Be
lt rurteilt.
aAöMWI Üblichkeit ist, fälschlich angefertigt und von ihr zu/n UUjvllllll ' Zwecke der Täuschung Gebrauch gemacht. Bei einer
d ähnliche«
(Nachdruck verboten.)
^-Fortsetzung.
Das Gustav
Strafkammer Gießen.
Der W. B. aus Wiesbaden hatte sich wegen
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in den
♦♦ Ein Achtzigjähriger. Der Schreiner neister L R. Georg Adam Hainer, Hitler- nall 7 wohnhaft, wird am morgiaen 22. Jun rO Jahre alt. Der alte Herr, der aus Ober-Breiden- .ach (Kreis Alsfeld) stammt, übernahm 1889 die Leinhardtsche Schreinerei in der Neustadt. Später iedelte er nach der Kaplaneigasse über, seit 1928 ; efinbet sich die Schreinerei, die inzwischen auf seien Sohn übergegangen ist, im Hitlerwall. Der Jubilar, ein Handwerksmeister von echtem Schrot | nb Korn, hat sich in den langen Jahren in unserer ! Heimatstadt einen großen Freundeskreis erworben, । ,nb er ist von allen sehr geschätzt. Noch heute ver- ichtet er bei seinem Sohn die Gartenarbeit. Dabei rfreut er sich noch guter Gesundheit. Wir wünschen jm einen schönen Lebensabend.
Die F. S. aus Groß-Karben hatte sich wegen Urkundenfälschung zu verantworten. Sie hatte am
1). Oktober v. I. eine Privaturkunde, die zum Be- veise von Rechten und Rechtsverhältnissen von Er-
dir Fälschung zahlte die Krankenkasse der Ange- tagten den Betrag von 130,40 RM. aus. Dem Antag des Anklagevertreters entsprechend wurde die 8-igeklagte wegen schwerer Privaturkundenfälschung ij. einer Gefängnis st rafe von 2 Wochen i irrurteilt. Das Geständnis, die seitherige Unbe- sbaftheit und die Notlage, in der sich die Ange- Kigte befand, wirkten strafmildernd^
tragische Schicksal, des Schwedenkönitzs IIL, das der Handlung zugrunde liegt.
Die Dominiks.
Roman von Hellmuth M. Böttcher.
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üct xau|ajung izteuiuuuj ycmuuji. -uci smu !7ankenkafse reichte sie eine Lhimeldung ein, in der f, um die Mitgliedschaft zu erwerben, fälschlicher- r^ise den Namen eines anderen als Arbeitgeber
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Nissen weiß sofort, worauf es ankommt.
Ein seltsamer Mensch ist doch sein Vater. Hat den Kopf voll von einer schweren Sorge, daß sie ihm fast das Herz abdrückt, und findet in solcher schlimmsten Stunde Kraft und Sammlung für eine konstruktionelle Lösung, über der die Ingenieure wohl seit Jahrzehnten vergeblich sitzen.
„Du hast wohl schon die Sache durchschaut?" fragt Friedrich Dominik, und in sein Gesicht kommt eine Spur von Farbe und der Anflug seines alten sieghaften Lächelns zurück. „Dann erkläre die Idee nachher dem Chefingenieur." Er nimmt die Zeichnung aus der Mappe und reicht sie Nissen hinüber.
„Du siehst, ich habe den Schiffsrumpf durch rohrartige Ausbuchtungen der Schiffsaußenhaut verlängert. Jetzt können wir vom Schiffsinnern zu jeder Zeit an die Wellen heran und diese sind gleichzeitig durch die Außenhaut geschützt. Lietzen- dorf soll die Idee gleich aufs Brett bringen lassen! Aber von einem Zeichner, der den Mund zu halten we iß«" .
„Soll ich's denn nicht lieber selber durchkonstruieren?"
„Lieber wär's mir. Wenn du willst."
".Natürlich. Gern."
