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k SÄS » s7n w- Aus der Stadt Gießen.!

Oie dritte Reichskleiderkarte.

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am Boden und ver<

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Frauen-, Mädchen- und

des zivilen Sektors der Bekleidunqswirtschaft zu

wendig sind.

um jMf ft die Frau heute anzutreff, gegriffen ^ rieten Stellen wie ein voller

(Nachdruck verboten.)

L. Fortsetzung.

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liefen Stellen wie ein vollendeter Facharbeiter, mb auf ihrem Gesicht sind Stolz und Freude über iiie Verantwortung in Deutschlands größter Zeit ^schrieben". Der Gauleiter forderte die Führe- rtmen der NS.-Frauenschaft dazu guf, unsere grauen bei dieser stolzen Gesinnung zu erhalten unb immer mehr in die Arbeit und Aufgeschlossen- l*it der Gegenwart hineinzuziehen.

sicht auch diejenigen Beschränkungen auf sich neh­men, die im höheren Interesse nun einmal not-

: und zahlreiches Kriegs- en hat Oberleutnant Tonne

Im ersten Akt heißt es (Seite 29):Die Stücke- schreiber ... können gewöhnlich nicht dichten. Und die Dichter können gewöhnlich keine Stücke schrei­ben." Götz hat ein Stück geschrieben, und zwar ein sehr amüsantes, wenn auch keine Komödie. Für eine Komödie ist es zu gut und zu glatt gebaut; für eine Komödie machen sämtliche Beteiligten ein­schließlich des Dieners eine zu elegante, aphoristisch zugespitzte Konversation; einer Komödie widerspricht auch das von Wilde stammende MottoWer unter die Oberfläche schürft, tut es auf eigene Gefahr." Ein gefährlicher Satz; zwar gibt er hier den Ton an wie eine Stimmgabel, aber die Komödie hat es allemal mit der Wirklichkeit und mit echten Men­schen zu tun; da kann und soll man unter die Ober­fläche schürfen.

9^5®. Gaufrauenschaftsleiterin Westernacher iatte u einer Feierstunde eingeladen, in deren Lahmen den Kreisfrauenschaftsleiterinnen sowie tem engeren Gaustab der NS.-Frauenschaft vom Bauleiter die neuen Rangabzeichen verliehen wur» ien. Die Gaufrauenschaftsleiterin betonte, daß nun he NS.-Frauenschaft ein Abzeichen ablege, das sie i'.irch die Jahre der Kampfzeit treu begleitet hat. kie Worte Glaube, Hoffnung und Liebe waren das Notto auf diesem Abzeichen Symbol des Glau- tens an den Führer, der Liebe zu Volk und Vater- lind und der Hoffnung, daß Deutschland einst groß, iflön und stark erstehen möge. Seine Form ist iberlebt. Das neue Abzeichen stellt die unmittelbare Verbindung zur Partei viel deutlicher heraus. Die iebensrune in Verbindung mit dem Hoheitszeichen it nicht nur Sinnbild des Wirkens der Frau, hadern auch Sinnbild des Aufstieges, den Deutsch­lind nimmt. Gauleiter Sprenger sagte, die Frau nar einst in der Zeit des Kampfes ein wertvoller Mitstreiter der Bewegung. Heute ist sie das eigent- !che Bindeglied der Volksgemeinschaft geworden. Ns Mutter fällt ihr die Erziehung der Geschlechter i deutschen Menschen und Nationalsozialisten zu. leberall in den Betrieben und bei allen Arbeiten 'fen. Sie schafft an

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Kein Wort gegen ein gutes Stück. Kein Wort gegen den Mut, ein so altes, nie befriedigend zu lösendes Thema noch einmal aufzugreifen. Eine Frau zwischen zwei Männern. Alle möglichen Lösungen (viele gibt es ohnehin nicht) sind seit Urgroßvaters Zeiten probiert und durchexerziert worden. Bei uns hat schon Goethe in derStella" sich daran versucht, und selbst bei ihm ging die Rech­nung nicht auf. Später probierten es Ibsen und Hauptmann, Eulenberg und Löns und ungezählte andere. Auch Götz wußte keine Lösung, aber er gab der verfahrenen Situation einen lustspielhaft neuen Akzent: er spielt sozusagen mit offenen Karten, und die drei Hauptbeteiligten setzen sich an Hand einer Erdbeerbowle zusammen und besprechen den Fall mit deutscher Gründlichkeit und logischer Schärfe.

