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Gießener Gtadttheater.
Paul van der Hurk: -Wandlungen der liebe*
Flügel des breiten Fensters.
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Oie Schulzeit -ungünstiger* Geburtsmonate.
Qm Hinblick auf die Verlegung des Schuljahr- beginne sind Anträge gestellt worden, frühentwickelten Kindern, die im Schuljahr 1940 noch nicht schulpflichtig wurden, nach privater Vorbereitung im Schuljahr 1941 die Aufnahme in den zweiten Dolksschullehrgang zu gestatten und Kinder, die erst nach dem 31. August 1941 das sechste Lebensjahr vollenden, bereits im Jahre 1941 zur Schule zuzulassen. Die Unterichtsoerwaltung wird dafür sorgen, daß ein unnötiges Feschalten von ihrem Alter vorausschreitenden Kindern auf der Schule vermieden wird. Es ist jedoch mit Rücksicht auf den in den Jahren 1941 bis 1942 vermehrten Zugang an Schülern und dem durch die Kriegsverhältnisse bedingten Mangel an Lehrkräften und an Schulräumen nicht möglich, diesem Bestreben durch eine Einschulung vorgeschrittener Kinder in das zweite Schuljahr und durch eine vorzeitige Aufnahme der nach dem 31. August 1941 das sechste Lebensjahr vollendenden Kinder Rechnung zu tragen. Den besonders befähigten Kindern ist es möglich, durch „Springen" in den unteren Jahrgängen der Volksschule und durch vorzeitigen lieber- gang auf die weiterführenden Schulen den durch die spätere Einschulung entstehenden Zeitverlust auszugleichen. So werden selbst bei den Neuaufnahmen 1941 und 1942 altersmäßig am ungünstigsten ab- schneidende Kinder, nämlich die Geburtsmonate Juli 1934 ober September 1935 von der Höheren Schule z.B. in einem. Alter von nur 17 Jahren 10 Monaten ober 17 Jahren 8 Monaten abgehen. Lehrer, Schulleiter unb Schulaufsichtsbeamte werben biefen Bestimmungen besondere Aufmerksamkeit zuwenden unb bie Eltern beraten. Darüber hinaus wirb ber Reichsunterrichtsminister prüfen, inwieweit auch burch sonstige Maßnahmen ein rascheres Fortschreiten befähigter Kinber gewährleistet werben kann.
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Da bestätigte auch schon, während ich langsam vorübergehen wollte, eine in Hellen Tonen träl-
eßoy€t--Arzneimittei entstehen in systematischer wissenschaftlicher Arbeit. Die Herstellung wird dauernd sorgfältigst überwacht. Das »Soy^-Kreuz bürgt dafür, daß bei der Herstellung
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41er Wohnküche ausgejtattei waren. Wiesbaden ecbantt Opel das Opelbad auf dem Neroberg. Auf fon Gebiet ber Kunst machte sich Wilhelm von Opel fcrd) bie Bayreuther Tannhäuserspende verbient. Im Vorstanb bes Hauses ber Deutschen Kunst unb bin Deutschen Museum in München gehört er als trftanbsmitgüeb an, 1933 würbe er vom Führer h die Akabemie bes deutschen Rechts berufen.