Seltsamer Mensch, sein alter Herr! Hat er die Unterhaltung mit dem Bankier vergessen? Er strichelt schon wieder auf einem neuen Blatt. Marotte. Nicht die einzige. Vielleicht die harmloseste. Die zer- qriffene Ledermappe mit den grünen Löschblättern hat alles zuerst gesehen, was die Dominik-Werke groß gemacht hat. Der Block mit dem Zeichen- papier liegt zugeschlagen daneben. Er wird selten aufgemacht. Nur wenn Lietzendorf, der Bettiebs- leiter, etwas nicht kapiert, was Dominik auf sein Löschblatt gestrichelt hat, wird der Zeichenblock herangeholt. . - .
Dominik lehnt sich in seinen Sessel zuruck, eein Blick streift durchs offene Fenster über die Fabrikanlage hinweg zum Fluß. Von den Hellingen neht man von hier aus nur ein paar Mastspitzen. Aber auf der anderen Seite des Flusses —
Da fängt er an zu sprechen, ohne dabei den zeichnenden Bleistift stillzuhalten.
„So! Jetzt hab' ich wieder Ordnung im Oberstübchen. Ich habe mich vorhin gehen lassen... Entschuldige?"
„Aber, 23atetf*
ch Heizen zu erwärmen. „Die Sirene", die illu- ierte Zeitschrift des Reichsluftfchutzbindes, gibt im leueften Heft Ratschläge über die zweckmäßigste und harsamste Beheizung der Luftschutzräume.
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Gießener Gtadtteater
Giuseppe Verdi: »Ein Maskenball."
Tonnage aus.
(Fortsetzung folgt)
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In engere «en und • > ben1 Den.
s zu verantworten. Er hatte im Jahre 1938 verschiedenen Orten in der Pfalz und in Ober« ffen in 5, Fällen im strafverschärfenden-Rückfall s Vertreter Aufträge von länolichen Sparkassen Genossenschaftsbanken unterdrückt, das Geld Der einkassiert und für sich verbraucht. Es wurde vorgeworfen, daß er von vornherein die Ab- t gehabt habe, den jeweiligen Auftrag nicht uszuführen. Weiter hatte er, nachdem ihm die kassooollmacht entzogen war, den Kunden vorge- egelt, er sei zum Empfang der für den Auftrag schuldeten Beträge berechtigt, obwohl er von rnherein die Absicht hatte, den Auftrag nicht roei* irzuleiten, sondern das Geld für sich zu behalten, lie auf diese Weise erhaltenen Summen verbrauchte
fcr Angeklagte für sich. Er gab zu seiner Entschul- txung an, er sei ohne Geld und dadurch gezwun- fn gewesen, von dem einkassierteck Geld zu ver° hauchen. Der Anklagevertreter beantragte eine Ge- s ngnisstrafe von einem Jahr. Der Angeklagte Biirbe wegen Betrugs im wiederholten Rückfall zu ener Gefängnis st rafe von 10 Monaten
Hafter ist. Die Lehrgangsteilnehmer werden bei den Ausbildungsarbeiten im Walde auch mit der Handhabung der Axt sowohl rechts wie links vertraut gemacht: hier liegt die höchste Vollkommenheit darin, daß man schon aus der Ferne keinen Unterschied im Axtschlag hören darf, ob er nun rechts ober links geführt wird. In das Gebiet der technischen Ausbildung gehört auch die Unterweisung im Gebrauch der mannigfachen anderen Hilfsmittel der Waldarbeit.
Zu dem Unterricht im Schulungslager gehört ferner das Wissen über die Aushaltung und Verwertungsmöglichkeit des Rohstoffes Holz, mit anderen Worten die H o l z f a ch k u n d e. Jeder Hau- und Rottmeifter mutz in der Lage sein, von sich aus schon am gefällten Stamm den vorteilhaftesten
des Musikalischen. Hier war das Dru, , J
Söllner dienend und führend augleia). J.ri« gent 'unterstrich die einzelnen Bilder mit sicherem Griff und fing alle musikalischen Höhepunkte (Losszene) mit temperamentgebundener Einfühlung auf, wie etwa im Brio des Schlusses im ersten Bild. Er begleitete die Sänger diesmal sehr dezent, dem einzelnen Freiheit gewährend und ihm nachgiebig folgend. Die Chöre unter Erich Richter erwiesen eine gut durchgebildete Pianokultur bei sorgfältigem Klangausgleich und fügten sich den Ensembleszenen organisch ein (bei Ulrica, am Hochgericht).