Selbst diese vorurteilslose Aussprache führt in­dessen nichtzum Ziel", wenn man so sagen darf, weil nämlich die scharmante junge Frau Ingeborg I

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Karin Grunelius

Roman von Guiüo Brand

eine plötzliche Laune hatte er es gehalten, weil ihre Freundin Bettina Ramlow, unerhört sprachenbegabt, Philologin werden wollte. Aber dann war Karin zurückgekommen, mit einem glänzenden Abgangs­zeugnis, durch Ereignisse, die er vielleicht nicht kannte, gereift, fest entschlossen, sich nicht mehr von diesem Wege abbringen zu lassen.

In diesen Jahren war die Mutter gestorben und damit schien ihm Karin noch mehr entglitten zu sein. Karin konnte in ihrer Jugend auch kaum begreifen, wie lähmend diese Einsamkeit war, daß ein Allein­sein nach so viel glücklichen Jahren wie ein dumpfer Druck auf ihm lag, den nur sie lösen konnte. Gewiß, wenn er sie als Frau auf dem Merckhof weiß, in der Nähe, wenn er auf dem Weg zu den anderen Farmen, wo sie vielleicht seine Hilfe brauchen, bei ihr vorüberkommen kann, wird er sie gern fort- lassen. Niemals aber darf sie nach Kapstadt oder Johannesburg als Universitätsassistentin, wie sie es sich ausgedacht hat.

Wenn er sie so am Steuer seines Wagens sieht, mit dem er immer zu seinen Patienten fährt, das Gesicht jetzt voller Gespanntheit geradeaus gerichtet, die schmalen Hände gelockert auf dem Lenkrad, fast ein wenig zu alt aussehend, weil sie sich nach einer Antwort, die heftiger ausgefallen war, als er ge­wollt hat, in sich zurückgezogen hat, möchte er am liebsten wieder umkehren.

Von seinen weiten Fahrten durch den Busch, von einer Farm zur anderen auf glühenden einsamen Straßen, ist er gewohnt, zu schweigen. Vielleicht ist es nicht immer gut, alles in sich hineinzusagen. Wenn er mit Frau Christiane Merck nachher zu­sammensitzt er hofft sie einmal allein zu sprechen, wird er sich befreien können von dieser Fremdheit.

Karin drückt plötzlich stärker auf den Gashebel, und wie ein Pfeil schnellt der Wagen die blanke Sttaße hinunter. Ihm entgegen rast, noch weiter ent­fernt von der Toreinfahrt in die Farm, Günthers niedrig gebauter Wagen. Aus der Ferne schon hat sie ihn erkannt und die Geschwindigkeit verschärft, obgleich sie wußte, daß sie es nicht mit ihm auf­nehmen konnte. Vergessen ist die kleine Auseinander­setzung mit ihrem Vater, überwuchert irgendwie von der Lust, einen neuen Gegner zu treffen ... Günther Merck. ----------------

Theater der Universitätsstadt Gießen

Curt Götz: »Ingeborg-.

den 15. Oktober festgesetzt, bei der Männer- und Knabenkarte auf den 15. November.

20 Abschnitte der Karte zeigen keinen Fälligkeits­termin. Es gibt Zweige der Produktion, deren Ent­wicklung sich nicht auf ein Jahr im voraus über­sehen läßt. Daher sind 20 Abschnitte freigehalten, um erst aufgerufen zu werden, wenn die Dersor- gungstage es gestattet.

