Ausgabe 
17.5.1941
 
Einzelbild herunterladen

srzen i iden?

PZ

Nr. Hb Zweites Blatt

Aus der Stadl Gießen.

Oie Mutter.

Kein Mensch steht so tief in der Fülle des Lebens, kein Mensch spürt so voll den Pulsschlag der Schöp­fung, kein Mensch ist der Gottheit so nahe wie die Mutter. Dem Leben schenkt die Mutter neues Leben. In liebender Hingabe an den Mann empfängt sie dieses neue, werdende Leben. In seligem Mutter­glück bringt sie das Kind zur Welt und weiß dabei, daß jedes Glück durch harten Schmerz und manches Leid nur zu erringen ist. Sich selbst und ihrem Manne, ihrer Sippe und ihrem Volke schenkt die Mutter das Kind. Diese reiche Gabe bedeutet auch vielfaches Glück. Den Strom des Lebens, der in ihrer Sippe und ihrem Volke aus fernsten Zeiten kommt, geleitet die Mutter weiter in eine ewige Zukunft. Ihre göttliche Berufung ist es, das Leben zu erhalten und zu wahren, ihr natürliches Lebens­ziel ist es, das Schöpfungswerk Gottes fortzuführen.

Den Säugling nährt die Mutter mit dem Reich­tum ihres eigenen Leibes. Geist und Seele des Kin­des bildet sie mit den besten Gütern ihres persön-

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsen)

17./18.MI1941

Maschinen im Dienste der Oorfgemeinschast.

Vorbildliche Arbeit einer ländlichen Genossenschaft. - Eine wertvolle Hilfe für die Landfrau.

Mr

zu werden.

ienl

Die beiden großen Traktoren der Genossenschaft emrn in erster Linie der landwirtschaftlichen Ar-

Freiwillige für die Waffen-^

darauf

der

n guten

be-

ieute in

irti Ihre

am

>n vor-

Wäsche-

Lebens-

Btt Bptita am Sahnhof

Wäsche

MaMAteße 29/30 - 2/4.

3htet Franken kaffe

Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!

en sorg-

Kleider

st dann, alt sind,

Wenn auch die Genossenschaft, in derm Leitung der altbewährt, gute GenossensäMsgeist lebendig gestaltend am Werk ist, viele Dinge und Einrich­tungen völlig uneigennützig ihren Mitgliedern und der ganzen Dorfgemeinschaft zur Hilfe und Erleich­terung bei der Arbeit an die Hand gibt, so läßt sie selbstverständlich über dem Ganzen ihre; Wirkens, den Grundsatz der Fach- und Sachkenntnis sowie der gemeinwirtschaftlich-kaufmännischen Geschäfts­führung als höchste Richtlinie walten. Auf dieser Grundlage gibt sie jedoch durch ihren praktischen

zentrifuae einem Heißwa erweicher und einer, wrunomge giui i« w vu.» -

SSnarf in einem Nebenr-mm. Der «°»ze Sozialismus 'M Dienste der Dorsgememschast em Betrieb ist auf elektrischen Strom, sowohl für die lobenswertes Beispiel, das alle Anerkennung ne - Heizung der Waschkessel und des Wasserspeichers, dient und der Nachahmung auch in manchen an- I als auch für den Antrieb der Zentrifuge und der deren Orten wert ist.

Zeige Dich der Opfer unserer Soldaten würdig. Gib reich­lich zum 2. Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz am kommenden Sonntag.

furt a. M.), Tenor, und Gustav B ley vom Gie­ßener Stadttheater, Bariton, gewonnen. Die Be­gleitung am Flügel hat Eberhard Delp, die musi­kalische Gesamtleitung Prof. Dr. Temesväry.

