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GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhejsen

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Berlin, 13. März. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Mehrere hundert deutscher Kampf­flugzeuge griffen während der ganzen Rächt beim Mondschein und klarer Sicht in rollendem Einsatz die Hafenanlagen von Liverpool-Bir­kenhead mit sehr starkem Erfolg an. Zahlreiche Hafeneinrichtungen und Lebensmittettager sowie am Hafen gelegene Induslriewerke wurden zerstört oder schwer aetroffen. Mehrere Schiffe gerieten in Brand. Weitere Nachtangriffe schwächerer Kampffliegerkräfte richteten sich gegen militärische Ziele und Industrie­anlagen in Schottland und Süd-England. Aufklä­rungsflugzeuge erzielten bei Angriffen gegen Geleitzüge an der britischen Ostküste Volltref­fer auf drei qrohen Handelsschiffen und versenkten ein Schiff von 1000 BRT. im Seegebiet von Great- Yarmouth. Leichte Kampfflugzeuge zerstörten bei Tage hallen und Unterkünfte auf einem Flug- plahinSüd-Lngland.

Lin Schnellboot versenkte bei einem Borsloh gegen die englische Südostküste einen britischen

weil die kulturelle Betätigung des tschechischen Volkes sich auch im vergangenen Jahr voll ent­wickeln konnte. Sie ist vielfach weit stärker als zu­vor und erfreut sich der weitgehenden Förderung der amtlichen deutschen Stellen. Dor allem aber ge­winnt die Ueberzeugung allmählich Boden, daß die tschechische Kultur im wesentlichen auf eine gemein­same Wurzel mit der deutschen zurückgeht und von ihr immer wieder zu allen Zeiten die stärksten Im­pulse empfangen hat.

So ist das Fazit, das wir ziehen können, ein durchaus günstiges und positives. Das Zusammen­leben zwischen Deutschen und Tschechen vollzieht sich in einer Form, die die besten Aussichten für die Zukunft gewährleistet. Als Staatspräsident Dr h a ch a vor einiger Zeit einmal gefragt wurde, wie er zu der Hetze der Benesch-Kreise in London stehe, da gab er die klare und eindeutige Antwort: ..Das tschechische Volk sieht nicht in Herrn Benesch, sondern in mir die beste Wahrung seiner berech-

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don treten.

Das ist im gewissen Umfange auch geglückt. Die Londoner Preise haben längst keine Bedeutung mehr für den sog. Weltmarkt. Wo heute noch das Bedürfnis besteht, sich nach Weltmarktpreisen zu orientieren, da muß man sich schon an die Neu- yorker Preise halten. Insofern ist Neuyork schon zum Weltmarkt geworden. Aber dieser Welt­markt macht den Amerikanern gar keinen rechten Spaß, denn seine Entwicklung ist alles andere als als erfreulich. Entgegen der vor dem Kriege nicht nur in Amerika weit verbreiteten Auffassung, daß er­heblich steigende Welthandelspreise zu erwarten seien, ist das Gegenteil eingetreten. Die Ent­wicklung ist zwar nicht einheitlich, aber im End­resultat waren im Jahre 1940 die Preissenkun­gen nicht nur in der Mehrzahl, sondern sie waren auch in ihrem Ausmaß erheblicher als die Preis­besserungen, die an einzelnen Märkten zu verzeich­nen waren. Vor allem aber spiegelt sich in ihnen eine Steigerung der Wirtschaftsnöte wider, deren Beseitigung man sich gerade von dem Kriege erhofft hatte: Die Notlage fast aller agrarischen Er­zeugnisse ist heute stärker als je zuvor.

