Siphlherie-SchOmpsiW im Kreise Gießm
der
^eranslailung zu oern iporiucyen.
>cke. Zu den schon hinreichend be- des veranstaltenden Vereins, wie
Mit unseren Jahnen ist der Sieg!
Gießener Gtadttheater auf Reisen.
serem engeren Heimataebiet be- es Abends ein. Hierauf sprach
klnft und der liberalistischen Weltanschauung der
Hrrgangenheit der anderen bestimmt mit dem Siege ds Nationalsozialismus endigen und durch den
(Nachdruck-verboten.)
26 Fortsetzung.
ihnen durch
101$
Gauredner (Schäfer, Aadenrod,
über das Thema „Mit unseren Fahnen ist der $eg". Einleitend betonte er, daß der jetzige Ent- steidungskamps zwischen unserer nationalsozialisti- ften Weltanschauung der Gegenwart und der Zu-
xatte 30 Rpf-, Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, > kg 12 bis 14, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 13 Hs 14, gelbe Rüben 11 bis 13, Unterkohlrabi 6 bis 8 (srünkohl 10 bis 14, Feldsalat 1 RM., (l/10) 10 Rpf., j>2rtoffeln, % kg 4,3, 5 kg 43, Aepfel, kg 28 hö 40, Lauch 24 bis 25, Sellerie 20 bis 23, klumenkohl, das Stück 40, Endivien 20 Rpf.
land eine nationalsozialistische Bewegung weiterhin bestehen werde, sondern fetzt werde über ganze
uni) am Schlüsse mit starker Zustimmung unter», strichene Rede.
Nach einem kurzen Schlußwort des Ortsgruppen» leiters von Gießen-Nord, Thomas, fand die Versammlung in der üblichen Weise ihren Abschluß.
Moll, Weiler, Dr. Luh, Zerndt, Decher, Dietrich usw. erscheinen fast alle Gaumeister und Gaumeiste» rinnen des Bereiches Hessen aus Kassel, Fulda, Marburg, Hanau, Limburg, Bad Orb, dazu kommen die Wettkämpfer aus der engeren Heimat.
rgang.^
Nlite * Bit) Äft» 19 faulte rten mit:
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
serem Volke völlig ausgeschaltet seien. Es sei auch unmöglich gemacht worden, selbst oder ihre Rassegenossen im Ausland jemals das deutsche Volk wieder ausplündern zu können.
mchte weiter darauf aufmerk-j fei. Und er müsse sich vergegenwärtigen, daß die m, daß diesmal die Juden nicht wieder das Gemeinschaft immer vor den Interessen des einzel- utsche Volk an den Feind verraten und es um den nen stehen müsse und der Grundsatz stets Geltung eg bringen könnten, weil jetzt die Juden in un»! habe: Im Volk, mit dem Volk, für das Volk.
»**
in <
d«8 4,‘\
*•
Imwege -es Herzens
Roman von H.H. Hansen
Copyright by Prometheus-Verbs Dr. Eidiecker - GröbeneeU
r.
r.
shannesgf isonpsam in feinen rstaa m Schlitz, di Nich bis herdS Prediü«' zu wti'n 897 wuck nn war n in flleig
r 1907 1« Men, » ;r Mili'tt Amt v'rd des W enpsteae6 des 6°^ fUgebons-! k anE idchrn"/ iarrer^ ekn Dollste < M" S n ®iri“ »tiarrt v
Volkes als besonders überzeugend anführte, wies er auf den tiefen Sinn des Opfers für die Gemein»
itr, J öÜli et K
m b», eide- ’ "Äb 3Ntib 'd)e 11.
W eihtt b^ea. ^ichitn
nd veM llendtU fe niedr^' ien SK 1,80
Am morgigen Sonntagnachmittag finden in Halle des VfB.-R. am Aulweg die 3. Hallenwettkämpfe des VfB.-R. statt. Ein gutes Meldeergeb-
luLn9 üöi beiiertii -usikalifa 'S 3nttni 1 LöU lete.
anwalt, ganz offen, wie wird das Urtell ausfallen?" „Das kann ich nicht wißen."
