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Der Flottenstühpunkt Singapur
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Tokio, 15. Dez. (Europapreß.) Nach einer
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Japanische Landung aufBritisch-Borneo
einer der wichtigsten Häfen an dem Der-
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wurden bereits Evakuierungsmaßnah- m e n angeordnet. U. a. werden in Surabaya meh- I rere Einaeborenenviertel geräumt.
Heftige Kämpfe in den Munseln von Malakka
Sonderlagnng der Dreierpakimächie in Berlin
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die angelsächsischen Mächte ergeben. Als Berber italienischen Regierung nahm an der Ta- Botschafter Dino A l f l e r i und als Berber japanischen Regierung Botschafter Hiroshi
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Berlin, 15. Dez. (DRV.) Unter bem Vorsitz bes Reichsministers bes Auswärtigen von Ribbentrop traten am 15. Dezember bie Bertreter ber im Dreimächtepakt üerbünbeten Großmächte zu einer besonberen Tagung zusammen. Zweck ber Tagung war, in Berfolg ber stänbigen Zusammenarbeit bie neuen bebeutenben Aufgaben in Angriff zu nehmen, bie sich aus bem gemeinsamen Krieg
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tiger. Der Feind nütze in vollem Umfange die vorzügliche transmalaiische Hauptstraße und die Eisenbahn aus, die parallel zur Straße verläuft. Don der Ostküste her befänden sich die Japaner an mch- reren Stellen auf dem Vormarsch durch den Dschungel in südlicher Richtung. Die Japaner zeigten außergewöhnliche Tüchtigkeit im Dschungelkrieg. Sie schwämmen mit voller Ausrüstung durch Flüsse, obwohl deren Ueberquerung durch das Vorhandensein zahlreicher Krokodile sehr gefährlich sei. Der Korrespondent meint, daß die Japaner ihre Landungsoperationen beendet hätten, sodaß die eingesetzten Luststreitkräfte sich fortan ausschließlich der Unterstützung der Landstreitkräfte widmen könnten. Aus Australien sind neue Verstärkungen für die Luftwaffe angefordert worden. Die indischen Truppen auf Malaya sollen Befehl erhalten haben, sich weder zurückzuziehen noch zu ergeben, sondern bis zum letzten Mann zu kämpfen.
politischem, militärischem unb wirtschaftlichem Gebiet hin unb unterstrich bie Bebeufung ber engen Zusammenarbeit zwischen ben brei Mächten für bie (Erringung bes gemeinsamen (Enbfieges. Gene- ralfelbmarschall Keitel ergriff bas Dort, um im Barnen ber beulschen Wehrmacht bie japanische Wehrmacht als neuen Waffengefährten zu begrüßen unb seiner Berounberung für bie großen (Erfolge ber Kriegführung im Pazifik Ausbruck zu geben. Anschließenb ergriffen ber italienische Botschafter Alf ieri unb ber japanische Botschafter Oshima bas Wort unb legten bie Ansichten ihrer Regierungen über bie Aufgaben ber Konferenz bar, bie sich in allen Teilen mit ber Auffassung ber Reichsregierung bedien. Sobann würbe im einzelnen ber Plan für bie Fortführung unb (Erweiterung ber gemeinsamen Aufgaben feftgelegf.
Oie Schweiz übernimmt den Schuh der deutschen Interessen in USA.
Berlin, 15. Dez. (DNB.) Der Schutz der deutschen Interessen in den Vereinigten Staaten ist von der Schweizer Regierung übernommen worden. Gleichzeitig ist die Schweiz auch mit der Uebernahrne der Vertretung der Jnteresien der Vereinigten Staaten und Englands in Deutschland betraut worden.
Tokio. 16.Dez. (DBB. Funkspruch.) Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Dienstag, um 14 Uhr (7 Uhr deutscher Zeit) bekannt, baß bie Japaner auf Britisch-Borneo erfolgreich getan b e t finb. Die Canbung erfolgte in ben frühesten Blorgenftunben trotz starken Sturmes angesichts bes Feinbes. Angaben über ben Ort ber Canbung wurden vorn Hauptquartier noch nicht gemacht.
