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schul Landtag gewählt roorben. In der Kampfzeit war er u. a. als Ortsgruppen- uni) Kreisleiter, von 1929 bis 1932, ferner als Provinzleiter und zugleich Gauinspekteur der NSDAP, in Rheinhessen tätig. Dem hessischen Landtag gehörte er bis zu dessen Auflösung an. Heinrich Ritter ist als alter Kämp­fer des Führers Trager des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP.

Am 1. Juli 1933 übernahm er, gestützt auf das Vertrauen des Gauleiters und Reichsstatthalters in Hessen, Sprenger, das Amt des Bürgermeisters in Bingen. Zur gleichen Zeit war er dort auch Kreis­leiter der NSDAP. Vom 1. Februar 1934 ab war er Kreisdirektor des Kreises Bingen. Beim Scheiden aus diesen Aemtern Ende März 1934 bradyte ihm Gauleiter Sprenger seinen Dank und feine volle An­erkennung zum Ausdruck, er ernannte ihn zum Kreis­leiter ehrenhalber und verlieh ihm zugleich das Recht zum Tranen der Uniform eines Kreisleiters z. b. Ä.

Mit Wirkung vorn 1. April 1934 wurde Heinrich 1 Ritter zum Oberbürgermeister der Stadt Gießen ernannt. Am 17. Mai 1934 trat er sein Amt als Oberbürgermeister unserer Stadt an. Seit jenem Tage wirkt er mit unermüdlicher Tatkraft, weitem Blick und großzügiger Inangriffnahme aller Auf­gaben an der Spitze unserer Stadtverwaltung. Un­ter seiner Verwaltung hat unsere Stadt bisher einen erfreulichen Aufschwung erfahren. Es kann in diesem Zusammenhänge nicht auf alle Einzel­heiten feiner kommunalen Aufbauarbeit eingegan­gen werden, mir müssen es hier bei einem lieber« blick in großer Linie bewenden lassen. Als Gesamt­ergebnis seines bisherigen, fast siebenjährigen Wir­kens als Oberbürgermeister von Gießen können wir die erfreuliche Feststellung machen, daß unsere Stadt ihm die Erfüllung zahlreicher kommunaler Hoff­nungen für die Aufwärtsentwicklung unseres Ge­meinwesens jetzt schon zu danken hat. Durch ihn ist unsere Stadt nicht nur in ihrem äußeren Bild, son­dern auch in ihrer Bedeutung gewachsen. Ober­bürgermeister Ritter' ist es nicht zuletzt zuzuschrei­ben. daß Gießen neben seinem Charakter als Uni­versitätsstadt auch die Eigenschaft eines bedeutenden Garnisonortes mit den vielerlei günstigen Auswir­kungen erhalten hat. Ein langjähriger Wunsch der Gießener, die Eingemeindung nahegelegener Vor­orte durchzufuhren, ist durch ihn gleichfalls erfüllt worden, nicht etwa in der Art, daß Gießen als stärkerer Partner die Vororte einfachgeschluckt" hätte, sondern nach dem Grundsatz des gerechten Abwägens aller berechtigten Interessen und Er­wartungen, so daß diese Eingemeindung zum Nutzen für alle Beteiligten geworden ist. Die Auflockerung Der Altstadt durch die energische Inangriffnahme der Altstadtsanierung und die großzügige Durchfüh­rung bedeutender Wohnungsbauprogramme zur Schaffung von guten Klein- und M'ttelwohnungen sind weitere wichtige Marksteine auf dem bisherigen Arbeitswege unseres Oberbürgermeisters. Als neue» tes großes Werk wird zur Zeit unter feiner tat- rohen Initiative die moderne Gestaltung unseres tädtilchen Verkehrsbetriebes durch die Einführung von Obus-Linien als Ersatz für die noch im Laufe dieses Jahres in Fortfall kommende Straßenbahn verwirklicht. Mit besonderem Interesse ließ er sich allezeit auch die Förderung der Ludwigs-Univer­sität angelegen sein. In zahlreichen Fällen hat er sich zu ihrem warmherzigen Fürsprecher an den maßgebenden Stellen der Landesregierung und der Reichsregierung gemacht, und ihm hat die Univer­sität die glückliche Ueberwindung mancher Schwie­rigkeiten mit zu verdanken. Er ließ es sich ferner an­gelegen sein, dem Mittelpunkt der Universität, deln Universitätsgebäude, als Stiftung der Stadt Gießen ein repräsentatives Gepräge zu geben, um dadurch unserer Ludoviciana den ihr zukommenden wür­digen Platz auch nach außen hin zu betonen. Die Universität dankte ihm feine fürsorglichen Arbei­ten dadurch, daß sie ihn an 22. April 1940 feier­lich zum Ehrensenator der Ludwigs-Universität er­nannte. Diese kurze Aufzählung stellt nur einen kleinen Ausschnitt aus der vielseitigen und von star­ker schöpferischer Kraft geleiteten kommunalen Ar­beit des Oberbürgermeisters dar. Daß nicht nur die großen Aufgaben, sondern auch viele andere Erfolge als gute Gewinne für unsere Stadt verbucht werden konnten, ohne die städtischen Finanzen zu beeinträch­tigen oder in Schwierigkeiten zu bringen, die Fi­nanzkraft unserer Stadt vielmehr in bester Gesund­heit erhalten und sogar noch verstärkt wurde, kann Oberbürgermeister Ritter noch als besonderen Er­folg aufweisen. Die Bilanz, die er an seinem 50 Geburtstage hinsichtlich seines Wirkens in Gie­ßen ziehen kann, ist sowohl für ihn, als auch für die Gießener Bevölkerung erfreulich.