JRk *^^^Alleinhersteller:PJos.Möbs Seifenfabriken.Giessen
Das Motiv der Brüder, die einander so ähnlich sehen, daß man sie nur mit Hilfe äußerer Kennzeichen unterscheiden kann, hat die literarische Phantasie immer wieder beschäftigt; ein gefährliches Motiv, wenn es sich dabei um Liebe handelt, weil dann nicht nur die Liebe, sondern auch die Vorstellungskraft oder Gutgläubigkeit des Lesers ober Zuschauers einer harten Belastungsprobe unterworfen wirb. Wenn beispielsweise einer ber Brüder auf einer Expedition ober währenb eines Felbzuges ums Leden kommt, unb ber anbere Bruber übernimmt besten „Rolle", spielt sie weiter und heiratet am Enbe bie Frau, bie jener schon gar nicht mehr geliebt hat —: eine gewagte Konstellation, wenn ber Ueberlebenbe es nicht über sich gewinnt, der Frau die Wahrheit zu sagen, die ja den Verstorbenen geheiratet zu haben glaubt unb nun ben anderen ganz aufrichtig liebgewinnt. Die an unb für sich schon nicht gerade alltägliche und übersichtliche Beziehung wird erst recht gefährdet, wenn eines Tages die verlassene, ehemalige Geliebte des lieber* lebende« auftaucht, in die auf falschen Voraus- setzungen beruhende Gemeinschaft einbricht, ihre Ansprüche geltend macht, mit der Vergangenheit spielt und, weil sie den Mann noch immer liebt, dessen Glück und natürlich auch bas seiner Frau zu zerstören droht. Dies scheint nur die radikale und meistens nicht einmal tödliche, jedenfalls kaum endgültige Lösung mit Hilfe eines Revolvers zuzulassen, wobei für die Wahl des unglücklichen Opfers mehrere Möglichkeiten offenstehen. Paul van der Hurt hat es sich nicht nehmen lasten, diese Losung mindestens handgreiflich anzu- beuten unb zum Schluß, nachdem der unheimliche Gast sich schon zu unblutigem Rückzüge unb stiller Resignation entschlossen zu haben scheint, es wenigstens braufeen im Garten knallen lassen: bie Aufregung ist aber wieber umsonst, benn zum Glück war es diesmal nur ber Gärtner, ber einer wil- bernben Katze (wenn man Lust hat, kann man sie sinnbildlich verstehen) bas* Handwerk gelegt hat.
Das Stück wird leider nur an einer abseitigen Stelle des Programmheftes als das bezeichnet, was es offenbar fein soll, nämlich als Schauspiel: auf | bem Personenzettel wie auf dem Spielplan findet ! sich die irreführende Bezeichnung als Komödie. Die Wirkung der Aufführung wird naturgemäß beeinträchtigt durch bas Mißverhältnis zwischen bem, was ber Zuschauer nach ber Ankündigung erwartet, und bem, was er bann erlebt. Der Spielleiter, Herr
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Hauptmann JarnesRoosevelt ist, wie Reuter melbet, von einem kurzen Besuch auf Kreta zurückgekehrt, wo er auch bem griechische König einen Brief seines Vaters, bes Präsibenten Roosevelt, aushänbigte.
Aufsehen erregte in Buenos Aires eine Melbung ber llniteb Preß aus Washington, nach ber 10 000 USA.-Fliegeroffiziere Spanifch 1 ernen sollen. Die ersten Kurse sollen unter ber Leitung bes Chefs der Luftwaffe, Generalmajor Harnolb, bereits be- gönnen haben.
3uf sozialem Gebiet begann Opel frühzeitig mit d n Dau von Werkswohnungen, die erstmals mit
Kleine politische Nachrichten.
Am Tage des Heeres und des Imperiums hat der König und Kaiser General Rommel, dem Befehlshaber des deutschen Panzerkorps in Libyen, das Komturkrcuz des Militärordens von Savoyen und dem Chef des Stabes Dberftleutnant vondem Borne das Ritterkreuz des gleichen Ordens verliehen.
Die italienischen Truppen haben östlich von Albanien Pec, Prizren, Tetovo, Bostioar und Kiceoo erreicht. In Griechenland wurde die Besetzung des Epirus und der Landschaften Akarnanien und Aeto- lien zum Abschluß gebracht, Missolungi unb ßepanto im Golf von Patras würben erreicht.
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König und Kaiser Viktor Emanuel III., her seine Besichtigungsreise ber Frontabschnitte fortsetzte, traf in Kortsch a ein, wo ihm ber Regierungskommis- far für bie Wiebervereinigung der Gebiete von Kossovo unb (Siamurien mit dem albanischen Mutterlande dankte.
In D stasrika setzen die italienischen Truppen trotz der größten Schwierigkeiten ihren heldenhaften Widerstand fort, beseelt und angespornt durch die Tat und bas Beispiel bes Herzogs von Aosta.
