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8reltag,21 November 14«

General-Anzeiger fiir Oberhessen

Gießen, Zchulstrahe 7-9

Lincoln gegen Roosevelt

| das im Arbeitswillen und der Arbeitsfähigkeit des bulgarischen Bauern steckt. Ihm ist kein anderer Bauer in Südosteuropa vergleichbar.

Sofia, November 1941.

I

Das bulgarische Volk besitzt seine neue Staatlich-1 leit erst seit zwei Menschenaltern. Zwischen seiner alten und seiner gegenwärtigen klafft eine Lücke von Jahrhunderten. Sein erstes Erlebnis gleich zu Beginn der neuen Staatwerdung war eine große Enttäuschung. Der Präliminarfrieden von San Stefano sah Grenzen vor, die tatsächlich das ganze bulgarische Volk umfaßten. Sie sollten im Süden bis ans Aegeische Meer und im Westen bis an den See von Ochrida reichen, also den größten Teil von Thrazien und Mazedonien mit einschließeü. Auf dem Berliner Kongreß von 1878 pro­testierten England und Oesterreich-Ungarn gegen diese Grenzziehung als einen zu großen Vorstoß der russischen Macht. Rußland hätte sein Groß-Bul- garien durchsetzen können, wenn es noch eine Mil­lion Bajonette und eine Milliarde Rubel in Re­serve gehabt hätte. Es hatte weder das eine noch das andere und mußte sich in die Verkleinerung des neu geschaffenen Fürstentums Bulgarien auf wenig mehr als ein Drittel des vorgesehenen Um­fanges fügen. Es war ein magerer Trost, daß nicht lange danach der Fürst von Bulgarien vom Sul­tan die Verwaltung der autonomen Provinz Oft- Rumelien südlich des Balkan zugestanden er-

Ungarn am Jahrestag seines Beitritts zum Dreimächtepakt

Oer Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 20. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Angriffshandlungen an der Ostfront ver­laufen weiterhin erfolgreich.

Die Luftwaffe bombardierte sowjetische Flugstütz­punkte an der Nordostküste des Schwar­zen Meeres und im Gebiet des mittleren Don. Kampffliegerverbände griffen Eisenbahntrans­porte und Bahnverbindungen im mittleren Frontabschnitt und ostwärts des Wol­chow an. Üloskau wurde am Tage durch starke Kampffliegerkräfte mit Spreng- und Brandbomben belegt. Bei L e n i n g r a d schossen zwei Jagdflieger- schwärme in kühnem Angriff aus einem größeren fliehenden Transportverband acht feindliche Flug-

Starke britische Kräste in Nordafrika unter schweren Verlusten zurückgeworfen

Bulgarien glaubt an den Sieg der Achse.

Ministerpräsident Kiloff im bulgarischen Sobranje.

Sofia, 20.Nov. (Europapreß.) Der bulgarische Ministerpräsident F i l o f f erklärte im Sobranje, die außenpolitische Linie des Landes im Einklang mit der Achsenpolitik sei nicht gefahrlos gewesen, habe aber die Bildung eines Blocks auf dem Balkan und den Aufmarsch der berüchtigten hundert Divi-

Ariete", die ein entschlossenes Gegenmanöver aus- führte, hatte am Ende des Tages Teile der feind­lichen Panzerwagen umzingelt und zerstört, während andere sich zurückzogen. Die Schlacht dauert auf einer Front von 150 Kilometer an.

Schwere Panzerverluste der Sowjets.

sionen gegen Deutschland verhindert. Um diese Zeit sei der Vertrag von Craiowa mit Rumänien abge­schlossen worden, durch den die Dobrudschafrage ge­löst worden sei und gutnachbarliche Beziehungen m:l Rumänien wiederhergestellt wurden. Mit dem Kriegsausbruch auf dem Balkan konnte Bulgarien nicht mehr völlig isoliert bleiben, weil durch den Krieg seine Lebensinteressen berührt worden seren. Deshalb sei Bulgarien dem Dreimächtepakt bei- getreten. Es werde den damit übernommenen Ver­pflichtungen treu bleiben.

