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Im Schlafwagen durch Sibirien. KTLSÄWSs- r . ««-'
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Amerika hils!
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Bon unserem nach Tokio entsandten Dr. A.-Berichterstatter.
> Ql?t ?es Wer schreit und stöhnt und ächzt da in der Nacht? etn -h , Lus unruhigem Schlaf wache ich auf. Die Leucht- freuhi Ziffern des Reiseweckers geben die Zeit mit 2 Uhr ,L an. Schlaftrunken frage ich mich: Wo bin ich eigent. offen m lich? Eine Zeitlang dauert es, bis mir aufgeht, ' daß ich im Schlafwagen des S i b i r i e n-E x v r e tz lieae, der gestern früh die fowjetruffifche Grenz-
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Die Aufklärung des Kalles Heß
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Berlin, 13. Mal (DJIB. Funkspruch.) Die na ttonalsozlalistische Parldforrcfponben) feilt mit: \ Soweit die bisher vorgenommene Durchsicht der von Rudolf Heß zurückgelassenen Papiere ergibt, scheint Heß in dem Wahn gelebt zu haben, durch einen persönlichen Schritt bei ihm von früher her bekannten Engländern doch noch eine Verständigung zwischen Deutschland und England herbeiführen zu können. Tatsächlich Ist er auch, wie unterdes durch eine Mitteilung aus London bestätigt wurde, in Schottland vom Flugzeug In der Nähe des Ortes, den er aufsuchen wollte, abgesprungen und wurde dort anscheinend verletzt aufgefunden.
Rudolf Heß, der seit Jahren, wie es in der Partei bekannt war, körperlich schwer litt, nahm In letzter Zeit steigend seine Zuflucht zu beit verschiedensten Hilfen, Magnetiseuren, Astrologen usw. Inwieweit auch diese Personen eine Schuld trifft in der Herbeiführung einer geistigen Verwirrung, die ihn zu diesem Schritt veranlaßte, wird ebenfalls zu klären versucht. Ls wäre aber auch denkbar, daß Heß am Ende von englischer Selle bewußt in eine Falle gelockt wurde.
kriegswichtige Anlagen, u. a. den Flugplatz Lucca und den Hasen La Valetta, mit guter wir- kung an.
Dct Feind warf In der letzten Rächt mit schwachen Kräften Bomben in West- und Südwestdeutschtand. In einigen Städten, darunter in Mannheim und in Köln entstanden Brände in Wohnvierteln und Industrieanlagen. Der Sachschaden und die Verluste an loten und Verletzten sind gering.
Line Sturzkampfstasfel unter Führung von Oberleutnant Rieger zeichnete sich bei dem erfolgreichen Angriff auf einen britlfchen Flottenverband vor Bengasi in der Rächt zum ll.IHpl besonders aus.
Ll-Booie sagen die Briten.
h erprobte treten und Pfennigen innigen er» : und foirb icht nur bei mben An» ber Mund» Mion von ;en liefen» jen, Quet- gesteigerte ehr brauch«
Die ganze Ar! seines Vorgehens bestätigt seden- soll» die schon In der ersten Mitteilung gegebene Tatsache, daß er unter Wahnvorstellungen gelitten habe. Er kannte die zahlreichen, aus ehrlichstem Herzen gekommenen Friedensvorschläge des Führers besser als irgend ein anderer. Anscheinend lebte er sich nun in die Vorstellung hinein, durch ein persönliches Opfer einer Entwicklung vorbeugen zu können, die in feinen Augen nur mit der vollkommenen Vernichtung des britischen Imperiums enden würde. Heß, dessen Aufgabenbereich wie bekannt, ausschließlich in der Partei lag, hat daher auch, so weit cs aus seinen Auszeichnungen her- vorgeht, irgend eine klare Vorstellung über die Durchführung oder gar über die Folgen feines Schrittes nicht gehabt.
