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oallerist dem Oberleutnant nach und stelzt mit langen steifen Schritten dcwon.

Paradeaufstellung auf dem Reitplatz. Der Ober­leutnant spricht zu seinen Männern, spricht von der Bedeutung, die der Kaoalleriesäbel in früheren Zei­ten hatte und von den neuen Aufgaben, die die Gegenwart jetzt der Reiterei diktiert. Der Säbel sei das letzte romantische Zeichen der alten Kav-allerie gewesen, so schließt er. Er müsse jetzt laut Befehl abgelegt werden, aber der Reitergeist werde weiter­bestehen und werde die Truppe hoffentlich bald zu neuen Kämpfen und neuen Siegen führen, gleich, wo es auch immer sei.

Aus aller Welt.

General Rothenbucher 70 Jahre all.

Am 14. März vollendet der in Darmstadt im Ruhestand lebende Generalmajor Moritz Rochen­bücher sein 70. Lebensjahr. Rach Teilnahme an der Fruhjahrs^chlacht 1918 wurde der damalige Oberst­leutnant Rothenbucher am 18. August 1918 m i t dem Pour le merite ausgezeichnet. Im Jahre 1919 nahm er mit seinem Regiment noch am Grenzschutz gegen Polen teil, um dann Ende August 1919 als Oberst aus dem Dienst zu scheiden. Am 25. Gedenktag der Schlacht bei Tannenberg wurde dem verdienten Offizier der Charakter als General­major verliehen.

Bulgarischer General löblich verunglückt.

Am Dienstagmorgen wurde der in Sofia im Ruhe­stand lebende bulgarische General Iwan Sch ko j- noff von einer Straßenbahn überfah­ren und tödlich verletzt. Er war 65 Jahre alt. Im Balkankrieg war er Kcmmandant der zweiten Ar­mee. Auch im Weltkrieg hat er verschiedene Stel­lungen im bulgarischen Heer innegehabt. Bor kurzem weilte er an der Spitze einer Abordnung des bul­garischen Reserveofsizierverbandes als Gast des Oberbefehlshabers des Heeres in Frankreich zur Be­sichtigung der Schlachtfelder des jetzigen Krieges. Am gleichen Tage starb der Abgeordnete Stesan Onartschewski, der 1921 bis 1924 Unterrichts- minister im Kabinett Stamboliski war und damals der Bauernpartei angehörte. Er war an den Vor­

arbeiten zur Gründung des bulgarischen Arbeits- d i e n st e s nach dem Weltkrieg führend beteiligt.

Verdienstvoller Radiumforscher gestorben.

Im Alter von 77 Jahren starb in Duisburg der Chemiker und Radiumforscher Bernhard I o st,' eine Kapazität auf dem Gebiet der Radiumforschung. Er besaß die größte in Privathand befindliche Radium­menge, dje er selbst in schwieriger Arbeit aus Uran­pechblende gewonnen hatte. Oft wurde der Gelehrte vom Gericht bei der Lösung besonders schwieriger Fragen hinzugezogen. Auch die Industrie nahm seine Kenntnisse in Anspruch. Seine Experimentalvorträge wurden von Fachleuten aus nah und fern besucht. Der Forscher unternahm auch im Auftrage einer wissenschaftlichen Gesellschaft Reisen nach Brasilien und Spanien.

Ein großes Lagerhaus im Hafen von New Orleans ausgebrannt

Ein Großfeuer äscherte in der Nacht ein großes Lagerhaus im Hafen von New Orleans ein. Große Vorräte an Zucker, Kaffee, Reis und Konserven wurden vernichtet. Der Gesamtschaden wird auf drei Millionen Dollar geschätzt.

Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt

LPD. Darmstadt, 13. März. Das Sonder­gericht Darmstadt verurteilte in einer Verhandlung in M i ch e l st a d t i. O. den 27jährigen Max Kranz wegen versuchter Notzucht unter Drohung mit einer Stichwaffe zum Tode und Verlust der bürger­lichen Ehrenrechte. Der schon wegen Mißhandlung seiner Kinder und seiner Frau u. a. vorbestrafte, als minderwertig, arbeitsscheu und gewalttätig ge­schilderte Verbrecher hatte im Dezember v. I. die Stiefschwester seiner Frau in zwei Fällen tätlich beleidigt und beim letztenmal zu vergewaltigen ver­sucht, angeblich aus Rache, weil durch seine Frau sein Leben doch zerstört sei. Dabei hatte er das Mädchen unter Hinweis auf ein in Griffnähe liegen­des Seitengewehr mit Halsabschneiden bedroht. Durch eine List gelang es dem Mädchen, das sich zwei Stunden gegen Kranz wehrte, diesen aus dem Zimmer zu locken und durch einen Sprung aus einem 5 Meter hoch liegenden Fenster zu ent­kommen.

Landesverräter hingerichlek.

Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 42 Jahre alte Franz Lieser aus Hohenelbe ist h i n g e r i ch t e t worden. Der Verurteilte hat aus Gewinnsucht für einen fremden Nachrichtendienst, für den er von 1936 bis 1938 tätig war, Mitarbeiter zu gewinnen und durch Einbruch in ein Dienst­gebäude geheime deutsche» Schriftstücke zu erlangen versucht.

Wegen versuchten Raubmordes zum Tode verurteilt

Der aus Kassel stammende Wiegand wurde vom Sondergericht Köln als Gewaltverbrecher wegen versuchten Raubmordes zum Tode, seine Ehefrau wegen Beihilfe zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. 1939 lernte die Angeklagte den Wiegand kennen, lebte mit ihm in wilder Ehe und heiratete ihn im März 1940, ohne daß die Ehe eine finanzielle Grundlage hatte. In ihrer Geldnot suchten beide am 19. Oktober 1940 eine Bekannte in Alsdorf, wo der Angeklagte gearbeitet hatte, au?, um von ihr Geld zu borgen. Diese bestellte die beiden auf nachmittags 5 Uhr, bis zu welcher Zeit sie sich im Walde in einer Trinkhalle aushielten. Als Wiegand bemerkte, daß der Inhaber Geld in seiner Börse hatte, reifte in ihm der Plan, ihn zu berauben. Während er seine Frau fortschickte, um an verab­redeter Stelle auf ihn zu warten, begleitete er den Budenbesitzer, der bereits Feierabend gemacht hatte, auf dem Wege zu seiner 300 Meter weit entfern­ten Wohnung. ' Unterwegs packte er ihn plötzlich, riß ihn zu Boden, würgte ihn am Halse und griff nach der Geldbörse in der Hinteren Hosentasche. Auf die Hilferufe des .Ueberfallenen eilten Leute herbei, so daß der Täter die Flucht ergriff. Bald jedoch konnte er festgenommen werden.

180 000 Postschließfächer.

Der Tag der Einführung der Postschließfächer durch die 'Reichspost jährt sich am 11. März 1941 zum 40. Male. Heute holen Behörden, Firmen und Einzelpersonen ihre Post ständig aus nahezu 180 000 Postschließfächern bei mehr als 1400 Aemtern und Amtsstellen der Deutschen Reichspost ab.

Don der 25örre.

Frankfurt a. M., 13. März. Die Aktien, Märkte lagen fast die gesamte Berichtszeit über sehr still, und die Kursfestsetzung selbst führender Papiere vollzog sich oft recht langsam. Angebot kam kaum heraus, auch die Nachfrage nach Aktien war nicht groß, so daß vielfach ein, wenn auch nur leich­tes Abgleiten der Kurse, zu verzeichnen war. Bei der Marktenge kam es dabei zu Kursschwankungen, die selten über 1 v H. hinan jqingen. Die Ausfüh­rungen, die Reichsbankpräsident Funk in der Reichsbank-HV. über die Aktienkurse machte, war- den lebhaft erörtert und gaben zum Wochenschluß vereinzelt Anlaß zu Abgaben. Die herauskommen- den Papiere wurden aber, wenn auch meist um 1 bis 3 v. H. niedrigeren Kursen, glatt ausgenommen. Diese Abgabenneigung nahm jedoch keinen größe. ren Umfang an und hörte n^rh km"'"r Zeir 'uf. Immerhin lagen dadurch am Wochenschluß die No- tierungen der führenden Aktien etwas unter denen der Vorwoche. Gut gehalten lagen dabei u. a. Der. Stahlwerke und von Chemieaktien Scheideanst^lt. Die Farbenaktie lag mit 199 wieder unter der 200er Grenze. Eine Sonderbewegung verzeichneten Bemberg, die auf Dividendengerüchte zunächst kräf­tig anzogen, auf Verwaltungsäuherungen jedoch ihren Gewinn wieder hergaben und am Donners­tag auf 182 nachgaben. Am Einheitsmarkt war das Geschäft anhaltend gering, und auch größere Kurs- Veränderungen traten kaum auf. Der Aktienfrei­verkehr hatte ebenfalls nur kleine Umsätze bei wenig veränderten Taxen.