Das Verhältnis zur Türkei hatte sich im Geiste des Freundfchaftspaktes aufs beste entwickelt. Wenn es Kreise gegeben habe, die diese Beziehungen zu trüben versuchten, sei dies mißlungen. Unter großem Beifall erklärte Filoff schließlich, er glaube an den endgültioen Sieg der Achsenmächte, denn dieser Sieg werde nicht nur durch die militärische Ueberlegen- heit errungen, sondern auch durch die Ideen der sozialen Gerechtigkeit und einer gerechten Detter- lunq der Güter in der Welt. Der Sieg der Achten- Mächte sei auch der Sieg Bulgariens. Dafür wolle Bulgarien alle Opfer bringen.

Bulgariens Erlebnis

Von Dr. Paul Rohrbach.

und umgekehrt.

Durch den Erwerb der thrazischen und rnazedo-i Nischen Gebiete ist Bulgarien reicher gewarden und wird innerhalb der kommenden europa Ich-N Groh raumwirtschast erheblich mehr bedeuten als ,n £ nem früheren Umfang. Von Jugoslawien hat der bulgarische Staat etwa 26 000 Quadratkilometer m 1.5 Millionen Einwohnern übernommen von Gr^ llonen^EinwohnernO Darnst"wir^sich zunächst die

gramm Rohseide hervorgebracht und w rd sich -t fiiffe der wiederqewonnenen Gebiete auf zwei jmu

lungsmöglichkeit des Bergbaus ien

als aller räumliche Gewinn, ist das Potennai,

Rom 20.Rov. (DRB-) Der italienische Wehr­machtbericht meldet u. a.: In der Marmanca griffen motorisierte feindliche Kräfte bei Morgengrauen des Mittwoch die ihnen gegenüberliegenden motorißerten italienischen Streitkräfte oil Die Panzerdivision

Was allzu lange fehlte, war die Umfassung des ' ganzen Volkstums durch die politische Grenzziehung. Der Balkankrieg von 1912 schien nach dieser -hm)1 tung hin einen Schritt vorwärts zu bringen, aber es folgte der Rückschlag von 1913 durch den Buka­rester Frieden, und der noch stärkere von 1919 durch das Friedensdiktat von Reuilly. Am schmerzlichsten war der Verlust des südlichen Meeresgestades Keine Einbuße wurde vom bulgarischen Volksgefuhl so schwer getragen wie diese, und es war em Leweis für den Willen, keinen inneren Verzicht zu leisten, wenn die bulgarische Regierung von dem ihr zu­gesagten bloßwirtschaftlichen" Ausgang nach dem Aegäischen Meer keinen Gebrauch machte.

Bulgarien mußte als Verbündeter Deutschlands den Druck des Friedensdlktates aushalten, aber fern nationaler politischer Instinkt hat es davor be­wahrt, um zweifelhafter Erleichterungen willen An- schluß an die Deutschland feindlichen Machte zu suchen. Heute kann man sagen, daß ihm für die Zu- kunst kein größerer Dienst geleistet werden konnte, als durch den Balkanpakt, den seine Nachbarn schlos­sen, umwallen bulgarischen Revisionsanspruchen vor- tuibeuaen Bulgarien wartete geduldig auf seinen Lg Znd er ist gekommen! als Frucht der P°sttstch°n Zusammenarbeit mit Deutschland. Heute 'ft ha w klonale Bulgarien auch das politische Bulgarien

Fernivrechanschlus? 2251 Druck und Verlag:

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herzliches Telegramm an den Führer gerichtet, das dieser ebenso erwidert hat.

Griechenlands Kampf gegen den Schwarzhandel.