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Borneo, die drittgrößte Insel der Erde, ist die größte der Sunda-Jnseln mit einer Fläche von 734 000 qkm, also etwa so groß wie Großdeutschland mit dem Protektorat. An der Küste dehnen sich ein breiter Schwemmlandgürtel und mit Urwald bedeckte Sümpfe, so daß die Ströme fast die einzigen Zugangswege zum Innern sind. Dort steigen die Gebirge bis über 4000 m an. Die Insel wird von altmalaiischen Dajaks und anderen Eingeborenenstämmen bewohnt. Der Handel liegt zum großen Teil in Händen der Chinesen. Angebaut werden Reis und Zuckerrohr. Gewonnen werden Erdöl, Edelsteine und Gold, jedoch sind die Bodenschätze noch wenig erforscht. Politisch gehört der größere Teil Borneos zu Niederländisch-Jndien. Nur der nördliche Teil, etwa 80 000 qkm mit 260 000 Ein-
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schärler-Truppe sei, die sich vor allem auf tageafte beschränke.
Amerikanische Flughäfen auf Luzon zerstört.
Oshima teil. Bon deutscher Seite waren bei der Konferenz auch anwesend der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Rckeder, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, und der Staalssekretär für Luftfahrt, Generalfeldmarschall Milch. In Begleitung der Bertreter der drei Regierungen befanden sich die Mitglieder der im Dreimächtepakt vorgesehenen verschiedenen Kommissionen.
Rach einer Begrüßung der Teilnehmer im Barnen der Reichsregierung gab der Reichsaußenminifier einen allgemeinen Ueberblick über die durch die Ereignisse der letzten Tage gefdjaffene Lage. (Er wies dann im einzelnen auf die hierdurch bet Konferenz gestellten neuen Aufgaben auf
tektorat wie auch die der Küste vorgelagerte Insel ßabuan mit der Hauptstadt Victoria. Borneo wurde 1521 von den Portugiesen entdeckt, die aber ein Jahrhundert später den Holländern weichen mußten. Seit 1842 haben sich die Engländer in Nordborneo festgesetzt.
Nervosität in Niederländisch-Jndien.
Tokio, 15. Dez. (Europapreß.) Der unaufhaltsame japanische Vormarsch auf der Malaiischen Halbinsel hat, wie auf Umwegen hier eingetroffene Nachrichten besagen, in Niederländisch-Jndien eine äußerst nervöse Stimmung ausgelöst. Der Rundfunksender Batavia gab Sonntag in mehreren Sendungen ausführliche Regierungsanordnungen über die Durchführung der Mobilmachung auf Java bekannt. Alle Automobile und Motorräder werden von den Militärbehörden requiriert. In ganz Niederländisch-Jndien wurden strenge Verordnungen erlassen, die die Verbreitung von Nachrichten über militärische Ereignisse verbieten und schwere Strafen für Vergehen gegen diese Anordnung androhen. Das Rauchen ist während der Luftalarme im Freien verboten. In einigen Gebieten
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wohnern und der Hauptstadt Sandakan ist bri-1 tisch. Die eingeborenen Sultanate Brunei und Sarawak stehen ebenfalls unter britischem Pro- ’ rere Eingeborenenviertel geräumt.
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wurde. Sie hätten gefordert, ebenso behandelt zu werden wie die britischen Soldaten, mit denen sie in den gleichen Verbänden kämpfen.
