Schaffende sammeln - Schaffende geben!
Am Freitag, 14. November, gelangt des großen
j der mehr war. Es war doch besser, diese persönlichen lichst in Ähren Arbeitsraumen willkommen heißen
Außerdem läßt es sich hier wie auf einer einsamen
wollte.
(Fortsetzung folgt.)
Verdunkelungszeit
13.11. von 17.31 bis.8.37 Uhr.
Am 15. und 16. November 1941 sammeln wieder alle Schaffenden der Stirn und der Faust zugunsten des Kriegs-Dinterhilfswerkes 1941/42. Alle Amtswalter der Deutschen Arbeitsfront in den Betrieben und den Orts- und Kreiswaltungen werden am kommenden Samstag und Sonntag mit der Sammelbüchse in der Hand das Strahenbild beherrschen, und die Volksgenossen werden freudig ihre Spende geben.
Diese Spende soll aber ein tatsächliches Opfer sein, und dieses Opfer wird jedem einzelnen um so leichter fallen, wenn er daran denkt, wie klein es im Vergleich zu den Opfern ist, die unsere tapferen Soldaten täglich an allen Fronten bringen. Der Soldat an der Front kennt nicht die Wärme eines behaglichen Zimmers, er schläft, wenn er überhaupt schläft, in seinem Zelt auf der nackten Lrde oder in eine verfallenen Kate, der Soldat kennt auch keinen Feierabend, für ihn gilt nur der kämpferische Einsatz, um den Feind niederzuringen, der uns und unsere
Kultur vernichten wollte. Gewiß erfüllt auch die Heimat ihre Pflicht, auch hier wird von jedem Schaffenden der letzte Einsatz verlangt, und jeder Volksgenosse seht sich auch freudig ein in dem Bewußtsein, hierdurch den Sieg erringen zu helfen, aber dieser Einsatz der Front der schaffenden Volksgenossen kann niemals die Größe des Einsatzes der mit der Waffe kämpfenden Soldaten erreichen. Er seht täglich und stündlich sein Leben und seine Gesundheit ein, er vollbringt Leistungen, die vordem niemand für möglich gehalten hätte. Es ist daher eine selbstverständliche Dankeserfüllung all derer, die in der Heimat ihre Pflicht erfüllen, nun durch ihr Opfer zu beweisen, daß sie die Gröhe der Stunde begriffen haben.
Wenn daher am Samstag und Sonntag die Sammler an uns herantreten, dann wollen wir alle nicht nur spenden, sondern tatsächlich ein Opfer bringen.
Werk, das Schauspiel „9lora" unter der Leitung von Karl Volck als Neuinszenierung zur Aufführung. In den Frauenrollen: Elly Bamberger, Diana Fischer, Hilde Kneip, Luise Prasser; bei den Herren: Gerd Fritz Ludwig, Hans Seitz, Karl Volck, Carl Maria Zeppenfeld.
„Unter Korallen und Haien."
Äm Rahmen des Gießener Vortragsrings wird am 19. November in der Aula der Universität als Sonderoeranstaltung der abenteuerliche Tiefseetaucher Hans haß (Wien) einen Vortrag halten, der zu einem Erlebnis zu werden verspricht. Heber» all, wo Hans haß gesprochen hat, fand er ein aus- verkauftes Haus, und in der Tat find seine Erlebnisse so einmalig und außergewöhnlich, daß der junge Forscher es verdient, in jeder Beziehung unterstützt zu werden, damit er seine durch den Krieg unterbrochenen Forschungen fortsetzen und für deutsche Wissenschaft ausbauen und erweitern kann. Der Vortrag hat bisher in allen Städten stärkstes Interesse gefunden. __________________________
Aus der Stadi Gießen.
Oie deutschen Märchen!
Wenn die Tage kürzer werden und die Kinder im Zimmer bleiben müssen, werden sie manchmal ihr Spiel müde. Sie kommen zur Mutter ober Großmutter und betteln: Erzähl uns eine Geschichte! Was soll man da machen?
