Einzelbild herunterladen

.jtein in das Gebiet der vom Zweig Gießen-Ober» liessen des Deutschen Alpenvereins erbauten und un­terhaltenen 2300 m hoch gelegenen Gießener Hütte. Er zeigte außerdem den bequemen Aufstieg zur Hütte durch das Gönstal. In den vielen Bildern, vom Vortragenden durch persönliche Erlebnisse recht lebendig aestaltet, erschloß sich den Zuhörern die herrliche Alpenwelt mit ihren Bergen, Schluchten und Gletschern. Sie sahen dazwischen lieblich ein­gebettete kleine Täler mit wildromantischen Gebirgs­bächen, steil abfallenden Wasserfällen und Seen. Da alle Bilder mit Farbfilm ausgenommen waren, kam die Schönheit der Tiroler Berge, wie über­haupt des ganzen Landes recht zur Geltung, und mancher DHCer hatte gewiß den Wunsch, diese Schönheiten einmal an Ort und Stelle kennenzuler­nen. Für den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Dortrag stattete der Zweigvereinsführer dem Vor- tragenden den herzlichen Dank der Zuhörer ab. Nach dem Vortrag wurden noch einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt, sowie die Grüße unD Mit­teilungen der im Felde stehenden Wanderkameraden übermittelt.

Bitaminaktion

für das Gemeinschastslager.

NSG. Die Aemter für Arbeitseinsatz und Gesund­heit und Volksschutz in der Deutschen Arbeitsfront führen eine bedeutungsvolle Vitaminaktion durch. In den von der DAF. betreuten Gemeinschafts- lagern werden in der Zeit vom 1. März bis 31. Mai den deutschen und ausländischen Arbeitern Ditamin- tabletten verabreicht werden, die in der sonnen- armen Zeit dem Körper die nötigen Wirk- und Schutzstoffe zuführen. Die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Steigerung der Leistungs­kraft durch Vitamingaben sind hinreichend bekannt. Zur Verteilung gelangt das von Professor Dr. Mo­rell angegebene Vitamultin, das nicht nur Vita­min C, sondern auch Vitamin B und andere wichtige Wirkstoffe enthält. Die Arbeitskameraden in den Lagern werden durch einen Appell auf die Bedeu­tung dieser Aktton hingewiesen werden. Die Ver­teilung erfolgt durch die Lagersührer.

ßen, dessen Ertrag dem Kriegs-WHW. zugute kam. Das Schießen stand unter der Leitung des Kameradschaftsführers Weber und des Schieß- warts K. Loh. Geschossen wurde mit vier Klein­kalibergewehren. Die interessante Schießveranstal- hing fand bei der Bevölkerung, insbesondere bei der Jugend, großen Anklang, so daß vom Beginn bis zum Ende reger Schießbetrieb herrschte. Die vier besten Schützen konnten mit gestifteten Preisen ausgezeichnet werden. Dem Kriegs-WHW. konnte der Nettoerlös von 85, RM. überwiesen werden.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 13. Febr. Es notierten je 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,5, b) 42,5; Bullen a) 43,5 bis 44,5, b) 40 bis 40,5; Kühe 43,5 bis 44,5, b) 39 bis 40,5, c) 30 bis 34,5, d) 23 bis 25; Färsen a) 44 bis 45,5, b) 40 bis 41,5; Kälber a) 59, b) 55 bis 59, c) 45 bis 50, d) 35 bis 40; HäMmel b2) 48 bis 51, c) 38 bis 44; Schafe a) 36 bis 40; Schweine a) 57,5, bl) 57,5, b2) 56,5, c) 54,5, d) 51,5, e) 49,5; gl) Sauen 57,5. Marktverkauf: alles zugeteilt.

Die Versorgungsiage im Mein-Min-Gebiet.

Der Bedarf an Milch und Milcherzeugnissen war auch in dieser Woche wieder hinreichend gedeckt.

