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MUS, der eine vollkommene Umstellung der deut­schen Außenhandelswirtschaft herbeiführte, knüpften sich auch d-ie wirtschaftlichen Bande zwi­schen dem Reich und der Türkei fester und fester. Der Handelsaustausch wurde dadurch geregelt, daß Deutschland bald als bester Kunde der Türkei gel­ten durfte, wobei es gerade auch jene türkischen Erzeugnisse kaufte, die auf den Weltmärkten nicht konkurrenzfähig waren. Im Tausch dagegen er­freuten deutsche Jndustrieprodukte sich eines ständig erweiternden Abnehmerkreises in der Türkei.

Diese Entwicklung schien durch den Krieg zunächst unterbrochen. Aus einer Einstellung, in der die Er­innerung an denlängeren Atem" der Westmächte im Weltkriege wohl eine übertriebene Rolle spielte, ging die Türkei ihre bekannten Abmachungen mit England ein. Der Schatten dieses Vertrages mußte sich naturgemäß auf das deutsch-türkische Verhältnis legen. Er verlor jedoch an Kraft, je mehr der Ablauf des Krieges die klare Ueberlegen- heit der deutschen Waffen und die Kriegs - und Krisenfestigkeit der organisatorisch bis in das letzte vorbereiteten, dem Stande der Autarkie angenäherten deutschen Wirtschaft enthüllte. Mit jenem Realismus, der alle türkischen Staatsmänner auszeichnete, die in der Schule Atatürks aufge­wachsen waren, erkannte man in Ankara nun die Unangreifbarkeit der deutschen Position.

Als dann Deutschland zum Eingreifen gegen die britische Kriegsausweitungspolitik auf dem Bal­kan gezwungen wurde, verstand man auch in An­kara sehr wohl den Sinn dieser Aktion^ Die Skepsis, mit der die vorhergehenden verschiedenen Besuche Edens und britischer Generale in der türkischen Hauptstadt ausgenommen worden waren, rechtfertigte sich vollkommen. Deutschland siegte in Griechenland so schnell, wie es das militärisch geübte Auge der Türkei vorausgeschaut hatte. Politisch aber fand die Türkei alle Versicherungen bestätigt, die der Führer dem Staatspräsidenten Jnönü zu Beginn der Bal­kanaktion hatte zugehen lassen.

Damit aber ergaben sich für die türkische Politik ganz bestimmte Folgerungen. Der jetzt ge­schlossene deutsch-türkische Freundschaftspakt ist der äußere Ausdruck dafür. Er beseitigt vor allem eine Gefahr, vor der die türkische Regierung von man­chem ihrer Kritiker bereits gewarnt wurde: nämlich die Gefahr, daß die Türkei sich wie im Weltkrieg auf die Seite derjenigen begibt, die letzten Endes verlieren müssen. Daß Italien den deutsch-tür­kischen Pakt vorweg begrüßt, geht aus der letzten Rede Mussolinis klar hervor.

Mit besonderer Genugtuung wird man in Deutsch­land davon Kenntnis nehmen, daß dem Freund­schaftsvertrag ein Protokoll über die H e r st e l - lung besserer Pressebeziehungen bei­gegeben ist. Türkische Zeitungen haben es in der Vergangenheit oft an jener Einsicht fehlen lassen, der sich die verantwortlichen Leiter der türkischen Politik niemals versagten. Sie haben manchmal vor­eilig bestimmten Ereignissen eine Deutung unter­geschoben, die in Deutschland um so mehr mit Be­dauern ausgenommen wurde, als sie den Tatsachen oder den Absichten der deutschen Kriegführung kei­neswegs entsprach. Wenn hier jetzt ein Ansatz zum Besseren gemacht wird und die türkische Presse sich jener Objektivität befleißigt, wie sie den türkischen Interessen und der geographischen Lage der Türkei als Wächterin des Bosporus entspricht, wird viel gewonnen sein. Und die deutsch-türkischen Be­ziehungen werden damit auch äußerlich wieder jenes Gepräge erhalten, das dem Herzensbedürfnis der beiden Völker, dem Willen ihrer Führer und dem Gedächtnis an eine gemeinsame große Vergangen­heit entspricht.

