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Auf den deulsKen Landarbeiter kommt es an!

Viele Volksgenossen in der Stadt und sogar noch manche auf dem Lande sind der Meinung, die Land­arbeiterfrage sei jetzt und für die nächsten Jahr­zehnte gelöst: Kriegsgefangene jetzt und fremdvöl- kische Wanderarbeiter jetzt wie später müßten die Aufgabe übernehmen, für die Deutsche schon lange zu schade und ja auch gar nicht mehr in genügend große Zahl vorhanden seien. Diese noch weitver­breitete Meinung ist nicht nur ein schwerer Irrtum, sie ist darüber hinaus eine sehr verhängnisvolle Verkennung des deutschen Landarbeiters und seiner Leistung in der Volksgemeinschaft. So wenig sich diese Leistung durch andere, nichtdeutsche Kräfte er­setzen läßt, so wenig darf der deutsche Landarbeiter mit diesen als Notbehelf heute eingesetzten Kräften überhaupt zusammen genannt und verglichen wer­den. Wer als F r e m d v ö l k i s ch e r auf einem deutschen Bauernhöfe oder auf einem deutschen Landwirtschaftsgute arbeitet, ist eine vielleicht sehr wertvolle und sehr willkommene Hilfs­kraft, aber kein gelernter Landarbei- t e r. Denn selbst wenn andere Staaten die deutsche Landarbeitslehre bereits nachgeahmt hätten, wür­den sie uns diese Kräfte sicherlich nicht schicken; ja wir dürften sie ihnen, da wir ja auch an der Land­wirtschaft der anderen europäischen Staaten ein dringendes Interesse haben, nicht einmal wegneh­men. Was wir als Aushilfen ins Großdeutsche Reich bekommen, sind ungelernte Hilfskräfte, die erst an­gelernt werden müssen; im besten Falle sind sie schon früher angelernt worden. Der deutsche Landarbeiter ist aber kein ungelernter oder auch nur angelernter Hilfsarbeiter, sondern

gelernter und geprüfter Angehöriger des neben dem Bauern und Landwirt zweitwichtigsten landwirt­schaftlichen Berufs!

Dementsprechend muß der deutsche Landarbeiter sich selbst fühlen, dementsprechend muß er in der Lebensgemeinschaft des deutschen Hofes angesehen werden. Er ist unter der verantwortlichen Leitung des Betriebsführers, des Verwalters, des Inspek­tors der erfahrene und mitverantwortliche Dormann, der Treckerführer, der Gespannführer, dem die Ko­lonne der fremden Hilfskräfte unterstellt ist, der ihnen Beispiel und Anführer zugleich sein soll. Der Landarbeiter, der sich erst nach einer zweijährigen Lehre und einer weiteren zweijährigen Bewährung so nennen darf, ist als Siedler auf Eigenland eine wichtige Vorstufe zum neuen Bauerntum, ob er nun als Junger noch selbst über eine Landwirt­schaftslehre und die Landwirtschaftsschule und die höhere Landbauschule zum Neubauern im neuen deutschen Osten wird, oder ob erst seine Söhne in neue deutsche Bauernstellen vorrücken. Die national­sozialistische Landarbeitersiedlung ist eine Zelle deut­schen Gemeinschaftslebens, die ihre Siedler, deren Frauen und Kinder zu einer, ganz neuen starken Einheit zusammenfaßt. Die deutsche Landarbeiter­gemeinschaft ist endlich ein Blutquell des Volkes, der neben dem Lebensquell aus Bauernblut für das gesamte Volk von großer Bedeutung ist. Beste Kräfte des Landes gehen aus den Häusern der Landarbeiter hervor. Jeder deutsche Landarbeiter darf auf diese Leistung und diese Aufgabe stolz sein!

Dr. Hans Hajek.

dient. Jede kleine Derdunkelungssünde ist deshalb eine Gefahr. Also: von heute ab geben wir keinem bißchen Licht" mehr den Weg nach draußen frei! Dabei achten wir auch besonders auf die Fenster an der Rückseite des Hauses, damit auch dort alles so vorschriftsmäßig und gut verdunkelt ist, wie es sein muß, um sich selbst und die anderen Volksge­nossen nach besten Kräften zu schützen.