Schon vor feiner Gießener Zeit wirkte Ober­bürgermeister Ritter in vielfacher Weise im öffent­lichen Leben des Gaues Hessen-Nassau. Aus den zahlreichen kommunalen fßereinigur die vor der Machtergreifung in Hessen bestanden, baute er die Landesdienststelle Hessen des Deutschen Gemeinde- fags auf, die er bis zu ihrer Zusammenlegung mit der Landesdienststelle Hessen-Nassau leitete. Seit­dem arbeitet er als stellvertretender Vorsitzender der Landesdienststelle Hessen/Hessen-Nassau des Deutschen Gemeindetags mit. Im Mai 1933 wurde er zum Mitglied des Deutschen Gemeindetages in Berlin berufen, dem er seit seiner Gründung ange» hort und in dessen Vorstand er heute noch tätig ist. Seit 1936 gehört er als Abgeordneter dem Deut­schen Reichstag an. Seit 13. Juni 1936 hat er, neben seinem Gießener Amt und zahlreichen weite- ren Ehrenämtern, die Leitung des Landesfremden­verkehrsverbandes Rhein-Main, Sitz Frankfurt am Main, inne, seit 19. Mai 1940 steht er als 53er- bandsführer auch an der Spitze des Gesamt-Vogels-

3hret Kranken

Oie großen Kundgebungen der Partei.

3m Kreis Wetterau sprechen am

Gamstag, 15. Febr., 20 Lthr:

In Allendorf (Lumda): Gastbaus Horn, Landrat Herrchen, Bad-Schwalbach. Annerod: Saalbau Engelhardt, Gauredner Hisge, Dillenburg. A s s e n h e i rn : GasthausZum weißen Roß , Gauredner Fischer, Niedernhausen. Beien­heim: Saal Hch. Jost, Gauredner Daum, Erbach (übro.) Bersrod: Gasthaus Becker, Gau­redner van Haren, Herborn. Burgholzhau­sen: Gasthaus ,Krone", Gauredner Eyrina, Frankfurt a. M. Burkhardsfelden: Gast­haus Ehr. Arnold, Gauredner Göbel, Frankfurt a. M. Dorn-Asfenheim: Saal Bommers- heim, Gauredner Rettig, Erbach (Odw.) Dor­telweil: Gemeinschaftssaal, Gauredner Kvke, Frankfurt a. M. E b e r ft a b t: Saal Lebe­mann, Gauredner Christ, Langenselbold. Sam- bad): Saal Wilhelm Weisel, Gaurebner Krauß, Frankfurt a. M. G r o ß e n - B u s e ck : Gasthaus Wagner, Kreisleiter Zürtz, Lauterbach. Groß- Karben: Hans-Schemm-Schule, Gauredner Zieg­ler, Frankfurt a. M. ©rüningen: Turn- balle, Kreisleiter Thiele, Dillenburg. Holz- heim: Gasthaus Georg Sarnes, Gauredner ßan- gula, Frankfurt a. MLollar: SaalbauZur Linde", Gauredner Schäfer, Vadenrod. Londorf: Saal Willi Lich, Gauobmann Becker, Frankfurt. Mainzlar: Gasthaus Müller, Gauredner Göckel, Langen. Münzenberg: Saal ,Zur Burg", Gauredner Wagner, Wiesbaden. Nieder- Florstadt: Saal Lux, Gauredner Müller, Id­stein. Nieder« Weisel: GasthausZum Löwen", Gauredner Ruß, Frankfurt a. M. Ober-Mörlen: GasthausGermania", Gau- rebner Biel, Frankfurt a. M. Okarben: Saal Helfrich, Gauredner Schuster, Frankfurt a. M. Offenheim: Saal Hans Schmitt, Gauredner Schütze, Erbach (Odw.) Oftheim: Saal Mül- ler, Landrat Dr. Burghof, Biedenkopf. Pet­terweil: Schulsaal, Gauredner Liefert, Erbach (Odw.) Reichelsheim: Gasthaus ,Lur Poft", Gauredner Dr. Korten, Frankfurt a. M. Reis­kirchen : GasthausZum Hirsch", Oberbürgermei­ster Bartholomäus, Worms. Rodheim v. d. Hohe: GasthausZum Saalbau", SA.-Ober- sturmbannführer D. Müller, Frankfurt a. M. Staden: Rathaussaal, Gaurebner Richter, Of­fenbach. Stammheim: Gasthaus Geis, Gau­redner Hoffarth, Bad-Ems. Staufenberg: Saal Burg Staufenberg, Gauredner Becker, Mainz. Trais-Münzenberg: Gasthaus Burger, Gauredner Drück, Wiesbaden. Treis a. d. Lda: Saal Will, Gauredner v. d. Osten, Frankfurt a. M. Trohe: Gasthaus Karl Schwarz, Gauredner Lenz, Bad-Homburg. Weckesheim: Saal Lindt, Gauredner Cann6, Königstein.

Gomitag,16.Kebruar,15Llhr:

In Beltershain: Gasthaus Erb, Gauredner Hisge, Dillenburg. Birklar: Gasthaus Engel, Gauredner, Ruß, Frankfurt a. M. Bönstadt: Schulsaal, Gauredner Richter, Offenbach. Büdesheim: Saalbau König, Gauredner Fischer, Niedernhausen. Ettingshausen: Gasthaus Walter, Gauredner van Haren, Herborn. Freienseen: Turnhalle, Landrat Herrchen, Bad-Schwalbach. Geilshausen: Saal Hof­mann, Gauredner Schäfer, Vadenrod. Har­bach: Gasthaus Herzberger, Gauredner Lenz, Bad-Homburg. Harheim: GasthausDarm­städter Hof", Gauredner Müller, Idstein. Hel­denbergen: GasthausZum Adler", SA.-Ober» sturmbannführer D. Müller, Frankfurt a. M. Kaid) en: Saal Fink, Gauredner Schütze, Er­bach (Odw.) Klein-Karben: Saal Warner, Gauredner Dr. Korten, Frankfurt a. M. Langsdorf: Rathaussaal, Kreisleiter Thiele, Dillenburg. Lardenbach: Saal Diehl, Gau­redner Göbel, Frankfurt a. M. Lauter: Saal Heinrich Hock, Gauredner Becker, Mainz. Mas. s e n h e i m : GasthausGoldner Löwe", Gauredner