Die Verteilung von Aepfeln auf Karten läuft am 15. 2. 41 ab. Es ist beabsichttgt, die weitere Ausgabe von Aepfeln nicht mehr an Karten zu binden. Näheres wird in Kürze in der Presse be­kanntgegeben. Kleinere Posten italienischer Apfel­sinen wurden an Krankenhäuser usw. verteilt. Zitronen sind ausreichend am Markt.

Das schneefreie milde Wetter hat stärkere An­fuhren der Erzeuger bewirkt, die namentlich Feld­salat und Grünkohl in großen Mengen zum Ver­kauf brachten. Der sonstige Gemüsebedarf wurde durch Auslagerung von Kopfkohl und reichlich vor­handenen Erdkohlrabi gedeckt. Da die Wehrmacht nun auch Erdkohlrabi in größerem Umfange ver- wnedet, hat die Lage auf dem Gemüsemartt eine Entspannung erfahren.

Die Verladetätigkeit in der Berichtswoche war äußerst rege. Rund 1000 Tonnen Kartoffeln mür­ben während dieser Zeit an Empfangsverteiler in dre Saarpfalz bzw. Lothringen geliefert. Der ein­

heimische Empfangsgroßhandel füllte den ßagerbe- stand auf. Das Angebot seitens der Erzeuger ist ver- hältnismäßig groß, da der Wille besteht, alle noch verfügbaren Mengen jetzt abzusetzen, um später ein Abkeimen der Kartoffeln zu ersparen.

Die Versorgung der Bevölkerung und des Klein- Handels war nach wie vor gut. Ein Fleifchzufchuß war auf allen Märkten und Verteilungsstellen des gesamten Verbandsgebietes nicht erforderlich. Die Voranmeldungen waren überall größer als der Be­darf und erlaubten, besonders auf dem Frankfurter Markt, Herausnahme und Umleitungen. Die Käl­berzufuhren waren wiederum recht reichlich. Für die Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeugnisse fand eine Herausnahme von 1000 Kälbern statt, und es wurden für gleiche Herausnahmen noch 500 Schweine über den Bedarf zugelassen. Ebenso wurden vom Frankfurter Markt 225 Rinder um­geleitet. Der Schafaustrieb belief sich auf die Stück­zahl von 179. Wiederum kann man die Fleisch­qualitäten der einzelnen Tierarten als recht befrie­digend bezeichnen.

SJtxfport

Vorbereitungen für die Deutsche

Machtvoller Aufmarsch der Jugend.

** Beförderung. Der Soldat Wilhelm Hein­rich Brück von hier, Seltersweg 55 wohnhaft, wurde zum Gefreiten befördert.

Aus der engeren Heimat.

Beim Spiel ertrunken.

* ß i d), 13. ftebjr. Ein schwerer Unglücksfall, dem leider ein blühendes Kind zum Opfer fiel, ereignete sich am heutigen Donnerstagmittag an der Wet­ter. Dort spielten mehrere Kinder, darunter auch das 3% Jahre alte Söhnchen Erich des Landwirts Karl Walz. Das bedauernswerte Bübchen fiel beim Spiel in die Wetter und wurde ab­getrieben, bevor Hilfe zur Stelle war. Als man das Kind einige Zeit später auffand, war es bereits t o t.

Landkreis Gießen.

4- Grünberg, 13. Febr. Die sechste Veranstal­tung des Feierabendringes brachte den Vortrag eines Offiziers der Wehrmacht, der einen anschaulichen Bericht über die Kämpfe seines Trup- venteils im Westen gab. Die Veranstaltung, die in Der Turnhalle stattfand, war gut besucht.

Kreis Alsfeld.

