische, 72000 deutsche, 41000 fran­zösische, 30 000 russische und kaum 13 vH. englische, bei den Zeitschriften betragt der deutsche Anteil so-

I d o m e n e o" zu schreiben. Der oem oageuiu« ; des trojanischen Krieges entnommene Stoff mochte ihn ebenso reizen wie die ihm in München zur Verfügung stehenden hochwerttgen Kräfte der Buhne und des Orchesters'.

In der Schaffensentwicklung Mozarts ist der Jdomeneo" der Wendepunkt von dem jugendlichen Mozart zur Reife. Alle die Eindrücke, die auf seiner Reise nach Paris und zumal bei seinem Mann­heimer Aufenthalt auf ihn eingewirkt hatten, finden nun ihre persönliche Durchbildung und Gestaltung w einer bis dahin an ihm noch nicht beobachteten Kraft des Ausdrucks. Wir finden hier zuerst die Klarinetten im Orchester, die er ja seinerzeit in Mannheim in ihrer Wirkung kennengelernt hatte.

Besonders aber die Ouvertüre zuJdomeneo kann als ein bedeutsamer geistiger ^"verschlag er­kannt werden. Dem Stoff entsprechend schlagt sie tragische, pathetische Töne an. Statt der bis dahm meist üblichen dreisätzigen italienischen OuDerturen- fJrm wählt Mozart die einsatzige. Nach festlichen einleitenden Takten gewinnt das drängende Haupt- thema seine Gestalt. Ihm stellt sich em Werna gegenüber, das sich von dem Drohenden°^chlcksals- haften zum Hoffen wendet. Die leidenschaftlich durch- W Durchführung ist kurz, und die Reprise laßt an Stelle des zweiten Themas Orgelpunktwirkungen ' treten weihevoll lichtet sich der Schluß doch noch in den letzten Takten lassen Sforzati die voraus­gegangene Erregung noch einmal nachzittern.

Wennn ich, um micht blickend, die Bastard-Kos- ( mopoliten, die sich heute Engländer nennen, jeh^ , pelunkenbleich oder vierkantig vottgestopft, und ( ehe, wie sie sich von der irisch-protestantischen Gar­nison so einschüchtern lassen, wie fid) tein Bengale heute von einem Engländer emschuchtern hefee wenn ich dagegen den Irländer überall standhalten ehe, mit Hellem Kopf und gesunden Sinnen, voll kommen unempfindlich gegen ^e /mdifche Senti Mentalität, Erregbarkeit und Leichtgläubigkeit, die den Enlünder zum Opfer jedes Scharlatans und zum Berehrer jedes Tölpelsma^ndann w rd nur klar daß Irland der einzige Fleck Erde ist, der nach den historifchen A>eal-Engländ-r hervvrbrmgt Niemals ist der Irländer der Hysterische, mit Un­sinn vollgestopfte, sich den Tatsachen verschließende, vor der Wahrheit zuriickschreckende, unstet- Spiel- ball aller der Gespensterfurcht und aller der alber- nen Begeisterung, der sich jetzt »Engländer von Gottes Gnaden' nennt." *

In grobem Ueberschlag würde ich sagen, der Eng­länder sei ganz in der Gewalt feiner Einbildungs- traft, da er keinen ihr Einhatt gebietenden Wirklich- keitssinn besitze." *

Der Irländer macht eine Unterscheidung, die zu machen der Engländer zu trägen Geistes ist (die geiftige Trägheit und Nachlässigkeit des Engländers . streift beinahe das Unglaubliche).

9a$urd) sei^e bewegte Geschichte bietet Bulgarien ein ergiebiges Feld für Archäologen der jetzige Mi­nisterpräsident Filo ff gehört felbft 3U ^en bebeu- tendsten Fachleuten auf diesem Gebiet. 2n zahl reichen Schriften hat er die Ergebnisse seiner Arbeit n-i eher gelegt. Oft hat das DeutscheArchaolog.sche In- ftitut in Berlin mit den bulgarischen Forschern zu- ammengeardeitet; unter anderem fand man habet eine alte Festung, die zwar mcht von den Goten erbaut, aber von ihnen benutzt worden ist und für ihre Bedürfnisse umgestaltet wurde. Weitere gotische Spuren in Bulgarien lassen die Vermutung auf, kommen, daß Bischof Wulfila wirklich den größten Teil feiner Bibelübertragung auf bulgarischem Bo- den geschrieben hat.

