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:, an-

B.

nere Tätigkeit aussprechen kann.

Deutsche Jugend

stellung des Unterrichtsraumes, besten Beleuchtung Lotto ^v^reinaen lassen hierfür si und Heizung in anerkennenswerter Weise fördert. |

theaters.

Stadtthealer Gießen.

bildung durchzuführen. Die weltanschauliche Arbeit

ist Sache des Amtes für Berufserziehung der DAF.

ingetan, diese Gedanken zu vertiefen und insbe>

zu

egsmarine-Filme

,U-

der Dan-

2. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!

Bildstreifen zeigt zunächst Aufnahmen des Füh­rers als des Schöpfers und Obersten Befehls­habers der neuen deutschen Wehrmacht, und des Großadmirals Dr. h. c. Raeder als des Ober­befehlshabers der Kriegsmarine. Der Besuch des Führers bei der Hochseeflotte und die Besichtigung eines unserer neuen Schlachtschiffe durch Adolf Hitler leitet zum eigentlich Thema über. In

*

Das Gebäude, in dem die Schule wirkt- auf dem sog. Oberhessischen Bahnhof an der Wetzlarer Straße zwischen Friedrichstraße und Frankfurter Straße, ist zwar nicht groß, es wird auch bei allen Kursen nur in einem einzigen, allerdings ge­räumigen Unterrichtsraume gearbeitet, aber der Nutzen, der von dieser Einrichtung ausstrahlt, ist sehr hoch zu veranschlagen. Denn die Arbeit an dieser Stätte trägt wesentlich dazu bei, vorwärts- strebenden jungen Männern den Aufstieg zu erleich­tern und ihnen zu einer güten Existenz zu verhelfen, der Reichsbahn einen gutgeschulten Nachwuchs zu sichern, der in der ganzen Welt bekannten vorbild­lichen Betriebssicherheit unseres Reichsbahndienstes auch für die Zukunft durch die Heranbildung ge­diegenen Personals immer neue Gewähr zu ver­schaffen und somit also nach mehreren Richtungen hin besten Dienst für die Volksgesamtheit zu leisten. Daß der Eisenbahnfachschule Gießen bei dieser Ar­beit weiterhin so gute Erfolge wie bisher beschieden sein mögen, ist der Wunsch, den man für ihre fer-

:Seefahrt ist not!"

Ein Preisausschreiben und drei Marine-Filme.

Unter dem MottoSeefahrt ist not", das an den' fünften Schuljahr an erfaßt werden. Die Bor­in der Seeschlacht vor dem Skagerrak als Matrose führung der Marinefilme soll von kurzen, fach- auf dem KreuzerWiesbaden" gefallenen Kriegs- männisch einführenden Vorträgen und knappen Er- dichter Gorch Fock erinnert, wendet sich die Schü- läuterungen begleitet werden.

lerzeitschriftHilf mit" mit einem Preisausschreiben I Wir hatten Gelegenheit, am gestrigen Freitag- an die gesamte männliche deutsche Jugend. Dieses vormittag einer Vorführung in der Turnhalle der Preisausschreiben ruft auf zur Einsendung von Neuen Pestalozzischule, die bis auf den letz en

Umwege des herzens

Roman von h.G. hänfen

Copyright by Prometheus «Verlag Dr. Eich acker Gröbenzell

Männer als Lernende auf der Schulbank

Ein Besuch in der Eisenbahnfachfchule Gießen.

schule Gießen, die in einem Gebäude besteht aus im Gießener Bahnhof ihre Arbeitsstätte hat i:

Im Rahmen dieses Arbeitsprogramms haben die; angetan, diese Gedanken zu vertiefen und insbe- Kursusteilnehmer, die sich um den Eintritt in die, sondere auch eine Fülle von lebendigen Anregungen Beamtcnlaufbahn bei der Reichsbahn bewerben wol- zu dem PreisausschreibenSeefahrt ist not!" len, ausreichende Möglichkeiten, ihr Allgemeinwissen ! vermitteln: sie verbreitet drei Kriegsmarine-^

Sie hielt aufatmend inne und starrte ihn bren­nend an. Er saß etwas vornübergeneigt auf seinem Stuhl und beobachtete jede ihrer Regungen.Wei­ter. Und dann?"

