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I«. Jahrgang Nr. 296 ecbeint tägli», -über Juntags und feiertags

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N-natlick,.,.. .RM.1.80 8$ebei Nichterscheinen NLN'-MenNrn L^nsvrechanschlutz 2251 S^tanschrift:Anzeiger" Mckeck1168k Granit. M.

SaittsM13. Somtf6ci,14 Dezember l94l

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jnwa & Samstaa.^om

GiehenerAnzeiger

BrühlfditUniDtrfitätsbrudereiH. lange General-Anzeiger für Oberhessen 6ie6en®$d)nlftra6e 7-9

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S° kam daß Ichon in den letzten 2°hr-n vor ^^n Wünsche für den Sieg der japanischen m wrie>ne> AnaKamirtnia n nm einpr n p II P TI _

12.De,. (6uropapre6.) «9-

nehmen.

Vordergrund drängenden sozialen Fragen als trei­bende Kraft zu wirken. Sie wurde aus einem Orga­nismus zur bloßen Organisation und vertrat an Stelle einer lebendigen Idee ein papierenes Parteiprogramm, bei welchem sich niemand mehr recht etwas dachte, sondern welches allenfalls noch Gegenstand gelegentlicher Debatten im Kreise einiger 'Theoretiker war.

dem Kriege das Bedürfnis nach einer neuen, lebendigen Arbeiterbewegung, nach einem echten Sozialismus, fühlbar heroortrat. Das führte zu

schließen, sende ich Ihnen, Duce, meine herzlichsten Grüße. Ich weiß mich mit Ihnen einig tn der Gewißheit, daß dieser Akt sich als s i ch e r e B u r g- schaft des gemeinsamen Sieges der drei Mächte erweisen wird."

Das Telegramm, das der Führer aus dem glei­chen Anlaß dem Tenno übermittelte, lautet:An dem heutigen bedeutsamen Tage, an dem sich die Achsenmächte mit dem Kaiserreich Japan zu ge­meinsamer Kriegführung bis zum gemeinsamen Siege verbunden haben, sende ich Eurer Majestät mit den aufrichtigsten Grüßen meine Glückwünsche zu den bisherigen großen Erfolgen der japanischen Wehrmacht sowie meine und des deutschen Volkes

f o n g treffen.

Unterrichtete kreise weisen darauf hin, daß die (Eroberung kauluns durch die Japaner, die den voll­ständigen Rückzug der britischen Streit­kräfte vom chinesischen Festland bedeu- tet, innerhalb von 82 Stunden nach Beginn der ja- panischen Aktionen vom 8. Dezember erfolgte, nach­dem die japanischen Streitkräfte an diesem Tage über die Grenzzone südlich von Tschungtschun ein­drangen.

Bei blitzschnellem Vormarsch besetzten die ja- panischen Truppen am Mittag des 10. Dezember Inschan, einen wichtigen Punkt der britischen Verteidigungslinie, wodurch der Weg für die am Freitag erfolgte Besetzung Kauluns freiaelegt wurde.

Bei dem Angriff der Marineluftwaffe auf Hong­kong wurde ein britisches Torpedoboot von den Japanern v e r s e n k l, ein Kanonenboot sowie drei Handelsschiffe wurden schwer getroffen.

Tokio, 13. Dez. (DRV. Funkspruch.) wie die Marineabteilung des Kaiserlichen Hauptguartiers am Samstag um 15 Uhr japanischer Zeit bekannt­gab, hat es sich jetzt b e st ä t i g t. daß ein w e i l e - res nordamerikanisches Schlachtschiff, dieArizona" (32 600 Tonnen), in der Schlacht oop hawai versenkt wurde, und zwar außer den beiden bereits früher gemeldeten Schlachtschiffen ..West Virginia" (31 800 Tonnen) und ,-Oklahoma" (29 000 Tonnen). Außerdem wurde bestätigt, daß ein großer britischer Zerstörer außer den SchlachtschiffenPrince of Wales" undRepulse" in der Schlacht aufderhöhevonMalayaver- senkt wurde.