„Was glauben Sie denn?" Die Frage Korns war dringlich und erregt.
„Ich hoffe nicht mehr viel. Es spricht zuviel gegen Sie/
„Also Todesstrafe!" Er sckrie plötzlich. „Aber ich
*"' erschossen! Ich habe ihn über-
Mit dem Hinweis darauf, daß durch den vollen deutschen Sieg auch das Opfer Der Gefallenen des Weltkrieges erst seinen rechten Sinn erhalte, und der Glaube an den Führer und die unwandelbare Treue zu ihm unser Volk unüberwindlich machen, schloß der Redner seine oft von Beifall unterbrochene
ohne Warnung beschossen aber nicht getroffen hat, daß er dann selbst zur Waffe griff, dann hätte das Urteil gegen ihn vielleicht auf Totschlag erkennen können. So aber scheint mir der kaltblütige Mord erwiesen. Korn hat den Jagdpächter Kühlitz mit voller Ueberlegung erschossen, um nicht des WU- derns durch einen Zeugen überführt zu werden. — Ich beantrage daher, den Angeklagten wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bür- gerlichen Ehrenrechte zu verurteilen, ferner wegen Jagdvergehens im wiederholten Rückfalle, wegen Vergehens gegen die Schonzeitbestimmungen und wegen verbotenen Waffenbesitzes zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren."
Korn hatte die Darlegungen des Staatsanwalts, die auf die Geschworenen sichtlich durch ihre ge- schlossene und anscheinend gradlinige Beweisführung Eindruck machten, mit Erregung gehört. Lang- sam wich die Farbe aus seinem Gesicht, und er wurde sich bewußt, welche ungeheure Gefahr ihm hier drohte. Fieberhaft fltngen ihm die Überlegungen auf der Suche nach einem Ausweg durch den Kopf.
Koßmann war nickt minder beeindruckt. Er hielt sich steif aufrecht und den Kopf vorgestreckt. Seine Wangenmuskeln zitterten und die Stirnhaut war zu vielen Falten zusammengezogen. Die Finger hatte er fest ineinander verkrampft und meinte manchmal, seine Nachbarn müßten den wütenden Schlag seines Herzens hören.
Bevor der Verteidiger mit seinen Darlegungen begann, beugte sich Korn zu ihm herüber und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Darauf beantragte der Rechtsanwalt, die Verhandlung um eine Vier- telstunde zu unterbrechen, was der Vorsitzende sofort bewilligte. Die Richter, die Geschworenen, der Staatsanwalt, der Verteidiger und sein Mandant in Begleitung des Polizeibeamten verließen den Saal. Es herrschte zunächst eine bedrückende Ruhe, die bald einem aufgeregten Stimmengewirr Platz mad)te. Niemand in dem Zuschauerraum verließ seinen Platz. Man besprach nur eifrig die Aussich- ten des Prozeßes und war fast einhellig der Meinung, daß nichts den Kopf des Angeklagten retten könne.
Inzwischen waren der Rechtsanwalt und Kom in einem kleinen Raum angelangt. J)err Rechts-
1 bis 6 Jahren als die durch die Diphtherie besonders gefährdeten Altersklassen in allen Orten des Kreises Gießen erfassen. Für später ist die Ausdehnung der Diphtherie-Schutzimpfung auch auf die übrigen Kinder vorgesehen. Bei der Schutzimpfung werden die Angehörigen der NS.-Frauenschaft und Helferinnen vom Deutschen Roten Kreuz den Hilfsdienst übernehmen, wie sie auch bei den organisatorischen Arbeiten mit tätig sein werden.