Athen, 21. November. (Europapreß.) General Bakos wurde zum Vorsitzenden bei allen Gerichts­verfahren gegen Schwarzhändler ernannt. Im Lauf der nächsten Woche werden drei große Prozesse ge­gen Schleichhändler aufgerollt. Der Ministerrat be­schloß für alle diejenigen Belohnungen auszusetzen, die sich am Kampf gegen Schwarz- und Schleich­händler beteiligen. Dem Ministerrat erstattete der Ernährungsminister, der von einer Reise aus Sa­loniki zurückgekehrt ist, Bericht über den Stand der Feldbestellung, über Baumwoll- und Lebensmittel­transporte von Griechisch-Mazedonien nach dem übrigen Griechenland und über die Organisierung der Verkehrswege. Der Minister erwähnte, daß in Saloniki größere gemeinnützige Bauten zpr Unter­stützung der Arbeitslosen durchgeführt werden.

Die Belgrader Universität unter Staatskontrolle.

Abkommen zwischen Mexiko und USA. Washington, 20. November. (Europapreß.) Zwischen den Vereinigten Staaten und Mexxiko ist ein Abkommen unterzeichnet worden, das alle schwe­benden Streitfragen bereinigt. In erster Linie sieht das Abkommen vor, daß Mexiko an die Vereinigten Staaten zur E n t s ch ä d i g u n g d e s enteigne­ten nordamerikanischen Agrarbefit- zes in Mexiko vierzig Millionen Dollar zahlt. Von dieser Summe gelten drei Millionen als be­reits entrichtet, weitere drei Millionen beim Aus­tausch der Ratifikationsurkunden als fällig. Der Rest von 34 Millionen Dollar ist in Jahresraten von 2,5 Millionen Dollar zu zahlen. Weiter wurde eine Vereinbarung über den Ankauf mexika- n i s ch e n S i l b e r s durch die Vereinigten Staaten, die Gewährung eines Kredites bis zu dreißig Millionen Dollar an Mexiko zum Ausbau des me­xikanischen Verkehrsnetzes und eine Reihe von wei­teren Finanz- und Währungsabkommen getroffen. Zur Bereinigung derOelfrage wurde ein Noten- austausch vereinbart. Schließlich sieht das Abkom­men Vereinbarungen über den Abschluß eines Handelsvertrages auf völliger Gegenseitig­keit vor.

England droht König FarukmitGewalt

Sofia, 20. Nov. (DNB.) Der britische Gesandte in Kairo, Sir Miles Lampson, teilte König Faruk mit, daß Ausgleichsversuche zwischen der Wafd- Pattei und dem König mit dem Ziel, den Wafd an die Macht zu bringen, von britischer Seite g e w a l t- sam unterbunden würden. Der Wafd besitze nicht das Vertrauen der britischen Stellen und diese seien entschlossen, ein Zurmachtkommen des Wafd mit Gewalt zu verhindern. Der Schritt des britischen Gesandten zeigt, daß England auch vor einem bru­talen Eingriff in die innerpolitischen Rechte der von ihm terrorisierten arabischen Länder nicht durutr« schreckt. Schon die nage Möglichkeit einer Rech-, rungsbeteiligung der nationalen Wasd-Partei laßt London zur Drohung mit Gewalt greifen. Das ist die Praxis der Atlantik-Charta für Freihett uni) Unabhängigkeit der kleinen Völker.

tendienstes weist daraus hin, daß der neue sow­jetische Oberbefehlshaber im mittleren und Nord- ab chnitt, General Schukow,um jeden Preis ein Zerfallen der etwa 2800 Kilometer langen Front in drei Einzelabschnitte verhindern muß". Zum Trost wird darauf verwiesen, daß erst kürzlich aus den östlichsten Provinzen neue Reserven emgetrop* fen seien, die über sehr gute Ausrüstung verfugen und besonders mit automatischen Waffen ausge- stattet" sein. Andere englische Stimmen vermuten, daß die Deutschen einen schwachen Punkt in der Verteidigungslinie ausfindig zu machen suchen, um daraus die Offensive im Donezbecken zu erneuern. Die vorsichtige Formulierung ist zugleich eine psy­chologische Vorbereitung des englischen Lesers sinte­mal die englischen Nachrichtenleute aus den Erfah­rungen der letzten zwei Jahre doch das eine gelernt haben, daß auf deutscher SeiteÜberraschungen nicht ausgeschlossen" sind.