Das 118^.-SchlachtschiffArizona" ist im Jahre 1915 vom Stapel gelaufen, jedoch bei einem Umbau unter anderem durch Anbringung von Tor- pedowulslen und Entfernung der Gittermasten er- heblich modernisiert worden. Bei einer Wasserver­drängung von 32 600 Tonnen entwickelte es eine Gelchwindigkeit von 21 Knoten. Seine Bestückung setzte sich aus zwölf 35,6-cm-Geschützen, zwölf 12.7- cm-Geschühen, acht 12,7-cm-Flakgeschühen, vier 4,7- und acht 4-em-Flakgeschühen zusammen. Ferner

Tokio, Iw. -----, -- v

Angaben der britischen Marine sowie nach verläß­lichen Informationen aus Singapur gehörten zur britischen Fernostflotte kurz vor Ausbruch des Fern­ostkrieges nur zwei Großkampfschiffe. Nach der Versenkung derPrince of Wales" und derRepulse" umfaßt demnach die britische Fern- ostslotte vermutlich nur noch Kreuzer und leichtere Streitkräfte. In Tokio spricht man nach den japa­nischen Erfolgen gegen die englische und die nord­amerikanische Flotte in vollem Bewußtsein der Trag­weite dieser Worte von einer entscheidenden Veränderung d e s maritimen Gleich­gewichts zugunsten Japans. Englands Stellung im Südwest-Pazifik könne als endgültig erschüttert bezeichnet werden. Die japanischen Erfolge bewiesen überzeugend, daß auch die modernen britischen Schlachtschiffe Luftangriffen nicht gew ach- s e n seien. Sachverständige weisen auf das ralche Erliegen derPrince of Wales" im Vergleich mit dem tagelangen Aushalten des ähnlichen deutschen SchlachtschiffesBismarck" gegenüber Bomben-, Torpedo- und Artilleriewirkung hin.

Ein Ueberlebenber des britischen Schlachtkreuzers Repulfe" berichtete, man habe am Abend vor dem Angriff ein japanisches Aufklärungsflug­zeug beobachtet, woraufhin die an der Ostküste von Malaya in nördlicher Richtung fahrende Flotte während der Nacht den Kurs änderte. Um 11 Uhr vormittags am nächsten Tage erschienen dann acht japanische Flugzeuge in gro-

Auch das WA.-Sch!achtsWArizona" versenkt

Oie Ll^A -Marine ver'or bei Hawai insgesamt drei Schlachtschiffe

Keine britischen Großkampsschiffe mehr im Kernen Osten.

Grundlegende Veränderung des maritimen Gleichgewichts im Südwestpaz'fik

dazu läßt.

Als daher im Juni dieses Jahres als Folge des englisch-sowjetischen Bündnisses die b o l s ch e w i - ftische Propaganda neue Wirkungsmöglich­keiten in England bekam, fand sie auch ein Feld vor, welches durch langjährige Vernachlässigung dem Unkraut üppige Wachstumsmöglichkeiten bot. So schossen denn auch die Werk-Klubs über­all rasch empor und sind inzwischen schon zu einem Faktor geworden, mit dem die Gewerkschaften ernst­haft rechnen müssen. Die Führung der Labour- Partei sieht diese Entwicklung mit Mißvergnügen', kann sich aber aus ihrer Verkalkung nicht mehr aui-, raffen, um noch irgend etwas dagegen zu unter­nehmen. Bezeichnend war die jüngste Debatte im Unterhaus, in deren Verlauf 45 Mitglieder der Labour-Fraktion einen Antrag auf Verstaatlichung der Rüstungsindustrie, Gruben und Transport­mittel stellten. Die einzige Antwort Attlees war, daß er erklärte, dies sei eine Aktion gegen die Re­gierung und daher zu verwerfen. Als trotzdem 40 Abgeordnete für den Antrag stimmten, hatte dies lediglich ein Stirnrunzeln Attlees zur Folge.

Die Debatte und der Antrag auf Verstaatlichung der Industrie verdieyen beachtet zu werden. Aller­dings nicht wegen des Antrages an sich, wohl aber wegen der Tatsache, daß hier zum erstenmal seit Ausbruch des Krieges über ein wichtiges Kriegs­gesetz namentlich abgestimmt wurde, und weiter ivegen des Umstandes, daß 40 Abgeordnete der La- bour-Partei entgegen dem Willen der Parteifüh­rung eine eigene Meinung vertreten Haden. Es ist oorläufig noch zu früh, um beurteilen 3U formen, wer hinter diesen 40 Abtrünnigen steht. Sollte es ich aber nicht nur um ein letztes Aufflackern alten theoretischen Geistes handeln, sondern um die ersten unbeholfenen Schritte einer neuen Bewegung so kommt dem Vorgang vielleicht größere Bedeutung zu als viele Mitglieder des Unterhauses bei dieser

Edinburghs als Ersatz fürprince of Wales-.