Das Werk, das die Unterdrückung und Klage eines Volkes, seinen Drang nach Befreiung von der Tyrannei des Landfeindes, seinen Ruf nach einem überragenden Führer, dann die Erscheinung des Führers und Feldherrn, seinen Kampf und Sieg, seinen glorreichen Empfang in der Heimat zum Inhalt hat, wird uns Deutschen besonders lieb und wert, wenn wir an die Siegestaten unserer unvergleichlichen Wehrmacht und ihren genialen Feldherrn denken. \

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 17. Mai. Auf dem heutigen WöchenX markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 46, gelbe Rüben, % kg 12 bis 15, rote Ruben .10, Spinat 10 bis 16, Grünkohl 10, Zwiebeln 17 bis 18, Meerrettich 40 bis 60, Feldsalat, ^10 10, Lauch, kg 24, Sellerie 21, Salat, das Stück 21 bis 30, Rettich 25 bis 30 Rpf.

*

* * Mieterjubiläum. Am 15. Mai waren es 40 Jahre, daß die Familie Daniel Heil im Hause Hitlerwall 47 wohnt, ein Zeichen des guten Einvernehmens zwischen Hauseigentümer und Mie­ter, für beide in gleicher Weise eine Auszeichnung.

Landkreis Gießen.

* Lollar, 17. Mai. Am morgigen Sonntag, 18 Mai, feiern die Eheleute Heinrich Kal et sch, Schuhmachermeister, und seine Ehefrau Margarethe, geb Schmidt, in bester körperlicher und geistiger Frische das Fest der g o l d e n e n H o ch z e l t. Dem Jubelpaare gelten auch unsere herzlichen Glück­wünsche.

Oer Fußball am Sonntag.

£uftroafre Sportfreunde Raunheim Wehlar 05

Die Luftwaffe dürste in ihrem Spiel gegen Wetz­lar vor einem sicheren Siege stehen, da sie ihre kämpferische Leistung in letzter Zeit start verbes-

sonders hingewiesen.

Unsere Luftwaffe in der neuen Wochenschau.

Die Waffen-^ stellt im fflonaf Wal vordringlich Freiwillige der Jahrgänge 19001924 mit und ohne Dienstzeitverpflichtung ein. Auf die Bekanntmachung der Waffen-^ im heutigen Anzeigenteil, aus die näheren Bedingungen zu ersehen sind, sei

bieAn in erster Linie der landwirtschaftlichen Ar- v beit auf dem Felde, an arbeitsruhigen Tagen oder I als auch für

> zu er- dien mit hon das schtnift«' hen <>" jnstseid« )d reinig lte Wei8

Ij'chen Wesens heran. Kein Mensch hat solchen Ein­fluß auf die Entwicklung des Kindes in all ihrer ' Mannigfaltigkeit wie die Mutter. Die Mutter bringt dem Kinde die ersten Schritte bei, sie lehrt es die ersten Worte seiner Muttersprache. Die Mutter schließt dem Kinde mit natürlicher Selbverständlich- keit und zarter Ehrfurcht die Wirklichkeiten des Lebens auf. Sie läßt das Kind die ersten Ahnungen alles Großen, Edlen und Schönen erleben und den ersten Abscheu vor allem Schlechten und aller Ver­derbtheit spüren. Indem die Mutter das Kind in die Größe und Mannigfaltigkeit des Lebens einführt, macht sie es gleichzeitig mit der Gottheit vertraut. Niemand ist von der Vorsehung eher berufen, Mitt­ler zwischen dem kleinen Menschenkind und dem Allmächtigen zu sein als die Mutter, die diesem Kind das Leben schenkte. In der Mutter und durch die Mutter findet der Mensch seine erste Begegnung mit dem Leben und mit Gott.

Die Mutter ist die Trägerin und Gestalterin des Familienlebens. Dem Alltag des häuslichen Da­seins prägt sie den Stempel ihres Wesens auf. Wohnkultur und Lebensform der Familie atmen ihren Geist. Art und Stil der Feiertage und Ge­denktage der Familie gestaltet sie nach ihrem per­sönlichen Charakter und Empfinden.