Das Schicksal der Frau in ihrem Ringen um die Liebe zum Gatten, in dem Hin- und Hergeworfen, sein erwachender Leidenschaft zu Richard und in dem mütterlichen Fühlen zum Sohne ließ Anni A s s i o n mit' tiefem seelischen Zwiespalt dem Hörer nahekommen. Die Szene am Hochgericht erhob sie über sich selbst hinaus zu stärksten Akzenten erschütternder Affektgewalt, ausstrahlend in stimmlicher Expansion von großem Ausmaß.
Ilse Winhold als Wahrsagerin Ulrica.übertraf nut ihrer letzten Rolle in Gießen alle ihre.früheren Verkörperungen. In den Beschwörungsszenen wuchs ihr Stimmklang dämonisch heraus und gewährleistete damit diesem Bild den notwendigen zwingenden Nachhall. Dem Pagen Oskar gab Liesel Schröter-Beckers Behendigkeit, Frische und sprühendes, prickelndes Leben; eine Kontrastfigur inmitten .der Schicksalsschwere, mit ausgeprägter Linie der Koloratur und ausreichendem Volumen im Ensemble.
Der Rene ist eine der gesuchten Baritonpartien mit besonderen stimmlichen und darstellerischen Anforderungen. Gustav Bley hat ihn hier bereits vor Jahren einmal durchgeführt. Diesmal legte er besonderes Gewicht auf die dramatische Fundierung dieser Rolle, betonte das mit jeder Bewegung und Gebärde und modulatorischer Ausprägung im Gesanglichen und hob sich im Ensemble, seiner Aufgabe gemäß, persönlich individuell ab. Seine voluminösen stimmlichen Mittel brachten ihm bei der zweiten Arie Beifall auf offener Bühne. Unheilvoll drohend war die Losszene: hier traten ihm als markantes Verschwörerpaar Gustav Brunn und Ottmar Mayr mit akzentuiertem stimmlichen Können zur Seite. Den Silvan führte Josef Bürschgens mit Geschick durch.
Das Ganze rundete sich auf dem Grunde der stim- mungsstark durchmodellierten, von Färb- und Leuchtwerten erfüllten Szenenbilder Karl Löfflers, die unter der Lichtführung von Remigius Konen sich eindrucksvoll verstärkten. Eine Reihe der mitwirkenden Kräfte verabschiedet sich mit dem „Maskenball": angesichts der Geschlossenheit dieser Aufführung wird die bevorstehende Trennung manchen Hörern nicht leicht fein. Um so herzlicher und dankbarer war der Beifall.
Dr. Hermann Hering.
Srholuna in Waid und Held.
Taufende von Volksgenossen haben es schon Eer erkannt, welch große Erholungsmöglichkeiten „as" Wandern bietet. Gerade jetzt in der warmen Jahreszeit ist die Kühle des Waldes neu belebend. r)aa Grün der Natur ist ein gutes Mittel zur Ge- »mderhaltung der Augen. Die Ruhe der Wälder und Helder stärkt unsere Nerven. Und welche Freude bringt die aufmerksame Beobachtung der Natur mit Ihren Tieren und Pflanzen, Bergen und Tälern mit ich! Gerade jetzt im Kriege können wir diese Ent pannung gut vertragen. So ist es denn auch ver andlich, daß der Zustrom zu den Wanderungen dc. ^.-Gemeinschaft „Kraft durch Fteude" ständig in Lachsen ist.
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Ersetzte, obwohl sie arbeitslos war. Aus Grund W.:. < dir ftälfrfninn zahlte die Krankenkaffe der Ange-
Facharbeiter auch im Walde.