England kann nicht liefern.

Argentinien ohne englische Kohle.

Genf, 19. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der Lon­donerDaily Expreß." schildert die Folgen der wachsenden Tonnage-Knappheit Englands für die argentinische Wirtschaft, die ganz a u f englische Kohle eingestellt war.Eng­lands Kohlenknappheit und die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Kürzung der . Ausfuhrquoten", so schreibt das englische Blatt,bringen einige un­serer besten Vorkriegskunden in wach­sende Schwierigkeiten. Beispielsweise hat der Ha us verbrauch von Kohle in Argentinien vollständig a u f g e h ö r t. Man behilft sich mit Holz­kohle. Die Vorräte der Eisenbahnen sind f a st auf dem Nullpunkt angelangt. Sie verbrauchen normalerweise jährlich für 70 bis 80 Millionen Mark englische Kohle. -USA.-Kohle können sie nicht erwerben, weil sich Tauschgeschäfte nicht durchfüh­ren lassen. Die Lokomotiven werden entweder mit Schweröl oder mit Holz gefeuert. Beides hat seine Nachteile. Oel ist nicht leicht zu bekommen und ge­staltet sich als teurer Ersatzbetriebsstoff für Loko­motiven.

DerDaily Expreß" gibt damit offen zu, daß sich die argentinische Wirtschaft schwersten Schädi­gungen ausgesetzt sieht, weil sie sich trotz des eng­lischen Krieges allzu einseitig auf die englische Lie­ferfähigkeit verlassen hat. Britannien, das Argen­tinien durch die kürzlich zurückgekehrte Reklame­kommission weitgehende Versprechungen machen ließ, kann davon in Wirklichkeit nichts einlösen und muß auch schon im Südatlantik auf die Auf rechterhaltung des überseeischen Warenaustausches verzichten.

Wang Ehing-wei in Tokio.

Tokio, 18. Juni. (Europapreß.) Der in der ja­panischen Hauptstadt weilende Chef der Nanking- Regierung, Wang Ching-wei, richtete an das japanische Volk eine Botschaft, in der er den Dank für die bisher erwiesene Freundschaft zum Ausdruck bringt. Als den Zweck seines Besuches in Tokio be­zeichnet Wang Ching-wei die Ausgestaltung der chinesisch-japanischen Zusammenarbeit. Weiter unter­streicht die Botschaft den Willen zu einer wirtschaft­lichen Zusammenarbeit mit dem Ziel, zu einer Neu­ordnung und zu einem Dauerfrieden in Ostasien zu kommen.

Wang Ching-wei begab sich am Mittwoch mit seiner Begleitung im kaiserlichen Wagen zum Pa­last, wo in der Phönixhalle durch den Tenno und seine Gemahlin eine feierliche Audienz abgehalten wurde. Dem Empfang wohnten sämtliche Prinzen und Prinzessinnen des Kaiserhauses bei, die der Tennp persönlich vorstellte- Nach Austausch von Geschenken gab der Tenno zu Ehren der chinesischen Gäste ein großes Bankett, an dem Fürst Konoye, die Minister, der Präsident des Geheimen Staäts- rates, der japanische Botschafter in Nanking t?il- n ahmen.

Oeneral von Schröder Militärbefehlshaber in Serbien.

Berlin, 18. Juni. (DNB.) Zum Militärbe­fehlshaber in Serbien wurde der Präsident des

Der Krieg -es Mstungskapiials.

Stimfon wünscht vier Jahre Krieg.