Wir versetzen uns im Geiste in die eigene Kindheit, wir denken an die schönen Abende, an denen die Großmutter neben dem Ofen saß und beim traulichen Schein der Petroleumlampe Geschichten erzählte. Waren es immer Märchen? Nein, wie oft berichtete sie auch aus ihrem eigenen arbeitsreichen Leben. Aber wenn es anfing: Es war einmal —, dann lag über der ganzen Welt ein goldner Zauber. Wir saßen stumm und lauschten —
Wir wußten noch nicht, daß aus den deutschen Märchen die Stimme des ganzen Volkes spricht, und daß da ein Volksgut vor uns ausgebreitet wurde, das so unendlich viele Schätze enthält. Wir sagten nur: Wie schön!
Denken wir nur daran, welche Rolle der deutsche Wald im Märchen spielt! Er ist nicht, wie in den
Karin Grunelius
Roman von Guiüv ß. Brand
Mensch gespmint waren. w . .
,Xkb roeife Nicht, ob das der richtig- Ausdruck
Reagenzgläsern im Blick, auf der anderen Seite zwei moderne Schreibtische und Stahlmöbel, an der Wand eine Bibliothek, die nur ihre Fachliteratur
Theater der Universitätsstadt Gießen
Hermann Hermecke und Nico Oostal: »Monika".
Angelegenheiten außerhalb der wissenschaftlichen und Ihnen wie Gruber hals- und Beinbruch wün- Arbeitsstätte zu erledigen. schen. Ich denke, wir werden uns gut verstehen.
„Na, hier kann man ja großartig arbeiten!" — "ch
meinte sie zuversichtlich, als sie zwischen den beiden Insel ungestört arbeiten, kein Lärm bringt hier Zimmern stand, die langgestreckten Tische mit den, herein."
verworren und unheimlich wirkenden Gasleitungen | Thomas ließ sich lange Zeit, ehe er wieder an und Gummischläuchen, die zahllosen Pipetten und । den Tisch herankam, so daß sie sein Gesicht un- Saugröhren, die Regale mit * ben Dufoenben^oon; beoba(f)tet eingehend prüfen konnte. Irgendwie * ‘"r v ~ HE? es sich wieder zurückverwandelt in jenes Bild,
das sie noch immer von Sampieri her im Ge
wußter Widerstand gegen eine Wiederholung der Begegnung. Denn von Ihnen wußte ich ja, rote sehr Ihr Herz an Ihrem Studium hing . . ." Er machte eine kleine Pause, lächelte und hielt ihr den Mantel so hin, daß sie ihn anziehen mußte. Wie mit einem leisen Hauch streiften seine Hände dabei ihr Haar
und ihre Wangen. _ , , ....
„Im übrigen hatte sich ja durch Ihre etroas plötzliche Abreise die Lage etwas verschoben."
„Das Geld haben Sie doch bekommen? fragte sie,' durch diese Erinnerung unangenehm berührt. „Ich danke Ihnen noch dafür, und Sip nehmen nur hoffentlich die kleine Notlüge nicht übel."
„Aber ganz und gar nicht. Ich müßte mich ia irn Gegenteil freuen, daß ich Ihnen zu dieser Reise habe verhelfen können. Nachträgilch tue ich es auch. Denn damals war ich etwas betroffen, als ich von Ihrem Verlobten, Herrn Merck, den wahren Tatbestand erfuhr." „ „ .
„Sie waren bet Günther?" Kann rieb nervös ihre Hände gegeneinander und sah Thomas Bröger verstört an. , , .
Ja! Warum denn nicht? Sprach etwas dagegen, daß ich ihn aufsuchte? Allerdings wußte ich eben nicht, daß Sie zu dieser Zeit schon auf dem Wege nach Deutschland waren." _ •
5a ja aber was wollten Sie denn von ihm?"' Ihre Stimkne zitterte vor Erregung. Wie ein dunkler Schatten legten sich die plötzlich wieder heraufbeschworenen Erinnerungen an Sampieri über ihr Gemüt.