Eröffnung der Lehrerbildungsanstalt in Darmstadt
NSG. In Darmstadt fand bie Eröffnung her Lehrerbildungsanstalt durch Staatssekretär Reiner statt. Er gab einen Uob erb lick über die oer- Wehrten Formen, nach denen man in den letzten khren eine geeignete Möglichkeit suchte, die besten $üfte im Volk zur Erziehung der Heranwachsenden ).gend zu mobilisieren. Beim besten Willen geriet mm dabei aber sehr oft ins Uferlose und versorgte bn Nachwuchs mit einem Ballast unb einer Höhenluft", in der der zukünftige Dolksschullehrer rchts mehr zu suchen hatte. Der Führer zeigte auch h' r ben Weg zur Verbindung von fachlichem Wis- M, sauberem Charakter unb einbeutig klarer Welt- vschauung. Gauschulungsleiter Ruber stellte heraus. baß bie NSDAP, zwei Hoheitsrechte ihr eigen Jmnt, die sie niemals abtreten kann: das Recht per Zchrung und der Erziehung. Das nationalsozia- Hi'ische Ideal moderner Dolksführung bestehe nicht in ber Beherrschung einer Masse burch eine Mm- berbeit, sondern durch die Führung der Besten, bte r eberum aufgebaut sei auf bem Wissen bes Volkes -m bie Richtigkeit bes beschrittenen Weges. Fuh- ning unb Volk müsse bieses Wissen und jenes enge Einoevnehmen oerbihben, bas aus bem klaren Jbeal ber nationalsozialistischen Weltanschauung unb Le- btnshaltung erwachse. Dies gleiche Jbeal aber werde «er allem durch den Erzieher in die jungen, auf- nchmebereiten Herzen gepflanzt. Führung und Er- jungen blieben deshalb eine untrennbare Einheit [£■ Der Stellvertretende Direktor ber Hochschule für Lehrerbildung, Professor Dr. Weigand, beenbete bii Feier mit einer Rebe über bie Erziehungs-
Tageskalender für Alittwoch.
Oeffenllicher Vortrag ber Universität: 20 bis 21.30 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut Lichtbildervortrag Professor Dr. Glöckner über „Malerei unb Dichtung". — Stabttheater: 19 bis 21.45 Uhr „Zweimal klopfen". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die schwebische Nachtigall". — Lichtspielhaus, Bahn- Hofstraße: „lieber alles in der Welt". — NSRL.-
Bezirksführung Giefeen: 20 Uhr Vortragsabend übet Rudern von NSRL.-Ruderlehrer Ehlert (Berlin) im Unteren Bootshaus. v
Lietzener Schlachtviehmarkt. »r--V
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmartt (Schlachtoieh-Verteilungsmarkt) in der Viehverstei- gerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41,5 bis 45,5 Rpf., Bullen 42 bis 49,5, Kühe 13,5 bis 43,5, Färsen 34 bis 44,5, Kälber 31 bis 57, Schafe 20 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,13 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (100 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 99,5 kg) 1,01, e bis f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11 g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt.
-1900 — Luftwaffen Sp.-D.
Die Blau-Weißen bestreiten am heutigen Mittwochabend ein Gesellschaftsspiel gegen die Luftwaffe. Hierbei sind die Platzbesitzer — entgegen den beiden Meisterschaftsspielen, wo sie jedesmal mit stark ersatzgeschwächten Mannschaften antreten mußten — in der günstigen Sage, mit bester Besetzung antreten zu können. Jrn Vergleich zu der Mannschaft, die den überraschenden Sieg gegen Wetzlar erfocht, ist die diesmalige Vertretung als noch stärker anzusehen, da zwei evtl, drei roeitere Posten mit neuen Gastspielern besetzt werden. Für die Luftwaffe ist es also weit schwieriger wie gegen VfB.-R. am vergangenen Sonntag. Da jedoch auch hier andere Kräfte eingesetzt werden, darf man mit einem spannenden Kampf rechnen, der infolge seines lokalen Einschlags über den sonstigen Rahmen ' der Gesellschaftsspiele hinausgehen wird.
