Einzelbild herunterladen

|8./i9.3aniMti94l

Ur. 15 Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)

WM * we

HM 4 M

, v' z x ' . 'Z,-'y s'

den Einbruch in

'.ourt lesfhemnes

Wasfenstillstand laa Becker und seine Ki

Ortszeit für den 19. Januar.

Illi Monduntergang 11.54 Uhr, Mondaufgang

M>-nd in Erdnähe.

griffe, mich festzuhalten, aus Angst, Du könntest

Notzeiten, Erfolg, Kummer und Heim. Welch ver-

mtag

Voj 'Mehdriri

'Bueroü

WA

s. pX

iznt/'

r. ) Ca. ffarbormiir

PK. Es war am 25. Mai, als Leutnant Becker als Kompaniechef den Auftrag erhielt, einen etwa 5 Kilometer südlich von Amiens gelegenen Ort zu besetzen. Es war das Dorf Saleux. Die Somme war überschritten und von Amiens aus unternahm er mit seiner Kompanie, die zum aller­größten Teil aus Oberhessen und Kurhessen be­steht, Spähtrupps in das scheinbar feindfreie Dorf.

Ich könnte Dir auch für die Kinder danken, daß ich sie habe und daß sie Dich haben. Aber das ist wohl nicht des Erwähnens wert, denn wer ein rechter Mann ist. ist auch stets ein gerechter Vater Nur dafür will ich Dir danken, daß Du sie mit bedachter Strenge erziehst und mir, der Mutter, somit ermöglichst, nur aut und nur zärtlich und nur lieb zu ihnen zu sein die geliebte gute Mutter zu bleiben, während Du freiwillig die ge'ürchtete Strenge auf Dich nimmst und freiwillig den Kin­dern in ihren Nöten den ersten Weg zu mir frei­

ganzer Zug Schwarzer hatte sich dabei hinter gro- ;en Benzinkanistern verschanzt. Auch dieses 23er- teck wurde sehr bald ausfindig gemacht. Panzer- prenggranaten brachten die riesigen Kanister,^hin­ter denen sich die Kolonialtruppen verkrochen hat­ten, zur Explosion, und von dem gesamten Zug blieb nichts übrig. Ein ganzes Bataillon war von der Kompanie des Leutnants Becker, der auf Grund eines tollkühnen Mutes das EK. 2 und EK. 1 er­hielt, aufgerieben worden. Als später die Stukas den Einbruch in die Weygand-Linie vollendeten, war an dieser Stelle der Feind völlig geworfen.

Verdunkelungszeit

19. Januar von 17.44 bis 9.22 Uhr.

20. Januar von 17.45 bis 9.21 Uhr.

Leutnant Becker (rechts im Stahlhelm) bei der Ueberreichung des Ritterkreuzes durch seinen

General. (Aufnahme Weidner.)

Die Parole des KommandeursRan an den Feind", die einen Stoß in die erbittert verteidigte Weygand- Linie bedeutete, wurde von der Kompanie und ihrem Chef, Leutnant Hans Decker, blitzschnell in

Von Kriegsberichter Paul Gerhardt Dippel, wurden sie von der Kompanie des Leutnants Becker, der selbst alle Kampfhandlungen überwachte und immer allen voran war, ausgehoben. Ein

Offiziere. v

Zwischen dieser ruhmreichen Waffentat und dem Wasfenstillstand laa eine Zeit, die für Leutnant Becker und seine Kompanie keinesweg ruhig ver­lief. Als am 14. Juni das Regiment, zu dem Leut­nant Becker mit feiner Kompanie gehörte, in Paris einzog, bestaunte eine noch nicht völlig zum Er­wachen gekommene Bevölkerung die siegreichen Truppen, unter denen Leutnant Becker, nun außer dem EK. 1 und dem EK. 2 auch das Jnfanterie- sturmabzeichen tragend, an der Spitze seiner Kom­panie schritt. Als der Vorbeimarsch auf dem Place de la Concorde beendet war und man weiter süd­wärts stieß, war es abermals Leutnant Becker mit seiner Kompanie, der bei I u v i s y durch eine kühne Tat den Uebergang über die Seine ertrotzte. Indem er den sich hier stellenden Feind von der Flanke aus aufrollte, ermöglichte er dem gesamten Batail­lon den aufgetragenen Uebergang über die Seine und dadurch den weiteren Vormarsch in Richtung Süd-West.