Wollen wir uns eigentlich nicht setzen.'' vier in diesen Räumen sind wir ja unsere eigenen Her- ren. Ich werde Ihnen auch gleich Ihren Arbeitsplatz zeigen und den Plan, der vorliegt. Er machte einige Schritte auf die Tür zu, durch die er vorhin
Herr Enterlein) kräftig unterstützt, in sauberem Kontakt mit dem Dühnenvorgang musizierfreudig zum Klingen brachte. Die Tanzgruppe (Leitung: Herr V o l p e r t) hatte im ersten Akt dankbare Aufgaben. Herr Löffler hatte gute, bodenständige Dekorationen geschaffen. Regie führte Herr Payer, der die im Schwarzwald spielenden Szenen des ersten und dritten Aktes in ihrer volksstückmäßigen Mischung aus unbefangener Heiterkeit und schlichter Gemüthafttgkeit gefällig herausbrachte; im Mittelakt, wo die Gegenüberstellung von Stadt und Land ohnehin nicht einer gewissen Peinlichkeit entbehrt, wären einige Dämpfungen und geschmackliche Korrekturen im Sinne ber zu Beginn der Spielzett ausgegebenen Devise „Operette als Kunstwerk" zu empfehlen.
Gabriele Possinke, diesmal blond und übrigens sehr niedlich aussehend, fpiejte die Monika schlicht, herzlich und mit Gemüt; ihr ,^Heimatlied" im zweiten Akt war nicht nur der musikalische Höhepunkt der Aufführung, sondern auch kennzeichnend für die gepflegte gesangliche Auffassung und Durch, führung der dankbaren Partie. Herr Hellmers- H a l l w e g h als Horst-Dietrich ist, was die musikalischen Qualitäten der Rolle angeht, nicht so ausführlich bedacht worden; er spielte angenehm einfach und ohne Uebertreibungen. Eine hübsche Leistung zeigte Valeska Lange als Rosel. Herr Kratz machte den behäbig-stimmgeroaltigen Sonnenroirt und führte mit den Herren B o s n y und Payer das ländliche Terzett in der Stadt an, das einigermaßen an den „Fidelen Bauern" erinnerte. Zwei junge Leute von unbefangener Natürlichkeit gaben Annemarie Schwind und Herr C. B. Schmidt als Vera und Ralf; die Damen H e n z k y und Kneip waren die Wortführerinnen der fragwürdigen städ- ttschen Gesellschaft. —
Es wurde bei vollem Hause mit viel Beilall, Wiederholungen und Blumen spenden ein lebhafter Erfolg. Hans Thyriot.
dächtnis hatte.
Die Augen hatten wieder jenen verträumten Blick, der von ganz weiten Zusammenhängen herzukommen schien. Sie waren wie von einem Schimmer abgründigen Fernseins überdeckt, in dem sie nach absonderlichen Dingen forschten und nur schwer einen Weg in die Wirklichkeit zurückfanden. Sie hatte das schon einmal am Strand von Sampieri entdeckt, als er an ihr vorbei auf das Meer hinaus- schaute und einen Lichtreflex für sein Bild herein- holte. Seine Hände wiesen einen ganz ähnlichen Ausdruck auf. Als gingen sie sehr behutsam mit diesen tausend Gläsern und Fläschchen um und trügen viele Geheimnisse mit sich herum. Wo dann aber die Grenze war zwischen seiner gelehrten und disziplinierten Haltung und der künstlerischen Welt, die er nur für den Urlaub reserviert hielt, konnte sie noch nicht entscheiden.
