erwarteten Widerstand des Marinesekretars Knox gestoßen, der seine Zerstörer behalten will, weil nach seiner Ansicht die Vereinigten Staaten ihre 195 Zerstörer selbst brauchen und weil von den 200 geplanten Neubauten in diesem Jahr nur 15 und im nächsten nur 45 fertiggestellt werden können. Roose- oelt möchte anscheinend wieder eines seiner famosen Tauscl)geschafte tätigen. Diesmal soll England einige seiner großen Schlachtschiffe, von denen sich der Präsident in den englischen Küstengewässern offenbar keinen großen Nutzen verspricht, gegen amerikanische Zerstörer hergeben, ein Handel, der sich dem früheren würdig anreihen würde, aber
Rom, 14. Febr. (DRV.) Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt:
An der griechischen Front beiderseitige lebhafte Spähtrupptätigkeit mit günstigem Verlauf für unsere Truppen, die dem Feinde empfindliche Verluste zufügten, sowie Gefangene einbrachten und Waffen erbeuteten. Unsere Luftwaffe hat einen feindlichen Flottenstützpunkt bombardiert und Trup- penzusammenziehvigen wirksam mit Splitterbomben belegt. Unsere Jagdflieger haben neun feindliche Flugzeuge, darunter verschiedene innerhalb unserer Linien, abgeschossen. Die Besatzung eines Flugzeuges wurde gefangengenommen.
Italienische und deutsche Flugzeuge haben Lust- und Flottenstützpunkte auf Malta bombardiert. Deutsche Jagdflugzeuge schossen vier hurricane ab. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben feindliche Luftstützpunkte in der Lyrenaika heftig bombardiert. Es wurden Flugzeugfchuppen, Unterkünfte, Barackenlager wirksam getroffen und zahlreiche Flugzeuge im Tiefflug mit Maschinengewehrfeuer belegt. Im Raum des Aegäifchen Meeres haben unsere Bomber in aufeinanderfolgenden Dellen einen Luftstützpunkt bei La Eanea (Kreta) angegriffen, wobei vier Flugzeuge am Boden vernichtet wurden. Feindliche Flugzeuge warfen in den ersten Morgenstunden des 13. Februar einige Bomben auf Rhodos ab.
In Ostafrika wurde ein Angriff im Abschnitt von Keren abgewlefen. Im Jubaland widersetzten sich Abteilungen unserer irregulären Truppen zäh dem feindlichen Vormarsch. Ein Verband unserer Jagdflieger Hal im Abschnitt von Keren Truppen mit Maschlnengewehrfeuer belegt und nach Hartern Kampf feindliche Jagdflugzeuge abgewlefen. In den Morgenstunden des 13. Februar griffen feindliche Flugzeuge Masfaua mit geringer Wirkung an. Zwei Flugzeuge wurden von der Marineflak ab- geschossen, die Besatzungen wurden gefangengenommen.
In der Rächt zum 11. Februar sprangen über kalabro-lukanischem Gebiet feindliche Fallschirmjägerabteilungen, die mit Maschinengewehren, Handgranaten und Sprengkörpern ausgerüstet waren, ab mit der Aufgabe, unsere Verkehrswege sowie Anlagen unserer Wasserversorgung in diesem Gebiet zu unterbrechen und zu beschädigen. Dank dem raschen Eingreifen unseres Wachdienstes wurden alle feindlichen Fallschirmjäger g e f a n g e n g e n o m m e n, ehe sie die Möglichkeit hallen, den beabsichtigten schweren Schaden anzurichten. Bei der Gefangennahme kam es zu einem Kampf, in dessen Verlauf ein Feldschütze und ein Zivilist ums Leben kamen.
Der italienische Bericht.
19 Klugzeuge vernichtet. - Stützpunkte auf Malta, Kreta und in der Eyrenaika bombardiert. — Feindliche Fallschirmjäger in Kalabrien gefangen.
Preispolitik im Kriege.
Beichskommiffar Wagner über Preisbildung und Preisüberwachung.
Oie Tat des Oberleutnants Baumbach
Bon Kriegsberichter Günther Herwig.