Ijf das vornehme 10670

1 Familien - Caf6 in Gießen

panie, die jenseits des Ufers ganz allein ihrei Stellung halten und sich gegen das feindliche Feuer wehren mußten Wieder war es da Leutnant Beckers Kompanie, die für das gesamte Bataillon den nunmehr letzten Uebergang über einen fran­zösischen Fluß, über la Creuse, erzwang und damit dem ganzen Regiment die weitere Verfolgung des liehenden Feindes ermöglichte. .

Saleux, Dury und la Creuse sind Namen für Waffentaten von größtem Erfolg und weitester Tragweite, sind Stationen siegreichen Einsatzes gegen einen nicht zu unterschätzenden Feind. Für diese rühm- und bewährungsreichen Unternehmun­gen erhielt Leutnant Hans B e ck e r , der am 30 Mai 1914 im Oldenburgischen geboren wurde und dessen Vater 1918 gefallen war, das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes. Was er als Friese an der Spitze seiner mit ihm rühmenswerten hessischen Männer erreichte und erkämpfte, ist in die Geschichte des Westfeldzuges eingegangen. Und so stehen seine Waffentaten mit auf dem Ruhmesblatt, das die deutsche Wehrmacht sich in diesem Kriege selbst chrieb.

gibst.

Liebe ich Dich darum? Ich liebe Dich so tief, daß ich keinen Grund zu meiner Liebe finde, ich liebe Dich so sehr, daß, wenn Du mich eine Brücke hin-

Wofür Leutnant Becker das Ritterkreuz erhielt.

Oer Stoß in die Weygand-Linie hei Saleux. - Durchstoß durch die Weygand-Linie bei Dury. - In den Gefechten südlich von Paris und an der Loire.

ntt

r fimneL"' tze wirb ff inet Brr mAnB n. -i

und den Streich vergelte, den Du ihnen gespielt hast. Ach, es gibt tausend Dummheiten, die wir taten. Und wir waren nicht die einzigen Eheleute, die über den Strang schlugen. Neben uns und über uns und gegenüber von uns die ganze Welt be­stand aus jungen Paaren, die nur dem glücklichen Augenblick lebten und die bunten Kleider des lau­nischen Unfugs trugen. Wir sahen nur Menschen, die lachten, wir sprachen nur mit Menschen, die gleich uns den lieben Gott im Himmel und auf Erden einen frommen Mann sein ließen. Wie liebte ich Dich damals, liebster Mann, Du warst der Stärkste und der Uebermütigste und der Leben­digste von allen, und ich war sehr stolz, daß gerade ich Dein- kleiner Kamerad in allen Dingen sein durfte. Und ich konnte es nie fassen, daß gerade mir dieses große Glück beschert sei. Deine Frau zu sein.

Ich kann es heute noch nicht fassen, liebster Mann. Die Jahre sind dahingegangen, ach, wo sind sie geblieben?! Wo war der Kreuzweg, wo wir ab­bogen von der Straße des Uebermutes? Wo stand der WegweiserZum ehrgeachteten Dasein", wo kauften wir die Räder, auf die wir uns setzten, um schneller weiter zu kommen und auf denen wir un* schön gerade halten mußten, um nicht umzu­fallen? Da gab es plötzlich kein willkürliches Aus­ruhen mehr und auf jeder schönen Aussicht em Raiten, kein Trällern und kein Scherzeerfmden, wir mußten weiter und weiter, bald zogen wir uns einen ordentlichen Rock an, später bepackten wir uns mit einem Rucksack, denn wir hatten allerhand mit uns zu befördern, hier eine Verpflichtung und da eine Aufgabe, die man uns zu besorgen anver­traut hatte. Wir wurden müde, wir wurden ernst und hart und oft verdrossen. Aber wir kamen vor­wärts. Und immer fuhren wir nebeneinander her. Wir verstanden uns schon ohne Worte, wir brauch­ten uns kein Zeichen mehr zu geben, welchen Weg wir einschlugen, wir wußten, wann es Zeit war zu rasten und wo die Räder für eine Frist unter-

,,s. a<rrwtzc

^epuiert ClßJ

X^/VZ3azyt n, MoxnbJkirv TVzt

hwanfl

Te,ohDeAb i i)j Gtfg itil*

RuWW

l " V t- 226. \Nerv° Eln^vies ViZü?iuuve

XLvv-».rrlc«^(-XlIV

I Haidttt . Au

* V' "STonb"!

° 'jiaV

'\Monrai

Aus der Stadt Gießen.