Thomas Bröger schien ihr eine seltsame Mischung zu fein von romantischer Verlorenheit und wissenschaftlicher Exaktheit. Diese Feststellung beruhigte sie. Wie immer, wenn sie ein Erlebnis in sich ein- geordnet hatte. Dom Laboratoriumsraum her drang ein leichter Geruch der chemischen Reagenzien, von Gas und verdichteter Luft und legte sich fast betäubend auf ihre Stirn. Sie hätte «fetzt — da sie sich irgendwie in die Situation hineingefunden hatte — in überschwenglichem Aufbruch die Arme in die Luft werfen können. Endlich war sie am Ziel! Was sie in Sizilien noch als unendlich fernen Traum empfand, umgab sie jetzt als Wirklichkeit, der sie nicht mehr entrinnen konnte — und auch nicht
Nico D o st a l führt mit der durch das Lied „Hei- mattand" aus dem zweiten Akt schnell populär gewordenen „Monika" die dem Singspiel und Volks- stück angenäherte Operettenform fort, die auf Revue- Ausstattung verzichtet und sich musikalisch, bei verhältnismäßig viel gesprochenem Text, auf einer einfachen und eingängigen Linie hält. „Schwarzwald- möbel" erzielte vor Jahren Mit ähnlichen Mitteln einen ähnlichen Publikumserfolg; der Schwarzwald gibt auch hier den charakteristischen Schauplatz. Der Geislingerhos im Glottertal ist ein Dreimäderlhaus, und die Liebesverhältnisse der drei Schwestern Ro- sel, Mariele und Monika sind einigermaßen schwierig: das Mariele hat eben geheiratet, die Rosel liebt den Schullehrer, aber der Schullehrer liebt die Monika, aber die Monika liebt einen jungen ftäbtifchen Medizinstudenten namens Horst-Dietrich. Zu allem Heberfluß kommt noch der dicke und reiche Sonnenroirt dazu» der dreitausend Mark für die Hochzeit hergeliehen hat und auf die Rückzahlung zu verzichten bereit wäre, roenn er stattdessen eine der beiden noch ledigen Töchter kriegen könnte: roeniger aus Liebe als aus geschäftlichen Gründen, aber die Der- roicklung ist so oder so schlimm genug. Die Monika macht kurz enttchlosien mit ihrem Mediziner einen Ausflug ins Blaue, genauer gesprochen in die Stadt, roo sie indessen mit der sogenannten Gesellschaft roenig schöne Erfahrungen macht. Im dritten Akt bleibt, nachdem sie traurig heimgekehrt ist, nichts übrig, als daß Horst-Dietrich, dessen Eltern ihrem Sohne eine andere Partie zugedacht hatten, sich besinnt und die Praxis im Glottertal übernimmt, die sowieso seit langem einer tüchtigen, jungen Kraft bedarf. Alsdann steht Monikas Liebesglück nichts mehr im Wege, die Rosel kriegt ihren Schulmeister, und der Sonnenroirt, hoffentlich, statt der gewünsch- ten Frau wenigstens sein Geld zurück.
Die Aufführung wurde von Herrn Hergert dirigiert, der die Partttur, von den Chören (Leitung:
enthielt.
„Wenn es Ihnen recht ist, Fräulein Grunelius, , nehmen Sie diesen Platz. Ich werde mich da drüben hinsetzen." \
Es klang, als wolle er ihr nicht nur die Ent- scheidung überlassen, sondern auch einen Vorrang zubilligen. „Wenn es so bleibt, wie es bisher war! , Ich will da keine Unorbnung hineinbringen!" lachte sie, jetzt schon sicherer. „Unb welche Probleme stehen , im Augenblick zur Diskussion?"
Bröger sah sie an, als hätte er noch keine Lust, sich gleich mit ihr über wissenschaftliche Dinge zu unterhalten. Das Gespräch Man vorhin schien 'hm interessanter zu fein. Oder hatte Karin kein Verlangen mehr danach, zu wissen, was er bei Günther Merck wollte?
Sie setzten sich einander, gegenüber, als kamen sie nicht zum erstenmal in diesem Raum zusammen. | Sorgfältig vorbereitet lagen ein Paar gespitzte Bleistifte in einer Glasschale, ein Papierblock schnitt wie ausgerichtet mit den Kanten einer Schreib- unterläge ab. Sie hatte das Gefühl, als sei dies alles ihretwegen geschehen.
Bröger beobachtete sehr gut ihre Auaen, die nach einem Grund suchten, weshalb das alles schon so war. „Das verdanken Sie allem Anschein nach dem Sepp, unserem Labordiener, einem Original, mit dem Sie sich gut stellen müssen. Gruber hat ihn, wie ich annehme, darauf vorbereitet."
„Sie haben also keine Ahnung gehabt?" „Nicht die geringste, Fräul-in ©ru^tus. G £U’ ben Sie mir, ich war ebenso verblüfft wie Sie. Unb bas finbe ich an dieser merkwürdigen Begeben- heit so reizvoll. Jetzt darf ich Sie wohl auch Herz-1
yn Agram wurden vierzig Mitglieder früherer Freimaurerlogen verhaftet. Als Grund wurde angegeben, sie hätten sich an der Verbreitung unwahrer Gerüchte beteiligt und bezweckt, das Verhältnis Kroatiens zu den Achsenmächten zu trüben.
