Ausgabe 
20.10.1941
 
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Montag, 20. Gttober Ml

Gietzener Anzeiger

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[11. Jahrgang llr. 249 Grtbemt täglich, außer Emntags und feiertags

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vrühlsche AsiverKLtrdnülerei 8. La»ge General-Anzeiger für Oberhessen $*ft»ie6tn^S»il!tra6efZ-9

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mt die Ausrichtung der finnischen Politik für die

Siegreich vorwärts auf der ganzen Krönt

Berlin, und Oberste

er- des

munft bestimmt.

jaßt man die Gesamtgeschichte Finnlands in imr knappen Formel zusammen, so kann man iagm, die Geschichte Finnlands ist ein ununter­brochener Kampf dieses der westlichen Kultur an- ;eshlossenen Volkes gegen den ständigen Angriffs- irutf des östlichen Nachbarn. Das gewaltige jahr- srndertelange Ringen wurde durch fünf Friedens-

hier hat der deutsche Soldat fast Uebermenschliches geleistet. Auf schlechtesten, vereisten oder verschlamm­ten Wegen, bei nasser und kalter Witterung dran­gen die Verbände aller Waffen in unbeugsamem Angriffswillen vorwärts. In anstrengenden Marsch, leistungen, ständig gegen die sich verzweifelt wehren, den Sowjets Jämpfend, legten unsere Infanterie« divisionen in wenigen Tagen bis zu 2 4 0 Kilo­meter Luftlinie von ihren Ausgangsstellun-

Feinbes find wiederum schwer.

An der Durchführung dieser Operationen waren die Armee des Generalfeldmarschalls von kluge, der Generalobersten Freiherr von Weichs und S traust sowie die Panzerarmeen der General­obersten Guderian, hoth, Höppner und des Generals der Panzertruppen Reinhardt beteiligt.

3m Kampf gegen Großbritannien bombar­dierten Kampfflugzeuge in der Rächt zum 19. Ok­tober Häfen an der englischen Südostküske. Mehrere Brände entstanden.

Einflüge des Feindes in das Reichsgebiet erfolg- ten nicht.

gebenenZahten haben sich inzwischen auf:

657 948 Gefangene,

1 241 Panzerkampfwagen und

5 396 Geschütze

erhöht. Unübersehbares Kriegsmaterial wurde beutet oder vernichtet. Die blutigen Verluste

Da« Ritterkreuz.

19. Oktober. (DNB.) Der Führer Befehlshaber der Wehrmacht verlieh

werden wir Deutsche an diesem Ereignis mit ehr­licher Freude teilnehmen können, weil wir uns be­wußt sind, daß durch Deutschland die Voraussetzun­gen geschaffen wurden, damit das freiheitliebende innifche Volk endlich auch ein wirkliches Leben der Zreiheit in der Vereinigung aller seiner Stämme ühren kann.

D o n e z schreitet die Verfolgung bes geschlage­nen Feindes erfolgreich fort, verbände der Waffen- ff nahmen im Häuser- und Strahenkampf die Hafenstadt Taganrog.

Auf der Krim wurden in der letzten Rächt sow­jetische Flugplätze bombardiert.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist die Doppelschlacht von Brjansk und Wjasma siegreich beend et.

Unter dem Oberbefehl des Generalfeldmarschalls von Bock haben Truppen des deutschen Heeres in engstem Zusammenwirken mit der Luftflotte des Generalfeldmarschalls Kesselring die sowjetische Heeresgruppe des Marschalls Timofchenko in Stärke von acht Armeen mit 67 Schützen-, 6 Kaval­lerie-, 7 Panzer-Divisionen und 6 Panzerbrigaden vernichtet. Die Säuberung des Kampfgebietes ist im wesentlichen abgeschlossen.