Bemühen, das Gesicht zu wahren, um dem eigenen Volk nicht den letzten Mut zu nehmen und die amerikanischen Freunde glauben zu machen, daß Eng» lands Sache noch nicht ganz verloren ist. Die britische Propaganda sitzt dabei in einer wahren Zwick- mühle. Werden ihre Hilferufe über den Atlantik allzu laut, muß sie befürchten, daß die Amerikaner als gute Geschäftsleute, die sie sind, -vor einem übereilten Engagement zurückschrecken Beißt sie jedoch allzu sehr den starken Mann heraus, könnten die Amerikaner Ihre Hilfe nicht für so dringlich hal- ten, wie sie für England tatsächlich ist. W i l l k i e,
Denken und Handeln notwendig, jetzt diesen Gedan- ken zu stellen, und ihr Schaffen müsse zunächst einzig und allem ter Erreichung dieses Zieles dienen. >je hoher Die Kriegsanforderungen feien, um so mehr mußten die Einzelinteressen in den Hintergrund treten. Die von ihm durchgeführten Maß- nahmen bauten sich auf praktischen Vorgängen im Wirtschaftsleben auf. Bei ihrer Beratung und Durcharbeitung würden alle interessierten Wirt- gemach^ise flutet und so mitverantwortlich Warenverknappung könne im nationalsozialisti- U)en Wirtschaftsleben nicht ohne weiteres die Ur» |ad>e von Preissteigerungen sein. Aber auch bei Prelskalkulatione-n auf Grund veränderter Herstellungskosten, erschwerter Verarbeitung und verteuerter Rohstoffbeschaffung werde gewissenhaft deren Berechtigung nachgeprüft. Auf verteuernde Verzierungen, die nur ein Anlaß zur Verteuerung des Preises seien, müsse im Kriege Verzicht gelei- Itet werden. Solchen indirekten Preiserhöhungen werden er mit der größten Entschiedenheit begeg-
Australien und der Pazifik.
London wünscht keine Verschärfung der Spannungen
Stockholm, 14. Febr. (Europapreß.) Nach der Konferenz des australischen Kriegsrates wurde eine Erklärung herausgegeben, m der es heißt, daß so« wohl die Regierungsmitglieder wie auch die Chefs der drei Wehrmachtsstäbe keine weitere Ver. schlechterung der außenpolitischen Situation haben feststellen können. Diese Erklärung steht nicht nur im Gegensatz zu den Andeutungen, die vor der Konfernz gemacht wurden, sondern widerspricht auch in ihrem Tone dem am Donnerstag heraus- gegebenen Kommunique. Neutrale Beachter in Konten vertreten daher die Ansicht, daß die englische Regierung nach eingehender Prüfung des am Donnerstag veröffentlichten australischen Kommunique über die Zuspitzung der internationalen Lage sich veranlaßt gesehen hat, ter Regierung von Canberra einen Wink zu geben, um sie zu bewegen, die außenpolitischen Dinge in weniger sensationeller Weise zu erörtern. Nach dem in London gegenüber Japan angeschlagenen Tone zu rechnen, wünscht die englische Regierung zur Zeit keine weitere Verschärfung des lapanisch-australi- schen Verhältnisses. Australische Erklärungen zur außenpolitischen Lage erscheinen ihr daher offensichtlich unter den augenblicklichen Umständen störend. Der kürzlich ernannte erste japanische G e - sandte für Australien wird Ende des Monat- Tokio verlassen, um sich nach Canberra zu begeben.
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Wie außerordentlich schwer Australien finanziell durch den Krieg belastet wird, geht aus einer Mitteilung des australischen Premierministers Menzies hervor, der vor kurzem darauf hinwies, daß die Kriegsausgaben Australiens im e r st e n Kriegsjahr nur wesentlich geringer waren als die Kriegsausgaben während Der ganzen Jahre des Weltkrieges 1914/18.
(PK.) Ritterkreuzträger Oberleutnant B a u m • bad) hat durch einen kühn geflogenen Angriff auf einen englischen Geleitzug zwischen Themsemündung und der Wash-Bucht seine Persenkungsziffer um mindestens 8000 Tonnen heraufschrauben können. Aus etwa 5 0 Meter Höhe warf er feine Bomben auf einen Tanker, der in der Nordsee versank, nur 20 Kilometer von der englischen Küste entfernt. Die anderen schweren Bomben' warf Oberleutnant Baumbach auf einen 10 000 Tonnen graften Kahn. Explosionen und blutrote Stichflammen bewiesen den Erfolg auch des zweiten Angriffs. Als beim Abdrehen schließlich ein aufgetauchtes U-Boot gesichtet wurde, stürzten im Reihenwurf die Bomben aus dem Rumpf des Flugzeuges quer über das Boot hinweg.