empfang bei Ministerpräsident zu Ehren von Generalfeldmarfchall

Sofia, 21. März. (DNB.) Der bulgarische Mi­nisterpräsident Professor F i l of f gab am Freitag zu Ehren des Generalfeldmarschalls List und den Herren seines Stabes einen Empfang, an dem u. a. Außenminister Popoff, Kriegsminls er Das- kaloff, Kammerpräsident L ° g o f e t o f f, der Ches des Generalstabes der bulgarischen Armee General Badschi Potkof s, sowie hohe mi p tärische und zivile Würdenträger- des bulgarischen Staates teilnahmen. Fenrer wohnten dem Empfang die Gesandten Deutschlands und Italiens, tfret>

Tanzes elb t.tote iji oer -luhö

Wesen, die seligste Tat der in Tonen g^tchfam idealistisch verkörperten Leibesbewegung. Melodie und Harmonie schließen sich auf dem markigen Ge­beine des Rhythmus wie zu festen menschlichen Ge­stalten, die bald mit elastischer zarter Geschmeidig­keit, schlank und üppig fast vor unseren Augen den Reigen schließen, zu dem bald lieblich, ha d kühn, bald ernst, bald ausgelassen, bald sinnig, bald jauch­zend, die unsterbliche Weise fort und fort tont bis im letzten Wirbel der Luft em jubelnder Kuß tue letzte Umarmung beschließt." .. h .

Die traditionelle Form der Symphonie gründet sich auf die Gegensätzlichkeit der-aufgestellten The­men. Die in ihnen ausgeprägte Wesensverschieden- heit gibt die Ansatzpunkte für das Ringen um das musikalische Problem in der Durchführung. Eine so bedingte Gestalt des Symphoniesatzes wäre aber der leitenden Grundidee der Siebenten hemmend gewesen da hier die gestaltenden Kräfte vornehmlich durch den rhythmischen Impuls beflügelt werden, her mit seinem Herauswachsen und Herauskristalli- fieren des Motivischen die innere Organik der (Sie­benten bestimmt. So gewinnen beispielsweise die Themen des ersten Satzes ihren Ursprung aus den rhythmischen Akzenten des -/«-Taktes, wahrend das Allegretto sich aus der Rhythmik des ^«-Taktes ent­wickelt Ein thematisches Gebundensein hatte den das ganze Werk durchziehenden Jmpu s nicht in seinem vollen Auswachsen sich entfalten lassen

Beethoven schickt dem ersten Satz eine Einleitung voraus die fast die Bedeutung eines selbständigen Satzes erreicht. Fast möchte man hier die Gegen­überstellung zweier gegensätzlicher Themen als eine Art von Tribut des Meisters an die alte Ampho- nieform ansehen, damit er sich in den Anschließen­den bindungsfrei ganz dem rhythmischen Erleben hingeben kann. Dazu gibt die feierliche Ruhe der Einleitung mit ihrer rhythmischen Gespanntheit den Boden für die Entladungen des folgenden Vivace.

Das Allegretto vertritt die Stelle des üblichen langsamen Satzes. Von einem Blaserakkord vor- hanggleich zu Anfang und zum Schluß eingerahmt, entwickelt sich über einem ständig wiederkehrenden rhythmischen Motiv ein sehnsüchtig klagender Ge­sang. ©eine wetteren Entwicklungen, immer ge-

In der zweiten Hälfte des 18 Jahrhunderts hatte , das Violinkonzert in Italien w>- auch in Frank- reich der musikalischen und geistigen Haltung de^ Landes entsprechend eigene Zuge gewonnen Diese sammeln sich wie in dem Zentrum eines Brenn- fpiegels in den fünf Violinkonzerten des Jahres 1775 von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Neunzehn jährige zeigt sich zwar in dem galanten apollinischen Ton ,einer Zeit, doch laß. es .mmerwl-der auf= horchen wie er Ueberkommenes, fremdes uno Bodenständiges mit Eigenem durchdringt und erfüll mit der ihm eigenen Grazie und Sinnlichkeit uno so "en klaMchen'Typus des Violinkonzertes Heran­bildet Aus dem Untergrund- eines mit m-len> F° Heilen behandelten Orchesters wird das So o^nftru ment in dem A - ck u r - K o n z er t tKochel Nn 2is> 3Um Ausdrucksträger eines reichen .starken ^nne lebens dabei stets das Geltungsbedürfnis des So­listen den musikalifchen Bedingungen unterordnend