Die natlonalfozialistlsche Partei bedauert, daß dieser Idealist einer so verhängnisvollen Wahnvorstellung zum Opfer fiel, An der dem deutschen Volk aufgezwungenen Fortführung des Krieges gegen England ändert sich dadurch nichts. Lr wird fo lange geführt, bis — wie der Führer auch In feiner letzten Rede erklärte — die britischen Machthaber gestürzt bzw. friedensbereit sind.
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büros „Intourist", der den Zug begleitet, zu den Mahlzeiten im „benachbarten" Speisewagen einlädt. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte ...
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Z. Z. Harbin, im Mai 1941.
Berlin, 14.Mal. (DRV.) Amtlich wird bekanntgegeben: Infolge der Entwicklung des Krieges im östlichen Mittelmeer ist in Zukunft auch mit Kampfhandlungen der deutschen Streitkräfte im Roten Meer zu rechnen. Jedes Schiff, das dieses damit zum Operationsgebiet gewordene Seegebiet befährt, fetzt sich der Vernichtung durch Minen und andere Kriegsmittel aus. Die deutsche Regierung warnt daher dringend vor dem Befahren des gefährdeten Gebietes, das wie folgt begrenzt ist: der nördliche Teil des Boten Meeres einschließlich des Golfs von Suez und des Golfs von Akaba bis zum nördlichen Wendekreis. Ausgenommen bleiben die hoheltsgewässer von Sau- dlsch-Arabien. Eine Regelung für das Befahren des bezeichneten Operationsgebietes durch besondere gekennzeichnete Pilgerschiffe bleibt Vorbehalten.
Die Reichs- und Gauleiter beim Führer.
Berlin, 13.Mal. (DRV.) Vie Rationalsozta- liftlsche Parteikorrespondenz teilt mit:
Beim Führer fand heute eine Zusammen kunfI sämtlicher Reich steiler und Gauleiter der RSDAP. statt, au der auch Reichsmarschall Hermann Göring teilnahm.
Die Parteisührerschast bereitete dem Führer, der zu den versammelten sprach, eine von entschlossenem SicgcstviUcn getragene überwältigende Kundgebung.
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Rotes Meer Operationsgebiet
Die Reichsregierung warnt vor dem Befahren.
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In besonders hohem Maße gelten Rat und Hilfe ben br ei Bräuten, bie in unserem Wogen ihrer baldigen Eheschließung entgegenreUen, drei hoffende und sehnende junge deutsche Mädchen, von denen zwei ihre Erwählten in Eharbin treffen sollen, während die Dritte noch den weiten Weg über Japan nach Südamerika vor sich hat. Wie mir später in Mandlchuli von einem deutschen Kaufmann hören, find solche Brautreifen mit ber sibirischen Bahn trotz ber Kriegs,eit keine Ausnahmen, ein Zeichen für die Zuversicht, mit ber gerade die jüngere Generation unter den Deutschen in fernen Ernten die Zuknnstsaussichten für Deutsche in aHer Welt beurteilt. Ein erfreulicher Beweis auch dafür, daß die Neigung, sich die Frau im Auslände zu wählen, dem Streben nach einer Ehegenossrn aus dem eigenen Volke Platz macht.