Dann wurde ich deine Frau. Ich kannte keinen Mann, den ich liebte, ich wußte nicht, ob ich jemals einen lieben würde. Du brachtest mir alles, was ein Mädchen sich wünschen kann. Eine gesicherte Zukunft, ein sorgenfreies Leben, eine geachtete Stellung, Reichtum. Und du botest mir noch mehr, die Rettung meines Vaters. Daß sie später nicht ganz so ausfiel, wie du versprochen hottest, habe ich dir nie zum Vorwurf gemacht. Es überstieg eben deine Mittel. Aber Vater konnte wenigstens in Ehren liquidieren, ohne Schuldeck in einem häßlichen Bankrott zu Hinterlasten. Er starb, in seinem Lebens­mark verwundet, ein Jahr später. Du hast alles getan, was du tun konntest. Das werde ich dir immer danken."

Wieder kam eine Pause, die sich in die Länge zoKUnd dann, Gitta? Das alles ist keine Recht­fertigung für dich, im Gegenteil."

Ja, das weiß ich. Mit großen Illusionen, wie sie ein Mädchen gern vor der Ehe hat, ging ich nicht in dein Haus. Ich erwartete wenig Zärtlichkeit und keine überschäumende Verliebtheit. Nur eins nahm ich als selbstverständlich an, daß du mich lieb haben, und daß du dich mir widmen würdest. In beidem bin ich enttäuscht worden. Geheiratet hast du mich nicht aus Liebe, sondern aus Ehrgeiz. Du warst ein bekannter Erfinder, ein wohlhabender Fabrikbesitzer, ein erfolgreicher Mann, der auch in der Gesell- schäft Beachtung fand. Aber du fühltest dich immer noch als Sohn eines kleinen Mannes, der mühsam vorwärts gekommen war. Immer glaubtest du, daß man hinter deinem Rücken tuscheln und in dir nur den reichgewordenen Menschen sehen würde. Um die letzte Blöße deines Lebens zuzudecken, suchtest du nach einer Frau aus alter, angesehener Familie. Und das war ich in deinen Augen. Deshalb hast du mich geheiratet."

hast du denn keine Ahnung, rote erdrückend und« erkältend du auf deine Umgebung wirkst? Man: hat Angst vor dir, nicht körperlich, aber AnA vor deinem Verstände deiner Ueberlegenheit. Ein zurückweisender Blick von dir ist wie eüu Schlag. Es ist deine Natur. Ich kann dir keineiu Vorwurf daraus machen. Denn nach außen him warst du stets höflich und zuvorkommend. Du hast: mir jeden Wunsch erfüllt, den ich auszusprechem wagte, sobald er mit Geld zu bezahlen war. Din hast mir jede Freiheit des Denkens und Handeln« gelassen, ohne jemals zu murren. Du warst in Ge­sellschaft der vollendetste Kavalier. Alle Welt hälü dich für das Muster eines Gatten und Vaters."

Sie schnitt mit der flachen Hand durch die ßufL Aber ich gebe nichts auf dieses Muster. Wärest bii nur einmal ein Mensch mit Fehlern und Schwäche» gewesen, ich hätte dich liebhaben können. Vielleicht hättest du einmal etwas mehr trinken können, als du vertrugst, oder spielen und Geld verlieren, oder verliebte Augen machen hinter einer schönen Fra» oder auch nur eine Dummheit wie die meisten Män­ner, die den Jungen nie verleugnen können. Nie­mals aber hast du das getan. Du warst korrekt und untadelig vom Scheitel bis zur Fußsohle. Mit deinem Willen und einem einwandfreien Lebenslauf hast du mich erdrückt.

Als Reiner geboren wurde, erlebte ich wieder deine Dankbarkeit und sogar den Versuch, mich zu liebkosen. Es war ähnlich wie bei Utz. Nach ein paar Monaten war ich wieder vergessen. Nur die Kiüder waren noch für dich da. Ich begann, es ist ent­setzlich auszusprechen, mich über meine eigenen Kindeir zu ärgern. Sie nahmen mir das letzte, was mein Mann für mich noch Übriggelasten hatte. Dann traten große Aufträge an dich heran, die eine Er­weiterung deines Unternehmens notwendig mach­ten. Du hattest viel Arbeit und warst monatelanz nur noch nachts ein paar Stunden zu Hause. Dabei traten sogar die Kinder in den Hintergrund. Als die Vergrößerung und Umstellung der Fabrik beendet war, bliebst du wenigstens sonntags hier, aber sie gehörten ausschließlich den Kindern. Langsam nahmst du mir ihre Erziehung ganz aus den Hän? den und brachtest diese mit modernsten Grundsätzen vollgestopfte Kindergärtnerin ins Haus. Anfangs protestierte ich, aber was bedeutet mein Protes gegen deinen Willen. Du hast kaum hingehört."