*
Die fünf Knegsverantwortlichen, die durch ben Urteilsspruch bes Marschalls Pstain zur Verbannung in eine Festung verurteilt worben waren, sind nach der bafür vorgesehenen Festung Portalet übergeführt worben. Es handelt sich um General Gamelin, L6on Blum und Daladier, welche sich in Bourassol befanden, sowie Georges Mandel alias Ierobeam Rothschild und Reynaud, die in dem Badeort Vals-le-Bain's untergebracht waren.
Ein Bundesratsbeschluß bestimmt, daß Schweizerinnen, die einen Ausländer heiraten, das Schwei- zer Bürgerrecht nur dann behalten, wenn dies not. wendig ist, um sie vor Staatenlosigkeit zu bewahren.
*
Die etwa 25 Kilometer westlich Peoria (Illinois) gelegene Pulverfabrik der Western Powder Company ist in die Luft geflogen.
Preistreiber am Pranger.
NSO. Der Reichsstatthalter in Hessen gibt bekannt: Zur Zeit werden in den Städten unb Orten bes Gebietes Hessen die Verbraucher mit Speifetartof» fein zur Deckung bes Winterbebarses beliefert. An der Belieferung beteiligen sich auch Erzeuger unmittelbar, inbem sie ihre Kartoffeln frei Keller der Verbraucher abgeben. Für bi^fe Direktgeschäfte finb in der Anordnung über die Festsetzung von Ver
treibern mit Recht äbrückt.
Der Landwirt Gustav Phil. Wolf m Weiskirchen (Kreis Offenbach a. M.), Haupfftr. 58, hat beim Verkauf von Speisekartaffeln an Verbraucher in Obertshausen Preise van 4,50 bzw. 5,50 RM. je 50 Kilogramm gefordert und bezahtt erhalten, ob- wohl der zulässige Preis bestenfalls nur 3,— RM. je 50 Kilogramm betragen durfte.
Der Landwirt Adam Wilhelm Hitze! in Ober- Roden (Kreis Dieburg), Schillerstr. 3, hat bei Lieferungen von Speisekartoffeln an Verbraucher in Darmstadt und Offenbach selbst unb burch feinen Sohn Preise von 3,75 bis 4,40 RM. je 50 Kilogramm, überwiegend jedoch über 4,— RM. gefordert unb bezahlt erhalten, obgleich er für 50 Kilogramm bestenfalls nur 3,55 RM. berechnen durfte. Hitze! hat die Ueberpreift zum Teil als Trinkgelder getarnt.
Wegen dieser festgestellten Verfehlungen hat der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — Stelle für die Preisbildung
ben Landwirt Gustav Philipp Wolf in Weiskirchen in eine Ordnungsstrafe von 2000 RM. und . .
ben Landwirt Ab am Wilhelm H i tz e l in Ober- Roben in eine solche von 1000 RM. genommen.
In diesem Zusammenhang wird noch darauf hin- geroiesen, baß sich Verbraucher ebenfalls strafbar machen, roenn sie unzulässige Preise, auch in Form von Trinkgeldern oder auf sonstige Weise getarnt, ihrem Kartoffellieseranten gewähren. Der Preiskommissar wird in Zukunft auch gegen -Verbraucher vorgehen, die es an der erforderlichen Preisdisziplin in dieser Hinsicht fehlen lassen.
KriegshilfSdienstverpflichtete nicht in der Rüstungsindustrie.
Um aufgetauchten Mißverständnissen zu begegnen, wird vorn Reichsarbeitsbienst für bie weibliche Iugenb barauf hingeroiesen, baß Kriegshilfsdienst- verpflichtete n i ch t für ben Einsatz in der Rüstungsindustrie entlassen werden. Eine solche Möglichkeit bestand lediglich für Arbeitsmaiden, die noch nicht aus dem aktiven Reichsarbeitsdienst in den Knegs- hilsdienst übergeführt worden waren.
