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28. Fortsetzung.

genehmen Mitarbeiter?

8 @nrin miiRte im Auaendlick nicht ob sie dem hatte, hinüberzukommen Man brauchte ftilches Troizbem wollte sie nicht gleich eine Antwort

Onkel aleich die Wahrheit lagen sollte Warum Blut, denn immer hoffte man |a aus eine Rückkehr geben. Der Onkel sollte den Brief lesen. Sie konnte

Innnie er überhaupt danach? 8 in den Schuh des Grofideutlchen Reiches. Mandat doch Nicht letzt schon Urlaub nehmen! Ausge-

f Bent dir Onkel was für ein toller Zufall!' mar ja nicht ewiger Besitz. ,ch,°N-n! Vielleicht war es gut, sich m,t Arbeit

n. NN Belchwinat neben ihm hergehend, be. Rein, sie würde nicht sahren! über die Erregung hinwegzusetzen sich zu betäuben.

n. n«. hm (etffnmpn Soiel de, Schicksals. Zwei Tage später traf ein (Eilbrief ein. Erst am Ohne bah sie iemand in der Wohnung horte,

aufgehalten

Ja, ja, dos

dient.Na, das sollst du nicht immer sagen, liebes

Kind. Also du bist zufrieden? Und host einen an-;

richtete sie non dem seltsamen Spiel des Schicksals.

Ohne sie zu unterbrechen, hörte sich der Ge­heimrat ihren Bericht an. ftätte er nicht in der Tasche ein Telegramm aus Sampieri gehabt, das

Thema anschlage. Dein Herr Merck hat sich wieder, man ihn in Spaccaforno gut pflege, gemeldet. Was da drin steht, weiß ich schon!" Er' **-- M 1-----^r,Ä 1

gab ihr das Telegramm mit einigem Zögern.

Noch mehr fühlte sie eine innere Berechtigung ihres Schrittes. Jetzt, da sie an einem der wichtigsten Probleme Mitarbeiten durfte, eine herrliche Auf­gabe hatte, erst recht!

Trotzdem wollte sie nicht gleich eine Antwort

(Nachdruck verboten.) 12.

hat er gmoant und no was dazu aber dös derf i net lagn?" Er half ihr beim Aufräumen und löschte drüben im Arbeitszimmer das Licht. Was hat denn der Professor gemeint?" fragte sie, doch ein wenig neugierig geworden.Ist er viel­leicht nicht zufrieden mit mir?"

Aber gehns! Was redens daher? Im Gegenteil! Sehr zufrieden is er! Sehr! Und dös will scho was heißen! Da derfens Eahna was einbilden! Ader id> hob nix gfagt!"

(Fortsetzung folgt.)

Karin Grunelius

Roman von Guiöo K.Vranö

Antwort!"

Natürlich, der Onkel hatte ganz recht. Aber daß sie trotzdem nicht nach Rendsburg fahren würde, stand fest. Warum sollte sie denn auf einmal in der dortigen Kolonialschule nach geeigneten Kräften Ausschau halten, die nach Deutsch-Ost wollten? Auf i ihm gearbeitet uno haue i dem Wege nach Hause berichtete Karin '.hm, was sie nach München durfte? mit der Reise gemeint war. Ein paar deutsche Far-1 Nur eben* daß sie allen zuvorgekommen war. mer hatten Günther den Auftrag gegeben, doch ein- ~ mal in Rendsburg und auch in Witzenhausen, wo sich die jungen Männer auf den Kolonialdienst vor- bereiten konnten, nachzufragen, ob jemand Lust

PacKunq ( 75 <St) RM.1.45

Sogar der Herr Geheimrat hat sich , darüber. Sepp, hat er gesagt, werfens dös Fräuln raus, wanns wieder so lang dableibt I',

Iman iyn in apuiiaji

Aber jetzt mußte sie mam ehe sie sich zurechtfand. Er

Was Schlimmes?" wollte Karin wissen. Eine dunkle Wolke jagte über ihre freudige Erregung hinweg. Da sie ganz plötzlich stehen blieb, wurde sie von einem Herrn fast überrannt, der seinem Aerger Luft machte:Passens a bissel auf, Sie!" Er japste nach Atem, als er in ihr strenges Gesicht sah und einen eisigen Blick auffing:Entschul­digens, Fräuln, nix für unguat!"