Ich frage, wieviel Tonnen feindlichen Schiffs- raumes er nach dem heutigen Erfolg versenkt hat. „Nach unten geschätzt rund 170 000 Tonnen; wenn man optimisttsch sein will, können es an die 200 000 Tonnen sein. Man verschätzt sich aber zu leicht nach oben, deshalb bleibe ich lieber bei der Untergrenze. Das Wetter mar nicht gut, berichtet der Oberleutnant. Ich stieß immer wieder durch die Wolken hindurch, um Sicht zu haben. Wieder eine Regenwolke vor uns. Wir kamen von der englischen Küste her. Durch die Regenwolke! In hundert Meter Höhe haben mir Sicht auf den Wasserspiegel. Sicht nach vorn höchstens zrnei Kilometer. Aber das Kriegsglück war mit uns. „Vor uns ein Geleitzug. Ganz große Pötte. Das erste Schiff war ein Tanker, er lag mit dem Bug tief im Wasser. Ich drückte die Maschine und warf. Die erste Bombe viel zu
Berlin, 14. Febr. (DNB.) Auf Einladung der Reichspressestelle der NSDAP, gab der Reichskom- missar für die Preisbildung, Gauleiter Joses Wag- ner, der Presse einen Einblick in sein Aufgabengebiet. Der Reichskommissar ging davon aus, daß an der Preispolitik die Produzenten aus wirtschaftlichen, die Konsumenten aus sozialen, der Staat aus finanzpolitischen Gründen und solchen der Wüh- rungsstabilität interessiert seien. Diese oftmals widerstrebenden Interessen auszugleichen, sei Auf- gäbe seiner Dienststelle Preispolitisch sei er an ter Erzeugung der Ware in gleichem Maße interessiert wie an der Verteilung der vorhandenen Rohstoff- mengen, die beite den Preis mitbestimmen. Der Führer habe das Problem überaus anschaulich mit den Worten ausgedrückt: „Es gibt nur eine ver- pflichtete Wirtschaft." Für ihn gehe es darum, daß >as Handeln in der Wirtschaft wie in ter Politik l.ch nach den Interessen des ganzen Volkes auszu- richten habe Der Reichskommissar brandmarkte als einen der großen Fehler, auch heute noch wie in ter liberalistisch-kapitalistischen Zeit, die Sicherheit der Wirtschaft im Gelte zu sehen Niemand sei in einer wirtschaftlichen Existenz gesichert, wenn d i e Volkswirtschaft aus Gründen, die außerhalb des wirtschaftlichen Sektors lägen, Zusammenbrüche 3e stabiler vielmehr das Wirtschaftsleben in Um« ang und Ausweitung sei um so sicherer sei auch eder Betrieb. Denn nur rollende Räder schafften neues Gut. Für uns aber sei und bleibe die letzte Voraussetzung der Sieg in dem i genen Kampfe. Die Wirtschaft habe
kurz. Die zweite traf auf dem Heck. Eine Detona- tion, eine riesige Stichflamme, dunkle, schwere Rauchschwaden stießen aus dem Tanker in die diesige Luft. Der Tanker v e r s a ck t e s ch n e l l. Im Tiefflug ging es weiter. Etwa 40 Meter hinter Der gewaltigen schwarzen Rauchwolke tauchen die Umrisse eines großen Schiffes auf. Nach den Deckaufbauten zu urteilen und nach den Geschütztürmen am Heck und Bug konnte es ein zum Hilfskreuzer umgebauter Passagierdampfer fein. Rauminhalt etwa 10000 Tonnen. Ich warf Bomben. Wir erlebten dramatische Sekunden. Als wir anflogen, wurde am Heck des Schiffes ein Sperr- ballon hochgelassen. Als ich über dem Schiff stand, sah ich ihn links über meiner Maschine. Ich zog sie etwas herum. In diesem Augenblick Detonierte eine meiner Bomben auf dem Schiff. Eine Stichflamme jagte hoch. Auch dieser Brite war also schwer getroffen. Einer Der beiten Zerstörer, Die den Geleitzug schützten, kam in hoher Fahrt herangeprescht und eröffnete aus allen Rohren seiner leichten Flak das Feuer. Ich zog Die Maschine etmas hoch — in Den Nebeldunst hinein. Ich kann meine Empfindungen nicht beschreiben, als ich wenige Minuten später unter mir ein im aufge» tauchten Zustand fahrendes U-Boot sah. Ich überlegte blitzschnell. Ein deutsches Unterseeboot konnte es nicht sein. In der Nähe eines englischen Geleitzuges würde kein deutsches U-Boot über Was- er fahren. Also den Rumpf auf und die Bomben aus- zeschüttet. Die Bombenreihe lag quer mitt- d) i f f s über dem Boot, über das die Brecher der
Nordsee hinüterfluteten."
