Ausgabe 
15.5.1941
 
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Donnerstag, 15. ÜTaiW!

Eichener Anzeiger

Der neue kroatische Staat, der in den letzten

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Die deuffchen Luftangriffe auf Malta

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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Agram, im Mai 1941.

gebracht.

Italienischer Luftangriff auf Alexandrien.

1946/41

durch Freu*

aisterung zuströmte, so daß sich die Organisation e' £ foon nach wenigen Monaten auf ganz Kroatien »nA^weis erstreckte. Als König Alexander am 6. Januar 1929 ' ----- in ohornnfinen 5luaollawien die Militärdiktatur ver-

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Rom, 14. Mai. (Europapreß.) Die Angriffe der deutschen Flieger werden von der römischen Presse genau geschildert. Aus dem am 8. und in der Nacht zum 9. Mai auseinandergesprengten Geleitzug, hätte sich ein Teil der am schwersten getroffenen Schiffe in die Häfen des nahen Malta geflüchtet, und hier hätten die deutschen Flieger sie auf gesucht. Malta, einst eine wichtige Offenfto- stellung im Mittelmeer, habe heute alle Hände voll zu tun, um sich selbst zu schützen. Es sei eine belagert Stadt und kein angenehmer Zu­fluchtsort für beschädigte Schiffe. In der Nacht zum 12. Mar, als die Wetterbedingungen den Einsatz erlaubten, seien von der deutschen Luftwaffe beide Häfen von Malta unter Feuer genommen worden. Einige 50 000 Kilogramm von Bomben verschte- denen Kalibers hätten die deutschen Flugzeuge her- ahfallen lassen. Der ganze Haupthafen habe schließlich im Lichte der Brände gelegen und um 2 Uhr morgens fei die Hafeneinfahrt in gewalti­gen Rauchwolken verschwunden. Weitere Brände seien im Arsenal und in der Staatswerft zu beobachten gewesen, ein anderer im Stadt­teil Florian a. Ein weiterer von besonders großem Ausmaße habe sich im Stadtteil Sanglea ausgebreitet. Bis zum Morgen sei Welle auf Welle deutscher Kampfflugzeuge auf La Valetta angerollt und habe die beiden Häfen bombardiert. Andere Abteilungen hätten sich den Flughafen Mikaba (Lucca) zum Ziel genommen und mit Bomben angegriffen.

wiederum den Flugplatz Cutca mit guter Wir­kung an.

Der Feind bombardierte mit schwachen Kräften in den gestrigen Abendstunden die Insel Helgoland. Militärischer Schaden entstand nicht. Es wurden lediglich Wohnhäuser zerstört und mehrere Zivil­personen gelötet oder verletzt. Flakartillerie schoß zwei der angreifenden britischen Kampfflugzeuge ab. lieber dem Reichsgebiet fanden in der letzten Rächt keine Kampfhandlungen statt.

Die Besatzung eines Aufklärungsflugzeuges mit Hauptmann Prihel. Feldwebel Heinemann, Feldwebel Hoppe und Unteroffizier Haus zeich­nete sich bei der Durchführung schwieriger Bildauf­klärung über England besonders aus. Bei den Kämpfen in Rordfrankreich zeigte der Oberleutnant Schultze als Gefechtsluftaufklärer besondere Um­sicht und Tapferkeit.

Rom, 14. Mai. (DNB.) Wie der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch meldet, haben ita­lienische Flugzeuge im östlichen Mittelmeer einen feindlichen Geleitzug angegriffen. Ein großer Dampfer erhielt Treffer. Ein Verband der Luft­waffe griff den Flottenstützpunkt Alexandrien an und erzielte Treffer auf militärische Anlagen des Hafens. In O st a f r i k a Artillerietätigkeit im Ab­schnitt von Amba Aladschi, wo ein neuer feindlicher Angriff abgewiesen wurde.

Wie das britische Geschwader nach Gibraltar zurückichrte.

