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habe eine starte Vermutung, daß D r e u ß e n gegenwärtig für die große Masse des Boltes d i e beste Negierung besitzt. Gern gäbe ich meine Vorliebe für politische (Erörterungen darum, konnte ich einen solchen Zustand in (England herbeisühren. Hätte unser Volk eine so schlichte und sparsame Re­gierung, so tief beseelt von Gerechtigkeit gegen alle unb so beständige um die geistige und sittliche He­bung der Bevölkerung bemüht, wieviel besser wäre dann das Los der 12 bis 15 Millionen im Briti­schen Reiche, die ohne Wahlrecht doch freie Leute zu sein glauben und fld) die Vorstellung, sie seien keine politischen Hörigen, nur durch die große Ko­mödie derEnglischen Verfassung" aufschwätzen lassen, jenes Gemisch von Monopolen, Kirchlichkeit, Sinekuren, Wappenunfug, Fideikommissen und Zeremonien! Die Regierung Preußens ist die mildeste Erscheinungsform, in der der Absolutismus je aufgetreten ist." Das belegt Cobden an zahlrei­chen Beispielen aus der Praxis.

°Ueberhaupt entsprach dieser Cobden, der Vater des Freihandels, ganz und aar nicht dem deutschen und englischen Ideal der Manchesterleute. Er zog a. B., wenn er auch die Türkei als kranken Mann betrachtete und die türkenfeindliche Politik nicht nur Gladstones sondern auch die spätere Lloyd Georges nachhaltig beeinflußte, ganz kräftig gegen die Verhimmelung des P 0 l e n t u m s zu Felde und brachte in einer Schrift viele Argumente der Vernunft dafür bei, daß Rußland als Macht im­merhin das zivilisatorische Prinzip gegenüber den Unzivilisierten verkörpere. Die englische Politik ist ihm hierin bis zu Eduard VII., dem Einkreiser Deutschlands vor dem Weltkriege, nicht gefolgt, und ebensowenig die liberale öffentliche Meinung, die gerade in Deutschland vor dem Weltkriege durch aus russenfeindlich gewesen ist und daraus eine Frage der Moral machte, woran sich die Marxisten in Frankreich, die Bundesgenossen des verruchten Zarismus", niemals gekehrt hatten. Cobden kennzeichnete dieFreiheit" schreienden Polen nach dem Aufstand von 1830 als eine Horde von Sklaven.

Roch interessanter ist aber vielleicht seine Philip" pika von 1836 gegen die britische Art, unter dem Schlagwort vomGleichgewicht der Ri ächte" die Freiheit anderer Rationen zu zerstören. Der Führer hat in seiner Rede vom 30. Januar 1941 dieses infame Schlagwort beleuchtet. Cobden schrieb darüber u. a.:Unsere Geschichte in den letzten hun­dert Jahren kann die Tragödie der britischen Ein­mischung in die europäische Politik genannt werden, bei der Fürsten, Diplomaten, Pairs und Generale Verfasser und Schauspieler waren, das (britische) Volk aber Opfer, und 800 Millionen Pfund Schul­den werden die Lehre daraus für die späteste Nach­welt sein." Cobden wandte sich mit den schärfsten Wprten gegen den Außenminister (Eannlng, der da­mals, wie heute Churchill oder ein anderer der kümmerlichen Epigonen, die ganz modern schillernde Phrase gebraucht hatte,eine neue Welt ins Leben zu rufen, um das Gleichgewicht der alten wieder­herzustellen".