26.Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Heber diese merkwürdige Erscheinung, von der sie I nicht hätte sagen können, ob sie Traum ober Wirklichkeit war, brängte sich ihr Blut in bas Herz zurück. Sie hatte bas Gefühl, als sehe sie ungeheuer blaß aus. — „Das ist Ihr Schrank, Fraulein Gru- nelius!" hörte sie jemanben sagen. „Hier hangt auch rin Mantel für Sie. Es herrschen nämlich bet uns ganz getrennte Verhältnisse. Das Hanbtuch wirb alle Donnerstag gewechselt." , . , ,,
Ach so — Herr Bröger, ihr Kollege bet Professor Jruber, hatte etwas zu ihr gesagt. Da mußte sie ihm wohl auch eine Antwort geben.
„Ist bas nun nicht komisch?" fragte sie.
„Was soll benn komisch sein?" Bröger kam mit iem weißen Mantel über bent Arm auf sie z^
„Na baß wir uns so halb wiebersehen! Finde" Sie benn bas so alltäglich? In Sampieri geben Sie ich als Maler aus, unb hier entpuppen Sie sich als College. Aber —", sie machte eine kleme Pau e .wenn ich mich recht Erinnere, habe ich Sie doch für -twas anberes gehalten. Chirurg — Physiker w
; ts nicht lo? Eigentlich ist das eine tolle Sache!
Sie spürte ganz genau, wie falsch ihr Ton war, | Die unsicher sie sich neben dem Wea bewege, ben sie ngentlich hatte beschreiten wollen. Diese Begegnung 'onnte von ihm nicht aewollt sein benn woher | eilte er wissen, baß sie burch ihren Onkel zu Pro- «ssor Gruber kam? Nein, es war gar nichts Romi- ches baran. Irn Gegenteil, biefes
>em sie im Augenblick noch wie einem Sluck aus ber Bühne ziehen konnte, schien doch irgenbeme Bedeutung zu haben. Denn so gerade und glatt 'erliefen die Fäden nicht, die von Mensch zu
Es ist nun festgestellt worden, baß bis jetzt einzelne Erzeuger biefe Höchst preise wesentlich überschritten haben. Speisekartoffeln stellen mit bas wichtigste Volksnuhrungsrnittel bar. Wer beim Absatz von Volksnahrungsmitteln glaubt, sich preisliche Vorteile verschaffen zu müssen unb eine derartige Handlungsweise auch noch im Kriege begeht, kann nicht scharf genug verurteilt werden. Preisüberschreitungen auf diesem Gebiete sind derart verwerflich, daß,die Bevölkerung von ben Preis-
hinausgegängen war. ™ „
Karin blieb noch stehen unb sah ihm nach. War Thomas nickt irgenbroie verändert? Schien er selbst unter dem Bann ber Ueberratoung zu stehen ober machte ihn bie Entschleierung feines Geheimmsies, mit dem er sich auf Sizilien umgeben hatte, unsicher „xw areiß iuuji, uu vu= unt> -wiespältiq? Trotzdem konnte sie sich eines
Ift, Fräulein Grunelius , bestätigte Thomas ih e erwehren, als sie an sich ^nunteria!)
mnrhe es nicht 10 neu . / v ....
braucherhöchstpreisen für Speisekartoffeln für bie Zeit vom 21. September 1941 bis einschließlich 31. August 1942 besondere Höchstpreise vorgeschrieben.
Märchen anberer Völker, ber Tummelplatz von bösen Geistern, ber Schauplatz von unheimlichen Taten, fonbern noch viel öfter ber Zufluchtsort aller Bedrängten, bie bort in ber Einsamkeit ihr Leib tragen, und benen schließlich bann bas Glück boch noch begegnet. (Schneewittchen, brei Männlein im ÜB albe, Rotkäppchen, Hänsel unb Gretel u. v. a.).
Auch bie Tiere spielen in manchen Märchen eine große Rolle. Nicht alle finb so böse wie der Wolf und ber Fuchs. Auch wirb ihre Bosheit nicht so unheimlich geschilbert, sondern es wirb erzählt, wie sie ttotz ihrer Schlauheit hinters Licht gefühkt werben. Die meisten Tiere aber finb gut bargestellt, und sie helfen ben Menschen. Die Vögel zeigen ben rechten Weg: bie Pferbe sprechen unb teilen die Not ber Hnglücklichen, die Rehe gesellen sich zu ben Kinbern usw.