Canns, Königstein. Melbach: Saal Blum, Gauredner Brück, Wiesbaden. Nieder- Erlenbach: GasthausFrankfurter Hof", Gau- rebner Hoffarth, Bad-Ems. Nieder-Esch- bad): Saal Chr. Helfrich, Gauredner Daum, Erbach (Odw.) Obbornhofen: Gasthaus Hensel, Gauredner Diel, Frankfurt a. M. Ober - Bes­singen: Saal Hch. Keil, Oberbürgermeister Bartholomäus, Worms. Ober-Erlenbach: Turnhalle, Gauredner Siefert, Erbach (Odw.) Ober-Eschbach: GasthausBrüsseler Hof", Gauredner Rettig, Erbach (Odw.) Rendel: GasthausZum Frankfurter Hof", Gauredner Eyring, Frankfurt a. M. Robheim (Hor­loff): Gasthaus Reichhardt, Landrat Dr. Burg- Hof, Biedenkopf., Rüddingshausen: Gast­haus Hch. Lang, Gauredner v. b. Osten, Frankfurt a.M. Ruppertsburg: Gasthaus Hahn, Gau- rebner Göckel, Langen. Saasen: Gasthaus ,Lur Traube", Gauabmann Becker, Frankfurt am Main. T r a i s ° H o r l d f f: Parteiheim, Gau­rebner Langula, Frankfurt a. M. D i l l i n g e n : Schulsaal, Gaurebner Krauß, Frankfurt a.M. Weickartshain: Saal Bräuning, Kreisleiter Zürtz, Lauterbach. Wölfersheim: Saal Huber, Gaurebner Christ, Langenselbold.Wohn« bad): Saal A. Koch Wwe., Gauredner Wagner, Wiesbaden.

Gonntag,16.Februar,20Llhn

In Allendorf a. d. Lahn: Saal Henkel- mann, Landrat Herrchen, Bad-Schwalbach. Bauernheim: Saal Miltenberger, Gauredner Dr. Korten, Frankfurt a. M. Beuern: Gast­haus Wich. Dietrich, Gauredner Lenz, Bad-Hom- bürg. Bruchenbrücken: Turnhalle, Gaured­ner ,(TannS, Königstein. Burg-Gräfen- rode: Saal Wilhelm Barth, Gauredner Daum, Erbach (Odw.) Daubringen: Gasthaus Erb, Gauredner Hisge, Dillenburg. Dorheim: Saal Ernst Holler, Gauredner Siefert, Erbach (Odw.) Fauerbach v. d. Höhe: Gasthaus 3um deutschen Eck", Gauredner Diel, Frankfurt a.M. Friedberg-Fauerbach: Gasthaus Zur Loreley", SA.-Obersturmbannführer D. Mül» ler, Frankfurt a. M. Garbenteich: Gast­hausZum weißen Roß", Gauredner Göckel, Lan­gen. Gießen-Klein-Linden: Gasthaus Zur deutschen Eiche", Gauobmann Becker, Frank­furt a. M. Gießen-Wieseck: Saal Heinrich Braun, Gauredner Schäfer, Vadenrod. Grie­del: GasthausZum Taunus", Gauredner Krauß, Frankfurt a. M. Großen-Linden: Saal Schaum, Oberbürgermeister Bartholomäus, Worms. Hausen b. Gießen: Saal Fink, Gauredner van Haren, Herborn. Heuchelheim: Turn­halle, Gauredner Göbel, Frankfurt a. M. Hoch. Weisel: Gasthaus Karl Messerschmidt, Gaured­ner Wagner, Wiesbaden. Ilbenstadt: Schul­saal, Gauredner Richter, Offenbach. Kirch- Göns: Saal Müller, Gauredner Ruß, Frankfurt a.M. Langenhain: Rathaussaal, Gauredner Brück, Wiesbaden. Lang-Göns: Turnhalle, Gauredner Christ, Langenselbold. Leih­gestern: GasthausZum Löwen", Gauredner Becker, Mainz. Nieder-Mörlen: Gasthaus Zur Rose", Gauredner Eyring, Frankfurt a. M. Nieder-Rosdach: Saal Simon Wwe., Gau­redner Rettig, Erbach (Odw.) Nieder-Wöll- st a d t: GasthausZum Taunus", Gauredner Fischer, Niedernhausen. Ober-Rosbach: Gasthaus Stengel. Gauredner Müller, Idstein. P o h l - G ö n s : Saal Knorz, Gauredner Langula Frankfurt a.M. Rockenberg: Gasthaus Fr. Horst, Kreisleiter Thiele, Dillenburg. Schwal­heim : Luifensaal, Gauredner Hoffarth Bad-Erns Steinbach: Saal Görlach, Gauredner v. d. Osten. Frankfurt aM Steinfurth: Saal Hch. Michel 4.. Landrat Dr. Burghof, Bieden- köpf. Watzenborn-Steinberg: Volks­halle, Kreisleiter Zürtz, Lauterbach. Wissels, hei m: Gasthaus Amend, Gauredner Schütze, Er­bach (Odw.)