Wie gesagt, die Bourgeoisie ist ihm in dieser grundsätzlichen Einstellung nicht gefolgt, sondern hat nur seine moralischen Ergüsse über Freiheit unb Individualismus mit den plutokratischen Weltherr- schastsaelüsten zu ihrem Dogma vereinigt. Aber historisch interessant ist, daß auch die alten Radikal- Bürgerlichen in Deutschland nicht auf Cobden als Außenpolitiker hörten, sondern das englische Ge­schwätz gegen Bismarck, gegen die Russen, für die Polen, gegen die Türken und für die Engländer mitmachten. Der Hauptvertreter unb Lehrmeister der deutschen Fortschrittler war was heute ver­gessen ist ein waschechter Engländer, der im Jahre 1809 in London als Sohn des Gouverneurs von Britisch-Guayana geborenen John Prince- Smith, der seit 1831 in Elbing saß, bann in Berlin das Haupt der deutschen Freihändler wurde unb sogar von 187173 als Fortschrittsmann dem Deutschen Reichstag angehörte! Dieser Brite konnte nicht nur als Vorsitzender der ständigen Deputation des deutschen volkswirtschaftlichen Kongresses fun­gieren und von 186166 auch dem preußischen Ab geordnetenhaus angehören er war natürlich ein Erzfeind Bismarcks sondern hat mehr als irgend ein anderer dazu beigetragen, den klein­bürgerlichen Radikalismus bei uns gewissermaßen zu anglisieren. Von seinem beschränkten Stand­punkt aus veranlaßte er Eugen Richter unb anbere, nicht nur gegen Bismarcks Sozialgesetze zu stimmen, da sie der Freiheit widersprächen, und für die schrankenlose Ausbeutung der Arbeitskraft einzu­treten, sondern er brachte sie in die Reihe der Vor­kämpfer einer englandgeneigten Politik, die der Bismarckischen, nach Rußland tendierenden Politik entgegengesetzt war und schließlich in Versailles endete. E. S.

Der italienische Bericht vom Samstag.

Hom, 15. Febr. (DBB. Funkspruch.) Der ilalie- nlfdje Wehrmachtbericht vom Samstag lautet:

An der griechischen Front wurden Ver­suche des Feindes, sich unseren Stellungen zu nähern, von der heftigen Gegenwirkung unserer Truppen zurückgewiesen, die dem Feinde schwere Verluste zufügten. 3n der Rächt zum 15. Februar bombardierten unsere Flugzeuge die hafenanlagcn von C a Valetta und den Flugplatz 2111 c a b b a.

3n Horba frita an der Landfront nichts von Bedeutung. Unsere Flugzeuge bombardierten mo­torisierte Einheiten und längs der Küste feindliche Schiffe. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben gegen Truppen, Panzerwagen und Kraftwagen Vombcnangriffe durchgeführt. Lin Flugzeug ist nicht zurückgekehrt. 3m A e g ä i s ch en 211 e e r wurden im Verlaufe der Luftangriffe vom 12. und 13. Februar Zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen.

3n 0 ft a f r I f a hat der Feind im Abschnitt von Keren seinen Druck vermindert. 3m Verlaus der Säuberungvaktion, die nach den Kämpfen vom 13. Februar durchgeführt wurde, konnte man sehr starke feindliche Verluste feslstellcn. Ev wurde um­fangreiche Beute an Waffen und Munition geborgen. 3m unteren 3uba-Land sind im Gebiet von Ktsimaju heftige Kämpfe im Gange. Verbände unse­rer Luftwaffe bombardierten erfolgreich Truppen- zusammenziehungen. Ein feindlicher Kreuzer der Kairo"-Klasse erhielt durch einen unserer Luft­waffenverbände einen Volltreffer. Lin weiterer feindlicher Kreuzer, der vor Mogadischu erschienen ist, wurde durch den raschen Einsatz unserer Bom­benflugzeuge In die Flucht geschlagen. Feindliche Flugzeuge griffen eine Ortschaft in Lritrea an, wo etwa 20 Eingeborene getötet wurden. Zwei unserer Jagdflugzeuge wurden abgeschossen, die Flugzeug führer retteten sich durch Fallschirmabsprung.

Die Kriegsleistung des deutschen Films.

Heichsminister Dr. Goebbels auf der Lahrestagung der Reichsfilmkammer.