N e u y o r k, 18. Juni. (DNB.) Wie Reuter mel­det, gab der USA.-Kriegsminister Stimson vor dem Repräsentantenhaus, das den Ausbau des St.- Lorenz-Stromes für die Seeschiffahrt bespricht, der Meinung Ausdruck, daß der Krieg wohl über vierJahre dauern könne. Er sagte:Bereiten Sie sich auf die Perspektive eines langen Krieges vor." Weiter erklärte Stimson, daß die Regulierung des St.^Lorenz-Stromes der Sicherung der Muni­tionsverschiffung nach England diene. Die Ausfüh­rung des Projektes würde vier Jahre in Anspruch nehmen.Meiner Meinung nach", so fügte Stim­son hinzu,ist es darum notwendig, sich auf eine lange kritische Periode vorzubereiten. Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, daß sie lange genug d-auert, damit die USA. aus dieser Lage ihre Vorteile ziehen können."

Die Rede des amerikanischen Kriegsministers Stimson beleuchtet in greller Weise die materiellen Hintergründe, von denen die nordamerikanischen Kriegshetzer geleitet sind. Deutlicher kann es nicht gesagt werden, was die Rüstungsindustrie in den Vereinigten Staaten erwartet. Sie hat aus die An­regung und sogar unter dem Zwang der eigenen Regierung ihre Betriebe auf den Kriegsbedarf um­

gestellt, sie erwartet jetzt aus dieser neuen Produk­tion erhebliche Dividenden; sie hat kein Interesse daran, daß der Krieg zu Ende geht, bevor sie ihre Maschinen und sonstigen Investitionen amortisiert hat. Es ist der Krieg der Aktionäre, die auf solche Weise unter allen Umständen Kriegsge­winnler werden wollen, und wenn auch die Völker die schwersten Opfer bringen müßten, sichert sich das jüdische Rüstungskapital feine Gewinne, oder wie Herr Stimson es offen ausfpricht: die USA. zieht aus dieser Einrichtungihre Vorteile". Der Führer hat schon in seiner Rede vom 19. Juli 1940 ausgeführt, daß die englischen Kriegshetzer nicht den Frieden brauchen, sondern einen langen Krieg. Die englischen Kapitalisten hätten ihre Gelder in Rüstungsai^en angelegt, die nunmehr ihre Verzin­sung fordern. Und auch am 4. Mai 1941 sagte der Führer zum gleichen Thema, daß alle unsere Geg­ner, die den Krieg gewollt hatten, nicht aus idealer Ueberzeugung handelten, sondern dem jüdisch-demo­kratischen Kapitalismus verfallen wären. Eine lange Dauer des Krieges fei diesen Hetzern erwünscht. Das bestätigt jetzt Stimson, der mit Roosevelt im Gegensatz zum Wunsche der amerikanischen Staats­bürger für diese Hyänen der Kriege spricht, denen er selbst verpflichtet ist.

Oer französische Gegenangriff in Syrien.

Lausanne, 18. Juni. (Europapreß.) Die am Mittwochnachmittag hier vorliegenden französischen wie englischen Meldungen stimmen darin überein, daß sich die Entwicklung der Lage in Syrien für die französischen Truppen weiterhin günstig gestaltet. Der britische Ueberraschungsangrifs scheint danach seinen Zweck verfehlt zu haben. Die fran­zösische Gegenoffensive, mit der die anglo-gaullistischen Operationspläne nicht gerechnet zu haben scheinen, ist erfolgreich durch die britischen« Stellungen bei Merj Ayun und Kumeita durch­gestoßen und hat der Entwicklung eine entschei­dende Wendung gegeben. Jedenfalls haben amtliche britische Stellungen in Jerusalem bereits heute früh bekanntgegeben, daß der englische Vormarsch auf Damaskus zum Stehen gekommen ist.

Die französische Gegenoffensive hat sich die Er­fahrungen dieses Krieges zunutze gemacht, wirkungs­voll von der Luftwaffe unterstützt, die immer wie­der zum Angriff auf die rückwärtigen Verbindungs­linien, Kolonnen, Batteriestellungen und Munitions­lager der Engländer ansetzte, konnten die Erdtrup­pen an verschiedenen Stellen die Front durchstoßen und die feindlichen Verbindungslinien unterbrechen. So sind an verschiedenen Stellen die englischen Abteilungen ernstlich gefährdet. Englische Ge­genstöße, die bei Kissoue übernommen wurden, um sich Luft zu verschaffen, konnten ab gewiesen werden. Die Franzosen sind bisher imstande ge­wesen, ihren Geländegewinn überall zu halten; nach einer, bisher allerdings unbestätigten Meldung, sind sie sogar auf palästinensisches Gebiet vorgedrungen.