Eine ganz besondere und stark hervorgehobene Stellung hat bie Mutter im Märchen. Bis über bas Grab hinaus sorgt sie noch für ihre Kinder. (Brüderchen unb Schwesterchen.)
So können wir fast aus jedem Märchen, unter bem ber Name „»rüber Grimm" steht, etwas Kostbares herausholen. Selten hat ein Volk eine schönere Weihnachtsgabe erhalten als wir Deutschen im Jahre 1812. Damals kam der . erste Band der Kinder- unb Hausmärchen heraus. Viele, viele Jahre sinb bie Brüder Jakob unb Wilhelm Grimm burchs Hessenland gezogen unb haben Umfrage gehalten nach alten Märchen, bie ba noch von Munb zu Munb gingen. Besonbers erwähnen bie Forscher bie Frau Viehmännin in Nieberzwehren bei Kassel. „Sie bewahrte bie alten Sagen fest im Gebächtnis und sagte wohl selbst, baß diese Gabe nicht jedem verliehen sei unb mancher gar nichts im Zusammenhang behalten könne. Dabei erzählte sie bebäch- tig, sicher unb ungemein lebenbig, mit eigenem Wohlgefallen baran, erst ganz frei, bann, roenn man es wollte, noch einmal ganz langsam, so bah man ihr mit einiger Hebung nachschreiben konnte. Manches ist auf diese Weise wörtlich beibehalten unb wirb in seiner Wahrheit nicht zu verkennen sein.
So haben bie Brüber Grimm ein Volksgut gerettet zu einer Zeit, in ber bas Volk daran war, seine alten Märchen und Sagen zu vergessen. Wir müssen es ihnen noch heute banken. Sie gaben uns ein Volksbuch, bas seinesgleichen sucht. An uns liegt es nun, diese Märchen unseren Kindern zu ver- mitteln.
Neben dem Verstand wurde bem Menschen auch bas Gemüt gegeben. In unserem Gemüt, in unserem Fühlen wurzelt bas höchste Glück. Und wer seinen Kindern den Weg zeigen kann, der für ihr Gemüt so wertvoll ist, der denke an die deutschen Märchen!
Tageskalender für Donnerstag.
Deutsches Frauenwerk, Ortsgruppe Gießen-Mitte: 20 Hhr Gemeinschaftsabend im „Burghof". — Gloria-Palast, Seltersweg: 14 Hhr „Schneewittchen ; Wetterleuchten um Barbara". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Kleine Mädchen — große Sorgen . Caf6 Wien: 16 und 20 Hhr Modenschau.
Theater der Universitätsstadt Gießen.
„Jlur so'n bißchen Licht...
Das fft die EnffchuDigung aller Verdunkelungs- sünder! Sie versuchen, sich damit herauszureden, roenn der Luftschutzwart ober ber Blockwart vom RLB. sie ermahnen, ober roenn sie vor Gericht stehen. Gewiß, es mag nur ein kleiner Spalt gewesen fein, burch ben Licht ins Freie fällt, oder ein schwacher Lichtschimmer, der durch die Vorhänge drang. Wenn aber viele ober nur einige so nachlässig verdunkeln, bann erkennt bas suchende Auge des Bombenschützen im feindlichen Flugzeug in der dunklen Nacht einen Lichtschimmer, der ihm als Ziel
(in 5par*tlp für fiauefrauenl
Versuchen Sie es beim nächsten Ma! mit bet guten Nivea-Zahnpasta! Sie kostet nur bie große Tube.
n», uiuuitm unciius , vv, d .r_ Läckelns nicht erroegren, cu» \w un *-***“' . ,’
Meinung. „Ich wenigstens wurde es E f unb if)r mit dem blendenden Weiß des Mantels len. Vielleicht lag gerade dann baß lch Si 'd 9 wurde, daß sie so gar keine Privatperson
leinen wahren Beruf im unklaren ney, em D
»autticfirtWeiter: Dr. Friedrich ««heim Lange. Stellvertreter des
-mchtschriftleiterS: Ernst Slumschein. Pcrrnitroortikh für «onffl Wib Ütiber: Dr. Fr. W. Lange; für da» Feuilleton. Dr. Hans Tdyrwt,
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