Das gilt insbesondere für W e i z e n. Anfang die­ses Jahres notierte man in Chikago noch 103,25 Cents für den Bushel, Ende Dezember dagegen nur noch 87,00 Cents. Der Wegfall Europas, das nun einmal von allen Welthandelswaren überhaupt stets rund die Hälfte ausgenommen hat, in Verbindung mit relativ guten Ernten in Uebersee hat dazu ge­führt, daß der Weltweizenüberschuß mit 149 Mil­lionen Quarters (1 Quarter = 480 Libras; 1 Libra 0,453 Kilogramm) erheblich höher ist als im Vorjahr mit 131 und 1938/39 mit 112 Millionen Quarters. Der Druck der unverkäuflichen Weizen-

Washington, 13. März. (Europapreß.) Das Ersuchen, alle Schiffsverkäufe und Dercharterungen in Zukunft rechtzeitig anzumelden erließ die B n n- desschiffahrtsbehörde (Maritime Commrf- fion) am Mittwoch an alle Reedereien der Ver­einigten Staaten. Die Maßnahme die mit den Be­dürfnissen der A u f r ü st u n g begründet wird, lall den Bundesbehörden eine schärfere und dauernde Kontrolle über den verfügbaren Schiffsraum ermöglichen und gleichzeitig der Erhöhung der Ton­nagepreise und Frachtraten entqegenwirken, die aus

Druck und Verlag: vrühlsche UntDcrfltätsbraderei H. tauge

Walia durch. 3n Nordafrika bekämpfte die deutsche Luftwaffe britische Fahrzeugkolonnen und kraflwagenansammlungen wirkungsvoll mit Boni» ben und Bordwaffen.

Der Feind warf in der letzten Nacht auf Orte des norddeutschen Küstengebietes sowie auf die R e i ch s h a u p t st a d t Brand- und Spreng­bomben in größerer Zahl. Innerhalb von Wohn­vierteln wurde eine Anzahl von Gebäuden, darunter Kirchen und Krankenhäuser, beschädigt. An Industrieanlagen entstanden nur unerhebliche Schäden. Unter der Zivilbevölkerung ist eine Reihe von Toten und Verletzten zu beklagen. Zehn der angreifenden Flugzeuge wurden durch Nachtjäger und Flakartillerie a b g e f ch o s s e n. Außerdem ver- tor der Feind bei Tage drei Flugzeuge in Luftkämp­fen. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt.

Fünf Spitfire-Flugzeuge über dem Kanal obgeschossen.

Berlin, 13. März. (DNB.) Zwischen deutschen Iügern und englischen Spttfire-Flugzeugen kam cs im Laufe des Donnerstag über dem Kanal zu Luftkämpfen, bei denen fünf Spitfire-Flug-

Harriman nnd Buddle in Lissabon.

Lissabon. 13. März. (Europapreß.) Mft. dem Clipper traf am Mittwochnachmittag der S o y d er­be a u f t r a g t e Roosevelts für die Abwick­lung der nordamerikanischen Lieferungen nach Eng-

PI. Jahrgang nr.62 (äricbenu tanlicü. anbei tzonnmas und »Vetertna* grilanen:Tie3Umtnerte ) (Siebener »>anuhenblnttei * L?nnmimBild TieS-cholle

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Bit mehreren Hundert Flngzenaen gegen die Hasenanlagen von Liverpool-Virkenhead.

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jcchr zu bringen. Die Gesamtschuld beläuft sich im Augenblick auf 56 Milliarden Dollar, steigt jedoch von Woche zu Woche um mehr als hundert Millio­nen Dollar.

Unter dem Gchock der letzten Gchifisverlusie.

Stockholm, 14. März. (DNB. Funkspruch.) Em Bericht des Londoner Korrespondenten von Nya Dagligt Allehanda" spiegelt den nachhaltigen Eindruck wider, den in London die für England so katastrophale Versenkungsziffer der letzt­bekanntgegebenen Woche hervorgerufen hat. In der Woche vom 24. Februar bis 2. März sind über 400 000 BRT. versenkt worden, von denen der letzte Wochenbericht der britischen Admiralität nur 148 038 BRT. zugegeben hat, immerhin eine Zahl, die die von der Jllusionsagitation betörten Enaländer in eine erklärliche Bestürzung versetzt hat. Man ist in London bemüht, die englische Bevölkerung damit zu trösten, daß man erklärt, daß die englischen Gegenmaßnahmen in der letzten Zeit sehr wirkungsvoll gewesen seien. Freilich habe man die Ergebnisse geheim halten müssen.