M a i l a n d, 14. Mai. (Europapreß.) Das britische Geschwader, das vor einigen Tagen im westlichen Mittelmeer während der Beschützung eines Getett- zuges von der italienischen Luftwaffe angegriffen worden ist, kehrte am Dienstagabend nach Gibraltar zurück. Das Geschwader begab sich nicht in den Militärhafen, sondern ging in der Bucht vor Gi­braltar vor Anker. Die Hälfte der Flugzeuge an Bord des Flugzeugträgers ist zerstört, und das Startdeck ist schwer beschädigt. Der Turm eines Flaggschiffes ist zerstört, und ein Kleiner Kreuzer hat schwere Beschädigungen davongetragen. Von den Schiffen wurden zahlreiche Verletzte an

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Oer Wehrmachtbericht.

Berlin, 14.Mai. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Luftwaffe versenkte in der letzten Rächt im Seegebiet ostwärts Sunderland drei Handels­chiffe mit zusammen 14 000 BRT. und bombar­dierte mehrere Häfen in Süd- und Mittel- e n g t a n d.

In Rordafrika brach ein von Panzern unter­stützter britischer Angriff gegen den Abschnitt einer italienischen Division zusammen. Dabei wurden sechs feindliche Panzer zerstört. Weitere Kämpfe brachten den deutsch-italienischen Truppen örtliche Erfolge. 3m Raum von Sollum stießen Aufklärungsstreit­kräfte des deutschen Afrikakorps weitnachOsten und S ü d o st e n vor.

Auf der Insel Malta griffen deutsche Kampf­fliegerverbände bei Tage und in der letzten Rächt

spiegeln unverfälscht die wahre Stimmung der kriegsfeindlichen Bevölkerung USAs wider. Eines sei gewiß: Wenn heute Präsidentschafts­wahlen ausgeschrieben werden würden, würde das Ehepaar Roosevelt in lärmender Weise aus dem Weißen Haus ausgebootet werden. Denn wenn schon gegenüber Roosevelt die Verstimmung in der U8A.-Bevölkerung sehr groß sei, so fef seine GattinEleonor the war" (Kriegs-Eleonore), wie sie von den Frauen USAs getauft worden sei, geradezu verhaßt.

Wie man Marineoffizier wird, wenn man Roosevelt heißt.

Washington, 15. Mai. (DNB. Funkspruch.) Frau Roosevell teilte in einer Pressekonferenz mit, daß nunmehr auch chr jüngster Sohn John die militärische Uniform anziehen werde. Er habe sich entschieden, daß die Welt, in der Hitler siegreich sei, nicht die Art Welt sei, in der er leben wolle. Zwar könne er seiner schwachen Augen wegen nicht der kämpßenden Truppe beitreten, aber nach Rücksprache mit seinen Eltern habe er einen Abendkursus im Versorgungswesen mitgemacht und werde im nächsten Monat in der Harvard-Universität einen Schulungskursus über die Beschaffung von Material für die Marine absolvieren. An­schließend werde er zum Marineoffizier er­nannt werden..

Mehrere wichtige Häfen in Süd- und Mittelengland bombardiert.

Gruß an die Untersteiermark.

Von Hans Sturm.

Wenn auch das Sonnenland der Untersteiermark, das von einem mittelalterlichen Dichter dasteutsch Paradeis" genannt wurde, oft im Schatten der Ge­schichte blieb, so ist es doch seit je kerndeut­sches Kulturland gewesen. In den vielen Käm­men, Kegeln und Kuppen derWindischen Bühel", in den Tälern und Schluchten an dendrei Strömen des Südens", Mur, Save und Drau, gespenstern heute noch Sagen, leben Märchen deutschen Ur­sprungs, und das Volk kennt noch einfache Lieder, von denen manche inDes Knaben Wunderhorn" stehen.

Schon im Mittelalter stand ein Graf von Eilli in naher Verbindung mit den Markgrafen von Brandenburg und wäre beinahe deutscher Kai­ser geworden. Der bedeutendste Dichter der damali­gen Zeit, Wolfram von Eschen b ach, kam auf seinen abenteuerlichen Fahrten oft in die Un­tersteiermark; hier vollendete erParzival" und verlegt die darin gepriesene Gralsburg auf den tau­send 'Meter hohen, sehr steilen Motschberg südlich

gen zwischen Deutschland und Kroatien und zugleich die Wiedereingliederung der Süd. sieiermark in das Reich ihren ersten vertrag­lichen Ausdruck gefunden.

