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Nr.tt Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhelfen)

Dienstag, U. Januar vm

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Hans Thyriot

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Der Urlaub.

Von Hans Riebau

So soll der Luftschutzraum in der kalten Jahreszeit natürlich geheizt werden wie jeder andere Ausenthaltsraum. Entweder schließt man

Der Luftschutzwart veranlaßt die Be- Ofens, falls dies nicht der Hauswart

Der RomanKora Terry" von Hans Caspar Zabeltitz, dessen RomanZwei Schwestern

zurichten. Rur eins ist st reng st ens verboten: ins Freie zu gehen (auf den Hof oder gar auf die Straße), auch nicht, um nur mal schnell einen Zug" zu machen! Denn dann würde ein Teppich aus Tausenden kleiner Glühlichter alle Der» dunkelungsmaßnahmen zunichte machen.

Aehnlich ist es mit dem Trinken im Luft« s ch u tz r a u m. Natürlich ist der Lustschutzraum keine Schenke, und unter Alkohol stehende Menschen stö­ren zumeist andere und können auch durch ihr Ver­halten die Einsatzbereitschaft einer Luftschutzgemein­schaft ganz erheblich stören. Das kann nicht geduldet werden. Aber die Einnahme eines wärmenden Schlucks Grog ober Kognak ist noch kein Trinkgelage uni) stört auch nicht in jedem Falle. Also auch hier muß das Verhalten der Situation angepaßt werden.

Es soll im Luftfchutzraum auch so wenig wie mög. lich gesprochen werden, heißt es in den Luftschutz, anweisungen. Auch das ist unbedingt richtig, wenn mit der vorhandenen Luft im Luftschutzraum haus- gehalten werden soll. Auchlärmen" sollen wir nicht, denn andere wollen lesen oder schlafen oder auch nurdösen". Darauf haben wir Rücksicht zu nehmen. Es ist dabei selbstverständlich, daß das Schlafbedürfnis dem Unterhaltungsbedürf. nis einzelner vorgeht, insbesondere in den eigent- lichen Nachtstunden, die nun einmal zum Schlafen ober mindestens zum Ruhen da sind.

Darüber hinaus müssen überhaupt alle Luftschutz­räume noch viel bequemer eingerichtet werden. Sie sollen so wohnlich ausgestattet sein, daß auch der längste nächtliche Alarmkeine Qual", sondern Höch, stens die Unbequemlichkeit desHinabsteigens" und Wiederhinaufsteigens" bedeutet.

Um den Schützen Bick beginnt sich die Welt zu drehen.Weil ich Urlaub haben möchte", sagt er,

Hornemann schüttelt verwundert den Kopf.Ach!" ruft er,und warum sind Sie dann erst zu mir gekommen?"

bar bedeutende Mittel zur Verfügung standen, hat aus der bewegten Fabel alles herausgeholt und

Kora Terry."

Ein Ufa-Film im Gloria-Palast.

Einen Augenblick ist es ganz still.

Da haben Sie aber Glück gehabt", sagt der Turbinen-Jnqenieur Hornemann dann und nimmt ein Urlaubsformular vom Schreibtisch.

Glück?" haucht Bick ein wenig unmilitärisch, wieso Glück, Herr Feldwebel?"

Na, aber!" ruft Hornemann, und nunmehr sind die Lachfalten links und rechts der Augenwinkel wieder da,daß die Trojaner noch keine torfbe. heizten Hochleistungselektrizitätswerke hatten!"

Wo es die Raumverhältnisse irgendwie gestatten, ist ferner ein Raum für Mütter mit Klein« k indem und gegebenenfalls auch für Kranke einzurichten, falls sotche zur Luftschutzgemeinschaft gehören. Die Parole des Hauswirts und des Luft, fchutzwartes ist also: wohnlichste Ausgestaltung der Luftschutzräume.

Der Luftschutzraum ist noch immer der bestge- schützte, Raum im Hause. Jedes Verlassen des Luftschutzraumes bei Fliegeralarm, zum Bei­spiel in einer Feuerpause, kann Gefahr bringen und geschieht auf eigene Gefahr. Auch hier ist es Aus­gabe des Luftschutzwarts, in diesem Sinne auf die Hausgenossen einzuwirken: irgendwelchen Zwang auszuüben, ist er jedoch nicht berechtigt.