Den Grund dieser Erfolge, die im Nahen Osten, vor allem auch in der Türkei ihren Eindruck nicht verfehlt haben, sehen politische Kreise in An­kara in der überlegenen taktischen Füh^« r u n g der Franzosen und der ausgezeichneten Mo­ral ihrer Truppen. Im Lause des gestrigen Tages ist es der französischen Luftwaffe Übrigens gelungen, 26 britische Flugzeuge abzuschießen.

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Rom, 18. Juni. (Europapreß.) Der neue Kampf­abschnitt in Syrien wird nach der Darstellung des

in Beirut eingetroffenen Sonderberichterstatters desPopolo di Roma" von dem Wiedereinsetzen der französischen Offensive gekennzeichnet, die im Raum zwischen dem Hermongebirge und dem Dje- bel Drus besonders beachtenswert sei. Hier seien französische Infanterie und Panzerwagenabteilun­gen bis in die feindlichen Stellungen eingedrungen. Der britische Druck auf Dama^us scheine eher ab« zunehmen als sich zu verstärken. Da die Franzosen energisch nach Süden vorgestoßen seien und ver­schiedene Ortschaften bereits besetzt hätten, von de­nen einige Verkehrsmittelpunkte von Bedeutung seien, so verspreche die allgemeine Kampftage in­teressante Entwicklungen.

Im Gebiet südlich von Damaskus, so heißt es in dem Bericht weiter, hat das englische Kommando vorwiegend englische Truppenabteilungen und Streitkräfte de Gaulles eingesetzt. An der Küste dagegen überwiegen a u st r a l i s ch e Truppen, die nach der Besetzung von Saida sich nicht beeilen, mit den französischen Truppen wieder Fühlung zu suchen. Auch die englische Flotte zeigt sich seit 24 Stunden an der syrischen Küste weniger rege. Die Schläge, die ihr von der franzö­sischen Luftwaffe zugefügt worden find, scheinen sie zur größten Vorsicht veranlaßt zu haben.

Bergeret Oberbefehlshaber der französischen Levante-Luststreitkräfte.

Beirut, 18. Juni. (Europapreß.) Wie hier ver­lautet, ist General Bergeret, der zum Oberbe­fehlshaber der französischen Luftstreitkräfte in der Levante ernant worden ist, inzwischen in Syrien eingetroffen und hat mit dem Oberkommissar General D e n tz die politische und militäriche Lage besprochen. In seiner Ernennung, die in Beirut stark begrüßt worden war, sieht man erneut den Beweis für die Entschlossenheit Vichys, Syrien bis zum äußersten zu verteidigen.

Reichslustschutzbundes, General der Flakartillerie von Schröder, ernannt. Er hat in diesen Ta­gen sein neues Amt angetreten.

Militärische Vorbereitungen aus den Philippinen.

Tokio, 18. Juni. (DNB.) In einem Bericht aus Manila sprichtTokio Asahi Schimbun" von verstärkten und beschleunigten militäri­schen Vorbereitungen auf den Philip­pinen. Auf Grund eines Beschlusses der Militär­behörden würden 6000 Reserveoffiziere zu drei­monatigen Hebungen einberufen, um sich mit der modernen Kriegführung vertraut zu machen. Außer­dem sei eine einjährige Ausbildung- von 80 000 Soldaten vorgesehen, die auf der Reseroeliste stän­den. Schließlich sei die zusätzliche Ausbildung von jährlich 500 Offizieren für die Luftwaffe geplant, die den einzelnen Fliegerkorps zugeteilt werden sollen. Neben diesem Programm sei die Schaffung zahlreicher Militärschulen und anderer technischer Ausbildungsstätten vorgesehen. Im übrigen plane man den Änkaus von drei schnellen amerikanischen Torpedobooten.

Falange und Armee die Pfeiler des spanischen Staates.