B e r l i n , 15. 2. (DNB.) Als Abschluß der Kriegs- tagung der Reichsfilmkammer fand im Schillertheater der Reichshauptstadt eine Festsitzung statt. Der Prä­sident der Neichsfilmkammer, Professor Carl Froe­lich, wies aus die Leistungssteigerung des deutschen Films hin und gedachte der Kameraden im feld­grauen Rock und der für das Vaterland Gefallenen, zu deren ehrenden Gedächtnis sich die Filmschaffen­den von den Vlätzen erhoben. Sodann nahm Reichs­minister Dr. Goebbels das Wort. Der Film, so sagte er, habe sich als eines der wichtigsten Füh­rungsmittel des Volkes den erhöhten Anforderungen, die der Krieg an ihn stelle, gewachsen gezeigt. Die Wochenschau vermittelte der Millionenzahl Oer Film besucher ein echtes, ungeschminktes Bild der Waffen­taten des deutschen Soldaten an allen Fronten. Noch nie zuvor seien aber auch Spielfilme von hohem künstlerischen Wert und weltanschaulichem Gehalt in so großer Anzahl entstanden wie gerade jetzt im Kriege. Im Gegensatz zur englischen Filmproduktion, die vor den Aufgaben des Krieges kapituliert habe, feien die deutschen Filmschaffenden mit höch­ster Intensität an die Kriegsaroeit gegangen. Das künstlerische (Ergebnis, eine lange Reihe jeroorrngen« der Spitzenfilme, laufe ständig vor überfüllten Kino- theatern. Gegen alle Widerstande und Beharrungen sei der deutsche Film im Kriege aber auch wie nie 3uuor an künÜlerUchen Werten bereichert warben. Und seine Arbeit habe dadurch ihre äußere Beloh­nung erfahren, daß die Statistiken für das Jahr 1940 eine Steigerung d e r Kinobesucher um 3 0 v. H. von 700 Millionen auf eine Mil­liarde für das Jahr 1940 auswiesen. Filme wie Robert Koch",Mutterliebe",Jud Süß",Wunsch­konzert",Geierwally" undOperette" seien die größten Publikumserfolge geworden, die Der deutsche Film seit Jahren zu verzeichnen habe. Sie hätten den Beweis dafür erbracht, daß unser Volk ein Werk von hohem künstlerischen und ethi­schen Gehalt dem seichten, schlecht gekonnten Unter- Haltungsfilm vorziehe. Sie seien aoer auch beispiel­haft für die Gestaltung des kommenden Filmschaf­fens, das seine Stoffe aus dem Leden greifen und feine Handlungen an echten Konflikten entzünden müsse. Er wisse, wieviel Arbeit dazu gehört habe, diese deutschen Spitzenfilme zu schaffen. Aber noch

nie sei ein großes Kunstwerk aus der bloßen Im­provisation entstanden. Es sei stets nur durch Be­gabung, Enthusiasmus und unendlichen Fleiß zu einer Schöpfung von überzeitlichem Wert geworden

Am Beispiel der Wochenschau schilderte Dr. Goeb­bels, wie der Krieg der große Erzieher des deutschen Filmschaffens geworden sei. Zu seinem Beginn sei das Publikum in die Kinotheater ge­strömt, um in erster Linie die Wochenschau zu lehen. In ihr sei alles das enthalten gewesen, was dem Spielfilm der vergangenen Zeit manchmal ge- fehlt habe: männliche Haltung, realistische Schau, ungeschminkte Wiedergabe des Zeitgeschehens, fil­mische Verkörperung des soldatischen Heroismus durch Verzicht auf alles schwulstige Pathos. Als der natio­nalsozialistische Staat die Betreuung des künstleri­schen Filmschaffens übernommen habe, sei ihm vor­gehalten worden, er hemme damit seine künstlerische Entwicklung. Gerade das Gegenteil sei eingetreten. Die Neuordnung habe die Filmsirmen, die bisher stark in unfruchtbaren Konkurrenzkämpfen ihre Straft verbraucht hätten, zum Wetteifern um die künstlerische Höchstleistung aufgerufen. Und daß diese überlegene Lenkung der Kräfte auch zu einer wirt­schaftlichen Gesundung des Films geführt habe, werde durch die Tatsache erhärtet, daß der deutsche Film mit feinen 8250 Kinotheatern innerhalb der Reichsgrenzen sich heute selbst amortisiere und noch große Gewinne abwerfe. Im Zeichen der poli­tischen Neuordnung Europas erwüchsen dem beut« schen Film aber auch bisher ungeahnte Export­möglichkeiten. Sein Absatzgebiet werde in Zu­kunft unbegrenzt sein. Als Pionier der deutschen Sprache, als Künder deutscher Lebensauffassung unb als beste Verkörperung der deutschen Kultur habe er die Aufgabe, das neue Reich zu repräsen­tieren. Der Film müsse sein besonderes Interesse der Nachwuchsfrage zuwenden. Nachwuchs könne niemals nur auf Schulen oder privaten In­stituten herangezüchtet werden. Maßstab der Aus­lese junger Filmkräfte sei die praktische Erprobung, Betätigung und Bewährung in der Filmarbeit selbst.

