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Das neue

_ Die Meldung über die Vereinheitlichung des Schuljahrsbeginns in Grobdeutschland leitet einen für das deutsche Schulwesen ebenso wichtigen wie erfreulichen neuen Abschnitt ein. Während bisher die Arbeit in der Schule notwendig an der Un- emheitlichkeit und der Zersplitterung in zahlreiche kleinere Schulabschnitte leiden mußle, w;ruen durch die Neuordnung die Zeiten der Arbeiten in der Schule, also die eigentlichen Schulzeiten, aber aud) die Zeiten der notwendigen Erholung der Kinder straff zusammenqefabt. Zum ersten­mal wird bereits 1941 die Neuerung der drei ge­schlossenen. längeren Abschnitte für die Unterrichts­zeit praktisch wirksam werden. Zum erstenmal wer­den wir 1941 die neuen, verlängerten Sommer­ferien haben. Entsprechend werden natürlich auch bereits 19 4 1 d i e Oster- und die Pfingstferien verkürzt werden. Doch wird Näheres über die Gestaltung der Ferien noch be­kanntgemacht werden.

Wenn bereits das Schuljahr 1940/41 nach den neuen Bestimmungen gestaltet worden wäre, also im Herbst 1940 begonnen hätte, so würde es, was als ein Beispiel für die zukünftige Gestaltung be­sonders interessant ist. voraussichtlich so ausgesehen^ haben: S o mm e r f e r i e n vom 9. Juli bis 2. Sep­tember. 1. Schulobschnitt vom 3. September bis 21. Dezember - 109 Tage: 2. Schulabschnitt von Weihnachten bis Ostern = 91 Tage: 3. Schul­abschnitt von Ostern bis Schuljahrende = 77 Tage. Der letzte Schulabschnitt würde eine viertägige Un­terbrechung zu Pfingsten gehabt haben. Man be­achte demgegenüber die Zerreibung des Schuljahres nach der bisherigen Regelung. Zwischen den Oster­und Pfingstferien des Schuljahres 1939/40 lagen normalerweise nur 30 Schultage, zwischen den Pfingst- und Grotzen Ferien nur 20, zwischen den Groben Ferien und den Herbstferien 40. Zusätzliche schulfreie Tag? wirken sich in dieser kurzen Schul­spanne viel schädlicher aus als in größeren geschlos­senen Schulabschnitten, zvie wir sie nunmehr bekom­men werden.

Der Zeitpunkt für die Einführung des neuen einheitlichen Schuljahres, das im gesamten groß- deutschen Gebiet, einschließlich der neuen Ost- und Weftgebiete gilt, ist besonders günstig gewählt roor- dem Bei der Elternschaft wie bei den Schülern wird große Befriedigung darüber bestehen, daß ge­rade jetzt, wo die schulischen Leistungen der Fugend stark unter den erschwerten Schulverhältnissen des Krieges gelitten haben, die Frage der Versetzung 1941 über Ostern hinaus bis Ende Juni, dem Schluß des neuen, vereinheitlichten Schuljahres ver­

tagt wird. Das bedeutet jedoch keine Verlän­gerung der vorgesehenen achtjährigen Schulzeit. Denn die Zeit, um die das laufende Schuljahr auf diese Weise verlängert wird, wird den betrogenen Schulkindern am Ende ihrer Schul- zeit durch vorzeitige Entlassung gewissermaßen er­stattet werden. Im übrigen werden die für Ostern zur Schulentlassung vorgesehenen Schüler, die zum größten Teil bereits für ben Eintritt in das Be­rufsleben usw. disponiert haben, auch zu Ostern aus der Schule entlassen werden, wie es nach der alten Regelung erfolgt wäre. Durch die Neurege, lung wenden jetzt allerdings mehr Kinder schulpflichtig, als es zum Oftertermin der Fall gewesen wäre. Auch hier ist ein Ausgleich ae- plant, der z. B. dadurch möglich wäre, daß begabte Schüler ein Schuljahr überspringen könnten. Auch hier werden nähere Bestimmungen noch fol­gen. e