Gegenwärtig werden im Staatlichen Gesundheitsamt Gießen die Listen der in Betracht kommenden Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren aufgestellt. Nachdem diese Arbeit beendet sein wird, steht der Impfung nichts mehr im Wege. Der erste Impftermin ist für Anfang März vorgesehen. Im Laufe der nächsten Woche wird voraussichtlich in beiden Gießener Lichtspielhäusern ein Film gezeigt werden, der die große Bedeutung der Diphtherie-Schutzimpfung überzeugend deutlich machen wird.
Man darf sicher sein, daß diese begrüßenswerte Maßnahme überall im Kreise Gießen bei den Eltern, die doch allesamt nur das Beste für ihre Kinder wollen, volles Verständnis finden wird. B.
♦♦ 7 0. Geburtstag. Frau Emma Feuß- ner Wwe., geb. Heil, Am Kugelberg 34 wohnhaft, tim am morgigen Sonntag, 16. Februar, bet bester Blindheit ihren 70. Geburtstag feiern. Sie ist (con lange Witwe und Mutter vieler Kinder, die zusammen mit den Enkeln und Urenkeln der Jubi- lcrin morgen besonders gedenken werden. Frau Hühner arbeitet seit dem Jahre 1903 als Zei- Lngsträgerin beim „Gießener Anzeiger" und übt rch heute noch diese Tätigkeit aus. Unsere herzten Glückwünsche.
*♦ Reifeprüfung an der Langemarck- ßchule. Im laufenden Schuljahr war die oberste jasse der Langemarck-Schule in Gießen in drei |iraöelabteilungen von 63 Schülern besucht, von tznen im Winterhalbjahr 48 als Kriegsfreiwillige xsschieden. Nach einer Verfügung des Reichser- il>hungsministers konnte ihnen durch die Schule fct der Einberufung zur Wehrmacht das Reife- ziugnis zugesprochen werden. Die übrigen 15 kchuler legten gestern mit Erfolg die mündliche jüfeprüfung ab, die unter dem Vorsitz des Schul-
leitete die Dersammlungswelle mit herzlichen Be- glüßungsworten an die in der Unioersitätsaula Der» stmnelten Volksgenossen und an den als geborenen Lberhessen in uns tomten Redner des
gemäß aewisse Schwierigkeiten räumlicher und auch personeller Art entgegenstehen.) Doch soll, wie wir hören, mit im Hinblick auf die erweiterte Gastspiel« tätigteit, sowohl das künstlerische als auch das technische Personal des Stadttheaters im nächsten Jahre verstärkt werden.
Was das Gastspiel-Repertoire angeht, so wird von den Abstecher-Städten vor allem die klassische Operette, ferner sehr viel Oper, großes und klassisches Schauspiel, von modernen Werken besonders das gehaltvolle Lustspiel verlangt. Das auswärtige Publikum hat sich als recht anspruchsvoll erwiesen, und es wird im allgemeinen bei der Zusammenstellung des Spielplanes mehr auf kulturelle Gesichtspunkte als auf reine Unterhaltung Gewicht gelegt. Es ist leicht einzusehen, daß mit der erweiterten Gastspieltätigkeit unseres Stadttheaters, abgesehen von deren finanziellen Ergebnissen, auch eine begrüßenswerte Werbung für Gießen in der sogenannten Provinz verbunden ist. Der finanzielle Erfolg ist derart, daß mit Hilfe dieser Abstecher in allen Spielgattungen das künstlerische Niveau gehabten werden kann, das vom Gießener Bublifum erwartet wird. (Ohne die regelmäßigen astspiele müßte man notwendigerweise auf eine der drei Kategorien — Schauspiel, Oper, Operette — verzichten.)