Alle Gaben und Kräfte, alle Lehren und Freuden, die eine Mutter in endloser Fülle verteilt, wachsen aus ihrer Liebe. Zu allen Zeiten wurde die Mutter­liebe in allen Künsten verherrlicht. Und doch kann ihr Reichtum nie ausgeschöpft werden. Zu den größ­ten Werken und Taten der Weltgeschichte hat Mut­terliebe die Voraussetzungen geschaffen. Unendliches Leid hat Mutterliebe gelindert und gestillt. Aus schwersten Gefahren und Verirrungen hat Mutter­liebe zahllose Menschen gerettet. Und wo die Mutter­liebe nicht mehr sichtbar wirken kann, da strahlt ihre Kraft über Räume und Zeiten hinweg auf ihre Kinder über. In den großen Zeiten eines Volkes aber vereinigt sich alle Kraft der Mutterliebe mit allem Soldatentum der Männer zu einem unbe­zwingbaren Wall gegen alle Feinde.

Der Reichtum und die Schönheit der Mutter sind so groß und mannigfaltig wie der Reichtum und die Schönheit der mütterlichen Erde. Es gibt nichts Schöneres in diesem Leben als eine junge Mutter. Es gibt nichts Edleres in dieser Welt als ein altes liebendes Mütterlein. Es gibt nichts Kostbareres für ein Volk als seine Mütter. Das Leben der Mütter ist das schönste Lied der Gottheit in dieser weiten Welt. A. H.

Vornotizen

Tageskalender für Samstag.

RSG.Kraft durch Freude" 19 Uhr im Stadt­theater:Tiefland". Gloria-Palast, Seltersweg: Ohm Krüger". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Heber alles in der Welt". Turnverein 1846: 20 Uhr imBurghof" Mitgliederversammlung mit LichtbildervortragUnsere Kriegsmarine".

Amtsgericht Gießen

Die A. H. in Gießen, wegen Diebstahls schon vorbestraft, hatte sich gestern wieder einmal wegen Diebstahls zu verantworten. Am 15. März abends hatte sie einem Herrn, der sie nach Haufe begleitete, aus der Hosentasche den Betrag von 60, RM. entwendet. Die Angeklagte war im wesentlichen geständig. Der Anklagevertreter schilderte die Ange­klagte als eine Person, die den Hang zum Stehlen in sich trage und die jede Gelegenheit zum Dieb­stahl wahrnehme. Die Angeklagte wurde unter Ein­beziehung bereits erkannter Strafen zu einer G e - samtgefängnis strafe von sechs Mo­naten verurteilt; der Anklagevertreter hatte zehn Monate beantragt. Strafmildernd wirkte, daß das Geld zurückerftattet wurde. Straferschwerend wirk­ten die Umstände des Diebstahls und die Tatsache, daß der Diebstahl begangen wurde, obwohl die Angeklagte erst kurz vorher wegen Diebstahls be- straft worden war.

Oie beste heffen-naffauische Schaf­zucht in Utphe.

hohe Auszeichnung des Züchters Rinn.

Den Siegerpreis des Reichsministers für Ernäh­rung und Landwirtschaft für die beste schafzüch­terische Leistung des Jahres 1940 in Hessen-Nassau erhielt der Landwirt Otto Rinn in Utphe, Kreis Gießen. Seine Stammherde ist die züchterisch wertvollste des deutschen schwarzköpfigen Fleijch- schafes im Gebiet der Landesbauefnschoft Hessen- Nassau. Die Landestierzucht erhielt von dort einen besonders großen Anteil wertvollster Zuchtböcke, in den letzten drei Jahren allein 91 Stück. Beson­ders wertvoll war auch der Beitrag an weiblichem Zuchtmaterial, wobei seit 1931 über 200 ausge­wählte Zuchtlämmer und Schafe dem Aufbau neuer Herden dienten. Bei der Sonderkörung 1940 stellte die Stammherde Rinn den besten Jungbock. Die bori erzeugte Wolle ist von hervorragender Qua­lität. Zu zahlreichen hohen Züchterpreisen früherer Jahre hat Rinn durch die neuerliche Auszeichnung eine besondere Würdigung seiner züchterischen Lei­stung erhalten.