Nack einem Orchestertutti (Allegro apperto) mit dem thematischen Gedanken des Kops °8-s suhrt sich die Solovioline rezttatwarttg d-«°m'erend mu einem Ad°gi°-Zwi,ch°n,°8 ein. Sie schritte diejes Adagios geben die Grundlage , r o

£ 5Än Entwicklung w«den. An der ise K'ASgfe SB s tr°st ZU d-m Vorausaegang ch^matifche

J?-"e .^8 di-Solostimme aufgelöst und °°- Gange, die durch m° Verkehr des Menuettgedan- ruert werdem Die Wieder y feinen letzten H)in srai.j

kens bestimmt Den 1SeNuB»«'. enttchtDinbet. das Körperliche Takten in klangl-ch» ^l°sth°.^entlch tzenl zieht.

In der letzten Salzburger 6 1

Gut getarnt und tief in das Erdreich eingegraben hat eine Abteilung einen Befehlsstand ausgebaut. (PK.-Boecker-Scherl-M.)

Und in England erhält die Armee tatsächlich ihrs Rekruten vom Auswurf des industriellen Lebens und ihre Offiziere vom Auswurf der Aristokratie und Plutokratie, die in die Armee eintreten und für ihre Stellungen in den mehr oder weniger fashw-- noblen Klubs, mit denen die Regimentsmessen sie versorgen, zahlen. Klubs, die nebenbei gelegentl'ch in jämmerlichen Skandalen als Gesellschaftskreise von außerordentlich rohem sittlichen Charakter figu-

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Als Moltke in jungen Jahren auf emer Reise >urch den Balkan natürlich auch das alte Bulgaren- i iinb das bereits im neunten nachchristlichen Jahr- i jundert mit Ludwig dem Deutschen ein Bündnis > liegen Karlmann schloß, bereifte, sah er in verhalt- liismähig wenigen Wochen sehr viel von Land und Leuten, weil er sich Zeit nahm, in Sofia den Wochen markt zu besuchen. Hier strömen von r>eit und breit die Bauern und Schäfer zusammen, l.m ihre Gemüse, Früchte, Hühner, Gänse, Schaf- joolle. Del und sonstigen Erzeugnisse zu verkaufen: pfbft von dem zweitausend Meter hohen Wttosch bringen die Bertzbauern und Hirten ihren Käse, Sihren herben Wein und Tiere, die schlachtreif sind nier und da trifft man auch auf Baumwolle, Tabak unb Rosenöl-, diese Erzeugnisse kommen im allge­meinen nicht in den Markthandel, da sie vom Staat lontrolliert, aufgekauft und exportiert werden, vor -illem Tabak und Rosenöl. Das letztgenannte wird Im .Rosental" gewonnen, wo alljährlich mühevoll .stiele Millionen rote und weiße Rosen gezüchtet werben; die weißen Sorten sind widerstandsfähiger, lllne roten dagegen liefern mehr Del. Zur Herstellung lines Kilogramms Rosenöl sind 3000 Kilogramm kosen nötig; da nun durchschnittlich 1000 Rosen auf Iwn Kilogramm gehen, braucht man zur Erzeugung von einem Kilogramm des wohlriechenden Dels runp 3 000 000 Rosen. Wer einmal in dem staatlichen Laboratorium war. wo der Gehalt dieses Ocks überprüft wird, trägt noch tagelang dielen Duft tn Anzug und Mantel mit sich herum.

Zum schönsten Teil Bulgariens aehort zwellellos M e s s e m v r i a oder Nesseber (Der Mittag ).

Das ist die großarttgste Entdeckung, die ich in Bulgarien gemacht habe" sagte Zar Ferdinand Ton dieser zauberhaften tausendjährigen Insel >m

Vielfältig sind die Beziehungen Bulaa- riens zu Deutschland. Wirtschaftlich besteht die engste Derbundenhett, aber auch die geistigen, kulturellen Beziehungen sind nicht nur alt, sondern auch freundschaftlich, man denke nur an die treue Waffenbrüderschaft im Weltkriege. Als die Bul­garen sich 1879 von der türkischen Fremdherrschaft befreit hatten in der denkwürdigen Schlacyt am Schipkapaß, gründeten die bulgarischen Stu- denten an allen größeren deutschen Universitäten Studentenverbindungen und gaben ihnen als Symbol den NamenSchipka"; so deuteten sie ' nach der physischen auch die geistige ommen sei. Fast alle geistigen Köpfe

Deutsche Soldaten bei einem kleinen Wüstengespräch ........'