Fahre für mich nach Rendsburg Brief mit Auf- traa unterwegs herzlichst Günther", las sie be­troffen.

Ausgeschlossen!" Ihre Stimme klang empört. Er weiß doch, daß ich heute meine Stellung an­getreten habe!"

Eben deswegen, liebe Karin. Ich halte es für eine kleine Machtprobe. Das bezeugen doch die bei­den Telegramme hintereinander deutlich. Aber wir besprechen das besser zu Hause. Nur keine übereilte

und seines Vortells auch für den einzelnen nur zu begrüßen ist. Der Ueberweifungsverkehr über die Konten der Stadtkasje wickelt sich mit der Reichs- bank, dem Postscheckamt und sechs Gießener Geld­instituten ab und nimmt erheblich zu. In diesem Zu­sammenhänge verdient das feit 1. April 1941 bei der Stadtkasse eingeführte Bankabbuchungsverfahren, das zur Zeit 510 Teilnehmer aufweist, besondere Beto- ( nung. Bei diesem Verfahren hat der Steuerzahler - zu seiner Arbeitserleichterung eine Erklärung an die Stadtkasse abzugeben, in der er fein Einverständnis mit dem Abbuchen seiner Steuerzahlungen auf fei­nem Bankkonto ausspricht. Die Stadtkasse überwacht bann kostenlos die Fälligkeitstermine der Steuern und anderer Zahlungsverpflichtungen des Steuer- ' zahlers an die Stadt, sie beauftragt zum Fälligkeits­tag die Bank, bei der der Schuldner fein Konto hat, an dessen Guthaben den fälligen Betrag abzubuchen und ihn dem Konto der Stadt gutzuschreiben, gleich- zeitig mit diesem Auftrag läßt sie dem Steuerzahler über die Bank eine Durchschrift des Auftrags au- gehen, der für den Zahlungspflichtigen zugleich die Quittung für die fristgemäße Zahlung darstellt. Dieses Verfahren, das für den Geschäftsmann, aber auch für alle übrigen Inhaber von Bankkonten eine sehr bedeutsame Erleichterung darstellt, indem es ihm die mit der Zahlungsleistung verbundene Arbeit und die Wahrnehmung der Termine abnimmt, verdient be­sondere Beachtung und weitere Verbreitung.

Für den Eingang der Zahlungsrückstände sind bei der Stadtkasse zwei Beitreibungsstellen und die Voll- streckungsstelle tätig. Erfreulicherweise ist seit 1935 eine ständige Besserung bei dem Eingang der Zah- langen und damit eine ansehnliche Verminderung der Rückstände festzustellen; z.B^ betrug im Rech- nungsjahr 1933 die Zahl der Pfandauftrage der Stadtkasse im Gießener Stadtbezirk noch rund 13000, sie ist im Rechnungsjahr 1940 auf rund 11000 zurückgegangen. Dabei ist die Erhöhung der Grund- steuerziele zu berücksichtigen. h

Die Eingemeindung der Vororte Meseck und Klein-Linden am 1. April 1939 hat natürlich die Ar- beiten der Stadtkasse vermehrt. Um den Zah ungs- pflichtigen zeitraubende Wege oder Schreibereien zu ersparen und die Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten bei der Stadt zu erleichtern, sind in den beiden Vororten Zahltage bei den Erhebungsstellen eingerichtet wor­den. Im verflossenen Rechnungsjahr ^0 waren bei diesen beiden Außendienststellen rund 23 000 Buchun­gen vorzunehmen und 1030 Pfandauftrage zu be- ^Mst^dem Wachstum der Stadt trat natürlich auch eine erhebliche Zunahme der Arbeit bei der Stadt- faffe ein. Durch die weitgehende Verwendung der Düromafchinen ist es möglich geworden die starke Dermehruna der Arbeitsanfälle auszugleichen trotz- dem verbleibt aber für die Beamten und Angestellten der Kasse noch eine Fülle von Aufgaben zu bewal- tiaen, die namentlich jetzt im Kriege die Kraft aller Mitarbeiter in hohem Maße in Anspruch nimmt. Die gute Organisation des personellen und tech- Nischen Kasienapparats ermöalicht es, trotz aller Schmierigkeiten der Zeit den Kassendienst glatt und sorgfältig bis zum Letzten zu erfüllen und damit auch an dieser Dienststelle vorbildliche Arbeit zum Nutzen unserer Stadt und ihrer weiteren Auf- wärtsentwicklung zu leisten.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag.