Die in der gestrigen Sondermeldung bekanntge-

Weber, Bataillonskommandeur in einem Infan­terieregiment; Hauptmann Rätzel, Kommandeur in einem Schützenregiment; Hauptmann Adolf Wolff, Bataillonskommandeur in einem Infan­terieregiment; Hauptmann Fondermann, Ba­taillonskommandeur in einem Schützenregiment; Leutnant Kürst en, Zugführer in einem Panzer­regiment; Unteroffizier Walter Weber, Kompa­nietruppführer in einem Infanterieregiment; Gefrei­ter Sebastian Reiser, Richtkanonier in einem Artillerieregiment.

Oberfeldwebel Hoffmann mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.

Berlin, 19. Ott. (DNB.) Der Führe r hat dem Oberfeldwebel Hoffmann, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, anläßlich seines 62. L u f t- s i e g e s das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Tele­gramm gesandt: >

In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 62. Luftsieges als 36. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Adolf Hitler."

Die Zertrümmerung der Sowjets

planmäßiger Verlauf.

auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, das Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes an: General der Jn- anterie Friedrich Koch, Kommandierender Gene­ral eines Armeekorps; Generalmajor B o h nft edt Kommandeur einer Infanteriedivision; Oberst Tho­mas, Kommandeur eines motorisierten Infanterie­regiments; Oberst horst von Wolff, Komman- eines Infanterieregiments; Major Gottfried

Berlin, 19. Okt. (DNB.) Auf der ganzen Front vom Asowschen Meer bis zum Ilmen­see ist das deutsche Heer und mit ihm die Truppen der - Verbündeten in der Woche vom 12. bis 18. 10. siegreich v o r g e d r u n g e n.

3m Südabschnitt.

Nach Beendigung der Schlacht nördlich des AsowschenMeeres wurde die Verfolgung der Sowjets längs der Küste über Mariupol hinaus fortaefefct Dabei wurden Reste des Gegners emge- holt und unter schweren blutigen Verlusten ver­nichtet. Die Sowjets versuchten mit schnell zusam­mengerafften Kräften unter Einsatz von Infanterie, Kavallerie, Panzerzügen und Fliegern den Vor­marsch durch Gegenangriffe auszuhalten. Dieser Widerstand wurde in heftigen Kämpfen durch Ver­bände des deutschen Heeres und der Waffen--- un­ter schweren blutigen Verlusten für die Bolsche­wisten gebrochen. Tausende von Gefangenen sielen in deutsche Hand, zahlreiche Panzer wurden er­beutet oder vernichtet, fünf attackierende Schwa­dronen durch MG.-Feuer aufgerieben, wahrend an anderer Stelle die deutschen Panzer m aufgesessen bereitaestellte Kavallerie mit überraschendem An- ariff hineinrollten und furchtbare Verheerungen anrichteten. Auch die feindliche Luftwaffe erlitt er­hebliche Verluste. Truppen eines Panzerkorps schos­sen allein an einem Tage sieben sowjetische Flug- 3ßfSi dem großen Kampfraum ostwärts des D n j e p r kam es zu erbitterten Kämpfen mit zu­sammenhanglos angreifenden Sowjetkräften. Don schwersten Panzern unterstützte örtliche Gegenan- ariffe der Bolschewisten wurden zum Teil m härte­sten Nahkämpfen abgewiesen. Auch hier wurden Zahlreiche Gefangene eingebracht und viele Panzer abaeschossen. Ein angreifender Panzerzug wurde von drei Volltreffern in die Lokomotive bewegungs­unfähig geschossen. Ein kroatisches Regiment be­stand m diesem Kampfe, sich tapfer schlagend, die Feuertaufe. Das stete Vordringen der deutschen, italienischen, ungarischen, slowakischen und kroa­tischen Truppen in der Richtung des Donez ver­mochte der Feind nicht aufzuhalten.

Finnlands Wiedergeburt

Von unserem Z.-Korrespondenten.