Die Zahl der Abschnitte für Herrenwinter- m ä n t e I ist von 120 auf 90 herabgesetzt worden. Es kann aber keinVorgriff" mehr erfolgen, son­dern es müssen alle Punkte hierfür fällig sein. Es ind jedoch Ausnahmebeftimmungen vorgesehen ür den dringenden Bedarf an Wintermänteln

Ich glaube nicht. Und so habe ich es mir ge­wünscht. Du solltest die erste sein." Er macht eine kleine Pause. ,Hch habe viel Über dich nachgedacht. Eigentlich über uns beide. Daß du mir heute früh telephonisch als erste gratuliertest, war reifend von dir! Wirklich!" beteuerte er, da er glaubt, einen feinen Schatten über ihr Gesicht huschen zu sehen.

Na ja", lacht sie verlegen, als wäre es schon zu viel, was zwischen ihnen beiden berührt worden ist. Wenn schon ein paar von den anderen Gästen dagewesen wären, hätte sie wenigstens einen Grund gehabt, sich der Fragen, die sie auf sich zukommen fühlt, zu entziehen.

(Fortsetzung folgt.)

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ganz offen gesteht, alle beide zu lieben: sowohl Peter als auch Ottokar. Eine furchtbare Situation, in der man auch mit Erdbeerbowle nicht wesentlich weiter kommt. Zumal sich überdies Ottokar und Peter, wenn auch bei schwindender Bowle und wachsender Beschwipstheit, wiederholt aufrichtiger Sympathie versichern. Es ist schlimm. Zum Glück kommt der­gleichen, unseres Wissens, nur in Lustspielen vor. Wie das schließlich endet, und wie Götz, der alte Fuchs und große Kavalier unter den deutschen Stückeschreibern, sich aus der heiklen Affäre zieht, mag sich jeder selber ansehen und anhören; es ist so amüsant wie die phantasievolle Vorgeschichte.

Ingeborg" gehört zu den wenigen Stücken von Curt Götz, die er mit seiner Gemahlin Valerie von Martens noch nicht bei uns gespielt hat. Wir haben es aber selber schon zweimal gegeben, 1928 und 1936. Die Aufführung von 1941 leitete Herr Mund, und sie war, sofern unsere Erinnerung

Entgegen der Behauptung der feindlichen Pro­paganda ist sie in wenigen Tagen wieder da: die Reichskleiderkarte. Niemand wird erwarten können, daß sie in ihrenPunkten" freigebiger aus­gestattet ist als ihre Vorgängerinnen. Davon kann keine Rede fein, wenn der dritte Kriegswinter sich anmeldet und unsere großen, siegreichen Heere tief im sowjetischen Raum stehen. Es ist selbstverständ­lich, daß auch weiterhin unsere wirtschaftliche Kraft und unsere Rohstoffreserven in erster Linie der Wehrmacht gebühren. Bisher ist Deutschland dank der Vorsorge der Regierung und der Tüchtigkeit einer Hausfrauen mit seinen Spinnstoffen gut aus» gekommen. Man wird aber damit rechnen müssen, daß in Zukunft gewisse Einsparungen erforderlich sind, die unseren Lebensstandard auf manchen Gebieten beeinflussen.

Die dritte Reichskleiderkarte hat daher manche Einschränkung bringen müssen. Sie umfaßt den Versorgungszeitraum vom 1. September 1941 bis 31. Dezember 1942, gilt also für 16 Monate. Die Zahl der Bezugsabschnitte ist von 150 auf 120 ver­mindert worden. Der erste Fälligkeitstermin bei der

reitere sechs feindliche Flugzeuge abgeschossen und cht schwere sowjetische Panzer vernichtet. Oberfeld­webel Lutter hat im Westeinsatz acht feindliche kagdslugzeuge abgeschossen. Bei einem Tagangriff uf London gelang es ihm, in schweren Luftkämp- [m drei feindliche Jagdflugzeuge abzuschießen. Im

Womit?" fragt Günther zurück. Er spürt deut­lich den winzigen Widerhaken in ihrer Antwort.

Mit der fdiärferen Fahrt. Schon weil ich einen '' vächeren Wagen habe. Ganz klar, daß du mich überholt hättest. Außerdem ist das auch nicht so wichtig. Ist noch niemand da außer mir?"