Stadttheater: 18 30 Uhr "Tannen". -- Gloria- Palast: 14 UhrSchneewittchen";Wetterleuchten um Barbara". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Kleine Mädchen große Sorgen".

Tageskalender für Sonntag.

Stadttheater: 11.30 bis 12.30 UhrBeschwingte Musik": 15 Uhr NSG.Kraft durch Freude :Ich bin kein Casanova"; 18.30 bis 22 Uhr .,Monika . - Gießener Konzertring 1941/42: 16 Uhr m der Aula der Universität Klavierabend Professor Wil­helm Backhaus. Gloria-Palast, Seltersweg: 10.30 UhrSchneewittchen":Wetterleuchten um Bar­bara". Lichtspielhaus, ^Bahnhofsttaße:Kleine Mädchen große Sorgen".

Beschwingte Musik Im Theater.

Eine MorgenveranstaltungBeschwingte Musik findet auf Anordnung des ReichspropaganLamini-

Theater der Universitätsstadt Gießen

Hennk Ibsen: »Jiora.

ÄDOX E

spiel, daß er sich am Tage vor ihrer Abreise ent- schlossen habe, sie doch reisen zu lassen. Er hätte nur nicht gewußt, wie er es mit dem Geld machen sollte. Am nächsten Tag sei es eingetroffen, und er habe auf sie gewartet. Statt dessen fei ihr Brief ge­kommen. Dann habe ihn ein Herr Bröger besucht, besagter Maler, der ihr die zweihundert Mark ge- liehen hätte. Er wollte ihn bitten, sie nach Deutsch­land zu lassen, damit sie irgendwo eine Stelluna annehmen könne. Wie käme dieser Herr dazu, sich < so für sie einzusetzen? Er erwarte eine klare Ant- j wort. Er habe ihn außerdem in Verdacht, daß er i ihr nach München nachgireist sei, da er unbedacht-; samerweise ihr Ziel genannt habe. Erst zum Schluß kam er auf Rendsburg zu sprechen, aber | nur so nebenbei, als wollte er im gleichen Atemzug; den Auftrag wieder zurücknehmen.

Karin sah wie abwesend in ihrem Zimmer. Der Brief mar ihr entglitten und lag wie ein häßlicher Fleck auf dem Teppich. So also stand es um Tho­mas Bröger! Warum hatte sie auch damals das Gespräch nicht fortgesetzt, als er erzählte, er sei bei Günther gewesen? Nun hatte sie all die Tage neben ihm gearbeitet und hätte beinahe ihm verdankt, daß

Wehrwiffenschastliche Vorträge der Universität.

Auch in diesem Winter-Semester veranstaltet die Ludwigs-Universität Gießen wieder eine Reihe wehrwissenschaftlicher Vorträge, deren Vorläufer im vorigen Winter weithin starkes Interesse ge­funden haben. Die Verträge finden abends statt und beginnen jeweils um 20 Uhr. Der Besuch ist für jedermann unentgeltlich. Die_ Vortragsreihe wird am kommenden Donnerstag eröffnet.

Feierstunde der Gießener Jäger.

Die Gießener Jäger waren am Mittwoch sehr zahlreich einer Einladung des Kreisjägermeisters in das Hubertuszimmer imHessischen Hof" gefolgt. Der Tagungsraum, der neuhergerichtet war, prangte im Schmuck der aufgehängten Trophäen, die man alle mit Tannengrün umrankt hatte. Als neuestes Schmuckstück vierte die Wand ein ungerader Sech­zehnende' Hirsch (Kopf mit Geweih) als Gabe der Erben des jüngst verstorbenen Seniors der ober- hessischen Jäger, des Oekonornierats Hoffmann, Hof-Gill.

