von der Zuteilung von Riete für die Ziegen und die Jungtiere und von der Körung der Jungböcke und Zuchtlämmer. Vorstandsmitalled P h i li p p i gab dem Bedauern darüber Ausdruck, daß es noch Immer Mitglieder gibt, die ungekörte Tiere halten: er forderte restlose Beseitigung der nicht anflekärten Tiere. Alle verkäuflichen Tiere sind dem Tierzuchtamt (ließen zwecks Deckung der großen Nachfrage nach Zuchtmaterial in den neueingegliederten Gebieten zu melden. Der Verein meldete sieben Jungtiere und einige ältere Ziegen, die für die westlichen Aufbaugebiete bestimmt sind.
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♦* NS.-F rauen schäft—Deutsches Frauen- w e r k. Der Gemeinschaftsabend der Ortsgruppe Gießen-Mitte findet nicht am morgigen Donners- tag. 15. Mai. sondern am kommenden Montag. 19. Mai, um 20 Uhr im „Burghof- statt.
** Ein Siebzigjähriger. Am morgigen Donnerstag, 15. Mai, begeht der Schuhmachermeister Valentin Röhrig. Auf der Bach wohnhaft, in n;r und körperlicher Frische seinen 70. Geburts- em Jubilar gilt auch unser herzlicher Glück- wunfch zu seinem Geburtstage und für einen schönen Lebensabend.
Amtsgericht Gießen.
Am 9. Dezember v. I. transportierte ein Mann aus G. zusammen mit einem Polen ein Rind von Bettenhausen bei Lich. um es nach Lana-Güns zu bringen. Offenbar infolge Ermiidung durch den weiten Weg blieb das Tier bei Grünlngen stehen und war nicht zum Weitermarsch zu bewegen. Anstatt mit dem Tier Geduld zu haben und ihm Zeit zur Erholung zu geben, schlugen der jetzige Angeklagte G. Sch. aus G. und der Pole so rücksichtslos auf das arme Tier ein, daß noch nach der Schlachtung Blutungen im Unterhautfettgewebe und in der Muskulatur von dem Beschau-Tierarzt festgestellt wurden. Durch diese Mißhandlungen war das Rind gequält und ihm erhebliche, unnötige Schmerzen bereitet worden. Deshalb wurde gegen den G. Sch. aus G. ein Strafbefehl über 2 Wochen Gefängnis erlassen. Diese Strafe erschien ihm zu hoch, so daß er dagegen Einspruch einlegte. In der gestrigen Verhandlung vor dem Amtsgericht Gießen hatte er damit aber kein Glück. Der Anklagevertreter be- zeichnete ihn auf Grund der Beweisaufnahme als der Tierquälerei schuldig. Er beantragte als Strafe zwei Wochen Gefängnis, auf die das Ge« rieht auch erkannte. Für die Beteiligung des Polen an den Mißhandlungen des Tieres war der Angeklagte mit verantwortlich.__________________________
Oie letzte Kartoffel ist auszunutzen!
Em Appell des Landesbauernführers.
Der Leiter des Landesernährungsamtes Hessen-Nassau, Landesbauernführer Dr. Wagner, richtet an die Verbraucher Nachfolgen- den Appell:
Die Kartoffeleinkellerung seitens der Verbraucher, die vor allem in den Großstädten in den zurückli- genden Jahren sehr zu wünschen übrig ließ, kam erfreulicherweise im verflossenen Herbst wieder zur Geltung.
Um größere Verluste zu vermeiden, sind die Kar« löffeln nunmehr abzukeimen und ordnungsgemäß auszulesen. Weiter ist zu überprüfen, ob Der vor- hanbene Vorrat bis zum Beginn der Frühkartoffelernte. die in diesem Jahr vor dem 1. Juli kaum einsetzen dürfte, ausreicht. Werden noch Kartoffeln benötigt, so ist es jetzt die höchste Zeit, die fehlenden Mengen sofort zu besorgen. Von einem späte- ren Bezug ist mit dem Fortschreiten der wärmeren Witterung unbedingt abzuraten, da bei späterem
Bezug die Grau- oder Schwarzfleckigkeit kaum zu vermeiden ist. Diese Krankheit, die ein Verfärbung der Kartoffel hervorruft, die äußerlich jedoch nicht feststellbar ist, macht sich vor allem beim Kochen unangenehm bemerkbar.
Da zur Zeit Kartoffeln genügend zur Verfügung stehen, liegt es also im ureigensten Interesse des Verbrauchers, entweder bei dem zuständigen Handel, oder aber unmittelbar bei dem Erzeuger die noch fehlenden Mengen zu besorgen. Dringend ist jedoch davor zu warnen, über den Bedarf hinausgebende Mengen zu lagern, da es unoerantroort- lich wäre, auch nur ein Pfund Kartoffeln verderben zu lassen.
