Abendsonne brandet mächtig durch dunkle, sich für-
Aus der Stadt Gießen
Die ©ommerreife.
als einmal im
Gießener Verkehrspolitik mit dem Obus
alte, 5 kg 47, neue, % kg 20, gelbe Rüben, bi
Lauch 24, Sellerie 21, Blumenkohl, das Stück 1
Rettich
Es ist in Ordnung, meine Herren! Ich bin
mit
MarktAtsafie 29/30 - 2/U.
Das Tagen
o
Giek-en-Klein-Linden.
hiesige Schwimmbad wurde in den lei einer gründlichen Reinigung unterza
sicht drückt eine maßlose Anstrengung aus. Nachdem ihm das Wort erteilt ist, erklärt er, daß es ihm nicht gelungen sei, mit seiner Regierung die Verbindung aufzunehmen, daß er sich aber dennoch entschlossen habe, die Unterschrift unter das Der- tragswerk zu leisten. Es könne ein weiteres Blutvergießen nicht mehr verantwortet werden.
Nun dauert alles nur noch wenige Minuten. Auf
lockenden Höhen eines --------- ..............
dem immerwährenden Spiel der Wogen am Meeres- strand zuzusehen? Wie herrlich wandert es sich durch romantische Täler, wie reizvoll ist eine Fahrt im Paddelboot über die blitzende Wasserfläche der Flüsse, wie prächtig sitzt es sich im vorwärtsjagenden Ferienzug, der fauchend über die stählernen Schienen donnert. Das Wort Sommerferien ist wie ein
Sommerzeit.
Während auf dem nächsten Flugplatz schon der Apparat einfliegt, der die Franzosen nach Italien bringen soll, fahren die Teilnehmer und Zeugen des großen Tages nach Paris in ihre Quartiere.
Verdunkelungszeit
21. Juni von 21.48 bis 4.58 Uhr.
22. Juni von 21.48 bis 4.59 Uhr.
„Dies ist vorerst die einzige, ruhige Eckc> Haufe!" lachte Jverfen, der es sich in einer Kall^ im oberen Stockwerk bei Likör und Zigarrerc ’ quem gemacht hätte.
Droste nickte. „Es scheint mir eine Art 'j Wäsche- oder Bügelkammer zu sein", sagte er. j kann mir nicht denken, daß sich einer der exotP Millionäre Celinas hierher verirren wird!"
„Und verhungern wird uns Ada auch lassen!" lachte der Däne. Jversen hüllte sich M Rauch seiner Zigarre. „Jetzt.wird Manuela irt Buenos beim Souper sitzen, — und dieser w Viehzüchter wird ihr Gesellschaft leisten!"
„Sahst dich wohl schon als Schwiegersohn' großen Calvo durch die Zuckerplantagen vorn J cumän reiten?" ' J
Aber der Däne wehrte ab. „Ich habe von 21rM an gewußt, daß dies alles nur ein Abenteue« werde!" sagte er. „Und als dieser Castillo * tauchte ..."
„Perez Castillo? Kennst du ihn denn?" M eine helle Stimme, und Ada trat zu den Männern, ein Tablett mit zahlreichen Lecken' auf den Tisch stellend. „Ein gewisser Don Castillo ist heute bei uns eingeladen. Ich hak" i Namen selbst gelesen, als ich die Einladungsk^ zur Post brachte ..." t
Jversen schaute auf. „Perez Castillo? Ob b® Ende der gleiche ist, den ich kenne?"
(Fortsetzung folgt)
Ihren Vorschlägen einverstanden. Sie spielen heute abend von zehn Uhr ab auf meinem Gartenfest. Ick; erwarte, daß Sie meine Gäste zufriedenstellen!"
„Darüber ist kein Wort zu verlieren, Madame!"
„Bis heute abend also!"
Es waren die Musiker einer ungarischen Kapelle, die die Bewohnerin der Villa Martooani aus Buenos hatte kommen lassen.
Im Hintergrund des Zimmers, in dem die Schauspielerin Marina Hallström soeben die vier ungarischen Geiger empfangen hatte, ertönte ein Lachen. Celina fuhr herum. Sogleich erhellte sich ihr Ge- sicht.
,Heinz Droste? Du? Hat Ada es wirklich fertig gebracht, dich herzulocken?"