Was trägt sie

in der lilienweißen Hand?"

Die Mode, jenes launische Wesen, schrieb schon zu allen Zeiten den Menschen vor, was sie in der Holid za halten hatten. Bei den Herren war es nul. ein Spazierstock, mal eine Tabaksdose, bei del Frauen war es bald em zierlicher Fächer, bald eine goldene Dose, ein Taschentuch, ein Rosenkranz, ein Pompadour oder ein Sonnenschirmchen. Augen- dliklich ist es ein Muff! Wieder ein Muff, müßte ich wohl besser sagen, denn dieser hübsche und prak- tijtje Gegenstand war schon öfters modern, er wird mr von Zeit zu Zeit von der Laune der Mode in dit Mottenkiste verbannt, um dann wieder freudig heivorgeholt zu werden.

Den Muff ein komisches Wort, sagen Sie es sec-smal .hintereinander, dann wird es noch korni- schr! gibt es wohl schon lange. Ganz genau kmn man den Zeitpunkt seines ersten Auftretens abr nicht feststellen. Sein Vorgänger war das sog. ßohpelzchen", das dazu bestimmt war, diese lästi-

Der eigentliche Durchbruch durch die Weygand- Linie vollzog sich einige Tage darauf. Von Amiens aus sollte eine Ausgangsstellung auf die Weygand- Linie selbst geschaffen werden. Dazu mußte das Dorf Dury genommen werden. Dieser Ort war chon im Weltkriege ein bedeutender Platz, denn hier befand sich das Generalstabsguartier des Mar- chall Foch. In diesem Ort hatte sich der Feind verschanzt. Ohne Beseitigung dieses starken Wider- tandsnestes war der geplante Durchstoß durch die eindliche Riegelstellung nicht zu vollführen. Wie­der waren es die persönliche Initiative und der todesmutige Einsatz des Leutnants Becker, der mit einer zurückliegenden 2. Kompanie durch die ge- chaffene Lücke vorstieß und mit Unterstützung von Flak und Pionieren des Regiments am 5. Juni die zäh verteidigte VZeyganb-Linie überrannte und in genau südlicher Richtung die Verfolgung der ge­schlagenen Franzosen übernahm und fortsetzte. In den heftigen Kämpfen in Dury wurden in dem ehe­maligen Gebäude des Fochschen Generalstabsguar- tiers allein 270 Gefangene gemacht, darunter hohe

Oer Zahnarzt auf der Straße

Wenn es auch in China heute nicht mehr art modern eingerichteten Zahnkliniken fehlt, so gibt es doch viele Chinesen vor allem aus dem niederen Volke, die dem alten Brauch treubleiben, sich die Zähne auf der Straße ziehen zu lassen. DieStra- tzenzahnärzte" stellen sich an den Straßenecken der belebtesten Viertel mit ihrem ganzen Apparat auf, der allerdings nur aus einem Tisch, einem Stuhl für den Patienten und den sehr einfachen Jnstru- menten für das Zahnziehen besteht. Als Aushänge­schild dient eine Art Kette, die aus ein paar Dutzend Zähnen aebilbet wird, die auf eine Schnur aufgereiht sind. Das Ziehen der Zähne wird von diesen Zahnärzten vollzogen, während sich immer eine große Zihl Zuschauer um ihn versammelt und den Vorgang mit größter Anteilnahme beobt achtet. 0. K*

gei Tiere anzulocken Auf den Bildnissen italieni­sch r Damen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts sil t man häufig dieses Kleidungsstück in ihren $iiben. Schon 1467 finden sich solche Flohpelzchen veeinzelt im Inventar der Herzöge von Burgund, !hundert Jahre später sind sie bereits häufig. Man jjo»it sie in der Gestalt eines Marders, Iltis oder ijßMels aus und gab ihnen Kopf und Klauen von kv barem Material. Die Herzogin von Ferrara He von ihrem Gatten einen Zobel mit goldenem fiDf mit 12 Rubinen, 3 Diamanten, 3 Smaragden Ur> 4 Perlen geschenkt erhalten. Königin Katharina ||ai. Polen hinterließ 1572 einen Zobel mit gol- be em, edelsteinbesetztem Kopf, der auf 750 Taler gcchätzt wurde. Ader auch in bürgerlichen Kreisen öirbe darin Verschwendung getrieben: im Näch­st der Philippine Welser fand sich eine Garnitur, zu einem Flohpelzchen gehörig: ein 'Zobelkopf von ©Cb, bei bem bie Augen von Granaten, bas Maul e'r-' Perle unb bie Tatzen mit Rubinen unb Sma- roiben besetzt waren. .