Nach jedem Angriff, beziehungsweise nach jedem Flakbeschuß, also in jeder Feuerpause, soll das Haus nach Schaden st ellen abgesucht werden. Die Leitung übernimmt am zweckmäßigsten der Luftschutzwart, zur Unterstützung bedarf es weder der Herausgabe eines Befehls noch der Ab­gabe von Kommandos. Es genügt, wenn der Luft, schutzwart die Hausgenossen von der Absicht des Absüchens des Hauses unterrichtet und zur Mit­hilfe auffovdert. Es werden sich immer Hausge. nassen finden, die sich ganz selbstverständlich und ohne weiteres zur Mitarbeit anbieten. Erst wenn ihm offensichtlich und bösartig Schwierigkeiten ge- macht werden, so daß die Durchführung des Ab­suchens ernstlich dadurch in Frage gestellt wird, wird er es nötig haben, von seinem Recht, alle Hausbewohner einsetzen zu können, Gebrauch zu machen. Seinen diesbezüglichen Anordnungen muß dann Folge geleistet werden: ihre Nichtbefol, g u n g kann nach Anzeige bei dem zuständigen Polizeirevier bestraft werden.

Bestimmungsgemäß soll nach der Entwar­nung der Lustschutzraum erst verlassen werden, wenn der Luftschutzwart durch Absuchen des Hauses festgestellt hat, daß keinerlei Gefahren für die Bewohner bestehen. Dies heißt nun nicht, daß in jedem Falle nach der Entwarnung das Haus abgesucht wird und die Luftschutzgemeinschaft so lange im Luftschutzraum warten muß. Ist zum Bei­spiel seit dem letzten Absuchen kein weiterer An. griff ober Flakbeschuß erfolgt, so erübrigt sich s"lbst« verständlich ein nochmalige^ Absuchen nach der Ent- wamung. Das letztere wird sogar die Regel sein, wenn nämlich in jeder Feuerpause schnell einmal has Haus abgesucht wurde. Der 'Luftschutzraum kann bann natürlich sofort verlassen roetiben. Im Interesse der Erhaltung der Arbeitskraft der Hau. bewohner ist dies natürlich erwünscht. Im übrigen gilt auch hier, daß, wer den Luftschutzraum auf eigene Faust und zu früh verläßt, auch auf eigene Gefahr handelt und gewärtigen muß, daß er für einen Schaden, den er an feiner Person spielgebend in der Stunde der Gefahr! Wir anderen

Abschließend sei also nachmals betont: Der Luft­schutzwart bandle verständig und fürsorg­lich als Betreuer seiner Hausgenossen und bei. spielgebend in der Ssunde der Gefahr' Wir anderen aber unterstützen ihn durch stete Hilfsbereit« schäft, rechten uns im Luftschutzraum so häuslich wie möglich ein und nehmen im übrigen aufcin« nnder Rücksicht. Nur so erhalten wir die Einsatz­bereitschaft unserer Luftschutzgemeinschaft und helfen mit an der Erringung des großen Zieles: Sieg über England.

Stadttheater Gießen.

Am heutigen Dienstag w>rd die OperTiefland" wiederholt. Musikalische Leitung Otto Söllner. Spielleitung Hans Albert Sckcwe. Bühnenbild Karl Löffler. Es wirken mit: Anni Affion. Valeska Lange, Aenne Mayr-Ellg, Lifel Schröter-Beckers,

Gute Unterhaltung für unsere Soldaten

Auch dazu kann die Heimat beitrogen.

vorher fachmännisch hat feststellen lassen, daß die Leitung dadurch nickt überlastet wird, ober man läßt einen kleinen Kanonenofen einbauen (natür­lich auch wieder durch Fachleute Töpfer). In Häusern mit Zentralheizung kann man viel­leicht die Isolierschicht von den durchlaufenden Hei- zungs- ober Warmwasserrohren entfernen, so baß Wärme in ben Luftschutzraum abgegeben wird. Jebenf alls muß geheizt werden. In Fällen, wo über bie Art ber Beheizung Unklarheiten ober Unstimmigkeiten bestehen, bestimmt ber Bau- Reichslustschutzbundes, welche Behei- bem betreffenben Luftschutzraum ein*

Berater und Beschützer der Hausgemeinschaft

Oie pflichten und Befugnisse des Luftschutzwartes.

Von Hauptmann der Schutzpolizei Riebe.

Varietes. , .