(Fortsetzung folgt.)

mich jedes Jahr einmal oder zweimal weggeschickt, mal an die See, mal ins Gebirge, mal in em Bad. Es waren immer mehrere Wocyen. In dieser Zeit hast du mich ab und zu sonntags ausgesucht, wenn die Entfernung nicht zu weit gewesen ist. Das war alles."

Sie schlug das Buch auf und blätterte hastig darin. ,^Lies es selbst", fuhr sie fort.Nach zwei. Monaten Ehe begannst du schon den ganzen Tag wegzubleiben, auch außerhalb des Hau|es zu essen und erst spätabends, ost in der Nacht heimzukehren. Du begründetest es mit den Krijenjahren. Dann fingst du an, die Sonntage teilweise in der Fabrik, teilweise hier in deinem Arbeitszimmer zuzubringen. Wie oft bist du in unserer ganzen Ehe mit mir im Theater oder im Konzert gewesen? Genau dreimal. Wie oft warst du mit mir zu Gesellschaften und Empfängen? Wohl hundertmal. Aber es waren immer Anläste, die dir aus geschäftlichen oder re­präsentativen Gründen unumgänglich erschienen. Wie oft hast du mit mir an solchen Abenden ge­tanzt? Immer ein einziges Mal. Du hast gefühlt, daß mir das schmerzlich sein könnte und mir des­halb versichert, aus Tanzen machtest du dir nichts. Ich fügte mich."

Sie blätterte weiter.Als wir zwei Jahre ver­heiratet waren, begannen deine vielen geschäft- lichen Reisen. Du warst oft zwei oder drei Tage, oft aber auch ebenso viele Wochen fort. Du haltest dafür wieder geschäftliche Gründe. Einmal habe ich dich gebeten, mich mitzunehmen. Du hast es abge­schlagen. Ich wagte es kein zweites Mal mehr, ebensowenig wie eine Wiederholung meines Ver­suches, von dir in deine Geschäfte eingeweiht zu werden."

Erregt stand sie auf.Ich muß mir etwas Be­wegung machen, wenn ich diesen Bericht fortsetzen soll. Als wir ein Jahr verheiratet waren, kam unser Sohn Utz. Du warst stolz und glücklich, und ich fühlte mich durch deine Dankbarkeit beglückt. Sie dauerte sechs Wochen. Dann war es vorbei, und du bestimmtest kurz und bündig, in welcher Rich­tung die Erziehung des Kindes vorgenommen wer­den sollte. Für Utz hast du oft einen ganzen Nach­mittag zu kindlichen Spielen Zeit gehabt. Ich saß dabei und kam mir vor wie eine Fremde. Nie hast du mich hinzugezogen."

Warum hast du dich denn nicht beteiligt?" WeU ich die Ablehnung fürchtete. Mein Gott,

von der Schule her vor allem in Deutsch, Rech- unter dem TitelSchiff klar zum Gefecht!", nen, Erdkunde und Geschichte, ferner in der Eisen- Boote vor dem Feind" und ..Kamvf in der bohn-Geographie aufzufnschen und zu erwei-! ziger Duckt"; die Landeebildstelle bereist mit bie- tern. Die zeitliche Dauer der Kurse in diesen Un-! sen drei Filmen gegenwärtig die Kreisbildstellen, terrichtsstoffen richtet sich danach, für welche Be- Für Gießen sind insgesamt sieben geschlossene Vor­amtengruppe die Teilnehmer sich melden wollen, führungen vorgesehen, mit denen 3600 Schüler von Am Ende der Kurse steht eine Prüfung, die von. Gießen und aus der nächsten Umgebung vom

Am morgigen Sonntag wird die Reihe der Sonn­tag - Nachmittag Fremdenoorstellungen mit der KomödieDr. med. Hiob Prätorius, Facharzt für Chirurgie und Frauenleiden" von Curt Goetz fort- gesetzt. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. Außer Miete! Der Sonntag Abend bringt die Wiederholung des großen Operettenerfol- gesDer Vogelhändler", Operette in 3 Akten von

rende tätig.