Volksgenoffen! Die Partei rnst Euch! Kommt alle!

Beweist durch Eure Teilnahme an den Kundgebungen Eure Treue zum Führer.

7!EOAP. Kreisleitung Wetterau.

berger Höhenclubs. Weiterhin ist er Vorsitzender des Verwaltungsrats der Bezirkssparkasse Gießen und Mitglied des Verwaltungsrats der Landes» versicherungs-Anstalt Hessen in Darmstadt, Mitglied des Derwaltungsrats der Versicherungs-Anstalt für gemeindliche Beamte in Darmstadt und Mitglied des Verwaltungsrats der Hessischen Landesbank Girozentrale in Darmstadt. In allen diesen Aemtern hat er seine Arbeit stets unter den Ge­sichtspunkt des Dienstes für die Volksgemeinschaft nach dem Willen und im Geiste des Führers ge­stellt. Als Leiter des Landesfremdenverkehrsverban­des Mein-Main hat er für die Fremdenverkehrs­förderung und damit für die wirtschaftliche Hebung des Rhein-Main-Gebietes eine sehr rege und ideen­reiche Tätigkeit entfaltet, der auch zahlreiche be­achtenswerte Erfolge nicht versagt blieben. So hat sich Oberbürgermeister Ritter auch weit über den . Kreis der Stadt Gießen hinaus als tatfroher För- derer der ihm anvertrauten Interessen und der Aufwärtsentwicklung unserer engeren Heimat er- i wiesen.

1 An seinem bevorstehenden 50. Geburtstag wird

man seiner in Gießen und im ganzen Gaugebiet mit Anerkennung für sein bisheriges Wirken und mit besten Wünschen für feine weitere Tätigkeit gedenken. Auch wir bringen Oberbürgermeister Ritter zu seinem 50. Geburtstag unsere herzlichen Glückwünsche bar in der Hoffnung, daß ihm in Gesundheit und Frische noch viele Jahre weiteren erfolgreichen Schaffens im Dienste des Führers zum Besten unserer Stadt und unserer Volksge­meinschaft beschieden sein mögen. B.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Am Abend auf der Heide". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Alarm".

Tageskalender für Sonntag.