Die Pionierarbeit deutscher Erfinder habe der modernen Filmtechnik die Wege gewiesen. Es sei kennzeichnend für das Deutschland der vergangenen

Epoche, daß man dem Ausland die Ausbeutung der Erfinderkraft dieser Männer überlassen hab«. Heute sei die amerikanische Filmtechnik für die beuk sche eine ernsthafte Konkurrenz. Das müsse für uin sere Ingenieure ein Ansporn sein, den neuen fünf, lerischen Impulsen des Films durch die Vervob kommnung seiner technischen Mittel ihre volle ^u«. Wirkung zu ermöglichen. In der Entwickluna btr Tontechnik könne der Film vom Rundfunk noch oit| lernen. Auch der Farbfilm, feine technische Vn. oollkommnung und seine dramatische Beherrschuiv suchten in Deutschland noch ihren Meister. Die $<! rufung eines Generalbeauftragten für die Film, technik fei erfolgt, um zu zeigen, welches (9emid;[ der Mini ter darauf lege, der wertvollen künstlet schen Leistung durch Schaffung neuer technische: Möglichke ten die Wege zu ebnen. Menschenführung Technik und Organisation bereiteten sich so auf du Zukunftsaufgaben des deutschen Films vor. Er fei dazu berufen, einer der ersten Faktoren der beul schen Kulturarbeit zu werden. Er habe die Web des Flimmers verlassen, um in das wahre Leben hinauszutreten. Nach dem Tage des Sieges sei bit weite Welt das Feld feiner Aufgaben.

Oer Filmvolkstag.

Als Ausklang der Kriegstagung der Reichsfilm., kammer fand am Sonntag im ganzen Reich eit Filmvolkstag statt. Es kamen durchweg Spitzen- filme zur Aufführung. Breiten Slreifen mürbe ie ein Ouerfchnitt durch das deutsche Filmschaffen den letzten Jahre gegeben Für ein Eintrittsgeld von 10 Rpf. wurden neben einem großen Spielfilm noch ein Kulturfilm und die neueste Wochenschau gezeigt. Der Erlös des Volksfilmtages kommt bem Kriegs-WHW. zugute. Die Herstellerfirmen hatten ihre Filme, die Theaterbesitzer ihre Räume und bae Personal seine Arbeitskraft dem guten Zweck M Verfügung gestellt. In Berlin hatten die rund 400 Lichtspielhäuser der Reichshauptstadt durchweg am Vormittag ihre Pforten für den Volksfilmtog geöffnet, kein Platz blieb unbesetzt. Eine Reihe oom bekannten Filmschauspielern hatte sich in einigem Lichtspieltheatern eingefunden.

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Heftige Kämpfe an -er griechischen Front.

Rom, IS. Febr. (DRV. Der italienische Wehr- machtberlcht hat folgenden Wortlaut.

An der griechischen Front fanden im Abschnitt der 11. Armee am gestrigen Tage heftige Kämpfe statt. Anfere Luftwaffe hat Truppenzusammen­ziehungen und Nachschubkolonnen mit Splitter­bomben belegt.

3n Nordafrlka bombardierten Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps erfolgreich die militärischen Anlagen eines feindlichen Stützpunktes.