Das bisherige Wirken der Eisenbahnfachschule Gießen hat sich als außerordentlich segensreich er­wiesen. Seit 1936 sind rund 1000 Kursusteilnehmer in Abendkursen durch diese Schule gegangen und haben sich dabei eine gute Grundlage für ihr Fort­kommen im Dienste der Reichsbahn erworben. In dem gegenwärtig laufenden Kursusbetrieb nehmen rund 100 Teilnehmer, darunter auch einige junge Mädchen, an dem Unterricht teil. Die Kursisten sind nicht nur in Gießen ansässig, sondern sie kommen auch aus der weiteren Umgegend, von Herborn, Gladenbach, Butzbach usw. mehrmals in der Woche gegen Abend hierher, um dann am Abend nach be­endetem Unterricht wieder zu ihren Wohnorten zu­rückzukehren. Wenn man bedenkt, daß die Kursus­teilnehmer tagsüber ihren planmäßigen Dienst bei der Reichsbahn versehen müssen und sich dann in den Abendstunden durch diesen Unterricht noch frei­willig für ihr Fortkommen weiterbilden, so wird man zugeben müssen, daß bei diesen Männern und jungen Mädchen ein anerkennenswerter ideeller An­trieb zur Vervollkommnung ihres Wissens und Kön­nens vorliegt, dem die Reichsbahn durch die Unter­stützung dieser Schuleinrichtung ihre Anerkennung zuteil werden läßt. Der Gedanke der sozialen Be­treuung und des gemeinnützigen Wirkens findet hier nach jeder Richtung hin starken Ausdruck. Damit wird das Wirken dieser Schule in die Breite und die Tiefe zum Besten der Volksgemeinschaft einer Forderung gerecht, die in unserer Zeit eine der wichtigsten ist.

in die Befehlsübermittlung, in den Maschinenraum, ins Innere der gewaltigen Drillingsrürme, in denen sich die riesigen Geschützrohre so mühelos schwenken und richten lasten, wo die mächtigen, blinkenden Granaten in Sekundenschnelle in den Lauf einge. führt werden. Auf anderen Gefechtsstationen find Funker und Winker in emsiger Tätigkeit.

Im Maschinenraum überwacht der leitende Inge, nieur den ungeheuer komplizierten, technisch äußerst verfeinerten Organismus eines Kriegsschiffes neuester Konstruktion, zu der sich deutsche Schiffs, baukunst und präzise Werkmannsarbeit zu einer unübertreffbaren Meisterleistung verbunden haben. Das Schiff läuft hohe Fahrt, die Gefechtsbilder wechseln schnell, die verschiedenen Einheiten der zur Ucbung zusammengezogenen und ausgelau. fenen Verbandes werden in ihrer Funktion erkenn« bar: Schlachtschiffe, Kreuzer, Torpedoboote in win. dender Fahrt, daß sich die Bugwelle schäumend teilt. Auf den Schlachtschiffen werden die Drillings, türme geschwenkt und gerichtet, und schon entloben sich in gewaltigen Detonationen die Geschütze der schweren Artillerie; die Einschläge werden durchs Glas verfolgt und die Richtung nach ihrer Lage verbessert. Auch die Torpedorohre kommen zum Schuß: unter mächtigen Druck fahren die blanken Aale" aus den Ausstoßrohren, klatschen in bit See und brausen, von der hellen Laufspur gefolgt, verderbenbrinaend auf ihr Ziel los. Auf den gro­ßen Schiffen sind schon lange vor der Eröffnung des Feuers die Aufklärungsflugzeuge mit dem Kato, pult abgeschossen- worden; sie bilden das weit­reichende Auge des kämpfenden Verbandes.