Deckenbach, 14. Februar. Am morgigen Samstag, 15. Februar, begehen die Eheleute Jo­hannes Steinbrecher und Frau Marianne, geb. Feyh, im Kreise iyrer 5 Kinder, 13 Enkel und 6 Urenkel das Fest der goldenen Hochzeit. Die Jubilarin ist 75, der Jubilar 74 Jahre alt. Dem Jubelpaar gelten auch unsere herzlichen Glück­wünsche.

Kreis Wetzlar.

> Dutenhofen, 13. Febr. Die hiesige Krie­gerkameradschaft veranstaltete am Sonntag imGambrinus" ein öffentliches O p f e r f ch i e -

Bereichömeisterschastsvorrunde.

In einer Laguna der Bezirksfachwarte und Mit­arbeiter des Bezirks 8 Gießen im NS.-Reichsbund für Leibesübungen wurden nach kurzer Begrüßung durch Bezirksführer Stein Berichte über das Turnen der Meisterklasse Jahrgang 1918 bis 22 in Kassel (Heller) und über die Deutsche Meisterschaft im Gerätturnen in Karlsruhe (Dr. Pfeffer) gege­ben.

Nach dem Bericht des Bezirkssportwarts wird schon seit dem Herbst eine sehr rege Schulungs­arbeit durchgeführt, an der hauptsächlich die Fach­ämter Turnen (Uebungsleiter und Uebungslelterin- neu), Skilauf, Radfahren, Leichtathletik, Schwer­athletik und Handball beteiligt find. Auch in den nächsten Monaten wird diese Schulungsarbeit fort­gesetzt.

Einen breiten Raum der Besprechung nahmen die Vorbereitungen zur Durchführung der Deutschen Bereichsmeisterschaftsvorrunde im Gerätturnen am 9. März in Gießen ein. Bezirksführer Stein gab einen Ueberblick über die von ihm bis jetzt durch­geführten Arbeiten und stellte den gesamten Orga­nisationsplan auf. Die einzelnen Ausschüsse wurden ernannt und die Arbeiten so verteilt, daß eine rei­bungslose Durchführung gewährleistet ist. Durch Hinweise in der Presse ist die Öffentlichkeit auf diese für Gießen einmalige Veranstaltung schon aufmerksam gemacht worden. In Gießen turnen die Mannschaften aus 4 Sportbereichen. Es ist anzu­nehmen, daß unter diesen auch der Deutsche Meister sein wird. Der Kartenvorverkauf beginnt in den nächsten Tagen, da große Nachfrage besteht. Nicht nur die Einwohner der Stadt Gießen, auch die Freunde des Gerätturnens in der näheren und weiteren Umgebung werden die Gelegenheit wahr­nehmen, die an der Spitze der deutschen Rangliste stehenden Gerätturner turnen zu sehen.

Die 8. MnlerkampfspleK in Garmisch-Partenkirchen.

Für die 6. Wintertampfspiele der Hitler-Jugend, die nach Abschluß der Internationalen Wintersport­woche in Garmisch-Partenkirchen beginnen, lief jetzt die Meldefrist ab. Zu den skisportlichen Wettbewer­ben sind aus allen Gebieten und Obergauen 610 Jungen und 185 Mädel gemeldet worden. Da noch die Meldungen aus einigen Hochgebirgsgebieten und Obergauen ausstehen, werden sich diese Zahlen auf 700 Jungen und 250 Madel erhöhen. Dazu kommen zwölf Eishockey-Mannschaften, die bereits am 20., 21. und 22. Februar in München zur Vorrunde antreten. Die hier ermittelten acht besten Mannschaften, also weitere 90 Hitlerjungen, neh­men an den Endspielen der Jugendmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen teil. Die Meisterschaften und Reichssiegerwettbewerbe im Eiskunstlauf werden in allen ausgeschriebenen Jugendklassen von 90 Mädeln und 45 Jungen bestritten.

V. Internationale Mintersportwoche.

Alpine Wettbewerbe und Springen stark beseht.