Madrid, 18. Juni. (Europapreß.) In Caceres sprach Generalissimus'F r a n c o vor Abteilungen der Armee und der Falange. Er erklärte, der spa­nische Staat sei sowohl auf der Armee wie auch auf der Falange aufgebaut. Der Armee falle d'e Verteidigung des Landes gegen die Gefahr von außen zu, die Falange müsse die Ordnung im In­nern hüten. Der Caudillo schwor beim Blute der Gefallenen, daß die versprochene Revo­lution durchgeführt werde. Der spanische Staatschef besindet sich in Begleitung des Obersten Parteirats Serano S u n e r auf einer Reise durch die Provinz Estremadura. Er übergibt dort Stau­becken ihrer Bestimmung. Es handelt sich um An­lagen, die die Bewässerung der landwirtschaftlichen Gebiete in der Provinz Estremadura sicherstellen sollen.

Abschluß der Michskulturtaguug der Hitler-Jugend.

Mit einer festlichen Verabschiedung der auslän­dischen Jugendabordnungen durch den bevollmäch­tigten Vertreter des Reichsjugendführers, Stabs­führer Möckel, fanden die Reichskulturtage der Hitler-Jugend in Weimar ihren Abschluß. Angeführt von der italienischen Abordnung, hatten sich die Delegationen aus Norwegen, den Niederlanden, Finnland, Thailand, Japan und der Slowakei zu einem letzten Beisammensein mit den Kameraden der Hitler-Jugend versammelt. Sie berichteten dem Stabsführer von den Eindrücken ihres Aufenthal­tes in Deutschland. Neben den kulturellen Darbie­

tungen hatten sie Gelegenheit, die Stätten'Weimars kennenzulernen. Darüber hinaus wurde die Zeit ausgenutzt, um auch Eindrücke von der Arbeit der Hitler-Jugend während des Krieges zu gewinnen. 30 Norwegerinnen besuchten ein deutsches Lazarett und beschenkten die Soldaten. Den nachhaltigsten Eindruck hinterließ bei allen die Neunte Symphonie von Beethoven, bei der Chöre der Hitler-Jugend mitwirkten. Ein Teil der ausländischen Abordnun­gen reifte nach Berlin weiter, wo sie am Konzert der italienischen Musikakademie der faschistischen Staatsjugend GIL. teilnahmen.

Oer Kommandant der Ordensburg Vogelfang gefallen.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley widmet dem Kommandanten der Ordensburg Vogelfang, Hans Dietel, der als Leutnant in einem Fallschirm- Jägerregiment a u f Kreta gefallen ist, einen Nachruf. Der Ordensburgkommandant hat, obwohl er durch einen Brustschutz schwer verwundet war, seine Soldaten noch zum Angriff geführt und hat durch eine weitere Handgranatenverwundung den Heldentod erlitten.

Kleine politische Nachrichten.

In den Vereinigten Staaten sollen weitere Oel° und Gummibeschränkungen einge­führt werden, meldet der britische Nachrichtendienst. Innenminister Ickes habe 32 Oelfirmen den Befehl erteilt, kein Del mehr für die Schiffahrt außerhalb der Küstenzone zu verkaufen.

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Wie der britische Nachrichtendienst meldet, haben Kanada und die USA. einenAusschuß zur Untersuchung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit" eingesetzt.

Die DampferDuirigua",Chiriqui" undJa­maica" der Postdampferlinie NeuyorkPanama sind zwecks Einstellung als Hilfskreuzer der USA.« Marine aus dem Dienst gezogen worden. Durch den Ausfall mehrerer American-President- und Grace-Line-Schiffe sind in der Versorgung Pana­mas erhebliche Schwierigkeiten eingetreten.

Aus aller Welt.

Außergewöhnliche hihe in Portugal.