Mit solchen Bildern gibt der Film einen unmit­telbar anschaulichen Eindruck vom Leben und Dienst auf den Schiffen und den hohen nationalen Auf. gaben unserer Kriegsmarine. Im gleichen Sinne wirken auch die beiden anderen Filme,U-Boote vor dem Feind" undKampf in der Danziger Bucht", auf den Beschauer ein. Diese Filme werden den jungen Menschen, die sie hier in diesen Tagen zu tausenden zu sehen bekommen, nicht allein eint Fülle von Anregungen für das Preisausschreiben Seefahrt ist rot!" vermitteln, sondern darüber hinaus auch ir vielen der jungen Besucher den Wunsch wecken, über kurz oder lang selbst einmal teilzuhaben an dem Geschehen, das hier an ihren Augen vorüber ieht, und in der deutschen Kriegs« marine einen soldatischen Lebensberuf zu finden, der zu den schönsten und verantwortungsvollsten ge. hört. "y

die schlanken, schnellen Kreuzer, Torpedoboote, U-Boote, als eine unserer schärfsten Waffen im Kampfe gegen England, ferner Schnellboote und Räumboote.^

Dann wohnt man einer gefechtsmäßigen Hebung im größeren Verband an Bord einer der schweren Einheiten auf hoher See bei. Die Spielleute alar­mieren mit Trommel und Horn im Nu das ganze Schiff. Die Besatzung stürzt auf die Gefechtsstatio­nen und trifft mit schnellen, hundertfach geübten und erprobten Griffen alle Vorbereitungen zum Ge­fecht. Die Geschütze werden feuerbereit gemacht. Man wirft einen Blick auf die Kommandobrücke,

schnell wechselnden Bildern ersehenen die wichtig­sten Schiffstyven unserer Kriegsmarine vor dem Auge des Beschauers, die wuchtigen Schlachtschiffe,

Zum erstenmal unterbrach sie der Mann.Darin irrst du. Ich werde dir später darauf antworten, wenn du fertig bist."

Ich glaube nicht, daß ich mich irre. Ich hatte Jahre hindurch bis zum Uebermaß Zeit, täglich dar­über nachzudenken. Richt nur Liebe hast du mir nicht entgegengebracht, sondern darüber hinaus dich auch nicht um mich gekümmert. Im Anfang, als ich dar­über noch klagte, mußte ich hören, du hattest schwere Verluste zu überbrücken, die durch deine Hilfe für meinen Vater entstanden seien. Das war für mich ein stichhaltiger Grund. Ohne Murren nahm ich es hin, daß du Tag für Tag, Woche um Woche, Monat für Monat von früh bis abends in deiner Fabrik oder in Konferenzen warft. Denke bitte nicht, ich sei eifersüchtig gewesen und habe dir zugetraut, heimlich eine Geliebte zu besitzen. Das war nie der Fall. Ich wußte, wie korrekt und zuverlässig du. immer gewesen bist und wohl auch in Zukunft immer sein wirft. Ehebruch und solche Dinge sind nichts für dich. Sie erscheinen dir schmutzig und gemein. Das schärfste Argument gegen sie sind für dich aber die Fragen, die sich gesellschaftlich daraus ergeben. Es könnte ja zu einem Skandal führen. Deshalb hütetest du dich vor solchen Irrwegen wie vor dem höllischen Feuer. Und nur deshalb bist du mir treu gewesen. Solche Treue zählt nicht, denn sie entspringt keiner Liebe, keinem Bedürfnis nach Treue, das aus Empfindungen herauswächst, die man feinem Lebensgefährten entgegenbringt Und deshalb brauche ich deine Treue auch nicht hoch zu bewerten."

Sie stand auf und ging zu ihrem Schreibtisch. Der Schublade entnahm sie ein Buch.Hannes, ich habe Jahre hindurch Tagebuch geführt. Erschrick nicht bei dem Gedanken, daß ich den Blättern meine innersten Empfindungen anvertraut habe. Dies Tagebuch ist für mich nur der nüchterne Beweis meiner ehelichen Bilanz, wie dir dein Hauptbuch Bilanz für deine Fabrik ist. Heute ist das Tagebuch meine Rechtfertigung. Seine Aufzeichnungen be­weisen, daß du mich auch in den ersten Wochen unserer Ehe niemals mehr als täglich eine Stunde ausgesucht hast, die Mahlzeiten nicht eingerechnet. Die Hochzeitsreise schlugst du ab, weil die großen Mittel zur Sanierung meines Vaters keine längere Abwesenheit von Berlin duldeten. Das leuchtete mir ein. Aber in den sieben Jahren unserer Ehe bist du nicht ein einziges Mal mit mir verreist. Du hast

sitzen, bisher keine Kenntnis erlangt haben, er sonst bei der Reichsbahndirektton abzulegen hätte. Es handelt sich um die E i se n b a h n f a ch - Die andere Arbeitsgruppe der Eisenbahnfachfchule - ...3 fren fachlichen Lehrgängen, die für ak­

tive Reichsbahnbeamte zur Vorbereitung auf eine Fachprüfung durchgeführt werden. Hier sind aus­gewählte Fachkräfte (Reichsbahnbeamte) als Leh-