Nach dem 18-Kilometer-Langlauf werden am Wochenende auf der Internationalen Wintersport­woche in Garmisch-Partenkirchen der AbfahrtS- und der Torlauf entschieden. Für den internationalen Wettbewerb liegen über 100 Meldungen vor. Deutschland ist mit 80 Bewerbern um die Deutsche Meisterschaft am stärksten vertteten, aber die Ita­liener Marcellin und Sertorelli, die Finnen Van- ninen, Penttilä, die Schweden Hansson, Larsson, Persson und Jsderg, sowie der Japa«r Sugawara bilden selbst für Weltmeister Josef Jennewein, Heli Lantschner, Albert Pfeifer usw. eine starke Gegner­schaft. Die Deutschen gehen mit den besten Aussich­ten in den nationalen Titelkampf; auf einen der ersten Plätze sollte auch der Jugendmeister Engel­bert Haider kommen. Wie bei den Männern Jenne­wein, so hat bei den Frauen Christel Cranz die drei

(Nachdruck verboten.)

25 Fortsetzung.

Umwege -es Herzens

Roman von h.H. hänfen

Copyright by Prometheus «Verlag Dr. Eidiadter Grobeneed

Schön. Nehmen wir an, daß Sie zwischen zwölf Uhr zwanzig und ein Uhr in der Nacht an der Lich­tung angelangt sind, dort sich Ihren Standort aus» suchten und auf dem Boden sitzend und an einen Daum gelehnt etwas geschlafen haben. Wann sind Sie denn wach geworden?"

Es wurde gerade ein bißchen dämmrig. Also muß es wohl so um drei Uhr herum gewesen sein."

Was haben Sie dann gemacht?"

Ich habe das Gewehr schußfertig gehalten und neben mich gelegt. Dann kontrollierte ich den Wald­rand, um zu sehen, wenn Rehe heraustraten."

Wie lange haben Sie aesessen?"

Ungefähr eine Stunde?

Und was geschah Dann?"

Ungefähr um vier Uhr herum, ich weiß nicht genau wann, aber der Sonne nach muß es unge­fähr vier gewesen sein, habe ich plötzlich aus der Richtung des Jagdhauses her drei Schüsse gehört."

Wie weit von Ihnen entfernt sollen die gefallen fein9"

Das ist schwer zu sagen. Wenn alles so still ist und man plötzlich Schüsse hört, kann man das nicht schätzen. Es können zweihundert, aber auch tausend Meter gewesen sein/

Die Jagdhütte liegt in der Luftlinie gemessen genau 1,9 Kilometer von der Stelle an der Lichtung entfernt, an der Sie gesessen haben wollen. Die Mordstelle ist aber nur zweihundertsiebzig Meter weit weg."

Das weiß ick. Aber das ist ja kein Widerspruch zu meiner Darstellung."

Was wollen Sie Dann gemacht haben, als die Schüsse gefallen waren?"

Ich dacyte, die Pächter wären in der Nähe und hätten auf Rehe geschossen. Deshalb bin ich schnell am Waldrand entlanggelaufen bis zu den Aeckern und bann durch einen Graben geduckt bis zur Land­straße. Von da hatte ich nur noch ein paar Minuten nachHause."

Wann waren Sie m Haufe?" OroDielleicht um halb fünf Uhr." Droö.l. haben bei der Voruntersuchung Angaben Drog^E. der Schüsse gemacht, die Sie gehört Löwen-Dri^. .

Drog.Bornema^ft war bestimmt ein Schrotschutz Drog. Aug. Noll n Klang. Der zweite muß von einer. Drog. H Noll Lu?a^en- $cr klang anders als Viktoria-Drog., Maroie Schuß aus einem Mili-

Diese Angaben stimmen auffallend mit den tat­sächlich abgegebenen Schüssen überein. Kühlitz hat aus seinem Drilling einen Schrotschuß und einen Kugelschuß abgegeben. Dann wurde er mit einem Schüh aus einem früheren Militärkarabiner er­mordet."