Um die über den bis zur neuen Ernte bestehenden Bedarf beim Verbraucher eingelagerten Kar- toffelmengen vor dem Verderb zu bewahren, wird empfohlen, diese Mengen jetzt an Nachbarn ober Gaststätten zum Verkauf zu bringen.
Eine Mahnung an die Heimat.
Warum unzustellbare und unanbringliche Feldpostsendungen?
In den Nachforschungsstellen der Postsammei, stellen ist täglich zu beobachten, daß eine sehr große Anzahl von Feldpostsendungen unzustellbar und unanbringlich wird. Oft ist in erster Lmie der Absender selbst daran schuld, daß seine Sendungen den Empfänger nicht erreichen können, indem er die Vorschriften über die Beschaffenheit der Feld- postfendungen nicht gehörig beachtet.
Hin und wieder fehlt ble Anschrift ganz, oft ist sie unvollständig ober unrichtig, ober es fehlt die Angabe bes Dienstgrabes. Die Anschrift ist mit Bleistift, blassem Tinten- ober Farbstift nieberge- schrieben, besonders auf Päckchen ist sie deshalb oft undeutlich und nicht lesbar, weil sie leicht verwischt wild. In vielen Fällen fehlt Die Feldpostnummer ganz, sie ist unvollständig ober falsch, besteht aus weniger ober aus mehr als 5 Ziffern; ble Zahlen sinb umgestellt, bie Nullen stehen an unrichtiger Stelle. Dann sinb die Zahlen sehr unbeut- lich geschrieben Im weiteren fehlen bei Einheiten die Zusätze L ober M, während bei anderen Sendungen diese Zusäs^ unrichtig hinzugefügt werden. Auf Sendungen an Ersatztruppenteile ober Landes- schützen. und Grenzschutzeinheiten fehlen die An-
gaben der Abholämter, die Namen dieser Aemter sind oft unvollständig oder auch falsch abgekürzt.
Oft ist auch die schlechte Verpackung an der Un- zustellbarkeit der Sendungen schuld. So sieht man ehr häufig dünne Briefumschläge, bie Zigaretten, chachteln enthalten. Auch Päckchen sinb oft mit so chwachem Derpackungsstoff verpackt, baß bie Um- hüüungen zerbrückt werden ober zerreißen, ber In- yalt herausfällt unb sich nicht mehr feststellen läßt, in welche Sendung er gehört. Nicht selten gehen Teile ber Umhüllung verloren, so baß hierdurch bie Anschrift unvollstänDig wird. Bei Zeitungen und Zeitschriften werben leicht zerreihbare Streifbänder so schlecht umgelegt, baß sie entzwei unb Teile der Anscyrift verloren gehen. Durch Derwenbung von zuviel Kleister kleben einzelne Zeitungen zusammen, und beim Auseinandernehmen werden die An- schriften abgerissen unb undeutlich. Sendungen werben unanbringlid), wenn sie weber bem Empfänger infolge ber geschilderten Mängel zugestellt, noch bem Absender zurückgegeben werben können, weil er nicht seine genaue Anschrift angegeben hat.
Um bie Unzustellbarkeit unb Unanbringlichkeit der Päckchen zu verhindern, ist den Absendern immer
wieder empfohlen worden, Zettel oder Feldvostkar- ten mit der vollständigen und deutlichen Angabtz des Empfängers und Absenders einzulegen.
Vorschußverein Grünberg.
Orünberg, 12. Mai. Der Vorschuß, verein Grünberg hielt am Samstaa im „Hessischen Hof" seine Hauptversammluna ab. Vorstandsmitglied Müller erstattete den Geschäftsbericht für das Jahr 1940. Er konnte auf eine weitere günstige Entwicklung der Kasse Hinweisen. So weisen die wich, tigsten Posten durchweg Erhöhungen gegenüber bem Vorjahre auf: Bilanzsumme 1 292 745,62 RM. (1 076131,21 RM ), Umsatz 14 Mill. (13 Mill.), Spareinlagen unb Gelber in laufenber Rechnung 1 054 664,34 RM. (840 545,04 RM.), bie flüssigen Mittel 752 435,35 RM. (484 020,62 RM). Der starke Zugang an Spargelbern konnte wegen ber geringen Krebitansprüche burchweg in Wertpapieren angelegt werben, bie einen Stand von 626 277,24 RM. (370 576,24 RM.) aufweifen. Als Zeichen ber besseren wirtschaftlichen Lage ist ber Rückgang ber Krebite von 594 723,45 RM. auf 535 990,17 RM. anzusehen. Der Vorsitzenbe bes Aufsichtsrats, Fabrikant Heinrich S ch m i b t II., berichtete über bis Tätigkeit bes Aufsichtsrates. Der Jahresabschluß würbe genehmigt unb Vorstanb unb Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Die Verteilung bes Reingewinns von 5010,73 RM. würbe in ber vorgeschlagenen Weise gutgeheißen. Danach gelangen, wie im Vorjahre, wieber 5 v. H. Dioibenbe auf die berechtigten Guthaben mit 4132,40 RM. zur Verteilung, wäh- renb 470 RM. zur gesetzlichen Rücklage kommen unb 408,33 RM. auf neue Rechnung ooraetragen werben. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder bes Aufsichtsrates, Karl Büttel, Heinrich Ehr. S ch m i b t unb Julius Von-Eiff würben roieber- gewählt. Es würbe beschlossen, in Zukunft von neu- elntretenben Genossen kein Eintrittsgelb — seither 5 RM. — zu erheben. Vorstanbsmitglieb Müller wies noch barauf hin, baß auf Wunsch ber Deutschen Genossenschaftsbank in nächster Zeit wohl eine Na- mensänberung ber Kasse in „Volksbank" erfolgen werbe. Nach cmschließenben Worten des Ortsgruppenleiters Schütz, ber bie Bebeutung ber Kasse für bie wirtschaftliche Entwicklung (Brünbergs hervorhod und ihre gute Leitung würdigte, schloß Vorstandsmitglied M ü.I l e r die Versammlung mit dem Gedenken an den Führer.