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Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen jeden Donnerstag von 20 bis 21 Uhr Turnhalle - Schillerschule, Schillerstratze. 4654D

Zehn Büchlein mit Märchen.

Alte deutsche Volksmärchen sind in netten, kleinen Büchlein neu erschienen. Zehn Bände' sind es mit den schönen Märchen vom Dornröschen, vom Rot­käppchen, vom Froschkönig, vom tapferen Schneider­lein, vom Schneewittchen, vom gestiefelten Kater, von Hänsel und Gretel, vom Rumpelstilzchen, vom Aschenputtel und vom Däumling. Die schönen Mär­chenbücher werden am Samstag und Sonntag von den Sammlern der Deutschen Arbeitsfront verkauft und sicher schnell vergriffen sein. Jeder gibt daher schnell sein Opfer für das Kriegswinterhllfswerk und sichert sich damit zugleich ein Märchenbuch.

Lleberpreise für Geflügel werden nicht geduldet.

Die Preisbehörden haben in letzter Zeit sehr er­hebliche Strafen gegen Preistreiber im Handel mit Geflügel, und zwar sowohl gegen Erzeuger als auch gegen Abnehmer, festsetzen müssen. Trotzdem sind immer wieder Verstöße gegen die bestehenden Preis­vorschriften, insbesondere bei der Abgabe von Ge­flügel unmittelbar vom Erzeuger an Großverbrau­cher (Gaststätten) und Verbraucher festzustellen. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat daher die Preisüberwachungsstellen erneut angewiesen, bei Preisüberschreitungen im Geflügelhandel mit den schärfsten Strafen vorzugehen.

Gießener Dochenmarktpreise.

* Gießen, 13. Nov. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, y. kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10 gelbe Rüben 7 bis 9, rote Rüben 8 bis 10, 'Spinat 12 bis 15, Lauch 17, Sellerie 15, Endivien, das Stück 10 bis 15 Rpf.

*

* Trockenskikurs.Weitermachen!" So heißt die Parole des Reichssportführers. Getreu dieser Aufforderung ruft der Ski-Klub Gießen am Samstag, 15. November, zum diesjährigen Trocken- ftikurs in der Reithalle am Brandplatz. Der Trocken­skikurs ist wegen seiner zweckentsprechenden Gym­nastik den Skisportlern aller Altersklassen zu empfehlen. So wie der Anfänger im Trockenskikurs die ersten Grundbegriffe für den Skilauf lernt, so ist es auch für den Fortgeschrittenen von größtem Nbtzen, sich vor dem Skilauf im Schnee wieder an den Umgang mit den Brettln zu gewöhnen und den Körper für den Rhythmus im Skilauf vorzubereiten. Der heutige Skilauf ist rhythmische Bewegung. Je

mehr diese Bewegung beherrscht wird, um so leich­ter laufen die oft so widerspenstigen Brettl in die gewünschte Fahrtrichtung. Also auf in den Trockenskikurs! Die Teilnahme am Trockenskikurs ist unentgeltlich. Auch diesmal sind Nichtmitglieder zum Mitmachen eingeladen.

(Straffammer Gießen.

Der R. F. in Petterweil hatte sich wegen schwerer Urkundenfälschung zu verantworten. Er war be­schuldigt, eine öffentliche Urkunde (Wehrpaß) ge­fälscht zu haben, indem er hinter den Eintrag: Fahrer Kl. 1u. 3" zufügte. Der Angeklagte war geständig und wurde zu einer Gefängnis- strafe von drei Monaten verurteilt. Mit Rücksicht darauf, daß er nicht vorbestraft ist und nach Ansicht des Gerichts aus Dummheit, nicht aus verbrecherischer Neigung gehandelt hat, wurde auf die geringste zulässige Strafe erkannt.