Nach neutralen Berichten aus London hat man den Eindruck, daß Hongkong auf allen Seiten von der Außenwelt abgeschnitten ist. Die mit vielem Propagandageschrei angekündigte Offensive von Tschungking zwischen Hongkong und Kanton, die Hongkong entsetzen sollte, hat sich jetzt als fast bedeutungsloses Guerilla-Geplänkel herausgestellt. Selbst Reuter gibt zu, daß diese sogenannte Armee im Rücken der Hongkong angreifenden japanischen Streitkräfte nichts weiter als eine Frei-
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Wiederholung Malstaffel I ZlbschlüsseMengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/0 mehr
Tokio, 15. Dezember. (Europapreß.) Der japanische Vormarsch auf der Malaiischen Halbinsel nahm am Sonntag einen erfolgreichen Verlauf in Richtung auf den Singapur-Di str i k t. Obwohl die britisch-indischen Truppen härtesten Widerstand leisten, bringen die japanischen Truppen unaufhaltsam durch den Dschungel vor. Die japanischen ßanbtruppn werden dabei von ihren Flug- jeitgen aus aktiv unterstützt. Sie sind vorzüglich ausgerüstet und offenbar für den Kampf im Dschungel besonders vorbereitet. Der Nachschub für die japanischen Truppen wird außer durch Flugzeuge von motorisierten Kolonnen durchgeführt. Wie Radio Singapur zugibt, gelang es japanischen Verstärkungen, an der Küste von Malaya zu landen. Reuter schreibt, obwohl die kurzen amtlichen Berichte keine Einzelheiten geben, besteht kein Zweifel, daß eine große Schlacht im Raum von K e - d a h ftattfinbet. Die japanischen Angriffe seien sehr stark, der Kampf würde von Stunde zu Stünde hef-
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nicht nach England zurückkehren konnten, um wendige Ueberholungen vornehmen zu lassen, der Unterzeichnung des Marineabkommens 1921 in Washington schien die Lage für den Augenblick geklärt dadurch, haß das Flottenstärkeverhältnis im Fernen Osten zwischen den USA., Großbritannien und Japan auf 5:5:3 festgesetzt wurde. Aber Japan konnte sich nicht sicher fühlen, weil seine eigenen Panzer einer vereinigten großbritannischen und amerikanische« Kriegsflotte unterlegen sein mußten. Die (Erneuerung des Abkommens, die in London beschlossen werden sollte, erhielt daher keine Unterstützung Japans. England antwortete auf diesen Schritt mit einer beschleunigten Erweiterung seiner Marinestation unter Anlegung eines großen Reparaturfeldes für die Flugboote der Luftwaffe.
Ursprünglich nur Reparaturstätte, wurde Singapur zu einer ft arten Seefeste ersten Ranges. Ganz versteckt in dem Ostarme der Meerenge von Johore liegen im Schutz der Insel Pulau Ubin unb des Vorgebirges von Changi die gewaltigen Verteidigungsanlagen der Land-, See- unb Luftstreitkräfte. Bei Changi wird bie Einfahrt der Meerenge von den Küstenbatterien bewacht. Changi ist heute eine Garnisonstadt mit Artillerie-, Pionier- und Jnfanteriekasernen. (Einige Kilometer weiter in ber Meerenge befindet sich bie F l o 11 e n b a f i s, (Eine Brücke über einen schmalen Meeresarm verbindet mit dem Stützpunkt der Luftstreitkräfte. Im Westen ber Jnfel befindet sich das riesige Schwimmdock, das 60 Meter breit und 300 Meter lang Schlachtschiffe bis 50 000 Tonnen Größe aufnehmen kann. Allein die Trocknungsarbeiten und Geländeausrichtungen beim Bau dieser Marinestation bauerten ungefähr sechs Jahre, unb Tausende asiatischer (Eingeborener mußten ihr Leben in dem fieberverseuchten Sumpf lassen, ehe mit den Uebergrunbarbeiten und Hochbauten begonnen werden konnte. Das Bemerkenswerteste des Aus
teilung des Hauptquartiers der japanischen Armee sind durch schwere Luftangriffe vor allem die Flughäfen der Amerikaner im Zentrum derJnsel Luzon zerstört worden. Die schweren japanischen Luftangriffe richteten sich auch gegen das amerikanische Feldhauptquartier in Baguio, das ebenfalls völlig zerstört wurde. Bei diesen Angriffen sind 40 USA.-Flugzeuge am Boden vernichtet worden, darunter zwei große Bomber. U e b e r Aparri schoß japanische Flak einen USA.-Jäger ab. Der planmäßige Vormarsch auf der Insel Luzon geht weiter.
baues ist, daß alle strategisch wichtigen Punkte bis zur. Unkenntlichkeit maskiert worden sind. Der Dienst für bie Besatzung der Station ist gesundheitlich schwer zu ertragen, da hoher Regensall zusammen mit bem sumpfigen Untergrund einen Gär- boben für ziemlich alle schweren Tropenkrankheiten barftellt. Singapur wird immer noch als eine Insel hingestellt, aber durch den Bau des Verbindungsdammes für Eisenbahn-, Automobil- und Passantenverkehr mit Jahore hat es etwas von feinem inselartigen Charakter verloren. 1
Oer Angriff auf Hongkong.