wir von den Taten unserer Hilfskreuzer auf fernen Meeren hören, un-D fft doch harte Wirklichkeit, die den Feind nicht nur auf Den entlegensten Schiffsrouten, Die er ganz sichel wähnt, ftänDig beunruhigt und Daher zur Entsendung von Begleitschiffen zwingt, an Denen er großen Mangel hat, fonDern Die auch sich, wie Der letzte Wehrmachtbericht belegt, in gewaltigen Zahlen versenkten Schiffsraums Darstellt. Die letzte Film-Wochenfchau brachte BilDer vom Leben an BorD eines solchen Deutschen Hilfskreuzers, Der ganz auf sich gestellt in fernen Gewässern operiert au ftänDiaer Jagd nach Gelegenheit, Der feindlichen Hante-sschiffahrt Schaden zuzufügen, ohne selbst von überlegenen feindlichen Seestreitkräften gestellt zu werden. Die Ueberraschung ist fein stärkster Verbündeter. So taucht er bald hier, bald dort aüf, immer schnell Die Jagdgründe wechselnd, sobald er sich beobachtet fühlt. Denn im Zeitalter des Funks bleibt seine Arbeit nicht lange verborgen, und er muß stets gewärtig sein, Daft einem Schiff, das feine Beute wurde, es im letzten Augenblick noch gelang, feindliche Seestreitkräfte, Die in Der Nähe patrouillieren, auf seine Spur zu Hetzen. Wegen ihrer Schnelligkeit und großen Aufnahmesähigkett für die Besatzungen feindlicher Handelsschiffe pflegt man vor allem Passagierdampfer als Hilfskreuzer auszurüsten. Sie werten unter Dem Befehl von Seeoffizieren in Den Dienst Der Kriegsmarine gestellt, führen also auch Die Kriegsflagge und werden ihrer Aufgabe entsprechend bewaffnet. Sie sind ganz etwas anderes als Die bewaffneten Handelsschiffe, die England wider alles Völkerrecht auch in diesem Krieg wieder so gut wie ausschließlich verwendet, freilich ohne den erwarteten Erfolg, da selbst aus stark ge° MHjjjten Geleitzügen diese bewaffneten Handelsschiffe trotz ihrer rechtswidrigen Gegenwehr immer wieder eine Beute unserer Seestreitkräfte werden.