Der A. E. in Friedberg war im Schnellverfahren durch Urteil des Amtsgerichts Friedberg vom 30. September wegen Arbeitsverweigerung zu einer Gefängnisstrafe von 12 Wochen verurteilt worden. Gegen das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Er war beschuldigt, in den Jahren 1940 und 1941, insbesondere in den Monaten Mai, Juni und Juli 1941 als Arbeiter in einem kriegswichtigen Betrieb seine Arbeitspflichten nicht ordnungsgemäß erfüllt zu haben. So fehlte er an 27 Arbeitstagen

und an 19 weiteren Arbeitstagen 2 bis 5 Stunden ohne genügende Entschuldigung. Der Angeklagte behauptete, durch die Erkrankung seiner Ehefrau verhindert gewesen zu sein, außerdem habe er sich jedesmal ordnungsgemäß entschuldigt. Das Urteil des Amtsgerichts Friedberg wurde im Strafmaß aufgehoben und der Angeklagte zu einer Gefäng- nisstrafe von sechs Wochen verurteilt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß die Zeit ab Ende Juni 1941 strafrechtlich in Frage komme, da der Angeklagte zu dieser Zeit eingehend und dringend verwarnt worden sei. Das Gericht legte das Verhalten des Angeklagten nicht als Faul­heit und Böswilligkeit aus, vertrat aber die An­sicht, daß der Angeklagte disziplinwidrig gehandelt habe.

Nährmittel- und Fettkarten gestohlen.

Lin Jahr Gefängnis.

Lpd. Wetzlar, 12. Nov. Ein 63jähriger, unbe­strafter Mann aus Wetzlar wurde vom Sonder­gericht Frankfurt wegen Kriegswirtschaftsverbre­chens und schweren Diebstahls zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Er war bei der Haus­reinigung im Ernährungsamt Wetzlar beschäftigt und entnahm zweimal einem Schrank, den er mit einem mitgebrachten Schlüssel öffnete, etwa 5 0 Nährmittel - und Fettkarten, auf die er sich dann unbefugt Lebensmittel verschaffte.

Aus der engeren Heimat.

Schweinemarkt in Grünberg.

4- Grün berg, 13. November. Der heutige Schweinemarkt war mit 144 Ferkeln und Läuferschweinen beschickt. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 15 bis 17 RM., 6 bis 8 Wochen alte 18 bis 20 RM., 8 bis 13 Wochen alte 22 bis 28 RM., Läuferschweine 33 bis 36 RM. das Stück. Bei flot­tem Geschäftsgang wurde der Markt geräumt.

Landkreis Gießen.

Laubach, 11. November. Die dritte Veran­staltung der L a u b a ch e r K u-n st gemeinde be­tritt die Rhein-Mainische Landesbühne mit dem reizvollen LustspielScampolo" von Niccodemi, das in bezug auf Inszenierung und Wiedergabe schlecht- hin eine meisterhafte Leistung des kleinen Ensem­bles unter der flotten Spielleitung von Franze R o l o f f war. Die Hörer nahmen das lustige Spiel und die ausgezeichnete Wiedergabe mit herzlichem Beifall auf.

-ß Bettenhausen, 11. November. Am kom. menden Samstag kann der älteste Einwoh­ner unseres Dorfes, der Bauer im Ruhestand Jo­hann Georg Rückel, im Kreise zahlreicher Nach­kommen seinen 9 2. Geburtstag feiern. Lewer ist der alte Herr schon viele Jahre blind. Wir gra­tulieren ihm herzlich zu seinem Geburtstag.

Handball-Kreisttaffe.

Luftwaffe II Gi en Grün in gen 6:5.

Ihren ersten Sieg konnten die Soldaten auf eige­nem Platz erringen. Im ersten Spielabschnitt sah es allerdings nicht danach aus. Gröningen leistete hef­tigen Widerstand und konnte bis zur Pause die Führung behaupten. Nach dem Wechsel wurde das Spiel härter. Die Gäste verloren einen Spieler durch Herausstellung. Dies trug mit zu der Niederlage Grüningens bei. Die Platzmannschaft nutzte diese Schwäche aus. Alle Angriffe wurden abgewehrt und ein knapper Sieg errungen.