Die auswärtigen Vorstellungen werden im allgemeinen pauschal abgenommen, so daß dem Stadttheater bei seinen Gastspielfahrten fein Risiko erwächst. Indessen hat sich gezeigt, daß auch für den Veranstalter, die NSG. „Kraft durch Freude", kein Risiko besteht, da die Gießener bis jetzt immer volle Häuser vorgesunden haben. Die Vorstellungen waren oft innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Als Haupterfvlge, die im Gastspiel zu verzeichnen waren, werden uns „Die Macht des .Schicksals", „Modalste Butterfly" und „Tiefland", „Der Vogelbändler" und „Paganini" genannt; vom Schauspiel vor allem Goetzens „Dr. med. Hiob Prä- torius". aber auch „Kabale und Liebe" und „Johannisfeuer" wurden vorzüglich ausgenommen, -y-
Ferner ist feftgeftdlt, daß die Leiche inmitten der bhneife lag. Daraus geht hervor, daß Herr Kuh- litz feinen Pirschgana beabsichtigte, sondern zu der Achtung gehen wollte, um sich dort anzustellen. 8vi einem Pirschgang hätte er sich sicher am Rand her Schneise gehalten, nicht aber für ledes Wild schtbar in der Mitte. Zudem würde er nach den Ocgdgesetzen kein Reh mit Schrot geschossen haben, Itoöern nur mit der Kugel.
Diese bewiesenen Einzelheiten ergeben, daß er He Kugeln nicht hinter einem Stuck Wild herae- stickt hat, sondern auf einen Menschen abgab. Ob He Schüsse in der Reihenfolge gefallen sind, wie Rom sie glaubhaft machen will, ist durch nichts be- viesen. Kühlitz kann» durch das plötzliche Auf tauchen Ui Wilderers aus feinem harmlosen Waldgang arigeschreckt worden sein, diesen angerufen und stließlich, als der Wilderer nicht stehenblieb, einen Schuß abgegeben haben. Der Schuß ist, durch die Aufregung wird das wohl erklärt, danebenge-
Stehen werde, sondern letzt werde über ganze der auch in diesem Kriege wieder befon-
Mer Uick Staaten m der< Welt bas Urteil gefpro- |her5 lebendig werde. Er forderte dabei, daß der Len. Selbstverständliche Pflicht aller Volksgenossen ^psersinn und die Opferbereitschaft in der Heimat es, ihre Handlungen und ihre Haltung so einzu- , tzen großen Opfertaten an der Front gleichwertig zur ächten, daß sie vor den prüfenden Augen unserer i<5cUe stehen müßten, und er betonte, daß das Deut» Jhmeraben an der Front bestehen konnten. fd^ Volk mit seinem soldatischen Dpfergeift von nie«
Hierauf beantwortete der Redner die von ihm mand in der Welt niedergezwungen werden könne, --stellte Frage, warum dieser Krieg geführt werde Als hehre Beispiele der Opserbereitschaft erinnerte urb warum wir ihn gewinnen müßten und wür- j er an die 16 Gefallenen vor der Münchener Feld» bin. Dabei betonte er in überzeugender Weise die, herrnhalle, an die ermordeten 400 Kämpfer aus den Schuld der anderen an diesem Kriege, denn unser, Reihen der SA., an die Opfer des früheren Oester- Führer, der einst selbst das große Sterben auf dem reich, der Sudetendeutschrn. der Volksdeutschen in Schlachtfeld gesehen, kenne die Schrecken und Nöte' Polen, der Gefallenen des Krieges und unserer Flie- bis Krieges und er hasse den Krieg wie fein an»' ger. Denen in Opferbereitschaft nachzueifern für uns Derer in der Welt. Unser Führer habe diesen Krieg alle höchste Verpflichtung sein müsse. Jeder Dolfs- ncht gewollt, die Engländer und Franzosen aber! genösse müsse sich vor Augen halten, daß dieser bitten ihn erflärt und auch nachdem die wiederholt Kampf des deutschen Volfes ein Ringen für seinen bcrgereichte Friedenshand des Führers zurückge-! ewigen Bestand und um seine Geltung in der Welt sbßen. Der Redner machte weiter darauf aufmert» |fei. Und er müsse sich vergegenwärtigen, daß die
fttyrer nicht nur eine Neuordnung in Europa, son- 5m in der ganzen Welt auf allen Gebieten des fatalen, kulturellen und nationalen Lebens brin» am werde. In diesem Ringen, in dem wir alle Äräfte in die Waagschale werfen müßten, werde nicht Darüber das Urteil gesprochen, ob in Deutsch-
Staatsanwalt wahrscheinlich zwingen wird, neue Anträge zu stellen."