Tokio, 15. Dez. (Europapreß.) Die Kämpfe um bie Insel Hongkong halten an. Die Artillerie der britischen Kronkolonie versucht durch eine verzweifelte Kanonade auf Kaulun, das von den Japanern besetzt worden ist, den weiteren Aufmarsch ber japanischen Truppen zur Besetzung der Insel Hongkong zu stören. In der schmalen Fahrrinne zwischen Kaulun und Hongkong wurden von der japanischen Luftwaffe bei den letzten Kämpfen mehrere englische Schiffe versenkt. Bombenangriffe werden von japanischen Luftgeschwadern im rollenden Einsatz durchgeführt. Hongkong hat daher Daueralarm. Das Fort Mohsinglmg auf der Insel Hongkong ist durch starkes Artilleriefeuer einge= deckt und zerstört worden. Auch zahlreiche Einrichtungen am Oltzipfel der Insel waren das Ziel der japanischen Artillerie, wobei schwere Zerstörungen entstanden. .... ~ .
In ber Zivilbevölkerung tut sich eine Stimmung heftiger Unzufriedenheit wegen der sinnlosen Ge- mhrdunq der Stadt durch den britischen Kommandanten hirib, da man glaubt, daß eine erfolgreiche Verteidigung nach dem Verlust von Kaulun doch nicht mehr durchführbar sei. Von den Stellungen der Festung Kaulun aus, die nunmehr in japanischer Hand finb, können alle Bewegungen m der Stabt Hongkong benau beobachtet werden. Auch unter den eingeborenen Soldaten, die auf britischer Seite kämpfen, herrscht einfc schlechte Stimmung. Bei Kaulun gefangene indische Soldaten äußerten sich mit großer Erbitterung über die unwürdige Behandlung, die ihnen von englischer Seite zuteil
Gewappnetes Europa.
Der einheitliche Wille der Achsenmächte, ihre Lebensräume von innen heraus und organisch aufzubauen, hat im Verlauf von nur einer Woche eine Entwicklung gezeitigt, die zum Ausdruck einer weltgeschichtlichen Wende zu werden verspricht. Der Plan einer wirtschaftlichen Erdrosselung des leistungsstarken Japan durch die imperialistischen Mächte Englands und der USA. ist den Urhebern schon im Konzept gründlich durchkreuzt worden, und gemeinsam mit ber Führungsmacht Ostasiens haben sich auch die jungen, aufbauwilligen Kräfte jenes Raumes in der Front gegen die fremden Ausbeutergelüste eingereiht. Das nationalsozialistische Deutschland und das faschistische Italien haben alsbald ein flammendes Bekenntnis zu chrem im Dreimächtepakt gegebenen Wort abgelegt und den auch ihnen seit langem hingeworsenen Fehdehandschuh der Kriegshetzerclique in Washington ausgenommen. Ebenso treu und unverrückbar haben nun aber auch die übrigen dem Dreimächtepakt beigetretenen Nationen Europas ihre Willensbekundung erneuert, sich Seite an Seite mit den Kräften des kontinentalen Wiederaufbaues gegen alle Störungs- tendenzen bis zur letzten Entscheidung aktiv zur Wehr zu setzen.
Der jetzige (Eintritt Bulgariens, Kroatiens, der Slowakei, Rumäniens und Ungarns in den Kampf gegen die Vereinigten Staaten, womit sich für die drei erstgenannten Nationen auch deren Kriegserklärung an Großbritannien verbindet, hat mehr
vrLhlfche UniversttStrdruckerei K Lange General-Anzeiger für Gberheffen Siehe«, Schulftrahe 7-9
hrsmege zwischen Japan, China und Ostsibiritzn merseits, zwischen Indien unb (Europa anderseits, cio als Kreuzweg nach unb von der östlichen cD westlichen Hemisphäre, kommt Singapur in rrmalen Zeiten eine große kommerzielle Bebeu- ; ing zu. Hier löschen die großen Ozeandampfer die ft die zahlreichen südlichen Inseln bestimmten jiter. Hier laufen die Eingeborenen-Fahrzeuge Lier, Art ein. Tausende und aber Tausende von : c-mpans mit den Tropenerzeugnissen, die nach ' Guropa verschifft werden.