Holzheim Heuchelheim 12:5 (6:3).

Holzheim behauptet durch diesen Sieg weiter­hin die Tabellenführung. Heuchelheim war zunächst ein ebenbürtiger Gegner. Die Platzmannschaft mußte sich sehr anstrengen, um die Führung zu erzielen. Den Gästen gelang es sogar, auf 6:5 heranzukom­men. Allmählich kam dann Holzheim mehr auf. Weitere Treffer, denen die Gäste nichts mehr ent­gegensetzen konnten, stellten den Sieg sicher.

HJ.-Spiele im Bann 116.

M t v. GießenJgd. HolzheimJgd. 11:5.

Holzheim besitzt nicht die Kraft, beide Spielhälften gleichmäßig durchzustehen. Bis zur Halbzeit war man ein gleichstarker Gegner, obwohl der Mtv. eine kleine Führung besaß. Nach dem Wechsel kam jedoch die Platzmannschaft immer besser ins Spiel. Durch vorzügliche Stürmerleistungen gelang es in gleichmäßigen Abständen die Tore zu erzielen.

ADOX Foäm

Bei den Kämpfen im Osten starb nach einer schweren Verwundung am 21. Ok- tober mein lieber, guter Mann, mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Onkel

Willi Döring

Gefreiter in einem Infanterie-Regiment im Alter von 29 Jahren den Heldentod fürs Vaterland. ^oßem Schmerz:

Käthe Döring, geb.Preis Karl Klapp und Familie Berta Döring Wwe. Elisabeth Döring

Georg Döring u. Familie Heinrich Preis u. Familie C Martin Preis und Familie.

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Statt Karten.

Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel

Ludwig Sier

Polizeiverwaltungs-Obersekretär L R.

nach vollendetem 77. Lebensjahre am 11. No­vember nach schwerer Krankheit plötzlich für immer von uns gegangen ist.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Willi Sier Familie Karl Sier

Familie Ludwig Sier und 4 Enkelkinder

Gießen (Roonstraße 34), z. Z. R.A.D., Olfen- stedt b. Magdeburg, Hamburg.

Die Beerdigung findet am Freitag, 14. Nov., 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

4663 D

Danksagung.

Für die herzliche Teilnahme an dem tiefen Leid, das uns durch das Hinscheiden meines innigst- geliebten Mannes und Vatis betroffen hat, sagen wir auch im Namen aller Angehörigen unseren innigsten Dank. in tiefer Trauer:

Mlmi Schneegaß, geb. Otto Töchterchen Marlis

Gießen, den 13. November 1941. Rodheimer Straße 43 I.

03807

Für die herzliche Anteilnahme an dem großen Leid, das uns betroffen hat durch den Heim­gang meines lieben Mannes, unseres treusorgen­den Vaters, danken in tiefer Trauer

Fran Mathilde Naumann, geb. Manna Mathilde Naumann, Arbeitsamt Burg

Gisela Naumann, Apotheke in Biedenkopf Georg Naumann.

Alten-Buseck, im November 1941.

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Gemeinsame Bekanntmachung

der Landräle der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach.

Velr.: Abgabe von Süßwaren.

Nach Ablauf der Verkaufssperre für Süßwaren am 16. November 1941 werden ab 17. November 1941 Süßwaren gegen Abtrennung der Abschnitte N 37 der rosafarbenen und blauen Nährmittelkarten wieder abgegeben. Zur Ausgabe kommen marzipan- oder kakaohaltige Erzeugnisse (Pralinen, Riegel, Rippen, Stangen, gefüllte Schokoladen, Stückartikel) sowie Zuckerwaren pro Kopf bis zu 125 g im gan­zen. Markenware steht nur in begrenzter Menge zur Verfügung, so daß auch einfache Konsumware ge­kauft werden muß. 4666D

Gießen, den 12. November 1941.

Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach:

Der Landrat des Landkreises Gießen.

Dr. Lotz.

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