Alle Anwesenden hatten die überraschende Wendung mit der größten Spannung vernommen. Am meisten erregte sie Hannes Koßmann, der sich vergeblich fragte, was Korn denn noch vorbringen wollte, aber herzlich froh war, daß die Vollendung des Dramas noch einmal hinausgeschoben und vielleicht sogar in andere Bahnen gelenkt würde.
Der Staatsanwalt erhob keine Einwendungen gegen den Antrag der Verteidigung. Das Gericht verkündete nach kurzer Beratung, daß dem Antrag des Anwalts stattgegeben würde. Die Beweisaufnahme wurde wieder eröffnet.
„Also, Angeklagter, was haben Sie zu erklären?" Der Vorsitzende fragte Korn.
„Ich will ganx offen sein." Der bis vor kurzem noch so fest und sicher auftretende Wilderer war zusammengebrochen. „Ich sehe ein, daß es feinen Zweck hat, weiter alles abzustteiten. Dabei riskiere ich nur den Kopf. An dem Morgen, wo ich in den Wald ging, kam ich von der Waldlichtung her zu der Schneise, wo ein Wildwechsel ist. Als ich ungefähr da war, wo die Schneise über den kleinen Buckel führt, also da wo sie am höchsten ist, habe ich plötzlich gehört, wie jemand hinter mir Halt!* rief. Ehe ich mich richtig umdrehen konnte, fiel ein Schuß. Ich habe die Kugel dicht an mir vorbeipfei- fen gehört. Mein Gewehr hatte ich unter dem Arm. Ich Drehte mich schnell um, sah einen Mann mit dem Gewehr in der Hand dastehen, schoß auf ihn und sah ihn Umfallen. Dann ging sein Gewehr noch einmal los. Es war der Schrotschuß."
In Dem weiten Saal herrschte absolute Stille, als Korn das letzte Wort gesprochen hatte. Koßmann traute seinen Ohren nicht. Was war das? Kom wollte geschossen haben? Er sah feurige Kreise vor den Augen und verspürte Deftiges Schwindelgefühl. Es schien, als ob sich alles um ihn herum zu drehen beginne. Zu einem klaren Gedanken war er nicht mehr fähig.
Der Vorsitzende nahm die Befragung erneut auf. Er brachte aber nichts anderes aus dem Angeklagten heraus, als dieser vorher angegeben hatte. Danach wollte Korn oben auf der Höhe der Schneise, also in sechzig Meter Entfernung von Kühlitz ge- standen haben.
Der Staatsanwalt gab sich ebenfalls vergeblich Mühe, die Darstellung durch Fragen zu erschüttern und beantragte die Vernehmung des Gendarmen, des Försters und des Kriminalrats als Zeugen.
Zuerst trat der Gendarm vor. Er wußte seinen Erkundungen nicht viel Neues hinzuzufugen. Darauf
Ein Gespräch zwischen Mutter und Arzt über die Diphtherie-Schutzimvfung, das wir Mitte Dezember vorigen Jahres nacy einem Besuch in der Gießener Universitäts-Kinderklinik veröffentlichten, hat da» mals bei vielen Müttern und Vätern in Stadt und Land starke Beachtung gefunden. Die weitreichende Bedeutung der Diphtherie-Schutzimpfung, sowohl für jeden einzelnen bls auch für die Volksgemeinschaft ist durch jenes Gespräch überall richtig erkannt worden. Wie wir von dem Direktor der Gie-
nicht nötig sein, wenn es sich nur um ein Geständnis handelt. Der Angeklagte kann das ja m feinem Schlußwort tun", wandte der Vorsitzende ein.