)d militärischen Rückwirkungen auch für die fin­nigen Operationen sich auslösen werden, und er- enrt, daß die finnische Politik, die durch die Namen fyr, Mannerheim und Rangell präsentiert wird, ie«de durch die letzten Ereignisse ihre entscheidende Sesatigung gefunden hat. hierdurch wird zugleich

jchliisse gekennzeichnet:

1, den Frieden von Nöteburg vom Jahre 1323, )er ersten Urkunde überhaupt, die Finnlands Nlknzen im Osten feststellte, und durch den Ost- (onlien an das Großfürstentum Nowgorod fällt M damit das finnische Volk in zwei Teile zerreißt;

1 den Frieden von Nystad 1721. Durch ihn er- ;vbigt Zar Peter nach hartnäckigen Verhand- luigen die Abtretung der Stadt Wiborg;

3. den Frieden von Frederiksham vom Jahre l'jg, durch den ganz Finnland unter russische jObrrhoheit kommt;

1. den Frieden von Dorpat vom Jahre 1919. während die drei erstgenannten Daten durch das sündige Dorrücken der russischen Machtposition ge- tmzeichnet sind, dem Finnland im Verein mit Lhveden trotz zähester und tapferster Gegenwehr feinen Einhalt zu bieten vermochte, wird nach der

Diese im Südabschnitt der Front durchgeführten Kampfhandlungen stellten an die deutschen und mit ihnen verbündeten Truppen höchste Anforderungen. Glatteis, Schneetreiben und Regen machten Straßen und Wege fast unpassierbar. In kameradschaftlichem Zupacken und zäher Ausdauer wurden die Schwie­rigkeiten unter Einsatz aller Kräfte gemeistert.

Don der Mitte der Front.

Im mittleren Frontabschnitt wurde die Doppelschlacht von B r j a n s k und W j a s m a sieg­reich beendet. Die Sowjetsoldaten wurden in dicht- gedängten Schützenlinien, oft 15 Glieder tief ge­staffelt, unter Drohungen ihrer politischen Kom­missare zu sinnlosen Angriffen gegen die Einschlie­ßungsfront dieser Räume vorgetrieben. Diese letzten verzweifelten Ausbruchsversuche brachen im konzen­trischen Feuer unserer Truppen unter hohen blutigen Verlusten für den Feind zusammen. Auch die Ma- terialoerlufte des Gegners find schwer. Allem am 15 Oktober schossen bei solchen Ausbruchsversuchen aus einem der Kessel bei Brjansk zwei Batterien des RegimentsGroßdeutschland" unter tapferem Einsatz ihrer Batteriechefs 159 Geschütze zusammen. Eine einzige Infanteriedivision z. B. vernichtete bzw. erbeutete in wenigen Tagen 211 Geschütze und brachte 46 000 Gefangene ein. Acht Armeen der Sowjetmacht wurden in diesen gewaltigen Doppel­schlachten unter schwersten blutigen Verlusten ver­nichtet: 657 948 Gefangene, 1241 Panzer und 5396 Geschütze aller Art sowie unübersehbares Kriegs­material sind das Beuteergebnis dieser Schlacht.

Noch während dieser Kämpfe stürmten Infanterie­divisionen und schnelle Verbände des Heeres und der Waffen--- weiter nach Osten vor, nahmen Kaluga und Kalinin und erreichten die stark befestigte äußere Schutzstellung der sowjetischen Hauptstadt Moskau an mehreren Stellen, wäh­rend starke Panzerverbände aus dem Raum süd­lich von Brjansk vorgestoßen waren und sich bereits am 3.10. in den Besitz der Stadt Orel gebracht hatten. Allein die gewaltigen Gefangenen- und Beu­tezahlen geben Kunde von der neuen Großleistung unserer Truppen, die zu einer entscheidenden Nie­derlage der sowjetischen Wehrmacht führte. Auch

Oer Wehrmachtbericht vom Samstag.

DRV.Aus dem Führerhayptquartier, 18. Ockk. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Angriffsoperationen im Osten verlaufen planmäßig.

Kampfflugzeuge bombardierten bei Tage die Hafenanlagen von Murmansk und kriegswich­tige Einrichtungen in und um Moskau. Auch in der letzten Rächt richteten sich Luftangriffe gegen Moskau sowie gegen Versorgungsanlagen in Leningrad.