,L)ann stimmt es doch, was ich gesagt habe."

Natürlich, aber es ist auffallend, daß es so haar­genau stimmt. Man könnte es auch fo auffajfen, als ob Sie die Schüsse unmittelbar erlebt haben, die zwei ersten als die Person, auf die geschossen wurde, den letzten als der Schutze selbst. Später haben Sie diese Angaben gemacht, um Den Anschein Der Glaub- Würdigkeit xu erwecken, weil Sie damit rechnen mußten, daß vielleicht noch jemand anders Die Schüsse gehört hatte."

Nein, so ist das nicht. Jeder Jäger kann beftäti­gen, daß man Schrot- und Kugelschüsse am Klang unterscheiden kann."

Wir werden nachher noch Den Waffensachver­ständigen hören."

Staatsanwalt und Verteidiger hatten keine Fragen an den Angeklagten, und Der Vorsitzende schloß nach einigen weiteren unwesentlichen Befragungen Die Vernehmung.

Als erster Zeuge erschien Der Gendarm von Neu­dorf. Er berichtete knapp, was er nach der Mel­dung von der Auffindung des erschossenen Mannes unternommen hatte. Seine Aussage wurde ergänzt durch die Bekundungen des Ortsvorstehers, Der an der Leiche Wache stand, und Der Spaziergänger, die Kühlitz aufgefunden hatten.

Dann gab Kriminal rat Doktor Bruchhausen einen aufschlußreichen Bericht über Die angestellten Er­mittlungen, Das anfängliche Leugnen Des Verhaf­teten, und die nur mühsam aus ihm herausgeholten Geständnisse, die sich aber lediglich auf Das Schlin­genstellen, den Versuch, einen Rehbock zu schießen und seinen Aufenthalt an der Lichtung bezogen.

Der Waffen sachverständige wiederholte die An­gaben, die er bereits gegenüber Der Kriminalpolizei gemacht hatte und bestätigte auf ausdrückliches Be- ragen Des Vorsitzenden und des Verteidigers, daß eher Kundige leicht in einer Entfernung von knapp rreihundert Meter Kugel- und Schroffchüffe ausein­anderhalten könne.

Als Belastungszeugen, die auf Antrag der Staats­anwaltschaft geladen waren, erschienen Der Gendar­merie-meister des Bezirks, Der Ortsbauernfuhrer, Der Förster und Der Arbeitgeber Des Angeklagten, die übereinstimmend berichteten, daß Korn zu Gewalt- taten neige, ständig im Verdacht der Wilderei stehe, ohne daß man ihm etwas nachweisen könne und nach dm allgemeinen Vermutungen auch an zahl- reidjen Felddiebstählen beteiligt sei. lieber fein Ver­halten gegen Frau Korn, Arbeitskameraden und Stammti schge nassen wurden eine Menge Einzel­heiten erzählt, die em schlechtes Licht auf Den Ange­

klagten warfen. Schließlich wurden noch einige we- senttiche Darlegungen aus Den Strafakten gegen Korn über Die früheren Wilddiebereien verlesen. Die ihn als rücksichtslosen WiDschlächter kennzeichneten.

Der Verteidiger stellte eine Reihe von Fragen an die Zeugen, Deren Antworten auch erkennen ließen, daß Korn fleißig und zuverlässig in feinem Beruf sei und niemals bei der Durchführung Der ihm über­tragenen Arbeiten beaufsichtigt werden müsse. Be- sondere Entlastungszeugen hatte die Verteidigung nicht beigebracht.

Nach Der Mittagspause wurde der Obduktionsbe­fund von dem Gerichtsarzt erläutert Dann erhob sich der Staatsanwalt zu feinem Plädoyer, nachdem alle Versuche, den Anaeklagten zu einem Geständ­nis zu bewegen, vergeblich gewesen waren.