Zwei Familien deutscher Kaufleute in Thina und ein junger Kaufmann, der nach seinem ersten Heimaturlaub in sieben Jahren auf seinen Posten nach Schanghai zurückkehrt, bilden Zusammen mit uns Neulingen in fernöstlichen Dmgen den Rest der eigentlichen Wagenfamilie, die atlerbings noch einige „korrespondierende Mitglieder" in einem anderen Wagen hat, darunter auch einen rtaueiujchen
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„Canopus helpl* fünfte ber englische Abmlral EradIock wahrend der Coronel-Schlacht dem weit zurückstehenben alten Linienschiff, als ber Sieg sich Mn Deutschen zunelgte. „Canopus" konnte aber nicht helfen, er war viel zu langsam und chnaufto mit feiner zusammenbrechenden Maschine, die seine Seele war, gewaltig in der aufgewühlten See. „Amerika — Hits!" ruft nun der Brite, da der Sieg sich auf die deutsche Seite neigt, aber— kommt Uncle Sam nicht a n d> z u j p ä t? Er hätte gern weiter im stillen geliesert und gute Geschäfte ac> macht. Nun fordert die verzweifelte Lage Englands von ihm, aus feiner Neutralität offen yervorzuirc- ten, dies unter der Begründung, er mülle solchen Ländern helfen, deren Verteidigung von vitaler Bedeutung für die Verteidigung ber USA. sei! Damit bricht er feierlich gegebene Versprechen, wie bas
rische Landschaft, die keineswegs so eintönig ist, wie man vielleicht annehmen könnte. Man steigt an den Stationen, an denen alle zwei ober drei Stunden ein längerer Aufenthalt gemacht werden muß, weil die Maschine Wasser nimmt ober gewechselt wird, aus und schnappt frische Lust. Dies ist besonders wichtig, denn die Doppelfenster des Wagens sind überhaupt nicht zu öffnen, und auch die sonstige Ventilation ist nur dürftig. Man trinkt Tee, den die Schlafwagenschaffner zu den meisten Tageszeiten mit.tyilfe eines Samovars in recht anständiger Qualität bereiten. Und dann kommt morgens, mittags und abends auch die Zeit, da der Beamte des Reise-
unsere U-Bootmänner auch in diesem Kriege sammeln können, nicht minder leuchtend wie im vor- ganaenen. Wie einst so zeigen sie auch setzt, daß sie nicht nur den Gegner angreifen, wo er sich stellt, sondern, daß sie ihn unermüdlich verfolgen und auch zu packen wissen, mag er sieh noch so sehr nach allen Richtungen der Windrose hin sichern.
Schwere Verluste der britischen Kriegsstolle.
Berlin, 13.Mai. (DRV.) Die Verluste ber britischen Kriegsflotte, die Im vergangenen Monat bei der Flucht der englischen Expeditionsarmee aus Griechenland sehr hoch gewesen waren, haben auch im Mal angehalten. Vom 1. bis 12. Mai büßte die englische Flotte durch Versenkungen sechs Einheiten ein, während fünf weitere Einheiten bei Kampfhandlungen schwer beschädigt wurden. Durch Bombenangriffe deutscher Kampsflugzeuge wurden in diesem Zeitabschnitt 1 m SeegebietumLng- I a n b versenkt : ein Zerstörer, ein etwa 1000 BBI. großes Wachschiff, ein Schnellboot und zwei Vorpostenboote. Ferner wurde bei Malta gleichfalls durch Luftangriff ein englisches Unterseeboot versenkt. Durch Bombenvolltreffer schwer beschädigt wurden ein englischer Kreuzer In ber Suda bucht bei Kreta und drei englische Kreuzerund Zerslörereinhelten durch Gegenangriff deutscher Sturzkampfflieger während der Befchleßung des fjafens von Bengali durch einen englifchen Flöt- fenoerbanb. Außerdem wurde eine englische ll-Boots-Falle von einem deutschen Unterseeboot torpediert. Vie englische Admiralität hat von allen diesen Verlusten, die bereits zum Teil acht bis zehn Tage zurückliegen, bisher erst die i Versenkung der beiden Vorpostenboote zugegeben.
Tagesangriffe in Glwostengiand.
Berlin, IS. Mal. (DND.) Deutsche Kompfflug- zeuge flogen im Laufe des 12. Mai in Dübosteng- Innb ein und griffen am Hellen Tage kriegswichtige Ziele an der ü ft e und im Hinterland mit guter Wirkung an.
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stöhnt in feinem Gefüge, seine Spanten und seine Planken biegen und dehnen sich unter dem Druck des Wassers und dem Zuge des Windes; unh so stöhnt und ächzt und schreit unser guter alter iL.ngen, wenn er den Zug und Druck der Loko> motiöc und des langen Wagenzugcs, den er hinter
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Haager Abkommen von 1907 oder die Abmachungen von Havanna und Panama.