Iribuna" berichtet aus Neuyork, daß die USA.» «resse einen Aufruf Gandhis veröffentlicht tabe, in dem es u. a. heißt, die USA. sollten s.nfzigmal darüber nachdenken, bevor sie England i-ue Hilfsleistungen zuteil werden ließen.

Zwei Flieger erhielten da« Ritterkreuz.

Berlin, 14. Oktober. (DNB.) Der Führer und tberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf korschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Sonne, Staffelkapitän in einem Schnellkampf- r schwader, und Oberfeldwebel Lutter, Flugzeug, f.hrer in einem Schnellkampfgeschwader. Oberleut» put Tonne hat bei schwierigen Begleitschutzflügen ?ben britische Jagdflugzeuge abgeschossen und die

Männer-Wintermantel 30, ein Frauen-Winterman« tel 25, eine Männer-Winterjoppe 20, ein Anzug 80 Bezugsabschnitte erfordern. Das Wirtschastsamt trennt auf Antrag die erwähnte Punktzahl von der Kleiderkarte ab.

In die dritte Reichskleiderkarte sind einige neue Artikel ausgenommen worden, so Filz- und Stoffhüte, Gummi- und Werkstoffbekleidung (Halde Punktzahl), Pulswärmer, Knieschützer usw. Das weitere wird aus dem Katalog der 3. Reichskleider­karte ersichtlich fein. Naturseidene und naturseiden­haltige Spinnstoffwaren und Wollwaren werden künftig gleichartig behandelt.

Für Berufskleidung ist die Kleiderkarten­pflicht eingeführt, und es werden bei Ausstellung eines Bezugscheines 20 v. H. der sonst für das er­wünschte Kleidungsstück erforderlichen Punkte ab­getrennt. Für Arbeitsbekleidung werden nach wie vor etwa ein Drittel der sonst erforderlichen Punkte verwandt. Für Nähmittelabschnitte ist ein Punkt erforderlich.

Die zweite und die dritte Reichskleiderkarte kön­nen ebenso wie die verlängerte zweite Zusatzklei­derkarte für Jugendliche nebeneinander gleich­zeitig verwendet werden. Maßgebend ist bei Kombi­nierung ausschließlich das Warenverzeichnis der dritten Reichskleiderkarte. Eine Ausnahme be­steht beim Bezug von Männer-Wintermänteln. Bei ihm werden bei Verwendung einer der beiden al­ten Karten von der zweiten und dritten Kleider«

Mit Verwunderung bemerkt Doktor Grunelius die Veränderung an feiner Tochter. Unwillkürlich zieht er die Beine höher, als wolle er sich fester an den Sitz pressen, um die gesteigerte Geschwindigkeit aus- zugleichen. Die Wagen rasen aufeinander zu. Unter nervösen Händen müssen sie in der nächsten Sekunde aufeinanderstoßen und sich zertrümmernd überein­anderwerfen. Er sieht das lachende Gesicht Günthers auf sich zukommen ... aber ehe er noch die sich selbst beruhigende Geste ausführt, mit der er über die Stirn streicht, fahren die beiden Wagen in einer jähen Kurve nebeneinander auf das Tor zu.

Fabelhaft, Karin!" hört er Günthers lachenden und lobenden Ausruf. Mit größerem Schußver- mögen ist er an ihr vorbeigerast und winkt mit der linken hanb zurück.

Langsam läßt Karin den Wagen auslaufen. An der Treppe zur Terrasse steht Günther und emp­fängt sie mit offener Bewunderung. Lächelnd hört sie ihn an, während Doktor Grunelius sich nach kurzer Begrüßung in das Haus begibt. Ein ganz klein wenig Ironie liegt in ihrem Blick, und als wüßte sie gar nichts von diesem Spiel, meint sie: Ach Gott, Günther, schließlich habe ich ja nicht die Absicht, mein junges Leben einfach so hinzuwerfen. Der Klügere hat nachgegeben. Im übrigen habe ich zuerst angefangen!"

itnem Schutze anvertrauten Kampfverbände zuver- U5lu(j)ur: ;f|ig an die befohlenen Ziele herangebracht. Im öoru. m Verband gegen stärkste Ab-

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lstfeldzua errang er vier weitere Luftsiege, zerstörte ;0 Feinüslugzeuge am Boden und vernichtete 7 Pan- pr, 10 Geschütze und 40 Kraftwagen.