„Das Fräulein Ada allein hätte mich nicht bewogen, — und das Reisegeld, das du mir anbieten zu Müssen glaubtest, erst recht nicht! Aber da die kleine Ada mir einen meiner besten Freunde aus den Gruben am Cerro mitbrachte, so bekam die ganze Sache eirt anderes Gesicht — und hier bin ich!"
Celina rief: „Die Hauptsache ist, daß du gekommen bist! Wie gefällt es dir hier? Ist es nicht ein entzückendes kleines Nest, das ich mir gebaut habe?"
ganze Zeit heimlich gewartet habe ... Denn daß Marianne etwas auf dem Herzen gehabt habe, — das behauptete die erfcchrene Frau genau zu wissen.
„Du bist so schweigsam geworden? An was denkst du?" hörte er Celina^ leise Stimme.
Heinz antwortete nicht. Sein Gefühl lehnte sich auf gegen die Sphinx an seiner Seite, gegen den Luxus, der ihn verwirrend umgab und der ihm verdächtig vorkam. Er hörte Celinas schmeichelnde Stimme ...
Dann war plötzlich Lärm, die Tür flog auf. Ada stürmte herein. „Gnädige Frau!" schrie sie gellend. „Er ist wieder da! Ich habe ihn gesehen! Drüben bei dem Becken mit den Wasserrosen ist er entlang geschlichen! Als er mich sah, drückte er sich in den Nachbavgarten hinüber. Aber ich habe ihn sofort erkannt. Er ist es gewesen!"
Celine war herumgefahren. Droste sah, daß auch sie blaß geworden war. ,
„Um wen handelt es sich denn?" fragte Droste.
„Ach", sagte Celine. Ein lästiger Mensch, dem ich einmal die Tür wies. Du wirst mich vor ihm beschützen, nicht wahr, Heinz?"
Es waren die elegantesten Automobile, die sich am Abend in langer Reihe vor das Portal der Villa Mantooyni schoben.
Auf der Straße aber patrouillierten unauffällig zwei schlicht gekleidete Gestalten. Privatdetektive, in aller Eile von Frau Marina Hallström in Dienst genommen. Sie hatten Befehl, jedermann, der sich, in verdächtiger Weise dem Hause zu nähern oder gar einzudringen versuchen sollte, sofort zu stellen.
Aber vorerst schien niemand geneigt, die glanzvolle Auffahrt zu stören. Nur wenige Neugierige blieben stehen.
Everett Swann aber sah alles von seinem nächtlichen Versteck aus; oft glaubte er schon entdeckt zu sein, wenn die Lichtkegel der Autos grell durch die Zweige des niedrigen Baumes leuchteten. In ohnmächtigem Haß funkelten feine Augen. Wilde Verwünschungen brachen aus ihm hervor, als einmal Celinas Gestalt in der Tür sichtbar wurde. Dann war sie wieder verschwunden, die schöne „Marina", die an ihrem Halse, an Ohren, Armen, Fingern die mit Everett Swanns gestohlenen Pesos bezahlten Brillanten trug. Dann kam der Augenblick, der Swann um ein Haar einen Schrei von lieber-
bis 80, Salat 8 bis 12, Oberkohlrabi 10 bis 10 bis 12, Radieschen, das Bund 7 bi;
und kleinere Schäden vom vergangenen Win behoben. Am Mittwoch und Donnerstag wurdet Bad mit frischem Wasser gefüllt, und am heu.lic Samstagnachmittag wird es wieder eröffnet a> den. Die Hitler-Jugend des Bannes 116 wird i kommenden Sonntagoormittag ihre diesjcihrii Schwimmwettkämpfe in dem neuzeitlichen Schwirn bad abhalten.
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Keine Kartoffelkeime in den EHW. Eimer.