Nach einem kalten und regnerischen Frühjahr hat in Portugal ganz plötzlich eine für diese Jahreszeit außergewöhnliche Hitze eingesetzt. In Mittelportugal wurde, wie aus Abrantes gemeldet wird, eine Tem­peratur von 48 Grad in der Sonne und um 7 Uhr abends eine solche von 43 Grad im Schatten fest­gestellt. In Lissabon lag die Temperatur von 34 Grad im Schatten um 8 Grad über dem Vorjahrsstand,

Oer Gchuldbeweis.

Das deutsche Auswärtige Amt hat ein Weiß, buch N r. 7 herausgegeben, das einwandfrei^ an Hand diplomatischer Dokumente nachweist, mj.

goslawiens weiter der Achse anzupassen. Das ty« auch wirklich die Politik der Belgrader Regie^Z zu fein, bis die Wühlereien der putschiftischen (M nerale, die schon vorher in Belgrad Verbindung^ den Militärkreisen der Entente gesucht und geii» den hatten, im Putsch des Generals Simowiis^ am 26. März 1941 zum Ausbruch kamen, die jig» slawische Regierung stürzte und Jugoslawien M offenen Fahnen in das Lager Englands abschweK

die jugoslawische und die ariechisHe g i e r u n g nicht nur ein Doppelspiel getrieben, dem ganz offenkundig zu Hörigen Englands fi»gt macht und damit in diesem entscheidenden Ri-gq der Neuordnung Europas Partei für die tratien genommen haben. Bereits am 21. Ja^ 1932 mußte sich der deutsche Gesandte in Belz^ dem nachher in Marseille ermordeten König 2lktcrJ der gegenüber bitter über die deutschseinkih! Sprache der jugoslawischen Presse und die fl drückungen der Volksdeutschen in Jugoslawien J schweren (Dokument Nr. 9). Die 'Verhältnisse fjd nen besser zu werden, als der deutschfreundliche M nisterpräsident Stojadinowitsch zugleich (J Außenministerium übernahm und am 17. 3a J 1938 beim Führer erschien. Das Protokoll übet 13 bei diesem Besuch geführten Gespräche (Sofunej Nr. 28) läßt klar erkennen, wie der Führer sich d eine politische Konsolidierung des Balkans aus v,3 schaftlichen Gründen einsetzte und bemüht 53 Jugoslawien für eine bessere Ausgestaltung ijj Wirtschaftsbeziehungen zu gewinnen. Stojati witsch wurde gestürzt. Der neue jugoslawW Außenminister (linear Markowitsch beljä (Nr. 34) am 7.Februar 1939 unserem Reichsach»- minister gegenüber, Jugoslawien sei im ©inne W deutschen Balkanpolitik bereit, die Außenpolitik

Hierfür ist bezeichnend ein Dokument (Nr. das als geheimes Telegramm der franzöÄ Militärattache in Belgrad bereits am 18. $aq 1939 also lange vor Ausbruch des Kriege« - an das französische Kriegsministerium richtete. Di» ses Dokument ist so klar, daß wir es im Wörter folgen lassen. Er lautet:Der Generalstab chs Jugoslawiens hat mich beauftragt, General Öcmt (in allein folgende Mitteilung zu machen: 1. I, Kriegsfall wird Jugoslawien möglicherweise gepuib gen, Deutschland und Italien gegenüber iim freundliche Haltung einzunehmen und mögli-eb weise diese Länder sogar zu beliefern. Jugcsl» wien würde zunächst neutral bleiben um seine iji. stenz zu retten. Es würde im geeigneten Zeitp-M mit uns marschieren."