Zn Wirklichkeit tat Roosevelt bas schon seil langem, wenn auch unter dem Schutz des ante- \ rikonischen „Neutralitatsgesetzes" von I9;I5 (mit der Sperrzone für amerikanische Schisse vor der Nord west-Küste Europas) und der „Cash- und (Zarry"• Klausel von 1989, mit der das Wassenausfuhrverbot aufgehoben wurde. „Cash downl“ Bezahle bar aus den Tisch und hol dir deine Kanonen selbst über den Ozean! heißt bas. Mit dem Hilfsgesetz von 1941 fällt schon die „Cash“-Sl'laufel — ein tonjritl weiter ans dem Wege der Unneutralität. Bleibt noch die „Carrv"-Klauscl", der Zwang der Selbstver>chifsung durch den Besteller, einseitig zugurrsten Englands ge- dacht, denn wir oder 3 t al len könnten keinen Gebrauch davon machen. Aber wie lange kann England noch sein eigener Fuhrmann sein? Schon ruft man drüben nach amerikanischen Gele itzü gen und auch noch Geleit durch amerika- nißhe Kriegsschiffe und achtet der Gefahren nicht, die den europäischen Krieg zu einem neuen Welt- brand machen können
Zwei Fragen melden sich da: Was will Roosevelt? Will er wirklich nur England helfen, weil das für die Verteidigung Amerikas lebenswichtig ist? Dann hätte er früher kommen müssen. Oder glaubt er noch an den Kinderschreck, das kleine Europa wolle das große Amerika bekriegen? Seine Ucbcrlegungen find kühler. Er rechnet. Er denkt an Washington 1922, wo die USA. sich die Gleichberechtigung auf dem Meer, die gleiche Flat- trnftäne mit England vertraglich bestätigen ließen: Dieser Einbruch in die britisck)e Vormachtstellung war der große Sieg Amerikas im Weltkriege und eine glatte englische Niederlage, wenn sic sich auch jetzt erst auswirkl.
Nun kommt der Endsieg über das ge-
Ein neuer schöner U-Booterfolg liegt vor, zustande gekommen nach zweitägiger Jagd eines stark gesicherten britischen Geleitziwes. Was eine derartige Jagd bedeutet, mit welchen Gefahren sie ver- knüpft ist, wie viel an Elnsatzfreudigkeit von jedem einzelnen U-Bootmann verlangt wird — das kann im deutschen Hinterland kaum jemand voll ermessen und würdigen. Denn die Sicherung, die um die englischen Geleitzüge gelegt wird, setzt sich in jedem Falle aus Schissen zusammen, die den U-Booten überlegen sind. Dennoch wird dadurch der Angriffs- getst unserer blauen Jungeno nicht im mindesten beeinträchtigt, im Gegenteil, immer wieder fallen die Boote die Geleitzüge an, Immer wieder fahren sie in den Schwarm der von der Meute der Zerstörer zusammengehaltenen Transporter hinein, holen unter den denkbar schwierigsten Umstanden ihre Beute aus dem feindlichen Pferch und lauen - > sie ihren letzten Torpedo verschossen :eicht haben. Ehre und Ruhm haben
'liege, der aeftern früh die sowjetrussische Grenz- jtation Ts <htchew verlast en hat und nun Moskau zustrebt, von wo es nach mehrstündigem Aufenthalt weiter nach M o n d s ch u I i gehen soll. Und bann wirb es mir plötzlich ganz klar: Es ist der Schlafwagen, der mich geweckt hat. Er schreit und ächzt unb stöhnt. Wenn man, wie ich, im oberen Bett in der Fahrtrichtung ruht, hört man
Fliegeralarm in Alexandrien.
Beirut, 13. Mal. (DNB.) Der Kairoer Rundfunk teilt am Dienstagabend mit, daß in den frühen Morgenstunden in Alexandrien Fliegeralarm gegeben wurde. Es feien Bomben abgeworfen worben.