Ziegenmchtverein G eßen.
Unter Leitung seines Dereinsvorsitzenden Theis hielt her Ziegenzuchtverein Gießen im „Frankfurter Host' feine Jahreshauptversammlung ab. Aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden ging hervor, daß sich die Mitgliederzahl gegenüber dem Vorjahr durch den Beitritt von Züchtern aus Heuchelheim erhöht hat. Weiter erstattete der Vorsitzende Berichts über die Beschaffung von Kraftfutter für die Bocke svw'o über die wiederholte Anpflanzung von jungen Obst- bäumen auf dem Gelände der Bockstation. Der Zie- genzuchtverein wurde Im Vereinsregister des Amtsgerichts gelöscht, er ist also nun kein „eingetragener Verein" mehr. Bei der vorjährigen Verlosung von Zuchtlämmern gewannen die Mitglieder Adam, Becker, Fächer und Schmidt je ein angeförtes Zucht- lamm, die sich gut entwickelt haben. Bei den Bock- auktionen wurden von den Mitgliedern Decker, Fischer, Mitsch unb Schmidt fünf Jungbocke zu teilweise sehr hohen Preisen verkauft, ein Ansporn für die Züchter, in diesem Jahre noch mehr Jungbocke aufzuzrehen. Rechner Ommert erstattete den Bericht über die Kassen- und Dermoaensverhaltnisse bes Vereins, der Zeugnis für die sparsame Wirtschaft des Vorstandes ablegte. Dem Rechner und dem Vorstand wurde Entlastung erteilt Unter „Verschiedenes" berichtete der Dereinsvorsitzende u, a.
Probleme des Nationalsozialismus und mit der 23er= pflichtung der Schülerschar. /
Oer Landesbauernführer
gibt die wertere Kampfparole. \
NSG. Vor den Bauernführern und ihren Mitarbeitern sowie den Vertretern der dem Reichsnährstand angeschlossenen Verbände gab Landesbauernführer Dr. Wagner einen Ueberblüf über die weiterhin zu lösenden Aufgaben. Er- stellte den einzigartigen Leistungen des deutschen Soldaten die Anforderungen gegenüber, die auf wirtschaftlichem Gebiete gestellt werden. Ausgehend von der deutschen Ernährungswirtschaft zeigte er die großen raumpolitischen Zusammenhänge und deren Gestaltung in der Zukunft auf. Er nahm dabei Gelegenheit, an das Bauerntum von neuem den Appell zu richten, mit gleich zäher Entschlossenheit wie die Kämpfer an der militärischen Front ihre Pflicht erfüllen, in der Heimat der Erzeugung der Nahrungsmittel und R o h st o f f e für bas deutsche Volk zu'dienen. Es gilt für jenen einzelnen, persönlich im letzten Einsatz seine Pflicht zu erfüllen und gleichzeitig die anderen mit fortzureißen, damit im geschlossenen Gemeinschaftseinsatz weiterhin die dem Bauerntum gestellten Aufgaben gelost werden.
mutung. Eine Atmosphäre der Freude wehte aus und ein. Im nächsten Augenblick wurde die Melodie von einem Klavier ausgenommen und, phantastisch mit Läufen und anderm schmückenden Beiwerk ausgestattet, in wechselnden Variationen weitergesponnen. Dann verstummte die Stimme und die beiden Hände spielten dafür um so hingebungsvoller, was aus dem frohgelaunten Herzen drängte.
Es mußte schon glückliche Liebe sein, die so überströmte. Die neue Melodie, die mit einem Mal überraschend aus der vielfach abgewandelten auf» blühte, verriet es deutlich: Es war das entzückende Liebeslied des Pagen Cherubin aus Mozarts „Figaro". Da konnte sich die Stimme nicht länger zurückhalten, und während die Hände in ein zart getupftes Piano übergingen, fang jie die holde Frage „ist es Liebe, was hier so brennt?", mit schelmischer Ausgelassenheit.