In diesem Monat keimen die in den Kellern gi lagerten Kartoffeln sehr stark. Diese Keime (in giftig und daher zur Schweinefütterung nicht zu oa wenden. An alle Hausfrauen ergeht die dringen! Bitte, die Keime in den Mülleimer zu werfen obi sonstwie zu vernichten. Auf keinen Fall aber dürfe diese Keime in den Sammeleimer des Ernährung! Hilfswerkes wandern. Dieser kleinen Mühe werd« sich unsere Hausfrauen gern unterziehen, damit fei Schaden in der Schweinemast des EHW. entsteht
\ Gießener Wochenmarktpreife.
ießen, 21. Juni. Auf dem heutigen Woihq rnarnXkosteten: Markenbutter, VA kg 1,80 M Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoifeli
Weiterführung des Obus-Betriebes bis hinaus M Biebertal mit Freude begrüßt werden. Die vielfach und engen wirtschaftlichen und Verkehrsbeziehungir dieser Orte zu unserem Gemeinwesen sind bekam viele Bewohner von Gießen sind in Betrieben br draußen tätig, umgekehrt gehen viele Volksgench jener Orte in unserer Stadt ihrer Arbeit nac Dazu kommt noch der rege Ausflugs- und fonftidl Verkehr in diesem Teile unseres Wirtschafts- M Verkehrsbezirks, der ebenfalls eine moderne M kehrserfchließung notwendig erscheinen läßt. U hier für die Richtung Heuchelheim und Biebern gesagt ist, gilt in gleicher Weise für unsere Nachts orte Krofdorf-Gleiberg und Launsbach, ja sogar ff Wißmar. Auch dort würde es sicherlich dankbar H grüßt werden, wenn der Gießener Obus eine fläJI dige gute Verkehrsverbindung zwischen Stadt dl Land bieten würde. Nach der änderen Richtd wäre auch daran zu denken, den Schiffenberg d[ den vielbesuchten Nachbarort Annerod, von weif letzterem ebenfalls zahlreiche Volksgenossen in M ßen arbeiten, durch den Obus-Betrieb in engere M bindung mit unserer Stadt zu bringen und ad Verkehrsteilnehmern den Arbeitsweg bzw. den M flug leichter und angenehmer zu machen.
Es sind, wie schon aus diesen kurzen Hinweis hervorgeht, weitreichende Aufgaben, die hier m Gießener Verkehrspolitik der nächsten Jahre d wachsen werden. Diese Aufgaben sind nicht nur d ihrer felbst willen lockend und lohnend, sondern U bergen auch erhebliche wirtschaftliche Vorteile W alle Beteiligten in sich. Die schaffensfrohe TaltrM unseres Oberbürgermeisters R i t t e r hat sich in bijl Jahren seiner Gießener Amtsführung schon in viÄ fältiger Hinsicht zum Nutzen unserer Stadt ausH wirkt. Wir können daher auch sicher sein, daß seine starke Initiative und seine unermüdliche M reitwilligkeit zum Aufbau für unsere Stadt unb wirtschaftliches Hinterland, wie auch für die in W tracht kommenden Orte selbst gern in den Dienst hfl Erfüllung dieser großen kommunalen EntwiÄuiü stellen wird. B.
Zugegeben: es hat einen prickelnden Reiz, von der Sommerreise zu träumen. Gibt es etwas Schöneres, Jahre gründlich auszuspannen, die eines Gebirges zu erklimmen oder "'ziel ber2ßi
des Tobias", in der Operette „Lenchen" in „Leichte Kavallerie", weitere Operettenrollen waren „Franziska" in „Fanny Elßler", ,Zrrna" in „Meine Schwester und ich", „Mi" in „Land des Lächelns". Sie verabschiedet sich nun als „Sabina" in dem lustigen Ehespiel „Bagatellen". Für die neue Spielzeit wurde sie als Naive und Tanzsoubrette an das Staatstheater Karlsruhe verpflichtet.
(Sine gemeine Tat.