Händels FrecheiiSoratorium ,0er Feldherr".

Die NSG. ,Lraft durch Freude" veranstaltet in Verbindung mit dem Gießener Konzertverem und dem Stadttheater am kommenden Dienstag, 20. Mai, im Stadttheater eine Aufführung des Freiheitsoratoriums für Chor, Soli und Orchester Der Feldherr" von Georg Friedrich Handel in der Bearbeitung von Hermann Stephani m Marburg. In der Aufführung wirken mittler Aka- dernische Gesangverein Gießen, der Marburger Oratorienchor und der Gemischte Chor des Staats« bades Nauheim. Für die Solopartien mürben 6-ilwiq Roloff ('Berlin), Sopran, (Erna St o 11 (Frankfurt a. 301.), Alt, Heinrich Benslng (Frank-

Wochen werden sie als Zugmaschinen vor den bei­den großen gummibereiften und gefederten Trans- portwagen mit je 100 Zentner Tragkraft verwandt, mit denen Transporte von Getreide, Kartoffeln usw. nach den Nachbar- und großen Verbrauchs­orten durchgeführt werden. Für die Arbeit^der Bodenbereitung hält die Genossenschaft zwei Sack­pflüge, zwei Eggen, einen Grubber und einen Düngerstreuer zur Verfügung. Zur Erleichterung der Heu- und Grummeternte stehen von der Ge­nossenschaft aus ein Bulldogg mit Mähbalkenvor­richtung, zur Getreideernte zwei Bulldogge mit Getreidebinder bereit. Der Hederichbekämpfung dienen zwei Hederichspritzen, die auf Wunsch auch an Volksgenossen in den Nachbarorten zur Ver­wendung ausgeliehen werden. Für die Vorberei­tung des Saatgutes hält die Genossenschaft eine neuzeitliche Saatgut-Reinigungsanlage dienstbereit. Von den zahlreichen kleinen Apparaten bzw. Ma­schinen, die sich der Interessent bei der Genossen­schaft zur Arbeit meist ohne Kosten leihen kann, seien hier beispielsweise genannt: eine Kalkspritze 3 um Kalken der Ställe, eine Kartofselsortier- maschine, eine Bodenfräse für den Garten, die be­sonders von den Landfrauen für die Gartenarbeit sehr begehrt wird, eine Sämaschine für Gartenpflanzen, ein Krauthobel zum Einschneiden von Kraut, eine Dosenverschlußmaschine, eine Sackflickmaschine. Seit 1937 besitzt die Genossenschaft auch eine fahrbare Kartoffeldämpfanlage, bestehend aus einer Kartof­felwaschmaschine mit Motorantrieb und drei gro­ßen Dämpfkesseln, in denen bis zu 200 Zentner Kartoffeln täglich gedämpft werden können. Die Beförderung der gewaschenen Kartoffeln von der Waschmaschine zu den Dämpfkefseln erfolgt mit einem Becherwerk, das von dem Motor mitgetrie­ben wird, so daß die frühere beschwerliche Arbeit des Füllens der Kessel durch Menschenhand fort­fällt. Diese Einrichtung der Genossenschaft, mit der man bisher gute Erfahrungen gemacht hat, wird auch in zahlreichen Orten der Umgegend viel benutzt und überall sehr geschätzt.

8 ist gut und ausgiebig.

Die neue deutsche Wochenschau, die Samstag, 17. Mai, erscheint, * zeigt Dokumente, durch die gerade die Ueberlegenheit des Reiches zur Luft klar veranschaulicht werden, indem Bilder von den großartigen Erfolgen Unserer Stukas im Kampf gegen das aus Griechenland fliehende englische Expeditionsheer und die zu seiner Flucht bestimmten Transporter neben Stuka- Angriffe auf die afrikanische Festung Tobruk und den größten englischen Versorgungshafen Li- v e r p o o l, gestellt sind. Siegesgewißheit und stolze Bereitschaft leuchtet aus den Gesichtern unse­rer Flieger. Selbst im schärfsten Abwehrfeuer über England behalten sie ihre überlegene Ruhe und setzen Bombe um Bombe auf ihr Ziel.