Das Leben an Bord eines solchen Hilfskreuzers, ter in fernen Gewässern oft viele Monate ohne jete Verbindung mit der Heimat ist, ist nicht leicht. Von seinem Kommandanten wird größte Umsicht und entschlossenes Handeln, von seiner Besatzung äußerster Einsatz bei oft nicht geringen Entbehrungen gefordert. Proviant-' und Betriedsstoffersatz verlangen besonderes Geschick. Aber unsere Hilfskreuzer haben bewiesen, Daft sie ihrer schwierigen Aufgabe gewachsen sinD. Der Geist der deutschen Kriegsmarine, Fähigkeit und Verantwortungsfreude, kühnes Draufgängertum und kameradschaftliches Zu- fammenstehen haben auch unsere Hilfskreuzer zu Leistungen befähigt. Die Der großen Tradition ter Weltkriegs-Hilfskreuzer „Möve", „Seeadler" und „Wolf würdig sind. So sind auch diesmal wieder deutsche Hilfskreuzer schon im Sommer vorigen Jahres im SüDatlantit und im Indischen Ozean der Schrecken der feindlichen Handelsschiffahrt geworden. Zur gleichen Zeit wurde in Der Tasmanischen See der bewaffnete britische Dampfer „Turakina" eines Der besonters wertvollen, für den Fleisch- erport nad) England bestimmten Kühlschiffe der Neuseeländischen Schiffahrtsgesellschaft nach heftiger Gegenwehr vernichtet, nicht besser erging es dem 16 700 BRT.-Motorschifs „Rcmgitane" Der gleichen Gesellschaft. Im Dezember zerstörte ein Deutscher Hilfskreuzer Die Hafenanlagen Der Durch ihre Phosphatlager bekannten SüDfeeinfel Nauru, aber auch Drei Schiffe mit zusammen fast 17 000 BRT., Die ten Transport Der Phosphate von Nauru nach Melbourne besorgten, wurden Die Beute Der schnei« o.'6en deutschen Seekriegführung in den pazifischen Gewässern. Auf Der Insel Emarau in dem früher putschen Bismarck-Archipel nordöstlich von Neu- Guinea landete ein Deutscher Hilfskreuzer Die Besatzungen von zehn versenkten britischen und (Eng- lanD dienstbaren Schiffen, um Dann feine erfolg- reiche Tätigkeit fortzusetzen. Auch ein Dampfer mit raftbarer NickellaDung aus Neu-Kaledonien, Der französischen Jnsel-Gruppe in ter Südsee, die Eng. land nach dem französischen Waffenstillstand eiligst m fernen Besitz gebracht, mußte den Weg auf Den Meeresgrund antreten, ein empfindlicher Verlust für Die australische Rüstungsindustrie.
„Wenn hier nur einige wenige Schiffe nament- "ch aufgefuhrt werden konnten. Die Die Beute Des Deutschen Hilfskreuzer-Krieges in überseeischen Ge- puffern geworden sind, so zeigt Die gestern vom Oberkommando Der Wehrmacht bekanntgegebene Ziffer von 670 000 ART. versenkten feindlichen ober Dem Feinde nutzbaren Schiffsraums Die außer« ordentliche Wirkung unserer Ueberroafterftreitträfte im Atlantik wie auf ten unteren Weltmeeren. Um einen einigermaßen zutreffenden Begriff von dem 0>mfluft dieser sehr beträchtlichen Schiffsverluste auf Die Versorgungslage Englands zu bekommen, muß man wissen, daß Die Ladefähigkeit eines Fracht- fdpffes etwa 150 v. H. des Bruttoregifterraumge- M * beträgt. Da sie bei Passagierschiffen etwas n^rÄJ)ar? ma" wohl annehmen. Daß mit den 670 000 BRT. eine Ladung von rund 970 000 Ton- nen in Die Tiefe geschickt wurde. Man hat errechnet, Daß ein Frachtschiff von 6000 BRT. der Ladung von 20 Guterzügen zu je 28 Güterwagen entspricht. (Es würden also etwa 2200 Güterzüge zu je 28 /»ogen beansprucht werden, um Die Fracht zu verladen, die mit den 670 000 BRT. britischen Schiffsraums verloren gegangen sind. Wenn man weiß, haft Englands Bedarf an Einfuhrgütern sich vor Diesem Kriege auf jährlich rund 60 Millionen Ton- wofür englischer Schiffsraum von nur 13 Millionen BRT. zur Verfügung stand, was einer Ladefähigkeit von rund 19 Millionen Tonnen entspricht, so erhält man eine annähernde Bor- siellung von Der Auswirkung Der Einbuße der 670 000 BRT. versenkten Schiffsraums (=etma 970 000 Tonnen LaDefähigkeit) auf EnglanDs Ber- forgung aus Ueberfee, wobei immer wieder Daran festgehalten werten muß, Daß sich diese Ziffer aus- schließlich auf Die Operationen Deutscher lieber, wasserstreitkräfte im Atlantik und in überseeischen Gewässern bezieht, also nur einen Bruchteil dessen bedeutet, was England bereits an Gesamttonnage durch die deutsche Blockade verloren hat. In Den vier Jahren Des Weltkrieges rourDen von Deutschen Seestreitkräften in Ueberfee insgesamt etwa 570000 BRT. vernichtet. Hieran waren Deutsche Kriegs- schiffe als HanDelsstörer — Die beiten berühmten Kreuzer „EmDen" unD „Karlsruhe" — nur im Jahre 1914 beteiligt, währenD im weiteren Berlauf Des Krieges ausschließlich Hilfskreuzer als Handelsstörer eingesetzt wurden. Die rege Tätigkeit deutscher Kriegsschiffe in Ueberfee hat Der englischen Schiff- fahrt somit in Den ersten 1% Jahren dieses Krieges schon erheblich höhere Verluste beige- bracht als im gesamten Verlauf des Weltkrieges.