Die Lage der Handelsschiffahrt wird überhaupt so geheim wie möglich gehalten, was auch nur zu verständlich ist. Daher wurde auch am Donnerstag, wie Reuter meldet, auf den Wunsch mehrerer Abge­ordneter des Unterhauses eine Geheimsitzung abaehalten, in der über die Lage in der Handels­schiffahrt debattiert wurde Der ganze Ernst der Lage für England wird aus dem Hinweis des Lon­doner Korrespondenten vonNya Daaligt Alle- handa" deutlich, daß die englische Oeffentlichkeit auf schwere Wochen vorbereitet werde.

Anmeldepflicht für Schiffsverkäuse in USA.

Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bisU'/.Udr desBm-mtttags

An-eiaeu-Preiie:

Anzeigenteil 7 Rvf le mm bei 22 mm Beilenbreite# Tertteil 50 Nvi. ie mm bei 70 mm /Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstallell Abschlüsse Mengenitabel B Plavvorsckmtt «vorherige Vereinbarung l 25' n mehr

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isch en einst und jetzt gerade- auf Schritt und Tritt in die Augen. Die deutsche

Ortneif aut «cyriu uno Z-rui in ine äugen, -uuc ucuqujc ctt muj Corache ist die Verkehrssprache, die Straßenschilder ialat o) |

Wen heute sein Weg in das Protektorat Böhmen urb Mähren führt, sei es daß er nach Prag oder eiter anderen Stadt kommt, dem springt der U n -

London eine belagerte Festung."

Ein amerikanischer Augenzeugenbericht. - Ruinen als Rohstoffquelle.

ngen zuerst die deutsche und darunter die tschechi-

Bezeichnung, die Straßenbahnschaffner rufen )e Haltestellen erst auf deutsch und dann auf tzechisch aus, in den Gaststätten tragen die Speis-n perft die deutsche und dann die tschechische Bezeich- Lng usw. Die deutsche Sprache, die vor wenig n°hr als zwei Jahren in der Oeffentlichkeit zu ge- muchen ein heikles und oft recht unangnehmes lliterfangen war, steht jetzt wieder hoch im Kurs. : e wird zudem nahezu von der Gesamtheit der Zchechen beherrscht, wobei lediglich die jüngere 3=neration ausgenommen ist, die in dem Benesch-

lurchsetzem"

Staatssekretär Karl Hermann Frank, eine fahrende Persönlichkeit des Deutschtums »rn Pro- tBtorat hat sich unlängst in einer längeren Abhand­lung in der ZeitschriftBöhmen und Mahren mit diesen Greifen auseinandergesetzt und dabei die Fest­stellung getroffen, daß ein großer Teil der Legio- nire noch heute feine lichtscheue Tätigkeit fortsetzt Md vor allem Träger der relchsfeind- l chen Flüsterpropaganda ist. Er schrieb. ,Zhre (der Legionäre) Ausscheidung aus dem öffent­lichen Leben und ihre Aussonderung aus dem jcyat- fiiiden Leben des tschechischen Volkes darf und kann (hier nicht als eine Verfolgung des tschechischen Hottiotisrnus empfunden werden. Es ist vollkommen falsch, wenn in gewissen tschechischen Kreisen be- hiuptet wird, der Begriff der Legion sei bis zu emem gewissen Grade identisch mit dem -Begriff des tschechischen Patriotismus Ich glaube, die deutsch- f-indliche und asoziale Haltung und Einstellung der tchechjschen Legionäre genügend bewiesen zu haben, um feststellen zu können, daß für uns eine Ableh­nung des Legionärtums nicht gleichbedeutend ist mit euer Ablehnung ober Verfolgung wahrhaft ttchchi- schen nationalen Empfindens. Gewiß kann man den kchechischen Legionärsgedanken als Ausdruck eines gi steigerten Nationalismus ansehen al^rbmgs nur ir einer Zeit, in der das ^abrliche Geschichtsblld lalackys und die tm politisch luftleeren Raum tnftruierten Thesen Masaryks und Benesch bas tschechische Volk beherrschten und von ihm ge­bubt wurden. Die Zeit, die im Kampf der , Tschechen gegen Deutsch! and die schicksal- I hifte Mission dieses Volkes sah, ift e n b g u . t g ! üo r b e i. Aus diesem Mythus ist 1918 die tschecho- I flvwakisch? Republik entftanben. Mer Staat aber : nutzte zerbrechen, weil die Idee salsch war. Heute i k- es höchste Zeit, datz die frührenden Kreise wie

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es übrigens die breite Masse des tschechischen Volkes bereits getan hat - erkennen, wie sehr die Epoche 1918 bis 1939 eine Fehlentwicklung war und beinahe zum Ende der tschechischen Nation geführt hat. Man muß in jenen tschechischen Kreisen auch erkennen, daß diese Fehlentwicklung erst durch das (Eingreifen des Füh­rers zugunsten einer organischen und an historischen Beispielen bewährten Lösung korrigiert wurde."