Die Planung all dieser Unternehmungen unserer Luftwaffe, die sich von Aegypten über das östliche Mittelmeer bis zum Einsatz im Atlantik und über England ausdehnen, liegt im Hauptquartier des Reichsmarschalls, in das die Kamera jeden Deutschen in dieser Woche für einen Augen­blick hineinführt. Er sieht dort die führenden Gene­rale am Beratungstisch: Hermann Goring selbst so­wie die Feldmarschälle Kesselring und Sperrle und schaut damit in das Antlitz jener Männer, in denen das Schicksal unserer Luftwaffe liegt Er wird beruhigt und gestärkt das Film­theater verlassen, denn er hat Männer gesehen, deren Gesichtsausdruck die höchsten Eigenschaften eines Feldherrn widerspiegeln: Ruhe, Mut, Ent­schlossenheit und hohe geistige Spannkraft.

Da die Bildstreifen dieser Woche auch Aufnahmen vom Einsatz unserer P a n z e r f o r m a 11 o n e n i n Afrika, von Säuberungsaktiynen in Jugo­slawien und von einer Glanzleistung unserer Pioniere, einer 1250 Meter breiten Brücke über die Donau, zeigen, geben auch sie wieder ein groß- artiges Bild von der Lebenskraft des deutschen Vol- kes, die sich nach dem Endsieg für ganz Europa segensreich auswirken wird. H. H. G.

Tageskalender für Sonnlag.

Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr Kammermusik: Philotas; 18 Uhr:Der Vogelhändler". Glo­ria-Palast, Seltersweg:Ohm Krüger". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:lieber alles in der Welt". , \

Stadttheater Gießen.

Am morgigen Sonntag wird als 10. Morgenver- anftaltung Lessings TrauerspielPhilotas" unter der Spielleitung von Gerhard Reuter aufgesuhrt. Vorher spielt das Streichquartett des Städtischen Or­chesters mit Otto Söllner am Cembalo die Sonate in g-moll von Josef Rosenmüller. Außer Miete Am Abend wird als Fremden-Sondervorstellung Zellers OperetteDer Vogelhändler" wiederholt Die Vorstellung beginnt bereits um 18 Uhr, damit auswärtigen Besuchern noch Gelegenheit zur Heim­fahrt geboten ist. Außer Miete.

Mustprb'ir eve in Gießen.

Auf der 10. Tagung der Arbeitskammer Hessen- Nassau, über die wir heute an anderer Stelle be­richten, verlieb der Gauleiter u. a. auch drei Be­trieben in Gießen dasGaudiplom für hervor­ragende Leistungen". Es find folgende Betriebe, in ' der Fachabteilung Bau: Martin M b e r man n. Hoch- Tief- und Eisenbetonbau G. m. b. H. Gießen, Löberstrahe 8 und Faber 8- S ch n e p p, Hoch- und Tiefbau, Gießen, LudwigstraßL 47 ; in der Fachabteilung Eisen und Metall: die Firma S ch unk & Ebe, Elektrokohle- und Burstenhalter-^abrik, Gießen. ___

fern konnte. . ,

In Naunheim stehen sich im Tschammer-Potal- Spiel als die zwei letzten Vertreter des Bezirkes 8 Naunheim Wetzlar 05 gegenüber. Vielleicht ge­lingt Naunheim diesmal der Sieg.

VfB.'Reichsbahn in Marburg.