Dle Gefahr, bie feit je her, auch auf Dem Theater, in ber Einführung zweier zum -ver­wechseln ähnlicher Gestalten liegt, zumal bann, wenn beide an der Entwicklung der flanMimg gleichmäßig beteiligt sind, wird, wie eine alte Er­fahrung lehrt, wohl nie ganz gebannt werden.

Ein Feldwebel ist ein Feldwebel, und ein Schütze ist ein Schütze; auch wenn er Student und beinahe schon ein Doktor ist. Als er der Schütze Bick neulich zum Feldwebel der Reserve Hornemann (Beruf: Ingenieur für Turbinenwesen) kommt, die Hacken zusammenschlägt und um drei Tage Urlaub bittet, da rollt der gewaltig mit den Augen. Er stellt sich vor, was wohl ein richtiger, aktiver Spieß zu solch einem Ansinnen sagen würde, dann ver­sucht er, die kleinen Lachrunzeln links und rechts der Augenwinkel durch strenge Vorgesetztenfalten

Aus reinen Prestigegründen allerdings wird ihm dieses Recht allgemein nicht zuzusprechen sein. Auch stehen ihm hierbei keinerlei Zwangsmittel zur Ver­fügung. Werden sie in schwierigen Fällen erforder­lich, so kann er bie Hilfe des zuständigen Polizei­reviers in Anspruch nehmen. Aber auch das darf und muß sich nur auf Ausnahmefälle beschränken. Der Luftschutzwart, ber von feinen Mitbewohnern nur bas verlangt, was bie vernünftige Einschätzung ber gegebenen Situation und der handelnden Per- , , .

Jonen sowie der Schutz der Luftschutzgemeinschaft also einen elektrischen Heizkörper an, nachdem man

dem Schaubedürfnis wie den gefühlsmäßigen Er­wartungen des Besuchers vollauf Rechnung getra­gen. Die Titelrolle der Maria Rökk ist eine Pa­raderolle, schon deshalb, weil sie als Dovvelrolle in einer Weise ausgespielt werben kann, die auf ber Bühne nicht möglich märe: sie ist Kora und Mara .. ----- - - ~ . - ....

Terry in einer Person, sie steht sich, man hat bas zu ersetzen, bann stemmt er bie Fauste in bie Huf- im Film ja öfters mit Staunen erlebt, selbst gegen- ten, und bann hält er bem Schutzen Bick eine mili- über sie sckießt als Mara am Enbe Kora über ben tärische Gardinenpredigt.Herr!" schmettert er,Sie Haufen und spielt bereu Leben und Rolle weiter: sind Student, haben demzufolge eme gewisse Ah- sie vereinigt in schnell wechselnden ober sogar nung vom Trojanischen Krieg wi sen zum Beispiel, Gleichzeitigen Auftritten die W-sensg-gen,ätze der daft er zehn Jadre gedauert hat Sie haben die Ä S h°t,^nd'ich°r°?° Sie nmlmehr: ssää» -r äs . 7 ' orriiftiF Tnn/ foin- das heißt so vle wie nem. Ich aber werde nicht

>- kann, es tft nicht w°nig Artist k, Tanz (em- ° 1 (rtfabren: Sebn Sabre waren

Will Qu abf lie g (früher in Gießen) den von Kora fast zugrundegerichteten, begabten Musiker Varany, Franz Schafheitlin einen eiskalt- erpresserischen Schuft, Will Dohm einen Agenten mit Gemüt. Peter K r e u b e r macht stilgereckt

Bremer Geschichten.

Entsrembung.

Als Tante Mieles NeffeDschohann" er war, um es genauer zu bezeichnen, ber Sohn von Tante Mieles Vetter Daniel nach Amerika ging, sagte Tante Miele:No, mein Dschunq, denn halt dich man hart, un schreibt auch mal." Als er dahingegen nach vier Jahren wiederkam, sagte sie:No, sünd Sie d'r wieder? Wie gehts Ihnen denn noch so?"

Aber Tante Miele", sagte Dschohann verblüfft. Was is denn nu los? Früher hast du doch Hu zu mir gesagt, un nun sagst bu mitn mal ,Sie'?"

Ochott", versetzte Tante Miele,wenn Eins brü­hen gewesen is, dann weißn das dscha nid); denn steckt manr dscha nid) mehr so in.

Die Perfekte.