Wir wissen, Daß dies erst ein Anfang ist und der zermürbende Handelskrieg, den unsere Seekrieg- füftrung, wie schon Die letzten Tage gezeigt haben, mit kombinierten Waffen führt, erst im Frühjahr sich voll entfalten wird Auch in London ahnt man, was der Insel bevorsteht, und wenn heute.noch die britischen Plutokraten zwischen blasser Furcht vor dem Kommenden und sturer Ueberheblichkett hin und her schwanken, so erklärt sich Das aus Dem
lojigreir. ess geigt pcy nämlich, Daß Dieses Vermögen Zwar buchstaltungsmäfttg vorhanden, in Wirklichkeit aber nicht sehr viel mehr ist als eine Schuldverpslich- tung des Reiches an Die Versicherungsträger. Produktives Kapital sei die Parole, also Arbeit. Die Bermogensanlage in Der Praduktions- wirtschaft sei aber Den Sozialversicherungsträgern mit Recht verboten. Wirtschaftlich bedeute jedoch Die Mündelsicherheit Der Geldanlage nichts anderes, als Daft Die Kapitalien sich in Der sicheren Etappe statt an Der Front des wirtschaftlichen Aufbaues aufhal- ten. Die volkswirtschaftliche Kapitalbildung habe nicht Den müntelsicheren Etappenweg über Das Vermögen Der Sozialversicherung, sondern Den arbeitsreichen unD risikovollen über bie Pr oduk- tio ns wirtschaft zu gehen. Aus Dem (Ertrag Der Produktion flössen dann Die Mittel 3 u r f o zi a len Versorgung Des Volkes. Das 3iel fei eine Wirtschaft, Die aus dem reichen (Ertrag ter Arbeit Die Schaffenden, ihre Kinder und ihre Ettern anständig und auskömmlich versorgt. Auf Diesem Wege werde es endlich gelingen, auch ben unheilvollen Zwiespalt zwischen Kapital und Arbell 311 überwinden.
Rudolf Heß bei der OAH.
k B e rl t n, 14. Febr. (DNB.) Der Stellvertreter tes Führers besuchte in Begleitung des Oberbe- fehlsleiters Friedrichs, die Berliner Dienststelle Des ßeiters ter DAF., Reichsorganisationsletter Dr. Ley. Im Amt für Berufserziehung und Betriebs- fuhrung ließ er sich durch Prof. Dr. Arnhold und Amtsletter Bremhorst Vortrag halten. Besondere Aufmerksamkeit widmete Rudolf Heß den Darlegun- gen Dr. Leys über die Einfachst-Schulung, Die entwickelt murte, um Die Lücke zwischen Schule und Beruf zu schließen. Nach interessanten technischen Ausführungen Prof. Porsches, des Konstrukteurs des Vollwagens, berichtete Dr. Laf ferentz in Der Dienststelle des Volkswagenwerkes über die Arbeitsgebiete ter NSG „Kraft Durch Freude', wobei die Truppenbetreuung, der Bau der Sol- hitenheime und Das Volksbildttngswerk den viel- eiligen Kriegseinsatz von „Kraft durch Freude" erkennen ließ.
„Tag der Deutschen Polizei."
Berlin, 13. Febr. (DNB.) Das Pragvamm des „Tages ter Deutschen Polizei" wird durch eine Reichssendung des Rundfunks am Samstaqnachmit- tag von 16 bis 18 Uhr eröffnet werten. Zwei Musikkorps Der Polizei, Das Trompeterkorps ter Poli- zeireitstaffel unD Die Sängergruppe eines Polizei- bataillons werten unter Der Stabführung Des Mu- silmspizienten ter OrDnunaspolizei Major Schier- m a nJJ 'i.ncu€ Märsche uno Bieter zu Gehör bringen. MahrenD Des Konzertes sprechen Der Chef der Ordnungspolizei, General Daluege und Ehef Der Sicherheitspolizei, ^-Gruppenführer Heydrich über Den Kriegseinsatz der deutschen Polizei.
