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Samstag, U. / Sonntag, 15. Juni 1941

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Von unserem Mün.-Berichterstatter.

Der Flottenchef Lldmiral

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Bei Versuchen des Feindes, nach Norwegen ein­zufliegen, schossen Jäger zwei britische Kampfflug­flugzeuge ab. Der Feind warf in der letzten Nacht an verschiedenen Orten Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben, durch die mehrere Zivilpersonen getötet oder verletzt wurden. Einige Wohngebäude wurden zerstört oder beschädigt. Brände konnten durch den Sicherheits- und Hilfsdienst und durch den Werkluftschuh schnell gelöscht werden. Nacht­jäger und Flakartillerie schossen vier der angreifen- den Flugzeuge ab.

In der Zeit vom 9. bis 12. Juni verlor der Feind zusammen 3 7 Flugzeuge, hiervon wurden 26 durch Nachtjäger und im Lustkampf, sieben durch Flakartillerie und vier durch Einheiten der Kriegs­marine abgeschossen, während der gleichen Zeit gin­gen sieben eigene Flugzeuge verloren.

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lerei, Kleinkunst oder Kunschandwerk. Im Oberge­schoß liegen die Aufenchaltsräume für die Besucher, die ebenfalls mit deutschen kunstgewerblichen Ar­beiten ausgeschmückt sind, und die Bibliothek, die gleichzeitig als Bortragssaal benutzt werden kann. Sie schmückt ein Wandgemälde des Wiener Pro­fessors Kitt, das Walther von der Vogelweide darstellt. Daneben erscheint das Wappen Wolfram von Eschenbachs, als Hinweis auf den Beginn der deutsch-spanischen Beziehungen im Mittelalter. So ist das deutsche Kulturinstitut, das von einem deut­schen und spanischen Architekten entworfen und ein­gerichtet wurde, schon im Aufbau ein Ausdruck der gemeinsamen Kulturarbeit, der es dienen soll.

Genf, 13. Juni. (DNB.) Wie aus Vichy ge­meldet wird, hat sich nach dem Bericht des französi­schen Kriegsministeriums vom Freitagabend im Laufe der letzten 24 Stunden der Druck der briti­schen und gaullistischen Streitkräfte auf allen Front­abschnitten SyrienLibanons ohne bedeutende Er­gebnisse v e r st ä r k t. In der Küstengegend habe der Gegner, dank der ständigen Unterstützung sei­ner noch verstärkten Seestreitmacht, mit Infanterie und Kampfwagen am Donnerstagabend bis in die Nähe von Saida vordringen können, wo die französischen Streitkräfte nach wie vor stand­hielten. In der Gegend von Merdjayoun und Has- baya hätten kanadische Truppen im Laufe des Nach­mittags ihren Angriff erneuert. Sie hät­ten in einer Vorpostenstellung Fuß fassen können, seien aber sonst überall aufgehalten worden. Die feindliche Luftwaffe habe erneut in mehreren An­griffen den Hafen von Beirut in der Nacht zum 13. Juni bombardiert. Ein motorisierter eng­lischer Angriff an der Libanon-Küste ist durch Fremdenlegionäre, die hassanya halten, zurück- geschlagen worden. Zeitweise zersprengte alge­rische Einheiten konnten sich in der Nacht wieder sammeln. Die zuversichtliche Stimmung der Trup­

pen hält an.

Im übrigen hebt man hervor, daß der englische Vormarsch 'nach sechstägigen Kämpfen ni£xu~ als 80 Kilometer beträgt. Das gilt für den Abschnitt längs der Straße nach Damaskus, wo im übrigen nur schwache französische Vorposten standen, die den Auftrag hatten, kämpfend zurückzugehen und sich auf die Hauptwiderstandslinie vor Damaskus zurückzuziehen. Zwischen Tyrus und Saida ge­langten die Engländer trotz stärkster Artillerieunter­stützung ihrer Kriegsschiffe in vier Tagen nur etwa 25 Kilometer vorwärts.

Oer Wehrmachtbericht.

Berlin, 13. Juni. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Handelskrieg gegen Großbritannien er­zielte die Luftwaffe erneut Erfolge. Kampfflugzeuge versenkten im St.-Georgs-Kanal vier bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit zusammen 28 000 BRT. und beschädigten im gleichen Leegebiet und an der schottischen Ostküste vier weitere große Frachter.