Einleitend gab der Staatsanwalt ein Bild vom Charakt-er des Wild-erers Korn, den er als völlig asoziales Element kennzeichnete, als einen Mann, der immer und immer wieder zum Verbrechen neige, sicher Deren viel mehr begangen habe, als jemals festgestellt werden könne, weil er mit bemerkens­werter Schlauheit feine Spuren zu verwischen im­stande sei. Sein brutaler, auch vor einer Bluttat nicht Hurückschreckender Charakter werde offenbar aus feiner Beteiligung an Den Greueln Der Spartakisten in Der Nachkriegszeit, seiner Bestrafung wegen Widerstandes gegen Die Staatsgewalt, seiner Roheit gegenüber Mensch und Vieh, seinem Verhalten gegen­über seiner Frau und der jeder Menschlichkeit hohn- sprechenden Art, mit Schlingen zu wildern.

Dann wandte sich Der Vertreter Der Anklage Den einzelnen Deweifen aegen Korn zu.Charakteristisch ist es für Den Angeklagten, Daß er nur Das zugibt, was er überhaupt nicht mehr abzustteiten in Der Lage ist. Erst nach Dem Fund des Gewehres gab er zu, eine Waffe zu besitzen. Erft als durch Das Sach- oerständigengutachten einwandfrei erwiesen war. Daß Die Waffe nicht feit Monaten in ihrem Versteck liegt, sondern kürzlich erst gereinigt und gefettet wurde, bat er auch Das zu gestanden. Seine ursprünglichen Angaben, nur von fünf bis sieben Uhr früh außer­halb feines Grundstücks geweilt zu haben, ließ er erst in dem Moment fallen, als seine Lüge durch Zeugenaussagen offenkundig geworden war. Er hat Schritt für Schritt zurückweichen müssen, bis wir endlich alles wußten, was er uns heute hier erzählt hat.

Der Tatbestand des WUderns und des Vergehens gegen die Schonzeitbesttmmungen ist erwiesen. Ich brauche darauf nicht weiter einzugehen. Die Mord­tat hat keinen unmittelbaren Zeugen. Das weiß der Angeklagte genau. Er bestreitet sie deshalb ebenso wie alles andere, da? -- ^leugnet hat, bis es ihm nachgewiesen wurde a mten wir einen Zeugen für den Mord beibrinqen, würde er auch diesen zugeben. Das ist nach Lage der Dinge aber nicht möglich. Die Tat geschah In früher Morgen­

deutschen Meistertitel der alpinen Kombinatton n verteidigen. Es wird ihr wohl erneut gelingen, Rosemarie Proxauf, Hildesuse Gärtner, Lisa Resch Liesel Roth und Käthe Grasegger, die von Den 2(i Mitbewerberinnen Der Weltmeisterin am stärksten einzuschätzen sind, auf Die Plätze zu verweisen. Im internationalen Wettstreit kommen noch die Tor­laufweltmeisterin Cellina Seghi und Die Schwedin May Nilsson hinzu, falls diese von ihrer Fußvcr- letzung wiederhergestellt sein wird.

Für den Sprunglauf am Sonntag sind 65 Sprin­ger gemeldet. Deutschland stellt auch hier das größt« Aufgebot. Den 52 Deutschen stehen 8 Finnen, Drei Schweden und je ein Slowake und Rumäne gegen­über. Auf der Großen Olympiaschanze wird es wohl zu einem großen Kampf zwischen Dem neuen Weltmeister Paavo Vierto (Finnlands seinem LanDsmann Leo Laakso, dem Schweden Sven Se-

Mll"

Li^

Wei

So ve>

Liikfien

langer und den beiden Deutschen Josef Bradl unb Josef Weiler kommen. Allgemein rechnet man mit einem anderen Ausgang als in Cortina. Es wer­den aber weiterhin noch Die Finnen Murarna, Mae- kinen, Nikanen sowie die SchweDen Lindsttöm unb Westberg und einige Deutsche Springer zu beachte«, sein.