66 OOO 3ROT7 für das Kriegs-WHW.

Im Kreise Wetterau gingen bei der Spende für das Kriegs-WHW. am fünften Opferfonntag rund 66 000 RM. ein. Davon entfallen auf die Stadt Gießen mit Wiefeck und Klein-Linden rund 16210 Reichsmark.

Dornoti,en.

Tageskalender für Samskag.

Gloria-Palast (Seltersweg): ,Kora Terry". - Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Pechmarie". Al« tersVereinigung 18911941: 20.39 Uhr imBu g- Hof" Zusammenkunft. Oberhessischer Kunstvere.n: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellung im Foyer der Stadttheaters.

Tageskalender für Sonntag.

Stadttheater: 15.15 bis 17.45 UhrDr. med. Hiob Prätorius"; 19 bis 22 Uhr:Der Vogelhändler-, Operette von Karl Zeller. Gloria-Palaft (Sei- tersweg):Kora Terry". Lichtspielhaus (Bahn­hofstraße):Pechmarie". Obst- und Gartenbau- verein Gießen: 15 Uhr imBurghof" Jahres- Hauptversammlung. Oberhessischer Kunstveren: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadt-

Seit 1936 besteht in Gießen eine Schul-i einer Kommission unter Aussicht eines Prüflings-1 Bei unserem Besuch tes Unterrichts am ®on= einridiluna die in der breiten Öffentlichkeit kommissars der zuständigen Reichsbahndirektton nerstagabend tarnen mir m eine Sluicke hinein, b^hernickt Hervor7etreten ist. jie mXn (für Gießen die Reichsbahndirektion Frankfurt am! in der sich die Kursusteilnehmer mit Geographie Volksgenossen in Stadt und Land werden Main) durchgeführt wird. Wenn der Kurjusteilneh-, und Zehnen beschäftigten. des Leh-

Är von dieser Schule in der nur Män- wer die Prüfung besteht, dann erhält er darüber § rers K l e, n wurde auf dem Gebiete der Geo- ner und seit einiger 3eit auch einige junge ein Zeugnis ausgestellt, vas ihn von der Vorpru- graphie die Oberrheinische Tiefebene besprochen, an- Mädchen als Lernende auf der Schulbank fung für die erstrebte Beamtengruppe befreit, die , Meßend standen Rechenaufgaben über Gewrnm fifeen bisher keine Kenntnis erlanat haben, er sonst bei der Reichsbahndlrektton abzulegen hatte, und Verlustrechnungen zur .^>ung. Unser Besuch kam dem Seiten der Unterrichtsstunde vollkommen überraschend, das Moment einer auf Besuch vor­bereiteten Unterrichtsgestaltung schied also von vorn­herein aus. Wir konnten bei unseren Beobachtungen die für die Schule erfreuliche Feststellung machen, daß Lehrer und Lernende in ausgezeichneter Ar­beitsgemeinschaft mit vollem Eifer und mit offen­sichtlich gutem Unterrichtserfolg bei ihrer Arbeit waren. Der geistige Gewinn dieser Gemeinschafts­arbeit für die Schüler im Mannesalter war jeden­falls unverkennbar und sprach eindeutig für das Streben der Schule und ihrer Lernenden.

und an fünf Abenden in der Woche Unter­richt an den Nachwuchs unserer Eisenbahner erteilt. Wir haben von dem Leiter dieser Schule, Reichsbahnoberinspektor Kliff- müller, in einer Unterredung interessante Aufschlüsse erhalten und Gelegenheit gehabt, am Donnerstagabend einem Teil des Unter­richts als Beobachter beizuwohnen, lieber die Ergebnisse unseres Besuchs ist folgendes zu berichten.