Ein Besuch im Ausbildungslager für deutsche Waldarbeii in Scholien
mit einem bestimmten Firmen-Erzeugnis) von Säge dem Waldfacharbeiter die höchstmögliche Arbeitsleistung gestattet, dadurch seinen Verdienst steigert, aber auch der Forstwirtschaft in bester Weise dienlich ist. Solche Sagen praktisch zu handhaben, sie mit den geeignetsten Instrumenten für die Arbeit herzurichten und sorgsam zu pflegen, wird den Lehrgangsteilnehmern im Lager theoretisch nahe- gebracht, dann aber auch draußen im Wald in der praktischen Arbeit gezeigt. Das gleiche gilt für die Herrichtung und den Gebrauch der Axt, denn auch hier gilt es, daß nicht jede Axt zu jeder Waldarbeit geeignet ist. Zum Beispiel ist die Hauaxt nicht mit Nutzen anzuwenden beim sog. Ausputzen der gefällten Stämme, d. h. beim Abschlagen der Zweige, da f'"'r diesen Zweck eine besondere Axtart vorteil-
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„Also paß mal auf. Es ist immer gut, wenn noch ein zweiter im Bilde ist. Schließlich bist du ja mein einziger. Und leben tut keiner von uns ewig."
Er macht durch seine neue Zeichnung ein paar Striche.
„Wo wak ich vorhin stehen geblieben? Ach so, ja. Also — wir besitzen an der Dominik-Werst etwa zwei Fünftel des Aktienkapitals von zwei Millionen. Die übrigen Aktien find mit verschwindenden Ausnahmen in festen Händen. Einen Teil hat Lind irgendwie an sich gebracht. Einen anderen großen Poften — etwa nominell drsihunderttausend Mark — hat Frinzka."
„Wer ist Frinzka?"
„Ein früherer Angestellter — ein Buchhalter von mir."
Nissen wundert sich.
„Ein Buchhalter? Wie ist der denn zu solchem Vermögen gekommen?"
Friedrich Dominik überhört die Frage.
„Zwischen Frinzka und mir besteht ein Vertrag, wonach ich das Vorkaufsrecht auf diese Aktien habe. Sie dürften uns also eines Tages zufallen. Dann hätten wir die Majorität. Und erst dann sind wir wieder Herren im eigenen Haus, wie ich es vor dreißig Jahren schon einmal war, bevor ich meine Firma in die Aktiengesellschaft umwandeln mußte."
„Warum eigentlich?" fragt Nissen dazwischen.
Dominik überhört auch diese Frage wieder.
„Unser Bestreben muß daher darauf gehen, um jeden Preis zu verhindern, daß die Frinzkaschen Aktien jemals in fremde Hände kommen! — Wenn beispielsweise Lind sie erwerben würde, dann..."
„Wäre dos wirklich so schlimm?" fragt Nissen. Er kann sich diesen Mann nicht so recht als Gegner vorstellen. Gewiß! Was man von ihm hört und w?iß, beweist, daß er keine Rücksicht nimmt. Aber schließlich — ist es doch Brigittes Vater. —
„Es wäre unser Untergang. Das halte dir immer vor Augen. Und darum dürfen wir uns die Aktten von Frinzka nicht entgehen lassen, wenn es einmal so weit ist. Das vergiß nie — erst recht dann nicht, wenn ich mal die Augen zugemacht habe.
। Laß ihr Mann nicht Ruhe gibt und niemals Üuhe geben wird, damit rechnet Friedrich Dominik. Limit hat er immer gerechnet. Aber daß Martha , Made Martha . ..
Las ist unfaßbar. r.. r.
Vst denn die Zeit für sie tot? Gibt es für sie p< ne Vergangenheit? Ist das alles, alles nicht ge- prfen damals? Oder hat Mattheus Lind nicht bloß hl- Geld und ihren Leid gewonnen, sondern auch il-e Seele?
Nissen tritt hinter ihn.
-Eigentlich sollten wir uns doch freuen, daß di? Einte so hinter unseren Aktten her sind", sagt er. Cns ist eine Anerkennung. Eigentlich die einzige, hi der man sicher sein kann, daß die Menschen sie 'Irlich meinen. Weil sie in barer Münze mit ihrem I® Ide bezahlen.
[ Friedrich Dominik nimmt den Kopf ins Zimmer Isrrück. Er sieht an allen Dingen vorbei. Er sieht In» Leere — irgendwo hin.