Dagegen behielt der Rentenmarkt, vor allem ©taatspapiere, seine freundliche Haltung bei. Die Nachfrage nach den neuen Reichsschatzanweisun­gen hält an, auch in Pfandbriefen wird nach wie vor- starke Nachfrage gezeigt. In Jndustrieobliga- tionen und Stadtanleihen kam es nur zu ruhigem Geschäft, und Veränderunen hielten sich in engen Grenzen. Von den hier im Freiverkehr gehandelten festverzinslichen Papieren wurden Kommunalum­schuldung etwas heraufgesetzt. Steuergutscheine I schlossen mit 1055/a nur wenig leichter. Tagesgeld blieb unverändert 1,75 v. H.

STADTTHEATER GIESSEN

Abends 1921.45. Uhr

Erstaufführung!

Naturhaaröl

Gießen Klein Linden. Frankfurt a. M., Nieder Wöllstadt, den 12. März 1941.

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 15. März, um 15 Uhr statt

1286V

1282V

Samstag, den 15. März, im Stadttheater

ll.Veranstaltung im 16er-Ring

im 97. Lebensjahre.

In tiefer Trauer:

Offenbach am Main, den 13. März 1941.

A1ten-Bus?ck. Berlin,

Die Beeidigung findet am Samstag, dem 15. März, nachmittags */,3 Uhr statt

1285 P

Photo-Winterhoff

Kreuzplatz 9

Giessen

1293 A

Frau Elise Geismar, geb. Möser

nach kurzer Krankheit im 77. Lebensjahre von uns gegangen.

Freitag

Bremen (Hans-Thoma Straße 23), Gießen, den 14. März 1941.

Die Beisetzung hat in der Stille statt gefunden.

088!

Luflschulzgeräle

Ar

Stadttheater

Familie

Familie

Heinricii Körber

Ludwig Körber

Familie Philipp Lepper III.

Familie Theooor Körber

Im Namen der Hinterbliebenen: Dr. L. Geismar, z Z im Felde Martha Geismar, geb. Euler,

Am 12. März, nachmittags 6 Uhr. entschlief sanft, nach längerem mit großer Geduld ertragenem Leiden, unser guter, treusoigender Vater, Schwieger­vater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel

Familie Ludwig Döpp pebst 14 Enkelkindern 16 Urenkeln und allen Angehörigen.

Am 10. März ist unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Wilhelm Jung VIII.

Alma Jung

Lilli Blößer, geb. Jung

Dr. med. Elli Sälzer, geb. Jung

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Ernst Blößer Dr. med. Karl Sälzer Wilhelm Jung III.

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MlosseneVorstellong für die Wehrmacht

*1287 D

Herr Wilhelm Körber II

Altbürgermeister

Heute entschlief sanft nach schwerem Le:den meine liebe Frau, unsere treu- sorgende, liebevolle Mutter, Schwiegermutter, meine gute Tochter, unsere Schwester, Schwägerin, Nichte und Tante

Marie Jung, geb. Jung

im 59. Lebensjahr.

Feuerpatschen wieder eingetroffen Edgar 1294A

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Ein Anspruch auf Zuteilung besteht nicht.

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Gießen, den 13 März 1941.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.

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