Hervorzuheben ist ferner die große erzieherische Bedeutung der Neuordnung. Die schulischen und außerschulischen Pflichten der Schuljugend können nun besser als bisher zeitlich gegeneinander abge- grenzt werden. Die Zersplitterung der Kräfte wird

Der Führer hat dem ordentlichen Professor Dr. Max Nonne in Hamburg aus Anlaß der Voll­endung seines 80. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die medizinische Wissenschaft, ins­besondere auf dem Gebiete der Neurologie, d i e G o e t h e - M e d a ill e für Kunst und Wissen­schaft verliehen.

In Berlin begann eine Tagung der Amtsleiterin, nen der Reichsteitung und der Bezirksführerinnen des Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend. Der Reichsarbeitsführer benutzte die Gelegenheit, Generalarbeitsführer Dr. Decker und dem Inspektor für Verwaltung und Wirtschaft, Generalarbeitssührer Dr. Schmeid­ler, für ihre großen Verdienste an der Durchsetzung der Aufgaben zu danken, die sich aus der Ein­führung der weiblichen Arbeitsdienstpflicht ergeben haben.

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Obergruppenführer von Bülow, der kürzlich zum Oberst befördert und mit dem Ritterkreuz aus­gezeichnet wurde, ist von der Luftwaffe beurlaubt worden, um seine Tätigkeit als Inspekteur des NS.» Fliegerkorps wieder aufzunehmen.

beseitigt, wodurch es möglich wird, den Jugend- ] liehen zu jener inneren Konzentration zu führen, die , die Voraussetzung jeder echten Bildung ist. Ein Teil der Klagen über einen Rückgang der schulischen Sei- \ stungen ist im Fehlen dieser Konzentration begrün-1 det. Lange Sommerferien geben der Ju- gend vor allem auch bessere Erholllngs- Möglichkeit in ..schulfreier" Luft. Die Möglich- feiten der lagermäßigen Erfassung durch die HI. und des sonstigen außerschulischen Einsatzes werden gleichfalls gebessert. Nicht zuletzt wird sich die Neu­regelung fruchtbar auswirken für eine günstige Ur­laubslegung bei allen Vätern, denn nun stehen zwei Monate, der Juli und August, für die Urlaubsreise mit Schulkindern zur Verfügung. Das bedeutet gerade auch für den Fremdenverkehr selbst eine Befreiung von der bisherigen Uebervölkerung Der Kur- und Erholungsgebiete im Juli. Die Ver­teilung dürfte mit ihrer Entlastung des Fremden- Verkehrs im Effekt den Reifenden selbst zugute kom- men. Eine besondere Regelung ist für die land- liche Volksschule verfügt worden. Hier muß für die Ferienlage im Sommer und Herbst die ländliche Wirtschaft entscheidend bleiben. Zwar gilt auch für das Land das neue Schuljahr. Die Dauer der Sommer- und Herbstferien wirb aber je nach den örtlichen Terminen der Ernten festgelegt werden.

Die finnische Regierung hat die nordamerikanische Regierung um einen Kredit von 1,75 Millionen Dollar gebeten, um die Einfuhr von Lebensmitteln nach Finnland zu ermöglichen.

Aus aller Wett.

Der irische Schriftsteller James Joyce f-

In einem Züricher Krankenhaus starb nach einer Operation der irische Schriftsteller James Joyce, der lange Zeit in Paris. Rom. Triest und Zürich gelebt hat. Er wurde 1882 in Dublin geboren und ist durch seinen RomanUlysses" bekannt ge­worden.

Eisenbahnunglück in Spanien.