Unfreundlicher Willkomm für Douglas FairbankS in Buenos Aires

Buenos Aires, 15. Mai. (Europapreß.) Der zur Zeit in der argentinischen Hauptstadt i m Auf­trag Roosevelts weilende nordamerikanische Filmichauspieler' Douglas Fairbanks wurde im Stadtzentum m i t einer Schreckbombe begrüßt". Die Menge nahm gegen ihn eine feind­liche Haltung ein. Es wurden Schmährufe gegen die Hollywood-Filmindustrie laut, und der Tumult nahm solche Formen an, daß die Polizei einschrei­ten mußte. Diese Demonstration war eine Fort­setzung der kürzlich in einem Kino zum Ausbruch gekommenen Tumulte gegen den nordamerikanischen FilmArgentinische Nächte". Der bei der Aufführung dieses Films entstandene Skandal ver­anlaßte die araentinifchen Behörden, den Film vom Spielplan a b f e tz e n zu lassen.

iftmmbme von fltnngni für die Ntittaasnummeic biS8'/,Ubr des Vormittags

Anzeiaen-Preiier

Anzeigenteil 7 Rvf. \t mm bei 22 mm Aeilenbreite, Tertteil 50 Rvi. le mm bei 70 mm Beilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung MalftaffeH Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrttt (vorherige Vereinbarung) 25'/«mehr

Oie deutsch-kroatische Grenze.

Berlin, 15. Mai. (DRV.) In Anwesenheit des Staalsführers des unabhängigen Staates Kroatien, Dr. Ante pavelitfch, wurde in Agram dn Vertrag zwischen Deutschland und Kroatien abge- schlossen, durch den die gemdnsame deutsch-kroatische Grenze, wie sie sich aus dem Zerfall des jugosla­wischen Staates ergeben hat, feftgelegt wird. Der Vertrag wurde deutschersdts durch den deutschen Gesandten in Agram, Kasche, und dem Vortra­genden Legationsrat im Auswärtigen Amt, von Kamphövener, kroatischerfdts durch den Staatssekretär des kroatischen Außenministeriums, L o r k o v i h und den General M a r i t ch unter- zeichnet. Damit haben die nachbarlichen Beziehun-

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uen Europa ausgebaut wird, brachte der kroa - schen Freiheitsbewegung den Sieg, auf ,n sie in den Jahren eines harten und schweren IMpfes immer gehofft und vertraut hat. Es ist er Sieg der Ustascha, die zuletzt von Ante a v e l i t s ch 1 im Ausland und von General vaternik in der Heimat geführt wurde. Ihre

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Oer Weg der Llstascha

Bon unserem A. St.-Berichterstatter.

nrichllhr. 'n wieder, von neu« -seither Muller Deutschen eine Ng, '"folgen vrtsgrup, Kasse für Hervorhob 3orftanbs.

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Während Pavelitfch im Auslande die kroatische (Emigration organisierte, Zeitungen gründete, die Ustascha-Bervegung in allen Erdteilen bekannt machte und den Kampf gegen das Belgrader Sy- tem führte, begann die Ustascha in der Heimat mit dem revolutionären Widerstand gegen die großserbische Diktatur. In verschiedenen Gegen­den kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen den kroatischen Freiheitskämpfern und den serbi- chen Behörden, die bald so umfangreich wurden, daß durch die Aktion der Ustascha in der Lika im Herbst 1932 die Grundlagen der serbischen Diktatur in Kroatien erschüttert wurden. Damals brachte die Ustascha-Bewegung große Opfer; viele Freiheits­kämpfer wurden auf Grund von Verurteilungen durch die Ausnahmegerichte gehängt, ein weitaus größerer Teil unterlag den schweren Mißhandlungen in den Gefängnissen oder fiel bei den Kämpfen. Heber 8000 Menschen mürben in Kroatien wegen Vergehens gegen das serbische Staatsschutzgesetz vor Gericht gestellt, Zehntausende von Gefängnisjahren wurden gegen die kroatischen Frccheitskämpfer ver­hängt. Doch diese ganze Schreckensherrschaft konnte den kroatischen Freiheitskampf nicht brechen.und die immer mächtiger und einheitlicher gewordene Organisation der Ustascha nicht schwächen. Die Bel­grader Regierung bemühte sich vergebens, mit Hilfe der internationalen Freimaurerei, des Judentums und des Völkerbundes die Ustascha-Bewegung zu vernichten. In Genf organisierte^ Benesch, Titu- lescu und Jeftisch ein internationales Verfahren gegen die kroatischen Freiheitskämpfer, wobei man versuchte, diesen besten Kräften des kroatischen Vol­kes als eine internationale Terroristengruppe hin­zustellen. Freimaurerische Intrigen sollten die natür­lichen Bindungen und die Freundschaft des kroati­schen Volkes mit jenen Ländern, die die Träger des neuen Europa waren, untergraben.