Die VfBcr fahren zu einem Gesellschaftsspiel zu Germania-Marburg. Die Germanen haben m der Gruppe Marburg den ersten Tabellenplatz erobert. Die VfBer werden, wenn sie in Marburg siegen wollen, mit anderen Leistungen aufwarten müssen, als in den letzten Spielen. Besonders muß sich Die Einsatzfreudigkeit einzelner Spieler steigern, der bet ihnen vorliegende Mangel an technischem Kannen kann eben nur durch größeren Eifer ausgeglichen werden. Der kleine Platz der Germanen. erforöet besonders gutes Zuspiel. Man hofft, daß die VfBer ehrenvoll abschneiden.

Berdunkelungszett

17. Mai von 21.14 bis 5.24 Uhr.

18. Mai von 21.15 bis 5.22 Uhr.

Eine besonders bedeutsame und vorbildliche Tot des Gemeinschaftsdienstes hat die Genossenschaft mit der Einrichtung einer modernen Waschanlage« für die Gesamtheit des Dorfes vollbracht. Maß­gebend war hierbei der anerkennenswerte Gesichts­punkt, auf diesem Wege der Landfrau die Arbeit leichter zu machen, ihr vor allem das tagelange Stehen und Arbeiten an den Waschbütten mit den großen körperlichen Anstrengungen und dem erheb­lichen Verlust an Zeit im Hinblick auf andere dringende Ausgaben in der Wirtschaft zu ersparen. Seit Februar 1940 ist diese Waschanlage in einem gut eingerichteten Raum des Gehöfts im Betrieb. Sie besteht aus zwei Wafchkesfeln, einer Wasche- zentrifuge, einem Heißwasserspeicher und einer Wäschemangel --------------- """"

Wäschemangel, eingestellt. Dadurch wird jeder Kohlenschmutz in dem Waschraum vermieden, außerdem das schwere Kohlentragen und die Un­annehmlichkeit der Aschebeseitigung erspart. Die Wäscherei, in der eine Frau ständig .tätig ist, ar­beitet täglich mit Ausnahme der Samstage. Jede Familie des Dorfes hat ihren Waschtag, den sich die Hausfrau nach Bedarf befeHen kann. Zur Zeit sind bereits alle Tage vis M». Juni belegt, und so rege ist die Inanspruchnahme ständig; die Haus­frauen wissen, daß sie den Waschtcktz immer schon etwa drei Wochen vorher bestellen müssen. Ist der Tag gekommen, dann wird die Wäsche am Abend vorher eingeweicht, am folgenden Tage vormittags wird gewaschen und zentrifugiert, am Nachmittag auf der elektrischen Wäschemangel gemangelt, und am Abend dieses Tages kann die Frau die Wäsche schrankfertig mit nach Hause nehmen. Die Kosten für die Benutzung dieser Einrichtung sind beschei­den, so daß die Hausfrauen gerne die Geldausgabe machen, weil sie anders die Wäsche nicht so vor­teilhaft und arbeit- und zeitsparend bewältigen konnten. Alle Hausfrauen sind denn auch sehr zu- rieden mit dieser Erleichterung ihrer Arbeitsauf- gaben, und selbst solche, die anfangs dieser Wu­cherei für die Dorfgemeinschaft zurückhaltend ober ogar sehr skeptisch gegenüberstanden, sind heute zufrieden und machen sich die Einrichtung gerne dienstbar. Die sehr starke Inanspruchnahme macht jetzt sogar noch eine Erweiterung durch die Auf­stellung weiterer Waschkessel notwendig. Ferner will die Genossenschaft jetzt noch eine Wasser-Enthär- tungsanlage einbauen lassen, um das Wasser aus der'von Inheiden kommenden Frankfurter Wasser­leitung zu enthärten, um dadurch schonend für die Wäschestücke und sparsam auf den Verbrauch an Waschmitteln zu wirken. Die Frage der Abwässer- hefeitigung ist dadurch glücklich gelöst worden, daß diese Wässer von dem Waschraum aus durch einen Sinkkasten und einen Kanal direkt in den Dorfbad) abgeleitet werden, so daß sich keinerlei stauende Nässe ergibt. Diese Wäscherei ist u. W. bisher dre einzige ihrer Art in Oberhessen, sie kann als Mustereinrichtung gelten und verdient, anderen Ge­meinden als nachahmenswertes Vorbild empfohlen

Sie verbrauchen weniger Herdputz, wenn Sie mit feuchtem Lappen putzen. Die Putzwirkung ist dabei auch besser» Wird der Lappen beim Putzen trocken, dann gleich wieder nachfeuchten. So nutzen Sie das Herdputzmittel erst rest­los aus. Und dann noch: Immer nur Qualität kaufen. Das lohnt sich heute.