0er kommende Handballsonntag.

Die schlechten Platzverhältnisse, die am vorige«, Sonntag vorherrschten, zwangen dazu, einen große«, Teil der angesetzten Spiele, darunter auch die ent­scheidende Begegnung der Bereichsklasse, Tv. Katzen- furt gegen Tv. Hochelheim, abzufagen. Zum Austrag kamen lediglich zwei Jugendspiele. Der Tv. Lich holte sich überraschenderweise in Wiefeck eine 11:8- (6:2) Niederlage, die ihn etwas zurückgeworfen hat. und Oberkleen verlor gegen die verstärkt antreten» den Hochelheimer 22:3.

Der nächste Sonntag bringt nunmehr enDgülüg, die Paarung Katzenfurt gegen Hochelheim, weil eine Verlegung nicht mehr möglich ift Die weiteren Spiele sollen noch in diesem Monat beginnen; es gilt, wie int letzten Jahre, den Sieger der Grupp« Süd zwischen Gießen und Hanau zu ermitteln, Der dann mit Dem Vertreter Nord (Kassel) zum Kamps um die Bereichsmeisterschaft antreten muß. sti dem Spiel ist nichts mehr zu sagen. Gewinnt hochel- heim, steht der Staffelsieger fest, nachdem der vor einiger Zeit erwähnte Protest des Tv. Garbenheim keine Aussicht auf Erfolg verspricht.

Zugendspiele.

Tv. Lich SpG. Garbenteich

Spvg. 1900 Gießen Tv. Heuchelheim Mtv. Gießen SpG. Großen-Buseck Tv. Oberkleen Tv. Lützellinden.

ffnßbatt

Mendorf Jgd. Daabringen 3gb. OJ (0:5).

Am Sonntag trug die 1. Jugend von Daubrtn« gen ihr vorletztes Spiel um Die Bannmeisterschaft in Ihrer Gruppe aus. Daubringen befand sich in ! guter Form und siegte nach Belieben. Mit 9:0 mußte sich Mendorf geschlagen bekennen. Das Spiel wurde fair Durchgeführt.

Fußball in Lollar.

Am Sonntag treffen sich auf dem Waldsportplatz in Lollar zum fälligen PokalspielTeutonia- Watzenborn-Steinberg und Die erste Mannschaft des VfL. Lollar. Beide Mannschaften lieferten sich in Den letzten Jahren immer -spannende Kämpfe.. Lollar ist zwar bedeutend geschwächt, wird aber trotzdem bemüht sein, gegen den Meister der Be­zirksklasse ehrenvoll abzuschneiden. Vorher werden beide Jugendmannschaften im Freundschaftsspiel ihre Kräfte messen.

Briefkasten der Redaktion.

H.H. In Gießen. Deutsche Briefmarken mit Pfer­den sind von der Reichspost im Verlaufe des vorigen Jahres als Sondermarken ausgegeben worden. Wegen des Kaufes wenden Sie sich an eine der nachgenannten Stellen: Reichsbund der Philate­listen, Geschäftsstelle Berlin-Lichterfelde-West, Hör- tensienstraße 15, oder KdF.-Sammlergruppe und Reichssammlerwart Pg. Ernst Overmann, Berlin- Martendorf, Marienhöherweg 41.

stunde, als weit und breit kein anderer Mensch in der Nähe war. Nicht einmal Zeugen, die die Schüsse hörten, haben sich gefunden. Der Angeklagte hat nun geglaubt, besonders schlau zu sein, indem er uns Die Art Der drei Schüsse beschrieb. Aber selbst wenn der Herr Sachverständige hier bekun­dete, daß jeder Kundige Schrot- und Kugelschüsfe am Klang unterscheiden könne, ist das kein Beweis dafür, daß die Darstellung des Angeklagten richtig ift Diel näher liegt die Annahme, daß Der Ange­klagte Die Schüsse unmittelbar kennengelernt hat, indem Die beiden von ihm zuerst geschilderten auf ihn selbst, der Dritte aber auf den Ermordeten von Korn abgegeben wurde.