Die Politik der Unterdrückung der Kroaten in der Heimat und im Auslande, die mit einer Poli­tik der Provokationen gegen die Nachbarländer ge- iaart war, vertauschten die Nachfolger des Königs Alexander mit einer Politik der Zweideutig- k e ft gegen die Kroaten und gegen die Nachbar­länder. Eines der Hauptziele dieser Polittk war die Zertrümmerung der von der Ustascha und ihrem Poglavnik geführten einheitlichen kroatischen Front und die Unterbindung des natürlichen Freundschafts­verhältnisses und der Verständigung Zwischen den Kroaten und ihren großen und kleinen Nachbarn. Diese Politik der bewußten Unklarheit konnte je­doch die Probleme nicht lösen und ebenso wenig konnte sie die Stoßkraft der Ustascha schwächen. Die Organisatton arbeitete vielmehr unermüdlich weiter, nachdem sie sich in allen Mühsalen und Fährnissen der Illegalität zurechtgefunden hatte. Ihr fester Glaube, daß ein freies Kroatien seinen Platz im neuen Europa finden werde, war unerschütterlich. So hatte sich unter der Fassade des jugoslawischen Staates im geheimen doch systematisch und bestän­dig der neue kroatische Staat entwickelt. Die Ein­heiten der Ustascha umfaßten nicht nur die Städte und Dörfer in Kroatien, sondern bald auch das« Nervensystem des jugoslawischen Staates, indem sie ihren Weg auch in die Polizei, die Gendarmerie und schließlich das Heer fanden, wo alle kroatischen Elemente erfaßt wurden. In Belgrad, wo man nicht die geringste innere Verbindung mit dem kroatischen Volksempfinden hatte, hatte man auch keine Ahnung davon, wie weit das unsichtbare Netz der Ustascha bereits reichte und wie diese Organisation bereits zu einem Staat im Staate geworden war.

Als vor einigen Wochen durch die freche Heraus- forberung bes Generals Simowitfch die Maske vom Gesicht Serbiens gerissen wurde, kam auch der Augenblick, in dem die Ustascha ihre geschichtliche Aufgabe vollenden konnte. Schon am zweiten Tage des Krieges gegen Jugoslawien, als die deutschen militärischen Operationen noch auf die bulgarische und die slowenische Grenze beschränkt waren, be­gann in Kroatien das Werk der nationalen und staatlichen Befreiung. Zuerst ethoben sich die kroatischen Regimenter um Bjelovar und beseitigten die serbischen Offiziere. Es folgten dann kroatische Militäraufstände in anderen Gegenden, und am 10. April konnten die Kroaten bereits siegreich dem deutschen Heere das Tor zu ihrer Heimat öffnen, wobei sie gleichzeitig den freien und unabhängigen Staat Kroatien proklamierten. Die Ustascha-Be­wegung hat damit ihr erstes großes Kampfziel erreicht. Jetzt aber wird sie auf Grund der schon vor langem festgesetzten Richtlinien, die klar und eindeutig sind, unter der Führung des Poglavnik Dr. Ante Pavelitfch die Organisation des unab­hängigen Staates Kroatien mit der gleichen Be­stimmtheit, Beharrlichkeit und Entschlossenheit durch­führen, mit der sie bisher in den schweren Kampf­jahren' vnd mit schweren Opfern gekämpft hat.