Das Caro mio ben von Giordcmi, gespielt von 3 Mann der Kapelle Krengel, leitete die Feier wür- big ein. Kreisjägermsister Nicolaus begrüßte dann die Erschienenen mit einem Hinweis auf die im neuen Reich wiedererstandene Iägevehre, den er mit Worten aus dem WeihespielHie guet deutsch Werd werk allewege" von Friedrich Adolf Kerrl treff- lich untermalte. Seine Worte gipfelten in dem Gruß an den Führer. Hieraus widmete er ehrende, dank­erfüllte Worte dem Heimgegangenen Senior der oberhessischen Jäger, Defonomicrat Hoffmann, und schilderte diesen als Vorbild im weidmännischen Tun. Den Dank für die Stiftung übermittelte er

fteriums überall in Deutschland am Sonntag, dem 16. November, statt. Die Programmfolge soll ausge- wählte Werke älterer Meister enthalten. Das Gie­ßener Theater bringt unter der musikalischen Lei­tung von Otto Söllner folgende Werke: Suite in 5-Dur von Johann Philipp Krieger; Konzert für Harfe und Streichorchester von Georg Friedrich Händel: ein musikalischer Spaß von Wolfgang Amadeus Mozart: 2 Sätze aus der Abschiedssinfonie von Joseph Haydn. Ausführende: Das Städtische Orchester. Solistin: Luise Schmidt-Frank (Harfe). Dem Charakter des Buß. und Bettages ist damit entsprochen worden. In Fortsetzung dieser Reihe Beschwingte Musik" werden dann Werke ausge­sprochen fröhlichen Charakters folgen.

Tag der deutschen Hausmusik.

Zum Tag der deutschen Hausmusik veranstaltet die Kreismusikerschaft Gießen in Verbindung mit der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" am (Sonn­tag, 23. November, 17 Uhr in der Universitätsaula eine Mozart-Gedenkfeier. Ausführende sind Schüler der hiesigen Musikerzieher unter Mitwirkung des Orchesters der Hitler-Jugend, Bann und Untergau 116, unter Leitung von Fritz Braun.

Verdunkelungszett

15.11. von 17.28 bis 8.41 Uhr.

16.11. von 17.26 bis 8.43 Uhr.

Seit einer Viertelstunde schon wartete Geheimrat Grunelius vor dem Portal zum Institut. Hier und da zog er die Uhr, beobachtete, daß schon einige Studenten herauskamen, und erinnerte sich so leb­haft feiner eigenen Studienjahre.

Endlich kam Karin, von einem großen Herrn be­gleitet, heraus. Schon eine Bekanntschaft, konsta­tierte'Geheimrat Grunelius. Sie schaute sich suchend um und verabschiedete sich, als sie ihren Onkel ent­deckte. |N

Püh!" machte sie belustigt, das war em Tag!

Wieso?" fragte der Onkel enttäuscht zurück.Hat es dir nicht gefallen oder was war los?"

Los war gar nichts, Onkel Und von gefallen kann gar keine Rede sein. Es gibt überhaupt keinen Ausdruck dafür, wie dankbar ich dir bin, daß du mich hierher gebracht haft!"

Er schaute so verdutzt drein, daß sie ihn hätte um­armen können. Er hatte wirklich einen Kuß oer-

Oer Oberbürgermeister sprach zur städtischen Gewlaschast.

Am Donnerstagabend hatte der Oberbürgermeister der Stadt Gießen die Gefolgschaftsmitglieder und ihre Angehörigen m das Theater der Universitäts­stadt zur Vorstellung der OperetteLiebe m der Lerchengasse" eingeladen. Dor Beginn der Auffuh- rung sprach Oberbürgermeister R i 11 e r zu seinen Arbeitskameraden und führte u/a. ungefähr folgen­des aus:

An Stelle eines Kameradschaftsabends habe er diesmal zu einer Theatervorstellung eingeladen, und der zahlreiche Besuch fei ein Beweis dafür, daß die Gefolgschaftsmitglieder auch an dem Leben des Theaters Anteil nehmen würden. Im gesteigerten Tempo habe sich die Gießener Bühne gut entwickelt, und an Leistung stehe sie anderen Bühnen weit vor­an. Die Zeit heute fei ernft, unser Volk stände im chwersten Lebenskampf, und noch nie habe im europäischen Raum ein so gewaltiger Krieg getobt. Trotzdem könne man heute, wo jeder Volksgenosse seine Pflicht erfülle, auch einmal eine Stunde sich reuen und feiern. Um das Rüstzeug für den Alltag zu haben, sei es notwendig, daß man die Versamm­lungen der Partei besuche, um auf eine einheitliche Ausrichtung abgestimmt zu sein. In wahrer Einig­keit gehe das deutsche Volk an die Lebensaufgaben heran. In seiner jüngsten Rede habe der Führer bargelegt, daß die alte Welt am Aussterben fei, und das Echo dieser Rede habe gezeigt, auf welch schwachen Füßen die Gedankenwelt unserer Gegner tehe. Die bolschewistische Gefahr sei vorüber. Mit verhältnismäßig geringen Verlusten fein wir und die mit uns kämpfenden europäischen Völker Sieger. Der jetzige Krieg gehe um die Erhaltung des groß- deutschen Volkes. Der Kampf werde nicht nur für Deutschland, sondern für Europa geführt. Der End­sieg werde ein ganzer fein, wenn das deutsche Volk einig und stark bliebe. Dann hätten wir auch das Recht zur Feier und Freude.