Infolge eines Brückeneinsturzes in der Nähe von Vinaros bei Valencia hat sich ein Eisen­bahnunglück ereignet. Der Gepäckwagen und sieben Personenwagen eines Zuges stürzten in den Fluß. Ärei Eisenbahner und vier Polizeibamte fanden den Tod. Weitere vier Polizisten wurden schwer verletzt. Die Lokomotive war noch über die Brücke gekommen, bevor der Einsturz erfolgte. Eine Anzahl Wagen blieb auf der anderen Seite der Brücke

stehen. Infolge des Brückeneinsturzes ist der Eisen­bahnverkehr zwischen Barcelona und Valencia un- terbrochen. Diese Unterbrechung ist für die spanische Wirtschaft besonders nachteilig infolge der Stockung des Schiffsverkehrs im Mittelmeer und der gegen­wärtig großen Südfrüchtetransporte, die besonders für Frankreich über diese Strecke geleitet werden.

Schwere Unwetter in der südamerikanischen Eordlllere.

Die in den Bergen an der Grenze Boliviens und Argentiniens gelegene Ortschaft V o l c a n , die erst kürzlich durch ein Hochwasser zur Hälfte zer. stört worden war. wunde von einem heftigen (9 e. mitten und schweren Hagelschauern heimgesucht, so daß die Bewohner angsterfüllt ihre Häuser ocr. ließen und in Berahöhlen Zuflucht suchten. Plötz, lich ging von den Bergen eine riesige Geröll- Lawine nieder und legte den von der lieber- schwemmung verschont gebliebenen Teil der Ort. schäft in Trümmer. Auch die Bahn st recke wurde rund einen Kilometer weiter unter meter­hohen Schuttmassen begraben, so daß der Verkehr zwischen Argentinien und Bolivien unterbrochen wurde.

16 Tote bei einem Augzeugunfall in Tanganylka.

Nach einem Bericht desCorriere della Sera" sind bei einem Flugzeugunfall inMbeyain Tan­ganyika (Deutsch-Ostafrika) 16 Offiziere und Sel- baten der südafrikanischen Luftwaffe ums Leben gekommen. Unter den Opfern habe sich auch ein Neffe des Generals Botha befunden.

Grohfeuer in Neuyork.

Durch ein Großfeuer in dem Neuyorker Stadtteil Queens wurden sechs Häuser völlig zerstört und neun schwer beschädigt. 18 Familien sind obdachlos geworden. Auch ein Todesopfer wird beklagt.

Graz baut sieben neue Schulen.

Aus einem Leistungsbericht der Stadt Graz er­gibt sich, daß die Geburtenziffer in Graz von 800 im Jahre 1937 auf rund 5000 im Jahre 1940 g e ft i e g e n ist. Dadurch haben sich dem Stadtschulamt neue wichtige Aufgaben ergeben. Für die nächsten Jahre ist die Errichtung von min­destens sieben neuen Schulen geplant. Wei­ter wird berichtet, daß die Stadt Graz allein 1940 zweieinhalbmal soviel an neuen Wohnungen errichtet hat als in der ganzen Systemzeit vorher.

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Unsere liebe, treu sorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante

Frau Luise Fromme

ist gestern für immer von uns gegangen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenem

Marie Fromme

Familie Ph Eisenhardt

Gießen (Lieblgstraße 75), den 14 Januar 1941.

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 15. Januar, 14 30 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt.

Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.

199 D

Die Beerdigung findet Donnerstag, 14 Uhr, in Darmstadt statt.

0147

Am 12. Januar 1041 ist meine liebe, treusorgende Mutter, Schwieger­mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Katharina Hainbach

geb. Becker

im 78. Lebensjahr für, immer von uns gegangen.

In tiefer Trauer:

Familie Wilhelm Hainbach.

Darmstadt, den 12. Januar 1041.

Danksagung.

Für die liebevolle Teilnahme, die uns bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen

Herrn Heinrich Emrich

bewiesen wurde, danken wir herzlich.

Emilie Emrich und Angehörige.

Gießen, den 11. Januar 1041.

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Bekanntmachung.

Delr.: Pferderäude in Gießen.

Unter dem Pferdebestand des Landwirts Hans Cornus, Gießen, Am Riegelpfad 56, ist der Aus­bruch der Räude amtstierärztlich festgestellt worden.

Die Schutzmaßregeln sind angeordnet. 202C

Gießen, den 13. Januar 1941.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.

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