Daraus geht hervor, daß im Gegensatz zur M ziellen Belgrader Politik der jugoslawische ©ciutrag stab nur auf den Augenblick wartete, um mit Onnfil reich und England, Polen usw. gegen die fei Mächte seinen militärischen Apparat in Bewcciq zu setzen. Weitere Telegramme des stanzösW. Militärattaches und des französischen Gesandte: in Belgrad nach Paris erhärten diese Tatsache en' offenen Dualismus zwischen Regierung und A-i» ralstab in Belgrad. Die Regierung wollte aniiii, als die Militärclique. Nun kam es zum M Jugoslawiens zum Dreierpakt am 25. März Ul,! Am aleichen Tage richtete der deutsche Reichsau». Minister an den jugoslawischen MinisterpräsideK. eine bisher geheimgehaltene Note (Dotwriit Nr. 71), in der ausdrücklich bestätigt wird, büfote Achsenmächte keinerlei Anspruch auf Militär« Hilfeleistung durch Jugoslawien erheben, daß, hi=ti die jugoslawische Regierung im eigenen JnüukÜ ihre militärischen Aktionen den Operationen Achsenmächte anpasse, es der jugoslawischen W\ rung überlassen bliebe, die dazu erforderlichen tärischeu Abmachungen mit den Mächten des Druitt Paktes zu treffen. Also wohlgemerkt: der Mitt Pakt sicherte den Bestand Jugoslawiens, ohne W Jugoslawien irgendeine Gegenleistung lieferte. » kam der Sturz der Belgrader Regierung, die?* | schiftischen Militärs hatten die Macht übernomirt jubelnd begrüßte Churchill diese Wendung X Dinge und Roosevelt schickte fein Telegramm « Simowitsch, in dem er Jugoslawien seiner M versicherte.

Interessant ist ein geheimes Telegramm des tai* j scheu Gesandten in Belgrad nach Berlin (Dofuird | Nr. 75), in dem auf einen bevorstehenden MI des Generals Simowitsch hingewiescu wird, eiitf | witsch habe eine längere Geheimbesprechuny | dem Belgrader Luftattach6 Englands gehabt, in.lt genaue Einzelheiten über englische Hilfeleistm«f erörtert wurden im Falle eines Krieges mit m Achsenmächten, den Simowitsch bei Gelingen m Staatsstreiches für unvermeidlich hielt. UnmittfKl daraus brach der Putsch aus, die bisherige 1WI rung wurde gestürzt, Prinzregent Paul abg^M die Unheilstifter hatten gesiegt. Weitere deutsche m kumente berichten von der aggressiven Art ber ' schiften und dem Jubel Englands. Als Jugoslo^I die verdiente Züchtigung erhalten hatte, mM unser Oberkommando, bei der Durchsuchung hesl tischen Konsulats in Skoplje seien Sprengs Waffen und Munition sichergestellt worden, ba? cj zwei Wochen als Kuriergepäck von GriechenlW | nach Skoplje gebracht worden sei.

Wie infam auch die griechische Regic."^ gehandelt hatte, geht u. a. aus Aufzeichnungen Jl Generalstabschefs des französischen Heeres, Georges, hervor, der am 12. Mai 1939, « fast ein halbes Jahr vor Ausbruch des den Gesandten Griechenlands in Paris, PoliiH empfangen hatte und (Dokument 105) von die Anregung erhielt, eine sofortige Fühlungm « zwischen den (Beneralftäben der Westmächte und 0 Balkanmächte für den komemnden Konflikt nehmen. Politis wollte die materielle Hilfeleist4 durch Frankreich und England, sowie, und ba«j bezeichnend, der Roosevelt-Regierung feftfM Am 22. Dezember 1939 berichtete der l,rj; zösische Militärattache in Athen (Dokument } \ Mitteilungen des griechischen Generalstabes m-J die griechischen Häfen, die zur Ausladung j Truppen der Entente dienen könnten. Dabei wn» besonderes Gewicht auf Saloniki gelegt. Der P einer Landung französischer und englischer Tru^ in Saloniki wurde erst Ende Mai 1940, nach » französischen Niederlage, aufgegeben. Griechen!^ hatte sich völlig in den Dienst Englands g«P und als der deutsche Reichsauhenminister ® 26. August 1940 in Fuschl den griechischen J sandten in Berlin darauf aufmerksam machte, ihm sagte, wir hielten Griechenland für ein das für England optiert hätte, war der grieM. Gesandte, wie es im Dokument 137 heißt,erm beunruhigt" über die Beweise des nnnentn griechischen Verhaltens. Jugoslawien und GriM land hatten die vom Führer gewollte ^onfoliöienr der Verhältnisse auf dem Balkan abgelehnt ulw»? an England verkauft.