Nachdem Oberbürgermeister Ritter noch kurz die Geisteshaltung der typischen Vertreter unserer Feinde, Roosevelt, Stalin und Churchill, gekenn­zeichnet hatte, kam er noch auf die neuorbnenben Kräfte, die sich in Europa durchsetzen, zu sprechen und betonte, daß wir uns glücklich schätzen könnten, Deutsche zu sein und daß wir einen so herrlichen Führer an der Spitze des Reiches hätten. Mit dem Gruß an den Führer schloß er feine Ausführungen.

Anschließend ging die OperetteLiebe in der Lerchengasse" in Szene. Das vollbesetzte Haus dankte am Schluß der Aufführung allen Darstellern mit starkem Beifall. hfe.

Der Inhalt war ihm telephonisch durchgegeben

^6^*1^ ich^ir? anderes daß 'seine Gesundheit Fortschritte mache, und daß holte, wurde sie ruhiger. Die Welt um sie versank.

" - - - - -* *---~~ aut pflege. I Ich mutz die liojung finden ich mutz . . .

lche Stelle zweimal lesen, sagte sie in sich hinein.

schrieb ihr da zum Bei-1 Es war spät abends, als sie aus ihren Versuchen

Freiwillige für die ^-Polizei-Division-

Das Ergänzungsamt der Waffen--- teilt mit, daß Freiwilligen durch den Eintritt in die U-Polizei- Division die Möglichkeit gegeben ist, z. Z. ihrer Wehrpflicht zu genügen. Die Freiwilligen können nach Kriegsschluß bzw. Beendigung der Wehrpflicht bevorzugt in die Polizei übernommen werden. Die ---Polizei-Division ist eine Polizeitruppe, die Seit an Seite mit den übrigen Divisionen der Waffen--^ und den Heeresverbänden in vorderster Front im Kampf gegen den Weltfeind eingesetzt ist. Eingestellt werden Freiwillige der Geburtsjahrgänge 1905 bis 1924. Den Bewerbern wird empfohlen, sofort das Merkblatt für den Eintritt als Freiwilliger in die ---Polizei-Division anzufordern, das bei der für den Wohnort zuständigen Ergänzungsstelle der Was- fen--- sowie bei allen Dienststellen der Schutzpolizei, der Gendarmerie und der Allgemeinen--- zu er­halten ist. Annahmeuntersuchungen finden statt am 26.11.1941, 9 Uhr, in Gießen, RestaurantBurg- Hof", Burggraben 9. Meldungen von Freiwilligen werden dort angenommen. Arbeitsbuch und Wehr­paß sind mitzubriygen. ~ ä

Außerdem nimmt die --.-Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX) Kasfel-Wilh., Löwenburgstraße 10, Tel. 36 683 und 34 441 ständig schriftliche Meldungen an und übersendet ahf Anforderung das Merkblatt._______

aufgeschreckt wurde. Mit großen Augen, über die sich langsam schon ein müder Schleier legte, schaute sie auf die Tür, durch die der Laboratoriumsdiener hereinkam.

Also, bitt schön, Fräulein Grunelius, fans mir net bös, aber alles was recht is. I möcht fchlafn und Sie ... Sie müßtn no eher ins Bett! Jeden Abend bis in die Nacht hinein, dös halt der stärkste Gaul net aus. Sie jan zwar jünger als i, aber von Eisen fans aa net!" polterte er schon, ehe et ganz im Zimmer stand.