Verdunkelungszett
14. Mai von 21.09 bis 5.28 Uhr.
4 Fehler in einem Haushalt
Welche siud's?
tonnen (Sie beurteilen, um welche Fehler es sich hier handelt? Ditte, sehen Sie da» Bild an. Würden Sie so, wie in diese» 9311b, von oben in manche Haushalte hineinsehen, so würben Sie häufig folgenbe» entdecken: ee gibt deute immer
noch Frauen, die glauben, sie könnten Schmutzflecke auf Fußböden, an Türen ober Fensterbrettern nur mit Seife wegdringen, so wie bei Bild l. Andere Frauen bearbeiten stark verschmutzte Acbeit»- sochen auf dem Waschbrett mit Bürste und Seife (Bild 2), obwohl e» dafür viel einfachere Mittel gibt. Und wa» macht der Mann in Bild 3? Gedankenvoll hat er die Badewanne volllaufen lassen und merkt gar nicht, bah da» Wasser da» Selftinäpfchen überflutet. Außer- dem hat er schon •/» Stück Seife verbraucht, um den Olschmutz von feinen Fingern zu kriegen, und er wlll gar nicht weggehen.
6ft e» auch notwendig, für stark verschmutzte Derufssachen unbedingt Seife zu verwenden? Bein, viel schneller geht'» mit einem guten, fettlösenden Reini
gungvmittel, da» den zähen, festgekitteten und fetthaltigen Schmutz, wie er sich in Fleischer- unb Däckerwäsche, in Monteur- unb Schlosseranzügen befinbet, viel besser löst. Selbst ganz hartnäckig haftender Schmutz wird auf diese Weise viel schneller gelöst al» mit Seife, unb babei schont man noch das Gewebe. Man braucht keine Wurzelbürste und kein Waschbrett. Man weicht zunächst gründlich ein (Metzger- unb Bäckersachen mit blut- und eiweißhaltigen Flecken werden In lauwarmer Lösung eingeweicht), hinterher wird In frischer Lösung gekocht. So spart man Seife unb Waschpulver für die bessere tzauvhaltwäsche!
Schäumt Ohre Waschlauge schlecht? Dann verbrauchen Sie zuviel Seife, denn Sie müssen zu lange reiben, bi» t» Schaum gibt. Aber meist liegt die
Ursache gar nicht an der Seife, fonbetff am Wasser. Da» Wasser enthält zu viels Kalk. Kalk läßt bie Seife schwev schäumen. Kalk vernichtet Seife. Beß hartem, kalkhaltigem Wasser werbet» In einem mittelgroßen Kessel bi» i/4 93funb Seife unwirksam. Wem» Sie also Seife unb Waschpulver sparet« wollen, machen Sie bo» Wasser vorher weich. Man verrührt dazu am Aden- vor dem Waschen einige Hantwolß Dleichsoda im Kessel und läßt das Wasser bis zum nächsten Morgen stehen. So wird e» über Nacht wundervoll weich. 2lm nächsten Morgen brauch» man nur noch einen Teil der Waschpuloermenge, die man sonst nötig hat. Mit anderen Worten: man kommt mit der gleichen Menge Waschpulver viel weiter al» sonst!
Nachruf,
Unser Senior und Ehrenmitglied
Oekonomierat Karl Hoffmann
ist nm 12. d. M. in die ewigen Jagdgründe hin tibergewechselt. Mit ihm ist einer unserer Besten von uns gegangen. Seit vielen Jahren hat er in treuer Mitarbeit an dem Aufbau unseres „Hubertus-Gießen“ und jetzigen Gcbr.-Hundeverein Oberhessen den verdienstvollsten Anteil bewiesen.
Wir werden ihn nie vergessen.
Gebr.'Hundeverein Oberhessen.
A. Pascoe, Obmann.
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