Die Eisenbahnfachschule Gießen, die dem Ver­bände' deutscher Eisenbahnfachschulen angegliedert ist, besteht in ihrer jetzigen umfassenden Form seit 1936. Sie arbeitet mit Genehmigung des Reichs­statthalters in Hessen unter der Aussicht der Hessi­schen Landesregierung. Ihre Anfänge reichen bis etwa 1920 zurück, aber von jenem Zeitpunkt ab bis 1932 war ihr Wirken, durch die damaligen Zeit­verhältnisse bedingt, mehrfach und zeitweise auch länger unterbrochen, so daß von einem geregelten Unterrichtsbetrieb keine Rede fein konnte. Die Lei­tung der Schule erfolgt durch den Vorstand der Derkehrsabteilung unseres Bahnhofes, Reichsbahn­oberinspektor Pg. Kliffmüller. ^Träger der Eisenbahnfachschule Gießen im ganzen Reichsgebiet bestehen, nebenbei bemerkt, über 100 solcher Schulen und Hunderte von Zweig­klassen in solchen Orten, wo eine Schule selbst nicht bestehen könnte ist die Fachschaft I Reichsbahn im Reichsbund deutscher Beamten, in weltanschau­licher Hinsicht wird sie von der Deutschen Arbeits­front befreut. Dem Schulleiter stehen als Beisitzer der Kreisfachschaftsleiter Reichsbahn Pg. Reusch und der Kreisberufswalter der DAF. Pg. Mül­ler zur Seite. Als schultechnischer Berater wirkt, neben dem Schulleiter, Lehrer a. D. Kröll mit, der selbst auch Unterricht erteilt und die Oberklasse führt, ferner sind im Unterricht Lehrer Klein, der eine Unterklasse führt, und für eisenbahntech­nische Dinge eine Reihe von aktiven Reichsbahn- be^mten des. Gießener Bahnhofs tätig; letztere er­teilen den Unterricht in den Fachlehrgängen. Die Schule beruht auf dem Prinzip der Selbstverwal­tung mit eigener finanzieller Grundlage, die aus den siedrig festgesetzten Gebühren für die Kurse ge­bildet wird. Die geringe Höhe der Unterrid>tsge- bühren bei 16 Unterrichtsstunden im Monat

Aufsätzen Zeichnungen, Modellen, qraphischcn Dar. Platz besetzt wL/bclzuwohnen und den ersten "der st-llungen ujw, die sich unter dem genannten drei non der Landesblldstelle nerbreiteten Älme zu und ! Motto vereinigen lasten. Hierfür lind sowohl Ein-. sehen. Er ist hergestellt von der Tobis und erscheint

und Heizung IN anerkennenswerter Weise sord-^. ! zeiarbeiten als auch Gemeinsch-fisarbsiten zuge- unter dem TitelSchiss klar zum Gesechtl" Der

Die Arbeit der Schule ist auf freiwilliger leil laf[cn und erwünscht. Durch die Beschäftigung mit nafjino am Unterricht "ufgebaut. eie dient dazu, [>iC|-en Gegenständen, die jedem rechten deutschen den jungen Mannern die Borbereitung für >hten Jungen K-ude machen mutz, soll der groß- Ge- Eintritt in die Bcamtenlaufbayn bei der Reichs- ^nke der deutschen Seegeltung schon der jungen bahn, weiterhin den aktiven B-amt-n die Fortbil- Generation in diesem Kriege um Großdeutschlands düng innerhalb ihres Tatlgkel,sbez>rks mit dem Zukunft lebendig nahegebracht, Verständnis für die Stele des Aufstiegs m andere B-amtengrupp-n zu stolz- Tradition und die h-rvorrag-nd-n Leistungen ermöglichen, ferner die freiwillige Schulung der unserer Kriegsmarine im gegenwärtigen wie im Reichsbahnarbeiter nach der allgemein fachliä>en [e(,tcn Kriege geweckt und den jungen Menschen die Seite hm und einer Aufsnlchung des al gemeinen Fude am seemännischen Berus und am Dienst in ®if(en5 in den wichtigsten Fachern der Allgemein-^, deutschen Kriegsmarine ins Herz gelegt wer- den.

Die Arbeit der Landesbildstelle Hessen ist dazu