Von den Sowjetleuten selbst ist nicht allzuviel zu hören. Erwähnt sei die Klage, daß bei der Um­siedlung der Industrien aus dem Moskauer- Gebiet und aus der Ukraine weiter nach Osten fatale Ver­wechslungen vorgekommen sind. Bald waren an den neuen industriellen Standorten' die Arbeiter nicht da, bald nicht die Maschinen.' (Das konnte auch gar nicht anders sein.) Wieschwummerig aber Stalin selbst zumute ist, geht aus der Indiskretion eines amerikanischen Journalisten hervor, der be­richtet, daß Stalin seinen Trinkspruch auf Roose­velt, bei der Hilfskonferenz im September, bereits mit dem frommen, in seinem Mund recht fr emo- artigen Wunsch geschlossen habe:Gott helfe Roose- velt!"

Budapest, 20. November. (Europapreß.) Die ungarische Presse steht im Zeichen des Jahrestages des Beitritts Unganrs zum Dreimächtepakt. Die B ab ter heben hervor, daß Ungarn den Beweis geliefert habe, daß es die europäischen Absichten der deutschen Führung zu werten wisse. Die ungarischen Truppen hätten das damalige Bekenntnis mit ihrem Blut be­siegelt. DerPester Lloyd" schreibt, Ungarn werde auch in aller Zukunft an der Seite der europäischen Neuordnungsmächte stehen.Ungarn weih , |o fährt das dem Außenministerium nahestehende Blatt fort,daß es seinen Wiederaufstieg diesen Mächten verdankt. Es betrachtet den Machtzuwachs, der ihm in den letzten Jahren zuteil wurde, als einen Erfolg des auf lebendigen Wachstumsgesetzen und historischen Erkenntnissen gegründeten Raum­gedankens, der audkim Dreimächtepakt semen Aus­druck findet. Das ungarische- Volk betrachtet sich da­her als ein verantwortlicher Mitträger dieses Ge­dankens, in dessen Zeichen es auch seine zukünftige Politik ahne Rücksicht auf die damit verbundenen Opfer und Risiken zu gestalten entschlossen ift Der europäische Krieg befindet sich, obwohl seine Dauer noch ungewiß erscheint, bereits in einem genügend vorgerückten Stadium, dckmit die Fragen der nach dem Ktt^g zu errichtenden neuen Ordnung die Hauptsorge der Staatsmänner-bilden könnten. £ie deutschen Gedankengänge, die über diesen Fragen­komplex bekannt werden, zeigen deutlich, daß in Deutschland neben den Notwendigkeiten der Siche­rung des deutschen Dolksraums gegen außereuro­päische Einflüsse die gesamteuropäischen Aufbau­fragen die stärkste Beachtung finden."

Aus Anlaß des vor Jahresfrist erfolgten Bei­tritts Ungarns zum Dreimächtepakt hat der Komg- lich ungarische Ministerpräsident von Bardossy em