In den letzten Tagen hat die Stadtverwaltung den Platz am Selterstor in schöner Weife mit einem großen Blumenbeet und mit der Einsaat von Grassamen in die Beetfläche neu Herrichten lassen. Wir haben unsere Leser gestern von dieser erfreulichen Verschönerung des Stadtbildes an dieser Stelle unterrichtet. Kaum aber hat diese begrüßenswerte gärtnerische Anlage die Straßenpassanten erfreut, und schon haben sich wieder Flegel an diesem schätzenswerten Werk für die'Gerneinschqft in frevelhafter Weise vergriffen. Im Laufe der letzten Nacht haben diese üblen Burschen von der Veranda des benachbarten Cafö Hettler Gartenstühle heruntergeholt und eine große Anzahl davon weit in die Blumen- und Blattpflanzenanlage hineingeschleudert. Daß dadurch der Blumenschmuck und die Blattpflanze beschädigt, außerdem die Raseneinsaat durch Herumlaufen auf der Einsaatfläche (die Fußspuren waren heute« früh noch deutlich zu sehen) teilweise zerstört wurde, liegt auf der Hand. Ein solches gemeines Verhalten gegenüber einer Arbeit im Dienste Mr Volksgemeinschaft kann nicht scharf genug verurteilt und ge- brandmarkt werden. Die Kriminalpolizei hat die Nachforschung nach den Rowdies heute früh sofort ausgenommen, und man kann nur hoffen und wünschen, daß es ihr gelingen möge, die Flegel zu ermitteln, damit sie ihre wohlverdiente scharfe Bestrafung erhalten.
Seit einigen Tagen ist der Obus-Betrieb in Gießen auf zwei Linien im Gange. Mit diesem modernen Verkehrsmittel hat unsere elektrische Straßenbahn eine ausgezeichnete Nachfolge erhalten. Die großen und schönen Wagen des Obus-Betriebes machen das Fahren zu einer Annehmlichkeit, die weit über die Bequemlichkeit in den früheren Straßenbahnwagen hinausreicht. Aber nicht nur für die Fahrgäste^ find die neuen Wagen angenehmer, sondern auch für den Straßenverkehr selbst bedeuten sie einen erheblichen Gewinn. Sie bieten nämlich den Vorteil, daß sie direkt an den Rand des Bürgersteigs heranfahren und damit den Fahrgästen die Möglichkeit zum Einsteigen ohne vorheriges Betreten oder Ueberschreiten der Fahrbahn bieten; sie können entgegenkommenden Fahrzeugen ausweichen oder vor ihnen fahrende überholen, womit eine größere Flüssigkeit im Fährverkehr, gegeben ist; und nicht zuletzt bedeutet die erhebliche Minderung des Fahrgeräusches gegenüber der früheren Straßenbahn einen Gewinn für unsere ohnehin schon genug in Anspruch genommenen Nerven. Es sind also, wie man schon bei dieser kurzen Betrachtung einiger Hauptmerkmale des neuen Verkehrsmittels sieht, recht bedeutsame Gewinne, die unsere Volksgemeinschaft in Gießen aus dieser Erneuerung und Verbesserung unserer städtischen Verkehrsmittel verzeichnen kann.
Der Obus kann aber auch als ein gutes Mittel angesehen werden, das über die Erfüllung des täglichen Verkehrsdienstes hinaus für weitreichendere kommunale Verkehrspläne eingesetzt werden kann. Wir denken dabei nicht nur an die engere Verkehrsverbindung zwischen der Innenstadt und unseren beiden Vororten Klein-Linden und Wieseck, von denen der erstgenannte Vorort ja in absehbarer Zeit eine Obus-Linie erhält, während der letztgenannte Ort einstweilen noch die Straßenbahn hat und späterhin auch mit Obus-Betrieb versehen werden kann. Unsere Gedanken bei dieser Betrachtung des Obus- Betriebs sind vielmehr auch darauf gerichtet, neue, bisher noch brachliegende bzw. verkehrstechnisch nur völlig unzulänglich bediente Verkehrsgebiete durch
„Du bist eine Lebenskünstlerin, Celina!" nickte Droste. „Und wer waren die seltsamen Gesellen, die du soeben verabschiedetest?"
„Du wirst sie heute abend auf meinem Gartenfest als ungarische Zigeuner wiedersehen!" lachte Celina. „Es sind die besten Geiger, die in Buenos auszu- treiben waren!"
„Wieviel Geld hast du eigentlich, Celina?" fragte ^Droste kopfschüttelnd. ,Zch werde nicht klug aus dir! Uebrigens finde ich mich höchst überflüssig bei deinem Fest! Du wirst mich entschuldigen.
Celina legte beide Arme auf die Schultern Drostes. „Du!" flüsterte sie zärtlich, „muh ich es dir noch sagen, daß du mir der wichtigste Gast meines ganzen Festes bist?" Dann suchten ihre Lippen Drostes Mund. Eine heiße Zärtlichkeit ging von ihr aus. Heinz legte einen Arm um ihren Körper. Ader schon machte er sich wieder aus der Umarmung frei. Beinahe wie ein Fremder stand er vor der schönen Frau. „Man hört schlimme Dinge von deinem Freunde Swann!" sagte er. „Weißt du davon?"