Ganz von dem Wohllaut des Spiels und Gesangs gefangen, die in meinem Innern weiterwogten, merkte ich gar nicht, daß beides abgeschlossen hatte'und eine junge hübsche Frau im offenen Fenster stand. Ihr von der inneren Bewegung her sanft gerötetes Gesicht lächelte glücklich. Ihre Augen sahen über den Vorgarten weg in die Ferne. Die Arme hielt sie, wohl mit verschränkten Händen, hinter sich. Und doch hatte ich die Vorstellung, als seien sie mit einer innigen Gebärde weit ausgebreitet wie die beiden nach außen aufstehenden —..... ~ - P.B.
Eine Offensive der japanischen Armee in China hat gleichzeitig in fünf verschiedenen Provinzen be- gönnen. In Südschansi wurden 200 000 Chinesen umzingelt. In der Provigz Hupeh smd Kampfe zwischen Hankau unb Jtschang im Gange gegen eine
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fast 250 000 Mann starke Armee, die von General Litsunje befehligt wird. In Tschekiang griffen japa-1 nische Truppen zehn chinesische Divisionen bei Tschuki an. In ber Umgebung von Hongkong sollen Operationen den Warenverkehr zwischen Hongkong | und Tschungking unterbinden.
Das offene Kenster.
Es fiel mir auf, weil es besonders breit mar und seine Flügel nach außen aufgingen. Sie standen in den Garten hinein wie gebreitete Arme, um recht viel von dem schonen Tag in sich aufnehmen, seinem warmen Sonnenherzen alle Stuben unb Kammern offen halten und seinen köstlichen Düfteatem mtt vollen Zügen trinken zu können.
Goldlack und Maiglöckchen gaben jedem Windhauch ihren Wohlgeruch mit, und ein roeifeer Fliederstrauch stand in vollem Blütenglück wie eine Braut, deren Anmut die Liebe schöner und reicher entfaltete. Ein Buchfink schmetterte, angesteckt von seiner lieblichen Umgebung, aus überschwenglichem Herzen, und ein Rotschwänzchenpaar huschte in unermüdlichem Liebesspiel umher, von dem eifrigen Zwitschern und Locken des Männchens befeuert Das Fensterzimmer mufete von der überströmenden Freude des prangenden Gartens, die er dem heiteren blauen Himmel verdankte, bis in alle
Geißler, brachte die hier gebotene Steigerung vom leichten Konversationston zur theattalisch entzündeten Szene nicht unwirksam heraus, doch hätte einige Konzentration des Handlungsablaufes nichts geschadet. Die Sensationseffekte mit dem Revolver und der wilden Katze wirkten mit der Präzision eines echten Kriminalreißers.
Den Mann zwischen beiden Frauen spielte Herr Ernst mit der beweglichen Phantasie und den Stimmungstönen, die einem erstaunlich wohlsituierten Schriftsteller anstehen, und auch mit der auf schlechtes Gewissen deutenden, gemachten Unbefangenheit, die drohendes Unheil schon zeitig ankündigt. Den reinen Gefühlston, auch im Flusse spielerisch leichter und lächelnder Unterhaltung, wahrte am einheitlichsten Luise Prasser in der Rolle der Frau Ise. Hilde Heinrich (Komtesia Maria) schöpfte mit sicherem Theaterinstinkt die zwischen Salondame, Liebhaberin und Intrigantin schwankenden Möglichkeiten ihrer Rolle aus. Herr ß a ■ porte gab den leicht humoristisch aufgezogenen Diener John. Eine nicht unwichtige Rolle spielte auch das Telephon. Herr L o f s l e r hatte einen üppig ausgestatteten Jnnenraum mit schönem Ausblick beigesteuert. — Es gab sehr freundlichen Beifall. Hans Thyriot
Wilhelm von Opel 70 Lahre alt.