,1. Jahrgang ttMtf

: Tfctiemi täglich, außer -onntags und feiertags erlagen: Die Illustrierte siebener ^annlienblätter eimat nnBild DieSckolle «ouats-Be-ugelvreis: At 4 Beilagen NM. 1.95 chne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr. .25

uefa bei Nichterscheinen an einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ernlvrechanschluff 2251 »rabtanscl irist:Anzeiger" Postscheck 116«« Tranks. M

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Rom, 14. Mai. (Europapreß.) Nichts weniger als Begeisterung herrscht beim fast täglichen Ab­gang der Truppentransporte USAs nach den See- und Luftstützpunkten im Atlanti­schen Ozean, in Panama, auf den Antillen, den Philippinen, kten Hawai-Jnseln und im Stillen Ozean. D e r z w e i f l u n g s sz e n e n spielen sich beim Auslaufen dieser Dampfer auf den Anlage­stellen im Hafen von Neugork ab, wie in einem Sonderbericht desGiornale d'Jtalia" aus Neuyork mitgeteilt wird. Dor Tagen habe daher die USA.* Admiralität beschlossen, diese Truppentransport­dampfer nur in der Nacht abgehen zu lassen, um Kundgebungen unmöglich zu machen. Infolge der an das Weiße Haus gerichteten zahllosen Proteste gegen diese Maßnahme habe sie aber von der Admiralität widerrufen werden müssen. , ,

Der Berichterstatter desGiornale d'Jtalla" hatte Gelegenhett, dem Auslaufen des Truppentransport» dampfersRepublik" beizuwohnen. Zur Ver­abschiedung von den mit diesem Dampfer abtrans­portierten 1593 Offizieren und Soldaten seien deren Angehörige selbst aus weit entfernten Staaten der USA., wie Nebraska, Arizona, Colorado, herbeigeellt. Still und traurig feien die Mannschaften an Bord des Dampfers gegangen. Fast habe man den Eindruck gehabt, nicht dem Ab­gang eines Truppentransporters, sondern dem eines zu Zwangsarbeit verurteilten Kontingents beizuwohnen. Diese Szenen, so schließt der Bericht,

General-Anzeiger für Oberhessen ** «ieSeib

- in ehemaligen Jugoslawien die Militärdiktatur ver-

P i kündete, wurden auch in Kroatien alle politischen nXw ^Ionisationen aufgelöst, und so mußten die -tit- A »lieber desHrvatski Domobran chre Tätigkeit um-

v st llen. Jetzt wurden sie eine illegale Organisation

; öon revolutionärenm Charakter, die den Namen ,21 a r s a" trug und im Januar 1929 von Dr. javelitsch jene Satzungen erhielt, die auch heute die ®runblagen des neuen unabhängigen kroatischen Staates bilden.

Mit diesen revolutionären Satzungen wurden svl- , jmbe Grundziele der kroatischen Freiheitsbewegung rKamPfi i dgültig festgelegt: Schaffung eines unabhängigen lkuiU^ kroatischen Staates, Organisation dieses Staates tif Grund der Idee der nationalen Solidarität, ofreund M ; Mitarbeit aller Stände, Reinigung der kroatischen ilt, Heimat von jenen Elementen, die ihr durch ihre in ,uf 8 rcssenmäßige, blutsmäßige und geistige Zusammen- .tehrunt I itgung schädlich sind, Schaffung einer gefunden und * ihrfen Autorität an Stelle des liberal-demokrati-

tdung. uP io en Chaos. Träger des Kampfes zur Erreichung Ö-5 hier gesteckten Zieles wurde die Ustafcha- kewegung, die in Dr. Ante Pavelitfch chren Führer, ihrenPoglavnik", sah und stets bereit war, tie ihre Mitglieder mit allen Mitteln und auch mit raffengewalt für das Befreiungs- und Erneue- nngswerk einzusetzen. ....