Der ire'chsmarschall stiftet eine Frontflugipange.
^.Berlin. 14. Febr. (DNB.» AI« sichtbar» Z-I- chen Der Anerkennung für Bewährung beim Front- Einsatz in der Luft, zualeich als Ansporn zu höchster Pflichterfüllung vor dem Feind hat ter Reichsmarschall Die Frontflugspange für fliegendes Jßerfonal gestiftet. Die Frontfluaspange für 3fl 0 e r ist eine massive Eichenlaubspange, mit
Lorbeerkranz, in welchem ein Pfeil eings- s*ht ist. Die Frontflugspange für ÄempfflU*
einst Roosevelts Nebenbuhler im Wahlkampf, Den
Der Präsident auf eine (ErfunDungsreife nach Eng- auch ein neuer Beweis Dafür, wie man in Washing- lanD gesandt hatte, um die JnDustriellen-Kreise Der j ton hinter Dem Vorhang Der England-Hilfe in erster Republikaner für feine Englandpolitik zu erwär- Linie die eigene-Aufrüstung voranzutreiben bemüht men, ist anscheinend mit festen Vorstellungen von 1 ist, um im Augenblick der britischen Katastrophe aus Der Schwäche Der britischen Machtstellung nach Dem Zusamenbruch Des Empire alles an sich zu Washington zurückgekehrt, Denn er hat sich hier raffen, was man für wert halt, Das Haus Des ame« Zum warmen Fürsprecher der englischen Wünsche rikanischen Imperialismus Damit auszustatten. Die gemacht, Die als dringlichste Hilfe die lleberlaffung Amerikaner Denken also zuerst an sich unD haben von weiteren Zerstörern fordern, um die Lücken; bereits sehr kühl und nüchtern in Rechnung ge- auszufüllen, Die Die schneidigen deutschen Angriffe stellt, daß ihre Hilfe für England doch zu spät kom- im britischen Geleitzugsystem unaufhörlich reißen, men könnte. Dr. Fr. W. Lange.
Aber Willkie ist mit diesem Verlangen auf ten un-1 --------
baren ober unmittelbaren Verzicht auf Gewinne, Die vor der Gemeinschaft nicht zu vertreten seien, könne jeder zur Verstärkung unserer Wirtschaft beitragen. Gewinne, die ein vernünftiges Maß übersteigen, seien in Kriegszeiten nicht zu rechtfer- tigen. Es liege ihm daran, daß der Prvouzent und ter Handel aus sich selbst heraus sich mit einem Gewinn bescheiden, Der vor Der Gemeinschaft Des Volkes vertreten werden könne. Ihnen müsse gewiß so viel Verdienst zugebilligt werden, wie der Betrieb zu seiner gesunden Entwicklung gebrauche. Was aber darüber hinausgehe, müsse in die Volkswirtschaft zurückfließen, um da einen Ausgleich in der Preisbildung zu schaffen, wo es Not tue.
Or.Ley zur Altersversorgung.
In einem Aufsatz über das kommende Attersver» forgungsroerf weist Reichsoraanffationsleiter Dr. Ley im „Angriff" Darauf hin, Daß der Staat damit endgültig uno uneingeschränkt Die Versoraungspflicht übernimmt, die er früher auf die Verficht- träger abgewälzt hat. Er versorgt alle Volksgenossen nach den für politisch richtig und sozial gerecht gehaltenen Grundsätzen. Die Versicherunas- träger sind Damit überflüssig geworden. Auf Die mit ihrer Verwaltung beschäftigten Volksgenossen warten andere dringende Ausgaben. Das an- gesammelte Vermögen erweist jetzt seine ganze Sinn-
„Zur Frage der Gewinnadschöpfung er- klarte der Reichskommissar, daß das erste Kriegs- iahr sich weit vorteilhafter angelassen habe, als all- gemein -oorausgesehen wurde. Es stehe fest, daß Die Erträgnisse generell als sehr günstig angeleben merDen konnten. Demgegenüber stehe aber / v -v- auch fest, daß sich aus Den erwähnten Gründen die
uns aufgezwun- Versorgungsoerhältnisse bei einzelnen Verbrauchs- laft habe vor ihr ganzes gütem schwieriger gestattet hätten. Durch mittefr