Der neue Gauobmann öer DAF.

NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger phrte Gauschatzmeister E ck als kommissarischen Sauobmann der DAF. Gauwaltung Hessen- Nassau ein. Er übernimmt die Dienststellung, lachdem der bisherige Gauobmann Becker zum kinsatz in die Ostgebiete abgeordnet wurde, und der ?eichsschatzmeister den Gauschatzmeister für das Auf- ibengebiet der Deutschen Arbeitsfront beurlaubte. Eck zeichnete sich im Weltkrieg als Offizier ebenso njs wie später im Verband eines Freikorps im Baltikum im Kamps gegen den Bolschewismus; (ine umsichtige, fachmännische, stets den politisch» vlksführenden Aufgaben der Partei dienende Lei- -ing des Gauschatzamtes legt Zeugnis von seiner - bewährten Tätigkeit als Politischer Leiter ab. So bringt Gauobmann Eck alle Voraussetzungen für rin neues Aufgabengebiet mit. Für die Zeit der Beurlaubung des Gauschatzmeisters wurde Gau- buptftellenleiter Schönberger mit der Wahr­nehmung der Geschäfte des Gauschatzmeisters be­itragt.

Die neuen Rangabzeichen öer 7iG> -Frauenschaff.

ür Männer und Frauen, Männer-Winterjoppen und Männer-Anzügen, sowie Meterware in entsprechen- der Menge. Hier kommt es auf die Anerkennung u_______ ______

des örtlichen Wirtschaftsamtes an. Be- befriedigen. Das deutsche Volk hat es an Derftänd- sitzt ein Verbraucher nur einen nicht mehr tragfätji» nis niemals fehlen lassen, und es wird mit Ein- gen ^Wintermantel ober nicht mehr als 2 tragfähige Anzüge, kann bei ihm auf noch nicht fällige Punkte Dorgegriffen werden. In diesem Full wird ein

Der Brusttee.

In der Drogerie wollten sie mir nur zwanzig Gramm Brusttee geben, da habe ich ihnen etwas vorgehustet und bekam vierzig Gramm. Was soll ich mit zwanzig Gramm Anfängen? Das ist ein enor­mer Husten, er erschüttert mich und andere. Eine Frau, die dabeistand, fühlte sich besonders er- chüttert.

Sie mit Ihrem Husten", sagte sie und sah mich an, als ob ich ihr Mann wäre. Ich war es aber nicht und durfte daher antworten.Gnädige Frau", agte ich,solchen Husten finden Sie in der ganzen Gegend nicht roieber. Wollen Sie ihn haben?"

Das wollte sie nicht.

Weshalb reden Sie denn davon?" fragte ich. Ich dachte, Sie wären neidisch!"

Nachher war sie nicht neidisch, sondern ängstlich. Ich hatte sie angehustet, und sie sagte zu dem Ver­käufer:Geben Sie mir lieber auch Brusttee!

Und sah mich giftgrün dabei an.

Das kann ich nicht", sagte der Verkäufer,den letzten Brusttee hat der Herr gekauft."

Felix Riemkasten.

Dornottzen.

Tageskalender für Mittwoch.

Stadttheater: 19 bis 21.30 UhrEva springt durchs Fenster". Gloria-Palast, Seltersweg: Clarissa . Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Edelweißkönig". Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters.

Freiwillige für die Waffen-^.

Von der ---Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX) er­halten wir die Mitteilung, daß wiederum Frei­willigen die Möglichkeit gegeben ist, in die Waffen--- einzutreten.