Mit diesen Ausführungen des Staatssekretärs ist bas Kernproblem beutlich Umrissen. Die Masse bes tschechischen Volkes, bem es, was befonbers betont sei, wirtschaftlich keineswegs schlecht geht, ist burchaus aus ben Fehlern ber Vergangenheit zu lernen gewillt unb stellt bieses im täglichen Leben beutlich genug unter Beweis. Diese Ansicht ge= , winnt nicht zuletzt auch deshalb steigend an Boden, tigten Interessen.

Churchills letzte Karte.

Oer Dank für das Englandhiife-Geseh. Das Ecko in Rom.

14 Märr. (Eurovavreß) In den beweg- land, Harriman, in Lissabon ein. Erklärungen, 14. Marz. (Europapreß. »n um DOn ber Presse gebeten wurde, gab er - ' nicht. Er deutete lediglich an, er gedenke ungemhr

drei Monate in England zu bleiben. Von Bord des gleichen Clippers stieg auch der nordamerikanische Botschafter B i d d l e, der die Aufgabe hat, die nordamerikanische Regierung bei den von der eng­lischen Regierung anerkannten polnischen, holländi­schen und belgischen Ausschüssen in London zu ver-

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ten Worten, mit denen Churc, Unterhaus die Billiaung des England- Hilf e - G e s e tz e s in USA. cingekundigt hat, habe die Welt so schreibt die römische Presse, alle Angst des alten England Mitschwingen hören können, das sich wohlbewußt sei oon ber Achse bereits in nicht wiebergutzumachenber Weise geschlagen worben zu sein unb in der norbameri- kanischen Hilfeleistung die letzte Karte besitze. Zum ersten Male in seiner ganzen Geschichte er­kläre England Europa, nicht mehr Herr seiner Ge­schicke zu sein und seinen Fortbestand nur der Hilfe eines anderen Staates zu danken. Nicht mehr Eng­land, sondern die USA. ständen jetzt an der Spitze der englischsp'-echenden Völker. Tatsache sei, daß England, das in seiner gegenwärtigen Struk­tur nur als beherrschende, die Welt aussaugende Macht bestehen könne, die Hilfe der USA. benötige. (Eine Macht, die die Weltherrschaft führe, könne wohl Trabanten und Schutzbefohlene, nicht aber Gleichberechtigte, brauchen. England habe damit be­reits auf seine Stellung als Weltmacht verzichtet. Nach weniger als eineinhalb Jah­ren Krieg habe England die wichtigsten Kennzeichen seiner historischen unb politischen Haltung als Imperium eingebüßt.

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Im Mittelmeerraum führten deutsche Kampfflugzeuge zusammen mit italienischen Ber- .

bänden bewaffnete Aufklärung gegen die Insel >zeuge abgeschoffen wurden.

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Supp;.' tir schied zw i oitneifj | A,,f