Diese Annahme wird zur Gewißheit, wenn man Die einzelnen Umstände aneinanderreiht. Der Ange- klagte ist ein geübter Wilderer. Er revidierte in der Mordnacht zuerst seine Hasenschlingen und ging dann zum Anstand auf Rehe. Um Mitternacht war einer der Pächter der Jagd, der Kapellmeister Küh« litz, in seiner. Jagdhütte eingetroffen, hat sich Dort umgezogen, Kaffee getrunken, Zigaretten geraucht, auch etwas auf dem Feldbett geruht. Das alles geht aus dem Zustand einwandfrei hervor, in Dem ole Hütte gefunden worden ist.

Herr Kühlitz wird als erfahrener Jäger in Den Wald gegangen sein, um sich auf Rehe anzustellen oder einen Pirschgang anzutreten. Bei diesem Gang ist er auf der Schneise, die sich zwischen der Hütte und der Lichtung befindet, und zwar knapp Drei­hundert Meter von der Stelle entfernt, an der Der Angeklagte gesessen haben will, auf jemand ge­stoßen. Es ist völlig unwahrscheinlich, daß zu gleü cher Zeit außer Dem Pächter gleich zwei Wilderer in demselben kleinen Waldbezirk von dreihunDett Meter Durchmesser gewesen sein sollen. Das müßte aber nach Der Darstellung des Angeklagten der Fall fein, um eine Erklärung für Die beiden von dem Ermordeten abgegebenen Schüsse zu geben. Es ist nicht glaubhaft, daß Herr Kühlitz bei dem herrschen­den klaren Wetter zweimal beim Beschießen von Wild nicht getroffen haben soll. Er war dafür ein zu guter Schütze. Außerdem ist Die Schneise an dieser Stelle sechzehn Meter breit. Die Sicht nach einer Seite betrug rund einhundertvierzig Meter, die nach der andern nur sechzig Meter, da die Bo­denerhebungen und Senkungen keine weitere Sicht gestatteten. Zudem lag die Leiche so, daß aus ihrer Stellung klar hervorgeht, daß Herr Kühlitz vor seiner Ermordung das Gesicht der oberen Grenze der Schneise zugekehrt haben muß, also vor sich nur eine Schneisenlänge von sechzig Meter hatte. Dahinter senkte sich also der Boden wieder so stark, daß er kein Wild in größerer Entfernung erblicken konnte. Auf so kurze Strecke aber zweimal zu ver­fehlen, ist völlig unglaubhaft.

(Fortsetzung folgt)

gnben b

tnDerunj

litäfblc

Fvl!

Mts'

13!)r lii Inte Des fcr allen fe lalle jf

Veseh

fung 1 Ilkan e Einsal fcrorö Da" stärken l'cht,

ifcentlid) H bem n Irin Dun

rst tynt V»n Enl giorojetur rfiidj

ealogild

Illast e 2as bi

Itütn.

2as Gc irioldjen b Dem U, sande hr Varl i:ionoler cmietan ,ter Den 1 welche lsmdege ieberigen Reiben ne Art ilen bzn sropax eldjer E Dnbeiir

M'bem'l Imp *4 oor Q!fn MieG ?eN Die ii Preten | - band j Iw N mir J Einsi st-t ireiifn

fronen jener c Iwrunfli upt je sackung

eini Mon). Je) u(tt Je übe Jor, q Fund | Eh !er dein W'tn ru *>n; Ä 5 .h ln,lo« fr gerate

fe1"

16»

(Der m .aschen ziehen I -bisher

Jas 3° VW1 ji inner