Leichte Kampfflugzeuge griffen in der letzten Nacht mehrere Flugplätze in Süd- und Wittelengland mit guter Wirkung an und schossen hierbei zwei mehrmotorige britische Flugzeuge ab.

Im Wittelmeerraum war ein Angriff der deutschen Luftwaffe auf Haifa in der Nacht zum 12. Juni besonders erfolgreich.

hat beim Untergang des SchlachtschiffesBismarck" den Heldentod gefunden. Zu seinem Nachfolger hat der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht den bisherigen Chef des Stabes der Seekriegslei- tung, Admiral Schniewind (rechts) ernannt. (Scherl-Bildarchiv-M.) Schniewind wurde 1887 geboren und trat 1907 in die Kaiserliche Marine ein. Er tat zu Beginn des Weltkrieges Dienst auf dem TorpedobootS 24". 1917 wurde er Kommandant in der VII. Torpedobootsflottille, später Flaggoffi­zier und 1918 Kommandant vonS 138". Als Ka­pitän zur See befehligte Schniewind dann den KreuzerKöln" und wurde 1934 Chef des Bil­dungswesens der Marine. 1937 kam er in das da­malige Reichskriegsministerium als Chef des Ma­rinewehramtes, wurde 1937 Konteradmiral und 1939 Vizeadmiral. Bei Kriegsausbruch war er Chef des Stabes der Seekriegsleitung. Am 1. September 1940 erfolgte seine Ernennung zum Admiral, nachdem ihm am 24. April 1940 vom Führer das Ritter­kreuz verliehen worden war als Anerkennung für seine Leistungen bei der Planung und Leitung der Seeoperationen.

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Huntziger an dieDevölkerungSyriens

Vichy, 13. Juni. (DNB.) Der französische Str i e g s m i n i_fte r General Huntziger dichtete im Namen Marschall Petains einen Aufruf an die jy-

Mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet

Berlin, 13. Juni. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh dem Kapitänleutnant Herbert Schultze, Kommandant eines Unterseebootes, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und übermitelte ihm folgendes Telegramm:

In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich der Versenkung von 200 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes als 15. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

gez. Adolf Hitler."

Wie im Bericht des Oberkommandos der Wehr­macht mitgeteilt, hat Kapitänleutnant Herbert Schultze eine Versenkungsziffer von 200 000 BRT. überschritten, hierzu erfahren wir, daß dieser er­folgreiche U-Bootskommandant insgesamt 29 feind­liche Handelsschiffe mit 202 500 BRT. versenkte.

Schultze ist 31 Jahre alt, er stammt aus Kiel, wo sein Vater Fregattenkapitän war. Schultze machte die planmäßige Seeoffizierslaufbahn durch mit) nahm an zwei Auslandsausbildungsreisen auf den KreuzernEmden" undKarlsruhe" teil, die ihn zweimal um die Welt führten. Seit 1937 dient er

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Die Lage in Syrien.

Verstärkter britischer Druck an allen Fronten.

Wie schon ausführlich gemeldet, empfing der Führer im Führerbau in München den rumänischen Staats­führer General Antonescu. Der Führer geleitet hier seinen Gast an den Kraftwagen. In der zweiten Reihe (von rechts) Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop, Generalfeldmarschall Keitel und Gesandter Dr. Schmid t (Presse-Hofsmann-M^

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Flugzeuge wurde von unserer Luftwaffe abge­schossen.

In N o r d a f r i k a an der Tobruk-Front beider­seitige Artillerietätigkeit. Verbände unserer Sturz­kampfflieger haben Stellungen, Luftabwehrbatterien, Barackenlager und Truppen bei Tobruk wiederholt bombardiert. Eine Batterie erhielt einen Volltreffer. Weiterhin wurden Brände und Explosionen beob­achtet. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurück­gekehrt.

Feindliche Flugzeuge haben erneut einige Bomben auf Bengasi und benachbarte Ortschaften abge­worfen.

In Ostafrika sind am Morgen des 11. Juni anglo-indische Flottenstreitkräfte vor Assab erschie­nen und haben die bereits von unseren Truppen geräumte Stadt bombardiert und besetzt. Im Ab­schnitt von G o n d a r wurden Angriffsversuche gegen unsere Stellungen von U o l ch e f i t glatt ab­gewiesen, die feindlichen Verluste belaufen sich auf mehrere hundert Mann. Weitere feindliche Forma­tionen haben, von Bomben- und MG.-Angriffen der Luftwaffe unterstützt, unsere Garnison von De­bra Tabor mit starken Kräften angegriffen. Sie wurden zurückgewiesen, nach Gegenangriffen ver­folgt und von unseren Jägern mit MG.-Feuer be­legt. Im Gebiet von Galla und <5tb am o neh­men die Bewegungen unserer Truppen ihren Fort­gang, die mit beweglichen Kolonnen bei Gegen­angriffen dem Feind beträchtliche Verluste zufügten.