„Es handelt sich nicht um ein Geständnis des Mordes, sondern um ein solches, das auch den Herrn!
leiters, Oberstudiendirektors Angelberaer, stattfand.
Tschammerpokalspiele am morgigen Sonntag.
Lollar — Watzenborn-Steinberg Löhnberg — Bissenberg Sportfreunde Wetzlar — Sinn VsB.-Reichsbahn — Luftwaffe Gießen ViL.-Marburg — 1900 Oberndorf — Burgsolms Frohnhausen — Naunheim Herbornseelbach — Nanzenbach Herboxn — Wetzlar 05
Gauoffene Hallenwettkämpfe des LfB.-R.
Sodann gab der Redner in großen Zügen einen Ueberblick über die Vorgeschichte und den weiteren Sinn dieses Krieges, den er als einen wirtschaftlichen, volitifchen, Kapitals- und konfefsionellen bzw. Raffenkrisg kennzeichnete. Dabei hob er die Entthronung des Kapitals und Die Festsetzung Der Arbeit als bestimmenden Wertmaßstab in Deutschland hervor, womit unser Führer eine völlig neue und allein richtige Grundlage für die Betrachtung aller wirtschaftlichen Dinge geschaffen habe. Der Grundsatz, daß das Geld die Welt regiert, sei'in Deutschland endgültig beseitigt worden, während das englische und französische Volk immer noch für das Ka^ pital und die Börsenjuden arbeiten und kämpfen müßten. Der deutsche Soldat dagegen kämpfe nur aus Liebe zu seinem Vaterland, zu seinem Führer und zu Dem neuen sozialistischen Deutschland. Der Fübrer werde aber nach Dem Kriege auch Dem Begriff von Der Weltwirtschaft einen völlig neuen Sinn zum Wohle aller Völker geben. , /
Nach einer kurzen Beleuchtung Der schwerwiegenden Folgen, Die aus der Nichtbeachtung der rassischen Naturgesetze für ein Volk entstehen, wofür Der Redner das Beispiel Des Niederbruchs des französischen
hielt ihm der Staatsanwalt Die genaue Skizze des Tatorts und feiner Umgebung sowie die von der Mordstelle gemachten Lichtbildaufnahmen vor.
(Fortjetzung folgt)
1 Am gestrigen Freitagabend nahm die große Der- fimmlungsmeUe, Die bis zum morgigen Sonntag» afcnD im Kreise Wetterau durchgeführt wird, mit eher außerordentlich stark besuchten Kundgebung ‘Dir Ortsgruppen Gießen-Nord und Gießen-Mitte dr NSDAP, ihren Anfang.
Kreisle ter Backhaus
vielleicht hat dann der Mörder gefchoffm, ge- treffen, und die letzte Reflexbewegung des Ermor- it:<n löste feinen zweiten Schuß aus, der in die 8tft ging. Vielleicht ist es aber auch so. Daß der Marder den ersten Schuß abgab, bann im Sinken fite Reflexbewegung den ersten Schuß aus dem Mttinq des Ermordeten löste und der zweite Schutz ius dessen Gewehr durch das Ausschlagen au Den Svden erfolgte. Vielleicht hat Kühlitz auch nur War- umgsschüsse in die Luft abgegeben.
Ts ist auch möglich, daß Der vorder, nachdem er Schlitz erschossen hatte, selbst die beiden Schüsse «us dem Drilling in Die Luft gehen liefe, um Die Sfschichte zu komplizieren. Wir werden nie mit Jöc Üunmtheit wissen, wie das Drama im Einzeln «erlief. Aber eins weiß ich mit voller Bestimmt, tet daß nie und nimmer die Darstellung des An fetlagten richtig fein kann.