Als meine gute Mutter einMädchen für altes* suchte, kam Gesche Dubbels und sagte, sie wollte das wohl annehmen.5)m", sagte meine Mutter und betrachtete Gesche sachkundig. .Können Sie kochen?"

Och", versetzte Gesche,bas ischa nich weit her,"

Können Sie mit Kindern umgehen?"

Och, da weiß ich dscha nid) viel von ab."

Aber Sie können waschen?"

Och, da hab ich dscha noch nicht viel Gelegenheit zu gehabt."

So", sagte meine Mutter"was können Sie denn eigentlich?"

Och", versetzte Gesche,Sie suchten dscha en Mäd­chen, bas bei sich zu Hause schlafen kann; und ba$ könnt ich denn dscha wohl. Kari Lerbs, -

Aus -er Stadt Gießen.

Zwischen Oreikönigstag und Lichtmeß.

Mit dem Dreikönigstag (6. Januar) sind die Zwölften", die Julzeit der Wintersonnenwende, zu Ende gegangen. Der erste Monat des Jahres ist bedeutsam für das Wetter des ganzen Jahres. Der alte deutsche Name des Monats Januar ist Har- hing.

Der Hartung hat einige Lostage, die nach dem Volksglauben für die künftige Witterung bestim­mend sind. Als solche gelten der 20. und der 21. Januar: für diese Tage lautet die Losung:Fabian und Sebastian lassen den Saft in die Bäume gähn". Von nun an darf man kein Holz mehr fällen. An diesen Tagen erproben ber Bauer und der Gärtner an ben Obstbäumen durch einen Schnitt in die Baumrinde das Wiedererwachen der Natur, und die Dorfjungen versuchen, sich Weidenflöten anzufertigen.

Als Wintersmitte gilt der 25. Januar: Pauli Be­kehrung. Helles Wetter an diesem Tage bedeutet ein gutes Jahr. Des Apostels Bekehrungstag hot im Volksglauben eine eigenartige Deutung ver­anlaßt dahingehend, baß man an biefem Termin das Hauskehren" soll, und zwarverkehrt": Haus­flur und Stuben von außen nach innen, Treppen von unten nach oben! In einigen Gegenden Schwa­bens und der Schweiz wurde ehedemWeiber­feiertag" abgehalten, an dem die Frauen allein feiern und sich gütlich tun durften. Sie nahmen zu dieser Feier im Wirtshaus ihre Kehrbesen mit, und rocitfi einMannsbild" sich ins Wirtshaus wagen sollte, dann wird er von den Evastöchtern in sel­tener Gesinnungsgemeinschaftherausgekehrt".

Die Zeit vom Dreikönigstag bis zu Maria Licht­meß (2. Februar) ist auf dem Lande bie beste Zeit zu Hochzeitsfeiern. Im Bauernhause ist jetzt eine gewisse Arbeitspause. Wer im Dorfe heiraten will und kann, soll biefe Zeit wahrnehmen. Wenn in diesen Wochen keine Hochzeit ober Verlobung im Dorf zustanbekommt, werben in manchen Gegen­den alle lebigen Mädchen vom jüngsten bis zum ältesten Semester vor eine mit Dornengestrüpp umflochtene Egge gespannt. DemJungferngespann" voran stolziert in altertümlicher Tracht ein Sämann, der jüngste Ehemann des Dorfes, und streut Samen" (in Wirklichkeit aber Spreu) aus. Diese Aussaat wird von demJungferngespann" einge­eggt. Männer für bie lebigen Mädchen sollen dar­aus wachsen! Die Dorfkavaliere, nämlich die ledi­gen Burschen, die in Masken an ber Belustigung teilnehmen, treiben bas eble Gespann an, unb unter tollstem Peitschenknallen und Juchheißa geht ber Zug zurück ins Dorf. Ein berb germanischer An­trieb zum Heiraten!

Dornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

Stabttheater: 19 bis 21.30 UhrTiefland". Gloria-Palast (Seltersweg):Kora Terry". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Zwischen Hamburg und Haiti". Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr AusstellungDeutsche Graphik der Ge­genwart^ im Foyer des Stadttheaters.

Ortszeit für den 15. Januar.

Sonnenaufgang 9.30 Uhr, Sonnenuntergang 17.40 Uhr. Monduntergang 10.12 Uhr, Mondaufgang 20.26 Uhr.