Hör' mal her, Junge", klingt dann nach einer ITsile seine Stimme von weither. „Du weißt, daß l'd damals" — er sagt nicht, wann dieses damals lur — „mir nicht die Majorität der Aktien ■ an [nferer Firma sichern konnte. Erst sah es so aus, psr dann... dann wurde es eben anders, als ich p berechnet hatte. Nun, daran ist heute nichts mehr ru ändern, damit müssen wir uns abfinden.
| Er bricht ab und kritzelt auf seinem Löschblatt. P t langen Strichen entsteht da irgendeine Kon- puktionsidee. Nissen schaut hinüber. Em Hmter- p ff von oben gesehen. Ein langgestreckter Ruder- 1'tDen, der an feinem Ende das Steuer tragt, pchts und links davor zwei übereinandergreisenoe p iflügelige Propeller auf langen Schraubenwe - In, .hie auf dem einen Ende dicht vor den iPropel- Iftn durch Schraubenstöcke vom Ruderstnien aus :e «alten werden, mit dem anderen Ende ourcy Düllenhosen und Wellenrohre in den Schrauben- tonel und zum Schiffsrumpf hinragen.
zu sein, wie Vater vorhin sagte. Schon um in der Generalversammlung mit der Faust auf den Tisch schlagen zu können. Schon um nicht nach der Pfeife andarer tanzen zu müssen.
Aber Linds wegen? 1
Du lieber Gott!
Was soll dem Mann daran liegen, die Dominiks zur Strecke 3u bringen. Leute, die ihm nie etwas getan haben? Vater sieht Gespenster. Wenn Lind Den .Dominiks schaden will, muß er den Werken schaden. Und daran hätte er als Hauptaktionär selbst den größten Nachteil.
Außerdem?
Außerdem ist es Brigittes Vater! Ist das nicht Garantie genug?
Nissen arbeitet in den nächsten Wochen und Monaten an der „Einheitsmaschine" für U-Kreuzer. So nennen er und der Vater kurz das großartige System von Motoren, Apparaten, Geräten und Einrichtungen, dessen Anordnung die tonnenschweren Akkumulatoren für die Unterwasserfahrt überflüssig machen wird.
Strich für Strich fügt er an die geniale Arbeit des Vaters neue Skizzen, Studien, Zeichnungen, Konstruktionen, ^Berechnungen und verbessert und ergänzt so das damals 1918 so jäh abgebrochene Werk.
Zu keinem Menschen spricht er davon. Kein Mensch bekommt je auch nur ein Blatt Papier davon zu sehen. Wenn er arbeitet, schließt er sich ein. Wenn er die Arbeit niederlegt, um auch nur fünf . Minuten andere Pflichten zu erfüllen, schließt er sie in den großen Stahltresor des Direktipns- zimmers.
Und je mehr und je länger die Erfindung ihn in ihren Bann zieht, desto mehr und tiefer erkennt er ihren unvergleichlichen Wert.
Die Neuerungen, die sie bringt, sind von so gewaltiger Bedeutung, daß sie kaum abzusehen sind.
Schon die Gewichtsersparnis, die die Ausschaltung der Akkumulatoren und Elektromotoren mit sich bringt, steigert die Leistungsfähigkeit der U- Waffe. Wieviel Torpedos, Geschütze, Maschinengewehre, Munition, Vorräte und Menschen — auch Menschen — machen das Gewicht der ersparten
Der Nutzen eines guten ausgebildeten Fach- arbeitertums, das sich in allen Zweigen der deutschen Wirtschaft in bester Weise bewährt hat, soll für die Zukunft auch in der deutschen Waldwirtschaft immer stärker zur Geltung gebracht werden. Zu diesem Zweck hat der Reichsforstmeister eine Verordnung über den Ausbau eines Waldfacharbeiterstandes durch fachliche Schulung in Ausbildungslagern erlassen. Gegenwärtig bestehen 28 solcher Lager im Reich: eines dieser Lager befindet sich in Schotten in dem Gebäude der früheren Försterschule. Wir haben uns mit dem derzeitigen vertretungsweisen Leiter des Forstamtes Schotten und des Ausbildungslagers, Forstmeister Dr. Künanz, Leiter des Forstamts Konradsdors bei Stockheim, über die Schulungsarbeit in dem Ausbildungslager unterhalten.