„Immer wieder fängst du von diesen alten Geschichten an, Liebling!" klagte sie. „Ich verstehe dich nicht! Sagte ich dir nicht ausdrücklich, daß mich Everett Swann nichts angeht?"
„Celina!" Droste' nahm Celinas Gesicht zwischen seine Hände. Er sah ihr lange in die Augen. „Sprichst du die Wahrheit? Hat Everett Swann dir nicht auch in letzter Zeit noch nahegestanden? Als Du schon in der Avenida Alvear wohntest?"
Celina errötete. „Das hast Du von Ada und von sonst niemanden!" rief sie zornig. „Das dumme Frauenzimmer! Sie soll nicht von Dingen reden. Die sie nicht versteht. Willst Du törichtem Dienstbotengeschwätz mehr glauben als mir? Ich sage Dir — niemals hat Everett Swann mir ehpas bedeutet? Ich sah ihy nicht mehr seit dem Fest bei Ricardo Calvo!"
Droste trat von ihr weg. „Genug davon!" sagte er. Was lag daran, ob diese Frau die Wahrheit sprach ober log? Nie würde Celina eine Rolle in seinem Leben spielen!
Frau Guckonhan hatte ihm erzählt, wie traurig Marianne die letzten Tage her gewesen war. Und mit forschenden Augen den jungen Deutschen anblickend, hatte Die Frau zuletzt gefragt, ob er vielleicht derjenige wäre, auf den ,chas Fräulein" die
Schüsse in Tucumon.
Roman von Heinrich Lang.
22. Fortsetzung.
Den Herren von der Geheimpolizei blieb nichts übrig, als wieder abzurücken. Als sie in ihrem Wagen saßen, berieten sie, was zu tun sei. „Ich zweifle nicht daran, daß die Leute, die Den Deutschen besucht haben, eben jene Celina Novello unD ihr Everett Swann waren", sagte er eine.
Der andere nickte. „Möglich!" Das Beste wird sein, wenn wir doch wieder auf die Aussagen des Gärtners in der Avenida Alvear zurückgreifen. Man müßte diese Schauspielerin Hallström einmal selbst vernehmen. Sie muß es doch schließlich am besten wissen, was für eine Bewandtnis es mit dem Burschen hat, der ihr Haus umlagert."
„Fahren wir nach der Avenida Alvear!"
11.
Zauber schlüssel, der das Tor öffnet zu einem märchenhaften Land, in dem Lebensfreude und Sommerlust alle Griesgrämigkeit verbannt haben. Man erblickt dieses Land längst, ehe der Tag der Reife gekommen ist, ja, man kostet den Genuß vorher schon weit ausgiebiger, als er sich in der Erfüllung kosten läßt. Die Vorfreude erweist sich auch hier als die glückliche Gehilfin Der Phantasie, die ungehindert die wunderbarsten Gefilde erschließt.
, Ist aber die gegenwärtige Zeit geeignet für eine Sommerreise? Soll man fahren, wenn es dringlichere Ausgaben für die Reichsbahn gibt? In den Büros wird dieses Thema ebenso ausführlich erörtert wie in den Werkstätten, Frau Müller bespricht es auf der Haustreppe mit Frau Meier. Zweifellos ist jedem ein Ausspann zu gönnen, wenn er Tag für Tag in dieser Zeit seine Pflicht recht- • schaffen erfüllt. Ja, es ist sogar erwünscht, daß er seinen Urlaub nach Möglichkeit nimmt, damit er frischgestählt an seine Aufgaben Herangehen kann. Aber muß es eine Sommerreise sein, wie sie in Friedenszeiten üblich war? Hat es Sinn, sich an eine Vorstellung zu klammern, deren Verwirklichung mindestens mit Schwierigkeiten verknüpft ist?