^Die^Schicht ber Intellektuellen jedoch hat sch trotz der ernsten Lehren des Krieges noch nicht tu von überzeugen lassen, daß bie neue Lage in rfter Linie auch ben Lebensinteressen der tschecy:- hen Bevölkerung bient. Eine befonbers befrenv l-nbe Rolle spielen babei jene Kreise, die im Lager Ist Legionäre zu fmben sinb, wobei von deat- Äer Seite klar und eindeutig der Standpunkt oer- beten wird, daß für eine Mentalität der Legionäre !°ute kein Platz mehr ist. Für die Haltung dieser ! reise dürfte eine Bettachtung besonders aufschlutz- 'isich sein, die am 5. Oktober 1938, also J1 ad) ber Heimkehr des Sudetenlandes, In der Zeitschr'ft Regie" erschien:Wir haben ein Gebiet verloren, !as uns ans Herz gewachsen ist. Wir verloren Jllu- »nen. Wer Illusionen verliert, gewinnt Ueber- I gung. Wir gehen m die Zukunft mit erhobenem t; tiupt unb mit dem Mute, den nichts bricht, mit lern Bewußtsein, daß auch unser Tag kommen t erbe" Am 26 April 1939, kurz nach Errichtung 1-s Protektorats, würbe vom Exekutivausschuß des .Dlarobni sourucenstvi" dieNa11ona l e Der- «iinigung der Legionär e" unter der Fuh- unq bes Legionärs Sliva geschaffen. Sie stellte ime Bereinigung aller Legionär-Derbande der füheren Zeit dar. In einem Geheimrundschreiben t irb derneue" Standpunkt umschrieben:uur ns Legionäre muß entscheidend und richtunggebend firn, daß wir uns gut in die nationale Arbeit euv Men, ob sie so oder so organisiert wird Je siuher wir unsere ideelle (Einigung organisiert laben, desto eher und erfolgreicher werden wir uns 'n nationalen Leben auch bei seiner neuen Fvrm

Zwei Jahre prolekiorai Böhmen und Mhren

Bon umerem D. S.-Korrewondenlen.

Washington, 13. März. (Europapreß.) Annahme bes Englandhilje-Gesetzes verspricht Bereinigten Staaten erhebliche wirtschaftliche Schwie­rigkeiten zu verursachen. Bereits zur Zeit bes In­krafttretens bes Gesetzes sinb sieben Milliar- ben Dollar angesorbert bzw. verbraucht worden, so baß bie Möglichkeit besteht, baß bie Höchstgrenze für bie Staatsschulb, bie vor zwei Wochen bereits auf 65 Milliarben Dollar erhöht würbe, nochmals erhöht werben muß. Roosevelt hat bie Höhe ber Ausgaben auf 8.5 Mil liarben Dollar veranschlagt, ohne bie auslänbische Hilfe bis Enbe Juni 1940 einzubeziehen. Das Hilfe­programm hat also bereits sieben Milliarden Dollar zu einem Zeitpunkt verschlungen, ba bie Höchst- ------

grenze für bie Staatsschulb zu niebrig eingesetzt ber Schiffsraumknappheit zu entstehen war, um das Staatsbudget glatt durch das Finanz-j drohen.

der Behörden Zusammenhänge. Im übrigen berich­tet der Augenzeuge, daß eine einzige Bombe, bie bei Charing Croß, einem Brennpunkt bes Lonboner Verkehrs, explobierte, einen Schaden von rund zweieinhalb Millionen Pfund verursacht habe. Was für ungeheure Zerstörungen aber auch gerade an großen öffentlichen Gebäuden, Jndusttiewerken und Lagerspeichern entstanden sein müssen, geht aus einer aufschlußreichen Betrachtung des Londoner Daily Mirror" hervor. Das Blatt beklagt die Des» Organisation auf dem Gebiete ber Eisenoerwertung unb wirst bie Frage auf, warum man bie Lon­doner Parkgitter abreiße, während Hefige Mengen greifbaren und guten Eisens völlig unge­nützt in London umherlägen. Noch nie habe man ein so reichhaltiges Lager a n eisernen Trä­gern gesehen, wie es jetzt die City von Lon­don infolge der Luftangriffe aufweise. Es müsse doch möglich sein, sich mit den (Eigentümern der zerstörten Gebäude über die Verwertung der Eisen- unb Stahl-

Enttäuschte Plutokraten in LtGA.

Die Aufdeckung des amerikanischen Einmischungs- oersuches in den europäischen Krieg durch unmittel­bare Einwirkung auf die jugoslawische Regierung mag den Verantwortlichen in Amerika zwar pein­lich sein, uns überrascht sie nicht. Wir wußten von Anfang an, daß dieser Krieg ein Kampf des natio­nalen Sozialismus gegen den internationalen Kapi­talismus und die diesen regierende Macht der Plu- tofratie ist. Wir wußten auch von Anfang an, daß diese internationale Plutokratie ebenso in den Ver­einigten Staaten zu Hause ist wie in England. Mit einer entsprechenden Einstellung dieser amerikani­schen Plutokratie war also von vornherein zu rech­nen.