In Hessen ist bereits seit 1929 eifrig an der fachlichen Ausbildung der Waldarbeiter gearbeitet worden. Seit 1938 wunde diese Ausbildung planmäßig durchgeführt. Damit war hier gewissermaßen schon der Boden vorbereitet, auf dem jetzt in guter Weise weiter aufgebaut werden kann, da die neue Verordnung in unserer engeren Heimat in der Praxis bereits bewährte Grundlagen vorfanb. Zu dem Arbeitsbereich des Waldfacharbeiter-Schulungslagers Schotten gehören das- Land Hessen und die Provinz Hessen-Nassau. Die Leitung hat, wie oben erwähnt, in Vertretung Forstmeister Dr. Künanz, als hauptamtlicher Lehrer wirkt Revierförster Metz (Schotten), der auch das Lager betreut, ferner find Revierförster und bewährte Haumeister des Forstamtes Schotten bei der Ausbildung mit tätig.
Das Ausbildungslager für deutsche Waldarbeit wurde geschaffen, um den Waldarbeiter aus der Lage eines Gelegenheitsarbeiters herauszuheben und ihn in den Stand eines Waldf a charbeiters zu versetzen. Alle Männer, gleich welchen Alters, die diese Ausbildungslager erfolgreich durchlaufen haben, find als Waldfacharbeiter anzusehen. Für die Ausbildung hat das Reich^sforstamt bestimmte Vorschriften erlassen. U.a. sind für den Besuch des Lagers erforderlich ein amtsärztliches Zeugnis über den Gesundheitszustand und die Annahme als Waldarbeiterlehrling. Die Lehrlingszeit wird bei einem Forstamt unter der unmittelbaren Aufsicht eines älteren Waldarbeiters verbracht, der selbst im Ausbildungslager einen Lehrmeister-Lehrgang mit Erfolg durchgemacht hat. Während der Lehrlingszeit finden die Lehrgänge im Schulungslager statt. Den Abschluß bildet ein Prüfungslehrgang, bei dessen erfolgreichem Abschluß der junge Mensch zum Waldfacharbeitergehilfen aufrückt. Dann folgt die Gehilfenzeit, die wiederum bei einem Forftamt zu verbringen ift Hieran schließt sich ein heuer Lehrgang mit abschließender Prüfung, durch deren Bestehen der Gehilfe zum Waldfacharbeiter wird. Das Ausbildungslager bezweckt aber nicht nur die Heranbildung des jungen Nachwuchses und die Schaffung eines künftigen Waldfacharbeiterstandes, sondern auch die entsprechende Schulung der bisherigen Waldarbeiter mit der gleichen Zielsetzung, ohne Rücksicht auf das Alter der Lagerteilnehmer, damit im Laufe der Zeit alle ständigen Waldarbeiter das neuzeitliche Wissen und die Fertigkeiten mit den modernen Geräten der Forstwirtschaft erhalten.
Die zu Lehrmeistern der Lehrlinge bestimmten Waldarbeiter werden nochmals in besonderen Lehrmeisterkursen geschult. Daneben finden noch Soyderkurse über bestimmte Arbeitsgebiete der modernen Forstwirtschaft statt, z. B. Motorsäge-Kurse, in letzter Zeit auch Lehrgänge über die Gerbrindengewinnung an Fichten und Eichen. Die technische Schulung erstrecktt.sich in erster Linie auf den Gebrauch und die Instandsetzung und Instandhaltung von Säge und Axt, der beiden wichtigsten Werkzeuge im Walde. Besonderes Gewicht wird dabei auf die Ausbildung in der Handhabung und Instandsetzung der Säge gelegt. Es ist nämlich durchaus nicht einerlei, welche Art von Säge bei der Arbeit im Walde verwandt wird. An Hand einer großen Zahl von Sagen wurde uns überzeugend bargelegt, daß nur eine ganz bestimmte technische Art (nicht zu verwechseln
schien der Zensurbehörde des von Bourbonen beherrschten Neapel angesichts der Erinnerung an das Attentat Orsinis auf Napoleon III. äußerst bedenklich (1858). Sie verlangte deshalb einschneidende Veränderungen des Textbuches, denen Verdi auf keinen Fall zustimmen konnte, sodaß er die Oper zurückzog. Die Stellungnahme der Italiener für Verdi wuchs sich immer mehr zu einer politischen Aktion aus. Es gelang ihm, mit der Partitur Neapel zu verlassen. In Rom unternahm es der Impresario Jaccovacci, das Werk am Apollo-Theater aufzuführen. Aber auch hier forderte man für die Oper die Umwandlung der Gestalt des Könias in einen Gouverneur von Boston und verlegte somit den Schauplatz der Handlung von Europa fort. Der Erfolg der Oper (17. 2.1859) war durchschlagend, Verdi war wieder der verehrte Liebling der Italiener.