Abtransport von USA -Bürgern ans dem Nahen Osten.
Ankara, 14. Mai. (Europastreß.) Die nord- ameritanlkfjen Staatsbürger in der Türkei, im Irak, in Syrien, Palästina und in Aegypten haben von Ihren Konsulaten die Mitteilung erhalten, baß in Suez 4 nordamerikanische Dampfer zu ihrem Abtransport bereit st ehe n, und baß sie sich zur Einschiffung nach Suez begeben sollen. Damit haben die Bereinigten Staaten die Evakuierung des gesamten Nahen Ostens ein- geleitet
Kaufmann aus Tientsin, ber noch Sprache und Er- cheinung allerblnas gut als Deutscher gelten könnte. Sie befinden sich Tn einem Wagen, der Aum größten Teil mit Russen ober mit jüdischen Emigranten belegt ist, und suchen deshalb gern Anschluß in unserem rein deutschen Wagen.
Die Zeit vergeht rascher, als man es sich im voraus gedacht hätte. Der im übrigen höfliche und korrekte sowjetrussische Zolldienst an der deutsch- russischen Grenze hatte ziemlich willkürlich über die dem einzelnen Fahrgast zugestandene Reiselektüre entschieden und den größten Teil der mitgebrachten Bücher für die Dauer ber Fahrt durch Sowjetgebiet versiegelt. Aber selbst die drei ober vier Bücher, die man mir unb meiner Frau zugestanden, find I
sich herschleppt, ertragen muß.
Dabei fällt mir ein, daß die Bezeichnung „Schlafwagen" auf unseren Wagen eigentlich nicht recht Saßt. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes e i n
S o h n m a g c n. Bei Tage verwandeln sich die Sckllafabteile in bchagliche kleine Wohnzimmer, die außer der langen Bank je einen Stuhl unb unter dem Fenster ein Tischchen haben, so baß beibe „Wohnungsinhaber" sich am Fenster gegenüber- sitzen können unb keiner auf einen Fensterplatz zu verzichten braucht.
Das Abteil ist auch groß genug, daß seine In« Haber Besuch empfangen können. Unb es dauert garnid)l lange, bis die Derbinbung mit den Nach- vorn ausgenommen ist unb bereits am zweiten Tage hat sich eine Wagengemeinschaft gebilbet die nun währenb ber langen Fahrt durch Ruhlanb und Sibirien, unb wie wir später sehen werden, noch barüber hinaus zusammenhält. Ein Glück ist es, baß bie „Belegschaft" von Wagen Nr. 1412 fast rein Deutsch ist. Nur die beiben Schlafwagenschaff, ner, bie bas eine Abteil am Enbe des Wagens bewohnen, finb natürlich Rusten, unb bann wohnt am anderen Ende des Wagens ein steinerner Gast, ein kleiner Russe in Ziva, ber sich stets geräuschlos im Hintergrunbe hält, aber uns kaum jemals aus den Augen läßt. ä ,
«Er bleibt bis zur Grenzstation Otpor unmittelbar an der Grenze von Mandschukuo bei uns, unb vielleicht haben diejenigen Recht, bie meinen, daß er uns von einer fürsorglichen Sowjetbehörbe zur — nun sagen wir einmal: zu unserer Sicherheit beigegeben worden sei. Auf die Länge erweist er sich insofern als ganz nützlich, als er einem aus unserer Mitte, ber leiblich Russisch versteht, aber dem Zugrabia nicht immer zu folgen vermag, den wesentlichen Inhalt ber in ben Tagen bes deutschen Siegeszuges auf dem Balkan von uns natürlich mit größter Spannung erwarteten Nachrichtenbienste (nur Moskau wirb im Zuge übertragen) noch einmal wiederholen kann, so daß wir wenigstens in großen Zi'wen den Ereignissen zu foln^n vermögen.