(91. Jahrgang Nr. 277

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hielt. z

Dem bulgarischen Volk innerhalb dieser einge- , schränkten Grenzen war nicht nur die Aufgabe ge- , stellt, sich staatlich einzurichten, sondern auch zu- . gleich einen geiftigen und sozialen N eu - auf bau zustande zu bringen. Recht besehen, ist dies seine größte nationale Leistung. Zu Beginn seines heutigen staatlichen Daseins besah es nur ein breitgelagertes fleißiges Bauerntum als tragende Grundlage. Eine bulgarische Bildungs- schicht hatte sich unter der Türkenherrschaft kaum entwickeln können. Schul- und Hochschul­wesen mußten von den ersten Elementen an auj- gebaut werden. Eine bulgarische Volkswirt­schaft gab es, abgesehen von der bäuerlichen Ur­produktion, überhaupt nicht; ebensowenig ein Ver­kehrsnetz. Für alle geistigen, wirtschaftlichen und Verwaltungsberufe mußte erst em Rahmen ausgespannt und mit noch zu schaffenden Kräften ausgefüllt werden. Das bedingte den Aufstieg aller ideell und materiell führenden Kräfte aus dem Schoß der bulgarischen Bauernschaft. Es gibt kein zweites Länd in Europa, ja überhaupt kaum auf der Welt, in dem die heutige soziale Oberschicht schon mit ihrer elterlichen, höchstens mit ihrer groh- elterlichen Generation bis ins Bauerntum zuruck- reicht. Daher stammt ein Element der Urkraft im heutigen Bulgarien.

Wenn man bedenkt, daß Bulgariens Gegenwarts- bilO mit seinen Städten, seinen Bahnen, seinem Ge­webe, seinen Handelsbeziehungen, einen wissen­schaftlichen Anstalten, seinem Schulwesen, seiner Ar­mee und allem übrigen staatlich-sozialem Zubehör in weniger als siebzig Ja h r e n geschaffen worden ist, so kann man die produktiven Kräfte, die sich im bulgarischen Volk unter dem Druck der Türkenherrschaft latent und doch zum Aufwachen bereit erhalten haben, nur bewundern.

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Präsident Roosevelt versucht das U5^.-Dolk da­mit seinen Kriegstreibereien gefügig zu machen, dah er behauptet, die Achsenmächte strebten die Weltherrschaft an und hätten es vor allem auch auf Amerika und besonders die USA. abgesehen. Weite Kreise des USA.-Volkes fallen aber auf diesen Schwindel nicht herein. Sie haben sich ihren gesun­den Menschenverstand noch bewahrt. Sie haben dabei einen gewichtigen Bundesgenossen gefunden. Ein USA-Bürger hat nämlich entdeckt, dah kein anderer als der berühmte Lincoln, der wah­rend des Sezessionskrieges zwischen Nord- und Süd­amerika von 186065 Präsident war, solche hyste­rischen Phantastereien, wie sie Herr Roosevelt bet einen Bestrebungen, dem Kriege nachzulaufen, be­nützt, in recht drastischer Weise abgetan hat. Pro- rbent Lincoln sagte zu diesem Punkte folgendes: Können wir erwarten, daß irgendein transatlan­tischer Riese über den Ozean schreitet und uns einen Schlag versetzt? Niemals! Alle Armeen Europas zusammengenommen, Asien und Afrika dazu nut allen Schätzen der Erde (ausgenommen unsere eige­nen) könnten bei bester militärischer Führung unter einem Bonaparte nicht einen Tropfen Wasser aus dem Ohio gewaltsam trinken ober einen Angriff auf den Blue Ridge unternehmen, jetzt nicht und in 1000 Jahren nicht. Von woher sind also Gefahren zu erwarten? Ich antworte darauf: wenn uns je eine Gefahr auf den Pelz ruckt, dann nur dadurch, daß sie aus uns selber hervor­bricht. Sie kann nicht von außerhalb kommen. Als eine Nation freier Menschen werden mir immeröar leben, es sei denn, wir morden uns selber. Die albernen Phantastereien Roosevelts werden durch dieses Wort Lincolns, der in der Reihe der Prasi- deuten der Vereinigten Staaten nächst Washington den vornehmsten Platz einnimmt, in ihrer Sinn- lofigfeit gebranömartt. Roosevelt wird sich natür­lich üb'er diese Ausführungen seines berühmten Vor­gängers mit souveräner Nichtachtung Hinwegfetzen. Er besitzt ja auch nicht die Gescheitheit und Weit- , sicht eines Lincoln.