Er glaubt, sich besonders schlau angestellt zu tafren und hat dabei übersehen, daß er n fehl dabei in die Schlinge begeben hat. Alle seine Üiigen, die nachgewiesen sind, sprechen geg J) • Vie letzte und wichtigste Lüge halt er auf echt weil ir glaubt, daß wir ihml den 2 ord nck Un-l'habe ihn ja gar nicht erschossen! Ich "habe ihn über-
Wfen tonnen. Hatte er so ort im Ansana oe^ nicht gesehen!"
kargestem, daß M ihn! Der Anwalt zuckte nur ratlos die Achseln. Kom
vorbereitenden Maßnahmen zur Durckführung der Diphtherie-Schutzimpfung hörten, sind inzwischen schon viele Eltern freiwillig mit ihren Kindern zur Diphtherie-Schutzimpfung gekommen.
Nunmehr steht eine allgemeine Diphtherie-Schutzimpfung der Kinder im Kreise Giefeen in nächster Zeit bevor. Die Universitäts-Kinderklinik Gießen und das Staatliche Gesundheitsamt Giefeen werden habet in. enger Gemeinschaft Zusammenarbeiten. Die Schutzimpfung wird zunächst alle Kinder im Alter von
Die in der letzten Zeit nicht unerheblick aus- gebaute Gastspieltätigkeit unseres Stadttheaters hat, wie aus den uns zuteil gewordenen Informationen des Dramaturgischen Büros hervorgeht, in jeder Hinsicht erfreuliche Ergebnisse gezeitigt. Beim Aufbau und Ausbau der Gastspielreisen und Abstecher waren nicht allein künstlerische, sondern auch wirtschaftliche Erwägung en bestimmend. Ein Theater in einer Stadt wie Gießen braucht, wenn die drei Kunstgattungen Schauspiel, Oper und Operette ersprieß- lich und erfolgreich nebeneinander gepflegt werden sollen, wie es bei uns geschieht, eine gewisse Stützung durch Die Erweiterung seines Aktionsradius, weil die Aufnahmefähigkeit am Standort notwendig begrenzt ist. Eine gesunde Expansion schafft den erforderlichen Ausgleich. Der Kreis der Theaterbesucher soll über den einheimischen Stamm hinaus nach Möglichkeit erweitert werden. Die regelmäßige oder doch häufige Bespielung von Marburg und Si e g c n bedeutet bereits einen ansehnlichen Zuwachs in dieser Hinsicht, da für beide Plötze nebst dem zugehörigen Hinterland mit rund 100 000 theoretisch zu erfassenden Einwohnern gerechnet werden kann. Hinzu kommen an größeren Plätzen der näheren Umgebung, die bisher schon häufig bespielt wurden, Alsfeld, Hersfeld und Fulda. Diese Städte nehmen eine größere Zahl von Vorstellungen ab und sollen übrigens in diesem Jahre zum erstenmal auch Schauspiel-Aufführungen erhalten, nachdem sie seither lediglich mit musikalischen Werken bereift worden sind.
Die Gastspielerfolqe des Stadttheaters, vor allem mit musikalischen Werken, haben dazu geführt, daß kulturell maßgebende Stellen in Bochum an die hiesige Theaterleitung mit Der Bitte herangetreten sind, auch im Dortigen Gaubereich ständige Gastspiele zu veranstalten. Es kommen in diesem Ab- schnitt zunächst die Städte Werdohl, wohin bereits Abstecher unternommen wurden, und Altena in Betracht, die in Zukunft häufiger mit allen drei Spielgattungen erfaßt werden sollen.