Die Divisionen der Waffen--- kämpften auf allen Kriegsschauplätzen und stehen jetzt in vorderster Front im Kampf gegen den Bolschewismus. Ihre stolzen Daten sind ein Ruf an die deutsche Jugend und an die wehrhaften Männer. Dollmotorisiert umfassen die Divisionen alle Truppen, wie Jnsan- terie, Artillerie, Pioniere, Panzer, Nachrichtentrup, pen, Kavallerie, Panzerjäger, Flak, Kradschützen und Sanitätstruppen.

Die Waffen--- stellt ein: a) Kriegsfreiwil- 11 g e (Arbeitsdienstpflichtige nach Ableistung der verkürzten Arbeitsdienstpflicht), b) Freiwillige mit Dienstzeitverpflichtung vom vollen­deten 17. bis zum 45. Lebensjahr.

Der Dienst in der Waffen--- ist Wehrdienst. Bei Eignung stehen den Freiwilligen die Unterführer­und Führerlaufbahn sowie Sonderlaufbahnen offen. Einberufung zur Truppe erfolgt beschleunigt!

Ferner werden eingestellt Freiwillige für die ---Polizei-Division und Anwärter für den Dienst in der Deutschen Polizei.

Annahmeuntersuchungen finden statt am 19. Ok­tober imDurghof" in Gießen. Meldungen von Freiwilligen werden dort angenommen. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen.

Außerdem nimmt die ---Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX), Kassel-Wilh., Löwenburgsttahe 10, Tel. 36 683 und 34 441 ständig schriftliche Meldungen an und übersendet auf Anforderung bas ausführliche Merk­blatt.

Gießener Gchlachtviebmarkt.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehverstei- gerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 39,5 bis 45, Bullen 40 bis 43,5, Kühe 15 bis 60, Färsen 27 bis 49,5, Kälber 25 bis 57, Schafe 33 bis 46 Rpf. je kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Vr^ise erzielt: Klasse a (150 kg und mehrl 1,20 RM. bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1.08, ef (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1.20, i (Altschneider) 1.18, g2 (andere Sauen) 1,08. Marktverkauf: gut, alles zu­geteilt.

** Von den Sprschenkursen der«KdF., Volksbildung sstätte Gießen. Für die in dieser Woche anlaufenden Sprachenkurse zeigt sich : aus allen Schichten der Bevölkerung rege Beteili­gung. Wer sich mit dem Gedanken trägt, an diesen Kursen teilzunehmen, muß nun die Gelegenheit der ersten Unterrichtsstunden benutzen, seine Anmeldung vorzubringen. Alles Nähere ist aus den Anzeigen und den Plakaten ersichtlich._________________________

um sich an den Mundwinkeln in eine weiche, ver­spielt träumerische Fläche zu verlieren, mochte auf ihn zurückgehen. Ganz und gar aber fehlten ihm die schöngeschwungenen Lippen, die beim Lachen eine perlenweiße Reihe kräftiger Zähne freiließen. Ir­gendwie war auch die Nase anders und durchaus nicht das Erbteil der Grunelius. Sie hatte zwar etwas Eigenwilliges, aber erst dort, wo das Rätsel des ganzen Gesichts anfing, bei den Augen.

Vielleicht lag auch darin das Geheimnis ihres Wesens. Oft hatte er sich gewundert, wenn er ihr gegenüberfafj und sie mit ihrer Mutter verglich. Er denkt Jahre zurück, sucht in seinem Gedächtnis, ob Elisabeth, seine Frau, auch einmal so ausgesehen hat, ob es die gleichen Augen, große, dunkle Pu­pillen, von einem bläulichen Weiß umleuchtet, ge­wesen waren, die er so liebte! Darüber hinaus aber ist ihnen das wunderbare Spiel des Lebens, der Wechsel zwischen stiller zurückgezogener Trauer und er würde als Humanist sagen griechischer Heiterkeit ein getreuer Spiegel ihrer Seele.