II.Sn unserer Zeit nun, bie weniger verschwenbensch tptt schmuckfreubig ist, ist ber Muff bas, was er je; soll, nämlich ein Hanbwärmer. In Nordbeutsch- [<ib hört man wohl gelegentlich auch bie Form Jte Muffe", aber eigentlich heißt es ber Muff int bie Muffe ist siehe Brockhaus! eine SRnrerroeiterung zum Einbichten eines zweiten Mres. r , ...

Sehr verschieben kann er aussehen, btefer mann- litte Muff, aber immer ist er hübsch unb schon bes= icid müßte er eigentlich weiblich fein! Material, Hl-be unb Form schreibt natürlich bie Mode vor. litt so gab es schon riesengroße Taschenmuffe unb luttzig kleine runde Müsse, bie an Rollmöpse er- finnern. Seiner Eigenschaft als Hanbwärmer ge- I miß, ist er meist aus Fell ober Pelzen hergestellt, |»i5ei alle Arten von Pelz Verwenbung finden, Ub r auch schon seidene, Federn- unb Spltzenmuffe ta es gegeben. Früher zierte ihn öfters ein Veil- <f)riftraüf3, wobei bas entsprechende Duftwasser über Ib ausgegofsen war. Oder sollte bas nur ben jhrmpfergerud) vertreiben? Auch gab es früher Mffketten, um ihn um ben Hals zu hangen oay um ihn nicht immer in ber Hanb zu halten fcr uchte. Unsere praktische Zeit bescherte uns Muffe m einer Tasche, bie einen Reißverschluß hat

Sei.er nun aus Zobel, Fuchs ober Hasenfell wir Willen froh sein, baß uns bie Mabe einen Muss 3ii tragen erlaubt, benn warme Hänbe sind bei ber '§! te eine herrliche Sache! E- L-

messene Lüge schlechter Ehewalter, zu behaupten, man habe sich auseinbergelebt, wenn man zusam­men leb? Ehe bin bet jebes Banb fest, bas noch so locker geschlungen. Wie aber erst bann, wenn sich zwei Menschen wie wir wirklich liebten unb nie aufhörten, sich zu lieben? Oft glaubte ich, es zer­sprengt mir bas Herz, wenn ich an Dich benke. Was 'bist Du boch für ein prächtiger Mensch! Du sorgst für mich Tag um Tag, Du hast mir em Dach über bem Kopf gegeben, burch bas es nicht herein­regnet. Du gibst mir Kleider, damit ich nicht friere. Du kaufst mir Schuhe, damit ich nicht krank werbe Ja sogar ein Börslein verdanke ich Dir, aus dem ich bie vielen kleinen Freuben bes Alltags zahlen kann. Ich muß mich nicht sorgen, ob ich morgen satt zu essen habe, ich muß mir bas Holz für ben Ofen nicht selbst im Walde sammeln, ich muß mir keine furchtsamen Gedanken machen, wenn es finster wird, benn ich kann ja bas Licht custbrehen unb kann am Hauswirt unbekümmert vorübergehen, benn Du hast ihm bie Miete pünktlich gezahlt. Nachts bist Du bei mir, bamit ich nicht allein liege, und am Tage gibt mir Deine Rechtschaffenheit : Schutz unb Halt, baß mich ber gute Nachbar grüßt ; unb mir der böse kein Bein stellt. Du läßt mich nie , allein, bringst feinen Menschen ins Haus, der mir , nicht wohl will, und gehst zu keinem, ohne mich - mitzunehmen Klein ist Dein Freundeskreis mir zu- , liebe, Du sitzt nicht im Wirtshaus unter ben Spöt- . lern ber Ehe, auch njcht bei Karten- unb Würfel- > spiel. Auch Du «eierst bie Feste, wie sie fallen , Aber es finb immer nur wenige Schritte, bie Du . von mir weggehst. Noch ehe ich mich sorge, Dir t sei etwas geschehen, bist Du längst umgekehrt unb s bereits auf bem Heimweg zu mir

. Liebesbrief

an ben eigenen Mann.

Von Jo Hanns Rösler.