Wie bereits durch Sonbermelbung bekanntge- geben, wurde ein von Rordamerika nach England gehender stark gesicherter Geleitzug nach Eintritt in das Blockadegebiel von deutschen Unterseebooten erfaßt. 3n mehrtägigen Angriffen versenkten die Unterseeboote zehn feindliche Handelsschiffe, darunter drei vollbeladene Tanker, mit zusammen 60 000 DRT. 3n nächtlichem Kampf gegen die Sicherungsstreilkräfte wurden zwei feindliche Zerstörer versenkt.

Vor Gibraltar versenkte ein deutsches Unter­seeboot ein feindliches Bewachungsfahrzeug.

Kampfflugzeuge bombardierten an der englischen Südostküste mehrere Hafenanlagen und versenkten ein Handelsschiff von 4000 BRT.

Der Feind flog nicht in das Reichsgebiet ein.

Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.

DRV. AusdemFührerhauptquartier. 19. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Zwischen dem Asowschen Meer und dem

Deutschland und der Güdostraum.

Von Dr. Paul Rohrbach.

Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller hat als eine der wichtigsten Ausgaben der europäischen Neuordnung die Zusammenfassung der Vielzahl europäischer Volkswirtschaften zu einer Groß- raumwirt schäft und in Verbindung damit die Donau mit den an sie anschließenden Kanalver­bindungen als das zukünftige Herzstück des ge­samteuropäischen Wasserverkehrs bezeichnet. Auf der deutschen Seite wird in absehbarer Zeit ein großdeutscher Wasser st raßenring heraestellt fein, bestehend aus dem Rhein-Main-Donau-Kanal, dem Oder-Donaukanal, dem Mittellandkanal und den dazwischenliegenden freien Stromstrecken. Die- fes großartige System mitteleuropäischer, für Fahr­zeuge von 2 Meter Tiefgang befahrbarer Wasser- Verbindungen erhält durch den D o n a u w e g fei­nen Anschluß an den europäischen Südosten über Ungarn nach Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Serbien.

Wir dürfen uns i. dem Gedanken vertraut machen, daß Südosteuropa diesseits und jenseits des Eisernen Tors in keineswegs ferner Zukunst in eine weit lebhafter pulsierende Verbindung mit Großdeutschland kommen wird, als in früheren Jahren. Dabei erinnern wir uns an die mit tsche­chischer Assistenz betriebenen französischen Pläne, eine politisch gedachte Zusammenfassung der Donau- länder ohne Deutschland herzustellen. Ein Haupt­gedanke dabei war die Verhinderung des öster­reichischen Anschlusses an das Deutsche Reich. Ab­gesehen von der politischen Sinnlosigkeit, Deutsch­land aus dem Donauraum ausschließen zu wollen, war das französisch-tchechische Projekt schon darum ein totgeborenes Kind, weil die Südostländer, mit Einschluß des mitteleuropäischen Ungarn, sich nur wenig zu geben haben. Ihre Wirtschaften sind von Natur untereinander verwandt und haben ein ge­meinsames natürliches Gefälle in der Richtung auf Deutschland. Der großdeutsche Raum ist der ge­gebene Abnehmer für ihre Land- und Forstwirt­schaft und ihre mineralischen Erzeugnisse, während ihre Bedürfnisse an Fertigwaren, namentlich solchen der Feinindustrie, von nirgendwoher besser befriedigt werden können, als aus Deutschland. Da­für ist die Donau der natürliche Verkehrsweg, der sich intensiv beleben wird, sobald die europäische Großraumwirtschaft der kommenden Friedensepoche Wirklichkeit wird. Die für die Schiffahrt immer noch schwierige Kataraktenstrecke des Eisernen Tors unterhalb Belgrad soll durch Anlage von Stau­stufen verbessert werden, aus deren Wasserkräften auch Mengen elektrischer Energie zu gewinnen sein werden.