Unsere Flugzeuge haben einen feindlichen Stütz­punkt auf Kreta bombardiert und mit Splitter­bomben belegt, wobei einige Flugzeuge am Boden beschädigt wurden. Feindliche Flugzeuge warfen einige Brandbomben über Rhodos ab.

3n Vstafrika wurden an der Nordfront setnd- liche Angriffe lm Abschnitt von Keren und im Ge­biet von Larora (Norderltrea) glatt abgewiesen. 3m unteren 3uda-Land gehen die Kampfe in der

Nota, 16. Februar. (DNB.) Die Agentur Ste­fan i veröffentlicht folgende Verlautbarung: Die gegnerische Agitation hat in sensationeller Weise Gerüchte verbreitet, wonach die in Italien gefangen genommenen englischen Fallschirmspringer a l s Spione behandelt wurden und somit den entsprechenden Kriegsgesetzen unterworfen seien. Der Zweck dieser tendenziösen und alarmierenden Veröffentlichungen ist ganz klar. Wir sind ermüd)- tigt, zu erklären, daß die englischen Fallschirmjäger als Kriegsgefangene untergebracht werden, wo es Vertretern des internationalen Roten Kreuzes gestattet fein wird, sie zu besuchen.

lieber die mißglückte Landung selbst berichtet Stefan! ferner: In der Nacht zum 11. Februar waren zwischen 22.30 Uhr und 2 Uhr britische Fall- chinnjäger abgesprungen und hatten sich in einem inas von Wald umgebenen Gelände festhielt, wo ie Dort wohnende Bauern in Schach hielten und in einem Bauernhaus einen ihrer Leute, der sich ein Bein gebrochen hatte, zurückließen. Die inzwischen alarmierten Carabinieri umstellten mit Milizsoldaten und Polizisten das ganze Gebiet und suchten die A^gesprungenen. Einige Engländer versuchten sich unter den Tarnnetzen Der Wasserversorgungsanlage

Washington, 16. Febr. (Europapreß.) Die Meinn ^Verschiedenheiten zwischen Marineminister Si n o x aus der einen und Roosevelt und Will- k i e auf der anderen Seite wegen der Frage, ob weitere Zerstörer an England angege­ben roerben sollen, scheinen sich dahin aufzulosen, daß die in früheren Meldungen erwähnten 4 5 veralteten Zerstörer, die sich gegenwärtig in Repa­ratur und im Umbau befinden, f ü r England mobilisiert werden sollen. Da sie inzwischen in H i l f s s ch i s f e, insbesondere zum Transport kleinerer Truppeneinheiten, umgewandelt worden ind, rangieren sie nicht mehr in Der Zerstörerflotte. Mit dieser Spitzfindigkeit glaubt man eine weitere Verschärfung des.Konflikts verhindern zu können. Die Rückverwandlung dieser jetzt alsTransporter" geltenden Zerstörer in richtige Zerstörer des Typs, wie sie bereite früher England geliefert wurden, ist nach Ansicht von Fachleuten ohne große Um- tände möglich.

In der gleichen Sitzung des Außenausschusses des Senats, in der die Lend Lease Vorlage (das (Eng- tandhilfe-Gesetz) mit achtzehn gegen fünfzehn Stim­men angenommen wurde, hatte der Senator M c. N a r r y , der bei den letzten Wahlen republifani- cher Kandidat für die Vizepräsidentfchaft war, Den Antrag eingebracht, daß die an andere Länder ge­lieferten Schiffe später wieder zurückgege­ben werden müßten. Dieser Antrag wurde jedoch

Umgebung von Kisimajo weiter. Der Feind unter­nahm einige Einflüge auf Ortschaften in Lritrea. 3n Massaua wurde ein englisches Flugzeug von der Flak abgeschlossen. Lin weiteres Flugzeug wurde im 3uba-Abfchnitt zum Absturz gebracht.

3n der Rächt zum 16.2. führten englische Flug­zeuge Einflüge auf Oatania, Syrakus und Brindisi durch. 3n Brindisi wurden zwei Flug­zeuge Einflüge auf Catania, Syrakus und der Besatzung, das im Fallschirm abgesprungen war, wurde gefangengenommen.