Und dennoch: es läßt sich auch jetzt der schönste Plan einer Sommererholung durchführen. Bietet nicht die Heimat die lockendsten Ziele für Wanderfahrten und Ferienaufenthalte? Warum unbedingt in Die Ferne schweifen, wenn das Gute tatsächlich so nahe liegt? Es gibt in der engeren Heimat viele verträumte Winkel und idyllische Fleckchen, die zu entdecken sind und an denen man sich immer wieder erfreuen kann. Wieviel Beglückung vermag ein Spaziergang durch den morgenstillen Wald der Heimat zu geben, wieviel Glück bringt der Aufenthalt in der ländlichen Einsamkeit unserer Landschaft. Wer einmal bewußt seinen Urlaub an schönen Stätten der Heimat verbracht hat, der wird auch dann die Heimat nicht vergessen, wenn es ihm wieder möglich tft. die fernsten Punkte zum Ziele seiner Sornmer- reise zu machen. H. W. Sch.
Vornotizen.
Tageskalender für Samstag.
Stadttheater: 19.30 bis 21.30 Uhr: „Bagatellen". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Weg ins Freie". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das fündige Dorf".
Tageskatender für Sonntag.
Universitäts - Sportplatz: Bezirksmeisterschasten- Leichtahltetik. 9 Uhr: Vorkämpfe, 15 Uhr: End-
Wunsch des Generalobersten Keitel erheben sich alle zum Andenken an die Gefallenen von Den Sitzen. Alle, Die an Dem Vertragswert mitwirkten, stehen auf und lauschen Den Worten des deutschen Generals, Der Freund und Feind in seine Achtung^ — o—M— —o— v . ..
einbezieht und gedenkt, daß den Toten nunmehr Gegen Paris zu klart sich das Wetter auf, die
Die Ruhe unD der Dank der Nation gehöre. Abendsonne brandet mächtig durch dunkle, sich far-
Nach der Ansprache geht der General Huntziger bende Wolken. Ein Regenbogen steht über Der
mif den Generalobersten zu und bittet ihn um Erde.
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Ä te \N rtj ? K? fc«! V Meine & kNals-. h>u >d< h i "We Robi ™ ?et R i' tot
eine kurze Aussprache unter vier Augen. Sie wird ihm gewährt. Alle anderen Anwesenden verlassen den Wagen, die beiden Führer der Delegationen bleiben allein.
Nach wenigen Minuten begibt sich der Generaloberst auf seinen Feldstand, läßt sich mit dem Hauptquartier verbinden unD meldet Dem Führer, daß alles vollendet sei, um 18.50 Uhr deutscher
Bund 20 bis 25, Spinat, kg 10 bis 12, Röniiss kohl 14, Spargel 70 bis 80, Mischgemüse 12, Ii maten 50, Rhabarber 12 Rpf., Erdbeeren 1,20 M
lichkeit i— auch in zahlreichen Aufsätzen im „Gießener Anzeiger" — immer wieder Gedanken und Wünsche geäußert worden, die von der Verkehrspolitik der Stadt Gießen Erfüllung erhofften. Bisher find diese alten Erwartungen leider noch nicht verwirklicht worden, da in früheren Jahren vor allem die finanziellen Möglichkeiten dazu fehlten und auch wichtige verkehrstechnische Vorbedingungen noch nicht gegeben waren. Nunmehr sind aber dank der weitschauenden kommunalen Planung und der außerordentlich fruchtbaren Finanzverwaltung unseres Oberbürgermeisters Ritter, Dem unsere Stadt den Obus-Betdeb in erster und ausschlaggebender Linie zu verdanken hat, bedeutend bessere Positionen als früher für Die Erfüllung langjähriger Verkehrswünsche in unD um Gießen geschaffen roorDen, so Daß man sich jetzt mit größerer Aussicht auf einen befriedigenden Erfolg diesen Dingen zuwenden kann.