Stockholm, 12. Dez. (DNB.) Wie aus London gemeldet wird, hat die britische Admiralität be­schlossen, den KreuzerEdinburgh" (10000 Tonnen) als Ersatz für den versenktenPrince of Wales" (35 000 Tonnen) zum Flaggschiff der britischen Fernostflotte zu machen.

Waffen."

Britischer Rückzug bei Hongkong.

Tokio, 13. Dezember. (DRV. Funkspruch.) Die heeresobteilung des kaiserlichen Hauptquartiers gab bekannt, daß die japanischen Streitkräfte am 12. De­zember das britische Pachkgebiet k a u l u n an der äußersten Spitze der Halbinsel kaulun gegen­über Hongkong und damit die Hauptverteidi­gungsstellung der britischen Zwingburg beseht haben. Außerdem wird gemeldet, daß die Japaner Vorbereitungen für einen Angriff auf Hong-

knqland viele Folgen gehabt.

'Manche dieser Erscheinungen wirken nur komisO), erobere abstoßend. Ueber diese wird am meisten ge­stochen» Wichtiger und wirksamer ist der tzmsiutz bs Bündnisses auf die soziologischen Erscheinungen ub Einrichtungen, von denen nach anfänglichem 8ufmerfen nur noch wenig gesprochen tpirb.

Für die englische Arbeiterpartei ergibt sich -Jt die Frage, wie sie sich zu den neuen Dingen -Uen soll. Sie war bisher die Tragenn des typi- wn englischen Sozialismus, einer geistigen -öe- t$gung, die stärker als in anderen Landern von c-istlichen Gedankengängen beeinflußt worden war- Sls die Labour-Bewegung gegen Ende des vorigen Khrhunderts von Männern wie Burns, Lansbury vnb Ramfan Macdonald allmählich aus der Enge Marner Stuben und theoretischer Debatten m Die txiten Räume der praktischen Politik geleitet wurde tjurbe sie von vielen Vertretern der beiden alten Parteien als eine ernste Gefahr für das traditionelle »Mische System betrachtet. In einem knappen 25 lAjahrhundert gelang es jedoch, diese vermeinst ch Gefahr dadurch zu bannen, daß man die ßabou Regung einfach dem vorhandenen System emg - i -rte, was teils durch dessen immer noch vorhandene

! foaft, teils durch die (Eigenart des englischen \ Mismus und teils durch die Zeitumstande ermog licht wurde. So geschah es, daß die Labourbewegung

[ 2u Amt und Würden kam und geradezu eme «vt ß [ kr englischen Gesellschaftsordnung wurde, öugieiaj \ Allerdings verlor die Bewegung mehr und wehr

Möglichkeit, bei der Lösung der immer starker in oe

Abstimmung ahnten. .. - .

Es ist immerhin denkbar, daß sich hier die Keime einer neuen englischen Arbeiterbewegung zeigten, welche, genährt von kommunistischem Gedankengut und getrieben von den harten Notwendigkeiten der Kriegszeit, versuchen will, den plutokratiichen Feu­dalstaat des 18. Jahrhunderts der Wirklichkeit un­serer Taae anzupassen. Immerhin sind dies nur Möglichkeiten, die sich vorläufig sehr fern und Wiat« tenhast am englischen Horizont abzeichnen. Mars und Churchill regieren die Stunde, und wenn auch beide nicht die richstgen Aerzte fein dursten, Groß­britannien von derenglischen Krankheit zu hei- len, so glauben sie doch, mit Gewaltkuren unb Blut­übertragungen aus West und Ost den Pastenten noch eine Weile recht lebenskräftig erhalten zu kön­nen Das (Ergebnis dieser Behandlung konnte aller- dings fern, daß schließlich mehr fremdes Blut m den Batienten hineingepumpt wird, als ihm zuträg­lich ist. und daß dann die Krankheit n-ue und g»- fqhrliche Formen annimmt, denen Churchill mit lei­nen Quacksalbereien nicht mehr gewachsen wäre.

hatte das Schlachtschiff drei Flugzeuge an Vard und verfügte über eine Vesahung van 1365 TUanm

Panik in Kalifornien.