Belgrad, 20. Nov. (Europapreß.) Der serbische Unterrichtsminister erließ eine Verordnung über die Neuorganisierung der serbischen Universität Bel­grad. Danach wird die Universität unter strenge Kontrolle des Unterrichtsministeriums gestellt. Alle Fonds und Stiftungen, an denen die Belgrader Universität sehr reich gewesen ist, werden der Ver­waltung des Unterrichtsministeriums überaeben. Alle Studentenvereinigungen wurden aufgelöst, ihr Vermögen wurde dem Akademischen Senat anoer- traut.

zeuge heraus.

3m fiampf gegen Grohbrlkannien wurde bei den Färöer ein mittleres Handelsschiff durch Bombenwurf beschädigt. Weitere cuflangrisfe richte- ten sich gegen militärische Anlagen an der eng- tischen Süd Westküste. Das Verminen bri- tifcher Häfen aus der Cuff wurde fortgesetzt.

An der flandrischen Küste wehrten im Ge- leitbienff stehende vorpostenboote einen Angriff btv- üscher Schnellboote ohne eigene Verluste erfolgreich ab. Lin feindliches Schnellboot wurde in Brand ge­schossen; mit feinem Verlust ist zu rechnen.

In Nordafrika sind die seit Tagen in Be­reitstellung südlich und südwestlich Siöi Omar erkannten britischen Kräfte am 18.November zu einem Vorstoß in Richtung auf T ob tu? ange- frefen. Durch sofortige Gegenangnffe deuttch-.talie- nischer Verbände wurden die westlich Slot Ornat angefefilen starken britischen Kräfte unter schweren Verlusten zurückgeworfen. Zahlreiche feind- liche Panzer wurden vernichtet.

Oer italienische Bericht.

Eichener Anzeiger

-r «T » ZchristleitANg und Geschäftsstelle:

Berlin, 20. Nov. (DNB.) Jrn mittleren Abschnitt der Ostfront kämpfte sich eine deutsche Division am 19. 11. nach heftigen Gefechten bis zu einer Ortschaft durch und nahm sie trotz zäher Ver­teidigung. Bei der Säuberung wurden 200 tote Sowjets vorgefunden, 500 Gefangene gemacht, vier Panzer, neun Geschütze, 40 Maschinengewehre und 70 Flammenwerfer erbeutet. An anderer Stelle brach Infanterie in eine gut ausgebaute Stellung der Bolschewisten ein und rollte sie von der Seite her auf. Dabei wurden zahlreiche Beton- und Hol.^. bunker erstürmt. Alle Versuche der Sowjets, durch Einsatz neu aufgestellter und frisch herangefuhrter Verbände das weitere Vordringen aufzuhalten, scheiterten an der Ueberlegenheit des deutschen Sol­daten. Selbst die Zusammenballung stärkerer Pan­zerkräfte läßt die Bolschewisten zu keinerlei Sv folgen kommen. Längs einer Straße stießen deutsche Panzer auf ein sowjetisches Bataillon, das durch zahlreiche Panzer verstärkt war. Die Bolschewisten versuchten vergeblich, das Vordringen der deutschen Panzer aufzuhalten. Der hinhaltende Widerstand der Sowjets, der in Anlehnung an Stutzpunkte und Sperren sehr zäh war, wurde niedergekampft und dabei 19 bolschewistische Panzer vernichtet. Erne aus einer Ortschaft vorgehende Gruppe deutscher Panzer warf die sowjetischen Einheiten weiter nach Osten zurück und schoß weitere sechs Panzer ab.

Oie Angriffshandlungen im Osten.

Die Angrifsshandlungen, die am 19. November als im Gang befindlich angekündigi wurden, ver­lausen nach dem gestrigen Wehrmachiberichi weiter­hin erfolgreich. Diese knappen Hinwei,e werden we- ; sentlich ergänzt durch die Mitteilungen über d,e i ausgebreitete Tätigkeit der deutschen Lu,twalse vom > Schwarzen Meer bis in das Gebiet um Leningrad. , Die Nervosität ans der anderen --eite ist grotz. i Ein bekannter Mitarbeiter des engüichen Nachrich-