Du sollst nicht glauben, liebster Mann, baß ich biqo weniger liebe als am ersten Tage Du barsst ligt meinem Gesicht glauben, bas heute ernst vor hi liegt, nicht meinem Munb, ber ost herbe Ding picht, nicht meinen tätigen Händen. Ich weiß 0(6)1, bas Mädchen, das du einst freitest, hatte lacnenbe Augen, ihr Mund schien nur zum Smaen !r? Küssen und Zärtliches zu sagen vom lieben tzlitt geschaffen, ihre Hände waren so entzückend geschickt unb verspielt wie Swes lunge Katzen im Lvoße einer Frau. Dieses Mabchen liebtest Du JtD glaubtest, baß es immer \o bliebe. Darum lernst Du es zur Frau und stehst heute manch- w. l em wenig erstaunt, wenn md)t gar entlaufd) Job ich so gar nicht anders bin als die Frauen ber Nachbarschaft Du kommst bir wahrscheinlich als ber ir fein Glück Geprellte vor, ber eine gli^ernDe Sunbertüte kaufte unb darin statt des goldenen Ängleins eine alltägliche Münze fanb^ Und dann Ü übst Du und sagst es auch oft, ich liebe -Lieh nicht mehr so wie früher. Du wirfst mir öor baß menia "Reit für Dich habe, zu dir erst ins

Bttt komme, wenn Du schon schläfst, ftiöe, bevor Du erwacht bist. Ach, Du dummer i^nnn Du! Muß bas Feuer He^ abends mcht -kiöscht werben, muß ich es. nicht ^'6 anzunben^ bin ich möchte nicht, bah Dir DemHauvuber bem I?Wf abbrennt, unb ich will nicht, daß es Dir un stRiütlich erscheint, wenn Du früh ausstehst.

Denn ich liebe Dich. Ich sehe Dich heute immer »Ich fo, rote Du öas erste Mal zu mir kamst und s mir die Stimme oerjchlug, als Du mich an- P.achst und ich kein Wort von dem umstand was h.i walltest, und zu allem Ja sagte nur &amdDu nch nicht für dumm halten konntest. Ach. lange hVe jch noch Ja zu allen Deinen Dummhei en ich löffelte dann insgeheim eifrig die Suppe a , li, wir uns eingebrockt hatten Wie ost drehte ich *. chiihne zu. die du unbedacht offen dch das Spiel nicht mehr freute Wien,-1° Türen stlotz ich. die Du im puren Uebermut die Le U schrecken ansklingteft. rotemele Menschen be- Il)iqte ich. die Du leichtstnnig aus ihrer Ruhe g Itngcll. Aber ich lachte mit Dir. und ich l es um die cirahenecken hinter Dir her, daß keiner un f

mit in bie Tiefe gerissen werben. Denn baß Du! lebst, bafür lebe ich. Daß bu glücklich bist, ist mein Glück. Deine Zufriedenheit ist meine Zufriedenheit. Und wenn Du mich nicht mehr lieben würdest, liebster Mann, möchte ich vergehen, um Dir nicht im Wege zu stehen, aber Dein Schatten möchte ich bleiben, der immer hinter Dir ist, ohne daß er Dich stört.

Unb barum schreibe ich Dir biefen Brief, liebster Mann, bamit Du weißt, wie es in mir aussieht. Sagen kann ich Dir bas alles nicht Auch paßten bie Worte nicht in bie Nachbarschaft meiner täg­lichen Begrüßung, Dir boch bie Schuhe besser ab­zuputzen, mir bas Wirtschaftsgelb für morgen zu geben und Dich seufzend zu fragen, wo denn der Knops geblieben ist, der Dir an Deiner Hose fehlt. Denn wir Ehefrauen haben nun einmal alle die gleichen Gewohnheiten, immer dasselbe zu sagen, wie ihr Männer, immer das gleiche zu tun: biex Schuhe nickst abzuputzen, bas Wirtschaftsgelb zö­gernd herauszurücken unb bie Knöpfe an Rock unb Hofe zu verlieren."

Diesen Brief schrieb eine Ehefrau an ihren Ehe­mann Doch, nein, bie Lüge hätte kurze Beine: biefen Brief schrieb ein Ehemann, ber seine Frau zärtlich liebte, an sich selbst Er schrieb alles hinein, was er gern einmal von seiner Frau gesagt be­kommen hätte Dabei hat sie es ihm tausendmal gesagt und tausendmal bewiesen, er hatte nur nicht richtig hingehört Doch auch dies wußte er, als er diesen Brief schrieb.