Verdunkelungszeiten im Januar,

Der Luftschutzwart hat im Alltag des Lebens im Kriege einen besonders wichtigen und verantwor­tungsvollen Platz. Meist in der Stille wirkt er um­sichtig und zuverlässig als der Beauftragte ber Polizei und ber Vertrauensmann der Hausbewoh­ner für alle Schutzmaßnahmen gegen Kriegsgefah­ren eingebenf besten, baß alles, was er schafft, für seine Hausgenossen geschieht. Ihnen unb ber Polizeibehörbe gegenüber, bie ihn eingesetzt hat, trägt er bie Verantwortung bafür, daß alle er­forderlichen Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Aber auch nur bie erforberlichen; unnötige unb überflüssige Maßnahmen erschweren bas ohne­hin schon beengte Leben des einzelnen im Kriege.

Die Gefahren, bie hierdurch entstehen können, sind durchaus nicht geringer anzusehen als solche, die durch Unterlassungen entstehen können. Jedes kleinliche ober gar parteiische Auslegen von Bestim­mungen unb Weisungen muß er ebenso vermeiden wie etwa diesture" Anwendung der ihm ja doch nur für den Notfall übertragenen Anord­nungsbefugnisse. Er soll der stets hilfsbereite Berater und Betreuer seiner Hausge­nossen, in Stunden ber Gefahr aber berjenige sein, ber mit bestem Beispiel vorangeht und alle anberen durch fein vernunftsgemäßes Handeln und Auftreten nicht durch .Kommandieren" mit- reißt, ihm helfend zu folgen; er soll Beschützer fein, nicht Befehlshaber. Das schließt nicht aus, daß er sich Personen gegenüber, die durch bös­williges und luftfchutzwidriges Verhalten die Ein­satzbereitschaft seiner Luftschutzgemeinschaft ernstlich beeinträchtigen, selbstverständlich durchsetzen muß, soweit dies eben zum Schutze ber Angehörigen ber Luftschutzgemeinschaft ober der getroffenen Schutz­maßnahmen ersorberlich ist. Hierzu muß ihm aber der Einsatz feiner Autorität und ber Achtung, die er sich durch feine Tätigkeit unter den Hausbewoh­nern verschafft hat, genügen.^

Musik dazu: der Architekt Erich K e f t e lhut fand ^be nur noch ein paar Seiten an meiner mehrfach dankbare Aufgaben. 3m Vorprogramm Dissertation zu schreiben, dann bin ich fertig. Ich läuft die Deutsche Wochenschau, die schon angezeigt ar^ej(e überNiederdruckturbincn unb Flammen-

Wiederum hat die Partei eine Sammel- aktion in bie Wege geleitet, die unseren Sol­daten, wo sie auch immer stehen mögen, das Lesen eines guten Buches ermöglichen soll. Nach dem Grundsatz, daß für sie das Beste aeraöe gut genug ist, nimmt die Heimat die Gelegenheit, burch biefe Bücherspende bie Front bankbar zu grüßen.

NSG. Reichsleiter Rosenberg hat erneut einen Ausruf erlassen, Bücher für unsere Solbaten zu sam­meln, unb bamit bie Gemeinschaft ber Heimat ge­schlossen hinter bie Kameradschaft ber Front zu stellen.

Der Gau Hessen-Nassau, ber bie beiben vorausge­gangenen Büchersammlungen bereits mit hervor- ragenbem Erfolg durchführte unb vielen taufenb Solbaten mit ausgesuchten Frontbüchereien große Freude bereitete, hat die Arbeiten sofort wieder mit Begeisterung aufgenommen. Bereits in diesen la­gen werden Politische Leiter und Angehörige der Gliederungen in den Haushaltungen vorsprechen, um die gespendeten Bücher in Empfang zu nehmen. Jeder Volksgenosse bedenke dabei, daß feine Gabe zur Unterhaltung, Belehrung unb Erbauung unserer Solbaten bienen soll, bie in jobesmutigem Einsatz

unb ihrer Einrichtungen nötig macht, wirb stets auch ohne frembe Hilfe auskommen.