WEEN Herdputzpulver

Die Verwendung landwirtschaftlicher Ma­schinen zum Gemeinschaftsdienst für die Dorf­bewohner auf dem Wege über eine Genos­senschaft findet auf dem Lande immer stär­keres Interesse. Vorbildlich auf diesem Ge­biete genossenschaftlicher Betätigung sind die Einrichtungen, die die An- und Ber­kau f s g e n o s s e n s ch a s t e. G. m. b. H. in Nieder- 11 stadt (Kreis Fried­berg) neben ihrem landwirtschaftlichen An- unb Verkaufsgeschäft maßgeblich unter dem Gesichtspunkte des Gemeinschaftsdienftes aus eigener Initiative für die ganze Dorsgemeinschaft geschaffen hat. Wir hatten Gelegenheit, uns mit dem Geschäftsführer der Genossenschaft Herrn A m b r o n über die Einrichtungen zum Besten des Dorfes zu unterhalten und sie zu besichtigen.

Der genossenschaftliche Maschineneinsatz in Nie- der-Wöllstadt hat seinen Mittelpunkt in einem Ge­höft, das die An- und Verkaufsgenofsenschaft zu einem annehmbaren Preis gepachtet hat. In den Wirtschaftsgebäuden und auf dem Hofe stehen land­wirtschaftliche Maschinen der verschiedensten Art und Größen bereit zur Verwendung für die Dorf- gemeinfchaft, nicht etwa nur für die Mitglieder der Genossenschaft. Diese Maschinen sind von der Ge­nossenschaft in der guten Absicht beschafft worden, jedem Einwohner des Dorfes, der sich aus eigener Kraft die Vorteile der maschinellen Arbeit in sei­nem Betrieb nicht nutzbar machen kann, zu helfen und durch diese Modernisierung zugleich auch dem Ganzen zu dienen. Dadurch ist auch der sogenannte kleine Landwirt in der angenehmen Lage, die Fort- chritte der Technik in der Landwirtschaft für seine Arbeit ohne besonderen Kostenaufwand sich dienst­bar machen zu können. Die Genossenschaft ist ihm ein guter Helfer, ja sie geht dabei sogar soweit, daß sie manche Maschinen den Interessenten kosten­los zur Nutzung überläßt. Sie handelt dabei nach dem alten genossenschaftlichen Grundsatz, daß nicht das Verdienen, sondern das Dienen für die Ge­meinschaft oberste Richtschnur des Handelns sein muß. Der kaufmännische Gesichtspunkt einer ge­sunden Geschäftsführung wird deswegen nicht im geringsten vernachlässigt, aber man sagt sich mit Recht, daß es nicht nötig ist, bei allen Hilfen für die Dorfgemeinschaft noch besondere Verdienste zu erstreben, sobald die Einrichtungen oder Maschinen bezahlt sind und die allgemeinen Geschäftsunkosten der Genossenschaft durch ihr vielseitiges Arbeitsge­biet gedeckt werden. Das ist ebenso vorbildlicher Sozialismus der Tat wie der Grundsatz, daß die Genossenschaft ihre maschinellen Einrichtungen über den Kreis der Mitglieder hinaus der ganzen Dorf­gemeinschaft, manche Maschinen sogar auch den Volksgenossen in den Nachbarorten zugute kommen läßt-

YJicoanbit Jf«un9 b« ^nHeim«! | a:. fileinmp nmdieHej, ' eitung, bei i DerAniiige