, , > S^Scntflieu . "*

5. * °

ü ' Orecmeuyi ... i

urnelay oTricrit V

6tOi* > JtMi __ S*Martin-a

t

Crossons aOQ Ma

«Durv < Zd.te.

^rJa/möAurl}

*«$

Voreu

Essertxnut *YAtty-».N . yFlers o*l

\ \ Ls Jfcyt * \ Harju

->.f Cor. Estr ees z

-x_-FViZZcrs -' einnneia

. Thieux Mhnti

vüter, r \ aaFtuleJt 1

! TluTFtnufue rolfa j

Esgutairurr , .MQnA

'rarwaettel / l >

Zum letzten Male in dieser Folge glänzender Waffentaten entschied Leutnant Becker durch den Einsatz seiner Person den Sieg über den Feind an der L a Creuse, einem südlichen Nebenfluß der Loire. Es war am 22. Juni, ein letztes verzwei­feltes Wehren des Feindes, ehe die deutschen Sie­gesglocken den Waffenstillstandsvertrag einläuteten. Die ersten Unternehmungen der Pioniere, bie La Creuse zu überqueren, waren fehlgeschlagen. Je 100 m biesfeits unb jenseits ber La Creuse lagen bie eige­nen unb feinblichen Stellungen. Kriechenb arbeitete sich bie 2. Kompanie heran ans Ufer. Allen voran immer Leutnant Becker, besten verwegenes Beispiel seine Leute zu unerhörten Leistungen anspornte. Mit kleinen Schlauchbooten wurde ber Uebergang ertrotzt. In kleinen Gruppen setzte man über ben ....... onrt ' 7 anberen Kom- j

45 Uhr el

isen!

Male: ifäioriis FraQtolelöu Goetz- 10 bis 2.1fl

s 22 Uhr

ifnerlill1 ändle1

Zeller- ,3.60

rsS rien;

* s*

zustellen.

Unb bann fragtest Du mich eines Tages zum ersten Male: sag, liebst Du mich noch? Ach Mann! Meine Liebe zu Dir ist ja mit ben Jahren viel größer geworben, sie wuchs von Tag zu Tag, von Stunbe zu Stunbe. Muß benn nicht m jeber Ehe - unb sei fie bie schlechteste - bie Liebe zueinan­der ftünblid) wachsen? Sinb boch so viele Gartner am Werk, den Boden ber Liebe zu lockern unb ber Gh-be zu gemeinsames R^-^'n^ Feste, unterstoßen würbest, ich nicht nach Dttner Hanb

[ame .ßreub-e, q^m , > nriffe. mich feftAuhalten, aus Angst, Du konntest

QlljCny o Talmas 15

rt N«wu>s \ k Wfla-toy- flazTZor. *

wrt v 1 V xZ

30 M> MSv E »v PMaimnlLe. EtinzJusm > '

U lCorbte^V j-jf'oianay s - Dorrtpwn '**"* -

bie Tat umgesetzt.

Beim Besetzen bes Dorfes traf man einige Zivi­listen, aber von einem Gegner war nichts zu be­merken. Da plötzlich erhielt bie Kompanie Feuer. Die Franzosen (sie hatten wohl geschlafen unb das Eindringen weder vermutet, noch bemerkt) waren nicht nur zahlenmäßig in der Uebermacht, sondern hatten auch im Dorf selbst Stellungen, aus denen die vorgehenden Deutschen wirksam beschos­sen werden konnten. Mit ungeheurem Schneid lei­tete Leutnant Becker den ersten Angriff unb setzte sich im Dorf fest. Sein anfeuernbes Beispiel über­trug sich in kürzester Zeit auf alle Kompanieange­hörige, unb überall, wo es brenzlig war, konnte man ihn an ber Spitze sehen. Die Schwarzen, denn aus schwarzen Kolonialtruppen bestand der sich wütend wehrende Feind, wurden stark ge- jchwächt. Am Abend gingen sie zum Oegenangrif über. Kolonialtruppen warfen sich auf bie Kom­panie, bie biefen Angriff abwies unb gegenüber dieser an Zahl weit überlegenen Uebermacht die gewonnene Stellung in einer Breite von über zwei Kilometer hielt. Da griffen bie Franzosen mit Pan- ------- zerkampfwagen an. Aber nicht weniger als breißig

ionrienaufgang 9.26 U^Sann-nunl-rgang 1T.4« P-5°rwager. rourden durch^A»^ »nd ________

ter einer Fabrik 23erteibigungsfteUung. Auch bort Fluß unb erlöste zwei Mann^rner^