Antonescu beim Führer.

Bier Handelsschiffe mit 28000 BRT. versenkt

Der Feind verlor vom 9. bis 42. Zum 37 Flugzeuge.

Postscheck 11686 Frankk^M. vrühlsche UniversttAsdruckerei 8. Lange

Sieg an allen Fronten.

Der zusammenfassende Bericht des Oberkomman­dos der Wehrmacht über die deutsche Kriegführung gegen England in den ersten Monaten des Kriegs­jahres 1941, den der Führer in seiner letzten gro­ßen Rede vor dem Reichstag am 4. Mai anae- kündigt hatte, liegt nun der Öffentlichkeit vor. In der harten, knappen Sprache des Soldaten gibt er ein klares Bild der großen deutschen Waffenerfolge auch in diesem Abschnitt des Krieges- Er vermeidet bei allem berechtigten Stolz auf die Leistungen der deutschen Wehrmacht und bei allem nicht minder berechtigten Selbstbewußtsein ebenso die großen Worte wie er auch keine Ausflüchte und Beschäm, gungen kennt. So wird seine phrasenlose Sachlich­keit, der überzeugendste Beweis für die deutsche Wahrheitsliebe, auch dort ihren Eindruck nicht ver­fehlen, wo man sich am liebsten die Ohren zuhalten möchte vor allem, was aus Deutschland durch den Aether dringt, aber nicht hindern kann, daß die Sprache der Wahrheit ihre Hörer findet und sie zum Nachdenken darüber anregt, ob die Flut von Lügen und Verleumdungen, mit denen Churchill und seine Sendboten in USA. die neuesten Nieder­lagen Englands zu entschuldigen und zu verschleiern suchten, wirklich vor den Tatsachen standhält, die der Bericht des deutschen Oberkommandos mit zwin­gender Logik vor der Weltöffentlichkeit ausbreitet.

Der erste Teil des Berichts, soweit er sich auf den Kampf der deutschen Kriegsmarine und Luft­waffe gegen die britische Insel und ihre Verfor- gungswege in den ersten vier Monaten des Kriegs, jahres 1941 bezieht, schließt unmittelbar an den Halbjahresbericht an, den das Oberkommando der Wehrmacht am 2. Januar 1941 über den Kampf der See- und Luftstreitkräfte gegen England in der Zeit vom Waffenstillstand mit Frankreich bis zum Jahresende erstattet hat. Churchill hat von dieser Zeitspanne einst stohlockend als von derPause" gesprochen, die es England ermöglichen werde, dem deutschen U-Bootkrieg wirkungsvoll zu begegnen und die Schrecken der deutschen Luftangriffe auf die Häfen und Werften, Rüstungs- und Versor­gungszentren der Insel erträglich zu gestalten. Aber die Entwicklung der Schlacht im Atlantik wie des Luftkrieges über der Insel hat ihn bald eines anderen belehrt. Churchill ist immer klein» lauter geworden. Immer häufiger mischt sich in die bombastischen Prahlereien seiner Unterhausreden das Eingeständnis, daß sich Englands Lage auf diesen entscheidenden Kriegsschauplätzen immer mehr zuspitzt. Er befindet sich dabei in einer peinlichen Zwickmühle, die das nervöse Hin und Her der bri-

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der U-Bootwaffe, er gehört also zu den Männern, die über eine vieljährige Erfahrung in dieser Spe­zialwaffe verfügen. Die ihm jetzt zuteil gewordene Auszeichnung ist der Lohn für die kühnen Taten, die er in vielen Fahrten gegen den Feind mit sei­ner Besatzung vollbracht hat.

Der neue Flottenchef.

s stRack^Mck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Madrid, im Juni 1941.