NSDAP. Gießen-Wieseck: 20 Uhr im Saal Braun Kundgebung mit Gauredner Schäfer, Va­denrod. NSDAP Gießen-Klein-Linden: 20 Uhr im GasthausZur deutschen Eiche" Kundgebung mit (9auobmann Becker, Frankfurt a. M Gie­ßener Woche für Kpnft und Literatur 1941: 11.30

Uhr im Stadtchoater Morgenfeier Vorspiel zu Donna Diana" undTerzinen an die Nacht;

19 Uhr im StadttheaterDer Dogelhändler". Oberhessischer Kunstverein: Im Anschluß an die Morgenfeier im Stadttheater Eröffnung der Aus­stellungHumor und Poesie in der deutschen Gra- phik". Gießener Konzertring: 16 Uhr in der UniversitätsAulaDas Stroß-Ouartett". Gloria- Palast, Seltersweg:Am Abend auf der Heide". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Alarm". Ober- hessischer Gebirgsverein: 16 Uhr im Hotel Hopfeld Monatsversammlung mit Lichtbildervortrag.

Eröffnung der Giehener Loche für Kunst und Literatur 1941.

Am morgigen Sonntag wird im Stadttheater die Gießener Woche für Kunst und Literatur mit einer Morgenveranstaltung eröffnet. Nach der Ouvertüre zuDonna Tiana4 von Emil Nikolaus von Reznicek wird unter Leitung von Gerhard Reu­ter ein Marionettenspiel des Frankfurter Dichters

Verdunkelungszeit

15. Februar von 18.34 bis 8.39 Uhr.

16. Februar von 18.36 bis 8.37 Uhr.

und Literarhistorikers Max KommereöTerzinen an die Nacht" uraufgeführt. Das heitere Spiel wird als Beispiel des romantischen Lustspiels die Illustra­tion des Mottos der Festwoche einleiten, bas lautet: Meister des deutschen Humors" Es wirken mit: Hannelore Hinkel, Hans Bernd, Hans Caninenberg, Gert Geiger, Walter Kohlermann. Es spielt das Städtische Orchester unter Leitung von Otto Söll- ner. Außer Miete.

Am Abend wird eine festliche Vorstellung von ZellersDogelhändler" den Reigen der heiteren deutschen Bühnenwerke fortsetzen. Die musikalische Leitung hat Arthur Apelt, die Spielleitung Inten­dant Hans Walter Klein. Bühnenbild Karl Löffler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. Außer Miete.

Professor Or. Gmelin

Am gestrigen Freitag ist der Gießener Universt» tätsprofeffor Dr. Hans Gmelin plötzlich verstör» ben. Der Verewigte war am 13. August 1873 in Karlsruhe geboren. Nach dem Schulbesuch in feiner Vaterstadt studierte er Geschichte und Rechtswissen­schaft an ben Universitäten Tübingen, Heidelberg, München, Berlin, Bonn und Freiburg i. Br. Nach der Referenbarprüfung 1901 in Karlsruhe mar er dort bis 1903 im juristischen Vorbereitungsdienst, 1905 bestand er die juristische Doktorpromotion. 1906 habilitierte er sich in der Rechts« und Staats­wissenschaftlichen Fakultät in Freiburg, wo er bis 1912 als Privatdozent wirkte. Dann mar er bis Mai 1913 außerplanmäßiger außerordentlicher Pro­fessor an der Universität Freiburg, hierauf bis Ok­tober 1913 planmäßiger außerordentlicher Pro­fessor an der Universität Kiel, seit 1. Oktober 1913 ordentlicher Professor für öffentliches Recht an der Universität Gießen. An unserer Gießener Univer­sität hat er bis fetzt in unermüdlicher Schaffens­freude gewirkt. Seine Hauptarbeitsgebiete waren Derfasfungsgefchichte des 19 und 20. Jahrbunb-rts, vergleichendes Staatsrecht, Kolonialrecht und Min­derheitenrecht. Neben feiner Lehrtätigkeit hat er eine Reihe von Werken aus den verschiedensten Ge­bieten seiner Fachwissenschaft geschrieben. In ben Kreisen ber Universität und darüber hinaus auch bei der Gießener Bevölkerung erfreute sich Pro­fessor Gmelin allgemeiner Wertschätzung, die ihm über fein Grab hinaus ein ehrendes Gedenken sichert.