Unsere Wagenfamilie fetzt sich aus Menschen verschiedener Berufskreise zusammen. Da ist zunächst ein Kurier bes Auswärtigen Amtes, ber zusammen mit einem Begleiter amtliche Depeschen unb anderes Dienstgepäck von Berlin nach Tokio bringt. Kuriere bes Auswärtigen Dienstes haften mit ihrer Ehre unb mit ihrem Leben, wie es in ber Vorschrift heißt, bafür, daß bas ihnen an- vertraute Gepäck unversehrt seine bienstliche Be- ftimmunq erreicht. Sie. bürfen es beshalb roeber bei Tag noch bei Nach jemals aus ihrem Gewahrsam lassen, und minbestens einer muß jeberzeit bei ben I versiegelten Koffern bleiben. Es finb erfahrene unb reijeaeroanbte Männer, bie beibe bereits mehrmals die Reife durch ben asiatischen Kontinent in beiben Richtungen gemacht haben unb daher ben Neulingen unter uns manchen wertvollen Rat geben
ilanb 3:0. nberfampf bereits im m Gewinn Qtalicne«
is Doppel Rosen» auch die porlsuhrer es Weilen lalien.
nd
SS befonbers deutlich.
Es ist ein alter Schlafwagen, dieser Wagen Nr. 1412, der nun für acht bis neun Tage unser Heim [ein soll. Er stammt wohl aus den ersten Jahren dieses Jahrhunderts, aus den frühen Tagen ber Transsibirischen Eisenbahn unb hat {ebenfalls schon manchen Sturm erlebt Er ist aus gutem Teakholz .in6M gebaut so wie bie älteren Schlafwagen unb Speise- Kx wagen in West- unb Mitteleuropa. Teakholz war ‘ bas Material, aus bem man in den Tagen der Segelschiffahrt bie besten Klipper baute. Es ist zäh ; unb elastisch unb von unglaublicher Dauerhaftigkeit, wie ber Umftanb beweist, daß unser alter Schlafwagen noch in recht gutem Zustande ist. Aber auch bas beste aus Holz gebaute Schiff ächzt und ' stöhnt in feinem Gefüge, seine Spanten und seine
Oer Wehrmachiberichi
Berlin, 13.Mal. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Unterseeboote versenkten in zähem, mehrtägigem Angriff auf einen durch Zerstörer stark gesicherten Geleitzug neun feindliche Handelsschiffe mit zu- jammen 56 248 BBI. Damit sind auch Angriffe der Unterfeebootivaffe aus diesem Geteitzug, einschließlich der bereits gemeldeten Erfolge, 13 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 76 248 BBI. versenkt worden. Die Luftwaffe bombardierte In der letzten Rächt mit guter Wirkung Hafenstädte In Süd- und Südoftengland.
Kampfflugzeuge versenkten am läge vor der schottischen Ostküste ein Handelsschiff von 8000 BBI. und in der letzten Rächt do kleines Kriegsschiff bei Land send. Durch Bombenwurf und Beschuh mit Bordwaffen wurden außerdem zwei große Handelsschiffe und dn Vorpostenboot schwer beschädigt.
In Borbafrifa schossen Panzer des deutschen Afrikakorps bei Tobruk due britische Batterie zusammen. Oertliche Vorstöße britischer Panzer wurden abgewiesen. Bei $ o l ( u m beiderseitige rege Spähtrupptätigkeit. Deutsche Kampf- und Sturzkampsstugzeuge bombardierten zusammen mit verbänden der italienischen Luftwaffe verforgungs- einrichtungen des Feindes bei Tobruk. Im Hafen wurde ein Schiff in Brand geworfen.
In der S u d a - B u ch t und südlich der Insel
Kreta beschädigten deutsche Kampfflugzeuge meh- tpre yeuic aus rere Handelsschiffe schwer. nicht locker, bis s
2lu[ der Insel Malta griff die deutsche LuftwaffeIunb ihr Ziel erreicht haben. Ehre