gm 15. Mai 1941 begeht ein Pionier des beub Wen Kraftwagenbaues, Geheimer Kommerzienrat Di'-Jng. e. h. Wilhelm von Opel seinen 70. Ge- fcutstag. Gleichzeitig kann er das 55jährige Ar» bklsjubiläurn feiern. Wilhelm von Opel, einer der bkühmten „Fünf Rüsselsheimer" und ber letzte
Sohne des Begründers der Opelwerke, stand ch löjahriger im väterlichen betrieb an Werkstatt jirj Schraubstock, unb heule, nach sieben Jahrzehn- le:, ist er noch immer aktiv in ber Wirtschaft Mg. Daß Abam Opel von der Nährnaschinenher- ssMng zur Fahrraderzeugung überging, war eine «:(ge oes Drängens seiner 5 Söhne, die selbst auf ^ Radrennbahn von Erfolg zu Erfolg eilten. Misgecüftet mit den notwendigen Fachkenntnissen ht5ch den Besuch ber Technischen Hochschule in D:rmstadt unb längere Tätigkeit als Arbeiter in aphen Maschinenfabriken Nordamerikas, stand A lhelm Opel stets seinen Mann, sei es im Betrieb, k es auf der Rennbahn.
1895 schloß der Vater die Augen, und mit Mut- unb Brüder übernahm Wilhelm Opel die ßei- fug des väterlichen Werkes. Frühzeitig hatte er die gkvaltige Zukunft des Automobils erkannt, aber
1898 der erste Opel^Motorwagen erstand, ahnte «ch niemand, daß in wenigen Jahrzehnten aus dm kleinen Werk die größte Krastwaaenfabrik E.ropas werden würde. Wie zur Zeit des Fahrrad- 6tjes, fuhren und gewannen Wilhelm und seine Düder Rennen auf Rennen. In zielbewußter Ar- feit, steter Verbesserung der Konstruktion und Aus- Ii ber Fabrikationsanlagen wurde der Fortschritt et mungen. Wilhelm erkannte frühzeitig die Not-
Zuchthaus für Abhören feindlicher Gender.
Berlin, 13. Mai. (DNB.) Noch immer lasten fr einzelne Volksgenossen verführen, ausländische Inder abzuhören. Sie lähmen dadurch chre eigene fanere Widerstandskraft. Lassen sich solche Rund- srnkverdrecher gar dazu verleiten, die abgehörten isländischen Lugenmeldungen im deutschen Volke Iiterzuverbreiten, so treiben sie damit eine lanbes- irrräterische Unterstützung der Feindpropaganda, ii mit schweren Zuchthausstrafen gesühnt wird. Lrr der im entscheidenden Kampf um ihre Lebenslichte stehenden Volksgemeinschaft in den Rücken silt, schließt sich selbst aus dieser Volksgemeinschaft M3 und wird von der ganzen Härte bes Gesetzes Droffen werben. Eine Anzahl solcher Rundsunk- Wbredjer wurde in ber letzten Zeit von ben Son- Ätsgerichten abgeurteilt. So verurteilte bas Son- l^gericht Eger den Wenzl Stowasser zu vier Iah- Ni Zuchthaus. Zu sechs Jahren Zuchthaus wurde fern Sondergericht Wien der Franz Pelikan verteilt. Der 1911 geborene Herbert Strittle aus Magdeburg erhielt vier Jahre Zuchthaus. Dies- Wteile zeigen, daß die Sondergerichte die deutsche dlksgemeinschaft vor allen Verbrechern zu schützen tflen, bie heute noch durch Abhören ausländischer Btnber dem Feind ihre Hilfe leihen, obwohl sich b:i absolute Zuverlässigkeit ber deutschen Nachrich- tngebung immer wieder erwiesen hat.
4 ndigkeit, den Motorwagen weiten Volksschichten gänglich zu machen. Der 1909 erstandene ,Lok- wagen", bas „Opel-Puppchen''
ifer einer Richtung, die 15 Jahre später unter ’ljrung von Opel einen großen Aufstieg nehmen ,_'te. 1924 begann die Herstellung des „Laub- rsches" in großer Serien in Fließfabrikation und mit ber gewaltige Aufschwung der Opelwerke. Die 113 machtvoll einsetzende Motorisierung Deutsch- ftibs wurde von Opel entscheidend geföroert.