Alle Schutzbestimmungen müssen sinngemäß angewendet werden, sonst verwandeln sie sich in das Gegenteil. Hin und wieder eine Zigarette im Gang ober in einem Nebenraum bes Schutz, raumes geraucht, wirb meist nicht als ftörenb emp- funben werden und den passionierten Raucher in seinem Wohlbefinden erhalten. Voraussetzung bleibt immer, daß für eine ausreichende Belüftung gesorgt ist. Wo Räume zur Verfügung stehen, ist es erfor­derlich, einen besonderen Raum für Raucher ein»

bie Heimat vor ben Schrecken bes Krieges bewah­ren und für das deutsche Volk die Freiheit unb einen dauernden Frieden erkämpfen.

Das Veste ist daher gerade gut genug. Er­wünscht sind gute Romane, historische Erzäh­lungen, Bücher über Forschungsreisen unb Abenteuer, gute Kriegsbücher, aber auch Werke deutschen Humors. Ls ist selbstverständlich, daß sich die Bücher in sauberem und gut erhalte­nem Zustand befinden sollen. Abgelehnt wer­den auf jeden Fall ungebundene, beschmutzte und zerrissene Bücher, sowie alte Zeitschriften­jahrgänge, Lehrmittetbücher und Bände aus Leihbüchereien.

Die Leiter der Kreisschulungsämter und die Kreisschrifttumsbeauftragten der ?^DAP. werden die eingegangenen Bücher forgfältiy auf ihre Güte prüfen und bie zweckmäßige Zusammenstellung ber Truppenbüchereien überwachen. Jeber Volksgenosse ! spende gern und schnell, damit bie Büchereien in reicher Ausstattung sofort an bie Einheiten bes Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe ab» 'gehen können!

L ÄnÄ'tASMSÄ »?' H -x: s.iÄSr&sKie «$:£.,£' binfeit findet man nicht häufig. Hans ßeibelt, m .. 0 , ,

spielt mit Humor einen betriebsam-nervösen Va-1 Darauf nimmt der Schutze Bick bie Knochen noch riets-Direktor, Joses Sieber ben väterlichen Be- wehr als bisher^ zusammen unb antwortet:Nein, treuer ber Terrys, eine rechte Seele von Mensch, $crr Feldwebel.

Aber die Filmkamera ist ein Zauberkasten, der keine technischen Schwierigkeiten kennt, und hat in Fällen wie diesem einen Vorsprung, der mit bem Möglichkeiten bes Theaters nie aufzuholen ist. (Dem Photographen Konstantin Jrmen-Tschet bot von sich hier eine schwierige, aber auch interessante und ßoceiriR oepen inomanZwei und j lohnende Aufgabe, die technisch einwandfrei gelöst

Tom" aeqenroärtig in der Unterhaltungsbeilage des wurde.) Der Regisseur Georg Ja c o b y , dem offen- Gießener Anzeigers erscheint, gab bie Anregung zu $n°rHinun'1 hn'

bem Drehbuch, bas Walter Wassermann und C.H. Di Iler für die Ufa schrieben. Das Motiv ber ungleichen Schwestern ein Film von Luise Ullrich behandelte vor etlichen Jahren Aehnliches auf einer anderen Ebene verbindet sich mit der Geschichte einer internationalen Varietenummer zu einem an Sensationen innerer und äußerer Art, an Handlung, Spannung, Verwicklungen und Stei­gerungen reichen Roman in Bildern. Das Thema Variete, vom Film in den letzten Jahren immer wieder aufgegriffen, hat, wie es scheint, noch nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Die Schwe­stern Kora unb Mara Terry machen eine akro­batische Tanznummer, deren ungewöhnliche Ersmgs- mögftchkeiten durch die vollkommene charakterliche Gegensätzlichkeit der beiden Schwestern schon unter­graben sind, ehe die Nummer durch den selbstver-1 schuldeten gewaltsamen Tod der Kora endgültig vom Programm abgesetzt werden muß: um die Tradition zu retten, vor allem aber um des KinDes willen, um das sich die oberflächliche, gewissenlose Schwester nie gekümmert hat, übernimmt Mara mit dem Namen auch die Rolle der Schwester, was zu einem neuen Aufstieg und einem auch mensch­lich befriedigenden Ausklang der bewegten Ereig­nisse führt. Der Reiz ber Verwandlung des Ro!^ lentausches und Doppelgängertums verbindet sich mit einer Liebesgeschichte, einer Spionageaffare mit Erpressung und Gerichtsverhandlung, uns außerdem mit bem immer wieder gern gesehenen, farbig wechselnden Leben und Treiben auf Der Bühne und hinter den Kulissen bes internationalen

(Ausschneiden und aufbewahren!)

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