Erbaut aus einem Sümpfen unb See abgewon- j innen Gelände, daher ziem-ich flach gelegen, geil nährt die Stabt mit den in ber Tropenglut blenden- Lfn Dächern ber Docks-Warenschuppen von der Gefeite keinen bezaubernden Anblick. Dagegen übt bs Hafenpanorama eine ganz andere Wirkung i Lw, was der Lage der Singapur gegenüberliegen= . öri befestigten Inseln Blakang Mati mit bem ; Jhunt Jrnbea unb Pulu-Bram mit ben am Straube a| Pfählen erbauten malaiischen Häuschen zu urbanten ist. Diese Inseln gestalten im Verein irl den in ber Ferne sichtbaren Gebirgskonturen Sumatras, der üppigen Vegetation und dem $ rrroarr von Dschunken, Tongkangs, Sampans, iL.laiischen Kolehs mit den blähenden Segeln und bi von fast nackten Eingeborenen geruderten Ka- its ben Keppler-Hafen zu einem anziehenden L de von tropischer Naturschönheit unb exotischer Lüriebsamkeit.
Singapur nimmt eine Sonderstellung in ber Aihe exotischer Stäbte ein. Während in Kairo rD Port Said die Aegypter, in den indischen Szibten die Inder und in China die Chinesen kiünieren, gehen in Singapur, also auf ureigenem Litzen, die Malaien in dem Völkergetümiyel völlig 112er. Buddhiften, Brahmanen unb Parsen, Son- |i(i= unb Feueranbeter, Teufelstänzer und andere Dünger pittoresker Heidenwelt haben sich hier zu- ftimengefunden. Der Chinese hat sich in Singapur in einer dominierenden Stellung emporgeschwun- Iti. Sein Anteil an der Bevölkerung beträgt vier fünftel. Diese „Straits-Chinesen" oder „Babas trreuen sich vielfach eines bemerkenswerten Wohl- !ikndes. Zu der chinesischen Stadtbevölkerung ge= ;)lt sich noch das Bootsvolk, das jahraus unb jahr- it auf feinen Sampans lebt. Ein Blick.von ber IlIenagh-Brücke auf ben von kleinen chinesischen huschen flankierten Boats-quay, wo Hunderte fen Sampans dicht aneinander gedrängt- Hegen, ifcnbart das Leben und Treiben dieser chmest- n Wasserratten.
kosmopolitisch wie das Sprachengewirr ist auch Architektur Singapurs. Daher bietet dieser Sisnnpunft am Aequator mit seinen imposanten unpäischen Regierungsgebäuden, okzidentalen hcndelshäusern, Banken, Ladengeschäften, Schlsss- |<9mturen, Hotels, Kirchen, Denkmälern unD -lngebrücken im Verein mit der exotischen Archl- ihur, vor allem der der indischen, chinesischen uno aüschen Kultstätten, ein Gesamtbild von fremd- ^!gem Reiz.
Ils Marinestation kennzeichnet Singapur den fkuutenbcn Umschwung der britischen Polttlk im Meinen Osten. Zu Beginn dieses Jahrhunderts be- if Rußland ernste Absichten, bie britische Position siUAsien zu schwächen. In England begann man k russische Interesse zu fürchten, zumal die bn- ftscie Industrie eine riesige Summe m China m- ptiiert hatte. Japan war nicht minder beunruhigt 8lhrend des Weltkrieges erweiterte sich Japans ,Mt. Nach bem Versailler Diktat war es unver- ft'iubar geworben, baß in Japan eine Eruuchte- pog eingetreten war insofern, als man nicht meyr l31 bie „verletzten heiligen Rechte der Alliierten kScudte. Die Folge dieses Umschwungs war eine haltere japanische Militärpartei, die ßosfagung h England forderte. In diesem Augenblickswurde P'. Gedanke einer „naval basis“, einer Mann - paion in Singapur geboren. Sie sollte vor allen gieren Dingen als R e p a r a t u r ft a 11 e T ’c großen britischen Panzerschiffe dienen, oie
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