Bis jetzt 144 Todesopfer in Genua.

Mailand, 16. Febr. (Europapreß.) Die Zahl der Todesopfer, die das Bombardement der englifrfjen Flotte in Genua verursacht hat, ist nach dcm jetzt veröffentlichten Namensverzeichnis bis zum Freitagabend auf 144 gestiegen. Mussolini hat als erste Hilfe einen Betrag von einer Million Lire überwiesen.

zu verbergen, um der Entdeckung zu entgehen und doch noch einen Versuch zu machen, ihre Aufgabe durchzuführen. Er wurde vereitelt und elf Fall­schirmjäger gefangen. Sieben weitere, darunter ein Leutnant, gerieten einige Kilometer entfernt eben­falls in Gefangenschaft, nachdem sie versucht hatten, Widerstand zu leisten. Die italienische Streife be­stand hier ans einem Carabiniere, einem Polizisten unb einem Hirten als Führer in dem unwegsamen Gelände. Die beiden letzteren wurden durch Schüsse aus einem LMG. niedergestreckt. Der Carabiniere hielt jedoch die Engländer solange in Schach, bis Verstärkungen eintrafen, die die Uebcrgabe des Feindes erzwangen. Eine andere englische Gruppe hatte sich in den Buschwald geflüchtet. Auch sie wurde mitsamt ihrem Anführer, einem Hauptmann, gefangengenommen. Die Engländer waren mit kaki­farbenem Schutzanzua bekleidet und trugen Flieger­hemden. Sie hatte LMG.s und Maschinenpistolen sowie die zur Durchführung ihrer allerdings völlig mißglückten Ausgabe notwendigen Sprengkörper bei sich. Bei den Gefangenen wurde italienisches Geld gesunden Die Engländer wurden dem Kommando der Landesverteidigung zugeführt.

ebenso wie Senator Tafts Antrag, die Ausleihsum- men für die einzelnen Länder zu begrenzen, abgelehnt. Außerdem wurde der Antrag, daß der Präsident die Wehrkräfte der Vereinigten Staa­ten nicht außerhalb der westlichen H e m i f p ä r e einsetzen dürfe, abgelehnt. Doch muß der Präsident sich vom Kongreß eine Aus- g a . e n e r m ä ta t i g u n g geben lassen, wenn er die für das laufende Finanzjahr (bis Juni 1941) bewilligten 1,3 Milliarden überschreiten will.

Ein neuer USA.-Gtützpunkt auf (Samoa.

W a shington, 15. Febr. (Europapreß.) Der Marineausschuß des Repräsentantenhauses ver­nahm den Vertreter des Flottenchefs Admiral Stark, Kapitän Harry, der die angeforberten hohen Ausgaben für die den Vereinigten Staaten gehörenden Samoa-Inseln damit begründete, daß dortganz von vorn angefangen werden müsse". Samoa mürbe der südwestlichste Punkt der pazifischen Patrouillenlinie der USA.-flotte, die ihren Ausgang in Dutch-Hardour in Alaska nimmt. Anschließend an die Vernehmung beschloß der Aus­schuß, den Flottenchef, Admiral Stark, selbst zu vernehmen. Ihm soll die Frage vorgelegt werden, weshalb die Flotte auf den entfernten Samao-Jn- fein einen neuen Stützpunkt einrichten wolle.

Trübselige Posaunenblaser.

Bon unserer Berliner Schriftleitung.