Ein Lächeln glitt über ihr weltfernes Gesicht. Oh, sie war heute besonders weit gekommen. Jetzt fehl­ten nur noch einige Reihenbestimmungen und Auf­zeichnungen der Absorptionsspektren, ein paar Schmelzpunkte waren Noch festzulegen und die spe­zifischen Drehungen auf die internationale Einheit zu berechnen. Wenn sie Glück hatte, konnte sie in den nächsten Tagen ihre erste Arbeit bereits ab­liefern. Es war nur ein kleines Steinchen in dem wunderbaren Aufbau der Welt, ein winziger Blick in die Urtiefe der Natur.

Und jetzt kam dieser Wurzelsepp und riß sie aus ihren Träumen. Aber sie überlegte nur kurz. Der Onkel wußte ja nicht, wo sie war, und Tante Cor­nelia würde sich ängstigen.Ja, (Sepp!- Sie haben recht. Hören wir auf. Seien Sie mir nicht bös, daß ich Sie immer so lang aufhalte. Es ist eben zu schon!" Sie stellte die Reagenzglasregale in einer Reihe auf und löschte die Flamme des Bunsen­brenners.

Sie müßtn d bissel an die frische Lust gehn!

wie man bei jeder neuen Begegnung feststellen muß, die Form, in der Ibsen seine Thesen.ausstellte, seine Kritik formulierte und feine Angriffe führte: dieNora" ist ein Musterbeispiel für seine drama­turgische Meisterschaft, für die auch heute noch oft genug vermißte Fähigkeit, ein echtes Drama zu schreiben in drei vollwertigen Akten nach den Regeln der Kunst.

Was für ein großartig gebautes Stück das ist, wird man, trotz gelegentlich herrschender Unruhe, selbst ohne vorausgegangene Lektüre (die zu emp­fehlen ist) an der von Hern V o l ck geleiteten Aus­führung gemerkt haben: es war eine der besten und einheitlichsten Schauspielinszenierungen, die wir seit längerer Zeit hier gehabt haben. Die Regie verzich­tete, im Sinne des oben Gesagten, auf eine unan­gebrachte Modernisierung und ließ im Kostüm und Stil der Entstehungszeit spielen. (Das Raumbild hatte Herr Löffler, ohne ablenkende naturali­stische Details, sehr angemessen gestaltet.) Der Dia­log, gar nicht laut, hatte den Ibsen-Klang, er war verzahnt und gegliedert, und es ging von ihm Die Klarheit, Konzentration und sprachliche Disziplin aus, die da verlangt wird, wo kein Satz verloren gehen ober verwischt werden darf.

*

Dem vorzüglichen Gesamteindruck der Inszenie­rung entsprach die in allen Teilen wohlgelungene, in der Titelrolle ausgezeichnete Besetzung. Luise Prasser erfaßte die überaus menschenkennevisch durchschaute Psychologie dieser Frauengestalt ge­fühlsmäßig und intellektuell vollkommen: sie gab das Kapriziöse, Impulsive und Flattrige im Bilde der Nora, das Vögelchen und die große Puppe, das zur Unselbständigkeit verurteilte Spielzeug fo über« zeugend und instinktsicher wie die hilflose Angst, die zitternde Unruhe und zuletzt die bittere Erkennt­nis und tiefe Verwandlung dieses Geschöpfes, dessen schlanker Umriß im alten Kostüm übrigens ein ästhe- tischer Reiz für sich war.

Herr Zeppestfeld spielte den Helmer mit ge­nauer Einfühlung und offenbar, ohne die durchaus betonten individuellen Konturen zu verwischen, im Bewußtsein, zugleich den typischen Vertreter einer ganzen Generation von Männern auferstehen zu lassen in ftiner Ahnungslosigkeit, seinem Egoismus, feiner Feigheit und feiner blinden Anmaßung. Den Günther gab wie in der von Teleky geleiteten letztenNora"-Aufführung (1928) Herr Vo 1 ck: ohne jede Theattalik, ohne Erinnerung an gewisse Thea­terintrigantenmanieren, in Haltung und Tonfall ohne störende Uebetbetonung, aber vollkommen bestimmt, klar und unmißverständlich. Den Dr. Rank, in dem schon dieGespenster" vorspuken, spielte mit ruhiger Gelassenheit Herr Ludwig, die Christine verhalten, behutsam und menschlich Hilde Kneip.

Die sehenswerte Aufführung, der die Uebersetzung von Wilhelm Lange zugrundelag, fand lebhaften Beifall. Hans Thyriot.