Ein zweifelhafter Faktor für die Einstelluna der Südostländer auf die naturgegebene wirtschaftliche Symbiose mit Großdeutschland war der aus wider­strebenden Elementen gewaltsam zusammengeklam- merte jugoslawische Staat. Sein Verhältnis zu Deutschland war, was die seine Politik offen und insgeheim bestimmenden Kräfte betraf, niemals auf­richtig. Der Staatsstreich unmittelbar nach dem ver­traglich vollzogenen Anschluß an den Dreierpakt hat das bewiesen. Dadurch, daß Kroatien zu eigener na­tionaler Staatlichkeit gelangte, ist in dem südlich an Ungarn anschließenden Donaubereich der Ansatz­punkt für feindliche, von außen in den Donauraum hineingetragene Einflüsse fortgeschafft. Auch die früheren Gegensätze zwischen Rumänien und Bul­garien auf der einen, Rumänien und Ungarn auf

rcidien finnischen Freiheitskampf, der unter Füh­lung von Feldmarschall Mannerheim und unter Mitwirkung deutscher Truppen siegreich zu Ende zrfihrt werden konnte, die Sowjetunion im Fne- ten von Dorpat gezwungen, auf die Linie von 13B zurückzuweichen und somit auch Wiborg wie­der aufzugeben. Die angestrebte Bereinigung ganz Finnlands und der Anschluß der Gebiete von Ost- Icreücn, der damals politisch möglich geroefen roare, ifi mißglückt, weil Deutschland als politischer Macht- I' Ic-tor ausgeschieden war und die damals in (Europa

enscheidenden Westmächte entweder nicht den Wil- len oder nicht die Kraft oder überhaupt nickt das I nitige Interesse aufbrachten, um diese berechtigten | Forderungen durchzusetzen. Die finnischen Kräfte

richten natürlich in jener Zeit nicht aus um em r sches alle finnischen Stämme veremendes Pro- V SIMM durchzuführen. Daß aber den Weltmächten L bim als sehr wohl die erforderlichen Mittels zur ,! Beifügung gestanden hätten, ist unzweifelhaft.

5. Der Friede von Moskau 1940 wirft erneut I Mant) auf die Linie von 1721 zurück. Er ist das

Em?bnis einer besonderen politischen Konstellation. Dieder wie im Jahre 1919 mußte Deutschland als enscheidender politischer Faktor ausscheiden, da ihm ir:di dem Angriff der Westmächte die Hande ge­bunden waren. Wieder aber auch wie damals blieb bi; .Hilfe der Westmächte und vor allen Dingen die I En-lands aus. Daß das Ringen des Winterkrieges I mit einem Ergebnis, wie es der Moskauer triebe

borff eilt, abschloß, verdankt Finnland ausschließlich btr Heldenhaftigkeit und Dpferbereitfdjaft, der Ehr- irl) Freiheitsliebe, in denen feine Armee und fein

I Boi? miteinander wetteiferten.

tie fünf genannten Friedensschlüsse bilden Die I i ®(r tfteine der bisherigen Geschichte Finnlands.

Bizr von ihnen zwangen zu einem Zuruckweichen o:r dem Osten, trotz der dem finnischen Volk von jc k7 eigentümlichen besonderen Tapferkeit bei den o«r! ergehenden Kämpfen. Finnland befand sich ent» trbr allein oder nur in der Gemeinschaft von I femeben. Lebiglick ber Friebe von Dorpat brachte

Island zum Zurückweichen und schenkte Finnland erblich bic politische Freiheit. In dem vorangegange- 1 nm Kampf stand Finnland an der Seite Deutsch- |M.