Es gibt ein untrügliches Zeichen für die Entwick­lung der militärischen Lage Englands und des (Em­pire: die Tonstärke der offiziellen britischen Prahle­reien. Je schlechter es den Engländern geht, je un­behaglicher sie sich fühlen, desto heftiger und auf­reizender müssen Churchills starke Männer ins Horn, stoßen. Zum Wochenende verstärkte sich das Ge- tute wieder einmal in auffallender Weise. Läßt man. nun seinen Blick über den weltpolitischen Horizont chweifen, so muß man in der Tat feststellen, daß ich die Hiobsbotschaften für die Inselbriten in be- orgniserregender Weise häuften. Die alarmierenden Vorgänge im pazifischen Raum, die 'Begegnung; zwischen Mussolini und Franco, die Undurchsichtig­keit der Lage auf dem Balkan, die wiederholte Zer­sprengung und teilweise Vernichtung englischer Oe- leitzüge im Atlantik das alles hat das Gefühl der inneren Unsicherheit in England gesteigert, unö iroar sowohl bei den Regierern wie bei den Regier­ten, die ja trotz aller amtlichen Vertuschungsversuch« den Niedergang der englischen Macht doch täglich am eigenen Leibe verspüren.

So schickte also Churchill, um die Gemüter der Massen zu erheitern, einen seiner besten Posaunen- bläfer vor, den Ersten Lord der Admiralität, Alexander. Und Alexander machte den ßnrm, der von ihm verlangt wurde Er rühmte die Rot)ol Air Force, dieim vergangenen Jahr den Feind in drei der größten Schlachten der Geschichte ge­schlagen" habe, schwieg sich aber über das Wann und Wo dieser sagenhaften Schlachten wohlweislich aus. Er erzählte feinen Hörern, daßdie britischen Führerqualitäten in der Schlacht ebenso groß wie je zuvor in der englischen Geschichte" seien, aber er unterließ es, zu begründen, weshalb beim so hoch gepriesene Feldherren wie General Jronside, Lord Gort und andere Koryphäen des ersten Kriegs­abschnittes urplötzlich in die Wüste geschickt wurden. Er lobte auch die britische Flotte, die jetztlangsam zum Angriff übergehen" werde, und konnte doch nicht umhin, einezweifellos schwere Trübsal" vor­auszusehen.

Lordsiegelbewahrer Attlee gab in einer Red« in Swansea der Hoffnung Ausdruck, daß das Kriegsende der Anfang eines Jahrhunderts des Friedens unb des Glückes fein werde. Vielleicht hat er damit nicht einmal fo unrecht. Da aber von Frieden und Glück unter Englands Herrschaft nichts zu spüren mar, setzt der Anbruch dieser neuen Zeit voraus, daß England mindestens in Europa nichts mehr zu sagen haben wird. Das wird nach dein Ende dieses Krieges bestimmt der Fall sein. Nach der Ansicht des englischen Innenministers Morri- s o n liegenAnzeichen dafür vor, daß sich alles >n bester Richtung entwickelt" Bei dem Versuch, diese Ansicht zu begründen, tröstet er das englische Volk mit der Versicherung, daß man das Problem der Nachtbomber mit aller Eindringlichkeit studiere. Selbst diese magere Trostpille verflöchtet sich, wenn Morrison vor Sorglosigkeit warnt und erklärt, man müsse sich bewußt sein, daß die Nachtangriffe noch heftiger werden als bisher und daß es auch mög­lich fei, daß die Zahl der England besuchenden feindlichen Flugzeuge anwachse. Alle Illusionen der britischen Agitatoren zerplatzen schließlich wie E«' fenblafcn.

Oer neue japanische Botschafter bei Roosevelt.

Washington, 15. Febr. (Europapreß.) Prä' sident Roosevelt empfing den neuen javanischen Bot­schafter in den Vereinigten Staaten, Admiral No­mura, zur Entgegennahme seines 'Beglaubigung?' schreibens. Nomura, der in Begleitung des Staats­sekretärs Hüll im Weißen Haus ein traf, betonte, daß es jetzt notwendiger denn je fei, ein besseres Verstehen der beiderseitigen Positionen zum Wohle und im Interesse der beiden Nationen herbei- zuführen. Präsident Roosevelt begrüßte hie Versiche­rung des Botschafters, daß er im Interesse der tra­ditionellen Freundschaft zwischen den beiden Län­dern entschlossen sei,, sein Möglichstes zu tun.

Das mißglückte Fallschirmunternehmen.

Wieder alte Zerstörer für England?

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