Trotzdem besitzen bie Vorgänge in Jugoslawien auch für uns einen besonderen Wert, weil sie erken» nen lassen, wie stark sich heute bie amerikanische Plutokratie schon selbst e.insetzen muß. So wenig wie bie englische Plutokratie zu Beginn bes Krieges daran bachte, baß Englanb ben Krieg prak­tisch allein unb unter vollem Einsatz seiner eigenen Kraft würbe führen müssen, so wenig bachte bie amerikanische Plutokratie baran, aktiv hervorzu­treten. Der Krieg in Europa sollte für Amerika das große Geschäft werden, das den einzel­nen Plutokraten Riesengewinne, der Regierung aber Befreiung aus den Nöten der völlig verfahrenen wirtschaftlichen Lage bringen würbe. Amerika wollte bie wirtschaftliche Stellung Englands in diesem Kriege endgültig übernehmen, unb zwar ganz ohne Risiko unb ohne jeben eigenen Einsatz. Neuyork sollte als Weltmarkt an bie Stelle von Lon-

treten.

Kostspielige Folgen der Englandhilfe.

Die Staatsschuld der USA. wächst.

N e u y o r k, 14. März. (DNB. Funkspruch.)Lon- bon ähnelt heute einer belagerten Festung!", erklärt ber amerikanische Journalist Walter ©rabner. Es gebe wohl niemanden in ber britischen Hauptstadt, ber sich nicht aus biefer Festung fortsehne und sie verlassen würbe, wenn er nur könnte. Wenn man bedenke, baß in ben letzten Tagen auf Lonbon nicht weniger als h u n b e r t t a u s e n b Bomdenver- febiebenfter Art abgeworfen würben, könne man sich bie Zerstörungen- oorftellen. Rings um ben Piccadilly Circus, dem verkehrs­reichsten Platz Londons, gebe es kaum noch einige Gebäude, die nicht von Bomben beschädigt sind. Die größten Zerstörungen seien i m ö st l i ch e n Teil der Stadt entstanden, was sich daraus erkläre, daß diese unmittelbar an die kriegswichtigen D o ck s und Werfen grenzenden Viertel aus einer Un­zahl kleiner zusammenhängender, wenig solide ge­bauter Häuser bestehen. Die Lage der Bevölkerung tm Osten sei zweifellos außerordentlich schwer, was jum Teil mit ben völlig unzulänglichen Maßnahmen stelle zu einigen.

System heranqewachsen ist.

Wie stellt sich nun bas Verhältnis zw i- ihen bem Deutschtum unb ben Tsche- den bar? Wie haben sich bie Tschechen mit der fctuorbnung abgefunben? Die Untersuchung biefer >ag? ist gerabe jetzt von besonderer Bedeutung, irb boch am 16. März zwei Jahre seit ber Raffung bes Protektorats vergangen. Von ver- twortlichen Stellen unb Persönlichkeiten ist schon rit auf bie Notwendigkeit hingewiesen worden, ne planmäßige Erziehung des tschechischen Volkes : m Reichsgedanken einzuleiten. Es liegt auf ber hab, daß im Rahmen dieser Bestrebungen der - im übrigen recht zahlreichen und manntgfalh= en tschechischen Presse eine besondere Be- iutung zukommt. Es kann eine Tatsache, die t rzlich auch ber Reichsprotektor unterstrichen hat ^gestellt werben, baß die tschechische Presse, mit wenigen Ausnahmen, die ihr zufallende verant- tortungsDoUe Aufgabe erkannt hat unb zu ihrem M zur Aufklärung bes Volkes beizuttagen ver­ficht. Die maßgebenden tschechischen Journalisten fiben eine erfreuliche Initiative gezeigt. In ben breiten Schichten bes Volkes wachst die Erkenntnis, baß es bas friedliche Leben m rfter inie bem Führer verbankt, ber bem bohmisch- rährischen Raum bas Schicksal Polens, Norwegens, fbüanbs, Belgiens unb Frankreichs, seiner Haupt- !»dt aber bas Los Warschaus unb Rotterdams er» ißrt hat. Man ist sich barüber im Klaren, daß ber utsche Soldat mit seinem Einsatz von den Gefilden brr Moldau jeden Kriegsschrecken fern-