Die kürzlich erfolgte Einweihung des d e u t- |oen Kulturin st ituts in Madrid ist ein Sisdruck der deutsch-spanischen Verbundenheit, nicht ntr im politischen Geschehen, sondern auch im kul- tretten Leben der beiden Völker. Seit Jahrhun- tyrten besteht ein ununterbrochener Strom des Aus- 51(4)65 zwischen Deutschland und Spanien. Unter einem Kaiser vereint, fanden schon im 16. Jahr- jlnbert spanische Sprache und spanische Philosophie Eigang in Deutschland, und im 17. Jahrhundert [itanD bereits eine enge Studienverbindung zwi- tten den Universitäten Gießen und Witten- i> r g und Salamanca. Im 18. Jahrhundert »r Spanien für die Deutschen in Dichtung und jilerei das Land der romantischen Sehnsucht und »füllung. Schon Wolfram von Eschenbach hatte it Parsival die Burg der Gralsritter nach Spa- ri n verlegt. Diese Gedanken werden nun wieder Hendig.

Idaneben setzt die philologische Erforschung Spa- 15 ein. Tieck übersetzte zum erstenmal den Don ljote, Schlegel übertrug Calderon, Grillparzer b eingehende Studien über Lope de Vega. Her- sammelte in feinen Stimmen der Völker spani- Volkslieder und E. Th. A. Hoffmann bemühte um die Aufführung spanischer Klassiker auf tschen Bühnen und sogar Goethe inszenierte mit höpsender Mühe Calderon im Hoftheater von imar. Später halfen Humboldt und Schack für Verbreitung der Kenntnis Spaniens in Deutsch- d.

-Mi der heutigen Zeit haben die Arbeiten deut- schr Romanisten, wie Schulten, Jessen, Kehrer, firiger und Voßler, um nur einige der bekann­teren zu nennen, wertvollste Arbeit auf dem Gebiet lr spanischen Vorgeschichte, der Literatur, der Lauche und der Kunst geleistet. Die großen spani­sch ii Dramatiker Calderon und Lope de Vega er- IMen eine Renaissance auf deutschen Bühnen, wie ||t die spanischen Theater selbst nicht aufzuweisen IM en. Die von Hans Schlegel übertragenen und Itoirarbeiteten Stücke wurden in den vergangenen rr Jahren über tausend Mal aufgeführt das ist ine Zahl, die in der Welt ohne Beispiel da- l'e t Ja, es ist sogar so, daß die deutschen Büh- rÄiÜberarbeitungen spanischer Klassiker von den intern für spanische Ausführungen rückübernom- Mii wurden.

» Umgekehrt hat auch Spanien stets einen Strom htjdjer Kultur in sich ausgenommen. Er zeigt sich, & ein Beispiel aus der Architektur zu nennen, im Morial, dem Paläste Philipps II. und der heutigen ^ionalen Weihestätte Spaniens, der im Stil und Dieberung oberdeutsches Renaissancegepräge zeigt, ihr in der Kathedrale von Burgos, der schönsten Mischen Kirche Spaniens, die von dem deutschen Mister Hans von Köln gebaut wurde. Zur Zeit M Romantik wurden die romantischen Ideen

General-Anzeiger für Oberhessen ch «ieSen^ulfitaW-«

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rische und libanesische Bevölkerung, worin er sie auffordert, Frankreich treu zu bleiben, ganz gleich, wie der Kampf ausgeht. Syrien und der Libanon erlitten jetzt die Schrecken eines unge­rechten Krieges, der unter allerlei falschen Voraussetzungen entfesselt worden sei. Trotz des großen Mißverhältnisses zwischen Angreifern und Verteidigern leisteten die französischen Truppen mutig Widerstand gegen einen Eindringling, der unter allen möglichen Versprechen nur Gewalt und Elend bringe. Angesichts der Ereignisse könne er die Bevölkerung der Levante nur auf­fordern, ihren Glauben an Frankreich zu bewahren.

Frontkämpferlegion Madagaskars hinter petain.

Vichy, 13. Juni. (DNB.) ,/Die Legion Mada­gaskar versichert, schrankenlos zu der Person und 3um Werk des Marschalls zu stehen und verurteill jede Dissidenz. Sie bestätigt ihren festen Vorsatz, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln zur Verteidigung der Jntegrität des fran­zösischen Kolonialreiches beantragen." Diese Botschaft übermittelte der Präsident der fran­zösischen Frontkämpferlegion auf Madagaskar dem Generalgouverneur Madagaskars, Armand L4on Anet.

Oer italienische Bericht.