Lissabon, 12. Dez. (Europapreß.) Auf Anord­nung der Washingtoner Militärstellen müssen an der kalifornischen Küste alle Personen evakuiert werden, die innerhalb einer Zone von tausend Parbs längs der pazifischen Küste wohnen. Eine weitere Anord­nung verfügt die vollständige Verdunkelung des Be­zirks von Santa Cruz. Diese behördlichen Maß­nahmen steigern die unter der Bevölkerung Kali­forniens ohnehin schon bestehende Panikstimmung, da sie im Sinne einer unmittelbar drohenden Ge­fahr gedeutet werden. Der Haushalts-Ausschuß des nordamerikanischen Senats hat einen Kredit von zehn Milliarden Dollar bewilligt. Sechseinhalb Mil- liarben sind davon für das Heer vor allem für dessen Mechanisierung bestimmt. Der USA-Tla- rineminifter Oberst Knox traf am Donnerstag­abend in Honolulu auf Hawai em. Weite Kreise in den USA. fordern durch eine amtliche Unter­suchung festzustellen, inwieweit ungenügende Vor­sichtsmaßnahmen auf Hawai die großen Erfolge der Japaner ermöglichten.

KriegsschaWoh Zernoff.

In einem riesenhaften Bogen, der von der sub- polaren bis in die subtropische Zone reicht, erstreckt sich das eigentliche Japan mit seinen fast 4000 Inseln längs der ostasiatischen Küste. Die vier Haupt­inseln Hondo, Kiushu, Shikoku und Hokkaido ebenso wie die Inselketten der Kurilen im Norden und der Riukiu-Jnseln im Süden sind durchweg gebirgig; einige Gipfel erreichen die Dreitausendmetergrenze, der heilige Berg des Landes, der vulkanische Fuji- yama, steigt bis fast 3800 Meter Höhe auf. Infolge der zahlreichen, noch tätigen Vulkane und bei der Lage Japans in der Nähe der größten bisher ge­messenen Meerestiefen sind Erd- und Seebeben mit oftmals verheerenden Wirkungen häufige daher er­klärt sich vielfach auch die leichte Bauweise der Häuser. , .

Die japanische Bevölkerung macht auf Den insgesamt 382 000 Quadratkilometern des alten Jnselreiches gegenwärtig etwa 70 Millionen aus; tatsächlich gehören aber zum Staatsgebiet noch die Außenbesitzungen Korea, Formosa, Kwantunq und Südsachalin, wodurch das Hoheitsgebiet rd. 680 OOO Quadratkilometer und seine Einwohnerzahl mehr als 100 Millionen erreicht. Die Japaner haben sich zu einem sehr einheitlichen Menschentypus entwickelt, der nach Einwanderung über Korea die ursprüng­lich eingesessenen Ainu aufsog oder verdrängte, wahrscheinlich auch im Laufe der Zeit malaiische und andere Bestandteile eingeschmolzen hat. Der Ge­burtenüberschuß ist bei der gesunden sozialen (Bliebe- rung die Landwirtschaft ist trotz rascher Indu­strialisierung des Landes die Grundlage der Wirt­schaft geblieben; sehr starke Fischerei sehr hoch, und man bemißt ihn zutreffend mit jährlich etwa einer Million. So sind die Inseln praktisch über­völkert; trotz niedrigen Lebensstandards des Vol­kes und sorgfältigster Ausnutzung des anbaufähigen Bodens ist die durchschnittliche Bevölkerungsdichte von mehr als 180 je Quadratkilometer sie steigt stellenweise bis auf über 500 Menschen auf den Quadratkilometer zu stark, und dieser unaufhör­liche Bevölkerungsdruck nach außen ist wohl das stärkste Moment für Japans Drang nach R a u m für sein Volk. Hinzu kommt, daß auch G e ' werbe und Wirtschaft des Jnselreiches längst nicht mehr die alljährlich zuwachsenden Hunderttau­sende aufnehmen können, weil das Land r o h st o s f- i arm ist. Die alten Vorkommen von Kupfer, Chrom, dazu Gold, Kohlen usw. sind großenteils erschöpft.

Oieenglische Krankheit"

Von unserem Dr. L.-Korrespondenten.

Stockholm, Dezember 1941.