Ende 1929 verließ Dr. Ante Pavelitfch mit einigen Di itarb eitern die Heimat und begab sich in die srei- TiCige Verbannung, um die Kroaten im Aus- jlli n o e zu organisieren und mit jenen «taafen in - Verbindung zu treten, die gleich Kroatien Opfer des Versailler 'Systems geworden waren. Dor allem Mm er die direkte Fühlung mit seinen Freunden i- Bulgarien, Ungarn unb Italien aus. Ü'wohl das damalige Deutschland schwach und Seine Regierung ein Spielball in den Händen der Machthaber von Dersailles war, hat Pavelttsch Mn Anfang an den größten Wert darauf gelegt, end; im großen deutschen Volk Derständms für bte kroatischen Freiheitsbestrebungen zu suchen und eine : Freundschaft zwischen den beiden Dölkern, anzu- itchnen. Während eines Aufenchaltes in Sofia im Omaner 1929 schloß Pavelitfch mit den mazedo - 1. sch en Revolutionären einen formellen Ertrag, in dem sich die Kroaten und die Mazedo­nier verpflichteten, Schulter an Schulter gegen die ' serbische Tyrannei zu kämpfen.

wurzeln aber liegen weit zurück in vergangenen 'iten unb finb in ber Geschichte der Habsburger- tenarchie um die Mitte des vorigen Jahrhunderts - finden. Damals, als es in den einzelnen Völkern s Habsburger-Reiches zu gären begann und die erben versuchten, einen südslawischen Block im ahmen ber Donaumonarchie zu bilden, traten lei* nchaftliche kroatische Patrioten, vor allem Ante t a r t s ch e v i t s ch , derVater ber Heimat", unb in Freunb, Eugen Kvaternik, auf, die iohl bic Rabikallösung ber kroatischen Frage Ld) die Gründung eines selbständigen unb unab- ingigen kroatischen Staates forberten, dabei aber pbe Bindung an die Serben entschieden ablehn- n. Startschevitsch, der Gründer ber kroatischen echtspartei, leugnete sogar, daß es überhaupt ein Fisches Volk gebe. Unter dem Einbruck ber deut- yen und der italienischen Einigung im Jahre 1871 ,-rsuchten diese Männer sogar einen Aufstand gegen ie allmächtige Habsburger-Monarchie, wobei Kva- irnit als Eugen I. zum König von Kroatien aus* rrufen wurde. Dieser Freiheitstraum dauerte alter* ngs nur kurze Zeit, Eugen Kvaternik fiel unter in Kugeln bes Standgerichtes im Oktober 1871 , 18 der erste Märtyrer der kroatischen Frecheits- ct|d bis w i ineaung. Die Ideen dieser Männer aber sind auch ich ihrem Tode lebendig geblieben, und immer ieder wurde die Forderung nach einem unab= mgigen Staate Kroatien erhoben.

Als bann im Jahre 1918 bas kroatische Volk gegen unen Willen Serbien unterstellt würbe, burchdrang e Lehre Ante Startschevitschs mehr als je bie brei* n kroatischen Volksmassen, und schon in ben Jah- tn 1919 unb 1920 begannen entschlossene kroatische tänner mit bem bewaffneten Wiber st a n d iqen bie serbische Besetzung. Unter ihnen befanden ch her damals 30 Jahre alte Rechtsanwalt Dr. Ante aoelitsch unb Professor Milan Suflai, em elehrter von Weltruf, ber später von serbischen anbiten meuchlings ernwrbet wurde In vielen oatischen Gegenden kam es zu bewaffneten Aus­laden gegen bie Serben, boch ber Augenblick für nen allgemeinen Aufruhr war bamals noch nicht »kommen. Die sog. Friedensrichtung, bte eine Der- inbiqung mit ben Serben anstrebte, gewann zu- rslIälS'Aili ichst bie Oberhanb; als aber am 20. Juni 1928 im elgraber Parlament kroatische Abgeordnete, unter nen auch der Kroatenführer Stefan Rabitsch, uch bie Schüsse bes serbischen Abgeorbneten Pu­te Ratschitsch niebergeftredt wurden, wurde es lar daß sich bas Verhältnis ber Kroaten unb der (erben niemals auf friedlichem Wege, sondern nur kirch Waffengewalt lösen lassen wurde.

Nach dem Verbrechen im Belgrader Parlament -tschloß sich Ante Pavelttsch, seine ganze Politik ff diese unvermeidliche gewaltsame Losung it kroatischen Frage einzustellen. Er gründete die rganffation des x halbmilitärischenH rv a tf n omobran", dem bie Jugend mit riesiger Be-

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