I 3M so empfindet man hier deutlich, ""E | 8er.be und ein Abschluß zugleich. Wie em ed)£2Pen I vssschwinden die Konturen des siedens von Jlo - ber auf allen Gemütern wie em Alpdruck

[fht hat und der hier nur als Auftakt.^u noch I Aümmerem empfunden wurde. 2etzt ist em n

Ro t der Geschichte Finnlands aufgeschlagen wor- | k das endlich die Erfüllung, des vom Schicksal

b^ge versagten Wunsches .gingen wiick Mnn

Stämme in einem einzigen Reich zusammen- liefen. Dann ist auch d°r inoteburger Rieben ^tmunben und damit ein mehr als Etab g IMt beseitigt. Darin liegt die h-st°nsche Beden- ftte dieser Tage. Aus den chammerMogen der sulchen Armeen entsteht ein neues Europa und ' W ihm zugleich ein freies, einiges frnnI«nb. UiA ®nn einmal die auss neue ruhmgedronten i Iki Truppen unter ihrem Feldmarschall Manner^

I öitit wieder in die Heimat emziehen werden, I

3(rrümmerung des zaristischen Imperialismus liiih die deutschen Armeen und nach dem ruhm-

gen zurück. In diesen Kämpfen mußten in verschie­denen Abschnitten modern ausgebaute Verteidi­gungsanlagen mit mehrstöckigen Betonbunkern und Panzerkuppeln bezwungen werden, ehe ber Weg für ben weiteren Vormarsch freigefämpft werben konnte. Wetteisernb mit der Infanterie haben die Panzerverbände und motorisierten Divisionen in kühnen, weit in das Hinterland ber feindlichen Li­nien führende Operationen mit die Voraussetzungen für die Niederringung des feindlichen Widerstandes geschaffen. Pioniere, Artillerie, Nachrichtentruppen, Nachschubdienste und alle anderen Verbände des Heeres sind in gleicher Weise an dem großen Sieg beteiligt.

Vor Leningrad.

Im Nord ab schnitt der Ostfront nahmen Verbünde der spanischen Division erfolgreich an den Kämpfen teil. An der Einschließungsfront von Le­ningrad unternahmen die Sowjets ständige, von schweren Panzern unterstützte Durchbruchsoersuche in der Erkenntnis, daß ihre Lage dort von Tag zu Tag unerträglicher wird. Sie scheiterten unter blu­tigen Verlusten für den Gegner an der Standhaf­tigkeit unserer Truppen. Dabei büßten die Sowjets zahlreiche schwerste Panzer ein. Rechtzeitig erkannte Bereitstellungen zum Angriff wurden bereits zer­schlagen, ehe sie zur Auswirkung kamen. Schwere Artillerie bekämpfte mit gutem Erfolg Schiffsziele und Hafenanlagen von Oranienbaum, Kronstadt und Leningrad.

Die Luftwaffe

unterstützte in allen Kampfabschnitten die Operatio­nen des Heeres mit gutem Erfolg und fügte dem Feind schwere Verluste an Menschen und Material zu.

Helsinki, 17. Oktober.

i !lit verhaltenem Atem und mit ungeheurer Spam I uiig verfolgt Fimrland ben Verlauf ber giganti- i diei siegreichen deutschen Offensive im Osten, mit ler aufs neue in unauslöschlichen Lettern der Ruhm )ec deutschen Waffen, die Leistung ber Führung wie Ke jebes einzelnen deutschen Soldaten in das Buch ier Geschichte eingetragen wird. Die finnischen Zei- wißen sind täglich mit Nachrichten von dem Vor- naisch im Osten gefüllt. In Extrablättern werden ille großen Begebenheiten sofort der Oeffentlichkeit Mnglich gemacht, und es ist immer wieder zu be­neiden, daß diese Blätter, auch wenn es sich um kngnisse handelt, die weit außerhalb des eigent« ichn finnischen Interessengebiets liegen, einen ver. ilüjrenb schnellen Absatz finden. Die Gründe für lief ungeheure Anteilnahme der Gesamtbevölke- mng sind klar. In der Erkenntnis, daß die größte I kiit'cheidung im Osten gefallen ist, ist man sich hier ' )er Bedeutung dieser Tage in allen Kreisen ber Be- iDltcrung unmittelbarer als wohl sonst irgendwo in ter Welt bewußt. Man empfindet außerdem, daß