>er Ausspruch, daß Englund nicht ohne tief- ... stnde Veränderungen seiner sozia­le Struktur aus diesem Kriege hervorgehen Jpi-'be, ist in den letzten zwei Jahren in England Efft und in anderen Ländern so oft getan wor- L daß er heute schon zu einer Binsenwahrheit korben ist. Auch die Behauptung ist nicht mehr ,;c.,daß diese Veränderung die Richtung einer ftär» fr 'n Beteiligung der weniger bemittelten Bevölke- ri'^sschichten und vor allem der Arbeiterschaft an Je Entscheidung über das politische Schicksal des L^des nehmen wird. Soweit sich soziolozsische (Ent- Ölungen überhaupt voraussagen lassen, ist das für ßqianö geschehen, und zwar, wie man angesichts i grundsätzlichen Uebereinstimmung der Doraus- fc>n annehmen darf, mit einem Anspruch auf Rich- fleit der Diagnose. Es ist vielleicht wirklich nicht v!sehlt, medizinische Bilder und Begriffe zur 93er- «uchaulichung von Vorgängen zu benutzen, die im vtgrößerten Maßstab am lebendigen Körper einer : fltion den Funktionen des menschlichen Organis- ; jtjs entsprechen. Man kann daher sagen, daß zwar g-jgfeit über das Wesen derenglischen Krankheit"

ef)t, daß aber über Verlauf und Ausgang der $ |e nicht nur feine Uebereinstimmung herrscht, leidem daß bisher in dieser Richtung kaum eine ' jignofe gestellt wurde.

Bürgschaft des gemeinsamen Sieges. Der Führer an den König von Italien und den Tenno.

Berlin. 12. Dez. iDNB.) Am Tage des Ein- tritts Deutichlands und Italiens in den Krieg gegen die USA. sandte der Führer an den König nnn Italien und Kaiser non Aethwp.en das °°chst°h-nde Telegramme .Ius Anlas, der Unter. Zeichnung des Vertrages, durch den d,° Achsen- Mächte sich mit dem Kaiserreich Japan gemein- Vamet Kriegführung und Zusammenarbeit zur Sicherstellung einer gerechten Neuordnung Der- haben sende ich Eurer Mai-stat zugleich mit^rneinen aufrichtigsten Grähen die herzlichsten tm.'mfrhe für den weiteren Kampf der nunmehr eng v^bundenen Waffen der drei Mächte^ - D e m Duce sandte der Führer folgendes Telegramme Am heutigen Tage des Abschlulies des Abkom- Ens durch Las die Achsenmächte und Japan sich gemeinlamer WaHenbruderfchajt zusammen.

__________, beide Schstse trafen.'' Eine Bombe durchschlug die Flugzeughalle derRepulse" und verursachte einen Brand. Unbe­kümmert um bas gewaltige Flaksperrfeuer der bei- den Kriegsschiffe schossen die Japaner ihre Luft­torpedos ab. Ein Torpobo traf diePrince os Wales" am Heck. Etwas später folgten Treffer ber von allen Richtungen heranbröhnenben Flugzeuge auf berRepulse", zuerst am Bug und bann auf der Backbordseite wie am Heck, fiangfamfantbas Schl f f. Als es sich zur Seite legte, sprang die Be> satzung von den steilen Decks in das dick mit Del überzogene Wasser Unterdessen fliegen große Rauch­wolken von berPrince of Wales" in bie Höhe. Es dauerte einige Zeit, bis auch dieses Schiff versank, nachdem es eine Weile kiel 'n gelegen hatte. Britische Flugzeuge erschienen erst, als alles vorüber war. Noch später kamen Z e r ft ö r e r, um die Ueberfebenben an Bord zu

Das KrankheitsbiVd ist leicht zu umreißen: Eng- IrL hat eine Gesellschaftsform, die ihre Prägung v: allem im 18. Jahrhundert erhielt, in un- L» Gegenwart hineingerettet, die weder in ihren t.alen Bedingungen, noch in ihren geistigen und , ischen Möglichkeiten dieser Blütezeit aristokra- t5er Lebensführung entspricht. Aus diesem Wider- sfiuch ergaben sich Spannungen, bie allmählich im» ur stärker wurden und beshalb noch nicht zum r-sbruch der Krankheit führten, weil beträchtlicher Zvhlstand und äußere Ruhe dem Patienten eine cßergewöhnliche Widerstandskraft verliehen. Gleich- t hl lagen schon seit längerem Anzeichen dafür vor, Üg auf bie Dauer das Auftreten der Krise nicht § verhindern sein würde.