Es mag schönere, größere, leuchtendere Augen geben als Arzt hat er Hunderte und Tausende von Gesichtern gesehen und geprüft, aber ob es irgendwo noch einmal denselben Ausdruck gibt, jenes unheimliche Fragen, mit dem sie als Kind ihn schon manchmal in Verwirrung brachte, jenes wort- lose Antworten, weil die Blicke alles, aber auch das Letzte eines Nein- oder Iasagens, hergeben, das hält er für ausgeschlossen. _

Auch jetzt hat sie wieder etwas, man mochte sagen, Endgültiges in ihren Augen, jene Entschlossenheit und Widerstandskraft, an der sich leicht der Zorn eines anderen entzünden kann. Eine große Liebe müßte da sein, die mit aller Behutsamkeit und aller Festigkeit zugleich das Harte in ihr löst, denn im tiefsten Grunde ist Karin so weich und mütterlich veranlagt, wie ihre Mutter es war. Das weiß er. Aber in diesem Fall hat er den rechten Weg zu ihr nicht gefunden, und so wird er wahrscheinlich noch Diele Stunden mit ihr ringen müssen, um sie von öer Idee, irgendwo als Bakteriologin unterzukom- men und ihr Leben einem anstrengenden Beruf zu widmen, abzubringen.

Er hat nichts dagegen gehabt, daß sie nach be» standen em Examen auf die Universität nach Kap­stadt ging und Naturwissenfchaften studierte. Für

karte 120 fällige Punkte abgetrennt.

Wie Generalkommissar Staatssekretär K e h r 1 in einem Vortrag vor der Presse in Berlin ausführte, wird alles geschehen, um den Bedarf nach der neuen Kleiderkarte zu decken. Wenn im Handel an einzel­nen Stellen die Neigung vorhanden sein sollte, sich Reserven auf Lager zu legen, so wird dagegen sehr entschieden eingeschritten werden. Wenn auch der Winter und die IransporUage manche Schwierig­keiten herbeiführen könnten, so wird doch mit aller Tatkraft daran gearbeitet werden, auch den Bedarf

fa! Willst du nicht mit mir zurückfahren?

Danke! Ich habe mir ein paar Gäste ctngelaöen uib sie würden sich alle freuen, wenn du auch kamst, Pa! Willst du nicht mit mir zurückfahren?" Muß denn das sein? Wer kommt denn alles?

| Günther nennt ein paar Namen. Karin unb tpr Inter. Escherichs Eltern aus der Nähe Moschis, Iiinkmann aus Tanga. An den buschigen Augen- brauen, die sich langsam von der tiefen senkrechten Halte an der Nasenwurzel wieder in die richtige <age zurückziehen, merkt er, daß der Vater zufne- bner wird. . ~ ...

Ich muß aber doch noch in die Fabrik hinüber, , Wucher. Nützt alles nichts. Ich komme nach. Gruß »UAterdessen die anderen allerseits!"

Damit ist die Unterhaltung wohl zu Ende Das Hveiß Günther, und er wird allein nach Hause fahren "ässen.

Auf Wiedersehen!"

2.

In der gleichen Sekunde biegt SUrin Grunelius n!ben ihrem Vater am Steuer eines nemen upei ir die große Kurve ein, hinter der die Straße schnur- grade auf das Herrenhaus des Merckhofes zulaust. !rr Wind verfängt sich in ihren dunkelbraunen Wturlocken, die ihrem ernsten, beinahe strengen Ge- i fif)t etwas Aufgelockertes geben und die harten f £ nien, die sich trotz ihrer Jugend um bie Augen fyrum eingegraben haben, aufzulösen scheinen.

Doktor Grunelius sieht seine Tochter von der Seite an. Was er auf bem Wege bis jetzt mit ihr bi sprachen hatte es war gewiß nicht bas erste- not ließ keinen Schluß zu, daß ft- sich decke einig

W Würden. .,

Er sieht sie fast nur im Profil, das ihm em« J r-rmischung seiner eigenen Gesichtslinien mit denen ürer Mutter darzustellen scheint. Die hohe Stirn mit l'mem leichten schrägen Absetzen unter die Haar- veirzeln hatte sie wohl von ihm. Auch das Kinn, b ssen Rundung in einem energischen Bogen begann.