Das Textbuch, dessen grundlegende Handlung schon einmal den Stoff für eine Oper von Ändert abgegeben hatte, richtete der römische Advokat Antonio S o m m a in engster Fühlungnahme mit Verdi ein. Wir wissen aus dem vorliegenden Briefwechsel, daß Verdi verschiedentlich entscheidend bet der Durcharbeitung und Ausgestaltung eingegriffen hat. Eine klare, auch-dem Hörer fofhrt übersichtliche und in ihren inneren Triebkräften verständliche Handlung gibt mit ihren mannigfaltigen Kontrasten des Milieus und auch in der Entwicklung der Charaktere dem Musiker reichste Anregung. Entzündete sich in den früheren Werken Verdis Musik unmittelbar an der Szene^ so gewinnt sie jetzt bei der Entwicklung der Charaktere engsten Einfluß und prägt die einzelnen Individualitäten mit plastischer Zeichnungskraft ab. Seinö Melodik hat sich unendlich vertieft und weist mit ihrer dramatischen Gebundenheit in die Zukunft zur „Aida" und zum „Othello". Der Anteil der Instrumente wächst über die lose Begleitung hinaus durch selbständige thematische Führung und wird bestimmend für die dramatischen Momente. So strebt diese Oper einer Vertiefung der bedingenden Opernfaktoren zu in voller Beherrschung und Bewußtheit ihrer Einsatzfähigkeit. Das kommt besonders auch den Ensemblesätzen zugute, die in ihrer Einzelauszeichnung der Charaktere das Vorausgegangene in Verdis Werken übertreffen und namentlich durch eine kontrapunk- tifche Verankerung des Satzes zu innerer Plastik sich erheben, stets aber dabei den musikalischen Gesamteindruck mit der Wirkung des Schönen und Eingängigen verbinden.
Das ließ die Aufführung in Unmittelbarkeit überzeugend hervortreten, sowohl in der Durchgestaltuna der szenischen Anschaulichkeit der Handlung wie auch aus den musikalischen Grundlagen heraus. Der Spielleiter Hans Albert S ch e w e bildete das Gegeneinander der verschiedenen Gruppen selbst im stummen Spiel ab im Gebärdenhaften und in der szenischen Anordnung; er lenkte jeweils den Blickpunkt auf die im Zentrum des Geschehens stehenden Personen: dabei jeden einzelnen organisch eingliedernd nach den Erfordernissen der Gegebenheiten
Versprich mir das."
Nissen gibt seinem Vater die Hand und verspricht. Natürlich muß man sehen, daß man die Aktien fliegt Schon um wieder Herr im eigenen Hause
**7 0 Jahre alt. Der Rangiermeister a. D. j onrab Schomber, wohnhaft Schottstraße 15, wri) morgen 70 Jahre alt. Der Jubilar, der körper- !ch und geistig noch sehr rüstig ist, hilft heute noch liglid) seinem Sohn in der Schuhmacherei. Wir be- 5nckwünschen ihn herzlich zu seinem Geburtstage.
en*ffJS ** Im Sommer heizen? — Ja, den g luftschutzraum! Auch wenn es draußen schon 1 parm ist und man leichtgekleidet herumlaufen linn, ist es im Keller noch reichlich kalt. Um Ge- ndheitsschädigungen zu vermeiden, muß man sich ir den Aufenthalt im Luftschutzraum weiterhin arm anziehen. Unter Umständen kann es sogar otwenbig werben, auch jetzt noch ben Luftschutzraum