Der Krieg hat die Entwicklung beschleunigt. Hef­tige Anspannung aller Kräfte ließ die Krankheit s üher ausbrechen, und zwar unter Bedingungen, vllche ihre Behandlung sehr erschweren, wenn nicht 6i verhindern muhten. Es ist die Art des Krie- -s, nicht nur die guten kämpferischen Eigenschaf- tiu zu steigern und hervorzukehren, sondern zugleich d Untugenden und Fehler Au vergröbern. Die Un- arechtigkeiten und Unmögllchkeiten des englischen istllschaftsfystems in der Welt des mittleren ? Jahrhunderts, der seltsame Anachronismus des 6üf)eriqen Gemeinschaftslebens auf der britischen 5 sei, wurden im Flammenschein des brennenden 5 ndons unheimlich beleuchtet. Damals bildete Qiurd)ill einen besonderen Kabinettsausschußfür di Wiederaufbau nach dem Kriege". Was immer tn Aufgaben dieses Ausschusses sein mögen, er ift siyerlich nicht zuletzt deshalb gebildet worden, um eien Ausweg aus der inneren sozialen Krise zu f1ben. .

Noch bis vor kurzer Zeit hatte man tn England He Krise zwar mit Aufmerksamkeit, aber ohne snderliche Besorgnis verfolgt. Man glaubte, man Inne sich auch diesmal wieder auf seinen guten (em verlassen, den Stern, der England und das Htische Reich schon durch so viele Krisen geführt litte. Der Gedanke an die Möglichkeit einer revo- 1 ionären Entwicklung lag so fern, daß bisher kaum

I ls Wort Revolution in diesem Zusammenhänge L'sgesprochen ober geschrieben würbe. Gewiß gab * auch innerhalb Englands Beobachter, die sich öier den Ernst ber Krankheit durchaus klar waren, Gier auch sie neigten vielfach, wenn nicht alle, zu dir Auffassung, daß auch diesmal aufreoo-

I L tionärem Wege bie Heilung gefunden wer- dm könne. ,

I »Es ift heute müßig, darüber zu ftreiten ob vor Monaten eine evolutionäre Entwicklung Der

I kLsellfchaftskrise in England möglich war ober nicht, l bann in der Zwischenzeit finb Ereignisse und Um-

s inde eingetreten, welche der Krankheit em neue! Men und wahrscheinlich auch einen neuen -versau zuveisen. Entscheidend war hierfür Churchills Bund- bs mit dem Bolschewismus. Dieunheilige Allianz , i' welcher sich der Enkel des Herzogs von Marl- b rougl) mit dem Eisenbahnräuber und Weltrevo- tiionär aus dem Kaukasus zusammenfand, hat m

allerlei Gruppenbildungen, bie jeboch burchweg nur vorübergehenber Natur waren unb alle an bem gleichen Mangel litten wie die offizielle Arbeiter­partei: Dem Mangel an Ideen Und an Männern. So kam es auch, daß die englischen Arbeiter ohne wirkliche Führung in ben Krieg hineingingen. Eine lebendige sozialistische Partei wäre vielleicht im September 1939 gar nicht in die Regierung eingetreten, sondern hätte sich als inner- politische Opposition eine selbständige Stellung be­wahrt, ohne deshalb hinsichtlich der Kriegführung an sich im Gegensatz zur Regierung stehen zu müs­sen. Ein Beispiel hierfür hat Australien geboten, wenngleich bie Verschiedenheit der Voraussetzungen auch nicht übersehen werde» kann. Herr Attlee ift aber nicht der Mann, eine selbständige Politik zu verfolgen oder gar mitten im Kriege eine Re­naissance des Sozialismus in England zu betrei­ben. Der einzige Mann jedoch, von dem sich weite Kreise der englischen Linken eine neue Arbeiter­bewegung erhofft hatten, Ernest Senin, steht heute als Arbeitsminister in den Reihen der Re­gierung unb kann, ganz abgesehen von seinem An­sehen unb feinen Plänen, diese Rolle nicht über­nehmen, weil seine tägliche Arbeit ihm keine Zeit