Vor allem tritt hierbei wieder der Stadtteil jenseits der Lahn, unser sog. Sachsenhausen, in den Vordergrund. Dort befinden sich nicht nur zahlreiche dicht besiedelte Wohnstraßen, sondern auch wichtige wirtschaftliche Betriebe, die ein modernes und leistungsfähiges Verkehrsmittel für ihre weitere Entwicklung zur zwingenden Notwendigkeit machen. Man denke nur an unseren Gießener Schlachthof und an Den Mittelmarkt. Dabei ist u. a. Darauf hinzuweisen, daß 42 Landorte des Kreises Gießen und des Nachbarkreises Wetzlar an die Marktbindung der Metzgereien an den Gießener Markt angeschlossen sind und infolgedessen in jeder Woche eine sehr große Anzahl von Metzgern usw. vom Bahnhof aus Den Weg zum Markt antreten, um dort ihre geschäftlichen Obliegenheiten zu erledigen. Alle diese Volksgenossen würden es ebenso wie die Bewohner der Straßen jenseits Der Lahn sehr begrüßen, wenn ihnen durch den Obus ein günstiges Verkehrsmittel zur Benutzung an Die Hand gegeben würde. Wir glauben zuverlässig zu wissen, daß Die Leitung unserer Stadt einer Derartigen Erweiterung Des Verkehrsnetzes nicht nur verständnisvoll, sondern auch zur helfenden Tat entschlossen gegenüber» stehen wird. Jenseits unserer westlichen Stadtgrenze würde aber auch in Heuchelheim, auf dem Windhof,
Trockenheit im AasenrachenM die häufig mit Kopfschmerzen und ähnlichen 3i schwerden verbunden ist und die besonders bei IM Een Rauchern auftritt, läßt sich ausgezeichnet M flussen durch Klosterfrau-Schnupfpulver. Hergr!!el aus wirksamen Heilkräutern von der gleichen Mim die den bekannt guten Klosterfrau-Melissengeiß d zeugt. . 4
Verlangen Sie Klosterfrau-Schnupfpulver in N nächsten Apotheke oder Drogerie in Original^ zu 50 Psg. (Inhalt 4 Gramm), monatelang um reichend, da kleinste Mengen genügen.
raschung und Wut ausstoßen ließ. Zwei-junge M ner näherten sich der Villa. Sie kamen zu 51 und nur Der eine trug einen Smoking — unltj sie in Den Lichtkreis Des Portals traten, erteni Swann Heinz Droste unD Kaj Jversen.
wußte nicht, ob er wache oder träume, als er Jt] Untergebenen von gestern mit Der größten O-eLI Verständlichkeit 't)ie Villa Marina Hallströms A treten sah. J
Endlich schien der letzte Gast eingetroffen zu I« Leise ließ s?ch Swann zur Erde herunter, roM die noch immer patrouillierenden Detektive in eine Entfernung waren. Es war Der Augenblick, in hinter den hellerleuchteten Fenstern die (Seiger X ungarischen Zigeunerkapelle zu fingen begannen]
kämpfe. — Stadttheater: 18 bis 21 Uhr „Ein Maskenball". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Weg ins Freie". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: ,Las sündige Dorf".
Stadttheater Gießen.
Vom Dramaturgischen Büro des Stadttheaters wird uns geschrieben: Die heutige Aufführung von „Bagatellen", Lustspiel in drei Akten von Willy Grüb, ist die Abschiedsvorstellung für Anneliese Garbe. Anneliese Garbe trat 1937 dem Spielkörper des Stadttheaters als Naive bei und zählte seither zu den beliebtesten Schauspielerinnen unserer Bühne. In vielen heiteren wie in großen ernsten Rollen spielte sie sich in die Herzen der Gießener. Besonders in deren Gedächtnis wird sie bleiben durch Die Gestaltung der „Finea" in „Die kluge Närrin", Der „Franziska" in „Minna von Barnhelm", Der „Hermia" in „Sommernachtstraum" und der ,Llennchen" in „JugenD". Eine besondere Spezialität waren Volkstypen; sie beherrschte fast alle Dialektrollen. BesonDers zu nennen finD: „Meta" in „Für die Katz", „Hanne" in „Triumph!
den Obus auf den modernen Stand des Verkehrs- ......
wesens zu bringen. Seit Jahren find in der Oeffent- ja selbst in Rodheim a. d. Bieber und in Bieber eine
Mljrtn. pooollmac Mit, er sei Meten ! herein die heilen, soi ich diese! pngetlagt pj an, er P Msen, pen. Der pnisjtrafe pe wegen p@efän Erteilt, p F. <5. wnjäl(d) ji' Otlober v. p non Rec Rleit ist, R der Tii ptentaffe r v im die M p den Na TO obrot , Uchung den ft p des Ank! 'Ragte we > einer G e f Meilt Da Jw«t und befand,