Der Abschluß von Gastspielen kommt so zustande, daß das Gießener Stadttheater seinen laufenden Spielplan zur Verfügung stellt, aus dem die Gastspielstädte ihrerseits die dort gewünschte Auswahl treffen, nachdem wiederum von hier aus entschieden worden ist, ob die in Aussicht genommenen Werke „auf Abstecher" zu spielen sind. (Es können natur« wurde noch fassungsloser. „Wie kann ich da nur herauskommen! Es ist doch nicht möglich, daß sie einen Unschuldigen köpfen!" Er griff seinen Verteidiger am Talar. „Herr Rechtsanwalt, mir ist wähnend der Rede Des Staatsanwaltes ein Gedanke gekommen. Glauben Sie mir, daß ich wirklich Kühlitz nicht gesehen und erst recht nicht geschossen habe. Aber wenn es so liegt, dann muß ich etwas da- gegen tun. Ich will nicht geköpft werden!" Er stockte einen Augenblick und fuhr dann in fliegender Hast fort: „Wenn ich nun angebe, daß ich über die Schneise gegangen bin und daß Kühlitz auf mich geschossen hat, daß ich mich herumdrehte und zurück- schoß, weil ich dazu gezwungen war. Wie würde bann Das Urteil ausfallen?"
Der Anwalt sah seinen Klienten lange nachdenklich an. „Ich werde nicht klug aus Ihnen, Herr Korn. Manchmal hatte ich bei meinen Unterredungen mit Ihnen tatsächlich den Eindruck, als wenn Sie Den Mord nicht begangen hätten. Dann hat mich aber wieder das Heweismaterial gegen Sie irritiert Zu umständlichen Uebedegungen ist aber jetzt keine Zeit mehr. Eine Chance haben Sie, wenn Sie nun Ihre Aussage ändern, mehr aber nicht. Wie Die Geschworenen Darüber denken, kann ich nickt wissen. Nur eins ist sicher, daß der Staatsanwalt Ihre neue Aussage als einen Umfall be- zeichnen wird, der nur dazu dienen soll, Ihre verlorene Positton wenigstens etwas zu bessern. Wenn Sie es für richtig halten und Darauf bestehen, können wir ja so vorgehen. Offen gesagt, habe ich nur noch wenig Hoffnung für Sie. Wohlgemerkt, Herr Korn, mehr als eine unsichere Chance bietet Ihnen Die neue Aussage nicht."
Korn hatte ihm aufmerksam Die Worte direkt von den Lippen gelesen und grübelte Darüber nach. Schließlich raffte er sich zusammen. „(Egal. Jetzt ist doch alles gleich. Ich mache es so. Besser ein paar Jahre ins Zuchthaus als wegen Mord geköpft Wenn ich nur den Schuft wüßte, der den Küylitz erfckosien hat"
Er knirschte vor Wut und Erbitterung mit Den Zähnen. Alles in ihm bäumte sich gegen dieses Schicksal auf. Aber er fand und fand keinen besseren Weg, wenigstens die größte Gefahr abzuwen- ; den.
Dann rief der Gerichtsdienor zur Fortsetzung der Verhandlung. Der Rechtsanwalt bat sofort ums Wort. „Mein Mandant hat mich soeben beauftragt, i den Wiedereintritt in Die Beweisaufnahme zu beantragen, da er ein Geständnis zu machen hat." ' „Wiedereintritt in die Beweisaufnahme dürfte
tampfe des VfB.-R. statt. Ein gutes Meldeergeb- &encr Unioersitäts-Kinderklinik, Professor Dr. K e l - nis macht diese Veranstaltung zu Dem sportlichen ier, bei einer Anfrage nach dem Fortgang der Ereignis der Woi^' tl—™ ~
kannten Athleten
Univch h netto:, t 1873 in in It'iut -tswisfa. jetbfc 8r. Nach ie mar« ingshienft •romotion d Si«!;. io er bii ir er di, icher Pw if big Ob her $ro> ober 1913 ht an bet r Uniwf Schaffen» !te water, rhun^rt!, und Miii- eit Hai er Mitten Ve-
In btn nau, auch sicb Pto- die ihm (Bebentin
^nenim ' Pielt Dy x
>tto B