Es sind in den achtziger Jahren gesellschaftliche Einladungen verschickt worden, aus denen am Schluß wie eine leise Mahnung oder Regieanwei- fung zu lesen stand: es wird nicht überNora" ae- sprachen. Man mag daraus ersehen, welche Sensa­tion dieses Schauspiel damals erregte; was dann vorging, war fo neu, so unerhört und revolutionär, daß der Meinungsstreit darüber bedrohlich wurde; das Stück war geradezu ein Prüfstein: für oder widerNora": daran schieden sich Auffassungen, Gesinnungen, Weltanschauungen. Die Welt, wie mir sie heute anschauen, hat sich gewaltig geändert, was nicht im einzelnen bewiesen zu werden braucht. Wir wissen, um das hier Wichtigste zu nennen, nichts mehr von derFrauenfrage", welche die Ge­müter einst so sehr bewegte.

Obwohl also das Schauspiel seine ursprüngliche Aktualität, seinen zeitgeschichtlich Dorbereiteten Zündstoff längst eingebüßt hat, ist die Wlederbegeg- nung mit ihm durchaus lehrreich und lohnend. Das Problemstück inNora" ist begraben, feine Tendenz hat die Stoßkraft verloren oder stößt ins Leere. Geblieben ist hingegen der menschliche Fall; die Vorgänge der drei Akte wirken heute nicht mehr grundsätzlich, sind aber so beschaffen, dah sie sich allerdings, ohne an eine bestimmte Zett und die ihr eigentümlichen Probleme gesellschaftlicher und sozialer Art gebunden zu sein, unter ähnlichen ober anderen Voraussetzungen immer wiederholen kön­nen. Die große Lebenslüge, wie man es damals ausgedrückt hat, war der unsichtbare, schwer zu be- tämpfenbe Feind, gegen den das gesellschaftskri­tische Drama Ibsens immer aufs neue mit un­heimlich geschliffenen Waffen zu Felde zog; in Nora^ spurte er als eine ihrer Erscheinungsformen dieEhelüge" auf. Wir werden heute man muß den Abstand von mehr als sechzig Jahren im­mer wieder betonen die prinzipielle Bedeutung und verallgemeinernde ethische Begründuna eines solchen Feldzuges bestreiten; aber wir werden die Auseinandersetzung innerhalb der engsten Gemein­schaft zweier Menschen, den darin enthaltenen echten Konflikt noch immer anerkennen müssen. Wir wer­den die Schlußfolgerungen heute naturgemäß anders formulieren und statt eines Programmes, das Emanzipation" undSelbstbestimmungsrecht der Frau" verkündete, in der schlichten Forderung nach Aufrichtigkeit, Vertrauen und gegenseitiger Achtung im kleinsten Kreise menschlichen Zusammenlebens noch immer den zeitlosen Wesenskern des Schau­spiels erkennen.

Daß übrigens dieses alte und im angedeuteten Sinne auch veraltete Stück in einem nicht un- wesentlichen Nebenmotiv wieder überraschend zeit­gemäß wirkt, mag man den Sätzen entnehmen, in Denen Ibsen auf die Bedeutung des Dererbungs- problems anspielte. (Wie wichtig ihm die damit zu- ammenhängenden Fragen waren, zeigte sich in dem zwei Jahve nachNora" erschienenen Familien- dramaGespenster".) Völlig unveraltet ist außerdem,

Zwei Tage später traf ein Eilbrief ein. Erst am Ohne daß sie jemand in der Wohnung horte, Nachmittag bekam sie ihn zu Gesicht und überlas verließ sie ihr Zimmer und fuhr noch einmal in ihn mit steigendem Schrecken Es war ein langes das Institut. Die menschenleeren Gange machten > Schreiben, und als sie zu Ende war, hielt sie ein' einen schaurigen Eindruck auf sie. Karins Schritte ; aeqen Nachmittag angekommen war, wäre ihm die j seltsames Gewirr von Vorwürfen, Eifersucht, rüh- Hangen hohl. Wie in einem Kloster kam sie zlnaefeaenbeit weniger kompliziert vorgekommen, renden Geständnissen und unausweichbaren Be-sich vor ungeiegenoeii roeniger ! fehlen in den Händen. Was er vorher geschrieben I Erst als sie em Reagenzglas in der Hand dielt

hatte, hatte nur wie eine Ankündigung geklungen, und einen Versuch zum zwanzigstenmal wieder-