Rom, 13. Juni. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:

Unsere Jäger haben am Donnerstag in heftigen Luftkämpfen über Malta acht Hurricane ab» geschossen. Ein Sanitätswasserflugzeug wurde, ob­wohl es deutlich sichtbar die internationalen Ab­zeichen des Roten Kreuzes trug, von fünf englischen Jägern angegriffen, zum Wassern gezwungen und noch nachttäglich mit MG.-Feuer belegt. Außer dem Sanitätsflugzeug fehlen zwei unserer Jagdflugzeuge.

Im Aegä.ischeu Meer haben englische Flug­zeuge die Insel Rhodos bombardier^ Ein feindliches

Hh ichtheit seiner Linien. Die Innenausstattung ist deutschen Entwürfen in Spanien aus spa- irci.en Hölzern und anderen spanischen Materialien arg-fertigt worden. In ihrer schlichten Formschon- h i Zweckmäßigkeit und Gemütlichkeit^ erweckt )ie bi> unverhohlene Bewunderung der Spanier, Die bcs deutsche Kulturinstitut bereits das Des ghn Geschmacks" nennen. Im unteren Geschoß ve- ftii-t sich eine Halle, in der Zeitschriften ausliegen e die Arbeitsräume der Leiter des

lln Gang mit Glasoitrinen zeigt laufend Ausstei- iiB;.en deutscher Kunst, sei es nun Graphik, Ma-

fll. Jahrgang Ur. 159 ! -Erscheint täglich, außer z «Sonntags und feiertags

Beilagen:

Gießener Familienblätter ; Heimat unBild DieScholle

Bezugspreis:

Aüschlands durch Die ZeitschriftDer Europäer" n Spanien verbreitet, die viel gelesen wurde, und in Valencia erschien eine Sammlung der besten dr.tschen Romane und Novellen. Freilich war die Wrchdringung Spaniens mit deutschem Geistesgut bflials nicht so eingehend wie umgekehrt. In der )i lsiten Zeit jedoch haben der Rekordbesuch der eschen Buchausstellung und Der kurz Darauf« st! enden deutschen Presseausstellung in Madrid Barcelona das außerordentüche Interesse Der sanier am deutschen Geistesleben bewiesen. Der i^tausch von Professoren und die regelmäßigen le-anftaltungen deutscher Musik sind im letzten , »hr zu einer festen Einrichtung geworden. Zahl- «»rinneöI jfee Studienreisen der Jugend, der Studenten und I Air Kreise Des tätigen Lebens vertiefen weiterhin nraert gegenseitige Kenntnis.

J !||2He diese Arbeiten der kulturellen Durchdringung Itr beiden Länder sollen von nun an von dem Datschen Kultur in st itut in Madrid !jb Zentralstelle geleitet werden. Das Institut glic-

Ir. sich in Drei Abteilungen, eine wissenschaftliche, für Den Austausch unD eine sprachliche. Die Wenschaftliche Abteilung hat Die Aufgabe, alle Ingen Der deutsch-spanischen Kulturbeziehungen L untersuchen und Die Spanier m allen Fragen ife Studiums deutscher Wissenschaften zu beraten. $<i<r der Abteilung sowie des ganzen Institutes i der Direktor des romanischen Seminars Der liDerfität Münster, der bekannte Hispanist Proi.

H e i n e r m a n n. Die Austauschabteilung be» sich mit allen Fragen Des Austausches von Eiidenten und Professoren, Der Organisation von Erträgen u. ä Die Sprachabteilung hat die Auf- ;|b;, das Sprachstudium Des Deutschen zu förDern. jBe untersteht unmittelbar Der Deutschen Akademie ir München Allen drei Abteilungen gemeinsam ist im Bibliothek von über 6000 Bänden aus allen Q?iüeten des deutschen Geisteslebens. Diese= die auch Den in Spanien ansässigen Deutschen Äir Verfügung steht, hilft einem Mangel an Deut« IDe» Nachschlagewerken ab, Der umso schwerer ftii'funDen rourDe, als während Des Bürgerkrieges d-r größte Teil Der deutschen Bücher Der Unioer» stäsbibliothek ebenso wie Die deutschen Bucher in Bietern Besitz verloren gingen.

les neue deutsche Kulturinstitut liegt an Der skoasten Parkstraße MaDriDs. Es ist tm neiie.n d-irfchen Baustil gehalten unD wirkt Durch Die i Hh ichtheit seiner Linien. Die Innenausstattung ist