Pfarrer Auskeld +.

Der frühere Pfarrer ber Gießener Johannesge- meinbe und ehemaliger Gießener Garnisonpfarrer Otto A u s f e l d ist in Gießen, wo er in feinem Ruhestand verbli-ben war, am Donnerstag ver­storben. Pfarrer Ausfeld stammte aus Schlitz, wo er am 31. Oktober 1873 geboren war. N->ch dem Schulbesuch studierte er von Ostern 1892 bis Herbst 1895 in Gießen, bann besuchte er bas Prediger­seminar in Friedberg, hierauf weilte er zu weite­rem Studium in Berlin. Im Oktober 1897 wurde er in Darmstadt-Bessungen ordiniert, dann war er dort Pfarrassistent bis 1899, anschließend in gleicher Dienststellung in Bensheim, von 1901 bis 1907 Plärrer in Bensheim. Von dort kam er 1907 als Pfarrer der Johannesgemeinde nach Gießen, wo er feit 1909 auch Pfarrer ber Gießener Militär- gemeinde war. Neben feinem kirchlichen Amt w'rkte er feit 1919 vor allem als Vorsitzender des Allge­meinen Vereins für Armen- und Krankenpfleae in Gießen, dem besonders die Betreuung des Evan­gelischen Schwesternhauses mit dem dazugehörigen Krankenhaus und Altersheim sowie ber angeglie­derten »Zuflucht für hilfsbedürftige Mädchen" ob­lag. In dieser sozialen Arbeit hat sich Pfarrer Aus- reib unermüdlich betätigt und damit vielen Volks­genossen in Stadt und Land gute Dienste geleistet. In ber Geschichte ber Gießener evangelischen Ge­meinde und ihrer sozialen Einrichtungen wird das Wirken des nunmehr Verewigten in dankbarer Er­innerung vermerkt bleiben.

Orlszeik für den 16. Februar.

Sonnenaufgang 8.41 Uhr, Sonnenuntergang 18 38 Uhr. Monduntergang 10.39 Uhr, Mondaufgang 0.36 Uhr.

Gießener Tvochenmarktprelse.

Nachstehende Preise sind Handlerpreise und verstehen sich für A»5öare Für 8-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger.

* G i e ß e n , 15. Febr. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RDd,

das vornehme ,687D

Familien - Caf£ in Oießeß

1f..

Qutaeliev

<J)tutSchfrwfe

7eT$: 100 g Maltern, 100 g Meht, % BaApülver, 200 g Zuder, 2 Eier, 4 Eßlöffel Wasser, 1 Pädc- eben Vanillezudcer, das Abgeriebene einer Zitrone, f 0 11 u n 9 t Marmelade (am beste* Johannis- beer, oder Kirsch-), 2 EBtoffel Arrak.

Rühre die Eigelb mit Wasser, Zudcer und Geschmacks zutaten schau­mig und vermische sie nach und nach mit Maizena, das mit Mehl und Backpulver versiebt wurde. Hebe vorsichtig den sehr steife* Eischnee unter den Teig" und backe ihn bei geringer Hitze in einer Springform. Nach dem Erkalten schneide den Tortenboden aus der Form mit scharfem Messer zweimal quer durch, so da8 drei gleiche runde Scheiben entstehen und bestreiche sie mit der gut abgeschmeckten mit Arrak oder Rur* gewürzten Marmelade. Setze danach die Böden zusammen und bestreiche die Oberflädte und den Außenrand mit Marmelade. Je nach vorhandenen Zutaten kann men die Torte mit kandierten oder eingemachten Früchten, Mandel* oder Pistazien verziere*. Aber auch ohne weitere* Schmucke schmeckt sie vorzüglich und ist haftbar, wen* men $<e gut bedeckt IcüM aufbewahrt.

MAIZENA